{"id":1580,"date":"2011-08-07T19:47:25","date_gmt":"2011-08-07T18:47:25","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1580"},"modified":"2022-11-18T12:24:35","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:35","slug":"predigt-matthaus-1016-42","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-matthaus-1016-42\/","title":{"rendered":"Predigt: Matth\u00e4us 10,16 &#8211; 42"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/P11Mt10-1642_neu.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Wer aber bis an das Ende beharrt<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Und ihr werdet gehasst werden von jedermann um meines Namens willen.<br \/>\nWer aber bis an das Ende beharrt, der wird selig werden.\u201c<\/strong><em><strong> <\/strong><\/em><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(10,22)<\/p>\n<p>Letzte Woche haben wir geh\u00f6rt, wie Jesus die zw\u00f6lf J\u00fcnger rief und mit dem Evangelium aussandte (1-15). Unser heutiger Text schlie\u00dft sich direkt daran an, Jesus warnt darin seine J\u00fcnger noch vor ihrer Aussendung vor den kommenden Verfolgungen und sagt ihnen voraus, von wem und wie heftig sie stark sie verfolgt werden. Vor allem lehrt Jesus seine J\u00fcnger und uns, mit welcher Einstellung wir in den Verfolgungen leben sollen, damit wir sie \u00fcberwinden und das Ziel unseres Lebens trotzdem erreichen k\u00f6nnen. Diese Voraussage galt nicht nur f\u00fcr die J\u00fcnger damals, sondern auch f\u00fcr die Christen nach ihnen bis heute, und sie wird sich vollst\u00e4ndig erf\u00fcllen bis zu dem Tag, an dem Jesus wiederkommt. Eigentlich will niemand wirklich gerne verfolgt werden. Doch w\u00e4hrend wir als Christen innerlich Frieden und gro\u00dfe Zufriedenheit in unserer Beziehung zu Gott erfahren, ist es unvermeidlich, dass wir seitens der Welt Kritik, Ablehnung und Verfolgung erfahren. Kurz gesagt ist Verfolgung ein unvermeidbarer Bestandteil des Glaubens\u00adlebens, auf den wir uns vorbereiten und einstellen sollen. Lasst uns daher nun lernen, wie wir die kommenden Verfolgungen \u00fcberwinden und selig werden k\u00f6nnen!<\/p>\n<p><strong>1. Ich sende euch wie Schafe mitten unter die W\u00f6lfe (16-26a)<\/strong><\/p>\n<p>Wie sah Jesus seine J\u00fcnger, als er sie in die Welt aussandte? Jesus sagt im Vers 16a:<strong> \u201eSiehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die W\u00f6lfe.\u201c <\/strong>Als Jesus seine J\u00fcnger aussandte und dabei an die Welt dachte, in die er sie sandte, war ihm bewusst, dass sie dort wie Schafen unter W\u00f6lfen sein w\u00fcrden. Das Bild von Schafen mitten unter W\u00f6lfen macht klar, was f\u00fcr gro\u00dfe Gefahren in der Welt auf die J\u00fcnger  lauern, die ihr geistliches und physisches Leben bedrohen.<\/p>\n<p>Welche Anweisung gibt Jesus seinen J\u00fcngern deswegen mit? Er sagt zu ihnen: <strong>\u201eDarum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben\u201c <\/strong>(16b). Die J\u00fcnger sollen in ihrem Leben unter den Menschen in der Welt klug sein wie die Schlangen, die fr\u00fcher als besonders klug galten. Als Jesu J\u00fcnger brauchen wir etwa Klugheit f\u00fcr die Frage, wem wir in welcher Situation von Jesus erz\u00e4hlen sollen und wann nicht. Zum Beispiel w\u00e4re es wohl nicht so klug, wenn M. Esther, die sich zurzeit um eine Aufenthaltserlaubnis bem\u00fcht, um dauerhaft mitwirken zu k\u00f6nnen, der zust\u00e4ndigen Frau in der Beh\u00f6rde als Erstes sagen w\u00fcrde, dass sie Bu\u00dfe tun muss, damit sie ins Himmelreich kommt (7,6). Doch wir sollen als Jesu J\u00fcnger nicht nur klug sein wie die Schlangen, sondern auch ohne Falsch wie die Tauben. Wir sollen also klug, aber dabei auch aufrichtig und wahrhaftig leben.<\/p>\n<p>Wovor warnt Jesus seine J\u00fcnger? Betrachten wir die Verse 17 und 18: <strong>\u201eH\u00fctet euch aber vor den Menschen; denn sie werden euch den Gerichten \u00fcber\u00adant\u00adworten und werden euch gei\u00dfeln in ihren Synagogen. Und man wird euch vor Statthalter und K\u00f6nige f\u00fchren um meinetwillen, ihnen und den Heiden zum Zeugnis.\u201c<\/strong> Jesus ermahnt sie, sich vor den Menschen zu h\u00fcten, weil viele sie verfolgen werden. Denn Jesu J\u00fcnger werden von staatlichen und religi\u00f6sen Institutionen angeklagt und misshandelt werden, allein weil sie an Jesus glauben. \u2013 Hier k\u00f6nnte jemand fragen: Warum l\u00e4sst Gott es \u00fcberhaupt zu, dass Jesu J\u00fcnger verfolgt werden, obwohl Gott doch die Macht hat, so etwas zu verhindern? Doch Verfolgungen sind kein sinnloses Leiden. In Vers 18 sagt Jesus, dass dies <strong>\u201eihnen und den Heiden zum Zeugnis\u201c<\/strong> geschieht. Gott l\u00e4sst also Verfolgungen zu, damit dadurch Menschen ein Zeugnis vom Evangelium h\u00f6ren k\u00f6nnen, die es sonst nie h\u00f6ren w\u00fcrden. In Deutschland erleben wir als Christen zurzeit keine Verfolgungen, die mit dem, was Jesus hier ank\u00fcndigt, vergleichbar w\u00e4ren. Aber wir k\u00f6nnen zum Beispiel wegen unseres Glaubens an Jesus gemieden oder wegen unserem Dienst f\u00fcr das Evangelium kritisiert oder dabei behindert werden. Doch unabh\u00e4ngig davon, ob wir kleine oder gr\u00f6\u00dfere Verfolgungen erleben werden, sollen wir nicht negativ dar\u00fcber denken, als ob etwas schief gegangen w\u00e4re. Wir sollen uns klar sein, dass Gott Verfolgungen zul\u00e4sst, um sein Evangelium weiter zu verbreiten.<\/p>\n<p>Auch wenn wir also wissen, dass Verfolgungen einen Sinn haben, kann uns die Frage, ob wir in so einer Situation uns richtig verhalten k\u00f6nnten, gro\u00dfe Sorgen bereiten. Doch mit welcher Hilfe d\u00fcrfen Jesu J\u00fcnger rechnen, wenn sie wegen ihres Glaubens angeklagt werden? Jesus sagt: <strong>\u201eWenn sie euch nun \u00fcberantworten werden, so sorgt nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es soll euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. Denn nicht ihr seid es, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet\u201c<\/strong> (19.20). Gott l\u00e4sst uns, wenn wir wegen unseres Glaubens angeklagt werden, nicht im Stich, sondern steht uns bei und gibt uns durch den Heiligen Geist ein, was wir reden sollen. Wir sollen uns also keine Sorgen machen.<\/p>\n<p>Worauf m\u00fcssen wir aber gefasst sein, wer sich an der Verfolgung beteiligen wird? Jesus sagt im Vers 21: <strong>\u201eEs wird aber ein Bruder den andern dem Tod preisgeben und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich emp\u00f6ren gegen ihre Eltern und werden sie t\u00f6ten helfen.\u201c<\/strong> Wir m\u00fcssen darauf gefasst sein, dass wir besonders von den eigenen Familien\u00adange\u00adh\u00f6rigen verfolgen werden. Denn die eigenen Eltern, Geschwister oder Kinder werden, wenn sie das Evangelium selbst nicht annehmen wollen, durch unseren Glauben besonders provoziert. Dabei kann ihr Hass auf Jesus so weit gehen, dass sie sogar dabei mitwirken, dass wir wegen unseres Glaubens hingerichtet werden. Jesus sagt weiter: <strong>\u201eUnd ihr werdet gehasst werden von jedermann um meines Namens willen\u201c <\/strong>(22a). Es ist nicht leicht, den Hass eines Menschen auszuhalten. Aber es wird die Zeit kommen, dass wir Christen von jedermann gehasst werden. Diese Ank\u00fcndigung klingt extrem beunruhigend. Was sollen wir dann tun, um in dieser Zeit bestehen zu k\u00f6nnen? Lesen wir gemeinsam Vers 22b: <strong>\u201eWer aber bis an das Ende beharrt, der wird selig werden.\u201c <\/strong>Wir sollen bis an das Ende beharren. In diesem Wort weist Jesus uns darauf hin, dass alle Verfolgung ein Ende hat. Sp\u00e4testens dann, wenn Jesus selbst als Herr und Richter wiederkommen wird, wird alle Verfolgung zu Ende sein, und er wird uns in sein ewiges herrliches Reich f\u00fchren, wo wir wahrhaft selig sind. Bis dahin sollen wir auch in der Zeit heftiger Verfolgung im Glauben und im Gehorsam gegen\u00fcber Jesus bis an das Ende beharren. Wie k\u00f6nnen wir das tun? Wir brauchen dazu die Kraft klaren Glaubens, feste Entschlossenheit und Geduld, damit wir bis ans Ende im Glauben beharren k\u00f6nnen. M\u00f6ge Gott uns dabei helfen! Lasst uns im Folgenden weiter lernen, wie wir uns darauf vorbereiten k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>Im Vers 23 sagt Jesus, dass Jesu J\u00fcnger gegen ihre Verfolger nicht etwa k\u00e4mpfen sollen, sondern in andere St\u00e4dte fliehen sollen, bis der Menschensohn kommen wird.<\/p>\n<p>Woran sollen wir in den Verfolgungen denken, damit wir bis ans Ende beharren k\u00f6nnen? Jesus sagt in den Versen 24 und 25: <strong>\u201eDer J\u00fcnger steht nicht \u00fcber dem Meister und der Knecht nicht \u00fcber seinem Herrn. Es ist f\u00fcr den J\u00fcnger genug, dass er ist wie sein Meister und der Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausherrn Beelzebul genannt, wie viel mehr werden sie seine Hausgenossen so nennen!\u201c <\/strong>Hier erinnert Jesus daran, dass er selbst verfolgt worden ist. Obwohl Jesus nur den Willen Gottes getan hat, wurde er immer wieder kritisiert, als Fresser und Weins\u00e4ufer beschimpft und sogar als \u201eBeelzebul\u201c verleumdet, der mit der Kraft des Teufels wirkt. Jesus wurde bis dahin verfolgt, dass er zum Tod verurteilt und am Kreuz hingerichtet wurde. Wenn Jesus als unser Herr und Meister so verfolgt wurde, ist es nur selbstverst\u00e4ndlich, dass wir als seine J\u00fcnger auch verfolgt werden. Darum sollen wir uns nicht wundern, wenn wir verfolgt werden. Wir sollen in der Verfolgung nicht auf uns selbst, sondern auf Jesus schauen, der die schwerste Verfolgung erduldet hat und durch sein absolutes Vertrauen auf Gott \u00fcberwunden hat. Wenn wir in Verfolgungen auf Jesus schauen, wird Gott uns sicher helfen, bis an das Ende im Glauben und Gehorsam gegen\u00fcber ihm zu beharren. M\u00f6ge Gott jedem von uns dabei helfen!<\/p>\n<p><strong>2. Wer mich vor den Menschen bekennt (26b-33)<\/strong><\/p>\n<p>Was bedeutet es praktisch, dass wir bis ans Ende beharren sollen? Wie sollen wir in der Zeit der Verfolgung leben? Jesus sagt in den Versen 26b und 27: <strong>\u201eEs ist nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, was man nicht wissen wird. Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was euch gesagt wird in das Ohr, das predigt auf den D\u00e4chern.\u201c <\/strong>Angesichts von Verfolgungen w\u00fcrden wir uns instinktiv am liebsten verstecken, bis alles irgendwann vorbei ist. Doch was Jesus hier sagt, ist v\u00f6llig anders. Denn Jesus sagt hier zu den J\u00fcngern, dass das Evangelium wie ein Licht ist, das nicht verborgen bleiben, sondern hell leuchten soll, und dass sie das, was er ihnen im Vertrauen gesagt hat, auf den D\u00e4chern predigen sollen. Damit wird klar, dass das Harren bis ans Ende kein passives Warten ist, sondern dass wir das Licht des Evangeliums vor den Leuten hell leuchten lassen und die Botschaft laut und klar verk\u00fcndigen sollen. Wir sollen also auch in der Zeit der Verfolgung weiter aktiv als Bibellehrer wirken, damit Gott bis zum Ende Menschen erreichen und retten kann.<\/p>\n<p>Doch wenn wir trotz drohender Verfolgung das Evangelium bezeugen sollen, kann in uns schnell Furcht aufkommen. Wie k\u00f6nnen wir sie \u00fcberwinden? Jesus sagt im Vers 28: <strong>\u201eUnd f\u00fcrchtet euch nicht vor denen, die den Leib t\u00f6ten, doch die Seele nicht t\u00f6ten k\u00f6nnen; f\u00fcrchtet euch aber viel mehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der H\u00f6lle.\u201c <\/strong>Hier redet Jesus von zwei Arten von Furcht. Wir sollen uns nicht vor den Menschen f\u00fcrchten. Denn Menschen k\u00f6nnen uns nicht entscheidenden Schaden antun, sie k\u00f6nnen im schlimmsten Fall unseren K\u00f6rper t\u00f6ten. Aber wir sollen Gott f\u00fcrchten, der die Macht hat, unseren K\u00f6rper und unsere Seele auf ewig zu verderben. Gott zu f\u00fcrchten bedeutet nicht, dass wir vor Gott in Angst leben sollen; es bedeutet, dass wir ihn von ganzem Herzen lieben und um jeden Preis seinen Willen tun wollen. Wenn wir Gott wirklich f\u00fcrchten, verschwindet die Menschenfurcht aus unseren Herzen.<\/p>\n<p>Warum ist es wirklich unangebracht, dass wir uns f\u00fcrchten? Jesus fragt: <strong>\u201eKauft man nicht zwei Sperlinge f\u00fcr einen Groschen? Dennoch f\u00e4llt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater. Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gez\u00e4hlt. Darum f\u00fcrchtet euch nicht; ihr seid besser als viele Sperlinge\u201c <\/strong>(29-31). Gott ist unser Vater im Himmel, der uns ganz genau kennt. Er hat sogar die Haare auf unserem Kopf gez\u00e4hlt und wei\u00df t\u00e4glich die aktuelle Zahl (im Durchschnitt verlieren wir etwa 60 Haare am Tag, aber Gott ist immer aktuell \u00fcber unsere Lage informiert). Er k\u00fcmmert sich sogar um kleine V\u00f6gel, die man damals f\u00fcr ein paar Cent kaufen konnte. Wie viel mehr wird er sich in der Zeit der Verfolgung sorgf\u00e4ltig um uns k\u00fcmmern! Darum brauchen wir uns wirklich nicht zu f\u00fcrchten.<\/p>\n<p>Warum ist es so wichtig, dass wir uns auch in der Zeit der Verfolgung nicht f\u00fcrchten, sondern Jesus aktiv bekennen? Jesus sagt in den Versen 32 und 33: <strong>\u201eWer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater.\u201c <\/strong>Wir sollen Jesus vor den Menschen bekennen. Wenn wir Jesus vor den Menschen bekennen, bekennen wir damit unsere Zugeh\u00f6rigkeit zu ihm und somit unsere Identit\u00e4t als J\u00fcnger Jesu und Kinder Gottes. Durch dieses Bekenntnis wird also unser Glaube gest\u00e4rkt. Zum anderen bekommen durch unser Bekenntnis die Menschen, vor denen wir Jesus bekennen \u2013 etwa unsere Mitsch\u00fcler, Kommilitonen, Freunde oder Kollegen \u2013 die Gelegenheit, Jesus als den wahren Heiland und Herrn zu erkennen und ihr eigenes Herz f\u00fcr ihn zu \u00f6ffnen. Vor allem geben wir, wenn wir Jesus bekennen, ihm die Ehre und erkennen ihn als den an, der er ist, n\u00e4mlich unser Heiland, unser Retter und Herr. Jesus verspricht uns daher, dass er, wenn wir ihn vor den Menschen bekennen, uns vor seinem himmlischen Vater bekennen wird, wenn wir einmal vor ihm stehen!<\/p>\n<p>Woran liegt es aber, wenn Menschen Jesus manchmal nicht bekennen, obwohl sie es sollten, obgleich sie nicht wirklich mit Verfolgung rechnen m\u00fcssen? Weil sie Angst haben vor nachteiligen Konsequenzen, zum Beispiel davor, dass die anderen sie f\u00fcr \u00fcbertrieben religi\u00f6s halten und verachten oder sich von ihnen abwenden k\u00f6nnten. Warum ist es aber so schlimm, wenn wir Jesus vor den Menschen verleugnen? Wenn ein Mann aus irgendeinem Grund seine eigene Ehefrau verleugnen w\u00fcrde oder eine Frau ihren Mann, w\u00e4re das wirklich schlimm, weil dadurch die Beziehung komplett geleugnet wird, es kann zur Scheidung kommen, wenn der Ehepartner sich nicht entschuldigt und der andere die Entschuldigung annimmt. Aber wie viel schlimmer ist es, Jesus zu verleugnen, der unser Retter und Herr geworden ist und dem wir alles zu verdanken haben. Jesus sagt, dass er diejenigen, die ihn vor den Menschen verleugnen, auch vor seinem himmlischen Vater verleugnen will. M\u00f6ge Gott uns helfen, dass wir im Glauben stark werden und mit ihm verbunden leben, sodass wir niemals Jesus verleugnen, sondern jederzeit ihn bekennen k\u00f6nnen, selbst wenn unser Bekenntnis unsere Verfolgung zur Folge haben k\u00f6nnte!<\/p>\n<p><strong>3. Wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird\u2019s finden (34-39)<\/strong><\/p>\n<p>Was sagt Jesus noch dar\u00fcber, was in der Zeit der Verfolgung passieren wird? Betrachten wir die Verse 34-36: <strong>\u201eIhr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.\u201c <\/strong>Hier spricht Jesus \u00fcber die Wirksamkeit des Evangeliums, das eine klare Trennung unter den Menschen hervorrufen wird. Denn das Evangelium wird bewirken, dass es ganz klar wird, welche Menschen an Jesus glauben und f\u00fcr ihn leben wollen, und welche Menschen sich selbst am meisten lieben. Wir leben zurzeit in einer Art Grauzone, in der man oft nicht wei\u00df, wer ein Christ ist und wer nicht. Aber im Laufe der Zeit wird das Evangelium immer mehr in der Gesellschaft wirken, sodass klar wird, wer zu Jesus geh\u00f6rt und wer nicht. Diese Trennlinie wird quer durch die Familien gehen.<\/p>\n<p>Angesichts dieses Werks der Trennung in der Gesellschaft ist es n\u00f6tig, dass sich jeder klar entscheidet, wo er stehen will. Was verlangt Jesus dabei von seinen J\u00fcngern bzw. von uns? Betrachten wir Vers 37:<strong> \u201eWer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.\u201c <\/strong>Als Jesu J\u00fcnger m\u00fcssen wir Jesus mehr lieben als unsere Eltern und auch mehr als unsere Kinder. Jesus ist Gott und damit unser Sch\u00f6pfer und unser Retter von der S\u00fcnde und Quelle des ewigen Lebens. Wer andere Menschen mehr liebt als ihn, der ist seiner Person und seiner Gaben nicht wert.<\/p>\n<p>Das Werk der Trennung durch das Evangelium geschieht nicht nur in den Familien und in der Gesellschaft, sondern auch in unserem eigenen Herzen. Denn das Evangelium hilft uns, uns klar zu werden, dass wir nur einen am meisten lieben k\u00f6nnen, und uns klar zu entscheiden, Jesus mehr zu lieben als unser selbst und unser eigenes Leben. Darum sagt Jesus weiter: <strong> \u201eUnd wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird&#8217;s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird&#8217;s finden.\u201c<\/strong> Wir sollen Jesus mehr lieben als uns selbst und sollen unser Kreuz auf uns nehmen und aktiv Jesus nachfolgen, anstatt zu versuchen, unser eigenes Leben nach unseren Vorstellungen aufzubauen und zu genie\u00dfen. Nur wenn wir das lernen, Jesus mehr zu lieben als unsere Familie und mehr uns selbst und unser Leben, k\u00f6nnen wir bis an das Ende im Glauben an Jesus und in der Nachfolge gegen\u00fcber ihm treu sein. Gott helfe jedem von uns, Jesus mehr zu lieben als uns selbst, damit wir bis ans Ende im Glauben beharren und ihm treu nachfolgen k\u00f6nnen!<\/p>\n<p><strong>4. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf (40-42)<\/strong><\/p>\n<p>Wenn die J\u00fcnger Jesus mehr lieben als sich selbst und bis zum Ende im Glauben beharren, werden sie nicht nur selbst von Gott reichlich gesegnet und in Ewigkeit belohnt werden. Sie werden auch zum Segen f\u00fcr andere Menschen werden. Denn Jesus sagt im Vers 40: <strong>\u201eWer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat.\u201c<\/strong> Wie die Menschen auf die J\u00fcnger Jesu reagieren, die Jesus gesandt hat, hat eine extrem weit reichende, eigentlich unfassbare Folge: denn diejenigen, die Jesu J\u00fcnger, die er gesandt hat, aufnehmen, nehmen Jesus selbst auf und mit ihm Gott, den Vater.  \u201eAufnehmen\u201c bedeutet nicht allein, dass sie Jesu J\u00fcnger in ihr Haus lassen und ihnen etwas zu Essen und einen Platz zum \u00dcbernachten geben, sondern dass sie sie wirklich als Jesu Boten anerkennen und auf ihre Botschaft auch h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Welchen Lohn werden diejenigen erhalten, das Jesu J\u00fcnger aufnehmen? Jesus sagt in den Versen 41 und 42<strong>: <\/strong><strong>\u201eWer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, der wird den Lohn eines Propheten empfangen. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, der wird den Lohn eines Gerechten empfangen. Und wer einem dieser Geringen auch nur einen Becher kalten Wassers zu trinken gibt, weil es ein J\u00fcnger ist, wahrlich ich sage euch: es wird ihm nicht unbelohnt bleiben.\u201c<\/strong> Jesus sagt hier sehr klar, dass Gott diejenigen, die seine Leute aufnehmen, von ihm wirklich \u00fcberreich belohnt werden. Gott handelt nicht nach dem Leistungsprinzip, das in dieser Welt vorherrscht, nach dem jeder den Lohn bekommen soll, den er mit seiner Leistung verdient hat. Warum wird jemand, der einen Propheten aufnimmt, weil er ihn als ein Diener Gottes anerkennt, den Lohn eines Propheten bekommen? Ist das nicht eine zu gro\u00dfe Belohnung? Doch Gott wird es sogar belohnen, wenn wir jemandem ein Glas Wasser bringen, weil er Jesu J\u00fcnger ist. Wenn wir dar\u00fcber nachdenken, warum, erkennen wir, dass Gott die Menschen wirklich segnen will und st\u00e4ndig quasi nach Anl\u00e4ssen sucht, aufgrund derer er uns segnen und belohnen kann. Vor allem wird hier deutlich, dass Gott die Menschen durch die J\u00fcnger Jesu segnen will. Auf diese Weise will Gott uns zum Segen f\u00fcr die Welt machen. Darum ist es nicht nur f\u00fcr uns selbst lebenswichtig, dass wir bis zum Ende im Glauben an Jesus beharren, sondern auch f\u00fcr die anderen Menschen, f\u00fcr die Gott uns zum Segen machen will. M\u00f6ge Gott uns helfen, bis an das Ende im Glauben an Jesus zu beharren und ihm zu folgen, selbst wenn wir deswegen verfolgt werden! M\u00f6ge Gott uns helfen, so entschieden und konsequent im Licht zu leben, dass die Menschen uns als seine Boten anerkennen k\u00f6nnen und Gottes gro\u00dfen Lohn erhalten! Lesen wir zum Schluss nochmals das Leitwort: <strong>\u201eUnd ihr werdet gehasst werden von jedermann um meines Namens willen. 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