{"id":1541,"date":"2011-07-03T16:45:34","date_gmt":"2011-07-03T15:45:34","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1541"},"modified":"2022-11-18T12:24:39","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:39","slug":"predigt-mt-616-24","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-mt-616-24\/","title":{"rendered":"Predigt: Matth\u00e4us 6,16 &#8211; 24"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Predigt-Mt-616-24-5a.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Sammelt euch aber Sch\u00e4tze im Himmel<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Sammelt euch aber Sch\u00e4tze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.\u201c<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(20.21)<\/p>\n<p>Habt ihr viele Sch\u00e4tze? Wie viele habt ihr? Wo sind eure Sch\u00e4tze? Sind sie gut deponiert, an einem sicheren Ort? Unsere Sch\u00e4tze d\u00fcrfen nicht verloren gehen, sondern in Ewigkeit bleiben. Deshalb lernen wir heute unsere Sch\u00e4tze im Himmel zu sammeln. Im heutigen Text lernen wir demnach einiges \u00fcber unser Herz. Welche Herzenseinstellung sollen wir gegen\u00fcber unseren Sch\u00e4tzen haben? Der falsche Umgang kann gravierenden Schaden anrichten. Umso bedeutender sind die orientierungschenkenden Worte unseres Herrn Jesus, z.B. \u00fcber den Umgang mit Sch\u00e4tzen, denn seine Worte haben keinen irdischen Ursprung. Seine Worte kommen direkt aus dem Himmel. Beten wir, dass Jesu Worte uns dieser Welt entrei\u00dfen und ins Reich Gottes versetzen m\u00f6gen. Gott segne uns mit einem jeden Wort, das aus dem Mund unseres Herrn kommt.<\/p>\n<p><strong>Teil I\tSammelt euch Sch\u00e4tze im Himmel (16-21)<\/strong><\/p>\n<p>Die J\u00fcnger waren alle Zeit bei Jesus. Dennoch waren sie nicht frei von verkehrten religi\u00f6sen Riten, die damals gang und g\u00e4be waren. Wie half Jesus ihnen? Vers 16 lautet: <strong>\u201eWenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer dreinsehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Gesicht, um sich vor den Leuten zu zeigen mit ihrem Fasten.\u201c<\/strong> Mit dem Fasten wenden wir uns auf eine extreme Form an Gott. Wir beten konzentriert und beharrlich zu ihm. Das Fasten ist also eine intensive Angelegenheit zwischen Gott und uns. In Israel hatte das Fasten Tradition. Man fastete viel und oft. Jesus aber spricht eine klare Warnung gegen falsches Fasten aus. Unter den Fastenden gab es n\u00e4mlich Heuchler, die ihr Gesicht verstellten, um sich vor den Leuten zu zeigen mit ihrem Fasten. Nimmt Gott solches Fasten an? Jesus sagt: <strong>\u201eWahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt.\u201c<\/strong> Gott hatte f\u00fcr ihre falschen Motive nichts \u00fcbrig, denn sie haben ihren Lohn in Form der Anerkennung anderer bereits erlangt. <strong>\u201eWenn du aber fastest\u201c<\/strong> sagt Jesus, <strong>\u201eso salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, damit du dich nicht vor den Leuten zeigst mit deinem Fasten, sondern vor deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir\u2019s vergelten.\u201c<\/strong> Das Fasten soll ein pers\u00f6nliches Geheimnis zwischen Gott und uns sein. Gott sieht, dass wir unser Glaubensleben seinetwegen f\u00fchren und nicht um von Menschen gesehen und gelobt zu werden. M\u00f6ge unser Herz ganz und gar bei Gott sein. M\u00f6ge Jesu geistlicher Rat in unseren Herzen fruchten und g\u00f6ttliche Belohnung bewirken.<\/p>\n<p>Jesus hilft seinen J\u00fcngern, ein Glaubensleben ohne Herz zu vermeiden. Es ist zu wenig, nur der Tradition zu folgen. Wie half Jesus seinen J\u00fcngern noch, um ihr Herz bei Gott zu haben? Betrachten wir Vers 19: <strong>\u201eIhr sollt euch nicht Sch\u00e4tze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen.\u201c<\/strong> Dieser Vers Jesu vermittelt uns 2 Punkte. 1)\tDass wir keine Sch\u00e4tze auf dieser Erde sammeln sollen. Welche Reaktion k\u00f6nnte diese Anweisung in uns bewirken? Sie k\u00f6nnte uns traurig machen. \u201eKeine Sch\u00e4tze? Keine Freude? Keine Sicherheit? Jesus verbietet es mir, ich darf nicht sammeln.\u201c Doch bevor wir beleidigt die K\u00f6pfe h\u00e4ngen lassen, kommen wir zum 2. Punkt. Jesus sagte nicht, dass wir \u00fcberhaupt keine Sch\u00e4tze sammeln sollen. Im Gegenteil, wir sollen sammeln aber nicht dort <strong>\u201ewo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen.\u201c<\/strong> Diese Botschaft ist plausibel und leicht verst\u00e4ndlich. Was n\u00fctzen mir die sch\u00f6nsten Kleider oder die sch\u00f6nsten Anz\u00fcge und Kravatten, wenn ich hungrige Motten im Schrank habe? Was n\u00fctzten mir Schmuckst\u00fccke wie Uhren, Ketten etc. wenn sie der Rost zerfrisst? \u201eMeine Sch\u00e4tze sind aus Edelmetall\u201c, k\u00f6nnte einer einwerfen. \u201eGold und Silber rosten nicht.\u201c Das ist richtig. Deshalb weist uns Jesus auch auf Diebe hin, die genau danach suchen.<\/p>\n<p>Jesus verf\u00fcgt \u00fcber die n\u00f6tige Weitsicht, die uns fehlt. Motten, Rost und Diebe m\u00fcssen nicht sofort zuschlagen. Jahre k\u00f6nnen vergehen ohne dass etwas geschieht. Doch mit der Zeit verschwinden auch unsere Sch\u00e4tze und letztendlich wir selbst. Alles auf dieser Erde vergeht. F\u00fcr Jesus sind irdische Sch\u00e4tze also nicht gut genug. Er stellt zurecht die Nachhaltigkeitsfrage.<\/p>\n<p>Einmal nahm ein Student sein ganzes Verm\u00f6gen, das er sein Leben lang angespart hatte und investierte es in ein  Aktiendepot. In diesem Depot steckte seine gesamte finanzielle Substanz. Dieses Depot wurde zu seinem Schatz. Mehrmals t\u00e4glich besuchte ich die Homepage seines Finanzinstituts und \u00fcberpr\u00fcfte die Kursst\u00e4nde. St\u00e4ndig musste er sich mit den Finanznachrichten besch\u00e4ftigen, um schnell reagieren zu k\u00f6nnen, schneller als anderen. Anf\u00e4nglich stiegen seine Kurse, doch obwohl er so viel Zeit und Mittel darin investiert hatte, verlor er an einem Tag fast seinen kompletten Schatz. Ups. Wie gewonnen, so zerronnen. Es dauerte lange, bis er wieder bekam, was er verloren hatte. Am Ende war seine Bilanz zwar ausgeglichen, der Schatz aber war weg. Nichts war mehr davon \u00fcbrig, au\u00dfer den traumatischen Erlebnissen der Vergangenheit. Jesus hat Recht. Wir investieren Zeit und Kraft in unsere Sch\u00e4tze, doch am Ende bleibt uns nichts. Es wurde auch noch nie beobachtet, dass ein Mensch sein Geld, sein Auto, Haus, Verm\u00f6gen usw. \u00fcber den Tod hinaus mitgenommen hat.<\/p>\n<p>Solche Sch\u00e4tze sind aus Jesu Sicht etwa so wertvoll wie Seifenblasen. Kinder haben gro\u00dfe Freude an ihnen, doch nach wenigen Sekunden ist alles vorbei und die Freude verschwindet so schnell, wie sie gekommen ist. Jesus will kein Spielverderber sein. Niemand, kein Mensch, w\u00fcrde sein Leben f\u00fcr Seifenblasen hingeben. Niemand w\u00fcrde daf\u00fcr studieren und 8 Stunden am Tag arbeiten, weil sie aufgrund ihrer Kurzlebigkeit defacto wertlos sind.<\/p>\n<p>Wo sollen wir unsere Sch\u00e4tze stattdessen sammeln? Lesen wir Vers 20: <strong>\u201eSammelt euch aber Sch\u00e4tze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen.\u201c<\/strong> Lasst uns der Lehre Jesu folgen und versuchen sie zu begreifen, die nicht dieser, sondern der jenseitigen Welt entspringt und voller Wahrheit und Bedeutung ist. Wir sollen unsere Sch\u00e4tze im Himmel sammeln, denn im Himmel sind sie sicher. Nichts und niemand kann sie uns wegnehmen. Zur Zeit gibt es viele IT-Firmen, die nichts anderes als Speicherplatz f\u00fcr Datenbanken verkaufen. Unternehmen k\u00f6nnen ihre vertraulichen Daten abspeichern und sich sicher sein, dass nichts verloren geht, weil alle 30 Minuten Sicherheitsbackups erstellt werden. Doch immer wieder h\u00f6ren wir in den Nachrichten von Hackern, die sich in Firmen- und sogar Regierungsdatenbanken hacken und Schaden anrichten. In dieser Welt ist wirklich nichts sicher. Sogar meine Predigtdatei wurde gestern besch\u00e4digt und ich musste die alte Version \u00fcberarbeiten. Doch solche Gefahren sind im Himmel nicht gegeben. Niemand, wirklich niemand, kann sich im Himmel reinhacken. Sch\u00e4tze, die wir im Himmel sammeln, sind f\u00fcr die Ewigkeit bestimmt.<\/p>\n<p>Jesus fordert uns auf f\u00fcr die Zukunft vorzusorgen. Und sein Rat ist wesentlich besser als die Altersvorsorgen, die uns hier auf der Erde angeboten werden. In unserem Unternehmen haben wir die M\u00f6glichkeit, einen Teil unseres monatlichen Einkommens in die freiwillige Pensionskasse einzuzahlen. Dann steuert der Betrieb denselben Betrag hinzu. Nach ca. 40 Jahren Betriebszugh\u00f6rigkeit wird dann eine stattliche Summe, gutverzinst, ausgezahl. Mehr als 15.000 Kolleginnen und Kollegen haben diese Option bereits in Anspruch genommen und ich bin mir sicher, etliche kommen hinzu. \u201eNicht schlecht\u201c, dachte ich. Aber wenn ich genau dar\u00fcber nachdenke, bin ich 67, wenn ich in Pension trete. Wer kann sagen, ob ich mit 67 noch gesund oder \u00fcberhaupt am Leben bin? Welche Sch\u00e4tze will ich dann noch sammeln und genie\u00dfen? Sie werden wahrscheinlich langlebiger sein als ich.<\/p>\n<p>Betrachten wir nochmals Vers 20: <strong>\u201eSammelt euch aber Sch\u00e4tze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen.\u201c<\/strong> So komme ich zum dem Schluss, dass Jesus ein weitaus besseres Angebot unterbreitet. Er fordert uns auf Sch\u00e4tze im Himmel zu sammeln. Das ist eine Investition, nicht nur f\u00fcr die Zukunft, sondern f\u00fcr die Ewigkeit. Vor allem werden wir auch in der Lage sein uns ewig an ihnen zu erfreuen. Denn im Himmel haben wir andere Leiber, die nicht altern und sterben. Und so wie unsere himmlischen Leiber eine andere Herrlichkeit haben werden, wie unsere irdischen Leiber und so wie unser himmlisches Leben eine andere Herrlichkeit haben wird als unser irdisches Leben, werden auch unsere Sch\u00e4tze im Himmel unvergleichlich herrlicher sein als Sch\u00e4tze in dieser Welt. Sch\u00e4tze in dieser Welt sind nicht nur verg\u00e4nglich, sie werden mit der Zeit auch langweilig (abnehmender Grenznutzen). Doch Sch\u00e4tze im Himmel funkeln sicherlich mit einem anderen Glanz, denn sie sind von himmlischer Qualit\u00e4t (Made in Heaven, nicht made in China).<\/p>\n<p>Betrachten wir nochmals Vers 20a:  <strong>\u201eSammelt euch aber Sch\u00e4tze im Himmel\u201c.<\/strong> Es ist gut, Sch\u00e4tze im Himmel zu sammeln. Jesus ermutigt uns dazu. Jeder von uns soll volle Schatzkammern im Himmel besitzen. Doch wie k\u00f6nnen wir Sch\u00e4tze im Himmel sammeln?<\/p>\n<p>In der Bibel erfahren wir \u00fcber verschiedene Wege und M\u00f6glichkeiten, Lohn oder einen Schatz im Himmel zu bekommen. Z.B. durch die Aus\u00fcbung verborgener Fr\u00f6mmigkeit vor Gott oder bezogen auf unseren heutigen Text: Unser Verm\u00f6gen im Sinne Gottes einzusetzen. D.h. zum Wohle Hilfsbed\u00fcrftiger, ohne Aussicht auf Wiedergutmachung in dieser Welt. Hierzu einige Beispiele:<\/p>\n<p>Im Lukasevangelium lehrt Jesus: <strong>\u201eVerkauft, was ihr habt, und gebt Almosen. Macht euch Geldbeutel, die nicht veralten, einen Schatz, der niemals abnimmt, im Himmel, wo kein Dieb hinkommt und den keine Motten fressen.\u201c<\/strong> (Lk 12,33) Jesus lehrt, wie wir einen Schatz im Himmel haben k\u00f6nnen. Ein Schatz, der zudem die Eigenschaft besitzt niemals abzunehmen! Jesus fordert seine J\u00fcnger dazu auf zu verkaufen, was sie hatten und damit anderen zu helfen. Diese Lebensweise haben tausende von Menschen nach der Himmelfahrt Jesu w\u00f6rtlich befolgt. Die erste Gemeinde muss ein Abbild des Himmelreiches gewesen sein.<\/p>\n<p>Ein weiteres Beispiel: Eines Tages kam ein junger Mann zu Jesus und wollte wom\u00f6glich mit seiner Fr\u00f6mmigkeit prahlen. Und auf alles was Jesus ihm empfahl, antwortete er: \u201eHab ich schon l\u00e4ngst gemacht\u201c. Schlie\u00dflich antwortete Jesus ihm: <strong>\u201eWillst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib&#8217;s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach! Als der J\u00fcngling das Wort h\u00f6rte, ging er betr\u00fcbt davon; denn er hatte viele G\u00fcter. Jesus aber sprach zu seinen J\u00fcngern: Wahrlich, ich sage euch: Ein Reicher wird schwer ins Himmelreich kommen.\u201c<\/strong> (Mt. 19,21-23) Wenn es um unser Geld geht, offenbart sich unser wahres Wesen. Denn wir kleben an unseren Sch\u00e4tzen. Sie sind uns wertvoll und kostbar. Sie sind uns heilig und das wichtigste ist: Sie geh\u00f6ren mir.<\/p>\n<p>Bislang hatte der reiche J\u00fcngling einen stets souver\u00e4nen Eindruck gemacht. Doch er scheiterte daran, seine irdischen Sch\u00e4tze in den Himmel zu transferieren. Wir sehen, dass irdische und himmlische Sch\u00e4tze sich konkurrieren. Es ist eine entweder oder Geschichte. Wir haben die Wahl.<\/p>\n<p>Durch den reichen J\u00fcngling aber auch aus eigener Erfahrung wissen wir, wie schwer es ist, loszulassen. Wie k\u00f6nnen wir es doch \u00fcbers Herz bringen und welche Bedeutung haben Sch\u00e4tze im Himmel? Lesen wir Vers 21: <strong>\u201eDenn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.\u201c<\/strong> Wir alle wissen, diese Aussage ist richtig. Unser Herz klebt an unserem Schatz. Sie sind untrennbar miteinander verbunden. Und es ist nicht leicht, unser Herz unter Kontrolle zu bringen. Selbst wenn unser Kopf rational funktioniert, werden wir durch die unberechenbaren Spr\u00fcnge unseres Herzens gesteuert. Wir tun nicht was richtig ist, sondern was unser Herz uns sagt. Im heutigen Sprachgebrauch kommt das Herz sehr gut weg. \u201eH\u00f6r auf dein Herz\u201c lautet die Botschaft der Welt. \u201eTu was dein Herz dir sagt; h\u00f6re auf die Stimme deines Herzens\u201c. Das ist die Predigt dieser Welt und hat schon viele junge Menschen ins Verderben gest\u00fcrzt. Was vermittelt dagegen die Bibel \u00fcber das Herz? <strong>\u201edas Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist b\u00f6se von Jugend auf.\u201c<\/strong> (1.Mose 8,21) <strong>\u201eEs ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding; wer kann es ergr\u00fcnden?\u201c<\/strong> (Jer 17,9) Und Jesus sagt: <strong>\u201edenn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen heraus b\u00f6se Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Mi\u00dfgunst, L\u00e4sterung, Hochmut, Unvernunft.\u201c<\/strong> (Mk 7,20.21) Die Bibel vermittelt uns ein anderes Bild \u00fcber das menschliche Herz. Wie kann ein solches Herz dazu gebracht werden von irdischen Sch\u00e4tzen abzulassen und sich einen Platz im Himmel zu suchen? Auf direktem Wege k\u00f6nnen wir nichts tun. Aber wenn wir schon unser Herz nicht in den Himmel werfen k\u00f6nnen, dann sollen wir wenigstens unsere Sch\u00e4tze in den Himmel verlagern. Dann wir unser Herz automatisch hinter herspringen. Das wird uns und unser Herz t\u00e4glich ver\u00e4ndern. Wir wachen dann morgens nicht mit dem Gedanken auf: \u201eWie steht es um mein Aktiendepot und ist mein neues Auto frei von Kratzern?\u201c Stattdessen fragen wir uns: Wie geht es meinem Schatz im Himmel? Was kann ich heute tun, um neue Sch\u00e4tze im Himmel zu sammeln? Lasst uns Gott lieben, sein Wort lieben und unsere Mitmenschen lieben. Denn das ist der Weg, zu den Sch\u00e4tzen im Himmel. Liebe zu Gott und Liebe zum N\u00e4chsten. Lasst uns auf diesem Weg flei\u00dfig Sch\u00e4tze im Himmel sammeln. M\u00f6ge unser Herz sicher im Himmel wohnen.<\/p>\n<p><strong>Teil II\tDem Herrn allein dienen (22-24)<\/strong><\/p>\n<p>Wie kann unser Herz und unser Leib mit himmlischem Licht aus dem Reich Gottes erf\u00fcllt werden? Betrachten wir Verse 22 und 23: <strong>\u201eDas Auge ist das Licht des Leibes. Wenn dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein. Wenn aber dein Auge b\u00f6se ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie gro\u00df wird dann die Finsternis sein!\u201c<\/strong> Jesus vergleicht unsere Augen mit einem Licht z.B. mit einer Lampe. Wenn unsere Augen im Sinne des Erfinders funktionieren, erleuchten sie unseren ganzen Leib und unser ganzer Mensch wird hell leuchten. Wenn unsere Augen aber nicht funktionsf\u00e4hig sind, sondern b\u00f6se, dann leuchten sie nicht und unser ganzer Mensch wird finster. Wenn nun unsere Augen statt Licht Finsternis verbreiten, dann gute Nacht. Wer kann die Finsternis beschreiben, die dann in uns herrscht?<\/p>\n<p>Was wollte Jesus seinen J\u00fcngern mit diesem Gleichnis sagen? Er will das Augenmerk auf die Augen legen, denn das Auge ist unser Hauptwahrnehmungsorgan. Die J\u00fcnger Jesu befanden sich alle unter dem Licht Jesu. Sie alle waren bei Jesus, sie h\u00f6rten dieselben Worte, sie sahen dieselben Wunder, sie erlebten gemeinsam wie das Licht der Welt unter ihnen wohnte und wie das flutende Licht Jesu strahlte. Jesus ist das Licht der Welt, kein anderer hat die g\u00f6ttliche Wahrheit auf vergleichbare Weise zu uns gebracht. Doch die J\u00fcnger haben sich unterschiedlich entwickelt. Die sogenannten Spitzenj\u00fcnger machten schnelle Fortschritte, einige andere waren sehr langsam in ihrer Entwicklung, w\u00e4hrend Judas sich in eine ganz andere Richtung entwickelte. Was machte den Unterschied aus? | Sie nahmen zwar alle dasselbe wahr, doch ihre Augen strahlten mit jeweils unterschiedlicher Lichtst\u00e4rke.<\/p>\n<p>Jesu Worte sind somit wichtige und warnende Worte. Jesu Warnung gilt auch f\u00fcr uns. Heute lesen und h\u00f6ren wir seine Worte aus dem Evangelium. Doch jeder von uns wird unterschiedlich damit umgehen. Einige von uns nehmen die Worte Jesu mit leuchtenden Augen auf. Ihr schnelles Auffassungsverm\u00f6gen l\u00e4sst ihre Leiber von innen heraus leuchten. Denn wir entdecken die Sch\u00f6nheit des Evangeliums. Die Wahrheit, die darin steckt, begeistert uns. Die Zeit, die wir z.B. beim Bibelstudium verbringen wird eine s\u00fc\u00dfe Zeit, bei der wir viele verborgene Sch\u00e4tze der Weisheit und der Erkenntnis in Christus erforschen. Die Botschaft des Evangeliums macht uns zu den gl\u00fccklichsten Menschen, weil wir emporgehoben werden und in die Gegenwart Gottes eintauchen.<\/p>\n<p>Wenn aber unsere Augen krankhaft oder b\u00f6se sind, erleben wir das genaue Gegenteil. Wir verstehen das Evangelium nicht, es ber\u00fchrt unsere Herzen nicht, wir sind gelangweilt. Schade, wenn unser Leib finster bleibt, obwohl das Licht der Welt flutartig auf uns scheint. Lasst uns unsere geistlichen Augen \u00fcberpr\u00fcfen. Beten wir f\u00fcr gute und gesunde Augen. Schauen wir nicht auf weltliche G\u00fcter in dieser Welt, auf Sch\u00e4tze, die unsere Moral und unseren Charakter verdunkeln, auf sch\u00e4ndlichen Gewinn, der uns verfinstert und habgierig macht. Beten wir, damit Jesus uns ganz und gar licht sein l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Wir werden dazu ermutigt, unsere Sch\u00e4tze nicht auf der Erde, sondern im Himmel zu sammeln. Wenn unsere Sch\u00e4tze auf Erden bleiben, dann bleibt auch unser Herz auf der Erde. Das macht auch unsere Augen tr\u00fcb, so dass wir finster bleiben. Deshalb hilft Jesus uns mit einem entscheidenden Wort. Lesen wir Vers 24: \u201e<strong>Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen h\u00e4ngen und den andern verachten. Ihr k\u00f6nnt nicht Gott dienen und dem Mammon.\u201c <\/strong>Erneut lehrt Jesus einfach verst\u00e4ndliche Wahrheit. Man kann nicht zwei Herren oder zwei unterschiedliche Parteien dienen. Interessenskonflikte macht das unm\u00f6glich. Wir k\u00f6nnen uns nur hinter einem Herrn stellen, ihm folgen, ihn lieben und ihm dienen. Unser Herr verlangt unsere v\u00f6llige Hingabe. Halbe Sachen gibt es nicht. Die J\u00fcnger hatten in Jesus ihren guten Hirten, ihren himmlischen Herrn gefunden. Wer versuchte Herr ihres Lebens zu werden? <strong>\u201eIhr k\u00f6nnt nicht Gott dienen und dem Mammon.\u201c<\/strong> lehrt Jesus. Wer oder was ist der Mammon? Das Wort Mammon hat seinen Ursprung im aram\u00e4ischen Wort \u201emamona\u201c und bedeut Habe oder Besitz, allerdings mit einem abwertenden Beigeschmack, also im negativen Sinne. Doch Jesus personifiziert den Mammon. Und durch Jesu Beschreibung erkennen wir, dass der Mammon ein besonderer G\u00f6tze ist. Obwohl er nicht lebt, ist er ein m\u00e4chtiger G\u00f6tze, der Besitz von allen Menschen ergreift, deshalb behandelt Jesus das Problem des Mammons explizit.<\/p>\n<p>In wieweit standen die J\u00fcnger unter der Versuchung des Mammons? Die J\u00fcnger hatten alles verlassen und waren Jesus nachgefolgt. Mit Jesus litten sie zwar keinen Mangel, doch sie hatten keine G\u00fcter, keine Sch\u00e4tze, kein Besitz. Leicht h\u00e4tten sie sich nach dem Mammon sehnen und ausstrecken k\u00f6nnen, wie die restliche Gesellschaft und wir wissen, dass Judas dem Mammon zum Opfer gefallen ist und seinen Herrn tats\u00e4chlich gehasst, verachtet und verraten hat.<\/p>\n<p>In wieweit sind wir dem Mammon ausgesetzt? Die Macht des Geldes regiert unsere Zeit. Die Menschen lieben ihr Geld. Wer sein Geld verliert, ist untr\u00f6stlich. Und der Mamon regiert den ganzen Globus. Eines Tages besuchte ich ein Land im Herzen Afrikas. In einem Naturreservat in Kenia besuchte ich ein abgelegenes Massaidorf mit ca. 10-15 H\u00fctten, Abseits jeglicher Zivilisation. Es war f\u00fcr mich eine gro\u00dfe \u00dcberraschung aber das erste was ich in den Augen der Menschen sah, war der Mammon. Fast jedes ihrer Worte drehte sich um Geld. Ihre Augen und ihre K\u00f6rpersprache drehten sich nur ums Geld.<\/p>\n<p>Der Mammon ist m\u00e4chtig. Er hindert uns daran Gott allein zu lieben und zu dienen. Wir m\u00fcssen beten und lernen uns von der Macht des Mammons loszusagen. Sonst sammeln wir nur Sch\u00e4tze in dieser Welt. Sonst h\u00e4ngt unser Herz an unsere Sch\u00e4tze und am Mammon. Das ist wirklich ein trauriges Leben, denn der Mammon kann uns nichts bieten. Wir sterben mit ihm und werden mit ihm begraben. Das ist sehr traurig.<\/p>\n<p>Doch lasst uns Gott lieben, der lebendig ist und uns die Auferstehung der Toten schenkt und das herrliche Reich Gottes. Lasst uns Gott lieben und nicht diese Welt. Lasst sch\u00e4tze bei Gott sammeln und nicht in dieser Welt. Unser Herz soll bei Gott wohnen und nicht hier. Der Herr erl\u00f6se uns vom sch\u00e4dlichen Einfluss des Mammons. Herr lass uns Erben deines Reiches sein.<\/p>\n<p>Pers\u00f6nlich danke ich Jesus sehr f\u00fcr sein Wort. Denn seine Stimme hat eine ganz andere Botschaft, als diese Welt. Alle meine Kollegen wollen Sch\u00e4tze sammeln und ermutigen mich, es ihnen gleich zu tun. Sogar meine Mutter ermutigt mich dazu, Sch\u00e4tze in dieser Welt zu sammeln. Im Herzen war ich besorgt. Werde ich meine einst militante Sparsamkeit \u00fcbers Bord werfen und konsumgierig werden? Doch Jesu Evangelium ist nicht von dieser Welt. Seine Aufforderung Sch\u00e4tze im Himmel und nicht auf dieser Erde zu sammeln trifft mich daher sehr. Sie schenkt mir eine v\u00f6llig neue Lebensorientierung. Ich will aufh\u00f6ren Sch\u00e4tze in dieser Welt zu sammeln. Stattdessen will ich alle meine Sch\u00e4tze im Himmelreich verlagern, damit mein Herz im Himmel ist und nicht am Mammon h\u00e4ngt. M\u00f6gen Jesu Worte mich dazu bringen meine Mittel im Sinne Gottes und zum Dienst an den Hilfsbed\u00fcrftigen einzusetzen. M\u00f6ge Jesus mich nachhaltig ver\u00e4ndern, so dass mein Herz im Himmel bleibt. Lasst uns Gott allein dienen und lieben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Sammelt euch aber Sch\u00e4tze im Himmel \u201eSammelt euch aber Sch\u00e4tze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.\u201c (20.21) Habt ihr viele Sch\u00e4tze? Wie viele habt ihr? Wo sind eure Sch\u00e4tze? 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