{"id":1645,"date":"2011-09-18T23:00:10","date_gmt":"2011-09-18T22:00:10","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1645"},"modified":"2022-11-18T12:24:31","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:31","slug":"predigt-matthaus-131-23","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-matthaus-131-23\/","title":{"rendered":"Predigt: Matth\u00e4us 13,1 &#8211; 23"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Mt-131-23-8.doc\">Download <\/a><\/strong><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Gutes Land<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u201e<strong>Bei dem aber auf gutes Land ges\u00e4t ist, das ist, der das Wort h\u00f6rt und versteht und dann auch Frucht bringt; und der eine tr\u00e4gt hundertfach, der andere sechzigfach, der dritte drei\u00dfigfach.\u201c<\/strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">(13,23)<\/p>\n<p>\u201e&#8230;\u00a0<strong>so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen.\u201c<\/strong> (Mt. 12,28) sprach Jesus in der letzten Lektion zu den Pharis\u00e4ern. Mit Jesus kam das Reich Gottes. Und das Reich Gottes entfaltete seine Macht und Herrlichkeit.<\/p>\n<p>Das Reich Gottes ist ein zentrales Thema im Matth\u00e4usevangelium. Es war auch das zentrale Thema unserer gesegneten Sommerkonferenz. Das Reich Gottes ist auch der Mittelpunkt im heutigen Text. Aber wer ist in der Lage das Reich Gottes zu begreifen? In der heutigen Lektion lernen wir eine Methode Jesu zur Offenbarung des Reiches Gottes kennen. Jesus gebrauchte Gleichnisse, um das Schwerbegreifliche anschaulich zu vermitteln.<\/p>\n<p>Das Ziel Jesu f\u00fcr uns, als Zuh\u00f6rer, ist, dass wir Menschen wie gutes Land sind. Denn gutes Land bringt bis zu 100-fach Frucht. Wie k\u00f6nnen wir gutes Land sein und wie kann das Reich Gottes bis zu 100-fach Frucht in uns bringen? Gott segne uns durch sein Wort.<\/p>\n<p><strong>Teil I\tJesus redete in Gleichnissen (1-8)<\/strong><\/p>\n<p>An wen richtete Jesus das Wort und auf welche Weise lehrte er das Reich Gottes? Betrachten wir den Text. Am See versammelte sich eine gro\u00dfe Menge um Jesus. Und Jesus setzte sich in ein Boot und redete vieles zu ihnen in Gleichnissen. Jesus h\u00e4tte nicht viel reden m\u00fcssen. Doch er tat es, weil er sich f\u00fcr die einfachen Menschen interessierte, um die sich ansonsten niemand sonderlich k\u00fcmmerte.<\/p>\n<p>Durch Vers 3a erfahren wir: <strong>\u201eUnd er redete vieles zu ihnen in Gleichnissen\u201c<\/strong>. Jesus h\u00e4tte sich kurz fassen k\u00f6nnen, doch er widmete der Menge gro\u00dfe Aufmerksamkeit und redete vieles zu ihnen. Dadurch kommt sein Hirtenherz zum Ausdruck.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem h\u00e4tte Jesus auch eine Vorlesung halten k\u00f6nnen, wie die Dozenten an der Uni, die sich kompliziert ausdr\u00fccken und schwer zu verstehen sind. Und mit Sicherheit ist das Himmelreich um einiges komplexer und fern jeder menschlicher Vorstellungsverm\u00f6gen, als wissenschaftliche Theorien. Niemand, schon gar nicht das einfache Volk, h\u00e4tte Jesus verstanden. Jesus wollte aber nicht \u00fcberlegen wirken, sondern die Herzen der Menschen erreichen. Jeder sollte in der Lage sein, ihn zu verstehen und das Himmelreich aufzunehmen. Also verk\u00fcndete er das Reich Gottes in Form von Gleichnissen. Das ist Jesu Methode, das komplexe und abstrakte Reich Gottes zu offenbaren und anschaulich zu vermitteln. In seinen Gleichnissen gebrauchte Jesus eine bildliche Sprache mit Erfahrungen aus dem Alltagsleben. Danken wir Jesus, dass er kein gemeiner Professor ist, der die Studenten \u00e4rgern will, sondern ein gutwilliger Lehrer, der Menschen wie dich und mich erreichen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Welches Gleichnis erz\u00e4hlte Jesus der Menge? Betrachten wir den Text. <strong>\u201eSiehe, es ging ein S\u00e4mann aus zu s\u00e4en. Und indem er s\u00e4te, fiel einiges auf den Weg&#8230;Einiges fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde hatte\u2026Einiges fiel unter die Dornen\u201c<\/strong>. Jesus redet \u00fcber einen S\u00e4mann. Ein S\u00e4mann, der sich unerwartet verh\u00e4lt. Er s\u00e4t unpr\u00e4zise und verschwenderisch. Er streut breitfl\u00e4chig auf dem Weg, auf felsigen Boden und unter die Dornen. Das war nicht gut f\u00fcr die Samen. Im ersten Fall kamen die V\u00f6gel und fra\u00dfen sie vom Boden. Im zweiten Fall ging der Same auf, hatte aber wegen dem felsigen Boden keine Wurzel und verwelkte und verdorrte. Und im n\u00e4chsten Fall wucherten die Dornen und erstickten die Samen.<\/p>\n<p>Wie ging diese sonderbare Geschichte weiter? Vers 8: <strong>\u201eEiniges fiel auf gutes Land und trug Frucht, einiges hundertfach, einiges sechzigfach, einiges drei\u00dfigfach\u201c<\/strong>. Mit diesen Worten beendete Jesus seine Geschichte. \u201eH\u00e4?\u201c, dachte sich vllt. das Volk, das bislang spektakul\u00e4re Wunder durch Jesus gewohnt war. \u201eDas war\u2019s also? Und deswegen bin ich so fr\u00fch aufgestanden und habe den ganzen Weg hierher gemacht um zu h\u00f6ren, dass Samen die auf gutes Land ges\u00e4t sind vielfach Fr\u00fcchte tragen?\u201c Entt\u00e4uscht von der Vorstellung standen sie wohl einer nach dem anderen auf, um sich vom Acker zu machen.<\/p>\n<p><strong>Teil II\tDie Geheimnisse des Himmelreichs verstehen (9-17)<\/strong><\/p>\n<p>Was sagte Jesus der Menge, bevor sie gingen? Betrachten wir Vers 9: <strong>\u201eWer Ohren hat, der h\u00f6re!\u201c<\/strong> rief ihnen Jesus hinterher. \u201eDanke, danke, wir haben alles geh\u00f6rt\u201c, riefen sie vllt. beim Weggehen winkend zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die ganze Sache lief sicherlich nicht im Interesse Jesu. Mit den Worten <strong>\u201eWer Ohren hat, der h\u00f6re!\u201c<\/strong> hat Jesus mit Sicherheit mehr gemeint als die akustische Wahrnehmung seines Gleichnisses. Wollte das Volk ihre Bedeutung gar nicht wissen? Hatten sie kein Interesse dran, wer der S\u00e4mann war, wof\u00fcr die Samen standen, welche Bedeutung die verschiedenen Bodenarten hatten und wof\u00fcr die Frucht stand? <strong>\u201eWer Ohren hat, der h\u00f6re!\u201c<\/strong> rief Jesus ihnen zu. Aber wer nahm Jesu Worte zu Herzen?<\/p>\n<p>Betrachten wir Vers 10: <strong>\u201eUnd die J\u00fcnger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen?\u201c<\/strong> Im laut Lk. Evang. erfahren wir, dass sie fragten was dies Gleichnis bedeute (Lk 8,9). Es war nicht die breite Masse, die zu Jesus kam. Es waren seine J\u00fcnger, die kamen und nach den Gleichnissen fragten. Ist das nicht verwunderlich? Die J\u00fcnger waren Tag und Nacht bei Jesus und h\u00f6rten Jesus von morgens bis abends predigen. Sie hatten sozusagen jeden Tag Bibelkonferenz. Wir wissen, wie schwer es uns f\u00e4llt, wenn wir 10 Vortr\u00e4ge hintereinander h\u00f6ren. So k\u00f6nnten wir auch eine gewisse S\u00e4ttigung bei den J\u00fcngern annehmen. Doch dem war nicht so. Die J\u00fcnger waren wissbegierig. Sie wollten alles genau erfahren. Jesus muss sich sehr dar\u00fcber gefreut haben, denn er erreichte sein Ziel. Er lie\u00df in ihnen Fragen aufkommen, wodurch er ihnen das Himmelreich offenbaren wollte.<\/p>\n<p>Was entgegnete Jesus seinen interessierten J\u00fcngern? Betrachten wir die Verse 11 und 12. <strong>\u201eEr antwortete und sprach zu ihnen: Euch ist\u2019s gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen, diesen aber ist\u2019s nicht gegeben. Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die F\u00fclle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.\u201c<\/strong> Feierlich differenzierte Jesus zwischen den interessierten J\u00fcngern und dem uninteressierten Rest. Im Gegensatz zur Masse w\u00fcrden die J\u00fcnger die Geheimnisse des Himmelreichs verstehen. Denn sie kamen und fragten.<\/p>\n<p>Damals hatten die Menschen eine falsche Vorstellung vom Himmelreich. Das Reich Gottes stellten sie sich als irdisches messianisches Reich vor, also ein Leben in Freiheit, politischer Unabh\u00e4ngigkeit und materiellem Wohlstand. Das Reich Gottes in ihrer Wirklichkeit war ihnen verborgen, ein Geheimnis.<\/p>\n<p>Die J\u00fcnger aber hatten Interesse. Sie hatten und w\u00fcrden noch mehr empfangen, n\u00e4mlich Antworten, sie w\u00fcrden die Geheimnisse des Himmelreichs erfahren und die F\u00fclle erlangen. So sieht n\u00e4mlich das Prinzip des Reiches Gottes aus. Wer hat, dem wird gegeben, dass er die F\u00fclle habe und wer nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.<\/p>\n<p>Die J\u00fcnger waren wirklich gesegnet. Sie w\u00fcrden die F\u00fclle des Himmelreiches erlangen. In ihren Herzen w\u00fcrde das Himmelreich eintreten und sie zu einem neuen Menschen, zu einer neuen Kreatur, formen. Das Himmelreich w\u00fcrde ihre Tr\u00e4gheit vertreiben, die Langeweile verjagen, ihre Faulheit austreiben. Das Reich Gottes w\u00fcrde ihre Herzen zum Gl\u00fchen bringen. Mit Freude und Dankbarkeit w\u00fcrden sie Gott anbeten und seinen Namen verk\u00fcnden. Wir sehen, wie wichtig es ist, geistliches Interesse aufzubringen und nach dem Wort Jesu zu forschen. Jesus offenbare uns die wertvollen Geheimnisse seines Reiches.<\/p>\n<p>Warum redete Jesus noch in Gleichnissen? Betrachten wir Verse 13-16. <strong>\u201eDarum rede ich zu ihnen in Gleichnissen. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit h\u00f6renden Ohren h\u00f6ren sie nicht; und sie verstehen es nicht.\u201c <\/strong>Wer kein Interesse f\u00fcr das Reich Gottes zeigt, sieht zwar mit seinen Augen, z.B. die Konturen des Reiches Gottes, erkennt aber nichts und h\u00f6rt mit seinen Ohren, z.B. die Worte des Himmelreichs, versteht sie aber nicht. Sie bleiben geistlich blind und taub und die Weissagung Jesajas erf\u00fcllt sich an ihnen. Sie werden als Menschen mit verstockten Herzen beschrieben. Als Menschen, die ihre Herzen verschlie\u00dfen und sich nicht bekehren wollen. Solchen Menschen kann Jesus nicht helfen, obwohl er es m\u00f6chte. Ihr Zustand bereitet Jesus gro\u00dfe Schmerzen. Das Himmelreich ist zum greifen nah, kann aber nicht in ihre Herzen gelangen.<\/p>\n<p>Wie lobenswert waren hingegen die J\u00fcnger, die zu Jesus kamen und Interesse zeigten? Lesen wir Verse 16 und 17: <strong>\u201eWahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt, zu sehen, was ihr seht und haben\u2019s nicht gesehen und zu h\u00f6ren, was ihr h\u00f6rt und haben\u2019s nicht geh\u00f6rt.\u201c<\/strong> Durch diese Worte wird erst deutlich, wie gesegnet und privilegiert die J\u00fcnger Jesu waren. \u00c4u\u00dferlich unterschieden sie sich nicht von der breiten Masse, denn auch sie verstanden anfangs nicht, was Jesus meinte. Nur ein kleines aber feines Detail machte den Unterschied, n\u00e4mlich ihr geistliches Interesse. Aber in Wirklichkeit waren die J\u00fcnger die beneidenswertesten Pers\u00f6nlichkeiten in der Geschichte. Sie sahen, was die Propheten und Gerechte im AT gerne gesehen h\u00e4tten. <strong>\u201eDiese alle sind gestorben im Glauben und haben das Verhei\u00dfene nicht erlangt, sondern es nur von ferne gesehen und gegr\u00fc\u00dft\u201c<\/strong> (Hebr. 11,13) Doch die J\u00fcnger Jesu konnten Jesus und das Himmelreich leibhaftig erleben. W\u00e4hrend viele sahen und h\u00f6rten aber kalt blieben, bezeugte der J\u00fcnger Johannes: <strong>\u201eWas von Anfang an war, was wir geh\u00f6rt haben, was wir gesehen haben mit unsern Augen, was wir betrachtet haben und unsre H\u00e4nde betastet haben, vom Wort des Lebens\u201c<\/strong> (1.Joh 1,1). Sie sahen das Leben, sie sahen das Reich Gottes, sie sahen den Messias und sie h\u00f6rten was jeder gerne geh\u00f6rt h\u00e4tte, n\u00e4mlich die Worte vom ewigen Leben, die Worte des Himmelreichs.<\/p>\n<p>In gleicher Weise sind auch wir selig. Auch wenn wir uns \u00e4u\u00dferlich nicht viel von dem Rest unterscheiden m\u00f6gen und in den Augen der Welt nichts Besonderes sind, haben wir bei Jesus gesonderten Status. Wir sind unendlich privilegiert, weil wir Jesus kennen, das Evangelium sehen und h\u00f6ren und ein Leben im Reich Gottes f\u00fchren k\u00f6nnen. Gott segne uns mit geistlicher Sehsucht und Interesse und schenke uns die F\u00fclle seines Reiches.<\/p>\n<p><strong>Teil III\tDie Deutung des Gleichnisses (18-23)<\/strong><\/p>\n<p>Wie deutete Jesus das Gleichnis? Betrachten wir den Text. Eigentlich h\u00e4tten alle die Ohren hatten h\u00f6ren sollen. Doch nur wenige kamen und wollten h\u00f6ren. <strong>\u201eSo h\u00f6rt nun ihr dies Gleichnis von dem S\u00e4mann\u201c<\/strong> sprach Jesus zu ihnen. Auch wir sind angesprochen, wenn wir uns f\u00fcr das Wort Jesu interessieren.<\/p>\n<p>Wof\u00fcr steht der Same, der auf dem Weg landet und vom Vogel gefressen wird? Vers 19 lautet: <strong>\u201eWenn jemand das Wort von dem Reich h\u00f6rt und nicht versteht, so kommt der B\u00f6se und rei\u00dft hinweg, was in sein Herz ges\u00e4t ist; das ist der, bei dem auf den Weg ges\u00e4t ist.\u201c<\/strong> Der Same ist das Wort, das Wort vom Reich Gottes, das Jesus spricht, z.B. die Predigt Jesu: <strong>\u201eDie Zeit ist erf\u00fcllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Bu\u00dfe und glaubt an das Evangelium!\u201c<\/strong> (Mk 1,15) Der S\u00e4mann ist demnach Jesus selbst oder Gott, von dem das Wort stammt. Und die verschiedenen Bodenarten sind Menschenherzen oder die Haltung der Menschen dem Wort gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Welche Menschengruppe repr\u00e4sentiert der Weg? Der Same prallt auf den Weg auf, der Weg umschlie\u00dft den Samen nicht. Der Same liegt auf dem Pr\u00e4sentierteller und ist ein gefundenes Fressen. (Bild 1)<\/p>\n<p>Wie reagierten solche Menschen auf die Predigt Jesu: <strong>\u201eDie Zeit ist erf\u00fcllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Bu\u00dfe und glaubt an das Evangelium!\u201c<\/strong>? Menschen, wie der Weg, h\u00f6rten das Wort, hielten es aber nicht fest. Es prallte auf ihre Herzen, wurde aber nicht umschlossen. Sie interessierten sich nicht f\u00fcr das Wort vom Reich, sie k\u00fcmmerten sich nicht darum, sie verstanden ihre Bedeutung nicht und wollen auch nicht verstehen. Das Wort blieb fruchtlos. Das Reich Gottes ber\u00fchrt ihre Herzen nicht.<\/p>\n<p>Wir kennen solche Menschen zuhauf. Es gibt viele, die wir zum BS einladen. Doch unsere Einladung prallt an ihnen ab. Wir zitieren das Wort Gottes, doch es st\u00f6\u00dft auf taube Ohren. Und selbst wenn sie die Einladung zum BS annehmen, sind sie hernach so wie zuvor, als h\u00e4tten sie das Wort nie geh\u00f6rt. Wie schade, wenn Menschen sich \u00fcberhaupt nicht um das Wort scheren und es fruchtlos verlieren.<\/p>\n<p>Welche Menschen gleichen dem felsigen Boden? Der Fels ist mit einer d\u00fcnnen Erdschicht bedeckt, deshalb wird der Same anfangs aufgenommen und es geht sogar auf und w\u00e4chst. Vers 20 lautet: <strong>\u201eBei dem aber auf felsigen Boden ges\u00e4t ist, das ist, der das Wort h\u00f6rt und es gleich mit Freuden aufnimmt\u201c<\/strong>.<\/p>\n<p>Wie reagierten solche Menschen auf die Predigt Jesu: <strong>\u201eTut Bu\u00dfe und glaubt an das Evangelium?\u201c<\/strong> Menschen, die wie felsiger Boden waren, sagten wom\u00f6glich \u201eHalleluja, Amen\u201c, ich will f\u00fcr alle meine S\u00fcnden Bu\u00dfe tun und ich will an alles glauben was von Jesus kommt. Doch ihre Erdschicht war nicht tief. Schon bald stie\u00df der Same auf den felsigen Grund. Vers 21 lautet: <strong>\u201eaber er hat keine Wurzel in sich, sondern er ist wetterwendisch; wenn sich Bedr\u00e4ngnis oder Verfolgung erhebt um des Wortes willen, so f\u00e4llt er gleich ab.\u201c <\/strong>Pflanzen ohne tiefe Wurzel fallen der Witterung zum Opfer. Bei gro\u00dfer Hitze verwelken sie, bei heftigem Wind knicken sie um und bei starkem Regen werden sie weggesp\u00fclt. (Bilder 2 und 3) So reagierten Menschen mit felsigen Herzensb\u00f6den je nach der \u00e4u\u00dferen Lage auf das Wort Jesu.<\/p>\n<p>Kennt ihr solche Menschen? Ja, ganz sicher, n\u00e4mlich aus eigener Erfahrung, nicht wahr? Wir empfangen ein Wort und es ist als ob sich die ganze Welt f\u00fcr uns ver\u00e4ndert. Wir wollen aus tiefstem Herzen Bu\u00dfe tun. Wir treffen eine Glaubensentscheidung f\u00fcr immer. Und wir nehmen uns vor unter allen Umst\u00e4nden und mit M\u00e4rtyrergeist aus Glauben zu leben. Doch 1 oder 2 Wochen sp\u00e4ter trifft der Same auf den felsigen Boden. Wir scheitern, obwohl alles so klar war. Wir sind am Boden zerst\u00f6rt. Dann ist es alles andere als selbstverst\u00e4ndlich ganz nach dem Evangelium zu leben, wenn bspw. Bedr\u00e4ngnisse oder Verfolgung von Seiten der Familie, Freunde oder Kollegen aufkommen. Warum bist du sonntags beim Gottesdienst und nicht bei uns. Warum bist du so unkollegial und schlie\u00dft dich uns nicht an, wenn wir feiern gehen. Wenn wir nachgeben, verdorrt und verwelkt der Same des Reiches Gottes in uns, ohne Frucht zu bringen.<\/p>\n<p>Was ist mit den Menschen, deren Boden sich unter den Dornen befindet? Betrachten wir Vers 22: <strong>\u201eBei dem aber unter die Dornen ges\u00e4t ist, das ist, der das Wort h\u00f6rt und die Sorge der Welt und der betr\u00fcgerische Reichtum ersticken das Wort und er bringt keine Frucht.\u201c<\/strong> (Bild 4) Wie gingen solche Menschen mit der Aufforderung Jesu, Bu\u00dfe zu tun und an das Evangelium zu glauben, um? Auch diese Menschen empfingen zun\u00e4chst das Wort Jesu und fingen an danach zu leben. Doch in ihren Herzen war nicht nur das Wort Jesu ges\u00e4t, sondern viele Dornen. Die vielen Dornen repr\u00e4sentierten ihre vielen Sorgen und die Gier nach betr\u00fcgerischem Reichtum. Doch im Laufe der Zeit wucherten die Dornen und wurden st\u00e4rker. Von unten her raubten sie dem Samen des Evangeliums die N\u00e4hrstoffe und von oben lie\u00dfen sie kein Licht  auf die junge Pflanze kommen. Das Wort Jesu wurde im Anfangsstadium erstickt. Diese Menschen wurden von ihren Sorgen um die allt\u00e4glichen Dinge des Lebens, um ihr Einkommen und ihr t\u00e4gliches Brot \u00fcberschattet. Sie verlie\u00dfen Jesus bald und brachten auch keine Fr\u00fcchte.<\/p>\n<p>Es ist schade und gef\u00e4hrlich zugleich, wenn wir unser Herz nicht ganz und gar f\u00fcr das Evangelium Jesu zur Verf\u00fcgung stellen k\u00f6nnen, sondern geteilten Herzens sind. Jesu Wort und Sorgen der Welt k\u00f6nnen nicht koexistieren. Die Sorgen wachsen und der Glaube schrumpft. Das Himmelreich findet keinen Raum, um in uns zu gedeihen.<\/p>\n<p>Wof\u00fcr steht schlie\u00dflich das gute Land? Lesen wir Vers 23: <strong>\u201eBei dem aber auf gutes Land ges\u00e4t ist, das ist, der das Wort h\u00f6rt und versteht und dann auch Frucht bringt; und der eine tr\u00e4gt hundertfach, der andere sechzigfach, der dritte drei\u00dfigfach.\u201c<\/strong> Gl\u00fccklicherweise gab es auch Menschen, die wie gutes Land waren. Das gute Land ist ideal f\u00fcr die Samen. Es ist bereitet worden, wurde gepfl\u00fcgt, ged\u00fcngt und bew\u00e4ssert. (Bild 5) Er nimmt die Samen sogleich auf und ist ungeteilt. Die Samen sind gesch\u00fctzt und k\u00f6nnen wachsen, nach oben und nach unten hin. Die Pflanze hat sicheren Halt, ist vor Sonne, Wind und Wetter gesch\u00fctzt und gedeiht und bringt viele Fr\u00fcchte, hundertfach, sechzigfach und drei\u00dfigfach. Das sind hohe Ertragsraten. Sie liegen zwischen 3.000, 6.000 und sogar 10.000%. Der S\u00e4mann ist sehr gl\u00fccklich dar\u00fcber. (Bilder 6-12)<\/p>\n<p>Wer waren Menschen mit guten Herzensb\u00f6den und wie gingen sie mit dem Wort Jesu um? Ein Beispiel liefern uns die J\u00fcnger selbst. Sie sahen Jesus und sie h\u00f6rten sein Wort: <strong>\u201eDie Zeit ist erf\u00fcllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Bu\u00dfe und glaubt an das Evangelium!\u201c <\/strong>Sie empfingen diese Worte und behielten sie in sich. Und weil sie das Wort in sich behielten und Jesus allein nachfolgten konnten die Samen des Evangeliums in ihren Herzen gedeihen. Und weil das Tragen der Fr\u00fcchte nicht von heute auf morgen geschieht, sondern mehrere Monate oder nicht selten mehrere Jahre dauert, wuchs der Same des Evangeliums immer mehr und mehr und entfaltete zunehmend seine Pracht. Das Reich Gottes kam in ihre Herzen und breitete sich immer mehr aus, bis alle Ecken und Enden ihrer Herzen mit dem Reich Gottes erf\u00fcllt waren. Und schlie\u00dflich trugen sie Fr\u00fcchte. Einige hundertfach, einige sechzigfach und einige drei\u00dfigfach.<\/p>\n<p>Was siehst du, wenn du in dein Herz schaust? In welcher Lage befindet sich dein Land? Nicht immer ist unser Herz so wie wir es gerne h\u00e4tten. Liegt es offen, wie ein Weg? Ist es felsig und schwer zu durchdringen oder wuchern Sorgenwurzeln und ersticken alles? Wie kann unser Herz zum guten Land werden? Gutes Land zu werden ist kein Ding der Unm\u00f6glichkeit. Die landwirtschaftlich begabten unter uns oder diejenigen die einen gr\u00fcnen Daumen haben wissen sofort was zu tun ist. Man muss die \u00c4rmel hochkrempeln und sich an die Arbeit machen. Und genau das m\u00fcssen wir auch mit unserer Herzenshaltung gegen\u00fcber dem Wort Jesu tun. Wenn wir sagen: diesen Text habe ich schon oft gelesen und brauche es nicht noch mal zu h\u00f6ren, dann sind wir wie der Weg. Bin ich wie ein Weg, muss ich zum Kn\u00fcppel greifen und den b\u00f6sen Vogel, den Satan, vertreiben. Dann muss ich schauen, dass das Wort nicht ungesch\u00fctzt herumliegt. Ich muss alles Notwendige unternehmen, um das Wort im Herzen zu behalten. Gott segne unser beharrliches Gebet und Wortlesen, Auswendiglernen von Versen und das Aufsagen im Alltag.<\/p>\n<p>Bin ich getrieben von der Situation und anf\u00e4llig f\u00fcr \u00e4u\u00dfere Bedr\u00e4ngnisse und Verfolgungen, dann habe ich ein Herz aus Fels. Bin ich wie felsiger Boden, dann muss ich die Spitzhacke nehmen und mich ans Werk machen. Bete f\u00fcr dein Herz und deine Haltung, damit der felsige Grund aufgebrochen wird und Raum f\u00fcr tiefe Wurzel schafft.<\/p>\n<p>Bist du morgens nach dem Aufstehen bis abends vor dem Schlafengehen mit allerlei Sorgen geplagt, dann hast du Dornen im Herzen. Und wenn wir viele Dornen im Herzen haben, dann m\u00fcssen wir hingehen und sie herausrei\u00dfen. Gott segne uns reichlich dabei, unsere Herzensb\u00f6den zu bearbeiten und zu kultivieren, damit wir gutes Land sind und die beste Umgebung f\u00fcr sein Wort bilden. Dann wird Jesu Wort vom Reich in uns wachsen und viele Fr\u00fcchte hervorbringen.<\/p>\n<p>Wie sehen die Fr\u00fcchte des Himmelreichs konkret aus? Wir wollen uns zum Schluss das Bsp. von Apostel Petrus vor Augen f\u00fchren. Er ist ein 0815-Fischer gewesen, als Jesus ihn berufen hat. Als er aber das Reich Gottes im Herzen empfing, brachte es viele Fr\u00fcchte. Er wurde zu einer k\u00f6niglichen Pers\u00f6nlichkeit ver\u00e4ndert, er bewies Mut und Hingabe, war voller Barmherzigkeit, er wurde eine heilige und ehrenhafte Person und ein Segen f\u00fcr Tausende Menschen in der ersten Gemeinde und f\u00fcr Unz\u00e4hlige \u00fcber seinen Heimgang hinaus. Er wurde zu einem Mann, der sich die Charaktereigenschaften Gottes aneignete. Wie sch\u00f6n, wie pr\u00e4chtig und fruchtbar ist das Werk des Reiches Gottes. M\u00f6ge es unsere Herzen mit Macht und Herrlichkeit einnehmen und hundertfach Fr\u00fcchte tragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Gutes Land \u201eBei dem aber auf gutes Land ges\u00e4t ist, das ist, der das Wort h\u00f6rt und versteht und dann auch Frucht bringt; und der eine tr\u00e4gt hundertfach, der andere sechzigfach, der dritte drei\u00dfigfach.\u201c (13,23) \u201e&#8230;\u00a0so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen.\u201c (Mt. 12,28) sprach Jesus in der letzten Lektion zu den [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-1645","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1645","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1645"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1645\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1647,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1645\/revisions\/1647"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1645"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1645"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1645"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}