{"id":1675,"date":"2011-04-17T21:45:38","date_gmt":"2011-04-17T20:45:38","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1675"},"modified":"2025-05-25T17:59:06","modified_gmt":"2025-05-25T15:59:06","slug":"predigt-matthaus-517-32","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-matthaus-517-32\/","title":{"rendered":"Predigt: Matth\u00e4us 5,17 &#8211; 32"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/P11Mt05-1732-V3.doc\">Download<\/a><\/strong><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Jesus erf\u00fcllt das Gesetz<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin,<br \/>\ndas Gesetz oder die Propheten aufzul\u00f6sen;<br \/>\nich bin nicht gekommen aufzul\u00f6sen,<br \/>\nsondern zu erf\u00fcllen. <\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">Matth\u00e4us 5,17<\/p>\n<p>Jesus verk\u00fcndigte: \u201eTut Bu\u00dfe, denn das Himmelreich ist nahe herbei gekommen!\u201c (Mt 4,17b). Jesus hatte die Menschen die zu ihm gekommen waren, als B\u00fcrger des Himmelreichs angenommen und hat sie mit den Seligpreisungen ermutigt. Diejenigen, die seine Worte annahmen, standen nun im Himmelreich unter Gottes Verhei\u00dfungen und seinem Schutz. Wenn sie bei Jesus bleiben werden sie erleben, wie sich das Himmelreich entfaltet. Schlie\u00dflich sollten sie dann auch in das himmlische Reich eintreten. In dieser Welt waren sie nun zum Salz und Licht der Menschheit geworden, mit einem bedeutungsvollen f\u00fcr die Menschen aller Zeiten, so dass wir heute noch \u00fcber sie Predigten halten. Wie sollten sie nun in dieser Welt, die nur wenig mit dem Himmelreich zu tun hatte, als Himmelsb\u00fcrger leben? Jesus lehrt sie und uns, wie wir als B\u00fcrger des Himmelreichs trotz dieser Welt leben sollen.<\/p>\n<p>Betrachten wir den Text. Der Auftritt Jesu kam den meisten Menschen unkonventionell vor, so dass sie dachten Jesus w\u00e4re ganz anders als die Schriftgelehrten und Pharis\u00e4er. Nicht wenige Menschen meinten, dass Jesus dem Alte Testament widersprechen w\u00fcrde. Sie merkten, dass Jesus im Konflikt mit den Pharis\u00e4ern und den religi\u00f6sen Leitern stand. Sie hatten den Eindruck, dass er etwas ganz anderes lehrte. Sie m\u00fcssen sich gefragt haben: \u201eSchafft Jesus das Gesetz und die Propheten ab?\u201c Was sagte Jesus zu ihren verborgenen Gedanken? Betrachten wir Vers 17. Jesus sagt: <strong>Ihr sollt nicht meinen, da\u00df ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzul\u00f6sen; ich bin nicht gekommen aufzul\u00f6sen, sondern zu erf\u00fcllen. (Mt 5,17)<\/strong><\/p>\n<p>Das Gesetz und die Propheten aufl\u00f6sen?! Nein, auf keinen Fall! Hierdurch sagt Jesus vielmehr, dass er gekommen ist, das Gesetz und die Propheten zu erf\u00fcllen. Was meint Jesus hier mit erf\u00fcllen? Jesus wollte das Alte Testament durch sein Leben \u201evoll\u201c machen. Er wollte den Sinn und das Ziel des Alten Testaments \u201evoll\u201c machen. Was waren Sinn und Ziel des Alten Testaments? Angefangen von Abel, \u00fcber Moses Gebote, \u00fcber die Propheten bis zu Johannes dem T\u00e4ufer, ging es immer um die Herstellung der Gerechtigkeit, d.h. der richtigen Beziehung zu Gott. In einem Wort ging es um die Erl\u00f6sung von der Verdammnis der S\u00fcnde und des Todes.<\/p>\n<p>Nachdem Jesus das Ziel seines Kommens klar verk\u00fcndigt hatte, lehrte er die Menschen das Wesen der Gesetze und der Propheten, die er erf\u00fcllen w\u00fcrde. Was sagt Jesus \u00fcber Gottes Wort? Sehen wir uns die Verse 18 und 19 an:<\/p>\n<p><strong>Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein T\u00fcpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten aufl\u00f6st und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste hei\u00dfen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird gro\u00df hei\u00dfen im Himmelreich. (18,19)<\/strong><\/p>\n<p>Was f\u00fcr ein klares Bekenntnis zum Wort Gottes ist dies! Die Klarheit und Absolutheit m\u00fcssen die Menschen, die Zweifel an Jesu Gesetzestreue gehegt hatten, sehr \u00fcberrascht haben. Wie verh\u00e4lt es sich mit Gottes Wort? Das Gesetz hat als Gottes Wort einfach eine absolute Bedeutung. Nicht ein i-Punkt davon wird unerf\u00fcllt bleiben. Dagegen \u00fcbersteht kein Gedankengeb\u00e4ude des Menschen die Zeit. Schon viele Gedanken und Theorien, die fr\u00fcher als Wahrheit angenommen wurden, sind durch vermeintlich bessere Gedanken und Theorien ersetzt worden. Aber Gottes Wort \u00fcbersteht alle Zeiten und es bleibt auch, wenn Himmel und Erde vergehen. Woher kommt das? Gottes Wort kommt nicht wie die Theorien aus der Sch\u00f6pfung, sondern es umfasst alles Geschaffene und steht \u00fcber der Sch\u00f6pfung.<\/p>\n<p>In diesen beiden Versen bekr\u00e4ftigt Jesus die Autorit\u00e4t des Gesetzes. Worauf beruht die Autorit\u00e4t? Sie beruht auf der Bedeutung die es f\u00fcr unser Leben in Ewigkeit hat. Der ewige Gott gibt das Gesetz, damit wir uns daran halten und dadurch vor ihm gerecht werden. Deswegen sollen wir zuerst auf das Wort Gottes h\u00f6ren und es hoch achten und danach tun. Jesus lehrt, dass wenn wir das Gesetz gering achten und f\u00fcr nicht so wichtig halten, wenig Anerkennung im Himmelreich besitzen. Werden wir hingegen Gottes Wort richtig lehren und auch selbst danach leben, werden wir in Himmelreich viel Anerkennung bekommen.<\/p>\n<p>Wie weit sollen Jesu himmlische B\u00fcrger mit der Hochachtung und dem Tun des Gesetzes gehen? Lesen wir Vers 20: <strong>Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharis\u00e4er, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. (20)<\/strong><\/p>\n<p>Wer war das beste Vorbild f\u00fcr die Menschen in der damaligen Zeit, wenn es darum ging die Forderung des Gesetzes zu erf\u00fcllen? Zweifellos waren es die Schriftgelehrten und Pharis\u00e4er. Sie wurden zwar von Jesus wegen ihrer Heuchelei getadelt, aber wenn wir uns an Saulus erinnern, verstehen wir die Gerechtigkeit der richtigen Pharis\u00e4er. So lautete sein Bekenntnis zur Gerechtigkeit in Phil 3,6: \u201enach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit, die das Gesetz fordert, untadelig gewesen\u201c. Also musste er als richtiger Pharis\u00e4er viel Fasten und die ganzen Gesetze und Satzungen auswendig wissen und danach gelebt haben.<\/p>\n<p>Doch Jesus sagt hier, dass ihre Gesetzestreue nicht ausreicht um ins Himmelreich zu kommen. Das ist eine erstaunliche Aussage, die uns erschrecken m\u00fcsste. Wer von uns ist so diszipliniert im Beachten der Gesetze wie Saulus? Kennt jemand \u00fcberhaupt alle Gesetze? Kann sie jemand auswendig? Wer fastete so regelm\u00e4\u00dfig wie Saulus? Von uns ist keiner in der Lage an Saulus heranzukommen. Wenn es f\u00fcr die Pharis\u00e4er unm\u00f6glich war durch ihre gro\u00dfartige Leistung ins Himmelreich zu kommen, wer dann?<\/p>\n<p>Ohne darauf zu antworten f\u00e4hrt Jesus fort zu lehren. Lesen wir Vers 21. <strong>Ihr habt geh\u00f6rt, da\u00df zu den Alten gesagt ist: \u00bbDu sollst nicht t\u00f6ten\u00ab; wer aber t\u00f6tet, der soll des Gerichts schuldig sein. (21)<\/strong><\/p>\n<p>Es geht hier um das Verbot des T\u00f6tens. Niemand soll einen anderen Menschen t\u00f6ten. Dieses Gebot scheint ein einfaches Gebot zu sein, das die meisten Menschen einhalten. Es ist auch nicht so schwer niemanden zu t\u00f6ten. F\u00fcr die Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten war es eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit dieses Gebot einzuhalten. Doch Jesus zeigt uns hier, dass Gottes Gebot tiefer geht, als es uns der reine Buchstabe vor Augen f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Betrachten wir dazu Vers 22. <strong>Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder z\u00fcrnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr!, der ist des h\u00f6llischen Feuers schuldig. (22)<\/strong><\/p>\n<p>Jesus zeigt uns den Ursprung des Mordes. Wenn wir diese Worte lesen und in unser Herz schauen, m\u00fcssen wir feststellen, dass Jesus recht hat. Mord ist in der Anfangsphase auf ein Gef\u00fchl im Herzens zur\u00fcckzuf\u00fchren, wie Neid, Abneigung und vor allem Hass. 1.Joh 3,15 sagt dazu: <em>\u201eWer seinen Bruder hasst, der ist ein Totschl\u00e4ger, und ihr wisst, dass kein Totschl\u00e4ger das ewige Leben bleibend in sich hat.\u201c<\/em> Der Mensch macht sich nicht erst durch die Tat an Gott und seinem Mitmenschen schuldig, sondern schon dadurch, dass er \u00fcber seien Mitmensch denkt oder sagt, dass dieser ein Narr ist. Darin zeigt er seine verachtende Haltung gegen\u00fcber dem Anderen. Allein schon diese Haltung f\u00fchrt zur Verdammnis, ohne dass wir jemanden ber\u00fchrt haben.<\/p>\n<p>Angesichts des Wortes: \u201eDu sollst nicht t\u00f6ten\u201c w\u00fcrden die meisten Menschen ein gutes Gewissen haben, weil sie mit der S\u00fcnde des Mordes nichts zu tun haben. Aber als Jesus die eigentliche Bedeutung diese Wortes entfaltet, wurde die S\u00fcnde des Mordes in den Herzen offenbar, die als Hass, Zorn und Neid vorhanden und lebendig ist. Durch sein Wort konfrontiert Jesus uns Menschen mit unserer Wirklichkeit, dass die Ursache der S\u00fcnde und Mordes schon tief in unserem Herzen sind. Das Wort Jesu ist wie ein Lichtstrahl, der durch die dicke Mauer in unsere Herzen tief eindringt und dann unser ganzes Herz beleuchtet, so dass alle Flecken bis in den letzten Winkel sichtbar werden.<\/p>\n<p>Jesus hat gesagt: I<strong>ch bin nicht gekommen aufzul\u00f6sen, sondern zu erf\u00fcllen. <\/strong>Durch sein Wort erf\u00fcllt Jesus tats\u00e4chlich die erste Bedeutung des Gesetzes, n\u00e4mlich die S\u00fcnde aufzudecken. Wir entdecken, dass wir M\u00f6rder sind, die die Strafe der H\u00f6lle verdienten, anstatt ins Himmelreich zu kommen. Nun wird es klar, wie oberfl\u00e4chlich das Glaubensleben der Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten war. Doch weil wir auch so sind, werden wir angesichts des Wortes Jesu zutiefst ersch\u00fcttert. Der Zorn in meinem Herzen gegen die anderen Menschen ist wie Mord gegen die Br\u00fcder, wof\u00fcr ich verantwortlich bin.<\/p>\n<p>Aber wir sind nicht nur daf\u00fcr verantwortlich, sondern dar\u00fcber hinaus auch daf\u00fcr, wenn jemand etwas gegen uns hat. H\u00f6ren wir das Wort Jesu in den Versen 23-26.<\/p>\n<p><strong>Darum: wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und dort kommt dir in den Sinn, da\u00df dein Bruder etwas gegen dich hat, so la\u00df dort vor dem Altar deine Gabe und geh zuerst hin und vers\u00f6hne dich mit deinem Bruder und dann komm und opfere deine Gabe. Vertrage dich mit deinem Gegner sogleich, solange du noch mit ihm auf dem Weg bist, damit dich der Gegner nicht dem Richter \u00fcberantworte und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gef\u00e4ngnis geworfen werdest. Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast. (23-26)<\/strong><\/p>\n<p>Wir sollen so schnell wie m\u00f6glich die Vers\u00f6hnung mit solchen Mitmenschen suchen, bevor wir ein Opfer bringen. Wir sollen auch dann die Vers\u00f6hnung anstreben, wenn wir uns zwar keiner Schuld bewusst sind, aber unser N\u00e4chster meint wir w\u00e4ren Schuld und deshalb etwas gegen uns hat. Wir sollen auf den anderen zugehen, am Besten solange wir noch zusammen sind. Diese Erkenntnis macht uns ganz unruhig, weil wir nicht meinen d\u00fcrfen: \u201eIch f\u00fchre mein Glaubensleben vor Gott und bin freundlich zu den Menschen. Wieso soll ich mich darum k\u00fcmmern, wenn jemand ein Problem mit mir hat. Das ist ja schlie\u00dflich sein Problem. Ich kann es ja nicht beeinflussen, wenn jemand etwas gegen mich hat.\u201c Wir sollen auch in diesem Fall die Vers\u00f6hnung anstreben.<\/p>\n<p>Jesus beunruhigt uns weiter. H\u00f6ren wir weiter sein Wort. Sehen wir uns Vers 27 an: <strong>Ihr habt geh\u00f6rt, da\u00df gesagt ist: \u00bbDu sollst nicht ehebrechen.\u00ab (27)<\/strong><\/p>\n<p>Jesus greift noch ein weiteres Gebot auf. Es war das Gebot gegen den Ehebruch. Na, klar! Ich kenne im Moment keinen unter uns, der gegen diese Gebot versto\u00dfen hat. Oder? Deswegen k\u00f6nnen wir angesichts dieses Wortes ein gutes Gewissen haben und brauchen uns vor der Strafe, die der Tod ist nicht zu f\u00fcrchten. Aber was sagt Jesus?<\/p>\n<p><strong>Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen. (28)<\/strong><\/p>\n<p>Das Gebot \u201eDu sollst nicht ehebrechen\u201c wurde oft auch sehr buchst\u00e4blich angewandt, obwohl hinter ihm eine viel umfassendere Bedeutung steht. Nicht erst die k\u00f6rperliche Vereinigung von Mann und Frau au\u00dferhalb der Ehe ist Ehebruch. Jesus lehrt, dass es schon Ehebruch ist, eine anderen Menschen mit begehrlichen Augen anzusehen und sich dabei den begierigen Gedanken hinzugeben. Hierdurch entfaltet Jesus wieder die urspr\u00fcngliche Bedeutung des Gebotes und sein Wort ist wieder das helle Licht, das die S\u00fcnde offenbart, die in unserem Herzen gut verborgen war, ohne aufgedeckt worden zu sein. Nun m\u00fcssen die meisten oder alle zugeben, dass wir Ehebrecher sind und den Tod verdienen. Wir sind also nicht nur M\u00f6rder sondern auch Ehebrecher.<\/p>\n<p>Zwar sind begehrliche Blicke und begehrende Gedanken in der Welt unserer Zeit eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, doch vor Gott ist es kein geringes Problem. Welche Konsequenzen sollte das haben? Betrachten wir die Verse 29 und 30.<\/p>\n<p><strong>Wenn dich aber dein rechtes Auge zum Abfall verf\u00fchrt, so rei\u00df es aus und wirf&#8217;s von dir. Es ist besser f\u00fcr dich, da\u00df eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die H\u00f6lle geworfen werde. Wenn dich deine rechte Hand zum Abfall verf\u00fchrt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser f\u00fcr dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die H\u00f6lle fahre. (29.30)<\/strong><\/p>\n<p>Wir sollen es also sehr ernst nehmen, weil davon unsere Rettung abh\u00e4ngt. Wir sollen uns von nichts zur S\u00fcnde verf\u00fchren lassen, sondern uns von diesen Dingen trennen, die uns verf\u00fchren. Das Wort Jesu ist logisch und richtig. Wenn es zu unserer Rettung dient, sollen wir sogar bereit sein unsere Augen und H\u00e4nde abzutrennen.<\/p>\n<p>Um dieses Problem zu l\u00f6sen, w\u00e4re es da nicht m\u00f6glich zu sagen: \u201eIch bin einfach so schwach und hilflos, Gott muss das ber\u00fccksichtigen\u201c oder auch \u201eAlle anderen haben auch das gleiche Problem, also kann Gott nicht so streng sein\u201c. Nein, denn wir wissen, dass das Wort Gottes die absolute G\u00fcltigkeit hat und dass deshalb diese Ma\u00dfnahme bitter notwendig ist, denn Jesus hat gesagt: <strong>Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein T\u00fcpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht.<\/strong> <strong>(18) <\/strong>Das ist wirklich hart. Wenn es uns nicht gelingt dieses Problem zu l\u00f6sen haben wir keine Hoffnung unser Leben zu retten.<\/p>\n<p>Doch bevor wir uns jedoch verst\u00fcmmeln, lasst uns dar\u00fcber nachdenken, ob wir ohne Augen und H\u00e4nde tats\u00e4chlich gerettet werden. In der Tat ist nicht unser rechtes Auge der Ausl\u00f6ser f\u00fcr die \u00dcbertretung des Gebotes, auch nicht das Linke oder die H\u00e4nde. Das Problem der S\u00fcnde geht tiefer, denn unsere S\u00fcnde kommt nicht aus irgendeinem Organ, sondern aus unserm Geist bzw. Herzen.<\/p>\n<p>Betrachten wir schlie\u00dflich kurz die Verse 31 und 32.<\/p>\n<p><strong>Es ist auch gesagt: \u00bbWer sich von seiner Frau scheidet, der soll ihr einen Scheidebrief geben.\u00ab Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Ehebruchs, der macht, da\u00df sie die Ehe bricht; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe. (31.32)<\/strong><\/p>\n<p>Hierdurch deckt Jesus auch die S\u00fcnde auf, die viele Menschen damals unter dem Deckmantel der Legitimit\u00e4t begangen haben.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen wir nun also das Problem der S\u00fcnde des Ehebruchs in unserem Herzen l\u00f6sen? Wir versuchen unsere Gesinnung mit den Wort Gottes zu pr\u00e4gen und dem heiligen Beispiel des Lebens Jesu zu folgen. Wenn es uns helfen w\u00fcrde, sollten wir unsere Augen und H\u00e4nde verlieren. Doch dadurch werden wir nicht ganz frei von Begierde und S\u00fcnde. Das Gesetz hat eine gerechte Forderung. Das Gesetz schreit: Tod f\u00fcr M., Tod f\u00fcr R., Tod f\u00fcr A.! Und niemand von uns hat einen Einwand, denn das Gesetz hat absolute G\u00fcltigkeit und es muss bis zum Letzten erf\u00fcllt werden. Bleibt uns letztlich nicht der Ausruf des Paulus: \u201eIch elender Mensch, wer wird mich erl\u00f6sen von diesem todverfallenen Leibe\u201c? Ja es stimmt, das Problem ist f\u00fcr uns unl\u00f6sbar. Es gibt von uns aus keinen Weg zum Himmelreich. Diese bittere Tatsache wurde klipp und klar, als sich die prim\u00e4re Bedeutung des Gesetzes, n\u00e4mlich die S\u00fcnde aufzudecken, erf\u00fcllte.<\/p>\n<p>Hier erinnern wir uns nochmal an Jesu Wort in Vers 17. Er sagt: <strong>Ihr sollt nicht meinen, da\u00df ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzul\u00f6sen; ich bin nicht gekommen aufzul\u00f6sen, sondern zu erf\u00fcllen. (17) <\/strong><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist Jesus nicht nur gekommen die prim\u00e4re Bedeutung des Gesetzes zu erf\u00fcllen. Als Jesus sagte, dass er gekommen ist, das Gesetz und die Propheten zu erf\u00fcllen, verk\u00fcndigt er, dass er diese Forderung des Gesetzes v\u00f6llig erf\u00fcllen w\u00fcrde. Eigentlich sollten uns die Augen ausgerissen und die H\u00e4nde abgehackt werden, weil wir nicht im Stande sind, mit unserer S\u00fcnde fertig zu werden. Aber Jesus kam das Gesetz zu erf\u00fcllen. Das tat er vollkommen! Jesus hat das Gesetz erf\u00fcllt! Jesus hat das Gesetz am Kreuz erf\u00fcllt und uns erl\u00f6st! So hei\u00dft es dazu: <strong>Denn was dem Gesetz unm\u00f6glich war, weil es durch das Fleisch geschw\u00e4cht war, das tat Gott: er sandte seinen Sohn in der Gestalt des s\u00fcndigen Fleisches und um der S\u00fcnde willen und verdammte die S\u00fcnde im Fleisch, damit die Gerechtigkeit, vom Gesetz gefordert, in uns erf\u00fcllt w\u00fcrde, die wir nun nicht nach dem Fleisch leben, sondern nach dem Geist. <\/strong>(R\u00f6m 8,3.4)<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir nun zusammenfassend erkennen? Wir erkennen, dass das Wort Gottes heilig und absolut ist. Wir erkennen, wie schrecklich unsere S\u00fcnde ist und welche schreckliche Konsequenz sie hat, wie das ausgerissen von Augen und abhacken von H\u00e4nde und trotzdem das Problem der S\u00fcnde ungel\u00f6st bleibt. Wir erkennen, dass die Forderung deswegen erf\u00fcllt werden muss. Aber als wichtigstes erkennen wir, dass gerade Jesus all diese Strafe trug, so dass alle Forderungen des Gesetzes von ihm v\u00f6llig erf\u00fcllt wurden. Wir erkennen also, wie sehr gro\u00df die Gnade Jesu f\u00fcr uns ist.<\/p>\n<p>Betrachten wir nochmals das Leitwort: <strong>Ihr sollt nicht meinen, da\u00df ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzul\u00f6sen; ich bin nicht gekommen aufzul\u00f6sen, sondern zu erf\u00fcllen. (17)<\/strong><\/p>\n<p>Wir danken Jesus, der gekommen ist das Gesetz und die Propheten zu erf\u00fcllen, indem er die S\u00fcnde aufdeckte, aber die Forderung des Gesetzes v\u00f6llig erf\u00fcllte.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir tun? Wir k\u00f6nnen ihn loben und ihm danken und ihn t\u00e4glich als unseren Herrn und Erl\u00f6ser annehmen und so leben, wie es ihm gef\u00e4llt.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm; line-height: 0.35cm;\">&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Jesus erf\u00fcllt das Gesetz Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzul\u00f6sen; ich bin nicht gekommen aufzul\u00f6sen, sondern zu erf\u00fcllen. Matth\u00e4us 5,17 Jesus verk\u00fcndigte: \u201eTut Bu\u00dfe, denn das Himmelreich ist nahe herbei gekommen!\u201c (Mt 4,17b). 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