{"id":1697,"date":"2011-10-04T22:25:06","date_gmt":"2011-10-04T21:25:06","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1697"},"modified":"2022-11-18T12:24:30","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:30","slug":"predigt-matthaus-1344-58","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-matthaus-1344-58\/","title":{"rendered":"Predigt: Matth\u00e4us 13,44 &#8211; 58"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/P11Mt13-4458.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Ein  Schatz  im  Acker<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand<br \/>\nund verbarg; und in seiner Freude ging er hin und verkaufte alles, was er hatte,<br \/>\nund kaufte den Acker.\u201c<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(13,44)<\/p>\n<p>In den letzten Wochen haben wir durch die Gleichnisse einges \u00fcber das Himmelreich erfahren. Heute betrachten wir drei Gleichnisse.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Er verkaufte alles, was er hatte \t(44-52) <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Betrachten wir die Verse 44-46.<\/p>\n<p>\u201e<strong>Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker.\u00a0Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte,\u00a0und als er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Durch diese beiden Gleichnisse lehrt Jesus, dass das Himmelreich so wertvoll wie ein Schatz oder wie eine gute Perle ist.<\/p>\n<p>Im ersten Gleichnis fand ein Mensch den Schatz in einem Acker, wo er verborgen war. Fr\u00fcher gab es kein Bankensystem, sodass man einen Schatz woanders sicher aufbewahren musste. Daher gab es immer die Gefahr, dass der Schatz gestohlen wird. Eine M\u00f6glichkeit war es, den Schatz in der Erde zu verstecken, somit wurde der Schatz relativ sicher aufbewahrt. In diesem Gleichnis war der Schatz im Acker verborgen geblieben. Ein Mensch entdeckte unerwartet diesen Schatz, der ihn reich machen konnte. In seiner Freude ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte daf\u00fcr den Acker mit dem Schatz. Pl\u00f6tzlich wurde er reich. Dieser Schatz war verborgen aufbewahrt worden, aber nun war er in seinen H\u00e4nden gelandet. Du w\u00fcrdest fragen: Warum  passiert so ein Gl\u00fccksfall bei mir nicht? Aber pass auf! Der Schatz, den du haben willst, kann nahe von dir liegen. Vielleicht kannst du heute auch erleben, was der Mann im Gleichnis erlebt hat, der unerwartet den Schatz gefunden hat. Denken wir \u00fcber die Leute nach, die zu Jesus kamen. Vielleicht kamen einige zu Jesus, um von ihrer Krankheit geheilt zu werden; andere wollten Wunder sehen. Viele unter ihnen waren hungrig, weil sie arm waren. Aber Jesus erz\u00e4hlte ihnen \u00fcber das Himmelreich. Das war nicht das, was sie erwarteten. Sie brauchten die Heilung oder das Brot. Oder sie wollten ein Wunder sehen, das sie verwundern k\u00f6nnte. Aber Jesus wollte ihnen helfen, Besitzer des verborgenen Schatzes zu werden.<\/p>\n<p>Betrachten wir die Verse 45 und 46.<\/p>\n<p>\u201e<strong>Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte,\u00a0und als er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie<\/strong><strong>.\u201c <\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend im vorigen Gleichnis der Mann den verborgenen Schatz unerwartet fand, suchte in diesem Gleichnis der Kaufmann aktiv gute Perlen. Schlie\u00dflich fand er eine kostbare Perle. Dann ging auch er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie. Hier und dort hatte er gute Perlen gesucht. Seine Bem\u00fchungen wurden eines Tages mit einer Perle von unsch\u00e4tzbarem Wert belohnt.<\/p>\n<p>Im ersten Gleichnis war der Fund mehr oder weniger durch Gl\u00fcck geschehen. Aber in diesem Gleichnis ist der Fund des Schatzes vom Flei\u00df abh\u00e4ngig. So wie der Kaufmann im Gleichnis nach guten Perlen suchte, sollte auch das Himmelreich aktiv gesucht werden. Schlechte Perlen k\u00f6nnen \u00fcberall gefunden werden, aber gute Perlen m\u00fcssen gesucht werden. Durch dieses Gleichnis ermutigt Jesus die Zuh\u00f6rer wieder dazu, das Himmelreich zu suchen. Es mag sein, dass du das Himmelreich nicht leicht finden kannst. Vielleicht hast du viel versucht, Gott zu begegnen. Oder du hast bis jetzt vielleicht keine Erfahrung, mit Gott pers\u00f6nliche Gemeinschaft zu haben. Aber was sagt das Gleichnis zu uns? Das Himmelreich ist eine kostbare Perle, die einen unsch\u00e4tzbaren Wert hat. Wenn so eine Perle leicht zu finden w\u00e4re, w\u00e4re sie nicht wertvoll. Vom Kaufmann k\u00f6nnen wir die Haltung lernen, wie wir diese kostbare Perle suchen sollen. Vielen Christen, die von Gott f\u00fcr sein Reich m\u00e4chtig gebraucht wurden, ist gemeinsam, dass sie Eifer hatten, ernsthaft Gott zu suchen. John Wesley ist ein bekannter Evangelist, der viele Christen  besucht hat, um mehr vom Reich Gottes zu lernen. Er war ein flei\u00dfiger Sch\u00fcler beim Lernen \u00fcber das Reich Gottes. Bis er 39 Jahre alt wurde, fragte er hier und dort, wie man gerecht werden kann. Als er nach Gott suchte, begegnete Gott ihm und taufte ihn mit seinem Heiligen Geist m\u00e4chtig. Dadurch wurde er ein Knecht Gottes, der vom Heiligen Geist erf\u00fcllt war. Wir k\u00f6nnen auch den Schatz suchen. Dabei haben wir Verhei\u00dfungen.  Matth\u00e4us 7,7 sagt: <strong>\u201eBittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.\u201c<\/strong> Und <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/text\/LUT\/Lukas11%2C13\">Lukas 11,13<\/a> lautet: <strong>\u201eWenn nun ihr, die ihr b\u00f6se seid, euren Kindern gute Gaben geben k\u00f6nnt, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Wie viele Knechte Gottes k\u00f6nnen wir mit Eifer die Herrschaft Gottes suchen. Dann werden wir auch den unsch\u00e4tzbaren Schatz finden. Gott wird uns mit seiner Gabe reichlich belohnen. Wir k\u00f6nnen geistlich reich werden.<\/p>\n<p>Betrachten wir noch einmal beide Gleichnisse. Welche gemeinsame Reaktion k\u00f6nnen wir finden, als sie den Schatz bzw. die kostbare Perle gefunden haben? Sie handelten sofort. Sie verkauften alles, was sie hatten, und kauften den Acker mit dem Schatz bzw. die kostbare Perle. Bei den J\u00fcngern Jesu k\u00f6nnen wir die gleiche Reaktion beobachten, als sie von Jesus berufen wurden. Auf die Berufung Jesu hin verlie\u00dfen sie sofort alles und folgten ihm nach. In ihrer Reaktion k\u00f6nnen wir ihre Freude finden. Aus dieser Freude haben sie alles verlassen, womit sie sich besch\u00e4ftigt hatten. Ohne Bedenken lie\u00dfen sie alles zur\u00fcck und folgten Jesus nach. Ihre Entscheidung war richtig. Wegen dieser Entscheidung konnten sie Jesu J\u00fcnger werden und sp\u00e4ter Apostel genannt werden. Eigentlich waren sie keine besonderen Menschen. Unter ihnen waren einige Fischer gewesen. Oder ein Z\u00f6llner, der damals von den Leuten verachtet wurde. Aber wegen ihrer Entscheidung durften sie mit Gottes Sohn eine sch\u00f6ne Gemeinschaft haben, w\u00e4hrend er auf dieser Welt arbeitete. Anfangs wussten sie nicht, wie wunderbar die Gemeinschaft mit Jesus sein k\u00f6nnte. Sie hatten keine klare Vorstellung, wie sehr Jesus sie segnen w\u00fcrde. Aber sie wurden von Jesus reichlich gesegnet, viel mehr als sie erwartet hatten, viel mehr, als sie es sich vorgestellt hatten. Ihre Entscheidung f\u00fcr die Nachfolge war richtig.<\/p>\n<p>Wie Jesus von den Zuh\u00f6rern erwartete, dass sie alles f\u00fcr das Himmelreich verkaufen sollten, verlangt er das Gleiche von uns. Die Personen im Gleichnis geben Beispiele, wie wir auf das Himmelreich reagieren sollen. Wie wertvoll ist das Himmelreich f\u00fcr dich? Bist du bereit, f\u00fcr das Himmelreich alles zu verkaufen, was du hast? Was bedeutet es f\u00fcr uns, alles zu verkaufen, was wir haben? Nat\u00fcrlich bedeutet es nicht, unsere Arbeitstelle zu k\u00fcndigen, um Jesus nachzufolgen. Vielmehr bedeutet es, dass wir das Himmelreich mehr als alles in dieser Welt lieben sollen. Nichts soll uns behindern, wenn wir in dieses Reich gehen wollen. Das Himmelreich ist das Wichtigste, wonach wir zuerst trachten sollen. Jesus hat so gelehrt: <strong>\u201eWer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn und Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Jesus will uns das Beste geben. Er will uns den Schatz geben. Er will, dass wir unter der Herrschaft Gottes wohnen. Darum forderte er uns auf, f\u00fcr das Himmelreich alles zu verkaufen, was wir haben.<\/p>\n<p><strong>II. So wird es auch am Ende der Welt gehen (47-52)<\/strong><\/p>\n<p>Betrachten wir das n\u00e4chste Gleichnis in den Versen 47-50.<\/p>\n<p>\u201e<strong>Wiederum gleicht das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen ist und Fische aller Art f\u00e4ngt.\u00a0Wenn es aber voll ist, ziehen sie es heraus an das Ufer, setzen sich und lesen die guten in Gef\u00e4\u00dfe zusammen, aber die schlechten werfen sie weg.\u00a0So wird es auch am Ende der Welt gehen: Die Engel werden ausgehen und die B\u00f6sen von den Gerechten scheiden\u00a0und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Z\u00e4hneklappern sein.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Dieses Gleichnis schildert den Alltag von Fischern. Ein Netz wird ins Meer geworfen. Wenn aber das Netz voll ist, ziehen sie es an Land, setzen sich hin und sortieren die Fische. Im Netz sind viele verschiedene Fische. Aber nur die guten Fische werden in K\u00f6rbe gesammelt, aber die schlechten werfen sie weg.<\/p>\n<p>Durch dieses Gleichnis spricht Jesus \u00fcber das Gericht, das am Ende der Welt geschehen wird. Bis diese Zeit kommt, k\u00f6nnen viele verschiedene Menschen in die Gemeinde kommen. Bis das Netz voll wird, will Gott viele Menschen aufnehmen. Aber beim Gericht werden nicht alle angenommen werden, sondern die Engel werden die B\u00f6sen von den Gerechten scheiden. Die B\u00f6sen werden in den Feuerofen geworfen werden und dort heulen und mit den Z\u00e4hnen klappern. Das Himmelreich ist nicht f\u00fcr alle Menschen da, auch wenn man sich das so w\u00fcnscht. Die Gemeinde ist f\u00fcr alle Menschen, aber das Himmelreich ist f\u00fcr die Gerechten vorbereitet. Warum spricht Jesus in diesem Gleichnis \u00fcber das Gericht? Weil er will, dass jeder sich vorbereitet, bevor das Ende der Zeit kommt. Am Ende der Welt wird es eine klare Trennung geben: entweder gute Fische oder schlechte; entweder B\u00f6se oder Gerechte. Das Ende der Zeit wird kommen. Jesus will, dass niemand in den Feuerofen geworfen wird. Das Himmelreich hat nicht nur mit dem Segen zu tun. Wie ein Sch\u00fcler nach dem Abschluss ein Zeugnis bekommt, muss jeder das Gericht Jesu bekommen. Das Bewusstsein von diesem Gericht soll unser Leben begleiten und f\u00fchren. Jesus verlangt von uns, dass wir die Haltung aufbringen, f\u00fcr unser Leben die Verantwortung zu tragen. Bis das Ende der Zeit kommt, haben wir die Gelegenheit, unser Leben zu verwalten und uns vorzubereiten. Was willst du heute vorbereiten? Ja, wir sollen uns auf das Gericht Jesu vorbereiten. Nicht sp\u00e4ter, sondern heute.<\/p>\n<p>Betrachten wir die Verse 51-52.<\/p>\n<p>\u201e<strong>Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten: Ja.\u00a0Da sprach er: Darum gleicht jeder Schriftgelehrte, der ein J\u00fcnger des Himmelreichs geworden ist, einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.\u201c <\/strong><\/p>\n<p>Hier ist der Schriftgelehrte Jesu J\u00fcnger, die das Himmelreich angenommen haben. Sie gleichen einem Hausvater, der viele Sch\u00e4tze hat, nicht nur Altes, sondern auch Neues. Wie dieser Hausvater war Jesus vertraut sowohl im Alten Testament als auch im Neuen Testament. Darum legte er Gottes Wort dynamisch und lebendig, so dass viele Menschen dadurch von der S\u00fcnde frei werden konnten. Jesus hatte Hoffnung f\u00fcr seine J\u00fcnger, dass sie wie er durch Gottes Wort viele Menschen freimachten und bei ihnen das Leben erweckten.<\/p>\n<p><strong>III. Wegen ihres Unglaubens (53-58)<\/strong><\/p>\n<p>Betrachten wir die Verse 53-58.<\/p>\n<p>Nachdem Jesus diese Gleichnisse erz\u00e4hlt hatte, verlie\u00df er die Gegend, kehrte in seinen Heimatort Nazareth zur\u00fcck und sprach dort in der Synagoge. Alle staunten \u00fcber ihn. Aber sie fragten: Woher hat dieser solche Weisheit und solche Taten? Sie wussten, dass seine Weisheit und seine Wundertaten von Gott kamen. Dennoch ignorierten sie diese Tatsache und stellten Fragen:\u00a0<strong>\u201eIst er nicht der Sohn des Zimmermanns? Hei\u00dft nicht seine Mutter Maria und seine Br\u00fcder Jakobus und Josef und Simon und Judas?\u00a0Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher kommt ihm denn das alles?\u201c<\/strong> Sie \u00e4rgerten sich an ihm. Ihre Ablehnung kam von ihrem Unglauben. Jesus erkl\u00e4rte: <strong>\u201eEin Prophet gilt nirgends weniger als in seinem Vaterland und in seinem Hause.\u201c <\/strong>Wegen ihres Unglaubens tat er dort nicht viele Zeichen. Wo die Menschen die Umgebung des Glaubens schaffen, da will Jesus gerne viele Zeichen tun.<\/p>\n<p>Wenn ein Sch\u00fcler lernwillig ist, freut sich der Lehrer und erkl\u00e4rt ihm gerne alles. Jesus will auch, dass wir solche Bereitschaft haben, dann will er uns mehr geben und zeigen. Wenn bei uns nicht viele Zeichen geschehen, dann denken wir dar\u00fcber nach, wie wir eine bessere Umgebung schaffen k\u00f6nnen. Jesus freut sich, dass wir mit dem Glauben zum Gottesdienst kommen. Er will uns viel mehr geben als wir erwarten. Dann wird unsere pers\u00f6nliche Beziehung zu ihm gest\u00e4rkt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Ein Schatz im Acker \u201eDas Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker.\u201c (13,44) In den letzten Wochen haben wir durch die Gleichnisse einges \u00fcber das Himmelreich erfahren. 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