{"id":1846,"date":"2012-01-22T22:17:54","date_gmt":"2012-01-22T21:17:54","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1846"},"modified":"2022-11-18T12:24:22","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:22","slug":"predigt-1-konige-81-1029","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-konige-81-1029\/","title":{"rendered":"Predigt: 1.K\u00f6nige 8,1 &#8211; 10,29"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/P03-1K0801-1029.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: large;\"> Die Einweihung des Hauses Gottes<\/span><\/span><\/span><\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">\u201e<\/span><strong><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wende dich aber zum Gebet deines Knechts und zu seinem Flehen, Herr, mein Gott, damit du h\u00f6rest das Flehen und Gebet deines Knechts heute vor dir\u201d<\/span><\/span><\/strong><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><strong> <\/strong><\/span><\/span><\/em><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">(1.K\u00f6n 8,28).<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p>Was bisher geschah: Salomo wurde zum K\u00f6nig gesalbt, als sein Vater noch lebte, weil sein Bruder Adonija sich selbst zum K\u00f6nig ausgerufen hatte. Vor seinem Tod ermahnte David seinen Sohn Salomo, nach dem Willen des Herrn zu leben, damit Gottes Verhei\u00dfung, immer einen Mann auf dem Thron Davids zu haben, in Erf\u00fcllung ginge. Salomo betete zu Gott und bat um Weisheit. Gott freute sich und segnete ihn reichlich. Als Salomos K\u00f6nigreich reicher und herrlicher war als alle anderen K\u00f6nigreiche, fing er an dem Herrn ein Haus zu bauen. 7 Jahre hatte Salomo am Haus Gottes gebaut und weitere 13 Jahre an seinen K\u00f6nigsh\u00e4usern. Nach ganzen 2 Jahrzehnten des Bauens und der Vorbereitung fanden die m\u00fchevollen Arbeiten ein herbeigesehntes Ende. Das Haus Gottes war bereitet. Nun stand der wichtigste Schritt bevor. Gott sollte in sein Haus einziehen.<\/p>\n<p>Was w\u00fcrdest du machen, wenn du ein herrliches Haus f\u00fcr den Herrn gebaut hast. Wie w\u00fcrdest du zu Gott beten? Wie w\u00fcrdest du ihn einladen, in sein Haus einzuziehen? Und was w\u00fcrdest du danach tun, nachdem Gott eingezogen ist?<\/p>\n<p>Lasst uns schauen, was Salomo tat, wof\u00fcr er betete und mit welcher Haltung und wie Gott auf seine Gebete geantwortet hat. M\u00f6ge der heutige Text zum gro\u00dfen Segen f\u00fcr uns werden, zu lernen, welche Bedeutung der Tempel f\u00fcr uns hat und mit welcher Haltung wir mit dem Herrn der Herrlichkeit zusammenleben sollen.<\/p>\n<p><strong>I. Salomos Gebet (Kap 8 )<\/strong><\/p>\n<p>Das Haus Gottes, der Tempel des Herrn, war bereitet. Wen rief Salomo zusammen? Betrachten wir Verse 1-3. Salomo versammelte alle \u00c4ltesten, alle Stammesh\u00e4upter und Sippenoberen nach Jerusalem und es kamen noch viel mehr. \u201eAlle M\u00e4nner\u201c versammelten sich mit den Priestern, \u201eum die Lade des Bundes des Herrn heraufzubringen aus der Stadt Davids, das ist Zion\u201c. Salomo vermied einen Alleingang. Es war wirklich ein landesweites Ereignis, von h\u00f6chster nationaler Priorit\u00e4t, zu dem das Volk zusammen kam.<\/p>\n<p>Welche Bedeutung hat die Lade des Bundes des Herrn?<strong> \u201eSo brachten die Priester die Lade des Bundes des Herrn an ihren Platz in den Chorraum des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Fl\u00fcgel der Cherubim.\u201c<\/strong> (6) Die Lade war das heiligste Heiligtum, der wichtigste Gegenstand, das sich im Besitz des Volkes befand und f\u00fcr die Lade war das Allerheiligste im Tempel reserviert. Nichts anderes war vergleichbar mit der Bundeslade des Herrn, denn die Lade selbst beinhaltete das wertvollste Dokument mit der wichtigsten Botschaft f\u00fcr das Volk Gottes. <strong>\u201eUnd es war nichts in der Lade als nur die zwei steinernen Tafeln des Mose, die er hineingelegt hatte am Horeb, die Tafeln des Bundes, den der Herr mit Israel schloss, als sie aus \u00c4gyptenland gezogen waren.\u201c<\/strong> (9)<\/p>\n<p>Warum waren die Bundestafeln von essentieller Bedeutung f\u00fcr das Volk? Ohne die 10 Gebote, die auf den Bundestafeln geschrieben standen und den Inhalt des Bundes zwischen Gott und dem Volk darstellen, war Israel ein unbedeutendes Sklavenvolk unter zahlreichen V\u00f6lkern, die pr\u00e4chtiger und herrlicher waren. Ihr Leben hatte den erb\u00e4rmlichen Zweck, ihrem Gebieter, dem Pharao, Ziegelsteine zu brennen. Es gibt wahrlich edlere Bestimmungen, f\u00fcr die man sein Leben einsetzen kann. Aber Israel konnte sich selbst nicht befreien. Doch Gottes starker Arm holte zu einem unvergleichlichen Befreiungsschlag aus und Brach f\u00f6rmlich das halsstarrige Genick des Pharaos und \u00f6ffnete Israel den Weg zur Freiheit, auf unnachahmliche Weise, n\u00e4mlich direkt durch das rote Meer. Und dort in der W\u00fcste, auf dem Berg Sinai, machte Gott dem Volk, das Gott in der Bibel als seine Braut bezeichnet, den herrlichsten und sch\u00f6nsten Heiratsantrag, den man sich vorstellen kann.<strong> \u201e<\/strong><strong>Ihr habt gesehen, was ich mit den \u00c4gyptern getan habe und wie ich euch getragen habe auf Adlerfl\u00fcgeln und euch zu mir gebracht. Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen V\u00f6lkern; denn die ganze Erde ist mein. Und ihr sollt mir ein K\u00f6nigreich von Priestern und ein heiliges Volk sein.\u201c<\/strong> (2.Mose 19,4-6a) Es gab viele V\u00f6lker auf der Erde, doch Gott erw\u00e4hlte Israel als seine Braut. So etwas hatte die Welt noch nicht erlebt. Es war als w\u00fcrde der edelste Prinz, voller Reichtum und Herrlichkeit, einer Sklavin mit verstaubten Kleidern und bescheidenem Aussehen einen Antrag machen. Israel ging den Bund des Lebens mit Gott ein, der in Stein gemei\u00dfelt, in der Bundeslade aufbewahrt war. Aus dem Sklavenvolk wurde Gottes eigenes Volk. Aus dem Volk der Ziegelsteine wurde die k\u00f6nigliche Priesterschaft und das heilige Volk. Und nun trugen die Priester diese Lade in das Allerheiligste des Tempels, begleitet von Tieropfern <strong>\u201eso viel, dass man sie nicht z\u00e4hlen noch berechnen konnte.\u201c<\/strong> (5)<\/p>\n<p>Was geschah, als die Priester aus dem Heiligen gingen? Betrachten wir Verse 10 und 11: <strong>\u201eAls aber die Priester aus dem Heiligen gingen, erf\u00fcllte die Wolke das Haus des Herrn, sodass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke, denn die Herrlichkeit des Herrn erf\u00fcllte das Haus des Herrn.\u201c<\/strong> Gott akzeptierte sein Haus. Seine Herrlichkeit erf\u00fcllte den Tempel, so dass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten. (Stellt euch vor, die Herrlichkeit des Herrn w\u00fcrde diesen Raum erf\u00fcllen, so dass ich kein Wort mehr lesen kann). Wenn die Herrlichkeit Gottes einkehrt, herrscht Ausnahmesituation und nichts ist mehr wie in den Jahren und Jahrzehnten zuvor. Lasst uns vor der Herrlichkeit des Herrn innehalten und ihn anbeten.<\/p>\n<p>Was tat Salomo, nachdem die Herrlichkeit des Herrn das Haus erf\u00fcllt hatte? Betrachten wir Verse 12ff. Salomo staunte \u00fcber Gott und w\u00fcnschte sich, dass Gott ewiglich im Haus wohnen w\u00fcrde. <strong>\u201eUnd der K\u00f6nig wandte sein Angesicht und segnete die ganze Gemeinde Israel und die ganze Gemeinde Israel stand.\u201c<\/strong> (14) (Wir sitzen aber die ganze Gemeinde stand.)<\/p>\n<p>Wie segnete der K\u00f6nig sein Volk? Sein Segensgebet fing mit Lobpreis an. &gt;Herr du hast uns aus \u00c4gypten befreit und du hast Jerusalem als einzige Stadt f\u00fcr dein Haus erw\u00e4hlt und das ist ein Novum, das hat es noch nie gegeben. Du hast es getan, damit dein Name dort wohnen m\u00f6ge. Und Herr, du hast dein <strong>\u201eWort wahr gemacht\u201c<\/strong> (20), das du meinem Vater David gesagt hast.&lt; Daraufhin breitete Salomo seine H\u00e4nde aus gen Himmel (22) und ging auf seine Knie (54) und sprach am Altar des Herrn: <strong>\u201eHerr, Gott Israels, es ist kein Gott weder droben im Himmel noch unten auf Erden dir gleich, der du h\u00e4ltst den Bund und die Barmherzigkeit deinen Knechten, die vor dir wandeln von ganzem Herzen\u2026Mit deinem Mund hast du es geredet und mit deiner Hand hast du es erf\u00fcllt, wie es offenbar ist an diesem Tage.\u201c<\/strong> (23.24) Salomo pries Gott, weil Gott wahrhaftig ist. Menschen reden viel und oft ist viel Unsinn dabei. Doch auf Gottes Wort ist Verlass. Seine Hand tut, was sein Mund sagt. Gott ist wahrhaftig und treu.<\/p>\n<p>Welche Verhei\u00dfung musste sich noch erf\u00fcllen? Verse 25 und 26. Gott hatte David zugesagt, immer einen seiner S\u00f6hne auf dem Thron Israels zu setzen. Allerdings hatte diese Verhei\u00dfung eine wichtige Bedingung und Gott hatte David diese Bedingung genannt: <strong>\u201ewenn nur deine S\u00f6hne auf ihren Weg Acht haben, dass sie vor mir wandeln, wie du vor mir gewandelt bist.\u201c<\/strong> Gott m\u00f6chte, dass wir vor ihm wandeln. Dann werden sich alle herrlichen Verhei\u00dfungen Gottes erf\u00fcllen. Auch wir haben die gro\u00dfartigsten Verhei\u00dfungen unter allen Menschen empfangen, n\u00e4mlich Gottes Kinder zu hei\u00dfen und Erben des Allm\u00e4chtigen zu sein. Doch Gottes Verhei\u00dfung h\u00e4ngt davon ab, ob wir vor Gott wandeln oder nicht. Lasst uns in diesem Sinne genauso ernsthaft einstimmen in Salomos Gebet im Vers 28, das lautet: <strong>\u201eWende dich aber zum Gebet deines Knechts und zu seinem Flehen, Herr, mein Gott, damit du h\u00f6rst das Flehen und Gebet deines Knechts heute vor dir.\u201c<\/strong> Bereiten wir uns heute im Gebet vor. Lasst uns Gott anflehen, damit Gottes Herz ber\u00fchrt wird und seine Gnade mit uns ist. Wie sch\u00f6n ist es, ein Leben lang vor Gott zu wandeln und die Erf\u00fcllung aller Verhei\u00dfungen zu erfahren, die Gott gegeben hat. Gott erh\u00f6re unser Gebet.<\/p>\n<p>Welche speziellen Gebetsanliegen hatte Salomo bezogen auf den Tempel, nachdem Gott eingezogen war? Betrachten wir Vesrse 29ff. Tag und Nacht sollte Gott seine Augen \u00fcber sein Haus offen halten und das Gebet erh\u00f6ren. W\u00fcrde der K\u00f6nig oder das Volk beten, so sollte Gott, der im Himmel wohnt und sein Name im Tempel, gn\u00e4dig sein.<\/p>\n<p>Und in weiser Voraussicht sah Salomo viele Probleme und Konfliktsituationen aufkommen, die eine Belastung f\u00fcr die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk darstellen w\u00fcrden. Wie denn auch, welch ungleiches Paar, der heilige Gott und das s\u00fcndige Volk. Es war keine 1:1 Beziehung, sondern eine 1:2 Mio. Beziehung. Ein einziger Mensch s\u00fcndigt unz\u00e4hlige Male. Wie oft und wie sehr s\u00fcndigt ein ganzes Volk! Das Volk w\u00fcrde sich durch seine S\u00fcnde immer wieder in Schlamassel hineinreiten. Sie w\u00fcrden verflucht werden, sie w\u00fcrden von ihren Feinden besiegt und weggeschleppt werden, sie w\u00fcrden auf Regen warten m\u00fcssen und unter Trockenheit leiden, sie w\u00fcrden unter Hungersn\u00f6te, Pest, D\u00fcrre, Getreidebrand, Heuschrecken oder Raupen leiden, Kriege w\u00fcrden ausbrechen und Gefangenschaft w\u00fcrde sie erwarten. Wir sehen, wie genau Salomo \u00fcber die ganzen Eventualit\u00e4ten Bescheid wusste. In seiner Sorge f\u00fcr das Volk \u00fcbersah er selbst Heuschrecken- und Raupenplagen nicht.<\/p>\n<p>Welchen Eindruck bekommen wir von ihm? Er ist wie ein Vater, der sich um seine Kinder sorgt. &gt;Herr, sei meinen geliebten Kindern gn\u00e4dig. Sie sind nicht vollkommen, im Gegensatz, sie sind s\u00fcndig. Doch Gott, erbarme dich unser. Habe Gnade mit uns. Erh\u00f6r unser Gebet, wenn wir uns zum Tempel wenden und zu dir beten.&lt; Und wir sehen, dass Salomos Gebet keine Grenzen kannte, denn er betete nicht nur f\u00fcr sein Volk. Er schaute \u00fcber den Tellerrand Israels hinaus. <strong>\u201eAuch wenn ein Fremder, der nicht von deinem Volk Israel ist, aus fernem Lande kommt um deines Namens willen \u2013 denn sie werden h\u00f6ren von deinem gro\u00dfen Namen und von deiner m\u00e4chtigen Hand und von deinem ausgereckten Arm -, wenn er kommt, um zu diesem Hause hin zu beten, so wollest du h\u00f6ren im Himmel, an dem Ort, wo du wohnst, und alles tun, worum der Fremde dich anruft, auf dass alle V\u00f6lker auf Erden deinen Namen erkennen, damit auch sie dich f\u00fcrchten wie dein Volk Israel und dass sie innewerden, dass dein Name \u00fcber diesem Hause genannt ist, das ich gebaut habe.<\/strong>\u201c (41-43) Jedermann, der zum Tempel betete, erfuhr Gebetserh\u00f6rung, jedermann erfuhr S\u00fcndenvergebung, jeder wurde gesegnet, selbst die Heiden. Wir sehen, wie bedeutend der Tempel f\u00fcr Israel und f\u00fcr alle V\u00f6lker war. Gerade durch den Tempel konnte Israel ein K\u00f6nigreich von Priestern und das heilige Volk sein. Der Tempel war der zentrale Dreh- und Angelpunkt ihrer geistlichen Identit\u00e4t, weil Gottes Name darin wohnte. Der Tempel des Herrn war somit das geistliche Zentrum der ganzen Welt.<\/p>\n<p>Was tat Salomo, nachdem er mit ausgestreckten H\u00e4nden und auf Knien gebetet hatte? Betrachten wir Verse 54ff. Erneut segnete er die ganze Gemeinde mit lauter Stimme und lobte Gott, denn <strong>\u201eEs ist nicht eins dahingefallen von allen seinen guten Worten, die er geredet hat durch seinen Knecht Mose.\u201c<\/strong> Und bis zum Ende des Kapitels lesen wir seine wichtigen Gebetsanliegen: <strong>\u201eDer Herr, unser Gott, sei mit uns\u2026Er verlasse uns nicht und ziehe die Hand nicht ab von uns\u201c<\/strong> (57) Und<strong> \u201eEr neige unser Herz zu ihm, dass wir wandeln in allen seinen Wegen und halten seine Gebote, Satzungen und Rechte, die er unsern V\u00e4tern geboten hat.\u201c<\/strong> (58) Mit anderen Worten, Gott sollte beim Volk sein und das Volk bei Gott. Ist das in der Tat nicht das wichtigste \u00fcberhaupt? Wenn Gott uns verl\u00e4sst, sind wir verloren. Wenn wir Gott verlassen, sind wir verloren. Gott mit uns und wir mit Gott, dann ist nichts unm\u00f6glich, dann fehlt uns nichts, dann haben wir umfassenden Segen, dann sind wir heil und erf\u00fcllt, die gl\u00fccklichsten Wesen \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p>Was h\u00e4lt diesen Bund zwischen Gott und uns am Leben? Was garantiert unsere untrennbare Beziehung zu Gott? Lesen wir Vers 61:<strong> \u201eUnd euer Herz sei ungeteilt bei dem Herrn, unserm Gott, dass ihr wandelt in seinen Satzungen und haltet seine Gebote, wie es heute geschieht.\u201c<\/strong> Wir k\u00f6nnen Gott dankbar sein, dass wir das Geheimnis des Bundes und der Bundespartnerschaft erfahren. Wir m\u00fcssen nicht gr\u00fcbeln, es gibt keine Unsicherheit. Es steht geschrieben, schwarz auf wei\u00df. Mit ungeteilten Herzen sollen wir das Wort Gottes halten. Diese Einstellung entscheidet \u00fcber unser Gl\u00fcck oder Ungl\u00fcck, \u00fcber unsere Beziehung oder Trennung zu Gott. Weil wir das wissen, k\u00f6nnen wir unser Leben darauf spezialisieren. M\u00f6ge diese einfache aber klare Wahrheit unsere Haltung erneuern, mit der wir das Wort Gottes studieren. M\u00f6ge sie uns ermutigen, eine Entscheidung f\u00fcr Gott zu treffen, und zwar mit ungeteiltem Herzen. Unser Bibelstudium geschieht nicht aus Jux und Tollerei, es geschieht nicht ohne Sinn und Bedeutung. Es geschieht, weil wir Gottes auserw\u00e4hlte Bundespartner sind, auserw\u00e4hlt und geliebt unter Unz\u00e4hligen. Berufen und auserw\u00e4hlt, Kinder und Erben des Allm\u00e4chtigen zu sein, der von Ewigkeit zu Ewigkeit herrscht und voller Herrlichkeit ist. Gott erneuere unsere Einstellung und Haltung zu seinem Wort, damit wir tats\u00e4chlich mit ungeteiltem Herzen aus einem jeden Wort leben, das aus dem Munde Gottes kommt.<\/p>\n<p>Was taten K\u00f6nig und Volk abschlie\u00dfend? Betrachten wir Verse 62-66. Erneut brachte Salomo Opfer dar, mehr als hunderttausend, eine gewaltige Anzahl. So wurde das Haus des Herrn eingeweiht und ein gro\u00dfes Fest wurde gefeiert, eine gro\u00dfe Versammlung vor dem Herrn, vierzehn Tage lang.<strong> \u201eUnd er entlie\u00df das Volk am achten Tage. Und sie segneten den K\u00f6nig und gingen heim fr\u00f6hlich und guten Mutes \u00fcber all das Gute, das der Herr an David, seinem Knecht und an seinem Volk Israel getan hatte.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Der Tempel war ein Segen f\u00fcr die ganze Welt. Der Name Gottes wohnte im Tempel und das Haus Gottes war das Zentrum der Nation und das Volk hatte wirklich Grund zur gro\u00dfen Freude. Doch der Tempel war nicht f\u00fcr die Ewigkeit gebaut. Ohnehin wurde er zerst\u00f6rt und existiert heute nicht mehr. Welchen Tempel haben wir, wo wohnt Gottes Name jetzt und wann erh\u00f6rt Gott unser Gebet? Im Johannes-Ev. sprach Jesus<strong>: \u201e<\/strong><strong>Brecht diesen Tempel ab, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten&#8230;. Er aber redete von dem Tempel seines Leibes.\u201c<\/strong> (Joh. 2,19.21) Unser Tempel ist Jesus Christus, in ihm finden wir Gott, den Herrn, und in seinem Namen beten wir, denn Jesus spricht: <strong>\u201eUnd was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn.\u201c<\/strong> (Joh 14,13) Jesus ist unser wahrer Tempel, der Vater ist im Sohn und wir beten in seinem Namen. Liebe Geschwister, auch wir haben Grund zur ausgelassenen Freude, denn unser Tempel ist unzerst\u00f6rbar und ewig. Die m\u00e4chtigen der Welt haben versucht ihn zu zerst\u00f6ren, doch sie vermochten ihm kein Bein zu brechen und mit der gewaltigen Auferstehungskraft Gottes wurde er nach drei Tagen wieder aufgerichtet und sitzt nun zur Rechten der Kraft Gottes. Danken wir Gott, dass Jesus Christus unser ewiger Tempel ist. Er ist unsere unersch\u00f6pfliche Segensquelle und er ist ein Segen f\u00fcr die finstere und verlorene Welt.<\/p>\n<p><strong>II. Gottes Warnung (Kap 9.10)<\/strong><\/p>\n<p>Salomo baute jahrelang und er redete viele Worte und formulierte viele sch\u00f6ne Gebetsanliegen. Wie reagierte Gott auf alles was er tat? Betrachten wir Kapitel 9.<\/p>\n<p>Gott erschien Salomo zum zweiten Mal, wie er ihm in Gibeon erschienen war. <strong>\u201eUnd der Herr sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet und Flehen geh\u00f6rt, das du vor mich gebracht hast und habe dies Haus geheiligt, das du gebaut hast, dass ich meinen Namen dort wohnen lasse ewiglich und meine Augen und mein Herz sollen da sein allezeit.\u201c<\/strong> (2) Gott hatte Salomos Bitten und Flehen erh\u00f6rt. Er wollte allezeit im Tempel bleiben. Allerdings unter einer klaren Bedingung. Betrachten wir Verse 4 und 5. Gott w\u00fcrde Salomos K\u00f6nigtum \u00fcber Israel nur dann best\u00e4tigen, wenn er wie sein Vater David mit rechtschaffenem Herzen und aufrichtig vor Gott wandeln und alles tun w\u00fcrde, was Gott ihm geboten hatte. (Bist du bereit alles zu tun, was Gott geboten hat?)<\/p>\n<p>Was w\u00fcrde ansonsten geschehen? Betrachten wir Verse 6-9. <strong>\u201eWerdet ihr euch aber von mir abwenden, ihr und eure Kinder und nicht halten meine Gebote und Rechte, die ich euch vorgelegt habe und hingehen und andern G\u00f6ttern dienen und sie anbeten, so werde ich Israel ausrotten aus dem Lande, das ich ihnen gegeben habe und das Haus, das ich meinem Namen geheiligt habe, will ich verwerfen von meinem Angesicht; und Israel wird ein Spott und Hohn sein unter allen V\u00f6lkern. Und dies Haus wird eingerissen werden, sodass alle, die vor\u00fcbergehen, sich entsetzen werden und h\u00f6hnen und sagen: Warum hat der Herr diesem Lande und diesem Hause das angetan? Dann wird man antworten: Weil sie den Herrn, ihren Gott, verlassen haben, der ihre V\u00e4ter aus \u00c4gyptenland f\u00fchrte und andere G\u00f6tter angenommen und sie angebetet und ihnen gedient haben \u2013 darum hat der Herr all dies Unheil \u00fcber sie gebracht.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Im ersten Teil haben wir \u00fcber Salomos gro\u00dfe Weisheit und Weitblick gestaunt. Aber im zweiten Teil k\u00f6nnen wir nur \u00fcber Gottes Weisheit und Weitblick staunen. Vor allem, weil wir wissen, dass alles genau so eingetroffen ist, wie von Gott angemahnt. Wir wissen, dass Salomo aufh\u00f6rte, wie sein Vater David, nach dem Willen Gottes zu leben und wie er in seiner Liebe zu seinen ausl\u00e4ndischen Frauen, ihre G\u00f6tzen anbetete. Wir wissen auch, dass Davids K\u00f6nigtum nach einigen Generationen aufh\u00f6rte. Wir wissen auch, dass der Tempel mehrmals zerst\u00f6rt wurde und heute nicht mehr existiert. Au\u00dferdem wurde das Volk wirklich in die Gefangenschaft nach Babylon gef\u00fchrt. Als Gott seine Warnung aussprach, meinte er es todernst. Gott ist voller Weisheit und Weitblick, er kennt alle unsere Schw\u00e4chen.<\/p>\n<p>Wie ist es dann \u00fcberhaupt m\u00f6glich treu zu sein? Es gibt nur einen Weg. Heute, m\u00fcssen wir uns f\u00fcr das Wort Gottes entscheiden. Und das gilt f\u00fcr jeden Tag. Jeden Tag m\u00fcssen wir die klare Entscheidung treffen: \u201eHeute will ich nach dem Wort des Herrn leben\u201c. Deshalb haben wir uns auch ein Jahresleitwort ausgesucht. Gott helfe uns, t\u00e4glich nach seinem Wort zu leben und t\u00e4glich vor ihm zu wandeln, im Gebet, in Anbetung und in der Nachfolge.<\/p>\n<p>Und wenn Gott, der im Himmel wohnt und alles sieht und sein Name mitten unter uns ist, weil wir Jesus im Herzen angenommen haben, in unser Herz schaut und sieht: \u201eAh, unter so vielen Menschen gibt es in der Heidelberger Gemeinde junge Leute, die Acht geben auf mein Wort, die mich nicht f\u00fcr ein M\u00e4rchen halten und mein Wort nicht f\u00fcr verstaubte Geschichte, sondern glauben, dass ich bin und dass alles wahr ist was ich sage und es sich zu Herzen nehmen\u201c, wenn Gott das sieht, dann wird er mit gro\u00dfer Bereitschaft sein Herz \u00f6ffnen und die Tore des Himmels und wird seine Barmherzigkeit und seinen Segen \u00fcber uns herabregnen lassen. Glaubst du das? Gott segne unser Glaubensleben reichlich.<\/p>\n<p>Im restlichen Textabschnitt erfahren wir einiges \u00fcber Salomos Regierungsma\u00dfnahmen. Er war wirklich von Gott gesegnet. Er hatte Reichtum wie kein K\u00f6nig vor oder nach ihm und sowohl Hiram, der K\u00f6nig von Tyrus, als auch der \u00e4gyptische Pharao waren ihm wohlgesinnt. Und alle \u00fcbriggebliebenen kanaanitischen V\u00f6lker dienten ihm als Fronleute.<\/p>\n<p>Im Kapitel 10 lesen wir, wie ihn die bekannte K\u00f6nigin von Saba zu Besuch kam. Sie brachte viele Kostbarkeiten mit und bekam auch viele Sch\u00e4tze von Salomo. Warum war sie gekommen? Sie war eine neugierige Frau; und sie wollte es genau wissen. <strong>\u201eUnd als sie zum K\u00f6nig Salomo kam, redete sie mit ihm alles, was sie sich vorgenommen hatte. Und Salomo gab ihr Antwort auf alles und es war dem K\u00f6nig nichts verborgen, was er ihr nicht h\u00e4tte sagen k\u00f6nnen. Als aber die K\u00f6nigin von Saba alle Weisheit Salomos sah und das Haus, das er gebaut hatte, und die Speisen f\u00fcr seinen Tisch und die Rangordnung seiner Gro\u00dfen und das Aufwarten seiner Diener und ihre Kleider und seine Mundschenken und seine Brandopfer, die er in dem Hause des HERRN opferte, geriet sie vor Staunen au\u00dfer sich und sprach zum K\u00f6nig: Es ist wahr, was ich in meinem Lande von deinen Taten und von deiner Weisheit geh\u00f6rt habe.<\/strong><strong> <\/strong><strong>Und ich hab&#8217;s nicht glauben wollen, bis ich gekommen bin und es mit eigenen Augen gesehen habe. Und siehe, nicht die H\u00e4lfte hat man mir gesagt. Du hast mehr Weisheit und G\u00fcter, als die Kunde sagte, die ich vernommen habe. Gl\u00fccklich sind deine M\u00e4nner und deine Gro\u00dfen, die allezeit vor dir stehen und deine Weisheit h\u00f6ren. Gelobt sei der HERR, dein Gott, der an dir Wohlgefallen hat, sodass er dich auf den Thron Israels gesetzt hat! Weil der HERR Israel lieb hat ewiglich, hat er dich zum K\u00f6nig gesetzt, dass du Recht und Gerechtigkeit \u00fcbst.\u201c <\/strong>Was zeigt uns dieser Abschnitt? Es gibt nicht viele Menschen, wie die K\u00f6nigin von Saba. Es gab so viele Herrscher, W\u00fcrdentr\u00e4ger aber auch einfache Leute aber nur sie kam, denn sie hatte Sehnsucht zu erfahren, ob Gottes Weisheit wirklich mit Salomo war. Sie kam, sah und staunte. Sie war auf der Suche und sie fand. Und ihre Suche m\u00fcndete im Lob Gottes. <strong>\u201eGelobt sei der Herr, dein Gott\u201c<\/strong> sprach sie.<\/p>\n<p>Salomo war voller Weisheit, weil er, zu diesem Zeitpunkt jedenfalls, ein Mann Gottes war. Er betete nicht nur f\u00fcr die Heiden, er war auch ein Segen f\u00fcr diese heidnische K\u00f6nigin. Er wurde zum Segen f\u00fcr sie, die einen nicht unwichtigen Platz in der Geschichte Gottes innehat. So auch wir. Lasst uns M\u00e4nner und Frauen Gottes sein, sein Wort lieb haben und allezeit vor Gott wandeln. Dann wird auch die heidnische und ungl\u00e4ubige Welt von uns Notiz nehmen. Es werden vielleicht nicht viele kommen aber Gott wird seine Auserw\u00e4hlten zu uns senden und uns gebrauchen, ihnen mit Weisheit das Wort Gottes zu lehren und ein wahrer Segen f\u00fcr sie zu sein, bis sie einen ewigen Platz im Heilswerk Gottes einnehmen.<\/p>\n<p>Ich selbst lerne, wie unabdingbar es ist, jeden Tag vor meinem Herrn zu wandeln und jeden Tag sein Wort zu halten. An nur einem Tag kann ich stolpern und fallen. Ein Tag kann \u00fcber Heil und Unheil entscheiden. Deshalb will ich jeden Morgen und jeden Tag zum Herrn beten und flehen, damit er in mir bleibt und ich in ihm. Gott erf\u00fclle unser Glaubensleben mit Bedeutung und Segen, f\u00fcr uns und durch uns f\u00fcr viele.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Die Einweihung des Hauses Gottes \u201eWende dich aber zum Gebet deines Knechts und zu seinem Flehen, Herr, mein Gott, damit du h\u00f6rest das Flehen und Gebet deines Knechts heute vor dir\u201d (1.K\u00f6n 8,28). Was bisher geschah: Salomo wurde zum K\u00f6nig gesalbt, als sein Vater noch lebte, weil sein Bruder Adonija sich selbst zum K\u00f6nig [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-1846","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1846","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1846"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1846\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11033,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1846\/revisions\/11033"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1846"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1846"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1846"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}