{"id":1818,"date":"2011-11-27T23:04:47","date_gmt":"2011-11-27T22:04:47","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1818"},"modified":"2022-11-18T12:24:25","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:25","slug":"predigt-1-konige-11-246","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-konige-11-246\/","title":{"rendered":"Predigt: 1.K\u00f6nige 1,1 &#8211; 2,46"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/P01-1K0101-0246.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Salomos K\u00f6nigtum wurde gefestigt<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eIch gehe hin den Weg aller Welt. So sei getrost und sei ein Mann und diene dem Herrn, deinem Gott, dass du wandelst in seinen Wegen und h\u00e4ltst seine Satzungen, Gebote, Rechte und Ordnungen, wie geschrieben steht im Gesetz des Mose, damit dir alles gelinge, was du tust und wohin du dich wendest.\u201d<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(1.K\u00f6n 2,2.3)<\/p>\n<p>Wir fahren mit unserem Bibelstudium im AT fort. In den ersten beiden Samuelb\u00fcchern haben wir den Werdegang K\u00f6nig Davids in aller Ausf\u00fchrlichkeit verfolgt. Wie Gott in sein Herz schaute, als er noch ein Jugendlicher war und ihn zum Thronfolger bestimmte. Wie er als Held gefeiert wurde, weil er als Einziger den Glauben aufbrachte und Goliath erschlug. Wie Samuel ihn \u00fcber Juda zum K\u00f6nig salbte. Wie er nach 7 Jahren K\u00f6nig \u00fcber ganz Israel wurde. Wir sahen seine H\u00f6hen und seine Tiefen. Seine glorreichen Siege sowie seine finstere S\u00fcnden. Doch insgesamt bekannte sich Gott zu David, so wie David sich zu Gott bekannte. Alles in allem nannte Gott David einen Mann ganz nach seinem Herzen.<\/p>\n<p>Wie gingen Davids Amtszeit als K\u00f6nig und sein Leben zu Ende? Wer wurde Nachfolger an seiner statt? Wie segnete er den neuen K\u00f6nig? Und am wichtigsten: Welcher Lebenswandel gef\u00e4llt Gott und welcher nicht? Wer wird von Gott gesegnet und wer nicht? Gott helfe uns, dieses Geheimnis herauszufinden, Gott zu gefallen und von ihm gesegnet zu werden. Gott segne uns durch sein heutiges Wort.<\/p>\n<p><strong>I. Salomo wird zum K\u00f6nig gesalbt (Kap. 1)<\/strong><\/p>\n<p>Welches Problem hatte K\u00f6nig David? Betrachten wir den Text. David war inzwischen sehr alt. Mit 30 war er K\u00f6nig geworden und regiert hatte er 40 Jahre. Er war also etwa 70. Viele sind mit 70 noch ziemlich fitt, doch David hatte sein Leben lang gek\u00e4mpft, gek\u00e4mpft, gek\u00e4mpft. Nun war er ein alter, ausgelaugter Mann, mit niedriger K\u00f6rpertemperatur. (Bild 1) Seine Gro\u00dfen suchten nach einer, f\u00fcr die damalige Zeit, typischen L\u00f6sung. Sie suchten im ganzen Land und fanden schlie\u00dflich Abischag von Schunem. (Bilder 2-4) Sie war kein sch\u00f6nes M\u00e4dchen, sie war ein \u201esehr sch\u00f6nes M\u00e4dchen.\u201c<\/p>\n<p>Was dachte sich Davids \u00c4ltester, unter den noch lebenden S\u00f6hnen? Betrachten wir Vers 5: \u201eAdonija aber, der Sohn der Haggit, emp\u00f6rte sich und sprach: Ich will K\u00f6nig werden!\u201c (Bild 5)<\/p>\n<p>Die Macht lockt. Sein Vater war zu alt zum Regieren. Der legitime Nachfolger, Salomo, war noch ein Jugendlicher. Adonija selbst war der \u00e4lteste Sohn. Die Bedingungen schienen ideal. Zudem war er ein Sch\u00f6nling und sein Vater hatte ihm nie etwas verwehrt. \u201eIch will K\u00f6nig werden!\u201c schrie Adonija ungest\u00fcm und \u00fcberst\u00fcrzt. Denn vor nicht allzu langer Zeit hatte sich sein Bruder Absalom in den Kopf gesetzt, anstelle seines Vaters K\u00f6nig zu werden. Mit diesem unseligen Entschluss st\u00fcrzte er das Land in eine tiefe Krise.<\/p>\n<p>Und nun Adonija. In ihm quoll seine Begierde. Er begehrte Krone, Thron und K\u00f6nigreich, also alles was seinem Vater geh\u00f6rte. Und wenn wir die folgenden Verse betrachten, ging Adonija sehr geschickt aber auch hinterh\u00e4ltig an die Planung seines Komplotts. Er r\u00fcstete sich milit\u00e4risch auf und beriet sich mit wichtigen Funktion\u00e4ren seiner v\u00e4terlichen Regierung, mit Joab, dem Sohn Zerujas, dem obersten Heerf\u00fchrer und mit Abjatar, dem Priester, f\u00fcr religi\u00f6sen Beistand. Diese M\u00e4nner wussten alle, dass Salomo von Gott zum K\u00f6nig bestimmt worden war. Doch sie alle handelten nach der gegebenen Situation und widersetzten sich dem Willen Gottes und begingen Hochverrat. (Bilder 6-7)<\/p>\n<p>Wer schloss sich dieser widerspenstigen Rebellion nicht an? Vers 8: \u201eAber Zadok, der Priester und Benaja, der Sohn Jojadas und Nathan, der Prophet und Schimi und Rei und die Helden Davids waren nicht mit Adonija.\u201c Diese M\u00e4nner schlossen sich nicht der breiten Masse an. Sie schwammen nicht mit dem Strom der Zeit. Sie blieben standhaft.<\/p>\n<p>W\u00e4hrenddessen bastelte Adonija flei\u00dfig an seinem Putsch. Er sorgte f\u00fcr ausreichend Opfervieh und lud alle seine Br\u00fcder, die K\u00f6nigss\u00f6hne und alle M\u00e4nner Judas, die dem K\u00f6nig dienten, zu sich ein. Und er wusste ganz genau wen er f\u00fcr seine dunklen Machenschaften gewinnen konnte und wen er lieber nicht einlud. Betrachten wir Vers 10: \u201eAber den Propheten Nathan und Benaja und die Helden und seinen Bruder Salomo lud er nicht ein.\u201c Wer B\u00f6ses im Schilde f\u00fchrt, sucht die Gemeinschaft Gleichgesinnter und meidet den Rat der Bibeltreuen.<\/p>\n<p>Das Schicksal des Landes schien besiegelt, Spaltung und B\u00fcrgerkrieg schienen unabwendbar Der Wille Gottes, Salomo zum K\u00f6nig zu machen, schien unterzugehen. Wo war Gott? Warum geschah sein Wille nicht? Die Lage war wirklich ung\u00fcnstig. Doch siehe da, wer glaubte felsenfest an die Verhei\u00dfung Gottes und wer stand auf und wer unternahm etwas gegen die bedenkliche Situation? Betrachten wir Vers 11. Es war ein alter Mann, der Prophet Nathan, der mit seinem Glauben etwas in Gang setzte. Er war es, der aufstand und Salomos Mutter aufsuchte, um sie zum K\u00f6nig zu senden. Er wollte sie dabei unterst\u00fctzen, den K\u00f6nig \u00fcber die aktuellen politischen Ereignisse aufzukl\u00e4ren. Batseba nahm seinen Vorschlag an. Nacheinander brachten sie ihr Anliegen vor dem K\u00f6nig: \u201eUnd siehe, sie essen und trinken vor ihm und rufen: Es lebe der K\u00f6nig Adonija!\u201c (25) (Bild 8-9)<\/p>\n<p>Nachdem K\u00f6nig David sich alles in Ruhe angeh\u00f6rt hatte, verstand er die Brisanz der aktuellen Ereignisse und gab unverz\u00fcglich die Anweisung: \u201eSo wahr der HERR lebt, der mich erl\u00f6st hat aus aller Not: Ich will heute tun, wie ich dir geschworen habe bei dem HERRN, dem Gott Israels, als ich sagte: Salomo, dein Sohn, soll nach mir K\u00f6nig sein, und er soll f\u00fcr mich auf meinem Thron sitzen.\u201c (29.30)<\/p>\n<p>Ohne zu z\u00f6gern berief David ein neues Kabinett. \u201eUnd der K\u00f6nig David sprach: Ruft mir den Priester Zadok und den Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas!\u201c (32) Die Treuen werden bef\u00f6rdert, die Untreuen versto\u00dfen. Wer ist unser K\u00f6nig? Wem m\u00fcssen wir treu sein? \u201eIch bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich k\u00f6nnt ihr nichts tun. Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer und sie m\u00fcssen brennen.\u201c (Joh. 15,5.6) Beten wir, damit wir treu in Christus bleiben. Wenn auch unsere ganze Umgebung vom Strom der Zeit mitgerissen wird, wenn unsere Freunde und Kollegen sich selbst zu verwirklichen suchen, wenn die Kultur und die Gesellschaft in der wir leben immer gottloser wird, so wird sich das Wort unseres Herrn letztendlich bewahrheiten. Wer in ihm bleibt, bringt viel Frucht. Wer nicht in ihm bleibt wird weggeworfen. M\u00f6ge Jesu Wort der Wahrheit und des Lebens ein verzehrendes Feuer in unseren Herzen entfachen, das alles Sch\u00e4dliche und Sch\u00e4ndliche verzehrt und wir gel\u00e4utert und gereinigt werden. M\u00f6gen die Begierde und jeglicher eitler Eifer in uns vernichtet werden, damit wir mit ganzem Herzen bei unserem Herrn bleiben und Frucht bringen. Wir sind keine Thronfolger, doch auch auf uns wartete eine Krone, die viel besser und wertvoller ist. \u201eSei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.\u201c (Off. 2,10) lauten die Worte unseres Herrn in der Offenbarung.<\/p>\n<p>Was sollten die Neuberufenen tun? Betrachten wir Verse 33ff. Sie sollten hingehen und Salomo in Gihon zum K\u00f6nig salben, die Posaunen blasen und rufen: \u201eEs lebe der K\u00f6nig Salomo!\u201c Gerne war David bereit seinen Thron, f\u00fcr seinen Sohn, dem neuen K\u00f6nig, zu r\u00e4umen. Das ist bemerkenswert, weil sich zahllose Machthaber, in unserer Zeit wie zu allen Zeiten, bis ans Ende auf Gedeih und Verderb an die Macht halten wollen.<\/p>\n<p>Und so geschah es. Benaja antwortete mit \u201eSo sei es!\u201c und der Priester Zadok salbte Salomo zum K\u00f6nig. \u201eUnd sie bliesen die Posaunen und alles Volk rief: Es lebe der K\u00f6nig Salomo! Und alles Volk zog wieder herauf hinter ihm her, und das Volk blies mit Fl\u00f6ten und war sehr fr\u00f6hlich, sodass die Erde von ihrem Geschrei erbebte.\u201c (39) (Bilder 10-12)<\/p>\n<p>Wir sehen, welche Bewegung sich in Gang setzte, als ein alter Mann, der Prophet Nathan, aufstand und entschied, etwas im Namen des Herrn zu unternehmen. Das Schicksal schien besiegelt. Der Nation drohte der Untergang. Doch Gottes Wille geschah, als ein Mensch im Glauben aktiv wurde. Eine gro\u00dfe Dynamik entstand und siehe, Gottes Wille erf\u00fcllte sich! Ist das nicht erstaunlich? Adonijas Rebellion diente sogar dazu, den Ratschluss Gottes zu beschleunigen.<\/p>\n<p>Auch unsere Situation scheint nicht sehr vorteilhaft. Oft scheint es, als ob Gott nicht unter uns wirkt. Was m\u00fcssen wir lernen? Nathan ist uns in dieser Hinsicht Vorbild. Lasst uns glauben, dass Gottes Wort wahr ist und in Erf\u00fcllung geht. Hab Glauben an Gott, sein Wort ist wahr. Lass dich als die eine Person gebrauchen, die durch den Glauben alles in Bewegung setzten kann. Dann werden auch wir alle jubeln, musizierten, und fr\u00f6hlich sein und die Erde zum Erbeben bringen, mit unserem Jubelgeschrei. (Man kann sich nicht nur in der Disko oder auf weltlichen Partys am\u00fcsieren. Ein geistliches Fest ist viel sch\u00f6ner, fr\u00f6hlicher und gewaltiger. M\u00fcssen wir alle noch \u00fcben.)<\/p>\n<p>Wie kam dieser Jubel bei Adonija und sein zusammengebasteltes K\u00f6nigreich an? (Bilder 13-14) Der Sohn des Priesters kl\u00e4rte die Meute auf. \u201eUnd der K\u00f6nig hat sich verneigt auf seinem Lager und hat so gesagt: Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, der heute einen meiner S\u00f6hne auf meinen Thron gesetzt hat, dass es meine Augen gesehen haben.\u201c (48) Weiter lesen wir: \u201eDa erschraken alle, die bei Adonija geladen waren, und machten sich auf und gingen hin, jeder seinen Weg.\u201c (49) So schnell wie Adonijas K\u00f6nigtum entstanden war, so schnell l\u00f6ste es sich in Rauch auf. Es war wie weggeblasen, vom Winde verweht. Alle erschraken und machten sich davon. (Bild 15) Was tat Adonija? \u201eAber Adonija f\u00fcrchtete sich vor Salomo und machte sich auf, ging hin und fasste die H\u00f6rner des Altars.\u201c (50) (Bild 16)<\/p>\n<p>Was stellen wir fest, wenn wir Salomo mit Adonija vergleichen? (Bild 17) Anfangs sah Salomo im Vergleich zu seinem \u00e4lteren Bruder wie ein Opfer aus, ein gefundenes Fressen, ein naiver Knabe, Kanonenfutter, denn er unternahm nichts. Adonija hingegen sah aus wie der geborene Anf\u00fchrer. Gerissen, konsequent und zielstrebig. Ein Mann, der seine Worte in die Tat umsetzte. Doch schlie\u00dflich sehen wir, wie sich das Blatt wendete. Adonijas K\u00f6nigreich verschwand von der Bildfl\u00e4che, weil es keine Wurzeln hatte. Von Salomos K\u00f6nigreich war anfangs nichts zu sehen, doch im Verborgenen hatte es tiefe Wurzeln, n\u00e4mlich im Willen Gottes. Daraus wuchs es langsam aber sicher heran und entfaltete sich schlie\u00dflich. W\u00e4hrend der Rebell aus schierer Verzweiflung die H\u00f6rner des Alters packte, trat Salomo als w\u00fcrdiger Thronfolger auf und befahl mit seiner k\u00f6niglichen Majest\u00e4t: \u201eWird er redlich sein, so soll kein Haar von ihm auf die Erde fallen; wird aber B\u00f6ses an ihm gefunden, so soll er sterben. Und der K\u00f6nig Salomo sandte hin und lie\u00df ihn vom Altar holen. Und als er kam, fiel er vor dem K\u00f6nig Salomo nieder. Salomo aber sprach zu ihm: Geh in dein Haus!\u201c (52.53)<\/p>\n<p>Beten wir, damit unser Leben, unser Wille und unser Sein tief verwurzelt sind im Willen unseres himmlischen Vaters. Ansonsten werden wir vergehen wie Spreu im Wind. Bleiben wir aber bei Gott, wird sein guter Wille uns erbauen, in uns gedeihen und unz\u00e4hlige Fr\u00fcchte seiner Herrlichkeit und Heiligkeit hervorbringen. Gelobt sei Gott, der einen guten Willen f\u00fcr uns hat. Alles zu seiner Ehre und Verherrlichung!<\/p>\n<p>II. Das K\u00f6nigtum wurde gefestigt durch Salomos Hand (Kap. 2)<\/p>\n<p>Erfolgreich K\u00f6nig zu werden ist eine Sache. Das K\u00f6nigreich erfolgreich zu regieren eine andere. Wie half David seinem Sohn dabei? Betrachten wir Kap 2. Vor seinem Tod sprach David: \u201eIch gehe hin den Weg aller Welt. So sei getrost und sei ein Mann\u201c. \u201eSei getrost\u201c betraf sicherlich den baldigen Tod seines Vaters. Bald w\u00fcrde Salomo seinen Vater verlieren und K\u00f6nig \u00fcber das ganze Land sein und er war jung und unerfahren. Au\u00dferdem hatte sich eine bedrohliche Opposition wider ihn geformt. \u201eIch sterbe, ich gehe den Weg aller Welt aber sei getrost!\u201c lauteten die Worte seines Vaters. \u201eund sei ein Mann\u201c. Was bedeutet das? Warum sollte der jugendliche Salomo ein Mann sein und vor allem was f\u00fcr ein Mann? Lesen wir die Worte Davids in den Versen 2-4: \u201eIch gehe hin den Weg aller Welt. So sei getrost und sei ein Mann und diene dem HERRN, deinem Gott, dass du wandelst in seinen Wegen und h\u00e4ltst seine Satzungen, Gebote, Rechte und Ordnungen, wie geschrieben steht im Gesetz des Mose, damit dir alles gelinge, was du tust und wohin du dich wendest; damit der HERR sein Wort erf\u00fclle, das er \u00fcber mich geredet hat: Werden deine S\u00f6hne auf ihre Wege achten, dass sie vor mir in Treue und von ganzem Herzen und von ganzer Seele wandeln, so soll dir&#8217;s niemals fehlen an einem Mann auf dem Thron Israels.\u201c Als David seinem Sohn sagte: \u201esein ein Mann\u201c, dann meinte er damit: \u201esei ein Mann Gottes. Sei stark in dem Herrn und diene deinem Gott und meinem Gott. Tue alles was Gott gef\u00e4llt. Halte dich an dem Herrn. Tue nichts das ihm nicht gef\u00e4llt. Meide den gottlosen Weg. Lies die Bibel, studiere sie, sei ein Mann der Bibel und halte dich an Gottes Wort. Sei ein Mann des Gebets und forsche, was Gott gef\u00e4llt. Gehe eine pers\u00f6nliche Beziehung mit deinem Gott ein. Du willst guten Rat? Du willst wissen, wie man ein erfolgreicher K\u00f6nig wird? Das ist das Geheimnis des gesegneten K\u00f6nigtums. Sei dem Herrn treu, mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele. Sei ihm treu, damit der Herr sein Wort erf\u00fcllt und dein K\u00f6nigreich Bestand hat.\u201c<\/p>\n<p>Wir sind zwar keine K\u00f6nige oder K\u00f6niginnen, doch Davids geistlicher Rat ist nicht nur f\u00fcr Thronfolger bestimmt. Diese geistliche Orientierung finden wir in der ganzen Bibel. Sie ist unabdingbar f\u00fcr alle, die ein treues Glaubensleben f\u00fchren wollen. Wie Salomo haben auch wir Sorgen und Fragen. Wie kann ich ein treues Leben als Kind Gottes f\u00fchren? Wie kann mein Glaubensleben mit Erfolg gekr\u00f6nt sein? Wie kann mein Dasein den Namen des Herrn preisen? Wie kann ich ein Wohlgeruch Jesu Christi in meiner Umgebung sein? Wie kann ich den Herrn t\u00e4glich preisen und verherrlichen? In dieser Hinsicht ist David ein exzellenter Bibellehrer: \u201esei getrost und sei ein Mann und diene dem HERRN, deinem Gott, dass du wandelst in seinen Wegen und h\u00e4ltst seine Satzungen, Gebote, Rechte und Ordnungen, wie geschrieben steht im Gesetz des Mose, damit dir alles gelinge, was du tust und wohin du dich wendest\u201c. Diese Orientierung war quasi Davids Lebensleitwort. Und diese Lebensorientierung f\u00fchrte dazu, dass David ein Mann ganz nach Gottes Herzen wurde.<\/p>\n<p>Wir sind geschaffen, um nach dem Willen Gottes zu leben. Deshalb ist es unabdingbar, Gottes Wort zu studieren und aufzusaugen. Sei es beim Bibelstudium, Zuhause oder beim Gottesdienst. Und wenn es dir aus irgendwelchen Gr\u00fcnden schwer f\u00e4llt, Gottes Wort gerne und regelm\u00e4\u00dfig zu lesen, dann gehe auf die Knie und bitte den himmlischen Vater, dir geistliche Sehnsucht zu schenken, ihn immer besser kennen zu lernen und eine untrennbare Beziehung mit ihm einzugehen. Wir m\u00fcssen Gottes Wort in uns aufnehmen, denn wir leben aus einem jeden Wort, das aus dem Munde Gottes kommt. Diese Lebensweise war wichtig f\u00fcr Salomo, als neuer K\u00f6nig und sie ist wichtig f\u00fcr uns, als Kinder Gottes. Gott segne unser Glaubensleben, mit seinem Wort.<\/p>\n<p>Welchen Rat gab David seinem Sohn noch? Betrachten wir Vers 5. Da Salomo K\u00f6nig geworden war, wurde David sein wichtigster Regierungsberater. Salomo sollte gutes Verhalten belohnen und b\u00f6ses Verhalten bestrafen. Dadurch sollte er f\u00fcr Gerechtigkeit sorgen und Gerechtigkeit aus\u00fcben.<\/p>\n<p>Wer sollte bestraft werden und warum? Der erste Name der f\u00e4llt ist Joab. Er war Davids langj\u00e4hriger Feldhauptmann. Er f\u00fchrte Davids Armeen in den Kampf und war ein m\u00e4chtiger Mann. Doch er hatte zwei Kontrahenten kaltbl\u00fctig ermordet, obwohl nach langer Zeit Frieden herrschte. Er hatte Abner und Amasa get\u00f6tet und den teuren Frieden leichtsinnig aufs Spiel gesetzt. David erw\u00e4hnt erst gar nicht die ganzen Gr\u00e4ueltaten, die Joab ihm pers\u00f6nlich angetan hatte (Mord Absaloms, Hochverrat durch Adonija.): \u201eIhr S\u00f6hne der Zeruja, was hab ich mit euch zu schaffen?\u201c (2.Sam 16,10) Mehrfach hatte David ihn getadelt und bezeugt, dass er nichts mit ihm und den seinen zu tun haben wollte. Nun war die Zeit gekommen, ihm seine gerechte Strafe zukommen zu lassen.<\/p>\n<p>Was sollte mit den S\u00f6hnen des Barsillais geschehen? Vers 7 lautet: \u201eAber den S\u00f6hnen Barsillais, des Gileaditers, sollst du Barmherzigkeit erweisen, dass sie an deinem Tisch essen. Denn sie taten wohl an mir, als ich vor deinem Bruder Absalom floh.\u201c<\/p>\n<p>Schimi sollte stattdessen ebenfalls mit dem Tode bestraft werden, weil er den K\u00f6nig geflucht und mit Steinen beworfen hatte.<\/p>\n<p>Mit diesen Ratschl\u00e4gen \u00fcbergab David seinem Sohn Salomo praktisch ein m\u00fcndliches Testament. Nach dem Tod Davids lesen wir im Vers 12: \u201eUnd Salomo sa\u00df auf dem Thron seines Vaters David und seine Herrschaft hatte festen Bestand.\u201c Wir lesen diesen Vers zu einem Zeitpunkt, an dem seine Gegner noch am Leben waren. Es war also Gott selbst, der seiner Herrschaft Best\u00e4ndigkeit verlieh. Wie sch\u00f6n ist es, Gottes Beistand zu erfahren! Beten wir, damit unser Herz und unsere Seele beim Herrn sind und bleiben.<\/p>\n<p>Wie ging Salomo mit den Ratschl\u00e4gen seines verstorbenen Vaters um? Betrachten wir Vers 13. Ein weiteres Mal trat Adonija auf. (Bild 18) Und er tat es dem Propheten Nathan gleich und ging mit seinem Anliegen zu Batseba. \u201eKommst du auch mit Frieden?\u201c wollte sie wissen und er bejahte und log mit hoher Wahrscheinlichkeit. \u201eSie sprach zu ihm: Sage an!\u201c Und unglaublich aber wahr fing er an zu reden: \u201eDu wei\u00dft, dass das K\u00f6nigtum mein war, und ganz Israel hatte sich auf mich gerichtet, dass ich K\u00f6nig sein sollte\u201c. Wir sehen, dass sein Herz noch immer am Thron hing. Und ein weiteres Mal begegnen wir seiner L\u00fcge, denn keineswegs hatte sich ganz Israel auf ihn gerichtet. Und siehe da, er wollte Abischag von Schunem zur Frau, das M\u00e4dchen, das nicht sch\u00f6n, sondern sehr sch\u00f6n war, die Jungfrau, die im Davids Harem lebte. Das war eine typische Handlung, um Herrschaftsanspr\u00fcche zu erheben und wom\u00f6glich steckte Joab hinter diesem Schachzug. Batseba durchschaute ihn nicht und gab sein Anliegen an Salomo weiter. Aber wir wissen, dass Salomo nicht auf dem Kopf gefallen war. (Bild 19) Wie reagierte er auf diese Bitte? Vers 22: \u201eDa antwortete der K\u00f6nig Salomo und sprach zu seiner Mutter: Warum bittest du um Abischag von Schunem f\u00fcr Adonija? Erbitte ihm doch auch das K\u00f6nigtum! Denn er ist mein \u00e4lterer Bruder und zu ihm h\u00e4lt der Priester Abjatar und Joab, der Sohn der Zeruja.\u201c Salomo durchschaute ihn sofort. Adonija sch\u00e4tzte die ihm gew\u00e4hrte Gnade nicht. Salomo hatte ihm eine zweite Chance gegeben aber mit der klaren Warnung: \u201ewird aber B\u00f6ses an ihm gefunden, so soll er sterben.\u201c (1,52) Und so kam es, wie es kommen musste: \u201eUnd der K\u00f6nig Salomo schwor bei dem HERRN und sprach: Gott tue mir dies und das, diese Bitte soll Adonija sein Leben kosten! Und nun, so wahr der HERR lebt, der mich best\u00e4tigt hat und gesetzt auf den Thron meines Vaters David und der mir ein Haus gemacht hat, wie er zugesagt hat: Heute noch soll Adonija sterben!\u201c (23.24) Benaja vollstreckte diesen Befehl. (Bild 20)<\/p>\n<p>Gleich im Anschluss \u201everstie\u00df Salomo den Abjatar, dass er nicht mehr Priester des HERRN sein durfte, damit erf\u00fcllt w\u00fcrde des HERRN Wort, das er \u00fcber das Haus Elis geredet hatte in Silo.\u201c (27)<\/p>\n<p>\u201eUnd die Kunde davon kam vor Joab; denn Joab hatte Adonija angehangen und nicht Absalom. Da floh Joab in das Zelt des HERRN und fasste die H\u00f6rner des Altars.\u201c (28) (Bild 21) Joab war nicht bl\u00f6d, er wusste was ihm bl\u00fchte. Wie Adonija, fl\u00fcchtete er in das Zelt des Herrn und fasste als letzte Verzweiflungstat die H\u00f6rner des Altars. Doch im<strong> <\/strong>2.Mose 21,14 steht geschrieben: <strong>\u201eWenn aber jemand an seinem N\u00e4chsten frevelt und ihn mit Hinterlist umbringt, so sollst du ihn von meinem Altar wegrei\u00dfen, dass man ihn t\u00f6te.\u201c<\/strong> Und so vollstreckte Benaja auch den Befehl Salomos, Joab nieder zu sto\u00dfen und das unschuldig vergossene Blut zu b\u00fc\u00dfen. (Bilder 22-25)<\/p>\n<p>Als der Feldhauptmann Joab get\u00f6tet und in seinem Haus in der W\u00fcste begraben worden war, setzte Salomo <strong>\u201eBenaja, den Sohn Jojadas, an seiner statt \u00fcber das Heer, und den Priester Zadok setzte der K\u00f6nig an die Stelle Abjatars.\u201c<\/strong> (35)<\/p>\n<p>Nun war Schimi an der Reihe. David hatte seinem Sohl nahegelegt, Schimi auf subtile Weise zu bestrafen und Salomo erf\u00fcllte die Erwartungen seines Vaters. Er setzte Schimi unter Hausarrest mit der unmissverst\u00e4ndlichen Drohung: <strong>\u201eAn dem Tag, an dem du hinausgehen und \u00fcber den Bach Kidron gehen wirst \u2013 so wisse, dass du des Todes sterben musst; dein Blut komme dann auf dein Haupt! Schimi sprach zum K\u00f6nig: Das ist recht so; wie mein Herr, der K\u00f6nig, geredet hat, so wird dein Knecht tun. So wohnte Schimi in Jerusalem lange Zeit.\u201c<\/strong> (37.38) Doch nach langer Zeit nahm Schimi das Wort des K\u00f6nigs nicht mehr so ernst und verlie\u00df die Stadt, um seine entlaufenen Knechte zur\u00fcck zu bringen. (Bilder 26-27) Sein Todesurteil war somit besiegelt. <strong>\u201eDu wei\u00dft all das B\u00f6se, dessen dein Herz sich bewusst ist und das du meinem Vater David angetan hast. Nun l\u00e4sst der HERR dies B\u00f6se auf dein Haupt kommen\u201c<\/strong> (44) und er musste sterben. (Bild 28)<\/p>\n<p>Mit Schimi war auch der letzte Kontrahent beseitigt. Was lesen wir am Ende des heutigen Kapitels? <strong>\u201eUnd das K\u00f6nigtum wurde gefestigt durch Salomos Hand.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Wir haben David kurz vor seinem Tod als hervorragenden Bibellehrer kennengelernt. Aber wir lernen auch seinen Sohn als hervorragenden Bibelsch\u00fcler kennen. Wenn diese zwei aufeinander treffen, kann Gottes gro\u00dfartiger Wille geschehen.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen wir in unserem Glaubensleben und in unserer Gemeinde Frieden haben und gefestigt und best\u00e4ndig sein? Die Personen Adonija, Joab und Schimi repr\u00e4sentieren Elemente in uns, die unseren geistlichen Frieden gef\u00e4hrden. Die erw\u00e4hnten Personen waren Menschen, die von Eigeninteressen getrieben waren. Adonija von seiner Begierde, Joab von privaten Interessen und Schimi von seinen Stammesinteressen. Sie alle stellten ihre pers\u00f6nlichen W\u00fcnsche vor den Interessen des Volkes und des K\u00f6nigs und Gottes. Ihr privates Interesse brachte sie zum Stolpern und zu Fall. Sie wurden Opfer ihrer weltlichen Ziele.<\/p>\n<p>Der Prophet Nathan, K\u00f6nig David, Salomo, der Priester Zadok, Benaja und die Helden Davids und weitere erwiesen sich hingegen als Menschen, die ihre egoistischen Ambitionen ablegten und sich hinter dem Wort Gottes stellten. W\u00e4hrend der Rat der Gottlosen unterging, erbl\u00fchte die Gemeinschaft der treuen Knechte Gottes zum neuen Glanz.<\/p>\n<p>Und passend zum heutigen Text lesen wir im Psalm 1: <strong>\u201e<\/strong><strong>Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der S\u00fcnder noch sitzt, wo die Sp\u00f6tter sitzen, sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt \u00fcber seinem Gesetz Tag und Nacht! Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserb\u00e4chen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Bl\u00e4tter verwelken nicht. Und was er macht, das ger\u00e4t wohl. Aber so sind die Gottlosen nicht, sondern wie Spreu, die der Wind verstreut. Darum bestehen die Gottlosen nicht im Gericht noch die S\u00fcnder in der Gemeinde der Gerechten. Denn <\/strong><strong>der HERR kennt den Weg der Gerechten, aber der Gottlosen Weg vergeht.\u201c<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Salomos K\u00f6nigtum wurde gefestigt \u201eIch gehe hin den Weg aller Welt. 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