{"id":1613,"date":"2011-09-04T19:12:33","date_gmt":"2011-09-04T18:12:33","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1613"},"modified":"2022-11-18T12:24:33","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:33","slug":"predigt-matthaus-121-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-matthaus-121-21\/","title":{"rendered":"Predigt: Matth\u00e4us 12,1 &#8211; 21"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/Mt-121-21-5.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Jesus ist Herr \u00fcber den Sabbat<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Der Menschensohn ist ein Herr \u00fcber den Sabbat\u201c<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>(8)<\/strong><\/p>\n<p>Im heutigen Text sehen wir 2 unterschiedliche Betrachtungsweisen, f\u00fcr ein und denselben Tatbestand. Wir betrachten die Sichtweise der Pharis\u00e4er, auf der einen Seite und die Sichtweise Jesu, auf der anderen Seite. Dabei f\u00e4llt auf, wie unterschiedlich das Urteil ausf\u00e4llt, je nach dem welche Position man bezieht. Die Pharis\u00e4er sahen sich, als H\u00fcter des Gesetzes, im Recht. Doch Jesus entlarvte sie als Menschen, die sich meilenweit vom wahren Geist des Gesetzes befanden, obwohl sie sich t\u00e4glich stundenlang damit befassten. Aus ihrer geistlichen Blindheit heraus missbrauchten die Pharis\u00e4er das Gesetz, um Unschuldige zu verurteilen und zu t\u00f6ten, w\u00e4hrend Jesus das Gesetz in seiner wahren Bedeutung anwandte und Barmherzigkeit aus\u00fcbte. Gott bewahre uns davor, Pharis\u00e4er zu werden und zu sein. M\u00f6ge er uns die wahre Bedeutung des Wortes offenbaren, damit wir im Interesse Gottes handeln und leben.<\/p>\n<p><strong>Teil I\tJesus verteidigt seine J\u00fcnger (1-8)<\/strong><\/p>\n<p>Wo befanden sich Jesus und seine J\u00fcnger am Sabbat? Betrachten wir Vers 1: <strong>\u201eZu der Zeit ging Jesus durch ein Kornfeld am Sabbat; und seine J\u00fcnger waren hungrig und fingen an, \u00c4hren auszuraufen und zu essen.\u201c<\/strong> Es war Sabbat und Jesus und seine J\u00fcnger waren auf dem Weg zur Synagoge, um Gottesdienst zu feiern. Und offensichtlich hatten die J\u00fcnger nicht gefr\u00fchst\u00fcckt. Sie m\u00fcssen unglaublich gro\u00dfen Hunger gehabt haben, so gro\u00df, dass es nicht mehr auszuhalten war. Und weil Jesus den Weg durch ein Kornfeld gew\u00e4hlt hatte (wahrscheinlich eine Abk\u00fcrzung), fingen die hungrigen J\u00fcnger an, \u00c4hren auszuraufen und zu essen. Es gibt viele M\u00f6glichkeiten, aus Getreide ein schmackhaftes Fr\u00fchst\u00fcck zuzubereiten (Brot, M\u00fcsli, Korni, Grie\u00dfbrei usw.). \u00c4hren aber unverarbeitet zu essen geh\u00f6rt ganz sicher nicht dazu. Und wenn wir Menschen wie die J\u00fcnger beobachten, wie sie aus Hunger \u00c4hren ausraufen und essen, dann entsteht in uns Mitleid. Sie tun uns leid, weil sie so arm und alternativlos sind.<\/p>\n<p>Was sagten aber die Pharis\u00e4er, als sie die J\u00fcnger sahen? Betrachten wir Vers 2: <strong>\u201eAls das die Pharis\u00e4er sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine J\u00fcnger tun, was am Sabbat nicht erlaubt ist.\u201c<\/strong> Die Pharis\u00e4er waren ebenfalls auf dem Weg zur Synagoge, um Gottesdienst zu feiern. Wie Jesus w\u00e4hlten auch sie den Weg durchs Kornfeld und sahen, wie die J\u00fcnger die \u00c4hren rupften. Doch der Anblick der J\u00fcnger bewirkte in ihnen weder Mitleid noch Verst\u00e4ndnis. Hartherzig fuhren sie Jesus an: <strong>\u201eSiehe, deine J\u00fcnger tun, was am Sabbat nicht erlaubt ist.\u201c<\/strong> Laut Gesetz war am Sabbat keine Arbeit erlaubt. Darauf bezogen sich die Pharis\u00e4er. Doch die Aktion der J\u00fcnger hatte nicht viel mit kommerzieller Arbeit zu tun.<\/p>\n<p>Was entgegnete Jesus den hartherzigen Pharis\u00e4ern? Betrachten wir Verse 3 und 4: <strong>\u201eEr aber sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als ihn und die bei ihm waren hungerte? Wie er in das Gotteshaus ging und a\u00df die Schaubrote, die doch weder er noch die bei ihm waren, essen durften, sondern allein die Priester?\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Inwiefern war Davids Fall mit dem Fall der J\u00fcnger vergleichbar? Wie die J\u00fcnger hatte David aus der Not heraus gehandelt, weil der Hunger ihn trieb. Und obwohl David getan hatte was nicht erlaubt war, hatte Gott David in Schutz genommen. Wir sehen darin Gottes Liebe zu seinem Knecht David. Auf vergleichbare Weise stellte sich Jesus vor seine J\u00fcnger und nahm sie in Schutz. Sie waren auf dem Weg zum Gottesdienst, um gemeinsam mit Jesus Gott anzubeten. Ihren Hunger zu stillen war wirklich kein Verbrechen.<\/p>\n<p>Bevor Jesus das Beispiel Davids brachte, fragte er die Pharis\u00e4er herausfordernd: <strong>\u201eHabt ihr nicht gelesen\u201c<\/strong>. Sicherlich hatten sie das Beispiel Davids gelesen aber sie hatten es entweder nicht verstanden oder nichts daraus gelernt, wahrscheinlich traf beides zu. Die Pharis\u00e4er h\u00e4tten laut Jesus in der Schrift das Herz Gottes kennen lernen sollen. Sie h\u00e4tten erkennen sollen, dass Gottes Herz f\u00fcr die Hilfsbed\u00fcrftigen und Notleidenden schl\u00e4gt. Gott hatte sogar Gesetze gegeben, damit gerade solche Menschen wie die hungrigen J\u00fcnger in den Feldern \u00c4hren sammeln und sich davon ern\u00e4hren sollten. Au\u00dferdem versorgt Gott seine geliebten Knechte und Kinder; sie stehen unter Gottes Segen.<\/p>\n<p>Welches zweite Beispiel brachte Jesus? Betrachten wir Vers 5: <strong>\u201eOder habt ihr nicht gelesen im Gesetz, wie die Priester am Sabbat im Tempel den Sabbat brechen und sind doch ohne Schuld?\u201c<\/strong> Jesus bringt das Beispiel der Priester, die am Sabbat den Tempeldienst verrichten. Sie brachen das Sabbatgebot, um Gottesdienst zu feiern. Auch am Sabbat dienten sie Gott und sie dienten den Menschen, indem sie Opfer f\u00fcr sie brachten und ihre S\u00f6hne beschnitten.<\/p>\n<p>Erneut fragte Jesus die Pharis\u00e4er herausfordernd: <strong>\u201e&#8230;habt ihr nicht gelesen im Gesetz\u201c<\/strong>. Es ist furchtbar, wenn man sich sein ganzes Leben lang intensiv mit der Bibel besch\u00e4ftig, sich aber weit weg vom eigentlichen Wortsinn befindet.<\/p>\n<p>Welche zentrale Botschaft lehrte Jesus daraufhin? Vers 6 lautet: <strong>\u201eIch sage euch aber: Hier ist Gr\u00f6\u00dferes als der Tempel.\u201c<\/strong> Warum war der Tempel gro\u00df? Der Tempel war gro\u00df, weil der Geist Gottes im Tempel wohnte. Deshalb durften die Priester auch am Sabbat im Tempel arbeiten und Gott dienen, weil Gott anwesend war und es erlaubte.<\/p>\n<p>Wer war nun gr\u00f6\u00dfer als der Tempel? Lesen wir Vers 8: <strong>\u201eDer Menschensohn ist ein Herr \u00fcber den Sabbat\u201c<\/strong>. Nun war nicht mehr der Tempel, sondern Jesus selbst Herr \u00fcber den Sabbat. Denn laut Vers 18 hatte Gott bereits im AT prophezeit, dass er seinen Geist auf den kommenden Christus legen wolle. Schlie\u00dflich offenbarte sich Jesus den Pharis\u00e4ern und seinen J\u00fcngern. Als vollm\u00e4chtiger Tr\u00e4ger des Geistes Gottes, offenbarte sich Jesus als den Herrn \u00fcber den Sabbat. Als Herr \u00fcber den Sabbat ist Jesus autorisiert, \u00fcber den Sabbat zu herrschen. Als Herr \u00fcber den Sabbat setzt er die Norm und alles was er duldet ist legitim. Jesus l\u00f6st als Herr \u00fcber den Sabbat den Tempel ab. Er schlie\u00dft das Kapitel des Alten Testaments. Mit Jesus beginnt eine neue Zeit. Das Judentum wird von Jesus abgel\u00f6st. Wir feiern nicht mehr den j\u00fcdischen Sabbat, am Samstag. Unser Sabbat findet am Sonntag statt, den Tag der Auferstehung unseres Herrn. <strong>\u201eDer Menschensohn ist ein Herr \u00fcber den Sabbat\u201c<\/strong>.<\/p>\n<p>Mit welchem grundlegenden Geist herrscht Jesus in der neu angebrochenen Zeit seiner Herrschaft? Lesen wir den Vers 7: <strong>\u201eWenn ihr aber w\u00fcsstet, was das hei\u00dft: \u201eIch habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer\u201c, dann h\u00e4ttet ihr die Unschuldigen nicht verdammt.\u201c<\/strong> Jesus lehrte ihnen das grundlegende Herzensanliegen Gottes, mit dem Gott die Gebote gegeben hat. Gott hat Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer. Die Pharis\u00e4er brachten viele Opfer, weit mehr als die restliche Bev\u00f6lkerung aber ohne Gottes Herz zu verstehen.<\/p>\n<p>Auch hier gebraucht Jesus Begriffe wie: <strong>\u201eWenn ihr aber w\u00fcsstet, was das hie\u00dft\u201c<\/strong>, um deutlich zu machen, dass sie das Ziel ihres religi\u00f6sen Lebens v\u00f6llig verfehlt hatten. Ihr Bibelstudium hatte das Ziel weit verfehlt. Der Schuss war nach hinten losgegangen. Anstatt sich dem Herzensanliegen Gottes zu n\u00e4hern und seinem Wesen immer \u00e4hnlicher zu werden, hatten sie sich zu hartherzigen Fanatikern entwickelt, die andere richteten. Sie taten, woran Gott kein Wohlgefallen hat und sie konnten nicht vorweisen, was Gott gef\u00e4llt. Das ist wirklich eine tragische Entwicklung. Anstatt ein Segen zu sein, wurden sie zum Fluch f\u00fcr das Volk.<\/p>\n<p>Auch wir sind vor dieser unseligen Entwicklung nicht gefeit. Lasst uns Jesu Worte zu Herzen nehmen, wenn er wiederholt sagt: <strong>\u201eHabt ihr nicht gelesen\u201c<\/strong> und <strong>\u201eWenn ihr aber w\u00fcsstet, was das hei\u00dft\u201c<\/strong>. Gott bewahre uns davor, hartherzige Christen zu sein, die f\u00fcr andere Glaubensgeschwister Verachtung \u00fcbrig haben und sie st\u00e4ndig richten. Gott segne unser Bibelstudium, damit es ein wahres Bibelstudium ist, wodurch wir das Herz unseres Herrn erkennen, begreifen und anziehen. M\u00f6ge Jesu Barmherzigkeit, mit der er uns unz\u00e4hlige Male getragen hat, als wir schwach wurden und uns wieder aufgerichtet hat, als wir versagt haben auch uns anstecken, damit wir jedermann Barmherzigkeit aus\u00fcben. Gott segne dazu unsere stille Zeit des Gebets, damit wir unserem Herrn immer \u00e4hnlicher werden, der voller Barmherzigkeit ist. Gott mache aus jedem von uns Christen, die von Herzen barmherzig sind, andere lieben, ihnen helfen und sie erbauen. Gott gebrauche uns als Segen und nicht als Fluch f\u00fcr andere.<\/p>\n<p><strong>Teil II\t\tJesus heilt eine verdorrte Hand am Sabbat (9-14)<\/strong><\/p>\n<p>Was geschah, als Jesus, seine J\u00fcnger und die Pharis\u00e4er die Synagoge erreichten? Betrachten wir die Verse 9 und 10. <strong>\u201eUnd siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist\u2019s erlaubt, am Sabbat zu heilen?, damit sie ihn verklagen k\u00f6nnten.\u201c<\/strong> Dieser Vers zeigt uns zwei Dinge. 1) Wie organisiert die Pharis\u00e4er waren und 2) wie b\u00f6sartig und morallos in ihren Motiven.<\/p>\n<p>Woran sehen wir, dass sie organisiert waren? Sie hatten einen Menschen mit einer verdorrten Hand in ihre Synagoge gebracht. Da Menschen mit dieser Krankheit als unrein galten, durften sie nicht in die Synagoge. Die Pharis\u00e4er h\u00e4tten ihn \u00fcber alle Berge gejagt, wenn er freiwillig in ihre Synagoge gekommen w\u00e4re. Sie machten eine Ausnahme, weil Jesus dabei war.<\/p>\n<p>Woran sehen wir ihre abgrundtiefe Bosheit? Wir lesen im Vers 10: <strong>\u201eIst\u2019s erlaubt, am Sabbat zu heilen?, damit sie ihn verklagen k\u00f6nnten.\u201c<\/strong> Die Pharis\u00e4er legten eine verabscheuungsw\u00fcrdige Logik an den Tag. Jesus erlaubte seinen J\u00fcngern am Sabbat zu essen, so wie Gott es David erlaubt hatte. Aber nun ging es nicht darum, sein eigenes Leben vor dem Hungertod zu retten, sondern darum, eine Arbeit an anderen zu verrichten. Und da Jesus weder Priester noch im Tempel war, hielten sie das Heilen nach dem Sabbatgebot f\u00fcr verboten. Das schien der geeignete Augenblick zu sein, Jesus zu verurteilen.<\/p>\n<p>Sie hatten wirklich nichts gelernt. Jesus hatte ihnen auf dem Weg zur Synagoge, in kurzer Zeit, das wertvollste Bibelstudium ihres Lebens abgehalten und offenbart, dass Gott Wohlgefallen an Barmherzigkeit hat und dass Jesus ein Herr \u00fcber den Sabbat ist, doch sie erwiesen sich als Unbelehrbare. Sie suchten einen armen, geplagten Menschen, um ihn als K\u00f6der auszunutzen und was sie ebenfalls ausnutzten war das Gesetz und die Barmherzigkeit Jesu. Und das alles f\u00fcr ihre intriganten Pl\u00e4ne.<\/p>\n<p>Wie ging Jesus mit ihrer Arglist um? Betrachten wir Verse 11 und 12: <strong>\u201eAber er sprach zu ihnen: Wer ist unter euch, der sein einziges Schaf, wenn es ihm am Sabbat in eine Grube f\u00e4llt, nicht ergreift und ihm heraushilft? Wie viel mehr ist nun ein Mensch als ein Schaf! Darum darf man am Sabbat Gutes tun.\u201c<\/strong> Jesus enttarnte die Pharis\u00e4er als Heuchler. Sie hielten die Heilung eines anderen Menschen f\u00fcr Sabbatbruch, doch jeder einzelne von ihnen w\u00fcrde sein eigenes Schaf aus der Grube retten, auch am Sabbat. Dabei ist ein Mensch viel mehr wert als ein Schaf, f\u00fcr Jesus sogar ein Mann mit einer verdorrten Hand. <strong>\u201eDarum darf man am Sabbat Gutes tun.\u201c <\/strong>(lauten die Worte des Herrn)<\/p>\n<p>Betrachten wir Vers 13. Daraufhin <strong>\u201esprach er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und sie wurde ihm wieder gesund wie die andere.\u201c<\/strong> Nachdem Jesus im ersten Teil des Textes Barmherzigkeit gepredigt hatte, bewirkte er mit seiner g\u00f6ttlichen Vollmacht Barmherzigkeit am Leben des Unreinen. Er erl\u00f6ste den armseligen Menschen von seiner schrecklichen Plage und tat am Sabbat Gutes. Somit demonstrierte Jesus Barmherzigkeit und dass er Herr \u00fcber den Sabbat ist.<\/p>\n<p>Wie reagierten die Pharis\u00e4er auf das zweite \u201eBibelstudium\u201c Jesu an diesem Tag? Vers 14 verk\u00fcndet: <strong>\u201eDa gingen die Pharis\u00e4er hinaus und hielten Rat \u00fcber ihn, wie sie ihn umbr\u00e4chten.\u201c<\/strong> W\u00e4hrend die Pharis\u00e4er im ersten Teil nur eine theologische Meinungsverschiedenheit mit Jesus zu haben schienen, entwickelte sich ihre Ablehnung gegen\u00fcber Jesus und dem Wort Gottes zu Mordgedanken. Wir sehen, welche unheilvolle Entwicklung eine solche Ablehnung mit sich f\u00fchren kann. Dabei waren die Pharis\u00e4er keine au\u00dferirdischen Monster. Sie waren Menschen wie du und ich, die regelm\u00e4\u00dfig die Bibel studierten. Deshalb muss uns ihr Negativbeispiel eine Warnung sein. Lasst uns von unserem Herrn Jesus lernen, der nach Gutem aus war und nach dem Willen Gottes Barmherzigkeit aus\u00fcbte, obwohl sein Leben in Gefahr war. M\u00f6ge Gott sein Wort aus dem Matth\u00e4usevangelium dazu gebrauchen, damit wir von Jesus lernen, eins mit ihm sind und dasselbe Ziel verfolgen. Gott gebrauche uns als Segen f\u00fcr die geistlich Verlorenen.<\/p>\n<p><strong>Teil III\tDie Heiden werden auf seinen Namen hoffen (15-21)<\/strong><\/p>\n<p>Was tat Jesus, nachdem er von ihren Mordgedanken erfuhr? Betrachten wir die Verse 15 und 16. Jesus ging fort und heilte die gro\u00dfe Menge, die ihm nachfolgte und gebot ihnen, ihn nicht offenbar zu machen.<\/p>\n<p>Die Erf\u00fcllung welcher Verhei\u00dfung sah darin der Verfasser? Betrachten wir die Verse 17-21. Der Verfasser, ein ehemaliger Z\u00f6llner, sah, was eigentlich die Pharis\u00e4er, als Gelehrte der Schrift, h\u00e4tten sehen sollen. Er erkannte, dass Jesaja in seiner gro\u00dfen Prophezeiung keinen anderen meinte, als Jesus. Die Prophezeiung lautet: <strong>\u201eSiehe, das ist mein Knecht, den ich erw\u00e4hlt habe und mein Geliebter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat; ich will meinen Geist auf ihn legen und er soll den Heiden das Recht verk\u00fcndigen. Er wird nicht streiten noch schreien und man wird seine Stimme nicht h\u00f6ren auf den Gassen; das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht wird er nicht ausl\u00f6schen, bis er das Recht hinausf\u00fchrt zum Sieg; und die Heiden werden auf seinen Namen hoffen.\u201c<\/strong> Wir sehen, wie unterschiedlich die Meinung \u00fcber Jesus ausfiel. Die Pharis\u00e4er sahen in Jesus einen gottlosen Gesetzesbrecher, w\u00e4hrend der einfache J\u00fcnger Matth\u00e4us die Bedeutung der Schrift richtig deutete und in Jesus den erw\u00e4hlten und geliebten Knecht Gottes erkannte, an dem Gott Wohlgefallen hat. Die Pharis\u00e4er hielten Jesus f\u00fcr besessen, w\u00e4hrend der Verfasser richtigerweise erkannte, dass Gottes Geist auf Jesus lag. Jedermann, der etwas in der Welt gelten wollte, warb lautstark in den Gassen f\u00fcr sich und stritt sich kr\u00e4ftig mit seinen Kontrahenten, doch Jesus schrie weder, noch suchte er Reputation in der \u00d6ffentlichkeit. Die Pharis\u00e4er gingen hart um, mit den armseligen Menschen, die aufgrund ihrer Schw\u00e4che ein geplagtes Leben f\u00fchrten, wie z.B. dem Menschen mit der verdorrten Hand oder den hungrigen J\u00fcngern. Doch Jesus war ganz anders. Er zerbrach das geknickte Rohr nicht, noch l\u00f6schte er den glimmenden Docht aus. Mit seiner Barmherzigkeit nahm er Menschen an, die wegen ihrer S\u00fcnde und vielerlei Plagen litten. Er nahm sie an, wie etwa seine J\u00fcnger und lehrte sie das g\u00f6ttliche Wort und die geistliche Lebensweise. Er trug sie und r\u00fcstete sie, bis sie mit ihm den letzten Sieg erlangen w\u00fcrden. Der Verfasser selbst konnte ein Lied davon singen. Er selbst, war als Z\u00f6llner wie ein geknicktes Rohr. Ein kleiner Sto\u00df h\u00e4tte gereicht und er w\u00e4re gebrochen. Er war wie ein glimmender Docht. Ein Windhauch h\u00e4tte gen\u00fcgt und er w\u00e4re erloschen. Doch gut, das er Jesus begegnet ist und nicht einem Pharis\u00e4er. Jesus verurteilte ihn nicht, obwohl er S\u00fcnder war. Jesus lud ihn vielmehr ein, ein neues Leben im Himmelreich zu f\u00fchren. Und nur weil Matth\u00e4us die Einladung Jesu annahm, wurde er zum Segen f\u00fcr die Welt und zum ewigen Sieger, in Christus.<\/p>\n<p>Durch die Prophezeiung der Schrift sah der Verfasser in Jesus noch etwas mehr, etwas, das die Pharis\u00e4er niemals akzeptiert h\u00e4tten. Jesus war derjenige, \u00fcber den verk\u00fcndet war: <strong>\u201eer soll den Heiden das Recht verk\u00fcnden&#8230;und die Heiden werden auf seinen Namen hoffen.\u201c<\/strong> Die Geschichte hat die Prophezeiung bewahrheitet. Auf der ganzen Welt wird der Name Jesu gerufen und unz\u00e4hlige hoffen auf seinen Namen. Jesu Barmherzigkeit breitete sich aus in alle Himmelsrichtungen.<\/p>\n<p>\u201e<strong>die Heiden werden auf seinen Namen hoffen<\/strong>\u201c. Mit Heiden, im biblischen Sinne, sind wir gemeint, die Nichtjuden. Jesus ist auch f\u00fcr uns gekommen. Oft sind auch wir wie geknickte Rohre und glimmende Dochte. Jeder, der durch das Wort Gottes seine eigene Schw\u00e4che erkennt, seine Mangelhaftigkeit, seine S\u00fcnde und die Finsternis im Herzen und dar\u00fcber betr\u00fcbt ist, ist ein geknicktes Rohr und ein glimmender Docht. Das geknickte Rohr und der glimmende Docht sind sehr betr\u00fcbt. Sie entsprechen nicht dem g\u00f6ttlichen Ma\u00dfstab. Sie sind hilflos und verzweifelt. Doch gerade f\u00fcr sie ist Jesus gekommen. Er wird uns nicht brechen oder ausl\u00f6schen. Er wird uns heilen und wiederherstellen. Das geknickte Rohr wird ein gesundes, aufrecht stehendes Rohr. Der glimmende Docht wird Feuer und Flamme sein und pr\u00e4chtig lodern. Wir hoffen wahrhaftig auf den Namen unseres Herrn Jesus. Seine Barmherzigkeit ist unser Zufluchtsort, unsere wahre Heimat. Allein aufgrund seiner Barmherzigkeit wird er uns zum letzten Sieg f\u00fchren. M\u00f6ge er auch den vielen, f\u00fcr die wir t\u00e4glich beten, zu sich und zum Sieg geleiten.<\/p>\n<p>Durch die heutige Lektion lerne ich das Herz Jesu kennen. Ich bin Zeuge der unbegrenzten Barmherzigkeit Jesu. Ich lebe, webe und bin, weil er barmherzig ist. Als gro\u00dfer Schuldner der Barmherzigkeit will ich mir das Herz meines Herrn aneignen. Deshalb will ich im intensiven Gebet und Studium des Wortes t\u00e4glich zu Gott kommen und Ver\u00e4nderung erfahren. Auf diese Weise will ich mit anderen Menschen im Interesse Gottes umgehen. Gott hat Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer. Nach diesem Leitwort will ich mein Glaubensleben ausrichten und ein wahrer Segen sein. M\u00f6ge Gott mein Glaubensleben reichlich segnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Jesus ist Herr \u00fcber den Sabbat \u201eDer Menschensohn ist ein Herr \u00fcber den Sabbat\u201c (8) Im heutigen Text sehen wir 2 unterschiedliche Betrachtungsweisen, f\u00fcr ein und denselben Tatbestand. Wir betrachten die Sichtweise der Pharis\u00e4er, auf der einen Seite und die Sichtweise Jesu, auf der anderen Seite. 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