{"id":1893,"date":"2012-02-26T19:37:45","date_gmt":"2012-02-26T18:37:45","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1893"},"modified":"2022-11-18T12:24:19","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:19","slug":"predigt-1-konige-191-1921","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-konige-191-1921\/","title":{"rendered":"Predigt: 1.K\u00f6nige 19,1 &#8211; 19,21"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/P07-1K1901-1921.doc\">Download<\/a><\/strong><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Das stille, sanfte Sausen Gottes<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eUnd nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der Herr war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen.\u201d<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(1.K\u00f6n 19,12)<\/p>\n<p>Letzte Woche haben wir erfahren, wie Gott Elia durch schwierige Umst\u00e4nde trainiert hat, ganz auf Gott zu vertrauen, und ihn dann daf\u00fcr gebraucht hat, den G\u00f6tzendienst des Volkes herauszufordern. Elia hatte voller Eifer und Glaubensmut auf dem Berg Karmel die Nichtigkeit des Baalskults aufgedeckt und den Herrn als den wahren Gott offenbart. Im heutigen Text erfahren wir, wie Gott Elia, der in eine tiefe Krise geriet, pers\u00f6nlich geholfen und ihn geistlich wiederhergestellt hat. Lasst uns verstehen, wie Gott Elia in seiner Not begegnet ist, und dadurch sein sanftes Wesen kennen lernen! M\u00f6ge Gott dadurch auch jeden von uns dazu ermutigen, Gott zu begegnen und seine tiefgehende Hilfe zu erfahren!<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>I.\u00a0 Elia ging zum Berg Gottes, dem Horeb (1-7)<\/strong><\/p>\n<p>Was passierte, nachdem Elia auf dem Berg Karmel dem ganzen Volk vor Augen gef\u00fchrt hatte, dass allein der Herr Gott ist, und die Baalspriester get\u00f6tet hatte? Betrachten wir den Text. Der K\u00f6nig Ahab sagte seiner Frau Isebel alles, was Elia getan und wie er alle Propheten Baals mit dem Schwert umgebracht hatte. Daraufhin sandte Isebel, die eine gl\u00fchende Anh\u00e4ngerin Baals war, einen Boten zu Elia und lie\u00df ihm sagen: <strong>\u201e<\/strong><strong>Die G\u00f6tter sollen mir dies und das tun, wenn ich nicht morgen um diese Zeit dir tue, wie du diesen getan hast!\u201c <\/strong>(2)<strong> <\/strong>Wie reagierte Elia auf diese Morddrohung? Eigentlich hatte er am Vortag in einer noch gef\u00e4hrlicheren Situation Glauben bewiesen, als er dem K\u00f6nig face to face gegen\u00fcber stand und seinen G\u00f6tzendienst und den des ganzen Volks mutig herausgefordert und dann die 450 Baalspriester mit dem Schwert get\u00f6tet hatte. Aus Glauben war er voller Geist und Eifer f\u00fcr Gott gewesen, voll Mut und Tatkraft. Doch wie reagierte er, als er nun am n\u00e4chsten Tag die Drohung Isebels h\u00f6rte? Im Vers 3 hei\u00dft es: <strong>\u201eDa f\u00fcrchtete er sich, machte sich auf und lief um sein Leben und kam nach Beerscheba in Juda und lie\u00df seinen Diener dort.\u201c <\/strong>Als Elia diese Drohung h\u00f6rte, reagierte er mit Furcht; er geriet derartig in Furcht, dass er um sein Leben rannte. Wie k\u00f6nnen wir verstehen, dass der gro\u00dfe Mann Gottes, der am Tag davor noch in gro\u00dfartiger Weise aus Glauben gehandelt hatte, nun auf die Drohung Isebels hin in so gro\u00dfe Furcht geriet? Einfach gesagt passierte das, weil Elia in dieser neuen Situation nicht erneut aus Glauben reagierte. Als er die Morddrohung h\u00f6rte, dachte er nicht aus Glauben an den allm\u00e4chtigen Gott, der ihm am Vortag geholfen hatte und ihm auch in dieser neuen Not helfen w\u00fcrde. Als er nicht aus Glauben dachte, str\u00f6mten sofort Furcht und Todesangst in sein Herz. Hierdurch lernen wir, dass selbst ein gro\u00dfer Mann Gottes jeden Tag und in jeder Situation neu bewusst Glauben aufbringen muss. Niemand kann aus dem Glauben leben, den er gestern hatte, sondern wir m\u00fcssen jeden Tag und in jeder Situation neu Glauben aufbringen, damit wir auch die neue Situation aus Glauben sehen und damit umgehen k\u00f6nnen. M\u00f6ge Gott jedem von uns helfen, in jeder Lage neu Glauben aufzubringen und so Tag f\u00fcr Tag aus Glauben zu leben!<\/p>\n<p>Was machte Elia weiter, als er in Furcht geraten war? Vers 4 sagt: <strong>\u201eE<\/strong><strong>r aber ging hin in die W\u00fcste eine Tagereise weit und kam und setzte sich unter einen Wacholder und w\u00fcnschte sich zu sterben und sprach: Es ist genug, so nimm nun, Herr, meine Seele; ich bin nicht besser als meine V\u00e4ter.\u201c <\/strong>Aus Angst vor der Rache der b\u00f6sen K\u00f6nigin rannte er stundenlang in Richtung s\u00fcdlicher Landesgrenze und ging dann noch eine Tagereise weit in die W\u00fcste. Schlie\u00dflich setzte er sich v\u00f6llig ersch\u00f6pft unter einen Wacholderstrauch und w\u00fcnschte sich zu sterben. Hier sehen wir, wie tief die Krise war, in die Elia geraten war, sodass er v\u00f6llig verzweifelt war und Gott darum bat, ihm seine Seele zu nehmen. Wie war es so weit gekommen? Zum einen hatte die Angst in Elias Herz ihm seinen Lebensmut geraubt. Aber es war nicht nur die Angst vor Isebels M\u00e4nnern. Er war auch geistlich m\u00fcde und ersch\u00f6pft und geplagt von vielen negativen Gedanken, wie seine anschlie\u00dfenden Worte zeigen. Er hatte sich voll daf\u00fcr eingesetzt, dass das Volk sich von ihrem G\u00f6tzendienst abwendet und Gott wieder zuwendet. Nach dem Gottesbeweis auf dem Berg Karmel muss er wohl erwartet haben, dass nun die komplette Wende kommt. Aber die b\u00f6se K\u00f6nigin hatte keine Bu\u00dfe getan, und es sah so aus, als ob sie nun auch das Volk wieder zum G\u00f6tzendienst verleiten k\u00f6nnte. Elias jahrelanger Eifer f\u00fcr Gott und die Bu\u00dfe des Volks erschienen vergeblich gewesen zu sein. Dieser Gedanke, dass sein Hirtenleben vergeblich gewesen sei, raubte ihm allen Lebensmut, sodass er lieber sterben wollte. Seine Worte <strong>\u201eich bin nicht besser als meine V\u00e4ter<\/strong><strong>\u201c<\/strong> weisen darauf hin, dass er sich dabei auch seiner eigenen S\u00fcndhaftigkeit und Mangelhaftigkeit bewusst war und sich an der ganzen Lage des Volkes selbst mitschuldig f\u00fchlte. Elia war innerlich am Ende, wie v\u00f6llig ausgebrannt! Er wollte nicht mehr leben.<\/p>\n<p>Wer kann einem Menschen in so einer Situation helfen? Menschliche Worte des Trostes oder der Ermutigung wie \u201eSieh die Dinge doch nicht so negativ\u201c k\u00f6nnen einen in so einer Lage nur noch zus\u00e4tzlich verletzen und verzweifeln lassen. Elia brauchte Gottes Hilfe. Wie half ihm Gott?<\/p>\n<p>Betrachten wir die Verse 5-7. Elia war so verzweifelt und ersch\u00f6pft, dass er unter dem Wacholderbusch einschlief. Aber ein Engel r\u00fchrte ihn an und sagte zu ihm: <strong>\u201e<\/strong><strong>Steh auf und iss!\u201c<\/strong> Als Elia um sich sah, lag neben seinem Kopf ein ger\u00f6stetes Brot und ein Krug mit Wasser. Als er das Brot gegessen und das Wasser getrunken hatte, legte er sich einfach wieder schlafen. Er war in dieser Zeit offensichtlich nicht in der Lage und nicht bereit, mit Gott zu reden und seine Botschaft zu h\u00f6ren. Aber Gott k\u00fcmmerte sich um seinen Diener, der k\u00f6rperlich und geistlich ersch\u00f6pft ohne Nahrung und Wasser in der W\u00fcste war. Der Engel des Herrn kam zum zweiten Mal zu ihm und r\u00fchrte ihn an und sagte: <strong>\u201eSteh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.\u201c<\/strong> Hier sehen wir, dass Gott Elia genau gekannt und seine Situation gut verstanden hat.<\/p>\n<p>Was tat Elia daraufhin? Vers 8 sagt: <strong>\u201eU<\/strong><strong>nd er stand auf und a\u00df und trank und ging durch die Kraft der Speise vierzig Tage und vierzig N\u00e4chte bis zum Berg Gottes, dem Horeb.\u201c <\/strong>Er ging, nachdem er sich nochmals gest\u00e4rkt hatte, 40 Tage und 40 N\u00e4chte bis zum Berg Horeb. Dieser Berg liegt im s\u00fcdlichen Teil der Sinaihalbinsel, etwa 350 Kilometer von Beerscheba entfernt. Der Berg Horeb ist der Ort, wo Gott mit den Israeliten den Bund geschlossen hatte. Es ist der Ort, wo Gott Mose erschienen war und von Angesicht zu Angesicht mit ihm geredet hatte. Der Horeb war der am besten geeignete Ort, um Gott zu begegnen. Hier sehen wir, wie Gott Elia zu sich gezogen hatte, als er in Not war. Als Elia irgendwie zum Berg Horeb fliehen wollte, um bei Gott Schutz und Hilfe zu suchen, half Gott ihm dabei. Als er unter dem Wacholderstrauch sa\u00df, war Elia offenbar noch nicht wirklich offen und bereit, Gottes Reden zu h\u00f6ren. Aber Gott st\u00e4rkte ihn durch einen Engel und ermutigte ihn, die weite Reise vor sich zu machen. So wartete Gott, bis Elia dorthin kam, wo er Gott begegnen wollte. Denn auch Gott wollte ihm begegnen und ihm helfen. Wie begegnete Gott ihm?<\/p>\n<p><strong>II.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Elia h\u00f6rte ein stilles, sanftes Sausen (9-21)<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Als Elia am Horeb ankam, blieb er dort \u00fcber Nacht in einer H\u00f6hle. Was passierte dort? Vers 9b sagt: <strong>\u201e<\/strong><strong>Und siehe, das Wort des Herrn kam zu ihm: Was machst du hier, Elia?\u201c <\/strong>Tats\u00e4ch\u00adlich sprach Gott Elia dort pers\u00f6nlich an. Gott fragte ihn nach dem Grund, warum er hier war. Einerseits zeigt Gott mir der Frage Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Elia und erm\u00f6glicht ihm zu sprechen. Andererseits steckt in Gottes Frage \u201eWas machst du hier, Elia?\u201c auch eine leise Kritik; Gott wies ihn darauf hin, dass der Berg Horeb im Ausland nicht der Ort war, wo Elia seinen Platz und seine Aufgabe hatte.<\/p>\n<p>Wie antwortete Elia auf Gottes Frage? Elia sprach: <strong>\u201e<\/strong><strong>Ich habe geeifert f\u00fcr den Herrn, den Gott Zebaoth; denn Israel hat deinen Bund verlassen und deine Alt\u00e4re zerbrochen und deine Propheten mit dem Schwert get\u00f6tet und ich bin allein \u00fcbrig geblieben, und sie trachten danach, dass sie mir mein Leben nehmen.\u201c <\/strong>Elia sch\u00fcttete vor Gott sein Herz aus. Er berichtete Gott von seinem Eifer und Einsatz f\u00fcr ihn, von seiner Traurigkeit und Entt\u00e4uschung \u00fcber die Entwicklung des Volkes, das den Bund verlassen hatte und ihm sogar nach dem Leben trachtete. Elia sah die Situation negativ. Er meinte, dass er allein \u00fcbrig geblieben sei von denen, die noch Gott die Treue hielten \u2013 obwohl Obadja ihm eigentlich mitgeteilt hatte, dass er hundert Propheten des Herrn versteckt hatte; aber das sah er nicht. Sein Eifer f\u00fcr den Herrn kamen ihm vergeblich vor und der Sinn seines ganzes Hirtenlebens fraglich. Indirekt stellt seine Klage \u00fcber seine Lage auch eine Klage gegen Gott dar, der ihn zu diesem Amt berufen und diese Situation zugelassen hatte.<\/p>\n<p>Wie antwortete Gott auf seine Klage? Die Verse 11 und 12a lauten: <strong>\u201e<\/strong><strong>Der Herr sprach: Geh heraus und tritt hin auf den Berg vor den Herrn! Und siehe, der Herr wird vor\u00fcbergehen.\u201c <\/strong>Gott wollte Elia begegnen. Gott wusste, dass er in seiner inneren Verzweiflung eine pers\u00f6nliche Begegnung mit Gott brauchte. Aber wie begegnete Gott ihm?<strong> \u201eUnd ein gro\u00dfer, starker Wind, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, kam vor dem Herrn her; der Herr aber war nicht im Winde. Nach dem Wind aber kam ein Erdbeben; aber der Herr war nicht im Erdbeben.<\/strong><strong> <\/strong><strong>Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der Herr war nicht im Feuer.\u201c<\/strong> Der starke Wind, das Erdbeben und das Feuer, die Gott vorausgingen, sind starke Naturgewalten. Sie sind Werke Gottes, die Ausdruck seiner Macht und Heiligkeit sind. Aber Gott war in keinem von ihnen zu finden.<\/p>\n<p>Wie begegnete Gott Elia dann tats\u00e4chlich? Vers 12b sagt: \u201e<strong>Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen.\u201c <\/strong>Nachdem die starken Naturgewalten vorbei waren, kam ein stilles, sanftes Sausen. Gott kam zu ihm in stillem, sanftem Sausen. Bisher hatte Gott sich Elia haupts\u00e4chlich durch machtvolle Taten gezeigt, wie die \u00fcbernat\u00fcrliche Versorgung mit Nahrung am Bach, durch die Auferweckung von Toten oder das m\u00e4chtige Feuer vom Himmel, das sogar Steine und Wasser verzehrte. Durch die Werke Gottes hatte Elia Gottes Macht und Autorit\u00e4t erfahren. Aber nun wollte Gott sich Elia nicht mit gewaltigen Taten zeigen, sondern wollte ihm in der Stille ganz pers\u00f6nlich begegnen. Gott h\u00e4tte schon am Wacholderstrauch Gott so begegnen k\u00f6nnen, aber Gott wartete, bis Elia wirklich bereit war, Gott zu begegnen und seine leise Stimme zu h\u00f6ren. Elia sollte gut zuh\u00f6ren, damit er die Stimme Gottes h\u00f6ren w\u00fcrde. Er sollte auf Gottes leises Sausen h\u00f6ren statt auf die lauten Stimmen in seinem Herzen. Er sollte Gottes Stimme wahrnehmen und in seinem Herzen wirken lassen. \u2013 Als Elia das stille, sanfte Sausen h\u00f6rte, verh\u00fcllte er sein Gesicht mit seinem Mantel und ging hinaus und trat in den Eingang der H\u00f6hle. Er erkannte, dass nun Gott zu ihm kam und mit ihm reden wollte.<\/p>\n<p>V. 13b sagt weiter: \u201e<strong>Und siehe, da kam eine Stimme zu ihm und sprach: Was hast du hier zu tun, Elia?\u201c <\/strong>Gott redete zu ihm pers\u00f6nlich. Gott hatte schon vorhin gefragt, was er hier machte. Gott war bereit, ihm zu begegnen, und gab ihm Gelegenheit mit Gott zu reden. Aber diese zweite Frage, was er hier machte, macht den leichten Tadel un\u00fcberh\u00f6rbar \u2013 denn der Ort seiner Mission war eigentlich woanders.<\/p>\n<p>Hier k\u00f6nnen wir erkennen, dass Gott jeden pers\u00f6nlich und seine Lage gut kennt. Vor allem k\u00f6nnen wir hier lernen, dass Gott den Wunsch hat, sich uns Menschen nicht nur durch Werke, sondern haupts\u00e4chlich durch sein Wort pers\u00f6nlich zu offenbaren. Gott will uns ganz pers\u00f6nlich begegnen und uns durch sein Wort ansprechen. Gott will uns dadurch seinen Willen und seinen Ratschluss offenbaren, damit wir ihn erkennen und aufgrund dessen unser Leben f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Was antwortete Elia Gott? Elia antwortete Gott ganz \u00e4hnlich wie beim ersten Mal. Er sagte nochmals, wie eifrig er Gott gedient hatte, dass Israel aber Gottes Bund verlassen und seine Propheten get\u00f6tet hatte und dass er auch Angst um sein Leben hatte. Die Tatsache, dass Elia fast dieselben Worte zweimal sagte, zeigt, wie fest seine Gedanken waren. Trotzdem sah Gott nun eine Gelegenheit, ihm seinen Ratschluss zu offenbaren.<\/p>\n<p>Was sagte Gott zu ihm mit sanfter Stimme? Es hei\u00dft: <strong>\u201eAber der Herr sprach zu ihm: Geh wieder deines Weges durch die W\u00fcste nach Damaskus und geh hinein und salbe Hasa\u00ebl zum K\u00f6nig \u00fcber Aram und Jehu, den Sohn Nimschis, zum K\u00f6nig \u00fcber Israel und Elisa, den Sohn Schafats, von Abel-Mehola zum Propheten an deiner statt. <\/strong>17<strong> Und es soll geschehen: Wer dem Schwert Hasa\u00ebls entrinnt, den soll Jehu t\u00f6ten, und wer dem Schwert Jehus entrinnt, den soll Elisa t\u00f6ten.\u201c <\/strong>Gott offenbarte Elia seinen Plan f\u00fcr sein weiteres Werk und auch Elias Aufgabe dabei. Denn Gott war angesichts der geistlich dunklen Lage in Israel und Umgebung keineswegs verzagt oder gar hilflos. Gott hatte l\u00e4ngst seinen Plan f\u00fcr sein Werk, f\u00fcr das Volk und auch f\u00fcr Elia. Elia sollte Hasael zum K\u00f6nig \u00fcber Aram in Syrien salben und Jehu zum K\u00f6nig \u00fcber Israel. Das bedeutete auch, dass die Zeit des b\u00f6sen K\u00f6nigs Ahab vorbei gehen w\u00fcrde. Elia sollte auch Elisa zu seinem Nachfolger als Prophet einsetzen. Das machte Elia klar, dass er wirklich nicht der einzig \u00fcbrig gebliebene war und dass Gottes Werk auch mit seinem Tod nicht enden, sondern geplant weitergehen w\u00fcrde. Auf diese Weise offenbarte Gott durch sein Wort dem verzweifelten Elia seine Pl\u00e4ne und lie\u00df ihn Gottes Willen und Ratschluss erkennen. Dadurch half ihm Gott, seine Situation und auch sich selbst ganz anders zu sehen. Elia hatte gedacht, dass alles, was er tat, sinnlos war und dass das Werk Gottes am Ende sei; Zweifel an Gottes Werk, Zweifel an seinem Missionsleben hatten ihn gequ\u00e4lt und ihm alle Kraft und Lebensmut geraubt. Aber die neue Perspektive Gottes war ganz anders und gab ihm neuen Mut und Kraft, Gott weiter zu dienen. Vor allem muss die Begegnung Elias mit Gott selbst unheimlich beruhigend und motivierend gewesen sein.<\/p>\n<p>Was enth\u00fcllte Gott ihm noch? Gott sprach weiter: <strong>\u201e<\/strong><strong>Und ich will \u00fcbrig lassen siebentausend in Israel, alle Knie, die sich nicht gebeugt haben vor Baal, und jeden Mund, der ihn nicht gek\u00fcsst hat.\u201c <\/strong>Elia hatte gedacht, dass er allein \u00fcbrig gelieben war von denen, die noch an Gott glaubten. Aber welche \u00dcberraschung brachte Gottes Wort! Wie anders war die Wirklichkeit, die Gott ihm nun enth\u00fcllte! Gott hatte 7000 Mann \u00fcbrig gelassen, die ihre Knie nicht vor Baal gebeugt hatten und die ihn nicht gek\u00fcsst hatten. Gott wirkte und tat sein Heilswerk unter den Menschen weit \u00fcber das hinaus, was Elia sah und tat. Das Werk Gottes war keineswegs fast am Ende, sondern ging ganz nach Gottes Plan und mit gro\u00dfer Kraft weiter \u2013 nur hatte Elia das nicht gesehen. Doch als Elia auf Gottes Stimme h\u00f6rte, konnte er seinen Ratschluss erkennen und sein Leben neu darauf ausrichten. So wirkt Gott auch bis heute und tut sein Werk weit \u00fcber das hinaus, was wir sehen und mitbekommen. Hier k\u00f6nnen wir nochmals erkennen, warum es f\u00fcr uns so wichtig ist, dass wir auf Gottes Reden h\u00f6ren und seine Worte ganz pers\u00f6nlich verstehen, damit uns klar wird, was Gott vorhat, und wir im Bewusstsein dieser Realit\u00e4t leben k\u00f6nnen, anstatt blo\u00df aufgrund des kleinen, verzerrten Ausschnitts von der Wirklichkeit, den wir mit unseren nat\u00fcrlichen Augen sehen. M\u00f6ge Gott jedem von uns helfen, beim Bibel lesen und im Gebet Gottes Stimme pers\u00f6nlich zu h\u00f6ren und seinen Willen und Ratschluss reichlich zu erkennen!<\/p>\n<p>Wie reagierte Elia nun auf Gottes Offenbarung? Betrachten wir V. 19: \u201e<strong>Und Elia ging von dort weg und fand Elisa, den Sohn Schafats, als er pfl\u00fcgte mit zw\u00f6lf Jochen vor sich her, und er war selbst bei dem zw\u00f6lften. Und Elia ging zu ihm und warf seinen Mantel \u00fcber ihn.\u201c <\/strong>Hier sehen wir, dass Elia wieder ermutigt war und Kraft hatte, Gottes Werk weiter zu dienen. Vor allem sehen wir hier seinen konkreten Gehorsam. Er verleugnete seine eigenen bisherigen Gedanken und Gef\u00fchle und befolgte Gottes Anweisung im Glauben an sein weiteres Wirken. Als er Gott gehorchte, konnte auch Elisa Gottes Berufung erkennen und annehmen und ihm folgen.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Heute haben wir erfahren, wie Gott Elia geholfen hat, als der in eine schwere geistliche Krise geraten ist. Gott kam zu Elia im stillen, sanften Sausen und sprach ihn ganz pers\u00f6nlich an. Gott offenbarte ihm seinen Ratschluss und Plan, der ganz anders war als Elias Vorstellungen und Gedanken, und auch die Aufgabe beinhaltete, die Gott dabei f\u00fcr Elia weiter vorgesehen hatte. Als Elia darauf h\u00f6rte, konnte er aus seinen eigenen Gedanken und seiner Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit herauskommen und Gott mit neuer Kraft und Zuversicht dienen. Auch wir haben es sehr n\u00f6tig, immer wieder Gott zu begegnen und seine Stimme pers\u00f6nlich zu h\u00f6ren. Ohne das sehen wir nur das, was f\u00fcr unsere eigenen Augen sichtbar und f\u00fcr unsere Gedanken vorstellbar ist, und sind innerlich an unsere momentane Situation und unsere eigene Vorstellung gebunden. Dann k\u00f6nnen wir in schwierigen Situationen leicht negative Gedanken geraten und unsere Zuversicht f\u00fcr Gottes Werk und den Mut und die Kraft f\u00fcr unser Hirtenleben verlieren. M\u00f6ge Gott uns helfen, neu auf Gottes Worte zu h\u00f6ren und sein Reden ganz pers\u00f6nlich zu verstehen, Gottes Willen und Ratschluss f\u00fcr sein Werk und f\u00fcr uns selbst zu erkennen! M\u00f6ge Gott uns helfen, aufgrund dessen zu denken und zu leben weit \u00fcber die sichtbare Situation hinaus immer voller Zuversicht und Kraft zu sein! Lesen wir zum Schluss nochmals das Leitwort: <strong>\u201eUnd nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der Herr war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen.\u201d<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Das stille, sanfte Sausen Gottes \u201eUnd nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der Herr war nicht im Feuer. 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