{"id":1874,"date":"2012-02-12T22:57:30","date_gmt":"2012-02-12T21:57:30","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1874"},"modified":"2022-11-18T12:24:20","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:20","slug":"predigt-1-korinther-1230-1313","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-korinther-1230-1313\/","title":{"rendered":"Predigt: 1.Korinther 12,30 \u2013 13,13"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/12-1KOR-P13-0113.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Die <\/strong><strong>g\u00f6ttliche<\/strong><strong> Liebe<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Die Liebe ist langm\u00fctig und freundlich <\/strong>(4a)<\/p>\n<p><em>Wenn das nicht die perfekte Gemeinde ist: Hier ist einer, der in Verz\u00fcckung ger\u00e4t, dort einer, der Wunder tut, da einer, aus dem Worte der Erkenntnis sprie\u00dfen, hier einer, der gesund machen kann. In der Korinther- Gemeinde muss es echt lebhaft zugegangen sein. <\/em>Sie waren reich, was die Gaben des Geistes angeht. Doch hatten die Korinther mit ihnen schon wirklich alles gehabt? Reichte der blo\u00dfe Besitz von Gaben aus?<\/p>\n<p><strong>Teil I: H\u00e4tte die Liebe nicht (V.1-3)<\/strong><\/p>\n<p>Lesen wir gemeinsam Vers 1: <strong>Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und h\u00e4tte die Liebe nicht, so w\u00e4re ich ein t\u00f6nendes Erz oder eine klingende Schelle.<\/strong><\/p>\n<p>In der Korinther-Gemeinde gab es einige, die die Gabe der Zungenrede besa\u00dfen. Bei dieser Gabe handelte es sich um ein Reden oder Beten in der Verz\u00fcckung, wobei man Laute von sich gab, die ohne Auslegung nicht verst\u00e4ndlich waren. Dies muss ziemlich beeindruckend f\u00fcr die anderen gewesen sein. Doch Paulus dachte anders: Selbst wenn man diese Gabe in h\u00f6chster Form aus\u00fcben kann, aber man keine Liebe hat, dann ist man nichts anderes als ein l\u00e4rmendes Instrument. Man st\u00f6rt dann die Zusammenkunft der Gemeinde, anstelle sie zu erbauen. Sind auch die anderen Gaben auf die Liebe angewiesen? &#8211; Betrachten wir Vers 2: <strong>Und wenn ich prophetisch reden k\u00f6nnte und w\u00fcsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und h\u00e4tte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen k\u00f6nnte, und h\u00e4tte die Liebe nicht, so w\u00e4re ich nichts. <\/strong>Wer w\u00fcrde schon mehr hochgeachtet werden als der, der alle Geheimnisse wei\u00df und alle Erkenntnis hat? Oder wen w\u00fcrde man schon mehr bestaunen, als der, der durch Glauben Berge versetzen k\u00f6nnte. Doch in Gottes Augen, sind selbst solche begabte Menschen Nichts, ja rein gar Nichts, wenn sie die Liebe nicht haben.<\/p>\n<p>Den Korinthern brachte es also nichts, wenn sie Gaben ohne Liebe aus\u00fcben w\u00fcrden. Aber wie stand es mit hingebungsvollen Taten? Waren sie nicht allein schon von ihrem Wesen her ein Indiz f\u00fcr Liebe? &#8211; Betrachten wir Vers 3: <strong>Und wenn ich alle meine Habe den Armen g\u00e4be und lie\u00dfe meinen Leib verbrennen und h\u00e4tte die Liebe nicht, so w\u00e4re mir\u00b4s nichts n\u00fctze.<\/strong> Was gibt es schon f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Hingabe als die, dass man all sein Hab und Gut den Armen opfert oder dass man die Welt als M\u00e4rtyrer verl\u00e4sst? Wie kann das eigentlich sein, dass man solche gro\u00dfe Taten begeht, ohne dass sie aus Liebe geschehen? Einen Grund hierf\u00fcr erfahren wir aus der Bergpredigt von dem Herrn Jesus. Als falsches Motiv f\u00fcr das Almosengeben nennt er das Gesehenwerden. Das Almosengeben bringt dann einem letztendlich nichts, weil man um des Preises der Anerkennung willen seinen himmlischen Lohn verspielt hat. Doch ein anderes Motiv ist, dass man um der eigenen Gerechtigkeit willen viele gro\u00dfe Taten begeht. Man kann also viele hingebungsvolle Dinge tun, aber nicht aus Liebe, sondern vielmehr um Zufriedenheit \u00fcber sein Glaubensleben zu erlangen. Aber Paulus sagt hier ganz frei heraus: Alle diese Taten bringen einem nichts, wenn sie nicht aus Liebe geschehen.<\/p>\n<p>Mit der Liebe steht und f\u00e4llt also alles. Ob meine geistliche Gabe der Gemeinde etwas bringt oder nicht, h\u00e4ngt davon ab, ob ich die Liebe habe oder nicht. Denn nur wenn eine Gabe in Liebe ausge\u00fcbt wird, ist sie f\u00fcr die Gemeinde erbaulich.  Und ebenso gilt: Ob meine hingebungsvollen Taten einen geistlichen Wert haben oder nicht, h\u00e4ngt davon ab, ob ich die Liebe habe oder nicht. Denn Gott legt Wert darauf, dass unsere Hingabe aus der Motivation der Liebe geschieht. Ja, selbst ob ich eine geistliche Gr\u00f6\u00dfe habe oder nicht, h\u00e4ngt davon ab, ob ich die Liebe habe oder nicht. Denn ein Christ wird durch seine Liebe definiert, nicht durch eine beeindruckende Gabe oder Sonstiges.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>Wenn also die Liebe so unermesslich wichtig ist in Allem, was wir f\u00fcr Gott tun, dann muss eine Sache unbedingt gekl\u00e4rt werden: Was ist Liebe \u00fcberhaupt? Was ist das f\u00fcr eine Liebe, von der Paulus hier spricht?<\/p>\n<p><strong>Teil II: die g\u00f6ttliche Liebe (Verse 4.-8.)<\/strong><\/p>\n<p>Lesen wir gemeinsam Vers 4a: <strong>Die Liebe ist langm\u00fctig und freundlich<\/strong>. Die Liebe ist langm\u00fctig und freundlich. Wir haben soeben gro\u00dfe Worte gelassen ausgesprochen. K\u00f6nnen wir eigentlich erfassen, was diese Kombination aus Langmut und Freundlichkeit bedeutet?<\/p>\n<p>\u201eLangm\u00fctig und freundlich\u201c ist die Art und Weise wie Gott mit den Israeliten umgegangen war. In Hosea wird deutlich, dass Gott eine Beziehung mit seinem Volk f\u00fchrt, die vergleichbar ist mit der Ehe. Dabei ist Gott der Ehemann, die Israeliten die Ehefrau. Doch die Ehefrau war alles andere als treu. Sie beging unz\u00e4hlige Male Ehebruch, indem sie immer wieder anderen G\u00f6ttern nachlief. Was k\u00f6nnte einem Mann mehr das Herz zerrei\u00dfen, als das ihm seine Frau untreu wird? Und ein einziger Ehebruch gen\u00fcgt, dass sich Liebe in Hass umwandelt. Doch Gott hatte mit aller Langmut die unz\u00e4hligen Ehebr\u00fcche Seines Volkes erduldet. Selbst der langm\u00fctigste Mann k\u00f6nnte da nur sagen: \u201eGeh doch. Hab dein Gl\u00fcck mit deinen Liebhabern. Ich will nichts mehr mit dir zu tun haben. Du bist f\u00fcr mich gestorben.\u201c Doch Gott ist anders. Hosea veranschaulicht, wie Gott seine untreue Frau, die ihn verlassen hat, sogar aufsucht und ihr erneut seine Liebe zeigt. Das ist Langmut gepaart mit Freundlichkeit!<\/p>\n<p>\u201eLangm\u00fctig und freundlich\u201c ist auch die Art und Weise, wie der Herr Jesus mit uns Christen umgeht. W\u00e4hrend unseres Glaubenslebens provozieren wir unseren Herrn unz\u00e4hlige Male. Da ist einer, der immer wieder in dieselbe S\u00fcnde f\u00e4llt. Da ist ein anderer, der sich jahrelang im Kreis dreht. Da ist wiederum einer, der jahrelang sein Herz verh\u00e4rtet. Da ist ein anderer, der extrem ungeduldig ist. Da ist einer, der erst den n\u00e4chsten Glaubensschritt tut, wenn hinter ihm die Bombe einschl\u00e4gt. Und als Sahne oben drauf haben alle diese Christentypen gemeinsam, dass sie den Herrn anmeckern, ihm Vorw\u00fcrfe machen oder ohne Grund beleidigt sind. Mit solchen falls\u00fcchtigen, selbsts\u00fcchtigen, ja ekelregenden Christen hat der Herr es tagt\u00e4glich in unz\u00e4hliger Ausfertigung zu tun. Jeder Mensch w\u00fcrde wahnsinnig werden, wenn er die Christenheit leiten sollte. Doch der Herr begegnet uns mit Langmut und nicht allein mit Langmut, sondern zus\u00e4tzlich mit Freundlichkeit. Er erduldet uns also nicht mit Z\u00e4hneknirschen, sondern mit aktiver Liebe,  indem er uns im Laufe unseres Glaubenslebens immer wieder aufrichtet, vergibt, ermahnt, ermutigt, zur Bu\u00dfe auffordert und als Hohepriester F\u00fcrbitte ablegt u.v.m. Er nimmt sich einem jeden von uns speziell an.<\/p>\n<p>Hast du schon einmal in deiner Vergangenheit versucht, langm\u00fctig und freundlich zu sein? Nicht nur gegen\u00fcber den Eseleien von Menschen, mit denen du eigentlich gut auskommst. Nein, gegen\u00fcber Menschen, die dich mit ihren Taten oder Worten angreifen und provozieren.<\/p>\n<p>Als ich vor einigen Jahren in Schwierigkeiten mit der Familie geriet, nahm ich mir mit  ganzem Herzen vor, mich langm\u00fctig und freundlich ihnen gegen\u00fcber zu erweisen. Egal, was f\u00fcr ein Vorwurf oder Missverst\u00e4ndnis ich mir anh\u00f6ren sollte, ich wollte es ertragen und ihnen mit Freundlichkeit begegnen. Auf dieser Weise wollte ich ein Zeugnis sein. Doch als ich anfing, mich so zu verhalten, lud sich in mir ein gewaltiges Paket an Wut auf. Ich werde  nicht vergessen, wie ich eines Abends in meinem Zimmer Bahnen auf und ab lief. Von Wut gepackt konnte ich nicht beten. Und so kam es, wie es kommen musste: Meine Wut platzte aus allen N\u00e4hten und ich wurde zu einem B\u00e4r. Und schlie\u00dflich musste ich mir Folgendes anh\u00f6ren: <em>\u201eSchau, was aus dir geworden ist. So hast du dich fr\u00fcher nicht verhalten.\u201c<\/em> Ich, der ich durch Langmut und Freundlichkeit ein Zeugnis sein wollte, erreichte exakt das Gegenteil. Dies war nicht das einzige Mal, dass ich in dem Versuch, mich langm\u00fctig und freundlich zu verhalten, scheiterte.<\/p>\n<p>Durch derartige Erfahrungen wird einem ganz klar: Diese Liebe, von der Paulus spricht, kann man nicht aus sich selbst hervorbringen. Das gesamte Potential an menschlicher Liebe ist ziemlich bald ausgesch\u00f6pft, wenn man sich langm\u00fctig und freundlich gegen\u00fcber ungem\u00fctlichen Menschen verhalten m\u00f6chte. Wie die ersten zwei Beispiele zeigen, ist diese Liebe vielmehr g\u00f6ttlichen Ursprungs. Sie entspringt aus dem weichen Herzen Gottes und ist auch dort erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>Wie beschreibt Paulus diese Liebe noch? Lesen wir gemeinsam Verse 4b-6: <strong>die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bl\u00e4ht sich nicht auf, sie verh\u00e4lt sich nicht ungeh\u00f6rig, sie sucht nicht das Ihre, sie l\u00e4sst sich nicht erbittern, sie rechnet das B\u00f6se nicht zu, sie freut sich nicht \u00fcber die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit.<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend Paulus zuvor beschrieben hat, was die Liebe ist, sagt er nun, was die Liebe nicht tut. Mit eigenen Worten gesagt: Die Liebe ist nicht auf jemanden neidisch, sondern freut sich vielmehr f\u00fcr andere, wenn sie h\u00fcbscher, kl\u00fcger, angesehener, erfolgreicher als sie selbst sind. Die Liebe verh\u00e4lt sich nicht aggressiv oder gewaltt\u00e4tig, sondern sanftm\u00fctig. Die Liebe prahlt nicht, sondern verabscheut es, geehrt zu werden. Die Liebe benimmt sich nicht unanst\u00e4ndig und taktlos, sondern ist h\u00f6flich und aufmerksam. Die Liebe ist nicht selbsts\u00fcchtig, sondern sucht das Wohl des anderen und ist bereit, alles f\u00fcr ihn zu opfern. Die Liebe l\u00e4sst sich nicht kr\u00e4nken, sondern sieht \u00fcber Ungerechtigkeit hinweg. Die Liebe unterstellt anderen keine b\u00f6sen Beweggr\u00fcnde, sondern denkt stets das Beste von den Motiven seines N\u00e4chsten. Die Liebe freut sich nicht dar\u00fcber, dass jemand in S\u00fcnde f\u00e4llt, sondern sie tr\u00e4gt im Herzen Leid dar\u00fcber und will dass er Bu\u00dfe tut und im Licht der Wahrheit lebt.<\/p>\n<p>Die Liste der Dinge, die die Liebe nicht tut, ist keineswegs vollst\u00e4ndig. Weil es in der Gemeinde von Korinth Streit gab, nennt Paulus die Dinge, die bei den Korinthern vorkamen. Bei all diesen T\u00e4tigkeiten handelt es sich um unsere s\u00fcndigen Neigungen. Wenn wir in der Liebe bleiben, k\u00f6nnen wir all diese s\u00fcndigen Neigungen \u00fcberwinden. Als ich damals daran scheiterte, mich gegen\u00fcber meiner Familie langm\u00fctig und freundlich zu verhalten, schossen diese s\u00fcndigen Neigungen wie Sprudel in mir hoch: So fing  ich an, mich kr\u00e4nken zu lassen, Mutwillen zu treiben, mich ungeh\u00f6rig zu verhalten, b\u00f6se Beweggr\u00fcnde zu unterstellen, meine Ehre zu suchen u.v.m.<\/p>\n<p>Wie schlie\u00dft Paulus seine Beschreibung der Liebe ab? &#8211; Lesen wir gemeinsam Vers 7:<em> <\/em><strong>sie ertr\u00e4gt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.<\/strong> Die Ausdr\u00fccke \u201eAlles glauben\u201c, \u201ealles hoffen\u201c und \u201ealles dulden\u201c h\u00e4ngen stark miteinander zusammen. Lasst uns hierzu ein Fallbeispiel betrachten: Stell dir vor, du hast so einen richtig ungem\u00fctlichen Bibelsch\u00fcler. Von den 10 Millionen Anrufen erreichst du ihn einmal. Dann sagt er zu, kommt aber nicht. Er kommt aber daf\u00fcr ein anderes Mal, wo ihr kein Termin ausgemacht habt. Und wenn er kommt, dann hat er weder Stellungnahme geschrieben noch seinen Fragebogen dabei. Und sobald du anfangen m\u00f6chtest, etwas aus der Bibel zu vermitteln, wirft er sofort eine kritische Gegenfrage ins Gespr\u00e4ch. Und sobald du darauf eingehen willst, wird er unruhig. Du fragst: \u201eWas ist?\u201c, er sagt: \u201eSo ich muss jetzt gehen\u201c. Du fragst ihn: \u201eWann wollen wir uns wieder treffen.\u201c Er sagt: \u201eIch wei\u00df nicht. Vielleicht komme ich gar nicht mehr, Tsch\u00fcss!\u201c Dann geht er. Das Bibelstudium ist zuende und du hast keine Gelegenheit gehabt, ihm auch nur ein Wort weiterzugeben. Nun wird es ganz leicht zu verstehen, was es hei\u00dft, alles zu glauben. Wer die Liebe hat, hat ein tiefes Vertrauen in die Liebe Gottes und kann davon ausgehend selbst f\u00fcr schwierige Bibelsch\u00fcler glauben, dass sie durch die Gnade Gottes doch zu treuen Dienern heranwachsen.  Und weil man alles glaubt, kann man f\u00fcr sie auch alles hoffen. Und weil man f\u00fcr sie alles hoffen kann, ist man auch gerne bereit, ihre Eseleien, Beleidigungen, Aggressionen, Unvern\u00fcnftigkeiten usw. zu erdulden.<\/p>\n<p>Das Wort aus den Versen 4 \u2013 7 m\u00f6chte uns helfen, ein klares Bild von der g\u00f6ttlichen bzw. christlichen Liebe zu haben. D<em>ie christliche Liebe ist langm\u00fctig und freundlich<\/em>. <em>Die christliche Liebe \u00fcberwindet unsere s\u00fcndigen Neigungen in uns. Die christliche Liebe hat ein unersch\u00fctterliches Vertrauen bzw. tiefe Wurzeln in der Liebe Gottes, sodass wir f\u00fcr unsere Mitmenschen alles glauben, hoffen und dulden k\u00f6nnen. <\/em><\/p>\n<p>Hat aber die g\u00f6ttliche Liebe nur auf diesem Erdenleben eine Bedeutung?<\/p>\n<p><strong>Teil III: Die Liebe h\u00f6rt niemals auf (V. 8 &#8211; 13)<\/strong><\/p>\n<p>Sowohl die Liebe als auch die Gaben des Geistes sind von Gott. Aber zwischen der Liebe und den Gaben des Geistes gibt es einen gewaltigen Unterschied. Was ist dieser Unterschied?  Lesen wir gemeinsam Vers 8: <strong>die  Liebe h\u00f6rt niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufh\u00f6ren wird und das Zungenreden aufh\u00f6ren wird und die Erkenntnis aufh\u00f6ren wird. <\/strong>Im Gegensatz zu den Gaben des Geistes wird die Liebe  also niemals aufh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Wann werden aber die Gaben des Geistes aufh\u00f6ren? Betrachten wir die Verse 9-10. Paulus erkl\u00e4rt, dass unsere Erkenntnis und das Prophetische Reden angesichts der Ewigkeit lediglich St\u00fcckwerk sind. Das, was wir von Gott erkannt haben, ist nur ein sp\u00e4rliches St\u00fcck vom Ganzen. Aber in der Ewigkeit; das Vollkommene, ist Gott unmittelbar gegenw\u00e4rtig, sodass  die Gaben des Geistes \u00fcberfl\u00fcssig sein werden. Welche Relevanz hat es z.B. in der Ewigkeit, dass du mehr Erkenntnis als ich hast, wenn doch Gott nun direkt vor uns ist?<\/p>\n<p>Welche zwei Bilder gibt uns Paulus zum Verst\u00e4ndnis der Geistesgaben als St\u00fcckwerk?               &#8211; Betrachten wir Verse 11 und 12:  Zun\u00e4chst einmal das Bild vom Kind: Ein Kind redet anders. Es hat seine eigene Sprache. Es denkt anders. Es braucht seine eigenen Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze. Dies wei\u00df insbesondere ein Lehrer. Ein Kind kann auch bei Weitem nicht so viel verstehen wie ein Erwachsener. Sein Reden, Denken und Klugheit  sind im Vergleich zu die des Erwachsenen ein St\u00fcckwerk. Wenn auch die Kindheit bedeutend ist und ihren eigene Wert hat, so muss man das \u201eKindartige\u201d doch eines Tages ablegen. Ebenso haben auch das Erkennen und andere Geistesgaben auf diesem Erdenleben ihre Wichtigkeit und Bedeutung, doch sind sie wie die Kindheit verg\u00e4nglich und st\u00fcckweise.<\/p>\n<p>Zweitens vergleicht Paulus unser hiesiges Erkennen Gottes mit dem unklaren Spiegelbild auf einem Kupferspiegel. Soviel, wie wir Gott auf diesem Erdenleben erkennen k\u00f6nnen, ist nicht deutlicher als das Kupferspiegelbild einer Person. In der Ewigkeit hingegen werden wir Gott ins Angesicht schauen k\u00f6nnen. Und wenn wir Gott ins Angesicht schauen, dann werden wir ihn genau erkennen, gleichwie er uns schon genau erkannt hat.<\/p>\n<p>Worauf will Paulus schlie\u00dflich heraus? W\u00e4hrend die Gaben des Geistes eine wichtige Rolle in der Zeit spielen, spielt die Liebe eine wichtige Rolle in Zeit plus Ewigkeit. Die Wichtigkeit der Liebe ist daher von ganz anderer Dimension als die der Gaben des Geistes. Die  Wichtigkeit der Gaben des Geistes f\u00e4llt nicht ins Gewicht zu der der Liebe. Wenn die Geistesgaben von hier bis zur T\u00fcr wichtig sind, dann ist die Liebe von hier bis nach Australien wichtig. Wenn die Gaben des Geistes von hier bis zu den Wolken wichtig sind, dann ist die Liebe von hier bis ins entfernteste All wichtig. Die Bedeutung der Liebe \u00fcberragt die Bedeutung der Geistesgaben also bei Weitem.<\/p>\n<p>Wenn also selbst die Gaben des Geistes aufh\u00f6ren werden, was wird dann \u00fcberhaupt in der Ewigkeit bleiben? Lesen wir gemeinsam Vers 13: <strong>Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die gr\u00f6\u00dfte unter ihnen.<\/strong> Glaube, Hoffnung und Liebe werden also bleiben. Aber selbst unter den Bleibenden ist die Liebe die Gr\u00f6\u00dfte! Die Liebe ist also das aller aller aller Wichtigste unter allen Elementen unseres Glaubenslebens! Es gibt nichts, ja rein gar nichts, was so wichtig ist wie die Liebe. Nichts \u00fcberragt sie, sei es in Zeit oder Ewigkeit!<\/p>\n<p>Was sollen wir tun, wenn wir nun verstanden haben, was g\u00f6ttliche Liebe ist und wie unermesslich wichtig sie ist? <strong>Jagt der Liebe nach! (Korinther 14.1)<\/strong>,<strong> <\/strong>sagt Paulus schlie\u00dflich.. Wir sollen vor allen Dingen danach trachten, dass wir zu liebeerf\u00fcllten Christen werden, die langm\u00fctig und freundlich sind.<\/p>\n<p>Lesen wir zum Schluss noch einmal das Leitwort: <strong>Die Liebe ist langm\u00fctig und freundlich <\/strong>(4a)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Die g\u00f6ttliche Liebe Die Liebe ist langm\u00fctig und freundlich (4a) Wenn das nicht die perfekte Gemeinde ist: Hier ist einer, der in Verz\u00fcckung ger\u00e4t, dort einer, der Wunder tut, da einer, aus dem Worte der Erkenntnis sprie\u00dfen, hier einer, der gesund machen kann. In der Korinther- Gemeinde muss es echt lebhaft zugegangen sein. 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