{"id":1868,"date":"2012-02-05T23:00:45","date_gmt":"2012-02-05T22:00:45","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1868"},"modified":"2022-11-18T12:24:21","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:21","slug":"predigt-1-konige-1225-1634","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-konige-1225-1634\/","title":{"rendered":"Predigt: 1.K\u00f6nige 12,25 \u2013 16,34"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/P05-1K1225-1634.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Jerobeams Weg<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Und er wird Israel dahingeben um der S\u00fcnden Jerobeams willen,<br \/>\nder da ges\u00fcndigt hat und Israel s\u00fcndigen gemacht hat.\u201d<em> <\/em><\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(1.K\u00f6n 14,16)<\/p>\n<p>Das Volk Israel wurde gespalten, weil Salomo den Weg des Herrn verlassen und sich dem G\u00f6tzendienst zugewandt hat. Doch wegen seinem treuen Knecht David belie\u00df Gott Davids Nachkommen den einen Stamm Juda. Die restlichen St\u00e4mme bildeten das K\u00f6nigreich Israel. Gott selbst erw\u00e4hlte den K\u00f6nig dieser St\u00e4mme. Der Prophet Ahija zerriss seinen neuen Mantel in 12 St\u00fccke und gab dem t\u00fcchtigen und aufstrebenden Jerobeam 10 Teile. Und Gottes Warnung an Jerobeam war eindeutig, genauso eindeutig wie seine Verhei\u00dfung: <strong>\u201eSo will ich nun dich nehmen, dass du regierst \u00fcber alles, was dein Herz begehrt und K\u00f6nig sein sollst \u00fcber Israel. Wirst du nun gehorchen allem, was ich dir gebieten werde und in meinen Wegen wandeln und tun, was mir gef\u00e4llt und meine Rechte und Gebote halten, wie mein Knecht David getan hat, so will ich mit dir sein und dir ein best\u00e4ndiges Haus bauen, wie ich es David gebaut habe und will dir Israel geben.\u201c<\/strong> (12,37.38) Gottes Worte machen deutlich, dass Jerobeam Gottes neuer Hoffnungstr\u00e4ger war. Aus ihm h\u00e4tte ein neuer David werden sollen, ein Mann ganz nach dem Herzen Gottes, ein Segen f\u00fcr alle St\u00e4mme. Doch leider kam es ganz anders. Jerobeam wurde zum Fluch.<\/p>\n<p>Der heutige Text umfasst eine Zeitspanne von ca. 150 Jahren und befasst sich mit 4 K\u00f6nigen aus Juda und 8 K\u00f6nigen aus Israel. Doch nur einer dieser 12 K\u00f6nige tat was dem Herrn gefiel. Es scheint nahe zu liegen, zu tun was einem gef\u00e4llt und nicht was Gott gef\u00e4llt. Auch heute. Was ich will scheint super zu sein und was Gott will l\u00e4stig. Doch gerade der heutige Text verdeutlicht in aller Ausf\u00fchrlichkeit das gro\u00dfe Elend eines rebellischen Lebens. Der Herr lehre uns durch die Geschichte das ganze Bild vor Augen zu haben und zu lernen ihm zu vertrauen und ihm zu folgen.<\/p>\n<p>Jerobeams S\u00fcnde (12,25-13,34)<\/p>\n<p>David war ein Mann nach dem Herzen Gottes. Wie stand es um Jerobeam? Was ging in sein Herz vor? Betrachten wir Verse 26 und 27: <strong>\u201eUnd Jerobeam dachte in seinem Herzen: Das K\u00f6nigtum wird nun wieder an das Haus David fallen. Wenn dies Volk hinaufgeht, um Opfer darzubringen im Hause des HERRN zu Jerusalem, so wird sich das Herz dieses Volks wenden zu ihrem Herrn Rehabeam, dem K\u00f6nig von Juda und sie werden mich umbringen und wieder Rehabeam, dem K\u00f6nig von Juda, zufallen.\u201c <\/strong>Jerobeam war K\u00f6nig Dank Gottes Gnaden. Doch wir erschrecken, wenn wir den Gedankeng\u00e4ngen seines Herzens folgen. Gott hatte geboten, nur in Jerusalem Opfer darzubringen, daf\u00fcr war das Haus des Herrn gebaut worden. Doch gerade in diesem rechten Gottesdienst sah Jerobeam eine Bedrohung f\u00fcr sein Reich und sein Leben. Sein Gedanke war falsch. Seine Herzenseinstellung falsch. Gott hatte ihm seine Verhei\u00dfung gegeben, doch er stellte seine W\u00fcnsche und Ziele vor Gott und vers\u00fcndigte sich.<\/p>\n<p>Welche schlimmen Taten folgten seinen schlimmen Gedanken? Verse 28 und 29:<strong> \u201eUnd der K\u00f6nig hielt einen Rat und machte zwei goldene K\u00e4lber und sprach zum Volk: Es ist zu viel f\u00fcr euch, dass ihr hinauf nach Jerusalem geht; siehe, da ist dein Gott, Israel, der dich aus \u00c4gyptenland gef\u00fchrt hat. Und er stellte eins in Bethel auf und das andere tat er nach Dan.\u201c<\/strong> Er machte zwei goldene K\u00e4lber und sagte: <strong>\u201eDa ist dein Gott\u2026der dich aus \u00c4gyptenlang gef\u00fchrt hat.\u201c<\/strong> Ein goldenes Kalb hatte schon einmal zum Bundesbruch zwischen Israel und Gott gef\u00fchrt. Zerbrochen hatte Mose die steinernen Gesetzestafeln, vor Zorn, weil das Volk seinen m\u00e4chtigen und lebendigen Gott mit einem toten G\u00f6tzen ersetzt hatte. Jerobeam sorgte gleich f\u00fcr zwei goldene K\u00e4lber.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Hoffnungstr\u00e4ger fiel. Seine s\u00fcndige Begierde entbrannte. Welche Folge hatte seine S\u00fcnde f\u00fcr das Volk? Vers 30: <strong>\u201eUnd das geriet zur S\u00fcnde, denn das Volk ging hin vor das eine in Bethel und vor das andre in Dan.\u201c<\/strong> Das Volk akzeptierte die neue Religion des K\u00f6nigs. Wie war das m\u00f6glich? Dachten Sie wirklich das goldene Kalb hatte sie aus \u00c4gypten befreit? Wenn ja, welches von beiden? W\u00e4hrend wir beim K\u00f6nig die S\u00fcnde der Begierde sehen, die ihn zu Fall brachte, erkennen wir beim Volk die S\u00fcnde der Bequemlichkeit, denn es war viel einfacher nach Bethel oder Dan zu reisen als nach Jerusalem. Die Versuchung verf\u00fchrt und die S\u00fcnde entflammt. Dinge werden getan, die man nie f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Verfiel das ganze Volk dem G\u00f6tzendienst? <strong>\u201e<\/strong><strong>die Leviten verlie\u00dfen ihre Ortschaften und ihre Habe und kamen nach Juda und Jerusalem. &#8211; Denn Jerobeam und seine S\u00f6hne hatten sie versto\u00dfen&#8230;Und die den Herrn, den Gott Israels, von Herzen suchten, folgten den Leviten aus allen St\u00e4mmen Israels nach Jerusalem, dass sie opferten dem Herrn, dem Gott ihrer V\u00e4ter.\u201c<\/strong> (2.Chr 11,14-16) Nicht alle folgten Jerobeam. Die Leviten verlie\u00dfen ihre Ortschaften und kamen nach Juda und alle die den Herrn von Herzen suchten folgten ihnen, um in Jerusalem zu opfern. Der K\u00f6nig kann gottlos leben, die Gesellschaft kann gottlos sein, die ganze Umgebung finster und ruchlos. Doch jeder Einzelne tr\u00e4gt Eigenverantwortung. Diese Orientierung ist auch in unserer postmodernen und pluralistischen Gesellschaft wichtig. Jeden Tag k\u00f6nnen wir uns entscheiden, welchen Weg wir gehen und wonach wir leben. Es gibt so viele Wege! Stellen wir uns entschieden auf die Seite Gottes. Entscheiden wir uns heute und jeden Tag f\u00fcr den Herrn. Keine Macht der S\u00fcnde. M\u00f6ge Gottes Wort und Gottes Werk in uns triumphieren.<\/p>\n<p>Wie weit trieb es Jerobeam? Betrachten wir Verse 31-33. Er baute ein H\u00f6henheiligtum und machte jeden zum Priester, den er wollte. Auch erfand er ein Fest und opferte selbst auf dem Altar. Mit dieser S\u00fcnde war bereits der erste K\u00f6nig Israels gefallen, Saul. Doch Jerobeam s\u00fcndigte in jeder nur erdenklichen Hinsicht gegen Gottes Gebote.<\/p>\n<p>Was muss in Gottes Herz vorgegangen sein, als sein Auserw\u00e4hlter sich auf die schlimmste Art und Weise gegen ihn vers\u00fcndigte und das Volk mit sich riss? Was unternahm Gott, als Jerobeam auf dem H\u00f6hepunkt seiner Abg\u00f6tterei oben auf dem Altar stand und opferte? Betrachten wir Kap 13. <strong>\u201eUnd siehe, ein Mann Gottes kam von Juda auf das Wort des HERRN hin nach Bethel, w\u00e4hrend Jerobeam noch auf dem Altar stand und opferte.\u201c <\/strong>Der Mann Gottes h\u00e4tte vieles sagen k\u00f6nnen. Er h\u00e4tte Jerobeam auf diese oder jene Weise tadeln k\u00f6nnen. Doch auf das Wort des Herrn rief er: <strong>\u201eAltar, Altar! So spricht der HERR: Siehe, es wird ein Sohn dem Hause David geboren werden mit Namen Josia; der wird auf dir schlachten die Priester der H\u00f6hen, die auf dir opfern und wird Menschengebein auf dir verbrennen.\u201c<\/strong> Dieses Gericht Gottes w\u00fcrde ca. 300 Jahre darauf vollzogen werden. Warum sprach der Herr den Altar an? Gottes Herz war betr\u00fcbt, doch Gott wollte Jerobeam zu sich zur\u00fcck rufen. Mit Leichtigkeit h\u00e4tte Gott Jerobeam selbst auf den Altar grillen und ihn vernichten k\u00f6nnen. Doch mit seiner Barmherzigkeit wollte Gott ihn als Hoffnungstr\u00e4ger wieder herstellen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die G\u00fcltigkeit des Gerichts k\u00fcndigte der Mann Gottes ein Zeichen an: \u201eSiehe, der Altar wird bersten und die Asche versch\u00fcttet werden, die darauf ist.\u201c Das war ein klares Zeichen daf\u00fcr, dass Gott den Altar verworfen hatte. Auf keinen Fall w\u00fcrde Gott Jerobeams Opfer und sonstige Machenschaften annehmen. Und auch hier sehen wir Gottes Absicht. Anstatt den Altar zu zerbrechen h\u00e4tte Gott Jerobeam zerbrechen k\u00f6nnen und statt die Asche zu versch\u00fctten, seine Eingeweide versch\u00fctten k\u00f6nnen. Doch Gott wollte seine dunklen Machenschaften vernichten, nicht aber ihn. Gott hatte Hoffnung f\u00fcr Jerobeam.<\/p>\n<p>Wie reagierte Jerobeam? Erkannte er seine gravierende S\u00fcnde und tat er daf\u00fcr Bu\u00dfe? Er streckte seine Hand aus und sprach: <strong>\u201e\u201eGreift ihn!\u201c Und seine Hand verdorrte, die er gegen ihn ausgestreckt hatte und er konnte sie nicht wieder an sich ziehen. Und der Altar barst und die Asche wurde versch\u00fcttet vom Altar nach dem Wunderzeichen, das der Mann Gottes gegeben hatte auf das Wort des HERRN hin.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Da flehte Jerobeam um Gnade und seine Hand wurde wieder geheilt. Gottes Botschaft war eindeutig: \u201eDein Weg ist falsch. Doch wenn du f\u00fcr alle deine S\u00fcnden Bu\u00dfe tust, werde ich dich wiederherstellen, wie deine verdorrte Hand.\u201c<\/p>\n<p>Und diese Ereignisse h\u00e4tten wirklich den Wendepunkt im Leben Jerobeams markieren m\u00fcssen. Andere K\u00f6nige und andere St\u00e4dte h\u00e4tten schon l\u00e4ngst in Sack und Asche vor dem Herrn gelegen und Bu\u00dfe getan, doch wonach klingen Jerobeams Worte im Vers 7?  Jerobeams Worte klingen voller Hinterlist: <strong>\u201eKomm mit mir heim und labe dich; ich will dir ein Geschenk geben.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Wie reagierte der Mann Gottes? Verse 8-10: <strong>\u201eAber der Mann Gottes sprach zum K\u00f6nig: Wenn du mir auch die H\u00e4lfte deiner Habe geben wolltest, so k\u00e4me ich doch nicht mit dir; denn ich will an diesem Ort kein Brot essen noch Wasser trinken. Denn das ist mir geboten durch des HERRN Wort: Du sollst kein Brot essen und kein Wasser trinken und nicht den Weg zur\u00fcckgehen, den du gekommen bist.\u201c <\/strong>Der Mann Gottes blieb standhaft und dem Wort Gottes treu. Seine Antwort war ebenfalls eine wichtige Lebensorientierung f\u00fcr Jerobeam. \u201eDurch deinen G\u00f6tzendienst hast du dich selbst und das ganze Land verunreinigt. Selbst das Wasser und das Brot sind f\u00fcr einen Mann Gottes unrein.\u201c Diese Worte sollten Jerobeam zu denken geben.<\/p>\n<p>Welches Drama ereignete sich aber? Betrachten wir Verse 11ff. Wir erfahren von einem alten Propheten in Bethel. Seine S\u00f6hne bekamen die ganze Geschichte mit, d.h. sie waren dabei, als der K\u00f6nig Abg\u00f6tterei trieb. Das wirft kein gutes Licht auf den alten Propheten. Er schien zu dulden, was in Israel vor sich ging.<\/p>\n<p>Der Mann Gottes weckte aber seine Neugier und er befahl seinen S\u00f6hnen: <strong>\u201eSattelt mir den Esel!\u201c<\/strong> und ritt dem Mann Gottes nach. Als er ihn fand, sprach er: <strong>\u201eKomm mit mir heim und iss Brot mit mir!\u201c<\/strong> Das waren verbotene Worte f\u00fcr den Mann Gottes und das wusste er und das bezeugte er: <strong>\u201eIch kann nicht mit dir umkehren\u201c.<\/strong> Gottes Wort war glasklar. Doch der alte Prophet log. Nun stand Aussage gegen Aussage. Eigentlich ist dieser Fall leicht zu l\u00f6sen. Wir m\u00fcssen Gott mehr gehorchen als Menschen. Doch wie kompromissbereit ist der Mensch, wenn sein Magen knurrt.<\/p>\n<p>Und so kam es, wie es kommen musste. Gott sprach gegen den Mann Gott, sein Leichnam w\u00fcrde nicht im Grab seiner V\u00e4ter liegen. Erneut wurde der Esel gesattelt, dieses Mal f\u00fcr den Mann Gottes, wobei sich ein interessantes Schauspiel ereignete, das die Welt noch nie gesehen hat. Ein L\u00f6we t\u00f6tete den Mann Gottes und blieb regungslos stehen. Der L\u00f6we stand da, der Esel neben ihm und niemand wurde gefressen. Der Prophet verstand sofort: <strong>\u201eEs ist der Mann Gottes, der dem Mund des HERRN ungehorsam gewesen ist&#8230;Und er sprach zu seinen S\u00f6hnen: Sattelt mir den Esel!\u201c<\/strong> Zuhause angelangt und sentimental angehaucht erkannte der Prophet, dass Gottes Wort wahr ist und dass es sich bis ins kleinste Detail erf\u00fcllen wird, Vers 32: <strong>\u201eDenn es wird sich erf\u00fcllen, was er gerufen hat gegen den Altar in Bethel auf das Wort des Herrn hin und gegen alle Heiligt\u00fcmer auf den H\u00f6hen, die in den St\u00e4dten Samariens sind.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Der eine fiel, der andere wurde wieder aufgerichtet. Was verursachte beides? Es ist das Wort des Herrn. Der eine verwarf es und ging unter, der andere nahm es an und wurde wiederhergestellt. So bleibt das Wort Gottes wahr und Menschen fallen und stehen, auch in unserer Zeit, je nach ihrer Haltung dem Wort gegen\u00fcber. M\u00f6gen wir stehen bleiben, der Herr vermag es uns aufrecht zu halten (Vgl. R\u00f6m. 14,4).<\/p>\n<p>Was tat unterdessen Jerobeam? Sicherlich war ihm die Geschichte mit dem Mann Gottes und dem Propheten zu Ohren gekommen. Und er sah, wie ernst es Gott meinte. Doch die Verse 33 und 34 berichten: <strong>\u201eAber nach diesem Geschehnis kehrte Jerobeam nicht um von seinem b\u00f6sen Wege, sondern bestellte wieder Priester f\u00fcr die H\u00f6hen aus allem Volk&#8230;Und dies geriet zur S\u00fcnde dem Hause Jerobeams, sodass es zugrunde gerichtet und von der Erde vertilgt wurde.\u201c<\/strong> In S\u00fcnde zu fallen ist eine Sache. Doch stur in S\u00fcnde zu verweilen, ohne Bereitschaft in Bu\u00dfe umzukehren, ist eine andere Sache. Wie sehr hatte sich Gott um Jerobeam bem\u00fcht! Wie nachsichtig mit ihm umgegangen! Doch Jerobeam kehrte nicht um. Er trat die Gnade Gottes mit F\u00fc\u00dfen und besiegelte sein eignes Schicksal.<\/p>\n<p>II.\tDie K\u00f6nige Israels auf dem Weg Jerobeams (14,1-16,34)<\/p>\n<p>Welcher Schicksalsschlag leitete den Anfang vom Ende von Jerobeam und seiner Linie ein? Betrachten wir Kapiel 14. Abija, sein Sohn war krank. Und Jerobeam, der genau wusste, dass seine selbstgemachten K\u00e4lber tote G\u00f6tzen waren, (heute w\u00fcrde man sagen: gefaked waren), suchte die Hilfe Gottes. Seine Frau sollte sich verkleidet aufmachen und nach Silo, zum Propheten Ahija gehen, um ja nicht von der restlichen Bev\u00f6lkerung erkannt zu werden. Sie war verkleidet, Ahija war blind, doch als sie zu ihm kam, wusste Ahija bestens Bescheid, denn der Herr war seine Augen und teilte ihm alles mit. Und Gottes Antwort war zerschmetternd: <strong>\u201eIch habe dich erhoben aus dem Volk und zum F\u00fcrsten \u00fcber mein Volk Israel gesetzt und habe das K\u00f6nigtum von Davids Hause gerissen und dir gegeben. Du aber bist nicht gewesen wie mein Knecht David, der meine Gebote hielt und mir von ganzem Herzen nachwandelte, dass er nur tat, was mir wohlgefiel.\u201c <\/strong>Wir sehen Gottes gro\u00dfe Erwartungen in Jerobeam.<strong> \u201eDu hast mehr B\u00f6ses getan als alle, die vor dir gewesen sind, bist hingegangen und hast dir andre G\u00f6tter gemacht und gegossene Bilder, um mich zum Zorn zu reizen und hast mir den R\u00fccken gekehrt. Darum siehe, ich will &#8230; ausrotten von Jerobeam alles, was m\u00e4nnlich ist, bis auf den letzten Mann in Israel und will die Nachkommen des Hauses Jerobeam ausfegen, wie man Unrat ausfegt, bis es ganz mit ihm aus ist. Wer von Jerobeam stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde fressen; wer aber auf dem Felde stirbt, den sollen die V\u00f6gel des Himmels fressen; denn der HERR hat&#8217;s geredet.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Der Mensch kann Zeit seines Lebens tun und lassen was ihm lieb ist, doch irgendwann kommt die Rechnung Gottes und niemand kann sie begleichen! Das Kind w\u00fcrde sterben, sobald sie \u00fcber die T\u00fcrschwelle des Hauses gehen w\u00fcrde und das ertr\u00e4glichste Schicksal aller S\u00f6hne Jerobeams erleiden. Nach 22 Jahren Regierungszeit starb auch Jerobeam und sein Sohn Nadab wurde K\u00f6nig.<\/p>\n<p>Gott sprach zwar ein hartes Urteil \u00fcber Jerobeam, doch das Gericht \u00fcber ihn war noch nicht vollstreckt. Bis zum Ende seines Lebens hatte er die M\u00f6glichkeit, zu bereuen und in Bu\u00dfe umzukehren. Doch trotz seines Glaubens an Gott tat er keine Bu\u00dfe. Er wollte seine Lebensgewohnheiten nicht \u00e4ndern. Dieses Dilemma ist uns auch allzu gut bekannt, nicht wahr? Wir haben es bei anderen beobachtet und wir beobachten es an uns selbst. Gottes Wort spricht uns an und ist eindeutig. Doch dem Wort zu gehorchen und danach zu wandeln ist nicht leicht. Jerobeams Ende zeigt uns aber, dass wir keine Wahl haben. Lasst uns umkehren zu Gott. Rei\u00dfen wir ab, was wir uns abseits seines Willens aufgebaut haben. M\u00f6ge der Herr unser Baumeister sein.<\/p>\n<p>Was ereignete sich unterdessen im Reich Juda? Betrachten wir Verse 21ff. <strong>\u201eUnd Rehabeam, der Sohn Salomos, wurde K\u00f6nig in Juda.\u201c<\/strong> Kam Rehabeam nach seinem Gro\u00dfvater David? Vers 22: <strong>\u201eUnd Juda tat, was dem HERRN missfiel; und sie reizten ihn mehr, als alles ihn reizte, was ihre V\u00e4ter getan hatten mit ihren S\u00fcnden, die sie taten.\u201c<\/strong> Die Strafe Gottes lie\u00df nicht lange auf sich warten. Schischak, der K\u00f6nig von \u00c4gypten, pl\u00fcnderte das Haus des Herrn und das Haus des K\u00f6nigs. Die kupfernen Schilde, die die goldenen Schilde ersetzten, repr\u00e4sentierten die geistliche Degradierung Judas. (Kein uprade, sondern downgrade)<\/p>\n<p>Nach Rehabeam wurde sein Sohn Abija K\u00f6nig. Abija war nur 3 Jahre K\u00f6nig \u201e<strong>Und er wandelte in allen S\u00fcnden seines Vaters, die dieser vor ihm getan hatte.\u201c <\/strong><\/p>\n<p>Nach ihm kam Asa und gl\u00fccklicherweise lesen wir \u00fcber ihn im Vers 11 (Kap 15): \u201e<strong>Und Asa tat, was dem HERRN wohlgefiel, wie sein Vater David.\u201c<\/strong> Er beseitigte die gr\u00e4ulichen Praktiken der Heiden, alle G\u00f6tzenbilder, entmachtete auch seine g\u00f6tzenanbetende Mutter, entfernte jedoch nicht die H\u00f6hen, dennoch bezeugt die Bibel im Vers 14: \u201e<strong>jedoch das Herz Asas war ungeteilt bei dem HERRN sein Leben lang.\u201c <\/strong><\/p>\n<p>Asas Regierung war ein kleiner Lichtblick, in der ansonsten so dunklen und finsteren Zeit der K\u00f6nige Judas und Israels. Welche Leuchte w\u00fcrde die kleine Kerze Asas abl\u00f6sen? Lesen wir die Verse 4 und 5: \u201e<strong>Denn um Davids willen gab der HERR, sein Gott, ihm eine Leuchte zu Jerusalem, dass er seinen Sohn nach ihm erweckte und Jerusalem erhielt, weil David getan hatte, was dem HERRN wohlgefiel und nicht gewichen war von allem, was er ihm gebot, sein Leben lang, au\u00dfer in der Sache mit Uria, dem Hetiter.\u201c<\/strong> Gott hatte vor Jerusalem zu bewahren, wegen David und durch einen Nachkommen Davids; dieser W\u00fcrde eine Leuchte sein.<\/p>\n<p>Leider m\u00fcssen wir uns wieder der Finsternis widmen. Betrachten wir Verse 17ff. Nach Asa kam Joschafat an die Macht. Bascha war durch eine Verschw\u00f6rung gegen Jerobeams Sohn Nadab zum K\u00f6nig geworden. Als K\u00f6nig vollstreckte er das Gericht Gottes \u00fcber Jerobeams Haus und lie\u00df nach dem Wort des Herrn niemanden \u00fcbrig. Doch auch \u00fcber Bascha hei\u00dft es im Vers 34: \u201e<strong>Und er tat, was dem HERRN missfiel, und wandelte in dem Wege Jerobeams und in seiner S\u00fcnde\u201c.<\/strong> Er war kein Deut besser als Jerobeam. So traf ihn dasselbe Schicksal, Kap 16,3: \u201e<strong>siehe, so will ich ausrotten Bascha und sein Haus und will dein Haus machen wie das Haus Jerobeams\u201c.<\/strong> Nach ihm wurde Ela, sein Sohn, K\u00f6nig aber nur 2 Jahre, denn er wurde Opfer der Verschw\u00f6rung Simris. Simri stellte einen Rekord auf, indem er nur 7 Tage K\u00f6nig war. Denn das Volk emp\u00f6rte sich \u00fcber ihn und st\u00fcrzte ihn und machte Omri, den Feldhauptmann, zum K\u00f6nig. Verse 18 und 19: \u201e<strong>aber Simri&#8230;ging&#8230;in den Burgturm im Hause des K\u00f6nigs und verbrannte sich mit dem Hause des K\u00f6nigs und starb um seiner S\u00fcnden willen, die er getan hatte, dadurch dass er tat, was dem HERRN missfiel, und wandelte in dem Wege Jerobeams und in seiner S\u00fcnde, die er tat, dass er Israel s\u00fcndigen machte.\u201c <\/strong>Eine Woche reichte aus um gro\u00dfes Unheil anzurichten. Doch auch Omri stellte einen Negativrekord auf. Verse 25 und 26: \u201e<strong>Und Omri tat, was dem HERRN missfiel und trieb es \u00e4rger als alle, die vor ihm gewesen waren und wandelte in allen Wegen Jerobeams, des Sohnes Nebats und in seiner S\u00fcnde, durch die dieser Israel s\u00fcndigen machte, dass sie den HERRN, den Gott Israels, erz\u00fcrnten durch ihre Abg\u00f6tterei.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Schlie\u00dflich kam nach ihm Ahab. Eigentlich m\u00fcssen wir kein Wort \u00fcber Ahab verlieren, denn sein Ruf eilt ihm voraus. Vers 30 berichtet \u00fcber ihn: \u201e<strong>tat, was dem HERRN missfiel, mehr als alle, die vor ihm gewesen waren. Es war noch das Geringste, dass er wandelte in der S\u00fcnde Jerobeams, des Sohnes Nebats&#8230;sodass Ahab mehr tat, den HERRN, den Gott Israels, zu erz\u00fcrnen, als alle K\u00f6nige von Israel, die vor ihm gewesen waren.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Die Zeit wurde immer finsterer, ein K\u00f6nig \u00fcberbot seinen Vorg\u00e4nger in Bosheit, Gewalt und Gottlosigkeit. Und wenn wir uns den Text genau anschauen, sieht es so aus, als w\u00e4re Gottes Plan kl\u00e4glich gescheitert. Denn Gottes Hoffnungstr\u00e4ger, Jerobeam, hatte kl\u00e4glich versagt. Er hat wirklich versagt und den Untergang des Nordreichs in die Wege geleitet. Bald w\u00fcrden die Assyrer kommen, danach die Babylonier und die St\u00e4mme Israels w\u00fcrden sich mit ihnen vermischen und das versto\u00dfene Volk der Samariter bilden. Dadurch zeigt sich in aller Deutlichkeit, dass Gott heilig ist, sein Wille gut und vollkommen, doch der Menschen erweist sich im Gegensatz dazu als \u00fcberaus s\u00fcndig.<\/p>\n<p>Was geschah mit Juda? Gott lie\u00df Juda bestehen. Warum? Weil die Menschen aus Juda besser waren? Der heutige Text sagt klipp und klar: Nein! Sie waren allesamt s\u00fcndig. Doch Juda hatte eine Verhei\u00dfung. Lesen wir nochmals die Verse 4 und 5 aus Kap 15: \u201e<strong>Denn um Davids willen gab der HERR, sein Gott, ihm eine Leuchte zu Jerusalem, dass er seinen Sohn nach ihm erweckte und Jerusalem erhielt, weil David getan hatte, was dem HERRN wohlgefiel und nicht gewichen war von allem, was er ihm gebot, sein Leben lang, au\u00dfer in der Sache mit Uria, dem Hetiter.\u201c<\/strong> Juda hatte David, w\u00e4hrend Israel sich von David losl\u00f6ste. Gott war zu Juda gn\u00e4dig und barmherzig, weil er auf seinen Knecht David schaute. Nur wegen David erhielt Gott Juda, solange, bis Jesus kam. Und so ist es auch mit uns. Wir sind genauso s\u00fcndig wie die gottlose Welt. Doch Gott ist gn\u00e4dig und barmherzig zu uns, weil er auf Jesus schaut. Uns muss bewusst sein, dass wir von Gott getragen werden, weil Jesus unser Herr und K\u00f6nig ist. Wenn uns diese geistliche Wahrheit nicht bewusst ist, besch\u00e4ftigen wir uns mit den Dingen, die uns umgeben, unsere Leistungen auf der einen Seite und unsere S\u00fcnden auf der anderen Seite und wir schlittern ab in 2 extreme Lebensformen. S\u00fcndigen wir, sind wir am Boden zerst\u00f6rt und verdammen uns selbst und vergessen, dass wir nicht vollkommen sein m\u00fcssen, damit Gott uns annimmt. Oder wir werden selbstgerecht, weil wir viel von uns selbst halten. Dabei k\u00f6nnen wir gar nichts aufbringen, um Gott zu beeindrucken. Schlie\u00dflich sind wir voll und ganz von Gnade getragen. Vom heutigen Text k\u00f6nnen wir lernen, den richtigen Weg einzuschlagen. Wir brauchen die richtige Beziehung zu unserem Herrn und K\u00f6nig, Jesus Christus, denn er allein gew\u00e4hrleistet unsere Errettung.<\/p>\n<p>Der heutige Text macht eines deutlich: Menschen kommen und gehen. Menschen fallen oder stehen auf. Die Geschichte der Menschheit geht drunter und dr\u00fcber, doch Gottes Ratschluss erf\u00fcllt sich. Und sie erf\u00fcllte sich im Kommen unseres Herrn Jesus Christus. Er ist das Licht aus der H\u00f6he, das Licht der Welt, die Leuchte Isreals und das Licht der Heiden. Er kam als Nachkomme Davids und er ist unsere einzige Hoffnung. Und er wird wieder kommen. Dank sei Gott, dass sein guter Wille niemals untergeht und dass er die Seinen bewahrt und errettet. M\u00f6ge der Herr auch zahlreiche in unserer Zeit und aus unserer Umgebung zum Licht f\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Jerobeams Weg \u201eUnd er wird Israel dahingeben um der S\u00fcnden Jerobeams willen, der da ges\u00fcndigt hat und Israel s\u00fcndigen gemacht hat.\u201d (1.K\u00f6n 14,16) Das Volk Israel wurde gespalten, weil Salomo den Weg des Herrn verlassen und sich dem G\u00f6tzendienst zugewandt hat. Doch wegen seinem treuen Knecht David belie\u00df Gott Davids Nachkommen den einen Stamm [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-1868","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1868","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1868"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1868\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1870,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1868\/revisions\/1870"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1868"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1868"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1868"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}