{"id":1887,"date":"2012-02-19T15:58:09","date_gmt":"2012-02-19T14:58:09","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1887"},"modified":"2022-11-18T12:24:19","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:19","slug":"predigt-1-konige-171-1846","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-konige-171-1846\/","title":{"rendered":"Predigt: 1.K\u00f6nige 17,1 &#8211; 18,46"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/P06-1K1701-1846.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Elia fordert Baal heraus<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Da trat Elia zu allem Volk und sprach: Wie lange hinket ihr auf beiden Seiten? Ist der Herr Gott, so wandelt ihm nach, ist\u2019s aber Baal, so wandelt ihm nach. Und das Volk antwortete ihm nichts.\u201c<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(1.K\u00f6n 18,21)<\/p>\n<p>Vor zwei Wochen haben wir Gottes gro\u00dfe Hoffnung f\u00fcr Jerobeam kennen gelernt. Aber er scheiterte kl\u00e4glich. Ihm folgten 11 K\u00f6nige, die es schlimmer trieben, als er. Am Ende wurde Ahab K\u00f6nig. Er ist bekannt als der schlimmste Mensch seiner Zeit. Zu allem \u00dcberfluss war er auch noch mit Isebel verheiratet, der schlimmsten Frau seiner Zeit. Gemeinsam bildeten sie die furchtbarste Familie, die man sich vorstellen kann, ein m\u00f6rderisches und g\u00f6tzendienendes K\u00f6nigspaar (das Gegenteil einer gesegneten Hausgemeinde). Doch heute erkennen wir, dass Gott immer noch Hoffnung f\u00fcr die St\u00e4mme Israels hatte und sowohl K\u00f6nig als auch Volk vom Baal-Kult befreien und zur Bu\u00dfe f\u00fchren wollte.<\/p>\n<p>F\u00fcr sein gro\u00dfes Werk berief Gott einen einzigen Mann, Elia. Diesen trainierte er 3,5 Jahre (das sind 7 Semester; 3 Semester Grundstudium bei den Raben, 3 Semester Hauptstudium bei der Witwe und dann die gro\u00df Abschlusspr\u00fcfung auf dem Berg). In dieser Zeit ver\u00e4nderte sich Elia. Er wurde zu einem Mann Gottes. Mit seinen Worten, Taten und Gebeten verherrlichte er den Namen des Herrn und wurde zum gro\u00dfen Segen f\u00fcr viele. (Am Ende unseres Kreisbibelstudiums, als wir austauschten, was wir gelernt hatten, kam eine Kreismitarbeiterin zu der gro\u00dfen Erkenntnis: \u201eWir brauchen Gottes Training\u201c.)<\/p>\n<p><strong>Teil I\tElia fordert Ahab heraus (Kap. 17)<\/strong><\/p>\n<p>Der heutige Text beginnt mit einem Donnerschlag. Wie sah dieser aus? Betrachten wir Vers 1: <strong>\u201eUnd es sprach Elia, der Tischbiter, aus Tischbe in Gilead zu Ahab: So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe: Es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn.\u201c<\/strong> Elia tat, wozu sich niemand traute. Dem ber\u00fchmt ber\u00fcchtigten K\u00f6nig Ahab sagte er ins Gesicht, was Sache war.<\/p>\n<p>Warum sollte es nicht regnen? Ahab und Isebel waren gl\u00fchende Anh\u00e4nger Baals, des heidnischen Wetter- und Fruchtbarkeitgottes. Baal hatte deshalb eine gro\u00dfe Anziehungskraft auf die Bewohner des Landes, weil er f\u00fcr Tau, Regen und fruchtbares Land stand, also Lebensnotwendigkeiten in der ansonsten w\u00fcstenhaften Region.<\/p>\n<p>Und mit diesem Hintergrundwissen k\u00f6nnen wir Elias Botschaft umso klarer verstehen. Seine Botschaft war: \u201eTau und Regen kommen nicht von Baal. Tau und Regen kommen allein von Gott. D.h. nur der Herr, der lebendige Gott Israels ist der einzigwahre Gott und sonst niemand! Und das wirst du zu sp\u00fcren bekommen und mit dir das ganze Land, n\u00e4mlich durch eine mehrj\u00e4hrige Trockenheit.\u201c<\/p>\n<p>Mit seinem Auftritt vor dem K\u00f6nig und seiner unmissverst\u00e4ndlichen Botschaft begab sich Elia auf einem schmalen Grat. Er wurde zum sogenannten Staatsfeind Nr. 1. Wie half Gott ihm aus dieser Lage? Verse 2 und 3: <strong>\u201eDa kam das Wort des HERRN zu ihm: Geh weg von hier und wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Krit, der zum Jordan flie\u00dft.\u201c <\/strong>Gott rettete Elia das Leben und startete sein individuelles Trainingsprogramm. Betrachten wir Vers 4: <strong>\u201eUnd du sollst aus dem Bach trinken und ich habe den Raben geboten, dass sie dich dort versorgen sollen.\u201c<\/strong> Elias Glaubenstraining war einfach erstaunlich. W\u00e4hrend er vom Bach so viel und so oft trinken konnte wie es ihm lieb war, war er auf Raben angewiesen, wenn es um seine Speise ging. Vers 6: <strong>\u201eUnd die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des Abends und er trank aus dem Bach.\u201c<\/strong> Wonach klingt ein solches Leben? Nach Urlaub? (Wohl eher nach Dschungelcamp). Elia war einer Zeit der Ungewissheit ausgesetzt und viele Fragezeichen standen \u00fcber seinen Kopf und sie wurden immer gr\u00f6\u00dfer: \u201eWarum ern\u00e4hrt Gott mich durch unreine V\u00f6gel? Wie lange muss ich so weiterleben? Welchen Sinn hat mein Alltag? Wann kommt der n\u00e4chste Rabe\u2026\u201c<\/p>\n<p>Doch \u00fcber ihn hei\u00dft es: <strong>\u201eEr aber ging hin und tat nach dem Wort des HERRN\u201c<\/strong> (5) Elia gehorchte dem Herrn\u2026wie lange\u2026. bis <strong>\u201eder Bach vertrocknete; denn es war kein Regen im Lande.\u201c<\/strong> (7) \u2026. Was jetzt?<\/p>\n<p>Betrachten wir Verse 8 und 9: <strong>\u201eDa kam das Wort des HERRN zu ihm: Mach dich auf und geh nach Zarpat, das bei Sidon liegt und bleibe dort; denn ich habe dort einer Witwe geboten, dich zu versorgen.\u201c<\/strong> Gottes Hilfe ging weiter und die zweite Etappe der Erziehung Gottes war nicht unbedingt weniger spektakul\u00e4r als die erste. Sidon lag weit entfernt, im Norden und war die Geburtsstadt Isebels, ihr Vater war dort K\u00f6nig. Die Stadt lag an der K\u00fcste Kanaans und war eine Hochburg der Baal-Anbetung; f\u00fcr Elia feindliches Land.<\/p>\n<p>Warum hat Gott ihn ausgerechnet zu dieser heidnischen Witwe gef\u00fchrt; gab es nicht genug Witwen in Israel? Es gab viele Witwen aber nicht viele waren bereit alles zu tun, was diese Witwe getan hat.<\/p>\n<p>Was verlangte Elia von dieser Witwe? Vers 10: <strong>\u201eUnd er rief ihr zu und sprach: Hole mir ein wenig Wasser im Gef\u00e4\u00df, dass ich trinke!\u201c<\/strong> doch damit nicht genug. Vers 11: <strong>\u201eUnd als sie hinging zu holen, rief er ihr nach und sprach: Bringe mir auch einen Bissen Brot mit!\u201c<\/strong> Es war sicher nicht leicht f\u00fcr Elia diese Frau um Hilfe zu bitten, doch er akzeptierte Gottes Weg. Doch die Witwe beteuerte ihre Armut. <strong>\u201eIch habe\u2026nur eine Hand voll Mehl im Topf und ein wenig \u00d6l im Krug\u2026.dass wir essen \u2013 und sterben.\u201c<\/strong> (12) Ihre Antwort klingt wenig hoffnungsvoll. Die Trockenheit hatte sicher zu Ernteausf\u00e4llen und Hungersn\u00f6ten gef\u00fchrt und die Witwe war v\u00f6llig resigniert. Sie hatte nicht mehr viel. Wie h\u00e4tte sie sich auch noch um Elia, einen fremden Israelit, k\u00fcmmern k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Wie forderte Elia sie zum Glauben heraus? Betrachten wir Verse 13 und 14: <strong>\u201eElia sprach zu ihr: F\u00fcrchte dich nicht! Geh hin und mach&#8217;s, wie du gesagt hast. Doch mache zuerst mir etwas Gebackenes davon und bringe mir&#8217;s heraus; dir aber und deinem Sohn sollst du danach auch etwas backen. Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Das Mehl im Topf soll nicht verzehrt werden und dem \u00d6lkrug soll nichts mangeln bis auf den Tag, an dem der HERR regnen lassen wird auf Erden.\u201c<\/strong> Lasst uns aufmerksam betrachten, wie Elia vorgegangen ist. Zun\u00e4chst einmal war er unversch\u00e4mt zu dieser Witwe und verlangte etwas von ihr, ohne dass sie bereit dazu war. Dann ermutigte er sie, keine Furcht zu haben, sondern erst ihm etwas zu geben und danach sich selbst und ihren Sohn zu versorgen. Das ist noch unversch\u00e4mter. Doch dann teilte er ihr das Wort Gottes mit und die g\u00f6ttliche Prophezeiung. Woran erinnert uns dieser Vorgang? Mich erinnert dieses Vorgehen an unsere Einladung zum Bibelstudium. Zu Beginn m\u00fcssen wir unversch\u00e4mt sein und die Studenten aufhalten und ansprechen. Dadurch stehlen wir ihre Zeit. Dann fordern wir sie heraus etwas zu tun, was sie nicht unbedingt tun wollen. Doch wir ermutigen sie, indem wir ihnen das Wort Gottes weitergeben. Elia f\u00fchrte quasi nichts anderes als Bibelstudium mit dieser Witwe.<\/p>\n<p>Was bewirkte dieses Bibelstudium? Verse 15 und 16: <strong>\u201eSie ging hin und tat, wie Elia gesagt hatte. Und er a\u00df und sie auch und ihr Sohn Tag um Tag. Das Mehl im Topf wurde nicht verzehrt, und dem \u00d6lkrug mangelte nichts nach dem Wort des HERRN, das er durch Elia geredet hatte.\u201c<\/strong> Die Frau glaubte dem Wort und gehorchte und gab alles hin, was sie besa\u00df. Sie investierte alles und es gab kein Zur\u00fcck mehr. Doch als sie auf das Wort Gottes hin alles hingab, geschah das Wunder. Wir erkennen, welch gro\u00dfer Glaube in dieser heidnischen Witwe entstand, als sie das Wort Gottes empfing.<\/p>\n<p>M\u00f6ge Gott unsere Bibelsch\u00fcler und uns zu gro\u00dfartigen Glaubensentscheidungen bewegen, damit Gottes gro\u00dfartiges Werk geschehen kann.<\/p>\n<p>Welches dramatische Ereignis \u00fcberschattete die Beteiligten eines unvorhergesehenen Tages? Wir lesen im Vers 17: <strong>\u201eUnd nach diesen Geschichten wurde der Sohn seiner Hauswirtin krank und seine Krankheit wurde so schwer, dass kein Odem mehr in ihm blieb.\u201c<\/strong> Obwohl alle aus dem Glauben lebten, verlor die Frau nicht nur ihren Ehemann, sondern auch ihren Sohn. W\u00e4hrend Elia keine Erkl\u00e4rung f\u00fcr diesen Schicksalsschlag hatte, wurde die Witwe an ihre S\u00fcnden erinnert und gegen\u00fcber Elia unfreundlich. Elia hatte Verst\u00e4ndnis f\u00fcr ihre Verzweiflung und obwohl er keine Erkl\u00e4rung f\u00fcr den Vorfall hatte, fing er an zu Gott zu beten. Vers 21: <strong>\u201erief den HERRN an und sprach: HERR, mein Gott, lass sein Leben in dies Kind zur\u00fcckkehren!\u201c<\/strong> Wir sehen, wie sehr die Witwe und das Kind Elia am Herzen lagen. Sie waren ihm \u00fcberhaupt nicht egal. Aus tiefstem Herzen flehte er Gott um Hilfe und sein Gebetsanliegen war alles andere als klein. Er betete f\u00fcr die Erweckung eines Toten! Wo hatte er so etwas schon mal gesehen? Wo hatte er von so etwas gelesen oder geh\u00f6rt? Wie konnte er dann daf\u00fcr beten? Es wird deutlich, dass Gottes Training Fr\u00fcchte in ihm hervorbrachte. Bis dahin hatte er Gott als den \u201eGott Israels\u201c genannt, doch nun ruft er Gott als \u201emein Gott\u201c an. Durch sein Training hatte er eine enge und untrennbare Beziehung zu Gott gekn\u00fcpft. Und er hatte Gott als den Gott \u00fcber die gesamte Sch\u00f6pfung erlebt. F\u00fcr diesen Gott gab es keine Unm\u00f6glichkeit! Er konnte sogar Tote zum Leben erwecken.<\/p>\n<p>Betrachten wir Verse 22-24: <strong>\u201eUnd der HERR erh\u00f6rte die Stimme Elias und das Leben kehrte in das Kind zur\u00fcck und es wurde wieder lebendig. Und Elia nahm das Kind &#8230; und gab es seiner Mutter und sprach: Sieh da, dein Sohn lebt! Und die Frau sprach zu Elia: Nun erkenne ich, dass du ein Mann Gottes bist und des HERRN Wort in deinem Munde ist Wahrheit.\u201c<\/strong> In vielerlei Hinsicht wurde Elia ein Segen f\u00fcr diese Familie.<\/p>\n<p>Auf diese Weise endete Elias 3,5 j\u00e4hriges Glaubenstraining. Nachdem er diese Frau und ihren Sohn zu Gott gef\u00fchrt hatte, konnte Gott ihn dazu gebrauchen, das Volk Israel zum Herrn zur\u00fcck zu f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Teil II\tElia fordert Baal heraus (Kap. 18)<\/strong><\/p>\n<p>Was geschah, nach langer Zeit? Betrachten wir 18,1: <strong>\u201eNach einer langen Zeit kam das Wort des HERRN zu Elia, im dritten Jahr: Geh hin und zeige dich Ahab, denn ich will regnen lassen auf die Erde.\u201c<\/strong> Auf Ahabs Mordliste stand Elia ganz oben. Es war f\u00fcr Elia sicher nicht leicht, ihm ein weiteres Mal vor Augen zu treten. Doch betrachten wir Vers 2: <strong>\u201eUnd Elia ging hin, um sich Ahab zu zeigen.\u201c<\/strong> Elia ging, voller Vertrauen auf das Wort des Herrn.<\/p>\n<p>Was geschah? Elia begegnete Obadja, dem Hofmeister des K\u00f6nigs. Dieser hatte seine hohe Stellung am Hof gebraucht, um 100 Propheten des Herrn vor dem Tod zu retten. Als Elia ihn sah, sprach er: <strong>\u201eGeh hin und sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist da!\u201c<\/strong> Obadja hatte sich bis dahin als treuer Anh\u00e4nger Gottes bewiesen, der auch unter seinem tyrannischen Chef zu Gott hielt und aus Glauben lebte. Doch als er die Worte Elias h\u00f6rte, bekam er Panik. (Viele verstummen vor Angst aber Obadja geriet in einen Redeschwall.) \u201eWillst du mich t\u00f6ten? Womit hab ich das verdient? Und was ist, wenn ich zum K\u00f6nig gehe und sage: Elia ist da und der Herr beamt dich weg? Dann bin ich tot!\u201c<\/p>\n<p>Betrachten wir Vers 16. Durch Elias standfesten Glauben ermutigt konnte Obadja doch zum K\u00f6nig gehen und ihm von Elia erz\u00e4hlen. Welche unfassbaren Worte richtete Ahab an Elia? Verse 17 und 18: <strong>\u201eUnd als<\/strong><strong> <\/strong><strong>Ahab Elia sah, sprach Ahab zu ihm: Bist du nun da, der Israel ins Ungl\u00fcck st\u00fcrzt? Er aber sprach: Nicht ich st\u00fcrze Israel ins Ungl\u00fcck, sondern du und deines Vaters Haus dadurch, dass ihr des HERRN Gebote verlassen habt und wandelt den Baalen nach.\u201c<\/strong> Elia vertrat standhaft die Wahrheit. Dann forderte er den K\u00f6nig zum Duell heraus, Vers 19: <strong>\u201eWohlan, so sende nun hin und versammle zu mir ganz Israel auf den Berg Karmel und die vierhundertundf\u00fcnfzig Propheten Baals, auch die vierhundert Propheten der Aschera, die vom Tisch Isebels essen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Ahab nahm die Herausforderung an. Doch Elia wollte keinen Kampf um seine eigene Ehre f\u00fchren. Welche treffenden Worte richtete er an das Volk? Vers 21: <strong>\u201eDa trat Elia zu allem Volk und sprach: <\/strong><strong>Wie lange<\/strong><strong> <\/strong><strong>hinkt ihr auf beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach, ist&#8217;s aber Baal, so wandelt ihm nach.<\/strong><strong> Und das Volk antwortete ihm nichts.\u201c<\/strong> Ziel des Duells war, das Volk vom G\u00f6tzendienst zu befreien und zum Herrn zu f\u00fchren. Elia h\u00e4tte dem Volk vieles an den Kopf werfen k\u00f6nnen. Doch er wollte ihnen helfen. Also stellte er eine logische Frage, die er sehr bildhaft und ansprechend formulierte. <strong>\u201eWie lange hinkt ihr auf beiden Seiten?\u201c<\/strong> Elia stand fest auf der Seite Gottes. Wenn Gott ihm sagte: \u201eMach das\u201c dann machte er das, wenn Gott ihm sagte: \u201eGeh hin\u201c dann ging er hin. Er stand ganz klar und entschieden mit beiden Beinen auf Gottes Seite. Doch das Volk war unentschieden. Anstatt klar auf der Seite Gottes zu stehen h\u00fcpften sie mal auf die Seite Gottes und mal auf die Seite Baals. \u201eWas ist das f\u00fcr ein Glaubensleben?\u201c fragte Elia sie im \u00fcbertragenen Sinne. \u201eMacht das irgendeinen Sinn? Kommt ihr euch nicht selbst bl\u00f6d vor? Ist euer Glaubensleben nicht merkw\u00fcrdig? Wieso benutzt ihr nicht euren von Gott gegebenen Verstand? \u201e<strong>Ist der Herr Gott, wandelt ihm nach, ist\u2018s aber Baal, so wandelt ihm nach.<\/strong>\u201c\u201c So einfach ist das. <strong>\u201eUnd das Volk antwortete ihm nichts\u201c<\/strong>, Elias Rede traf sie und sie fragten sich, wo sie in Wirklichkeit standen und was sie da eigentlich machten.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich kamen die 450 Propheten Baals. Gemeinsam kamen sie sich bestimmt stark vor. Sie dachten: \u201eEr ist nur einer, wir hingegen 450!\u201c Das war ein ungleicher Kampf. Also \u00fcberlie\u00dfen sie dem Herausforderer das Recht die Spielregeln aufzustellen. Und Elia hatte klare Vorstellungen. Beide Seiten sollten einen jungen Stier bekommen und aufs Holz legen ohne Feuer anzuz\u00fcnden. Weiter gebot er im Vers 24: <strong>\u201eUnd ruft ihr den Namen eures Gottes an aber ich will den Namen des HERRN anrufen. Welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der ist wahrhaftig Gott. Und das ganze Volk antwortete und sprach: Das ist recht.\u201c<\/strong> Das Volk nahm die Position des Schiedsrichters ein.<\/p>\n<p>Elia gab seinen Kontrahenten das Vorrecht den Stier zu w\u00e4hlen und den Wettkampf zu beginnen. Und sie legten sich m\u00e4chtig ins Zeug. Vers 26: <strong>\u201eUnd sie nahmen den Stier, den man ihnen gab und richteten zu und riefen den Namen Baals an vom Morgen bis zum Mittag und sprachen: Baal, erh\u00f6re uns! Aber es war da keine Stimme noch Antwort. Und sie hinkten um den Altar, den sie gemacht hatten.\u201c<\/strong> Hatten sie Erfolg? Nein, alles H\u00fcpfen half nichts. Elia wartete geduldig und lie\u00df sie gew\u00e4hren. Vers 27: <strong>\u201eAls es nun Mittag wurde, verspottete sie Elia und sprach: Ruft laut! Denn er ist ja ein Gott; er ist in Gedanken oder hat zu schaffen oder ist \u00fcber Land oder schl\u00e4ft vielleicht, dass er aufwache.\u201c<\/strong> Als Elia sie so verspottete, gaben die Baal-Priester alles und gingen bis ans \u00c4u\u00dferste: <strong>\u201eUnd sie riefen laut und ritzten sich mit Messern und Spie\u00dfen nach ihrer Weise, bis ihr Blut herabfloss.\u201c<\/strong> Funktionierte Trick 17? Nein. Vers 29: <strong>\u201eAls aber der Mittag vergangen war, waren sie in Verz\u00fcckung bis um die Zeit, zu der man das Speisopfer darbringt; aber da war keine Stimme noch Antwort noch einer, der aufmerkte.\u201c<\/strong> (Ist das nicht erstaunlich? Sie \u00fcbten ihre religi\u00f6sen Praktiken aus, wie sie sie gewohnt waren und ihre Religion funktionierte. Sie gerieten in Verz\u00fcckung. Aber Gott antwortete nicht, obwohl sie in Verz\u00fcckung gerieten! Entscheidend ist nicht ob wir ein religi\u00f6ses Leben f\u00fchren und damit gl\u00fccklich sind, die entscheidende Frage ist, ob Gott es annimmt. Und Gott nahm ihre heidnischen Rituale nat\u00fcrlich nicht an und Baal erwies sich als toten G\u00f6tzen.)<\/p>\n<p>Gegen 15 Uhr, zur Zeit des Speisopfers, gaben sie schlie\u00dflich auf und spielten den Ball an Elia ab. Wie bereitete Elia sich vor? Betrachten wir Verse 30-33. Er rief das Volk zu sich und baute vor ihren Augen den Altar des Herrn wieder auf, der zerbrochen war. Dann grub er \u00fcberraschend einen Graben aus, mit einem Fassungsvolumen von ca. 16 l. Dann legte er die Stierst\u00fccke auf das Holz. Alles schien vorbereitet. Doch halt. Elia ging noch einen Schritt weiter. Vers 34: <strong>\u201eUnd Elia sprach: Holt vier Eimer voll Wasser und gie\u00dft es auf das Brandopfer und aufs Holz!\u201c<\/strong> Das ist in der Tat ungew\u00f6hnlich. Die Baal-Priester dachten sicher auch einen Grund zu haben, um Elia zu verspotten. Doch Elia ging noch weiter: <strong>\u201eUnd er sprach: Tut&#8217;s noch einmal! Und sie taten&#8217;s noch einmal. Und er sprach: Tut&#8217;s zum dritten Mal! Und sie taten&#8217;s zum dritten Mal. Und das Wasser lief um den Altar her und der Graben wurde auch voll Wasser.\u201c<\/strong> Dieser Altar war faktisch nicht mehr entz\u00fcndbar.<\/p>\n<p>Was tat Elia dann? Wir lesen ab Vers 36: <strong>\u201eUnd als es Zeit war, das Speisopfer zu opfern, trat der Prophet Elia herzu und sprach: HERR, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, lass heute kundwerden, dass du Gott in Israel bist und ich dein Knecht und dass ich das alles nach deinem Wort getan habe! Erh\u00f6re mich, HERR, erh\u00f6re mich, damit dies Volk erkennt, dass du, HERR, Gott bist und ihr Herz wieder zu dir kehrst!\u201c<\/strong> Elia betete f\u00fcr den Namen des Herrn und f\u00fcr die Bu\u00dfe des Volkes.<\/p>\n<p>Wie antwortete Gott auf sein Gebet? Vers 38: <strong>\u201eDa fiel das Feuer des HERRN herab und fra\u00df Brandopfer, Holz, Steine und Erde und leckte das Wasser auf im Graben.\u201c<\/strong> Gottes Antwort kam prompt und Gottes Antwort war eindeutig und vollm\u00e4chtig, ein alles verzehrendes Feuer. Wie niemals zuvor offenbarte sich die g\u00f6ttliche Macht auf explosionsartige Weise und bewegte die Massen: <strong>\u201eAls das alles Volk sah, fielen sie auf ihr Angesicht und sprachen: Der HERR ist Gott, der HERR ist Gott!\u201c<\/strong> (39) Nun hinkte keiner mehr auf diese Seite und auf die andere Seite. Wer ist Gott? \u201e<strong>Der HERR ist Gott, der HERR ist Gott!\u201c<\/strong> rief das Volk. Elia befreite das Volk vollends vom Baalkult, indem er ihre Propheten beseitigte.<\/p>\n<p>Was tat Elia mit dem verunglimpften K\u00f6nig? Betrachten wir Vers 41: <strong>\u201eUnd Elia sprach zu Ahab: Zieh hinauf, iss und trink; denn es rauscht, als wollte es sehr regnen.\u201c<\/strong> Offensichtlich war der K\u00f6nig nicht bereit wie das Volk Bu\u00dfe zu tun. Obwohl das Land noch immer unter Trockenheit litt, wusste Elia, dass die Zeit Gottes gekommen war, wieder regnen zu lassen. Und er gab dem K\u00f6nig einen guten Rat: \u201ebeeil dich, bevor es regnet\u201c. Und Ahab zog tats\u00e4chlich hinauf um zu essen und zu trinken, w\u00e4hrend Elia auf dem Gipfel des Karmel seine Gebetshaltung einnahm. Sechs Mal wurde sein Knecht geschickt, der ihm Bericht \u00fcber den aktuellen Wetterstand erstatten sollte, ohne dass etwas geschah. Viele h\u00e4tten vielleicht aufgeh\u00f6rt zu beten und h\u00e4tten sich bei Gott beklagt: \u201eWarum erh\u00f6rst du mein Gebet nicht?\u201c Doch Elia kannte den Herrn, seinen Gott. Er betete weiter und sandte seinen Knecht zum 7. Mal aus. Vers 44: <strong>\u201eUnd beim siebenten Mal sprach er: Siehe, es steigt eine kleine Wolke auf aus dem Meer wie eines Mannes Hand.\u201c<\/strong> Was kann dieses W\u00f6lkchen schon ausrichten, so klein wie eines Mannes Hand. Viele w\u00e4ren Unzufrieden mit der Antwort Gottes. \u201eHerr, die Wolke ist zu klein.\u201c Aber <strong>\u201eElia sprach: Geh hin und sage Ahab: Spann an und fahre hinab, damit dich der Regen nicht aufh\u00e4lt! Und ehe man sich&#8217;s versah, wurde der Himmel schwarz von Wolken und Wind und es kam ein gro\u00dfer Regen. Ahab aber fuhr hinab nach Jesreel. Und die Hand des HERRN kam \u00fcber Elia\u201c.<\/strong><\/p>\n<p>Was lernen wir abschlie\u00dfend \u00fcber Gott? Gott wollte das Volk zu sich zur\u00fcckf\u00fchren. F\u00fcr dieses gro\u00dfe Werk berief er einen einzigen Menschen, den er \u00fcber Jahre hinweg erzog. Dadurch lernen wir, dass die Glaubensentscheidung eines Einzigen von entscheidender Bedeutung ist. Wenn ein Mensch 100% zu Gott steht, wird der Name Gottes verherrlicht und viele werden zur Bu\u00dfe gef\u00fchrt. Angenommen Elia h\u00e4tte nur zu 99% geglaubt und gehorcht und bspw. gesagt: \u201eNein, von Raben lass ich mich auf keinen Fall ern\u00e4hren\u201c oder \u201eeine heidnische Witwe ist zu viel des Schlechten\u201c oder \u201eHerr, deine Wolken sind einfach viel zu klein\u201c, dann h\u00e4tte Gott sich vorwiegend um Elia k\u00fcmmern m\u00fcssen. Doch weil Elia zu 100% zu Gott stand, konnte Gott sich vollst\u00e4ndig aus sein Werk konzentrieren.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen wir dieser eine Mensch sein oder werden, du und ich? Dazu liefert uns Elia 3 herausragende Beispiele:<\/p>\n<p>1) Er nahm Gottes Erziehungsma\u00dfnahmen an, auch wenn er nicht alles verstand. Im ersten Teil war es wirklich schwierig, den Erziehungsma\u00dfnahmen Gottes einen Sinn zu verleihen aber im zweiten Teil haben wir erfahren, dass alles der gewaltigen Offenbarung Gottes gedient hat.<\/p>\n<p>2) Sein Gehorsam. Er tat alles, egal was Gott ihm gebot, weil er Gott vertraute.<\/p>\n<p>3) Sein Gebet. Er betete, von ganzem Herzen und mit unbegrenztem Glauben, f\u00fcr einen toten Knaben, f\u00fcr das ganze Volk und immer f\u00fcr den Namen Gottes.<\/p>\n<p>M\u00f6ge Gott sein gutes Werk auch in uns bewirken und vollbringen, damit wir ihn verherrlichen und ein Segen f\u00fcr viele verlorene Seelen sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Elia fordert Baal heraus \u201eDa trat Elia zu allem Volk und sprach: Wie lange hinket ihr auf beiden Seiten? Ist der Herr Gott, so wandelt ihm nach, ist\u2019s aber Baal, so wandelt ihm nach. Und das Volk antwortete ihm nichts.\u201c (1.K\u00f6n 18,21) Vor zwei Wochen haben wir Gottes gro\u00dfe Hoffnung f\u00fcr Jerobeam kennen gelernt. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-1887","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1887","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1887"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1887\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11027,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1887\/revisions\/11027"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1887"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1887"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1887"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}