{"id":1858,"date":"2012-01-29T23:36:15","date_gmt":"2012-01-29T22:36:15","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1858"},"modified":"2022-11-18T12:24:21","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:21","slug":"predigt-1-konige-111-1224","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-konige-111-1224\/","title":{"rendered":"Predigt: 1.K\u00f6nige 11,1 &#8211; 12,24"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/P04-1K1101-1224.doc\">Download<\/a><\/strong><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Der Beginn  der Spaltung  des Reiches<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Der Herr aber wurde zornig \u00fcber Salomo, dass er sein Herz von dem Herrn, dem Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm zweimal erschienen war und ihm geboten hatte, dass er nicht andern G\u00f6ttern nachwandelte. Er aber hatte nicht gehalten, was ihm der Herr geboten hatte.\u201d<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(1.K\u00f6n \t11,9.10)<\/p>\n<p>In den ersten 10  Kapiteln dieses Buches haben wir erfahren, wie Salomo K\u00f6nig \u00fcber Israel geworden war und seine Herrschaft fest etablieren konnte. Gott hat ihm auf seine Bitte hin sehr gro\u00dfe Weisheit gegeben, au\u00dferdem gro\u00dfen Reichtum, Ehre und Macht. Selbst aus weit entfernten L\u00e4ndern kamen K\u00f6nige zu Salomo, um sich pers\u00f6nlich von seiner Weisheit zu \u00fcberzeugen. Salomo hat f\u00fcr Gott den Tempel gebaut, und Gott hat ihn angenommen und versprochen, seinen Namen dort wohnen zu lassen. Bis dahin war Salomos Leben wie eine einzige Erfolgsstory. Aber leider ging sein Leben nicht so weiter. Im heutigen Text erfahren wir, dass Salomo der S\u00fcnde des G\u00f6tzendiensts verfiel und Gott so sehr erz\u00fcrnte, dass deswegen das Reich geteilt wurde. Wie kam es zu diesem Fall? Wie war es m\u00f6glich, dass der weiseste Mann, der Gott so hingebungsvoll gedient hatte, scheiterte, in einer rechten Beziehung zu Gott zu bleiben, und die Teilung des Reiches verursachte? Lasst uns durch den heutigen Text den Grund daf\u00fcr klar erkennen und daraus lernen!<\/p>\n<ol>\n<li>\n<ol>\n<li>\n<h2><strong>Salomo \t\twandte sein Herz vom Herrn ab (11,1-13) <\/strong><\/h2>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wie begann die unselige Entwicklung? Betrachten wir die Verse 1-2: <strong>\u201e<\/strong><strong>Aber der K\u00f6nig Salomo liebte viele ausl\u00e4ndische Frauen: die Tochter des Pharao und moabitische, ammoniti\u00adsche, edomitische, sidonische und hetitische \u2013 aus solchen V\u00f6lkern, von denen der <\/strong><strong>Herr<\/strong><strong> den Israeliten gesagt hatte: Geht nicht zu ihnen und lasst sie nicht zu euch kommen; sie werden gewiss eure Herzen ihren G\u00f6ttern zuneigen. An diesen hing Salomo mit Liebe.\u201c <\/strong>Salomo heiratete viele Frauen. Am Anfang seiner Herrschaft hatte er sich darauf konzentriert, seine Herrschaft aufzurichten und das Volk gut zu richten, wozu er Gott dem\u00fctig um Weisheit bat. Etwa zwanzig Jahre lang hatte er sich ganz daf\u00fcr eingesetzt, f\u00fcr Gott ein Haus zu bauen, das Gott akzeptieren k\u00f6nnte, und mehrere K\u00f6nigsh\u00e4user. Aber als er diese Projekte beendet hatte, fand er offenbar keine neue Aufgabe, die ihm half, aktiv f\u00fcr Gott zu leben. Er besch\u00e4ftigte sich immer mehr mit seinen eigenen W\u00fcnschen und verliebte sich in sch\u00f6ne Frauen und heiratete sie. Dass Salomo heiratete, war an sich nat\u00fcrlich keine S\u00fcnde. Das Problem war, dass Salomo Frauen aus heidnischen V\u00f6lkern heiratete, von denen Gott den Israeliten ausdr\u00fccklich geboten hatte, dass sie nicht zu ihnen gehen und sie auch nicht zu sich kommen lassen sollten. Und Salomo heiratete nicht nur <strong>eine<\/strong> solche ungl\u00e4ubige Frau, sondern sehr viele. Vers 3 sagt: <strong>\u201eUnd er hatte siebenhundert Haupt\u00adfrauen und dreihundert Neben\u00adfrauen; und seine Frauen verleiteten sein Herz.\u201c <\/strong>Salomo hatte insgesamt 1000 Frauen! Ich wei\u00df nicht, wie es euch geht, aber ich kann mir nicht richtig vorstellen, wie Salomo mit 1000 Frauen gleichzeitig verheiratet sein konnte. Wie konnte er auch seine Aufgaben als K\u00f6nig gut erf\u00fcllen und sich um das Volk k\u00fcmmern, wenn er so viele Frauen hatte? Das war nicht nur ein moralisches und politisches, sondern vor allem ein geistliches Problem. Denn seine vielen Frauen verleiteten im Laufe der Zeit sein Herz dazu, auch ihre G\u00f6tter zu verehren.<\/p>\n<p>Salomos Verhalten wirft viele Fragen auf. Warum heiratete er kanaanitische Frauen? Er muss gewusst haben, dass Gott den Israeliten im Gesetz die Heirat  mit kanaanitischen Frauen, die andere G\u00f6ttern dienten, ausdr\u00fccklich verboten hatte. Er muss also auch von der Gefahr gewusst haben, die durch die Heirat solche Frauen besteht. Warum hat Salomo Gottes Gebot einfach missachtet und trotzdem heidnische Frauen geheiratet \u2013 nicht nur einmal, sondern tausend Mal? Der Text nennt uns nicht den Grund, erw\u00e4hnt aber, dass Salomo sie liebte und mit Liebe an ihnen hing. Salomo hatte offenbar einen Hang zu ausl\u00e4ndischen Frauen. Er erlaubte es sich, dass er sich in viele heidnische Frauen verliebte und sie auch heiratete. Offenbar meinte er, dass er es sich erlauben k\u00f6nnte, mit einem Gebot Gottes Kompromisse zu machen; vielleicht dachte er, dass er bei Gott einen besonderen Status hatte, weil er ja nach Gottes Willen K\u00f6nig geworden war, weil er f\u00fcr Gott den Tempel gebaut hatte und t\u00e4glich Gottes Volk diente. Offensichtlich hielt er sich f\u00fcr klug genug und stark genug, dass er selbst keine fremden G\u00f6tter anbeten w\u00fcrde, auch wenn seine Frauen es t\u00e4glich tun w\u00fcrden; daher erschien es ihm nicht so schlimm, wenn er heidnische Frauen heiratete. Aber als er meinte, mit Gottes Wort Kompromisse machen zu k\u00f6nnen, irrte er sich gewaltig. Zwar konnte er eine Zeitlang dem schlechten geistlichen Einfluss seiner ungl\u00e4ubigen Frauen widerstehen. Aber Vers 4 sagt: <strong>\u201eUnd als er nun alt war, neigten seine Frauen sein Herz fremden G\u00f6ttern zu, sodass sein Herz nicht ungeteilt bei dem <\/strong><strong>Herrn<\/strong><strong>, seinem Gott, war wie das Herz seines Vaters David.\u201c<\/strong> Salomo tat, was er nie h\u00e4tte tun d\u00fcrfen: er neigte sein Herz anderen G\u00f6ttern zu, er wurde ein richtiger G\u00f6tzendiener. Er diente zwar auch Gott, besuchte die Gottesdienste und brachte Opfer dar, aber nicht mehr mit ganzem Herzen; sein Herz war geteilt. Die Verse 5-8 sagen, wie weit Salomo mit seinem G\u00f6tzendienst ging. Er verehrte die G\u00f6tzen nicht nur, sondern baute aktiv Anbetungsst\u00e4tten f\u00fcr die gr\u00e4ulichen G\u00f6tzen der Ammo\u00adniter, der Sidonier und der Moabiter. Salomo, der inst\u00e4ndig zu Gott gebetet hatte, verehrte G\u00f6tzen und tat damit, was Gott hasste. Er, der Gott so hingebungsvoll gedient hatte, wandte sein Herz von Gott ab und diente G\u00f6tzen.<\/p>\n<p>Wie konnte es so weit kommen? Was veranlasste Salomo dazu, sich von Gott abzuwenden? Und warum tat er nie f\u00fcr seinen Weg Bu\u00dfe? In den Versen 2-4 taucht f\u00fcnf Mal das Wort \u201eHerz\u201c auf. S\u00fcnde \u00e4u\u00dfert sich in Taten, aber sie ist vor allem ein Problem des Herzens. Dass Salomo abscheulichen G\u00f6tzen diente, war eine Folge einer Ver\u00e4nderung seines Herzens. Es begann damit, dass sein Herz stolz und hochm\u00fctig wurde, sodass er meinte, dass Gott ihm einen Kompromiss mit seinem Wort doch nicht \u00fcbel nehmen w\u00fcrde. In seinem Herzen gab es so viel Selbstvertrauen, dass er meinte, dass er die Folgen seines Kompromisses bestimmt gut im Griff haben k\u00f6nnte. Nur so ist zu erkl\u00e4ren, dass er dazu bereit war, die Zuneigung zu ausl\u00e4ndischen Frauen in seinem Herzen zuzulassen und ihr bereitwillig nachzugeben bis dahin, dass er sie heiratete, obwohl sie fremde G\u00f6tter anbeteten. Sein Selbstvertrauen und seine Begierde hinderten ihn auch daran, f\u00fcr seine S\u00fcnde Bu\u00dfe zu tun. Als er keine Bu\u00dfe tat, wurde sein Gewissen f\u00fcr die S\u00fcnde immer unsensibler, und er wiederholte dieselbe S\u00fcnde immer wieder. Was anfangs nur wie ein kleiner Kompromiss ausgesehen hatte, entwickelte sich schlie\u00dflich zu der krassen S\u00fcnde des G\u00f6tzendiensts, die Gott schlie\u00dflich nicht mehr hinnehmen konnte. Keiner kann mit S\u00fcnde Kompromisse machen, ohne in den Bann der S\u00fcnde zu geraten. Keiner kann die Folge von S\u00fcnde handeln und im Griff haben.<\/p>\n<p>Wie reagierte Gott auf Salomos S\u00fcnde? Betrachten wir die Verse 9-11: <strong>\u201eDer <\/strong><strong>Herr<\/strong><strong> aber wurde zornig \u00fcber Salomo, dass er sein Herz von dem <\/strong><strong>Herrn<\/strong><strong>, dem Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm zweimal erschienen war und ihm geboten hatte, dass er nicht andern G\u00f6ttern nachwandelte. Er aber hatte nicht gehalten, was ihm der <\/strong><strong>Herr<\/strong><strong> geboten hatte. Darum sprach der <\/strong><strong>Herr<\/strong><strong> zu Salomo: Weil das bei dir geschehen ist und du meinen Bund und meine Gebote nicht gehalten hast, die ich dir geboten habe, so will ich das K\u00f6nigtum von dir rei\u00dfen und einem deiner Gro\u00dfen geben.\u201c <\/strong>Gott wurde zornig auf Salomo, weil er sein Herz von Gott abgewandt hatte, obwohl Gott ihm zweimal erschienen und ihn pers\u00f6nlich ermahnt hatte. Trotzdem hatte Salomo immer wieder Gottes Gebot \u00fcbergangen und hatte so sein Herz immer weiter von Gott entfernt, bis er schlie\u00dflich vor gr\u00e4ulichen G\u00f6ttern niederkniete und sie verehrte. Weil er Gott so sehr verachtet hatte, wollte Gott das K\u00f6nigtum von ihm rei\u00dfen.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir hieraus lernen? Salomos Fall zeigt, dass kein Mensch davor gefeit ist, in S\u00fcnde zu geraten und von Gott abzufallen, selbst der weiseste und m\u00e4chtigste Mensch nicht. Es ist vor allem eine Frage des Herzens. Kleine Ver\u00e4nderungen unserer Herzenseinstellung Gott gegen\u00fcber zeigen sich zun\u00e4chst meist nur in kleinen Ver\u00e4nderungen unseres Verhaltens, die uns leicht harmlos vorkommen. Aber wenn wir sie nicht erkennen und korrigieren, k\u00f6nnen wir uns leicht immer weiter von Gott entfernen. Wir m\u00fcssen auf unser Herz achten, dass wir nie selbstzufrieden, undankbar und hochm\u00fctig werden und uns selbst f\u00fcr klug halten. Wir sollen nie leichtfertig mit Gottes Worten umgehen, sondern uns in allem an Gottes Worte halten, die immer richtig sind und uns in allem den richtigen Weg zeigen. Wir sollen es uns nie erlauben, mit Gottes Wort einen Kompromiss zu machen, selbst wenn er harmlos aussieht. Daf\u00fcr ist es n\u00f6tig, dass wir t\u00e4glich auf Gottes Worte h\u00f6ren und im Gebet pers\u00f6nlich zu ihm kommen. Nur dann k\u00f6nnen wir immer neu Gottes Willen f\u00fcr uns erkennen und uns selbst vor ihm erkennen. Wir sollen nicht tr\u00e4ge sein, sondern uns immer f\u00fcr den Gehorsam gegen\u00fcber Gottes Willen ent\u00adschei\u00adden, und wenn wir ges\u00fcndigt haben, schnell zu ihm umkehren. Auf diese Weise sollen wir t\u00e4glich unser Herz f\u00fcr Gott erneuern, ihn von ganzem Herzen lieben und ihm gehorchen! M\u00f6ge Gott uns helfen, das Tag f\u00fcr Tag zu tun, damit wir ihm bis zum Ende treu sein k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>Betrachten wir weiter den Text. Salomo hatte durch seine S\u00fcnde des G\u00f6tzendiensts nach dem Gesetz eigentlich die Todesstrafe verdient. Aber Gottes Urteil fiel sehr viel milder aus. Gott wollte das K\u00f6nigtum von ihm rei\u00dfen und sagte in den Versen 12 und 13: <strong>\u201e<\/strong><strong>Doch zu deiner Zeit will ich das noch nicht tun um deines Vaters David willen, sondern aus der Hand deines Sohnes will ich&#8217;s rei\u00dfen. Doch will ich nicht das ganze Reich losrei\u00dfen; <\/strong><em><strong>einen<\/strong><\/em><strong> Stamm will ich deinem Sohn lassen um Davids willen, meines Knechts, und um Jerusalems willen, das ich erw\u00e4hlt habe.\u201c <\/strong>Hier k\u00f6nnen wir einen wichtigen Grundsatz erkennen, nach denen Gott in der Geschichte wirkt. Obwohl Salomo wegen seiner krassen S\u00fcnde des G\u00f6tzendiensts verdient gehabt h\u00e4tte, sofort zu sterben, lie\u00df Gott ihn weiter leben und sogar noch weiter regieren, bis er 40 Jahre lang regiert hatte (genau so lange, wie sein Vater David regiert hatte). Gott wollte auch Salomos Sohn nicht das ganze K\u00f6nigreich nehmen, sondern ihm den Stamm Juda lassen, geistlich gesehen dem wichtigsten Stamm Israels. Warum verhielt sich Gott ihm gegen\u00fcber so gn\u00e4dig und bestrafte Salomo so milde? Gott sagte zweimal <strong>\u201eum deines Vaters Davids willen\u201c <\/strong>bzw.<strong> \u201eum Davids willen\u201c<\/strong>. Das zeigt, dass Gott David st\u00e4ndig vor Augen hatte. Obwohl David schon lange gestorben war, dachte Gott immer daran, wie David ihn von ganzem Herzen geliebt und seine Gebote gehalten hatte. Obwohl Salomo Davids geistliches Niveau bei weitem nicht erreichte, sondern Kompromisse machte und in schwere S\u00fcnde verfiel, bestrafte Gott ihn nur milde, weil er an David dachte, der Gott von ganzem Herzen geliebt hatte.<\/p>\n<p>Diese Tatsache wirft ein helles Licht darauf, wie Gott auch bis heute wirkt und sein Werk f\u00fchrt. Wir haben eben gesehen, dass es wichtig ist, dass wir t\u00e4glich unser Herz f\u00fcr Gott erneuern und Gott in allem gehorchen. Aber wir m\u00fcssen leider immer wieder erkennen, dass wir mit unseren Taten von Gottes Willen abgewichen sind. Dann fragen wir uns oft, ob Gott uns noch annimmt und unser weiteres Leben segnen und uns gebrauchen will. Aber wie unser Leben weiter verl\u00e4uft, ist nicht allein von unseren Glaubens\u00adent\u00adscheidun\u00adgen und ihrer Ausf\u00fchrung abh\u00e4ngig. Zwar h\u00e4tten wir manchmal wegen unserer schlechten Entscheidungen oder Taten eigentlich Strafe verdient. Aber Gott sei Dank, dass er nicht allein darauf sieht, wie wir uns verhalten, sondern auch auf die Menschen, die f\u00fcr uns flehentlich gebetet haben und beten. Gott denkt daran, wie sie vor ihm gelebt haben und f\u00fcr uns von Herzen bitten. Gott sieht insbesondere auf seinen Sohn Jesus, der alle unsere S\u00fcnde auf sich genommen und sie ans Kreuz getragen hat und der bis heute f\u00fcr uns betet. Das ist der Grund, aus dem Gott mit uns milde umgeht, unsere S\u00fcnde immer wieder vergeben hat und uns f\u00fcr sein Werk gebrauchen will, obwohl wir seinem Ma\u00dfstab nicht entsprechen. M\u00f6ge Gott uns helfen, das tief zu erkennen und mit gro\u00dfer Dankbarkeit f\u00fcr seine Gnade und mit Ehrfurcht ihm von ganzem Herzen zu dienen!<\/p>\n<ol>\n<li>\n<ol>\n<li><strong>Gott \t\terweckte Salomo Widersacher (11,14-43) <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wie bestrafte Gott Salomos S\u00fcnde?<strong> <\/strong>Die Verse 14-25 beschreiben, wie Gott ihm mehrere Widersacher erweckte. Bis dahin konnte Salomo sein Reich unangefochten regieren und seine Nachbarn tribut\u00adpflichtig machen. Aber nun zog Gott einen Teil dieses Segens zur\u00fcck. Zum einen lie\u00df Gott es zu, dass Hadad, ein Edomiter, der sich bis dahin in \u00c4gypten verborgen hatte, nun K\u00f6nig von Edom wurde. Er hatte einen Hass auf Israel und wurde Salomos Feind und tat ihm Schaden an (14-22.25). Zum anderen konnte Reson, der Anf\u00fchrer einer Streifschar, Damaskus erobern und wurde K\u00f6nig von Damaskus und ein Feind Salomos, so lange der lebte.<\/p>\n<p>Wie verfolgte Gott weiter seinen Plan, das K\u00f6nigtum einem anderen zu geben, nachdem Salomo sein Herz von ihm abgewandt hatte? Der Rest von Kapitel 11 berichtet von Gottes Worten an einen Ephraimiter namens Jerobeam, einen gew\u00f6hnlichen jungen Mann, den Gott dazu auserw\u00e4hlt hatte, nach Salomo K\u00f6nig \u00fcber Israel zu werden. Gott zeigte ihm seinen Willen sehr anschaulich. Eines Tages traf ihn der Prophet Ahija allein auf einem Feld, zerriss seinen neuen Mantel in zw\u00f6lf St\u00fccke sagte zu ihm: <strong>\u201eNimm zehn St\u00fccke zu dir! Denn so spricht der <\/strong><strong>Herr<\/strong><strong>, der Gott Israels: Siehe, ich will das K\u00f6nigtum aus der Hand Salomos rei\u00dfen und dir zehn St\u00e4mme geben \u2013 <\/strong><em><strong>einen<\/strong><\/em><strong> Stamm soll er haben um meines Knechts David willen und um der Stadt Jerusalem willen, die ich erw\u00e4hlt habe aus allen St\u00e4mmen Israels\u201c <\/strong>(31.32). Dass Jerobeam K\u00f6nig \u00fcber Israel werden sollte, war Gottes einseitige Gnade und eine gro\u00dfe Chance f\u00fcr ihn. Dabei gab Gott ihm eine gro\u00dfe Verhei\u00dfung und sagte ihm klar seinen Willen:<strong> \u201eWirst du nun gehorchen allem, was ich dir gebieten werde, und in meinen Wegen wandeln und tun, was mir gef\u00e4llt, und meine Rechte und Gebote halten, wie mein Knecht David getan hat, so will ich mit dir sein und dir ein best\u00e4ndiges Haus bauen, wie ich es David gebaut habe, und will dir Israel geben und will das Geschlecht Davids deswegen dem\u00fctigen, doch nicht f\u00fcr alle Zeit\u201c <\/strong>(38-39). Gottes Worte machen klar, dass Gott wollte, dass nach Salomos Versagen nun Jerobeam ein K\u00f6nig w\u00fcrde, der Gott in allem gehorcht und in allen Bereichen nach seinem Willen lebt und tut, was Gott gef\u00e4llt, wie David es getan hatte. Dreimal erw\u00e4hnt Gott in diesen zwei Versen David, der Gott so gut gefallen hat und der Ma\u00dfstab und Vorbild f\u00fcr ihn sein sollte. Gott verhie\u00df Jerobeam, ihn auch zu segnen und ihm ein best\u00e4ndiges Haus zu bauen, wie er es David gebaut hatte, und ihm die Herrschaft \u00fcber Israel zu geben. An dieser Stelle kommt klar zum Ausdruck, wie sehr Gott sich Menschen w\u00fcnscht, die ihm wie David in allem gehorchen, weil sie ihn von ganzem Herzen lieben. Solche Menschen will Gott gerne segnen und f\u00fcr sein Werk gebrauchen, wie er es hier dem jungen Jerobeam verhei\u00dfen hat.<\/p>\n<p>Vers 40 erw\u00e4hnt, dass Salomo danach trachtete, Jerobeam zu t\u00f6ten, offenbar konnte er in ihm einen Widersacher sehen. Aber er floh nach \u00c4gypten und blieb dort, bis Salomo starb. Die restlichen drei Verse des Kapitels sagen \u00fcber Salomo lediglich noch, dass er nach 40 Jahren Regierungszeit starb und dass sein Sohn Rehabeam an seiner Stelle K\u00f6nig wurde. Als Salomo noch Gott von ganzem Herzen geliebt hatte, wurden seine Gebete und Taten zum Teil seitenlang wiedergegeben. Nachdem er aber sein Herz von Gott abgewandt hat, bekommen wir den Eindruck, dass nur noch das N\u00f6tigste \u00fcber ihn gesagt werden soll. Ob und wie viel Gutes einmal \u00fcber uns gesagt werden wird, h\u00e4ngt auch davon ab, ob wir jetzt in unserem Leben Gott von ganzem Herzen gehorchen oder nicht. M\u00f6ge Gott uns helfen, ihm wie David in allem zu gehorchen, sodass man \u00fcber unser Leben sp\u00e4ter viel Gutes sagen kann!<\/p>\n<ol>\n<li>\n<ol>\n<li>\n<h2><strong>Die \t\tTeilung des Reiches (12,1-24) <\/strong><\/h2>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Obwohl der letzte Vers von Kap. 11 berichtet, dass Salomos Sohn Rehabeam an seiner Stelle K\u00f6nig geworden war, sagt der erste Vers von Kap. 12, dass alle St\u00e4mme in Sichem zusammen kamen, um ihn zum K\u00f6nig zu machen; denn sein K\u00f6nigtum musste von allen St\u00e4mmen Israels anerkannt und best\u00e4tigt werden. Auch Jerobeam kehrte aus seinem Exil in \u00c4gypten zur\u00fcck und kam zu dieser Versammlung nach Sichem. Dabei richteten er und die ganze Gemeinde der Israeliten an Rehabeam die Bitte, dass er die Last an Abgaben, die Salomo auf sie gelegt hatte, verringern sollte.<\/p>\n<p>Wie reagierte Rehabeam auf ihre Bitte? Die<strong> <\/strong>Verse 6-14 beschreiben ausf\u00fchrlich, wie er zuerst die \u00c4ltesten fragte, die schon seinem Vater als Ratgeber gedient hatten. Sie sagten ihm, dass das Volk ihm sein Leben lang untertan sein w\u00fcrde, wenn er ihnen entgegenkommen w\u00fcrde. Aber Rehabeam gefiel ihr Rat offenbar nicht. Deshalb fragte er auch seine gleichaltrigen Freunde nach ihrer Meinung. Ihr Vorschlag war, dass er sich von Anfang an als stark zeigen und gleich allen richtig klar machen sollte, wer ab jetzt das Sagen hat; und das gefiel ihm anscheinend viel besser. Als das Volk am dritten Tag wieder zu ihm kam, antwortete er ihnen nach dem Rat der J\u00fcngern: <strong>\u201eMein Vater hat euer Joch schwer gemacht, ich aber will\u2019s euch noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gez\u00fcchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen z\u00fcchtigen\u201c<\/strong> (14). Wahrscheinlich hat er sich echt stark gef\u00fchlt, als er das sagte. Aber als das Volk erkannte, dass er nicht auf sie h\u00f6ren w\u00fcrde, sagten sie: <strong>\u201eWas haben wir f\u00fcr Teil an David oder Erbe am Sohn Isais? Auf zu deinen H\u00fctten, Israel! Sorge nun du f\u00fcr dein Haus, David!\u201c<\/strong> (16) Sie gingen heim, sodass Rehabeam nur \u00fcber die Israeliten regieren konnte, die in Juda wohnten.<\/p>\n<p>Vers 19 sagt zusammenfassend: <strong>\u201eAlso fiel Israel ab vom Hause David bis auf diesen Tag.\u201c<\/strong> Israel, das Volk Gottes wurde geteilt, obwohl Gott nur einer ist. Was war der Grund f\u00fcr dieses tragische Ereignis? Der Text erw\u00e4hnt zweimal kritisch, dass Rehabeam sich nicht an den Rat der \u00c4ltesten kehrte (8.13). Mit seinem hochm\u00fctigen Verhalten war er verantwortlich daf\u00fcr, dass au\u00dfer dem Stamm Juda alle von ihm abfielen. Aber Vers 15 sagt uns an den tieferen Grund; dort steht: <strong>\u201e<\/strong><strong>So h\u00f6rte der K\u00f6nig nicht auf das Volk; denn so war es bestimmt von dem <\/strong><strong>Herrn<\/strong><strong>, damit er sein Wort wahr machte, das er durch Ahija von Silo geredet hatte zu Jerobeam, dem Sohn Nebats.\u201c <\/strong>Gott lie\u00df zu, dass Rehabeam so hochm\u00fctig reagierte, damit passierte, was Gott beschlossen und durch seinen Propheten vorausgesagt hatte. Menschen entscheiden und handeln nach ihrem Willen und tragen auch die Verantwortung f\u00fcr ihr Tun. Aber Gott gebraucht all das, um seinen Plan zu erf\u00fcllen. So lenkt Gott letztlich die Geschichte.<\/p>\n<p>Die Verse 20-24 berichten, dass die zehn St\u00e4mme Jerobeam zum K\u00f6nig \u00fcber ganz Israel machten. Nur Juda folgte Rehabeam. Dieser begriff immer noch nicht, dass die Teilung des Reiches von Gott bestimmt war. Er versammelte in Jerusalem ein Heer von 180.000 Soldaten, um sich die anderen zehn St\u00e4mme mit Gewalt untertan zu machen. Aber Gott sandte einen Mann Gottes zu ihm und dem Volk und verhinderte einen sinnlosen B\u00fcrgerkrieg.<\/p>\n<p>Lesen wir zum Schluss nochmals das Leitwort:<strong> \u201eDer Herr aber wurde zornig \u00fcber Salomo, dass er sein Herz von dem Herrn, dem Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm zweimal erschienen war und ihm geboten hatte, dass er nicht andern G\u00f6ttern nachwandelte. Er aber hatte nicht gehalten, was ihm der Herr geboten hatte.\u201d <\/strong>M\u00f6ge Gott uns helfen, ihm jeden Tag unser ganzes Herz zu geben und ihm in allem zu gehorchen! M\u00f6ge Gott jedem von uns dadurch helfen, ihm bis zum Ende unseres Lebens treu zu sein!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Der Beginn der Spaltung des Reiches \u201eDer Herr aber wurde zornig \u00fcber Salomo, dass er sein Herz von dem Herrn, dem Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm zweimal erschienen war und ihm geboten hatte, dass er nicht andern G\u00f6ttern nachwandelte. Er aber hatte nicht gehalten, was ihm der Herr geboten hatte.\u201d (1.K\u00f6n 11,9.10) In [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-1858","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1858","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1858"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1858\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11031,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1858\/revisions\/11031"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1858"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1858"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1858"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}