{"id":1750,"date":"2011-10-24T22:19:41","date_gmt":"2011-10-24T21:19:41","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1750"},"modified":"2022-11-18T12:24:29","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:29","slug":"predigt-matthaus-171-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-matthaus-171-13\/","title":{"rendered":"Predigt: Matth\u00e4us 17,1 &#8211; 13"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P11Mt17-0113.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Jesus wird verkl\u00e4rt<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\">Mt 17,1-13<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Und er wurde verkl\u00e4rt vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden wei\u00df wie das Licht.\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Mt 17, 2<\/p>\n<p>Vor 7 Tagen haben wir von H. Toni geh\u00f6rt, dass Petrus Jesus als Christus bekannt hat. Daraufhin lobte Jesus ihn sehr. <strong>\u201eSelig bist du, Simon, Jonas Sohn\u201c<\/strong> Aber an demselben Tag wurde er von Jesus hart getadelt. <strong>\u201eGeh weg von mir, Satan! Du bist mir ein \u00c4rgernis!\u201c<\/strong> Petrus dachte, er h\u00e4tte Jesus schon begriffen, aber nach diesem Tag war er ein wenig verwirrt. <strong>\u201eWer ist er denn nun wirklich?\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Seitdem wir das Bibelstudium aus dem Matth\u00e4usevangelium angefangen haben, besch\u00e4ftigen wir uns mit dem Anliegen, wie wir als B\u00fcrger des Himmelreiches leben k\u00f6nnen. Petrus, der den Schl\u00fcssel des Himmelreiches bekam, geriet ein wenig in die Krise, weil er das Werk Jesu nicht ganz verstand. Wir m\u00f6chten durch den heutigen Text die Identit\u00e4t Jesu und sein Werk weiter kennenlernen. M\u00f6ge Jesu Bild und dessen Bedeutung sich tief in uns einpr\u00e4gen!<\/p>\n<p><strong> I. Die \tVerkl\u00e4rung Jesu(1-4) <\/strong><\/p>\n<p>Wenn wir \u00c4rger mit jemandem haben, zieht es sich meisten ein paar Tage lang hin, bis wir es verdaut haben oder? Es war 6 Tage her, dass alles passiert war. Betrachten wir den Vers 1. Jesus ergriff die Initiative und unternahm etwas mit Petrus. Er nahm mit sich Petrus und Jakobus und Johannes und f\u00fchrte sie allein auf einen hohen Berg. Anscheinend war dieser Ort f\u00fcr die J\u00fcnger und Jesus nicht unbekannt. Was hatte Jesus mit ihnen vor?<\/p>\n<p>Sehen wir uns den Vers 2 an: \u201e<strong>Und er wurde verkl\u00e4rt vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden wei\u00df wie das Licht\u201c<\/strong> Das Wort <strong>\u201everkl\u00e4rt\u201c<\/strong> hei\u00dft, verherrlicht oder erhellt. In der Elberfelder Bibel wurde es als \u201eumgestaltet\u201c \u00fcbersetzt. Wie die Sonne strahlte Jesu Angesicht sehr hell. Wir haben zur Zeit goldene Oktobertage.  Die Sonne erhellt die ganze Stadt und die Berge und trotz der niedrigen Temperaturen sitzen viele drau\u00dfen, weil die Sonne W\u00e4rme gibt. Jesu Angesicht blendete sehr, sodass die J\u00fcnger ihre Hand vor die Augen halten mussten. Seine Kleider wurden wei\u00df wie das Licht. D.h. dass seine Kleider das Licht nicht reflektierten, sondern sie selbst strahlten Licht aus. Es war so intensiv, dass ihre Augen die Kleider Jesu nur wei\u00df wahrnahmen.<\/p>\n<p>Dieses Bild Jesu zeigt, dass Jesus von g\u00f6ttlichem Wesen ist. Sein leuchtendes Angesicht und seine von selbst strahlenden Kleider zeigten, dass Jesus heilig und herrlich ist. Seine Verkl\u00e4rung offenbart, dass Jesus von Himmel kommt. Was hei\u00dft aber, dass Jesus von Gott kommt? Gott offenbarte sich bei Mose in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. <strong>\u201eMose, Mose! Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen F\u00fc\u00dfen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land\u201c<\/strong>(2.Mose 3,5) Um vor Gott zu treten musste er seine Schuhe ausziehen. Als er auf dem Berg Sinai die Zehn Gebote empfing, begegnete Gott Mose. <strong>\u201eDer ganze Berg Sinai aber rauchte, weil der Herr auf dem Berg herabfuhr im Feuer, und der Rausch stieg auf wie der Rauch von einem Schmelzofen, und der ganze Berg bebte sehr.\u201c<\/strong>(2.Mose 19,18) Er durfte Gott nicht von Angesicht zu Angesicht sehen. F\u00fcr die Menschen war es unm\u00f6glich, diesem heiligen Gott so zu begegnen.<\/p>\n<p>Die J\u00fcnger waren tagt\u00e4glich mit Jesus zusammen. Sie a\u00dfen zusammen und schliefen gemeinsam. Wenn die J\u00fcnger nicht zu essen hatten, hungerte Jesus auch. Wenn Andreas Brot und Fisch brachte, a\u00df er auch davon. Wenn eine gro\u00dfe Menge Menschen Jesus folgte, wurde er bedr\u00e4ngt wie die andern und seine Kleider wurde sogar ohne Pardon zertreten. Jesus wurde vom Volk f\u00fcr einen von ihnen gehalten. Von den Pharis\u00e4ern wurde er sogar f\u00fcr einen Weins\u00e4ufer oder ein Knecht von Beelzebul gehalten. In seiner Heimat wurde er von den Nachbarn als Sohn eines Zimmermanns angesehen, weil seine Br\u00fcder, Schwestern und Mutter unter ihnen waren. Nur seine Lehre und seine Wundertaten lie\u00dfen ahnen, dass er von Gott kam.<\/p>\n<p>Die Verkl\u00e4rung Jesu hier zeigt, dass es nicht selbstverst\u00e4ndlich war, dass Jesus unter ihnen war. Er ist eigentlich der heilige Gott, aber er wurde ein Mensch. In Phil 2,6-7 wurde beschrieben. <strong>\u201eEr, der in g\u00f6ttlicher Gestalt war, hielt es nicht f\u00fcr einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern ent\u00e4u\u00dferte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt\u201c<\/strong> Er wurde ein Mensch, um mit den Menschen Gemeinschaft zu haben. Daf\u00fcr verzichtete er auf sein Recht, im Himmelreich zu sein. Er kam in die Welt, nicht um mit Gewalt zu herrschen, sondern er diente den Menschen auf der Erde wie ein Knecht. Seine Ent\u00e4u\u00dferung war hier gerade das Gegenteil seiner Verkl\u00e4rung. Johannes sah trotz seiner Ent\u00e4u\u00dferung seine Herrlichkeit: <strong>\u201eUnd das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.\u201c<\/strong>(Joh 1,14) Jesu Herrlichkeit ist nicht zu vergleichen mit der schicken und kuriosen Erscheinung eines Superstars. Das verkl\u00e4rte Bild Jesu war nicht nur herrlich, sondern es hat auch eine tiefgehende Lehre. In der Herrlichkeit wurde eine Wahrheit enth\u00fcllt, n\u00e4mlich dass seine Knechtsgestalt nicht darauf beruhte, dass er kein Recht gehabt h\u00e4tte, sondern dass er die Macht gebraucht hat, sich f\u00fcr die Erl\u00f6sung der Menschen hinzugeben. Sein herrliches Bild hier verleiht ihm nicht nur Glanz und Heiligkeit, sondern zeigt auch seine Gnade und seine Liebe zu uns Menschen. Durch die Verkl\u00e4rung offenbarte Jesus sowohl seine wahre Identit\u00e4t als auch seine rettenden Werke.<\/p>\n<p>Sehen wir uns die Verse 3 und 4 weiter an <strong>\u201eUnd siehe, da erschienen ihnen Mose und Elia: die redeten mit ihm. Petrus aber fing an und sprach zu Jesus: Herr, hier ist gut sein! Willst du, so will ich hier drei H\u00fctten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine.\u201c<\/strong> Mose und Elia vertraten das Gesetz und die Propheten. Sie redeten \u00fcber das Werk Jesu in Jerusalem. Wie Jesus angek\u00fcndigt hat, standen Jesu Leiden und Tod und seine Auferstehung kurz bevor.<\/p>\n<p>Petrus aber dagegen war von der Herrlichkeit fast betrunken. Um l\u00e4nger hier zu sein, wollte er schnell H\u00fctten vorbereiten. Er h\u00e4tte Villen bauen k\u00f6nnen, wenn er Zeit und Material daf\u00fcr gehabt h\u00e4tte, um die Zeit der Herrlichkeit zu verl\u00e4ngern.<\/p>\n<p>Eigentlich hatte Jesus die Erwartung, dass Petrus der Grundstein der Gemeinde sein sollte. Jesus wollte durch die Gemeinde alle nachkommenden Generationen erreichen. Jesus hatte eigentlich einen Plan, den er bis zu seiner Wiederkunft vollbringen wollte, und zwar durch Petrus. F\u00fcr diesen Willen sollte er felsenfest sein. Er sollte zuerst den Willen Christi gut verstehen, aber das war nicht der Fall. Gerade hatte Jesus sein herrliches Bild gezeigt, wodurch Petrus die Bedeutung des Leidens verstehen sollte. Auf den ersten Blick schien es bei Petrus negative Auswirkungen zu haben, da es ihm eine falsche Hoffnung einpflanzte. Es schien nur die visuelle Erscheinung, ohne seine Lehre, in seinem Herzen angekommen zu sein.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr ein Bild Jesu tr\u00e4gst du in deinem Herzen? Kannst du seine Lehre hinter seiner Erscheinung entziffern?  Durch das Beispiel von Apostel Petrus sehen wir, dass das Bild Jesu und seine Lehre auf uns und unser praktisches Denken und Handeln gro\u00dfen Einfluss hat. Es mag sein, dass meine jetzige Lage gerade nicht voller Perspektive ist oder dass die Lage unseres Werkes gerade nicht optimal scheint. Entscheidend ist aber, dass wir das herrliche Bild Jesu und seine Lehre dabei beherzigen. Es ist wahr, dass es zur Zeit wichtig geworden ist, wie cool das Outfit scheint. Was die Prominenten gerade anziehen und tragen, verblendet die Augen der Jugendlichen, w\u00e4hrend Jesus nicht die beste Mode trug. Wollen wir uns wie die Menschen in Jesu Zeit wegen der \u00e4u\u00dferen Erscheinung t\u00e4uschen lassen? Wollen wir nicht \u00fcber die Person Jesu und seine Lehre nachdenken? M\u00f6ge Gott uns helfen, das herrliche Bild Jesu zu beherzigen und seine Lehre dabei wahrzunehmen.<\/p>\n<p>Wenn in der Bibel der Name von Petrus aufgetaucht wird, zucke ich irgendwie oft zusammen. Weil wir oft das Evangelium studieren, kommt dieser Name h\u00e4ufig vor, aber nicht in gutem Sinne, sondern eher in schlechtem. Ich soll mich anhand des Textes immer genau mit Petrus vergleichen. Hier finde ich wieder mich selbst in Vers 4: <strong>\u201eHerr, hier ist gut sein! Willst du, so will ich hier drei H\u00fctten bauen!\u201c \u201eHier ist es super! Ah! Etwas bauen!\u201c<\/strong> Aber es war kein Camping, er war wieder wo ganz anders. Ich bin Gott f\u00fcr seine private und wiederholte Lehre f\u00fcr mich pers\u00f6nlich sehr dankbar. Jesus ist mein Christus! Dieses Bekenntnis beinhaltet auch, dass ich bereit bin, denselben Weg wie Jesus zu gehen. Ich trage sowohl das Bild Jesu als auch das darin enthaltene Werk in meinem Herzen.<\/p>\n<p><strong> II. Den \tsollst ihr h\u00f6ren (5-8)<\/strong><\/p>\n<p>Sehen wir uns Vers 5 an: <strong>\u201eAls er noch so redete, siehe, da \u00fcberschattete  sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr h\u00f6ren!\u201c<\/strong> Anscheinend redete Petrus noch weiter bla-bla \u00fcber seine W\u00fcnsche. Aus heiterem Himmel kam eine lichte Wolke und \u00fcberschattete sie alle. Eine lichte Wolke ist als ein Ph\u00e4nomen der Anwesenheit Gottes in der Bibel \u00f6fters zu beobachten. Als Best\u00e4tigung kam eine Stimme aus der Wolke heraus. <strong>\u201eDies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr h\u00f6ren!\u201c<\/strong> Gott offenbarte sich hier den J\u00fcngern direkt. Die drei J\u00fcnger waren nicht mehr von der Herrlichkeit Jesu betrunken, sondern von der Anwesenheit Gottes und von seiner Stimme v\u00f6llig \u00fcberw\u00e4ltigt. Sie f\u00fcrchteten sich sehr und brachen zusammen. Sie konnten ihre K\u00f6pfe nicht mal erheben, sondern fielen auf ihr Angesicht.<\/p>\n<p>Warum erschien Gott hier? Wir wissen nicht ganz genau, eins aber wissen wir, dass Gott sich bei der Taufe von Johannes dem T\u00e4ufer in \u00e4hnlicher Weise offenbart hat. Gott wollte unbedingt kundtun, dass Jesus sein geliebter Sohn ist, an dem er Wohlgefallen hat. Gottes Liebe zu seinen Sohn war besonders. Er war schlie\u00dflich sein einziger Sohn. Nicht nur das, sondern sein Denken und sein Tun bereiteten ihm gro\u00dfe Freude. Hat er f\u00fcr Gott etwas Besonderes getan? Joh 3,16 beschreibt, wie er Gott gefallen hat: <strong>\u201eDenn also hat Gott die Welt geliebt, da\u00df er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.\u201c<\/strong> Gott liebt die Welt sehr. Er wollte sie unbedingt von Verdammnis retten. Sein Sohn, Jesus kannte diesen Willen seines Vaters und er war bereit, ihn zu verwirklichen. Um das zu tun war es aber n\u00f6tig, das Himmelreich zu verlassen und auf der Erde Leiden zu tragen und sich v\u00f6llig hinzugeben. Dies kostspielige Tun wollte Jesus gerne vollbringen. Und diese Tat bereitete Gott gro\u00dfe Freude.<\/p>\n<p>Den J\u00fcngern war bekannt, dass Jesus den Willen Gottes tat. Im Vater unser lehrte er seine Gebetsanliegen: <strong>\u201eVater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden!\u201c<\/strong> Nicht nur betete Jesus daf\u00fcr, sondern auch er lehrte seine J\u00fcnger weiter den Willen Gottes. Durch die Stimme Gottes erkannten sie, wie sehr dieses Werk Jesu Gott gro\u00dfe Freude bereitete. Petrus wollte eigentlich auch Jesus immer einen Gefallen tun. Nach seinem Bekenntnis wollte er Jesus einen Gefallen tun, indem er ihm Schutz und Beistand anbot, als Jesus \u00fcber sein Leiden und seinen Tod sprach. Aber anstatt eines Lobes empfing er einen gro\u00dfen \u00c4rger Jesu. Wisst ihr, wie man dem Vater gefallen kann?<\/p>\n<p>Gott sagte: <strong>\u201eden sollt ihr h\u00f6ren!\u201c<\/strong> Um ihn zu gefallen, soll man anstatt etwas zu tun, von ihm h\u00f6ren. Petrus dachte, dass er die ganze Zeit Jesu Wort zugeh\u00f6rt h\u00e4tte. Es ist wahr, dass die J\u00fcnger Jesu immer dort waren, wo Jesus gelehrt hat. Hier merken wir, dass das H\u00f6ren nicht allein durch das Ohr geschieht, sondern vor allem durch das Herz. Man kann zwar h\u00f6ren, was gesagt wird, aber angenommen wird es durch das Herz. Als Jesus in Gleichnissen lehrte, fragten die J\u00fcnger nach der Bedeutung. Sie waren lernwillig. Sie lernten auch davon. Als Jesus aber \u00fcber sein Leiden und \u00fcber seinen Tod sprach, verdr\u00e4ngte Petrus sein Wort und stellte seine eigenen Gedanken in den Vordergrund. Er hatte zwar geh\u00f6rt, dass Jesus den Weg des Leidens und des Todes gehen wollte, aber er h\u00f6rte noch mehr die Stimme seiner Gedanken, dass Anerkennung und Ruhm der Welt f\u00fcr Jesus jetzt notwendig w\u00e4ren. Er konnte Jesus als seinen Christus bekennen, aber sein Werk konnte er nicht ganz verstehen. Gott half diesen J\u00fcngern mit dem Wort: <strong>\u201eDen sollt ihr h\u00f6ren!\u201c<\/strong> Sie sollten das Wort Jesu nicht instinktiv, sondern von Herzen h\u00f6ren. Jesus gegen\u00fcber, der Gottes Sohn ist, und der aus Gehorsam den Willen seines Vaters tut, sollten die J\u00fcnger Verst\u00e4ndnis aufbringen. Sie sollten daran glauben, dass dieses Werk Jesu Gott gro\u00dfe Freude bereitet.<\/p>\n<p>Die Verkl\u00e4rung Jesu und Gottes Offenbarung machten den J\u00fcngern einen Raum im Herzen, Jesu Identit\u00e4t und sein Werk tief zu erkennen und ihre Bereitschaft zum Gehorsam aufzubringen. Manchmal sto\u00dfen wir uns daran, dass Jesu Weg und unsere eigene Vorstellung einander widersprechen und wir geraten in einen inneren Konflikt. Manchmal machen wir Gott einfach Vorw\u00fcrfe. Manchmal bleiben wir stur in den menschlichen Gedanken. Lasst uns das Wort Gottes im Herzen laut klingen! \u201eDies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr h\u00f6ren!\u201c Danken wir Gott f\u00fcr Jesus, der Gottes Sohn ist, aber doch f\u00fcr den Willen Gottes und f\u00fcr unsere Erl\u00f6sung sein Leben v\u00f6llig hingegeben hat.<\/p>\n<p>Sehen wir uns die Verse 17 und 18 an. <strong>\u201eJesus aber trat zu ihnen, r\u00fchrte sie an und sprach: Steht auf und f\u00fcrchtet euch nicht! Als sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie niemand als Jesus allein.\u201c<\/strong> Die Begebenheit heute war f\u00fcr die J\u00fcnger ein wenig zu viel. Sie konnten sich aus Furcht nicht mal bewegen. Als sie ihre K\u00f6pfe hoben und sich nach links und nach rechts umschauten, war niemand da als Jesus allein.<\/p>\n<p>Petrus lernte die Bedeutung des Leidens. Er trug die Leiden. Das sieht nicht besonders aus, weil jeder im Leben leiden muss. Petrus trug die Leiden, nicht indem er es hingenommen hat, sondern er trug die Leiden mit Freude. Er tat das nicht allein, sondern ermutigte die Anderen auch: <strong>\u201esondern freut euch, da\u00df ihr mit Christus leidet, damit ihr auch zur Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben m\u00f6gt. Selig seid ihr, wenn ihr geschm\u00e4ht werdet um des Namens Christi willen, denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruht auf euch.\u201c<\/strong>(1.Petr 4,13.14)<\/p>\n<p>Petrus schrieb \u00fcber dieses heutigen Ereignis im 2. Petr 1,16-18. <strong>\u201eDenn wir sind nicht ausgekl\u00fcgelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen. Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der gro\u00dfen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und diese Stimme haben wir geh\u00f6rt vom Himmel kommen, als wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge.\u201c<\/strong> Die Herrlichkeit Jesu wurde im Herzen von Petrus fest verankert, nicht weil sie so herrlich war, sondern auch weil ihre Lehre sein Denken und seine Einstellung v\u00f6llig ver\u00e4ndert hat. Der Petrusbrief wurde den Christen geschrieben, die in Kleinasien zerstreut lebten. Sie verloren wegen der Verfolgung der R\u00f6mer v\u00f6llig  ihre Lebensgrundlage und lebten unter miserablen Bedingungen. Er schrieb an sie in seinem Brief: <strong>\u201eund haben geforscht, auf welche und was f\u00fcr eine Zeit der Geist Christi deutete, der in ihnen war und zuvor bezeugt hat die Leiden, die \u00fcber Christus kommen sollten, und die Herrlichkeit danach.\u201c<\/strong>(1. Petr 1,11) Er lehrte sie, dass das Leiden die Vorstufe zur Herrlichkeit ist. Er war wegen ihrer Leiden nicht deprimiert, sondern er sah die lebendige Hoffnung, durch das Leiden zu Herrlichkeit zu gelangen. Er schrieb daher weiter in 1.Petr 2,9 <strong>\u201eIhr aber seid das auserw\u00e4hlte Geschlecht, die k\u00f6nigliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, da\u00df ihr verk\u00fcndigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.\u201c<\/strong> Die Christen waren arm,  nicht weil sie unf\u00e4hig waren, sondern weil sie f\u00fcr Christus leben wollten. Sie entschieden sich bewu\u00dft, anstatt in der Welt Komfort zu genie\u00dfen, im Glauben und f\u00fcr Christus zu leiden. \u00c4u\u00dferlich waren sie Ausl\u00e4nder und Fremdlinge, aber ihre Identit\u00e4t war die von k\u00f6niglichen Priestern und Gottes heiligem Volk. Petrus, der fr\u00fcher von \u00c4u\u00dferlichkeiten leicht zu beeindrucken war, ergriff die Bedeutung des Leidens und die Lehre der Herrlichkeit Jesu fest. Er ergriff sie nicht nur, sondern war nun auch in der Lage, den andern das herrliche Bild Jesu zu zeigen und dessen Lehre  klar zu bezeugen.<\/p>\n<p><strong>III. So wird auch der Menschensohn durch sie leiden m\u00fcssen (9-13)<\/strong><\/p>\n<p>Was gebot Jesus den J\u00fcngern, als sie den Berg hinabstiegen? Der Vers 9 <strong>\u201eUnd als sie vom Berge hinabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Ihr sollt von dieser Erscheinung niemandem sagen, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.\u201c<\/strong> Jesus \u00e4u\u00dferte sich hier wiederum \u00fcber seinen Tod und seine Auferstehung. Jesus zeigte seinen drei J\u00fcngern seine herrliche Verkl\u00e4rung, aber f\u00fcr die andern lie\u00df er sie geheim, bis sein Werk vollendet wurde.<\/p>\n<p>Welche Frage stellten die J\u00fcnger? <strong>\u201eUnd seine J\u00fcnger fragten ihn und sprachen: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, zuerst m\u00fcsse Elia kommen?\u201c<\/strong> Ihre Frage verr\u00e4t, dass sie Jesu Wort von Herzen angenommen haben. Sie protestierten nicht mehr dagegen, dass Jesus den Weg des Leidens gehen wollte, sondern begriffen die Zeichen der Zeit. Jesus fing sein Werk an, indem er verk\u00fcndete: <strong>\u201eTut Bu\u00dfe, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!\u201c<\/strong> Wie nah ist das Himmelreich? Ist der Tod und seine Auferstehung Ende dieses Werkes oder ist es gerade der Anfang? Die J\u00fcnger machten sich nun Gedanken, keine menschlichen, sondern \u00fcber Gottes Plan, um sein Werk zu verstehen.<\/p>\n<p>Jesus gab seine Antwort. Sehen wir uns die Verse 11 und 12 an. <strong>\u201eJesus antwortete und sprach zu ihnen: Elia soll freilich kommen und alles zurechtbringen. Doch ich sage euch: Elia ist schon gekommen, aber sie haben ihn nicht erkannt, sondern haben mit ihm getan, was sie wollten. So wird auch der Menschensohn durch sie leiden m\u00fcssen.\u201c<\/strong> Es war politisch sehr dunkel. Der Tod von Johannes dem T\u00e4ufer war ein typisches Beispiel f\u00fcr die Ungerechtigkeit. Es war f\u00fcr viele ein R\u00e4tsel, warum ein frommer Mann auf dieser Weise sterben sollte. Fast w\u00fcrde sein Tod in Vergessenheit geraten, wenn Jesus nicht \u00fcber den Vorl\u00e4ufer Elia und \u00fcber sein Leiden und seinen Tod gesprochen h\u00e4tte. Jesus machte ihnen klar, dass er denselben Leidensweg gehen w\u00fcrde, den Elia gegangen ist.<\/p>\n<p>Im Vers 13 reagierten die J\u00fcnger auf Jesu Wort \u00fcber das Leiden nicht mehr so allergisch. <strong>\u201eDa verstanden die J\u00fcnger, da\u00df er von Johannes dem T\u00e4ufer zu ihnen geredet hatte.\u201c<\/strong> Sie nahmen die Bedeutung des Todes des T\u00e4ufers Johannes von Herzen an. Sie verstanden das Werk Gottes durch ihn. Sie blickten nun auf das Werk Jesu durch sein Leiden und seinen Tod. So n\u00e4herten sie sich einen Schritt dem Himmelreich. Die T\u00fcr des Reiches Gottes wurde dadurch mehr f\u00fcr sie ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Im heutigen Text haben wir das herrliche Bild Jesu gesehen. Gottes himmlische Stimme dr\u00f6hnt uns in den Ohren und sein Wort bleibt im Herzen. Ich bete, dass dieses Bild und die Stimme Gottes jeden von uns begleiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Jesus wird verkl\u00e4rt Mt 17,1-13 \u201eUnd er wurde verkl\u00e4rt vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden wei\u00df wie das Licht.\u201c Mt 17, 2 Vor 7 Tagen haben wir von H. Toni geh\u00f6rt, dass Petrus Jesus als Christus bekannt hat. 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