{"id":1548,"date":"2011-07-11T20:38:31","date_gmt":"2011-07-11T19:38:31","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1548"},"modified":"2022-11-18T12:24:38","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:38","slug":"predigt-matthaus-625-34","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-matthaus-625-34\/","title":{"rendered":"Predigt: Matth\u00e4us 6,25 \u2013 34"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/P11Mt06-2534.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Trachtet  zuerst  nach  dem  Reich  Gottes<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit,<br \/>\nso wird euch das alles zufallen.\u201c<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(6,33)<\/p>\n<p>Letzte Woche haben wir gelernt, dass wir uns nicht hier auf der Erde Sch\u00e4tze sammeln sollen, wo sie verrosten, von Motten gefressen oder von Dieben gestohlen werden. Vielmehr sollen wir uns Sch\u00e4tze im Himmel sammeln, wo sie nicht kaputt gehen noch gestohlen werden k\u00f6nnen, sondern wo wir sie ewig genie\u00dfen k\u00f6nnen. Die J\u00fcnger haben sich bestimmt dazu entschieden, ihre Sch\u00e4tze im Himmel zu sammeln; denn sie wollten Gott dienen und nicht dem Mammon. Welches Problem sah Jesus nun in ihren Herzen lauern? Sie befanden sich in der Gefahr, in gro\u00dfe Sorge zu geraten. Tats\u00e4chlich hatten sie ja bereits ihre Arbeitsstellen und ihre H\u00e4user verlassen und waren Jesus nachgefolgt. Da sie t\u00e4glich bei ihm waren und mitwirkten, hatten sie kein Einkommen mehr und keine sichtbare Sicherheit, sondern waren ganz auf die F\u00fcrsorge Gottes angewiesen. Oft wussten sie nicht, was sie am Abend essen konnten. Wie leicht konnten sie deswegen in Sorgen geraten! Aber Jesus wollte nicht, dass seine J\u00fcnger in Sorgen leben. Jesus will auch nicht, dass wir in Sorgen leben.<\/p>\n<p>Doch wie leicht kann es passieren, dass auch wir f\u00fcr Gott und sein Reich leben und uns gleichzeitig wegen verschiedener Probleme Sorgen machen, zum Beispiel wegen unserer Noten in der Schule oder im Studium, wegen unserer finanziellen Lage, wegen Problemen an unserem Arbeitsplatz oder weil wir gar keinen Arbeitsplatz haben? Manche jungen Mitarbeiter machen sich viele Gedanken und Sorgen wegen der Gr\u00fcndung ihrer Familie, wenn sie zwar auf Gott vertrauen, aber ihr Leben nicht ganz in die Hand Gottes gelegt haben. Wir k\u00f6nnen leicht denken, dass es doch normal w\u00e4re, sich um so existenzielle Dinge Sorgen zu machen, und uns an die Sorgen gew\u00f6hnen. Aber Sorgen sind keineswegs harmlos. Sorgen sind nicht nur schmerzhafte Begleiter, sondern auch geistlich gef\u00e4hrlich. Wie half Jesus seinen J\u00fcngern, das Problem der Sorge zu l\u00f6sen? Lasst uns heute die richtige Lebenseinstellung und den Glauben lernen, mit der wir f\u00fcr das richtige Ziel und frei von Sorgen leben k\u00f6nnen! M\u00f6ge Gott jeden von uns mit seinem Wort ansprechen!<\/p>\n<p>Betrachten wir den Vers 25. Jesus sagt: <strong>\u201eDarum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?\u201c <\/strong>Jesus sagt  hier zu seinen J\u00fcngern, dass sie sich nicht um ihr Leben hier auf der Erde sorgen sollten. Obwohl sie wegen ihrer Nachfolge kein eigenes Einkommen und keine Vorr\u00e4te mehr hatten, sollten sie sich nicht darum sorgen, was sie essen oder trinken werden, noch darum, was sie anziehen werden. Als die J\u00fcnger diese Worte Jesu h\u00f6rten, m\u00fcssen sie \u00fcberrascht gewesen sein, wie genau Jesus sie verstand und wusste, was in ihnen vorging. Denn tats\u00e4chlich machten sie sich oft Sorgen, was sie am Abend essen sollten. Sie machten sich auch Sorgen, wie sie neue Kleider kaufen konnten, wenn die, die sie t\u00e4glich anhatten, irgendwann v\u00f6llig verschlissen w\u00e4ren. Umso mehr \u00fcberrascht m\u00fcssen sie davon gewesen sein, dass Jesus ihnen sagte, dass sie sich selbst um diese existenziellen Dinge keine Sorgen machen sollten. Und Jesus sagte nicht, dass sie sich nicht so gro\u00dfe Sorgen oder nicht so viele Sorgen machen sollten, sondern sagte:<strong> \u201eSorgt <\/strong><em><strong>nicht<\/strong><\/em><strong> um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch <\/strong><em><strong>nicht<\/strong><\/em><strong> um euren Leib, was ihr anziehen werdet.\u201c <\/strong>Sie sollten sich gar nicht sorgen.<\/p>\n<p>Wie half Jesus ihnen, aus dem sich Sorgen-Machen herauszukommen? Jesus stellt eine Frage: <strong>\u201e<\/strong><strong>Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?\u201c<\/strong> Hier wirft Jesus die Frage auf, ob es \u00fcberhaupt vern\u00fcnftig ist, dass sie sich um Nahrung und Kleidung Sorgen machen. Die Sorge l\u00e4sst uns das Bed\u00fcrfnis nach Nahrung und Kleidung als gr\u00f6\u00dftes und wichtigstes Problem erscheinen, das wir vor allem unbedingt l\u00f6sen m\u00fcssen. Aber selbst wenn wir nur kurz nachdenken, k\u00f6nnen wir erkennen, dass das nicht so ist. Auch wenn man jeden Tag so viel essen kann, wie man will, erlangt man dadurch noch keine wahre Lebenszufriedenheit. Wahres, erf\u00fclltes Leben erfordert viel mehr als Nahrung; wir brauchen zum Beispiel eine sinnvolle Aufgabe, soziale Beziehungen, vor allem brauchen wir Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist, die wir allein durch die richtige Beziehung zu Gott bekommen k\u00f6nnen. Auch unser Leib hat noch andere, wichtigere Bed\u00fcrfnisse als Kleidung. Was nutzen zum Beispiel echt coole Schuhe und die neusten Klamotten, wenn unser K\u00f6rper schwer krank wird oder durch einen Unfall gel\u00e4hmt wird? Nahrung und Kleidung sind wirklich nicht das Wichtigste in unserem Leben. Wir haben andere, wichtigere Bed\u00fcrfnisse, die wir durch das Sorgen machen um Nahrung und Kleidung leicht vergessen und vernachl\u00e4ssigen.<\/p>\n<p>Auch wenn die J\u00fcnger das einsahen, war es nicht so leicht f\u00fcr sie, aus den Sorgen herauszukommen. Sich Sorgen zu machen, wird schnell zu einer Gewohnheit, die man nicht so leicht ablegen kann. Jemand konnte auch denken: \u201eOkay, Nahrung und Kleidung sind nicht das Wichtigste im Leben; aber warum ist es so schlimm, wenn ich mir darum Sorgen mache?\u201c Das ist eine wichtige Frage. Warum ist Sorgen machen so schlimm, sodass Jesus diesem Problem einen ganzen Abschnitt seiner Bergpredigt gewidmet hat? Sich Sorgen zu machen bedeutet, dass man ein geteiltes Herz hat. Die J\u00fcnger beteten und lebten f\u00fcr das Reich Gottes, aber gleichzeitig machten sie sich viele Sorgen wegen ihrem Leben in dieser Welt. So war ihr Herz, das eigentlich ganz bei Gott sein sollte, geteilt.<\/p>\n<p>Dies ist auch leicht unsere eigene Situation, nicht wahr? Auch wir haben uns entschieden, Jesus zu folgen, und wollen Gott dienen und f\u00fcr das Kommen seines Reiches beten und wirken. Aber wie leicht machen wir uns Sorgen,  wegen Problemen im Studium, bei der Arbeit, unserer finanziellen Lage oder anderer akuter Probleme! Wie leicht machen wir uns auch Sorgen \u00fcber unsere Zukunft, wenn uns noch unklar ist, wie es weitergehen soll, oder wegen der Entwicklung unserer Kinder!<\/p>\n<p>Welche Auswirkungen hat es, wenn wir uns Sorgen machen? Wenn wir uns wegen etwas Sorgen machen, besch\u00e4ftigen wir uns andauernd mit dem Problem, und st\u00e4ndig kreisen unsere Gedanken darum. Und das Fatale ist: je mehr wir uns Sorgen machen, desto gr\u00f6\u00dfer werden unsre Sorgen. Und Sorgen sind absolut sch\u00e4dlich. Sorgen verursachen oft Verspannungen und Kopfschmerzen, bei anderen Bauchschmerzen und Appetitlosigkeit oder Schlafst\u00f6rungen in der Nacht. Und Sorgen haben nicht nur k\u00f6rperliche, sondern auch schlimme geistliche Folgen. Sorgen rauben uns die geistliche Freude und innere Kraft, die wir eigentlich dringend br\u00e4uchten, um unsere Aufgaben im Alltag zu bew\u00e4ltigen und dazu das betreffende Problem anzugehen. Sorgen stehlen uns viel Zeit, die wir eigentlich einsetzen m\u00fcssten, um zum Beispiel den Unterricht vorzubereiten, f\u00fcr die Pr\u00fcfung zu lernen oder f\u00fcr die Kinder zu beten. Wenn wir Sorgen in uns zulassen, k\u00f6nnen sie uns nach schon nach kurzer Zeit innerlich l\u00e4hmen, sodass wir uns ganz schwach f\u00fchlen und meinen, dass wir gar nichts tun k\u00f6nnten. Jesus sagt \u00fcber eine andere Folge von Sorgen im Gleichnis vom S\u00e4mann: <strong>\u201eUnd andere sind die, bei denen unter die Dornen ges\u00e4t ist: Sie h\u00f6ren das Wort, und die Sorgen und die Begierden und der betr\u00fcgerische Reichtum dringen ein und ersticken das Wort, und es bleibt ohne Frucht\u201c<\/strong> (Mk 4,18.19). Wenn wir uns Sorgen machen, ersticken sie in unserem Herzen das Wort Gottes, sodass es keine Frucht bringen kann. Obwohl wir jede Woche zum Bibelstudium und zum Gottesdienst kommen, bringt das Wort in uns keine Frucht, solange wir Sorgen im Herzen haben. Sorgen sind also keineswegs harmlos, sondern \u00e4u\u00dferst sch\u00e4dlich. Vor allem haben wir wegen der Sorgen ein geteiltes Herz und k\u00f6nnen Gott nicht mit ganzem Herzen dienen. Als J\u00fcnger Jesu sind wir eigentlich dazu bestimmt, Jesus nachzufolgen und ganz im Vertrauen auf Gott f\u00fcr ihn und sein Reich zu leben. Aber solange wir Sorgen im Herzen haben, k\u00f6nnen wir tats\u00e4chlich nicht so leben, sondern die Sorgen werfen uns ungewollt wieder zur\u00fcck in ein Leben, in dem wir haupts\u00e4chlich unsere existenziellen Bed\u00fcrfnisse zu stillen und unser \u00dcberleben zu sichern versuchen. Sorgen machen uns wirklich elend (vgl. 1. Mose 3,19). Wir m\u00fcssen das Problem der Sorgen l\u00f6sen, damit wir wirklich unter Gottes guter Herrschaft leben k\u00f6nnen, wie Gott es will.<\/p>\n<p>Wie half Jesus seinen J\u00fcngern weiter, vom sich Sorgen machen frei zu werden? Jesus stand auf dem Berg der Seligpreisungen und predigte, und viele Menschen sa\u00dfen um ihn herum. Ganz vorne sa\u00dfen bestimmt die J\u00fcnger, die kein Wort verpassen und alles gut verstehen wollten. Bestimmt schien wie \u00fcblich die Sonne und lie\u00df die Farben der wilden Blumen im Gras pr\u00e4chtig leuchten. Ein sanfter, k\u00fchler Wind wehte wohl vom See Genezareth her\u00fcber, und V\u00f6gel flogen hin und her und zwitscherten hier und dort auf den B\u00e4umen. In so einer Umgebung fuhr Jesus fort zu erkl\u00e4ren, warum seine J\u00fcnger sich nicht sorgen sollten.<\/p>\n<p>Betrachten wir Vers 26: <strong>\u201eSeht die V\u00f6gel unter dem Himmel an: sie s\u00e4en nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ern\u00e4hrt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?\u201c<\/strong> (26) Jesus lenkte ihre Augen auf die V\u00f6gel, die sorglos in den B\u00e4umen zwitscherten. V\u00f6gel betreiben keinerlei Vorsorge oder Vorratshaltung, sondern leben, indem sie jeden Tag nach Nahrung suchen. Aber Gott, der Sch\u00f6pfer, ern\u00e4hrt sie doch, obwohl es so schier unz\u00e4hlige V\u00f6gel gibt. (Je nach wissenschaftlicher Sch\u00e4tzung gibt es zurzeit 200 bis 400 Milliarden V\u00f6gel.) Jesus erinnert seine J\u00fcnger daran, dass Gott ihr himmlischer Vater ist, und fragt: <strong>\u201eSeid ihr denn nicht viel mehr als sie?\u201c<\/strong> Wenn Gott sich sogar t\u00e4glich um so viele V\u00f6gel k\u00fcmmert, wie viel mehr wird er das f\u00fcr uns, Jesu J\u00fcnger tun, die f\u00fcr ihn viel mehr wert sind als V\u00f6gel? Wir haben wirklich keinen Grund, uns Sorgen zu machen.<\/p>\n<p>Und Jesus stellt den J\u00fcngern noch eine Frage zum Nachdenken, n\u00e4mlich die Frage, was es bringt, sich Sorgen zu machen. Er fragt im Vers 27:<strong> \u201eWer ist unter euch, der seines Lebens L\u00e4nge eine Spanne zusetzen k\u00f6nnte, wie sehr er sich auch darum sorgt?\u201c<\/strong> Hier will Jesus den J\u00fcngern und auch uns helfen, die Nutzlosigkeit von Sorgen zu erkennen. Dabei erw\u00e4hnt er in seiner Frage indirekt, was letztlich hinter allen Sorgen steht, n\u00e4mlich die Angst vor dem Tod. Hinter der Sorge, seine Ausbildung nicht zu schaffen, keine Arbeitsstelle zu bekommen oder seine Stelle wieder zu verlieren, die Gesundheit zu verlieren, zu verarmen oder zu vereinsamen \u2013 hinter allen diesen Sorgen steht die Sorge, dass unser Leben zu fr\u00fch zu Ende gehen und wir sterben k\u00f6nnten. Aber wer kann dadurch, dass er sich um seine Bed\u00fcrfnisse viele Sorgen macht, sein Leben auch nur um ein paar Minuten verl\u00e4ngern? Die L\u00e4nge unseres Lebens liegt allein in Gottes Hand und ist von ihm bestimmt. Wir sollen erkennen, dass Sorgen uns \u00fcberhaupt nichts nutzen. Sorgen machen uns nur ungl\u00fccklich und innerlich kaputt.<\/p>\n<p>Warum brauchen sich Jesu J\u00fcnger auch keine Sorgen um Kleidung zu machen? Betrachten wir die Verse 28 und 29: <strong>\u201eUnd warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.\u201c <\/strong>Jesus lie\u00df sie wiederum auf die Natur schauen. Gott k\u00fcmmerte und k\u00fcmmert sich bis heute in gro\u00dfartiger Weise um das gute Aussehen der Blumen, obwohl er wei\u00df, dass sie oft nur eine kurze Zeit bl\u00fchen k\u00f6nnen und dann abgeschnitten werden. Doch selbst der K\u00f6nig Salomo, der wegen seines Reichtums und guten Geschmacks in seiner Lebzeit locker jedes Jahr den Titel als bestgekleideter Mann der Welt (\u201eBest Dressed Man Award\u201c) gewonnen h\u00e4tte, war nicht so sch\u00f6n gekleidet wie eine der Lilien auf dem Feld.<\/p>\n<p>Jesus zieht im Vers 30 selbst die Schlussfolgerung: <strong>\u201eWenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr f\u00fcr euch tun, ihr Kleingl\u00e4ubigen?\u201c<\/strong> Wenn Gott sich sogar um das sch\u00f6ne Aussehen der Wiesenblumen k\u00fcmmert, wie viel mehr wird er sich darum k\u00fcmmern, dass Jesu J\u00fcnger immer etwas Anst\u00e4ndiges zum Anziehen haben! Betrachten wir noch einmal Vers 30. Mit den Worten <strong>\u201eIhr Kleingl\u00e4ubigen\u201c<\/strong> sagte Jesus den J\u00fcngern hier klar, dass der wahre Grund f\u00fcr ihre Sorgen ihr zu kleiner Glaube war. Die Ursache f\u00fcr ihre Sorge bestand also nicht darin, dass sie kein Geld oder keine Essensvorr\u00e4te hatten, sondern darin, dass sie zu wenig auf Gott vertrauten, der der allm\u00e4chtige Sch\u00f6pfer und zugleich ihr himmlischer Vater ist. Auch wir denken gew\u00f6hnlich, wenn wir uns wegen etwas Sorgen machen, dass es daher kommt, dass wir zum Beispiel zu wenig Geld haben oder zu wenig F\u00e4higkeiten oder Zeit, um etwas zu tun, und dass wir die Sorgen los w\u00fcrden, wenn wir zum Beispiel mehr Geld oder mehr Zeit oder mehr F\u00e4higkeiten h\u00e4tten. Aber wenn wir uns wegen etwas Sorgen machen, ist in Wirklichkeit die Ursache unser zu kleiner Glaube an Gott. Darum k\u00f6nnen wir das Problem der Sorge nur dadurch l\u00f6sen, dass wir mehr Vertrauen auf Gott fassen. Welches Ma\u00df an Glauben sollen wir haben? Jesus verweist uns durch die V\u00f6gel und die Lilien auf den Sch\u00f6pfer Gott, der sich mit seiner Allmacht st\u00e4ndig um hunderte Milliarden von V\u00f6geln k\u00fcmmert und unz\u00e4hlige Blumen wunderbar kleidet (wie wir auch hier vorne sehen k\u00f6nnen). Er ist gerade unser himmlischer Vater, der uns unendlich lieb hat und nie zulassen w\u00fcrde, dass wir an Nahrung oder Kleidung Mangel leiden. Auf ihn sollen wir neu unser Vertrauen setzen und im Glauben leben, dass er uns unser Leben lang mit allem N\u00f6tigen versorgen wird.<\/p>\n<p>Jesus sagt schlussfolgernd in den Versen 31 und 32: <strong>\u201eDarum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater wei\u00df, dass ihr all dessen bed\u00fcrft.\u201c <\/strong>Weil unser himmlischer Vater wei\u00df, was wir ben\u00f6tigen, brauchen wir uns nicht um unsere grundlegenden Bed\u00fcrfnisse zu sorgen; wir sollen auch nicht unser ganzes Leben darauf ausrichten, diese Bed\u00fcrfnisse zu stillen, wie es die Menschen tun, die Gott nicht kennen. Als Kinder Gottes sollen wir vielmehr nach einem h\u00f6heren Ziel trachten. Wonach sollen wir trachten?<\/p>\n<p>Lesen wir gemeinsam den Vers 33: <strong>\u201eTrachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.\u201c<\/strong> Hier offenbart Jesus das wahre Lebensziel, das seine J\u00fcnger anstreben und erreichen sollen. Warum sollen wir als J\u00fcnger Jesu nach Gottes Reich und seiner Gerechtigkeit trachten? Die Aufrichtung von Gottes Reich ist Gottes gr\u00f6\u00dftes Anliegen und steht im Zentrum seines Wirkens. Jesus will, dass seine J\u00fcnger Gottes wahres Ziel auch zu ihrem Ziel machen. Wir sollen zuerst nach Gottes Reich und nach seiner Gerechtigkeit trachten, weil Gott will seine gute Herrschaft in uns aufrichten will. Die meisten unter uns haben das Reich Gottes als ihr Ziel erkannt und haben sich entschieden, zuerst danach dem Reich Gottes zu trachten. Aber oft schleichen sich andere Ziele ein, zum Beispiel Erfolg im Studium oder im Beruf, der Besitz bestimmter Dinge oder die Liebe eines anderen Menschen, und wir trachten in Wirklichkeit nicht mehr zuerst nach Gottes Reich. Darum sollen wir uns neu bewusst werden, was Gottes Reich bedeutet und wie es sich auf uns auswirkt. Gottes Reich macht uns frei davon, hier nur um unser \u00dcberleben zu k\u00e4mpfen und unsrem Ego und seinen endlosen Forderungen zu dienen. Wenn Gott uns regiert, werden wir frei von Sorgen und auch von der Begierde nach irdischen G\u00fctern. Diese Freiheit macht uns gl\u00fccklich. Wir werden frei, weil wir wissen, dass unser himmlischer Vater uns alles zufallen l\u00e4sst, was wir brauchen. Wenn Gott \u00fcber uns regiert, k\u00f6nnen wir jeden Tag innige Gemeinschaft mit ihm haben, uns an ihm erfreuen und tiefen Frieden genie\u00dfen. Wenn Gott uns regiert, wird unser Leben richtig und voller Sinn. Wir haben eine lebendige Hoffnung auf das Himmelreich, die uns alle Widrigkeiten hier \u00fcberwinden l\u00e4sst und uns schon jetzt wahrhaft gl\u00fccklich macht.<\/p>\n<p>Gott will also seine gute Herrschaft in uns aufrichten und uns hier und in Ewigkeit gl\u00fccklich machen, und zwar nicht ohne oder gar gegen unseren Willen, sondern dadurch, dass wir es selbst wollen und aktiv danach streben. Gott will sozusagen mit uns zusammenarbeiten. Gott will auch mit uns zusammenarbeiten, um sein Reich in unseren Mitmenschen aufzurichten. Gott will dazu unsere Gebete erh\u00f6ren und unser Bibelstudium und unser Streben und Tun f\u00fcr dieses Ziel segnen. Dadurch wird jeder Tag unsres Lebens sinnvoll und bedeutungsvoll und gl\u00fccklich.<\/p>\n<p>M\u00f6ge Gott uns helfen, unser Lebensziel erneut klar zu machen und zuerst nach seinem Reich und seiner Gerechtigkeit zu trachten! Gott richte dadurch seine gute Herrschaft in uns und durch uns in anderen auf, sodass wir frei und gl\u00fccklich leben k\u00f6nnen, anstatt an Sorge und Begierden gebunden! Lesen wir zum Schluss das Leitwort:<strong> \u201eTrachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.\u201c<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes \u201eTrachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.\u201c (6,33) Letzte Woche haben wir gelernt, dass wir uns nicht hier auf der Erde Sch\u00e4tze sammeln sollen, wo sie verrosten, von Motten gefressen oder von Dieben gestohlen werden. 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