{"id":1565,"date":"2011-07-25T22:38:36","date_gmt":"2011-07-25T21:38:36","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1565"},"modified":"2022-11-18T12:24:37","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:37","slug":"predigt-matthaus-713-29","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-matthaus-713-29\/","title":{"rendered":"Predigt: Matth\u00e4us 7,13 &#8211; 29"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/P11Mt07-1329.doc\"><strong><\/strong><\/a><strong><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/P11Mt07-1329.doc\">Download<\/a> <\/strong><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Ein  kluger Mann<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Darum, wer diese meine Rede h\u00f6rt und tut sie,<br \/>\nder gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.\u201c<\/strong><em><strong> <\/strong><\/em><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(7,24)<\/p>\n<p>Habt ihr einmal gez\u00e4hlt, wie oft ihr am Tag Entscheidungen trefft? Von morgens an treffen wir Entscheidungen, zum Beispiel was wir anziehen werden, auf welchem Weg wir zur Uni oder zur Arbeit fahren usw. Dabei gibt es wichtigere und weniger wichtige Entscheidungen im Leben. Es ist nicht so wichtig, wenn wir nur sommerliche leichte Kleidung angezogen haben, obwohl es heute regnet, oder wenn wir in der Mittagspause in der Mensa das schlechtere Men\u00fc gew\u00e4hlt haben. Aber im heutigen Text geht es um eine Wahl, die f\u00fcr unser ganzes Leben und f\u00fcr die Ewigkeit entscheidend ist. In diesem Abschnitt gebraucht Jesus daher mehrere Bilder, die einen starken Kontrast enthalten: das Bild von der engen und der weiten Pforte und dem schmalen und dem breiten Weg; von W\u00f6lfen in Schafspelzen; von guten und faulen B\u00e4umen; und schlie\u00dflich von einem klugen und einem t\u00f6richte Mann und einem Haus auf Fels und einem Haus auf Sand. Alle Bilder haben gemeinsam, dass sie einen starken Kontrast ausdr\u00fccken, ein Entweder-Oder. Jesus dr\u00fcckt damit am Ende seiner Bergpredigt aus, dass es in geistlicher Hinsicht keine Grauzone gibt, keinen goldenen Mittelweg, sondern dass wir zwischen zwei Alternativen w\u00e4hlen m\u00fcssen, von denen nur eine richtig ist. Lasst uns Jesu Worten gut zuh\u00f6ren und klar erkennen, welchen Weg wir gehen sollen! Gott helfe uns durch diesen Text, dass wir jeder durch die enge Pforte hineingehen und den schmalen Weg zum ewigen Leben gehen, indem wir wie der kluge Mann Jesu Worte h\u00f6ren und tun!<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Geht \thinein durch die enge Pforte (13-23)<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Betrachten wir den Text. Jesus hatte zuletzt die \u201egoldene Regel\u201c gelehrt, dass wir alles, was wir uns von den anderen Leuten w\u00fcnschen, ihnen auch tun sollen, und dabei betont, dass diese Regel das Gesetz und die Propheten ist. Wozu ermahnt Jesus die Zuh\u00f6rer gleich zu Beginn des heutigen Textes? Jesus sagt:<strong> \u201eGeht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis f\u00fchrt, und viele sind&#8217;s, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben f\u00fchrt, und wenige sind&#8217;s, die ihn finden!\u201c<\/strong> (13.14) Hier stellt Jesus uns zwei Wege vor Augen, die extrem verschieden sind: der eine durch die enge Pforte auf dem schmalen Weg, der andere durch die weite Pforte auf dem breiten Weg. Dabei fordert Jesus uns eindringlich dazu auf, durch die enge Pforte hineinzugehen, und er sagt selbst auch den Grund daf\u00fcr: nur, wenn wir durch die enge Pforte und der schmale Weg f\u00fchren uns zum Leben, zum wahren, ewigen Leben bei ihm; die weite Pforte und der breite Weg f\u00fchren dagegen zur Verdammnis. Es ist ein extremer Kontrast. Jesus ermahnt uns eindringlich, weil er will, dass wir den richtigen Lebensweg w\u00e4hlen, weil wir mit dieser Wahl nicht nur unsere weiteres Dasein hier, sondern unser ewiges Schicksal bestimmen.<\/p>\n<p>Denken wir darum noch einmal \u00fcber die beiden Wege nach, die Jesus uns hier vor Augen stellt. Die enge Pforte und der schmale Weg stehen hier f\u00fcr den speziellen Weg, Jesus nachzufolgen und sein Leben mit ihm ganz nach seinen Worten bzw. nach dem Willen Gottes zu f\u00fchren. Wer durch die enge Pforte hindurch gehen will, kann nicht alles mitnehmen, sondern nur das, was durch diese Pforte passt. Wir m\u00fcssen z.B.  unsere eigenen Vorstellungen und ich-bezogenen W\u00fcnsche dort zur\u00fccklassen, z.B. den Wunsch, ein m\u00f6glichst angenehmes, problemfreies Leben zu f\u00fchren. Deshalb brauchen wir eine klare Entscheidung, durch die enge Pforte hinein\u00adzugehen. Wenn wir durch die enge Pforte hineingegangen sind, sind wir keineswegs schon am Ziel; sondern sollen den schmalen Weg mit Jesus treu gehen. Auf dem schmalen Weg gibt es meist nur eine richtige Verhaltensweisen, man kann auf ihm nicht gedankenlos herumspazieren oder herumtollen, sondern man soll st\u00e4ndig wachsam und umsichtig vorw\u00e4rts gehen und darauf aufpassen, dass man nicht vom Weg abkommt.<\/p>\n<p>Die weite Pforte ist dagegen ganz anders. Durch diese Pforte kann man alles, was man will, mitnehmen an Gedanken, Lebenseinstellungen, Verhaltensweisen und S\u00fcnden; alles ist erlaubt, niemand kontrolliert, ob es gut oder schlecht, richtig oder verkehrt ist. Auf dem breiten Weg gibt es nebeneinander viele Pfade der S\u00fcnde, zwischen denen man w\u00e4hlen und wechseln kann. Auf dem breiten Weg hat man auch viel Gesellschaft, sodass man immer das Gef\u00fchl haben kann, dass man nicht allein sei und dass man offensichtlich auf dem richtigen Weg sei. Denn viele gehen auf diesem Weg. Aber der schmale Weg ist so eng, dass ihn nicht so viele finden und wir ihn streckenweise alleine gehen m\u00fcssen. Wenn wir nur das betrachten, erscheint es wirklich schwer, Jesu Aufforderung zu folgen und durch die enge Pforte hineinzugehen. Doch wir m\u00fcssen auf das Ziel schauen, wohin jeder Weg f\u00fchrt. Denn der schmale Weg f\u00fchrt zum Leben, zum wahren ewigen Leben im Himmelreich, aber der breite Weg zur Verdammnis f\u00fchrt. Was nutzt es, mit vielen Leuten zusammen den breiten Weg zu gehen und alle Gef\u00fchle und W\u00fcnsche auszuleben, wenn man zwangsl\u00e4ufig zur Verdammnis gelangt? Das kurzfristige Vergn\u00fcgen und scheinbare Freiheit werden den bittersten Preis zur Folge haben. Wenn wir aber Jesus nachfolgen auf dem schmalen Weg, k\u00f6nnen wir schon hier das Leben schmecken, das er auf diesem Weg unserer Seele zuflie\u00dfen l\u00e4sst, und gehen Tag f\u00fcr Tag dem wahren Ziel, der ewigen Herrlichkeit im Himmel ein St\u00fcck mehr entgegen!<\/p>\n<p>Warum gehen trotzdem viele Menschen durch die weite Pforte auf den breiten Weg und nur wenige durch die enge Pforte auf den schmalen Weg? Es ist so, weil der Weg so breit ist und so viele auf ihm gehen und weil er vielen so attraktiv erscheint, weil sie dort ganz beliebig so, wie sie wollen, leben k\u00f6nnen. Daher kann es leicht passieren, dass man die enge Pforte und den schmalen Weg verfehlt. Jesus warnt: <strong>\u201eWie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben f\u00fchrt, und wenige sind\u2019s die ihn finden!\u201c<\/strong> W\u00e4hrend die weite T\u00fcr der Welt un\u00fcbersehbar ist, sollen wir den schmalen Weg bewusst suchen, um ihn zu finden. Und auch viele, die sich f\u00fcr die Wahrheit interessieren und die enge Pforte suchen, scheitern daran, tats\u00e4chlich hindurch zu gehen oder sie gehen hindurch, scheitern aber dabei, auf dem schmalen Weg bis zum Ende zu gehen. Deshalb ermutigt uns Jesus so inst\u00e4ndig darum, durch die enge Pforte hineinzugehen. Viele Stellen der Bibel lehren uns, dass der Weg zum Leben wirklich schmal ist, und ermutigen uns gleichzeitig dazu, diesen Weg dennoch weiter zu gehen. Nach seiner ersten Missionsreise st\u00e4rkte Apostel Paulus die Seelen der J\u00fcnger und ermahnte sie, im Glauben zu bleiben und sagte: <strong>\u201eWir m\u00fcssen durch viele Bedr\u00e4ngnisse in das Reich Gottes eingehen\u201c<\/strong> (Apg 14,22). An seinen geistlichen Sohn Timotheus schrieb er: <strong>\u201eUnd alle, die fromm leben wollen in Christus Jesus, m\u00fcssen Verfolgung erleiden\u201c<\/strong> (2.Tim 3,12). Wir sollen durch die enge Pforte hineingehen und den schmalen Weg treu gehen, auch wenn es auf ihm manchmal ganz eng oder unangenehm wird, weil es der Weg mit Jesus ist und der einzige, der zum Leben f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Wie sehr wir uns darum bem\u00fchen sollen, wird noch deutlicher, wenn wir die Parallelstelle im Lukasevangelium Kap. 13 betrachten, wo Jesus sagt: \u201e<strong>Ringt darum, dass ihr durch die enge Pforte hineingeht\u201c<\/strong> (Lk 13,24a). Mit dem Wort \u201eRingt darum\u201c sagt Jesus, wie entschlossen wir darum k\u00e4mpfen sollen, durch die enge Pforte hineinzugehen und Jesus auf dem schmalen Pfad zu folgen, anstatt nach dem Zeitgeist f\u00fcr uns selbst zu leben. Wir sollen darum ringen, unser ganzes Leben Jesus zu unterstellen und praktisch nach seinem Willen zu f\u00fchren. Die meisten von uns haben sich schon daf\u00fcr entschieden und bem\u00fchen sich, diesen Weg zu gehen. Viele nehmen sich morgens Zeit f\u00fcr die Gemeinschaft  mit Gott, selbst sie daf\u00fcr schon um 5 Uhr aufstehen m\u00fcssen. Wir kommen mehrmals in der Woche zusammen, um die Bibel zu studieren und f\u00fcr die 30.000 Studenten in dieser Stadt und die Weltmission zu beten und jeden Sonntag, um Gottesdienst zu feiern. Viele gehen nach der Arbeit oder zwischen Einkaufen, Kochen und Kinder aus dem Kindergarten abholen Studenten zum Wort Gottes einladen oder lassen ihre Kinder daf\u00fcr extra von einem Babysitter betreuen. All das tun wir, um den schmalen Weg Jesus nach zu gehen, um praktisch f\u00fcr Jesu Willen zu wirken und Herz damit zu pr\u00e4gen. Manchmal fragen wir uns, ob es richtig ist, dass wir so leben, w\u00e4hrend die meisten Menschen um uns herum ihr Leben mehr oder weniger f\u00fcr sich selbst f\u00fchren und versuchen, ihre Zeit und Mittel maximal zu genie\u00dfen? Wir sollen wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir sollen nicht auf unsere innere Stimme, sondern auf Jesu Stimme h\u00f6ren, der uns dazu ermutigt, darum zu ringen, diesen Weg ganz konsequent und entschlossen zu gehen und durch die enge Pforte hineinzugehen. Um uns t\u00e4glich neu f\u00fcr diesen Weg entscheiden und ihn praktisch gehen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir st\u00e4ndig auf das Ziel sehen, n\u00e4mlich die ewige Herrlichkeit, die Gott bereitet hat und die am Ende dieses Weges auf uns wartet. M\u00f6ge Gott jedem helfen, auf das Ziel zu sehen und durch die enge Pforte hineinzugehen und den schmalen Weg der Nachfolge zu gehen! M\u00f6ge Gott uns helfen, jeden Tag im erforderlichen Ma\u00dfe darum ringen, damit wir den schmalen Weg immer weiter gehen, sodass wir schlie\u00dflich zum Leben eingehen werden!<\/p>\n<p>Welche Warnung gibt Jesus seinen J\u00fcngern mit auf den Weg? Er sagt im Vers 15: <strong>\u201eSeht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie rei\u00dfende W\u00f6lfe.\u201c <\/strong>Wenn wir den schmalen Weg der Nachfolge gehen wollen, m\u00fcssen wir nicht nur innere Hindernisse \u00fcberwinden, sondern k\u00f6nnen auch mit Verf\u00fchrungen von au\u00dfen konfrontiert werden, die uns von diesem Weg abbringen wollen. Falsche Propheten sind Menschen, die sich als Diener Gottes ausgeben, aber in Wirklichkeit eine verkehrte Lehre verbreiten. Sie tun so, als ob sie harmlose Schafe Jesu w\u00e4ren und in seinem Sinne reden und leben w\u00fcrden. Aber in ihrem Innern sind sie rei\u00dfende W\u00f6lfe. Das hei\u00dft, sie haben eine b\u00f6se m\u00f6rderische Absicht, die sie verbergen; denn sie wollen die Gl\u00e4ubigen und die Suchenden oft auf subtile Weise dazu verleiten, sich von dem schmalen Weg, der zum Leben f\u00fchrt, abzuwenden und einen anderen Weg zu gehen, der angeblich auch zum Heil f\u00fchren soll, der dabei aber weniger Vertrauen auf Jesu oder weniger Hingabe f\u00fcr ihn verlangt. Sie sind eine echte Gefahr f\u00fcr die Suchenden und auch f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen. Denn ihre Worte klingen oft plausibel und sie selbst sehen wie Schafe harmlos und sympathisch aus. Doch wer ihnen vertraut und folgt, wird das gleiche Schicksal erleiden wie ein Schaf, das einem Wolf folgt. Darum sagt Jesus warnend: <strong>\u201eSeht euch vor \u2026\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Doch wie k\u00f6nnen wir falsche Propheten erkennen und uns vor ihnen sch\u00fctzen? Wie sehr neigen wir dazu, darauf zu achten, was Menschen sagen, wie sie sich verhalten und ob sie uns sympathisch und vertrauensw\u00fcrdig vorkommen oder nicht \u2013 und wie leicht k\u00f6nnen wir uns dabei t\u00e4uschen! Doch gerade weil die W\u00f6lfe in Schafspelzen so schwer zu erkennen und gleichzeitig so gef\u00e4hrlich sind, wollte Jesus seinen J\u00fcngern eine Hilfe an die Hand geben, damit sie solche Leute erkennen k\u00f6nnen. Jesus sagt im Verse 16-17: <strong>\u201eAn ihren Fr\u00fcchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Fr\u00fcchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Fr\u00fcchte.\u201c <\/strong>Wir sollen auf die Fr\u00fcchte achten, die ihr Leben hervorgebracht hat. Jesus erinnert uns an die Identit\u00e4t, die zwischen einem Baum oder Strauch und seinen Fr\u00fcchten besteht. Drau\u00dfen im Hof steht ein Feigenbaum, der zurzeit viele leckere Feigen tr\u00e4gt, und an den Weinst\u00f6cken von H. Markus reifen wieder viele Trauben (nicht vergessen: der Wein geh\u00f6rt Markus). Habt ihr schon einmal Weintrauben an einem Dornenstrauch wachsen gesehen oder Feigen, die an Disteln wachsen? Nein! Ebenso wenig kann ein falscher Prophet gute Fr\u00fcchte hervorbringen. Jesus sagt im Vers 18: <strong>\u201eEin guter Baum kann nicht schlechte Fr\u00fcchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Fr\u00fcchte bringen.\u201c <\/strong>Wenn ein Mensch geistlich gesehen wie ein guter Baum ist, wird er gute Fr\u00fcchte hervorbringen; dagegen kann jemand, der geistlich verdorben ist, keine guten Fr\u00fcchte hervorbringen. Wir k\u00f6nnen falsche Propheten dadurch erkennen, dass wir nicht blo\u00df auf ihre Worte, sondern auf die Fr\u00fcchte in ihrem Leben achten. Dies ist ein eindeutiges und sicheres Kriterium. Im Vers 19 spricht Jesus warnend \u00fcber das schreckliche Ende falscher Lehrer: <strong>\u201eJeder Baum, der nicht gute Fr\u00fcchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.\u201c <\/strong>Danach versichert er uns schlussfolgernd nochmals, dass wir sie erkennen werden, wenn wir auf ihre Fr\u00fcchte achten. M\u00f6ge Gott uns helfen, die Frucht der Menschen zu erkennen, und uns so vor dem Einfluss falscher Propheten sch\u00fctzen! M\u00f6ge Gott uns helfen, selbst gute B\u00e4ume zu werden und viele gute Fr\u00fcchte im Leben zu bringen!<\/p>\n<p>Nachdem Jesus vor den falschen Propheten gewarnt und ihr Ende vorausgesagt hat, spricht er im Anschluss warnend dar\u00fcber, wer \u00fcberhaupt in das Himmelreich kommen wird und wer nicht. Er sagt in Vers 21: <strong>\u201eEs werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.\u201c <\/strong>Viele Menschen nennen Jesus ihren Herrn und berufen sich auf ihn. Doch nicht alle, die Jesus ihren Herrn nennen, werden in das Himmelreich kommen. Jesus sagt, Ausschlag gebend daf\u00fcr ist, wer den Willen seines Vaters im Himmel tut.<\/p>\n<p>Was werden aber viele Menschen zu ihm am J\u00fcngsten Tag sagen, wenn er als Herr und Richter wiederkommt? <strong>\u201eEs werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen b\u00f6se Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan?\u201c <\/strong>(21.22) Sie werden Jesus fragen, ob sie nicht in seinem Namen vieles getan h\u00e4tten und deshalb eingelassen werden k\u00f6nnten. Doch was wird der Herr Jesus ihnen antworten? Er sagt im Vers 23 voraus: <strong>\u201eDann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr \u00dcbelt\u00e4ter!\u201c<\/strong> Jesus wird ihnen sagen, dass er sie noch nie gekannt hat. Dies ist das Bitterste, was Menschen passieren kann. Das zeigt, dass sie in Wirklichkeit nie eine pers\u00f6nliche Beziehung zu ihm eingegangen sind. Obwohl sie Jesus \u201eHerr, Herr\u201c nannten, haben sie sich in Wirklichkeit nie unter seine Herrschaft gestellt. Jesus wird sie <strong>\u201eihr \u00dcbelt\u00e4ter\u201c<\/strong> nennen und sie fortschicken, weil sie dem Willen des Vaters nicht gehorcht haben.<\/p>\n<p>Welche Warnung will Jesus hier seinen Zuh\u00f6rern geben? Jesus lehrt hier, dass es wirklich das absolut Wichtigste und Entscheidende ist, dass wir den Willen seines Vaters im Himmel tun. Es ist nicht genug, dass wir viel \u00fcber Jesus wissen und durch ihn Gottes Willen verstehen. Es reicht auch nicht, eine allgemeine, oberfl\u00e4chliche Beziehung zu Jesus zu haben und sein Werk irgendwie nachzuahmen. Wir m\u00fcssen eine ganz pers\u00f6nliche Beziehung zu Jesus eingehen und aus dieser Beziehung heraus Gottes Willen tun. Dann werden wir in das Himmelreich eingehen k\u00f6nnen. Andernfalls wird Jesus uns als \u00dcbelt\u00e4ter bezeichnen und abweisen m\u00fcssen. Gott helfe jedem von uns, darum zu ringen, eine ganz pers\u00f6nliche Beziehung zu Jesus einzugehen, darin zu bleiben und den Willen Gottes zu tun!<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Wer \tdiese meine Rede h\u00f6rt und tut sie \u2026 (24-29)<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Jesus hat nun durch seine Ermahnung, durch die enge Pforte hineinzugehen, die Lehre vom Baum und seinen Fr\u00fcchten und durch die eben betrachtete Warnung unmissverst\u00e4ndlich klar gemacht, dass es wirklich \u201enotwendig\u201c ist, dass wir durch die enge Pforte hineingehen und ihm auf dem schmalen Weg folgen, indem wir den Willen seines Vaters im Himmel tun. Jesus hat es also schon dreifach ausgedr\u00fcckt. Aber weil es so wichtig, absolut entscheidend ist, dass wir das nicht nur verstehen, sondern wirklich tun sollen, sagt Jesus noch ein weiteres Bildwort, mit dem er uns sehr anschaulich vor Augen f\u00fchrt, was es bedeutet, wenn wir seinen Worten gehorchen. Betrachten wir die Verse 24-26: <strong>\u201eDarum, wer diese meine Rede h\u00f6rt und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stie\u00dfen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegr\u00fcndet. Und wer diese meine Rede h\u00f6rt und tut sie nicht, der gleicht einem t\u00f6richten Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stie\u00dfen an das Haus, da fiel es ein, und sein Fall war gro\u00df.\u201c <\/strong>Im Nahen Osten gibt es vom Wetter her eine trockene Zeit und eine Zeit mit viel Regen. Durch die starken Regenf\u00e4lle entstehen in zuvor trockenen T\u00e4lern oft rei\u00dfende Wasserstr\u00f6me, die alles mit sich rei\u00dfen, was nicht fest gegr\u00fcndet ist. Die beiden M\u00e4nner in Jesu Gleichnis haben jeder ein Haus gebaut, der kluge Mann auf Fels, der t\u00f6richte auf Sand. Dass der t\u00f6richte Mann sein Haus auf Sand baute, hatte den Vorteil, dass es viel schneller ging, weil er nicht erst in dem Felsen ein Fundament graben musste. Insofern sah der t\u00f6richte Mann eine Zeitlang cleverer aus als der kluge, weil er sich die unn\u00f6tige Arbeit ersparte. Aber als ein Platzregen fiel und starker Wind wehte und die Wasserstr\u00f6me an das Haus stie\u00dfen, fiel sein Haus ein, wohingegen das Haus des klugen Mannes, der auf Fels gebaut hatte, stehen blieb.<\/p>\n<p>Was bedeutet dann dieses Gleichnis? Jesus beginnt es mit den Worten: <strong>\u201eDarum, wer diese meine Rede h\u00f6rt und tut sie \u2026\u201c<\/strong> Jesus stellt mit dem klugen und dem t\u00f6richten Hausbauer den Unterschied dar zwischen denen, die Jesu Worte h\u00f6ren und tun und denen, die sie h\u00f6ren, aber nicht danach tun. Ihr Verhalten sieht auf den Blick ganz \u00e4hnlich aus, denn beide h\u00f6ren Jesu Rede \u2013 so wie der kluge und der t\u00f6richte Hausbauer \u00e4hnlich aussahen, denn beide bauten in derselben Gegend ein Haus. Doch Jesus lehrt indirekt, dass es im Leben auch Zeiten gibt, wo der Platzregen, Wind und Wasser an unser Lebenshaus sto\u00dfen und daran r\u00fctteln. Der Platzregen und die Winde und Wellen im Gleichnis k\u00f6nnen hier zum Beispiel f\u00fcr eine schwere Krankheit stehen, f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit der Arbeitslosigkeit, f\u00fcr den Verlust eines geliebten Menschen oder f\u00fcr den eigenen Tod. Dann ist es wichtig, auf welchem Fundament unser Lebenshaus steht. Das einzig feste Fundament f\u00fcr unser Lebenshaus ist das Wort Jesu. Darum sollen wir auf Jesu Worte h\u00f6ren und sie tun, damit unser Leben die feste, stabile Grundlage hat, die auch in st\u00fcrmischen Zeit noch h\u00e4lt. So hei\u00dft es auch im Jakobusbrief: <strong>\u201eSeid aber T\u00e4ter des Wortes und nicht H\u00f6rer allein; sonst betr\u00fcgt ihr euch selbst. Denn wenn jemand ein H\u00f6rer des Worts ist und nicht ein T\u00e4ter, der gleicht einem Mann, der sein leibliches Angesicht im Spiegel beschaut; denn nachdem er sich beschaut hat, geht er davon und vergisst von Stund an, wie er aussah. Wer aber durchschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und dabei beharrt und ist nicht ein vergesslicher H\u00f6rer, sondern ein T\u00e4ter, der wird selig sein in seiner Tat\u201c<\/strong> (Jak 1,22-25). Der Glaube und die Werke sind untrennbar miteinander verbunden. Daher ist es eigentlich ein gro\u00dfer Widerspruch, wenn wir etwas als wahr und richtig erkennen, aber nicht danach handeln w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Aber besteht nicht gerade darin oft unser gro\u00dfes Problem? Wir h\u00f6ren Jesu Worte, durch unser pers\u00f6nliches Bibellesen und jede Woche durch Bibelstudium und die Predigt im Gottesdienst. Wir schreiben dazu Stellungnahmen, um zu finden, was Jesu Worte f\u00fcr uns bedeuten und wie wir sie anwenden k\u00f6nnen, und treffen entsprechende Entscheidungen. Doch wie oft treffen wir gute Entscheidungen, scheitern aber dabei, danach zu handeln. Wie oft fassen wir neue Vors\u00e4tze, und scheitern daran, sie umzusetzen. Doch dann werden unsere M\u00fche, unsere Erkenntnisse und unsere Entscheidungen bedeutungslos, und wir unterscheiden uns tats\u00e4chlich nicht von denjenigen, die Jesu Wort gar nicht geh\u00f6rt haben. Uns fehlen die geistliche Freude und die Kraft und die geistliche Authentizit\u00e4t bzw. \u00dcberzeugungskraft gegen\u00fcber anderen. Vor allem ist unser Lebenshaus nicht stabil und kann in St\u00fcrmen des Lebens leicht einst\u00fcrzen.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen den Schritt vom H\u00f6ren zum Tun bew\u00e4ltigen. Wie k\u00f6nnen wir das tun? Es gibt daf\u00fcr kein Patentrezept und keine geniale Methode. Wir m\u00fcssen lernen, das, was Jesus gesagt hat und was wir verstanden haben, konkret und praktisch zu tun. Das ist der Punkt, f\u00fcr den wir unsere Intelligenz, Zeit und Kraft einsetzen und um den wir geistlich ringen sollen. Wenn wir das lernen und so die Kluft zwischen unserem H\u00f6ren bzw. Wissen und unserem Tun \u00fcberwinden, wird unser geistliches Leben stabil und unser ganzes Lebenshaus steht auf festem unersch\u00fctterlichen Grund, sodass es selbst im schwersten Sturm fest stehen bleibt. M\u00f6ge Gott uns helfen, die Kluft zwischen dem H\u00f6ren und Tun zu \u00fcberwinden und Jesu Worten zu tun, damit unser Lebenshaus auf festem, stabilem Grund steht. Lesen wir zum Schluss nochmals das Leitwort: <strong>\u201eDarum, wer diese meine Rede h\u00f6rt und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute\u201c <\/strong>(7,24).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Ein kluger Mann \u201eDarum, wer diese meine Rede h\u00f6rt und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.\u201c (7,24) Habt ihr einmal gez\u00e4hlt, wie oft ihr am Tag Entscheidungen trefft? Von morgens an treffen wir Entscheidungen, zum Beispiel was wir anziehen werden, auf welchem Weg wir zur Uni oder [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-1565","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1565","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1565"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1565\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11063,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1565\/revisions\/11063"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1565"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1565"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1565"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}