{"id":1503,"date":"2011-06-06T11:35:44","date_gmt":"2011-06-06T10:35:44","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1503"},"modified":"2022-11-18T12:24:42","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:42","slug":"predigt-matthaus-918-26","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-matthaus-918-26\/","title":{"rendered":"Predigt: Matth\u00e4us 9,18 &#8211; 26"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Mt.-918-26-4.doc\">Download<\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Sei getrost, meine Tochter<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>\u201eDa wandte sich Jesus um und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und die Frau wurde gesund zu derselben Stunde.\u201c<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(22)<\/p>\n<p>Letzte Woche haben wir Jesu gro\u00dfes Wirken im Leben des Gel\u00e4hmten und im Leben von Matth\u00e4us erfahren. Jesus sah den Glauben des Gel\u00e4hmten und seiner Freunde und segnete sie. Jesus bewirkte auch Glauben im Leben eines hoffnungslosen Z\u00f6llners, der zum Verfasser unseres Evangeliums ver\u00e4ndert worden ist.<\/p>\n<p>Auch im heutigen Text betrachten wir Menschen, die Glauben aufbrachten und zu Jesus kamen. Jesus nahm auch ihren Glauben an und ver\u00e4nderte ihr Leben grundlegend. Somit offenbart sich Jesus als Herr unseres Lebens, als Herr \u00fcber Leben und Tod. Weil Jesus ihren Glauben annahm, sollen wir uns bem\u00fchen, von ihnen zu lernen. M\u00f6ge der heutige Text auch in uns gro\u00dfen Glauben bewirken. M\u00f6ge Jesus sich auch in unserem Leben als vollm\u00e4chtigen Herrn offenbaren.<\/p>\n<p><strong>Teil I\u00a0\u00a0 Dein Glaube hat dir geholfen (18-22)<\/strong><\/p>\n<p>Jesus war gerade dabei 2 Gleichnisse zu erz\u00e4hlen. Jesus predigte also das g\u00f6ttliche Wort. Doch er wurde abrupt unterbrochen. Wer unterbrach ihn w\u00e4hrend seiner wichtigen Predigt? Betrachten wir Vers 18a: <strong>\u201eAls er dies mit ihnen redete, siehe, da kam einer von den Vorstehern der Gemeinde, fiel vor ihm nieder\u201c<\/strong>. Dieser Mann platzte einfach herein. Er st\u00f6rte und unterbrach Jesu Predigt. Wer war dieser Mann? Die Evangelien nennen ihn beim Namen. Er hie\u00df Jairus und war Vorsteher der Gemeinde. Somit war er ein hoher Funktion\u00e4r in der Synagoge und hatte ein angesehenes und w\u00fcrdevolles Amt. Es ist erstaunlich, dass ein Vorsteher pers\u00f6nlich und in aller \u00d6ffentlichkeit zu Jesus kam und es ist umso erstaunlicher, dass vor Jesus niederfiel! Normalerweise fiel kein Vorsteher irgendwem vor die F\u00fc\u00dfe, schon gar nicht Jesus, der bei den Schriftgelehrten und Pharis\u00e4ern ge\u00e4chtet war. Dieser Kniefall muss gro\u00dfes Entsetzen bei den Beteiligten ausgel\u00f6st haben. (Vergleichbar mit Willy Brandt, als er in Polen auf die Knie ging und ganz Europa erschrak).<\/p>\n<p>Was bewegte diesen Mann zu seiner so dem\u00fctigen Tat? Vers 18b: <strong>\u201eund sprach: Meine Tochter ist eben gestorben\u201c.<\/strong> Im Lk 8,42 erfahren wir, dass dieser Mann eine einzige Tochter hatte. Sie war sicherlich die Freude seines Lebens. Er hatte ihr mit Sicherheit den sch\u00f6nsten Namen gegeben, den er finden konnte. Doch sie war soeben gestorben. Sein Herz zerbrach. K\u00f6nnt ihr euch vorstellen, wie schwer es ihm gefallen sein muss diese 5 Worte \u00fcber die Lippen zu bringen: <strong>\u201eMeine Tochter ist eben gestorben\u201c<\/strong>. Sicherlich brach sein Herz beim Aussprechen dieser Worte ein weiteres Mal.<\/p>\n<p>Wir Menschen sind im Laufe unseres Lebens mit vielen Problemen konfrontiert. Mit kleineren und mit gr\u00f6\u00dferen. Was ist aber mit dem Vorsteher? Konnte es f\u00fcr ihn eine schlimmere Situation geben? Wohl kaum. Er befand sich in seiner gr\u00f6\u00dften Not.<\/p>\n<p>Was machte der Vorsteher in seiner gr\u00f6\u00dften Not? Vers 18: <strong>\u201eaber komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig.\u201c<\/strong> Wahnsinn, oder? Ein unglaublicher Glaube wird an den Tag gelegt. Der Vorsteher glaubte nicht nur an die Heilungsmacht Jesu. F\u00fcr ihn war Jesus mehr als nur ein Wunderheiler. Er glaubte sogar, dass Jesus seine Tochter mit einer Ber\u00fchrung wieder zum Leben erwecken konnte! Er glaubte an Jesus, den Herrn \u00fcber Leben und Tod.<\/p>\n<p>Warum ist sein Glaube so bemerkenswert und was k\u00f6nnen wir davon lernen?<\/p>\n<p>Normalerweise ist es alles andere als leicht, in schwierigen Situationen zu Gott zu kommen. Viele Menschen verwerfen den Glauben an Gott oder treten demonstrativ aus der Kirche aus, wenn sie mit f\u00fcrchterlichen Begebenheiten konfrontiert sind.<\/p>\n<p>Wir sind gl\u00e4ubige Christen. Doch auch wir werden mit kleineren und gr\u00f6\u00dferen Schwierigkeiten konfrontiert. In der Schule l\u00e4uft es nicht gut, der Abschluss ist in Gefahr. Wir schwanken im Studium und fallen sogar. Menschen die wir lieben und f\u00fcr die wir beten werden schwach im Glauben oder verlassen die Gemeinschaft. Wie der Vorsteher sorgen sich viele um ihre Kinder. Wird mein Sohn oder meine Tochter einen Durchbruch im Glauben erleben? Wird er oder sie Jesus pers\u00f6nlich begegnen? Geschwister k\u00f6nnen sich die gleiche Frage stellen. Wird meine Schwester oder mein Bruder zum Glauben finden? Wird er oder sie errettet? Auch wir sind vielen Sorgen und Problemen ausgesetzt. Wie sollen wir damit umgehen?<\/p>\n<p>Jairus h\u00e4tte verbittert, verstockt und schwergl\u00e4ubig werden k\u00f6nnen. Er h\u00e4tte sich selbst vorwerfen k\u00f6nnen: \u201eWas bin ich f\u00fcr ein Vater, ich kann nicht einmal f\u00fcr meine kleine Tochter sorgen\u201c. Er h\u00e4tte auch anderen Vorw\u00fcrfe machen k\u00f6nnen: \u201eDer oder diejenige hat meine Tochter angesteckt, dieser oder jene Arzt hat ihr nicht geholfen\u201c. Er h\u00e4tte auch Gott Vorw\u00fcrfe machen k\u00f6nnen: \u201eIch habe mein Leben dem Werk Gottes hingegeben. Als Vorsteher nehme ich hohe Verantwortung wahr und liebe die Gemeinde. Doch Gott l\u00e4sst meine Tochter einfach sterben\u201c. Doch Jairus versank weder in Trauer, noch in Zweifel, noch in Verzweiflung.<\/p>\n<p>Lesen wir Vers 18 zusammen: <strong>\u201eAls er dies mit ihnen redete, siehe, da kam einer von den Vorstehern der Gemeinde, fiel vor ihm nieder und sprach: Meine Tochter ist eben gestorben, aber komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig.\u201c<\/strong> In der denkbar schlimmsten Not brachte der Vorsteher Glauben auf. Und er brachte gro\u00dfen Glauben auf. Er glaubte an die g\u00f6ttliche Allmacht Jesu Christi. F\u00fcr Jesus ist kein Ding unm\u00f6glich. Er vermag alles. Und dieser Glaube hatte eine gro\u00dfe Wirkung auf ihn. Er bekam die Kraft, alle Hindernisse zu \u00fcberwinden und tats\u00e4chlich zu Jesus zu kommen.<\/p>\n<p>Wie reagierte Jesus auf den unangek\u00fcndigten Hilferuf des Vorstehers? Vers 19 berichtet: <strong>\u201eUnd Jesus stand auf und folge ihm mit seinen J\u00fcngern.\u201c<\/strong> Jesus war sichtlich bewegt vom Glauben des Vorstehers und von seiner Haltung. Solchen Glauben kann Jesus nicht leugnen. Der Glaube bewegte Jesu Herz. Sehr gerne wollte Jesus ihm helfen. Er stand auf und verlie\u00df seinen Aufenthaltsort und widmete sich voll und ganz dem Jairus.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir von diesem Textabschnitt lernen? Lasst uns nicht jammern und klagen. Das bringt nichts. Lasst uns an Jesus glauben. Er kann uns helfen. Er kann unser Problem l\u00f6sen. Lasst uns f\u00fcr unsere Kinder beten, f\u00fcr unsere Geschwister, Freunde und Bibelsch\u00fcler. Lasst uns zu Jesus kommen und vor ihm auf die Knie fallen und glauben, dass er sie lebendig machen kann und lebendig machen wird. Herr, schenke uns Glauben. Herr, erh\u00f6re unser Gebet. M\u00f6ge Jesus unseren Glauben reichlich segnen.<\/p>\n<p>Kaum hatte Jairus Jesus unterbrochen, erfolgte eine zweite Unterbrechung. Was geschah? Betrachten wir Vers 29: <strong>\u201eUnd siehe, eine Frau, die seit zw\u00f6lf Jahren den Blutfluss hatte, trat von hinten an ihn heran und ber\u00fchrte den Saum seines Gewandes.\u201c<\/strong> Das Evangelium berichtet von einer Frau mit einem f\u00fcrchterlichen Leiden. Sie hatte offenen Blutfluss. Unaufhaltsam sickerte ihre Lebenskraft von ihr. Und sie litt ganze 12 Jahre an ihrer schrecklichen Krankheit. Wenn man an Kopfschmerzen leidet, wird es in der Regel am n\u00e4chsten Tag besser. Wenn wir erk\u00e4ltet sind, hoffen wir nach 1-2 Wochen auf Besserung. Doch diese Frau litt 4380 Tage und N\u00e4chte an ihrem Blutfluss und es wurde nicht besser mit ihr.<\/p>\n<p>Doch zus\u00e4tzlich zu ihrem k\u00f6rperlichen Leid kamen weitere Qualen hinzu, denn nach dem mosaischen Gesetz galt sie als unrein. Und schlimmer geht es kaum. Sie litt doppelt. Als Unreine war sie von der Gesellschaft ausgeschlossen. Sie durfte sich nicht aufhalten, wo sich andere aufhielten. Sie durfte nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Sie war sogar von einem Familienleben ausgeschlossen. Sie war versto\u00dfen von der Gemeinschaft, von der Gemeinde, vom Gottesdienst und somit auch von Gott. Unreine galten als Menschen, die unter dem Fluch Gottes lebten. H\u00e4tte diese Frau dasselbe fatalistische Weltbild, wie die meisten ihrer Zeitgenossen, w\u00e4re ihr nichts anderes \u00fcbrig geblieben, als sich mit ihrer tragischen Lage abzufinden und mit Gott und der Welt abzuschlie\u00dfen. \u201eIch bin verflucht, das ist Gottes Wille, ich lebe mit dem Fluch und sterbe als Verfluchte\u201c.<\/p>\n<p>Doch diese Frau war anders. Die Evangelien berichten: <strong>\u201eUnd da war eine Frau, die hatte den Blutfluss seit zw\u00f6lf Jahren und hatte viel erlitten von vielen \u00c4rzten und all ihr Gut daf\u00fcr aufgewandt; und es hatte ihr nichts geholfen, sondern es war noch schlimmer mit ihr geworden.\u201c<\/strong> (Mk 5,26) Diese Frau wollte sich mit ihrer Lage nicht abfinden. Sie gab nicht auf, sondern versuchte alles Menschenm\u00f6gliche um geheilt zu werden. Sie wollte unbedingt geheilt werden. Ihre Krankheit war sehr intim und die \u00c4rzte waren alle M\u00e4nner. Doch ihr Wunsch auf Heilung war gr\u00f6\u00dfer als alle Hemmschwellen. Zudem verlangten die \u00c4rzte hohe Honorare. Doch auch das spielte keine Rolle. Sie nahm auch jede finanzielle H\u00fcrde und wollte gesund werden, koste es was es wolle! Sie hatte eine K\u00e4mpfernatur und investierte ihr ganzes Verm\u00f6gen. Doch hat es etwas gebracht? Leider gar nichts! Es wurde sogar noch schlimmer mit ihr! Das ist wirklich eine tragische Situation. Nichts und niemand konnte dieser armen Frau auch nur ann\u00e4hernd helfen.<\/p>\n<p>Doch wo andere schon l\u00e4ngst die Flinte ins Korn geworfen h\u00e4tten, gab diese Frau nicht auf. Mit all ihrem Elend machte sie sich auf und kam zu Jesus. Mit welchem Glauben kam sie zu Jesus? Vers 21 berichtet: <strong>\u201eDenn sie sprach bei sich selbst: K\u00f6nnte ich nur sein Gewand ber\u00fchren, so w\u00fcrde ich gesund.\u201c <\/strong>Das ist ein erstaunlicher Glaube. Eigentlich durfte sie sich als Unreine nicht unters Volk mischen. Das war verboten, doch sie \u00fcberwand selbst die gesellschaftlichen H\u00fcrden, um zu Jesus zu kommen. Heimlich still und leise wollte sie Jesus aufsuchen und lediglich sein Gewand ber\u00fchren. Sie glaubte, dass diese Vorgehensweise gen\u00fcgte, nicht um Jesus unrein zu machen, sondern um sie zu heilen! Das ist wirklich ein interessanter Glaube. Jesu Reinheit war st\u00e4rker als ihre Unreinheit. Sie hatte keinen Zweifel, sondern war voller Hoffnung. Sie war nicht resigniert sondern voller Glaube. Vers 20 berichtet: \u201e<strong>trat von hinten an ihn heran und ber\u00fchrte den Saum seines Gewandes.\u201c<\/strong> Sie tat, was sie sich im Glauben vorgenommen hatte. Sie \u00fcberwand alle Hindernisse. Ihr Glaube brachte sie zu Jesus.<\/p>\n<p>Wie ist es mit uns? Wir sind gl\u00e4ubig und leben mit Jesus. Aber wann werden wir fatalistisch? Wann f\u00e4llt es uns schwer, zu Jesus zu kommen? Wann werden wir schwergl\u00e4ubig? Der Blutfluss und die Unreinheit der Frau sind vergleichbar mit unseren s\u00fcndigen Gewohnheiten. Wenn wir in s\u00fcndige Gewohnheiten zur\u00fcckfallen, f\u00e4llt es uns schwer, wieder zu Jesus zu kommen. Es wird schwer wiederholt Hoffnung auf Ver\u00e4nderung zu sch\u00f6pfen. Es wird schwer zu glauben, Jesus k\u00f6nne uns wirklich helfen. Unsere S\u00fcnde ist intim und raubt uns die W\u00fcrde und die Kraft. Die S\u00fcnde schafft Raum f\u00fcr Fatalismus. Und das allerschlimmste das wir tun k\u00f6nnen ist, uns mit unserer Lage abzufinden. Die S\u00fcnde siegt, wenn sie uns hindert, im Glauben zu Jesus zu kommen.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir von dieser Frau lernen? Sie hatte den unersch\u00fctterlichen Glauben an die Ver\u00e4nderungsmacht Jesu. Jesus konnte sie v\u00f6llig heiligen. Sie k\u00f6nnte v\u00f6llig wiederhergestellt werden, sowohl k\u00f6rperlich, also auch geistlich. Diesen Glauben sollen wir von ihr lernen. Auch wir sollen glauben, dass Jesus unser S\u00fcndenproblem l\u00f6sen kann. Er kann uns v\u00f6llig wiederherstellen. Er kann uns mit Gott vers\u00f6hnen, so gro\u00df unsere S\u00fcnde auch sein mag. Jesus heilt und reinigt unseren K\u00f6rper und unsere Seele. Lasst uns mit diesem Glauben aufstehen und um jeden Preis zu Jesus kommen. Nicht die S\u00fcnde, m\u00f6ge Jesu Gnade in uns siegen!<\/p>\n<p>Wie reagierte Jesus auf das anonyme Heranschleichen der Frau? Betrachten wir Vers 22: <strong>\u201eDa wandte sich Jesus um und sah sie und sprach\u201c<\/strong>. Jesus bemerkte die Frau, obwohl sie heimlich gekommen war. Jesus bemerkte sie auch ohne Ber\u00fchrung oder Augenkontakt. Auch unsere Bitte, unser stilles Gebet, wird von Jesus wahrgenommen und nicht ignoriert, wenn wir ihn im Glauben aufsuchen.<\/p>\n<p>Welche Worte richtete Jesus an die Frau? Lesen wir Vers 22: <strong>\u201eDa wandte sich Jesus um und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und die Frau wurde gesund zu derselben Stunde.\u201c<\/strong> Was bedeutet Jesu g\u00f6ttliches Wort <strong>\u201eSei getrost\u201c<\/strong>? Eigentlich kannte Jesus die Frau nicht aber in Wirklichkeit kannte er sie ganz genau. Er wusste bestens Bescheid, wer sie war, weswegen sie wie lange gelitten hatte und wieso sie zu ihm gekommen war. Und Jesus nahm ihr Anliegen herzlich auf. Jesus war voller Barmherzigkeit und bereit ihr zu helfen. Niemand, kein Mensch konnte ihr helfen, doch Jesus spendete ihr echten, geistlichen Trost. Jesus schenkte ihr geistlichen Trost, der nicht zu vergleichen ist mit Trost in dieser Welt. Jesus wollte nicht nur den Schmerz ihres K\u00f6rpers nehmen, sondern auch den Schmerz ihrer Seele. Jesus wollte alle Wunden heilen. Er sprach: <strong>\u201eSei getrost\u201c<\/strong>.<\/p>\n<p>Daraufhin sagte Jesus <strong>\u201emeine Tochter\u201c<\/strong>. Auch hinter dieser Aussage steckt geistliche Substanz. Sie war versto\u00dfen und verachtet, auch von der eigenen Familie, doch Jesus nahm sie als seine Tochter an. Damit hatte diese Frau sicher nicht gerechnet. Eben noch war sie unrein und nun war sie die Tochter des Sohnes Gottes. Jesus nahm ihren Glauben an und stellte eine geistliche Beziehung zu dieser geplagten Frau her. All diesen geistlichen Segen h\u00e4tte sie verpasst, w\u00e4re sie im Stillen wieder verschwunden.<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich best\u00e4tigte Jesus: <strong>\u201edein Glaube hat dir geholfen.\u201c<\/strong> Jesus erkannte ihren Glauben an. Jesus lobte ihren Glauben und ermutigte sie, aus Glauben zu leben. Schlie\u00dflich wurde sie auch von ihrem Blutfluss geheilt.<\/p>\n<p>Wir sehen, wie heilsam die Begegnung mit Jesus ist! Von der vielleicht traurigsten Frau der ganzen Bibel wurde sie zur vielleicht gl\u00fccklichsten aller Frauen ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Was lernen wir durch Jesu Worte? Jesus will auch uns segnen und ver\u00e4ndern. Er will uns tr\u00f6sten und unsere Seele heilen. Glaubst du daran? Kann Jesus dich v\u00f6llig heilen? Glaubst du wirklich? Dann steh auf und komm im Glauben zu Jesus. Er wird dir ganz sicher helfen.<\/p>\n<p>Gestern habe ich das Lebenszeugnis von H. Darren Hilldrow aus London gelesen, das er letzte Woche auf dem Weltmissionsbericht in Seoul vorgetragen hat. Er beschreibt sein altes s\u00fcndiges Leben. Er war ein Gefangener seiner s\u00fcndigen Gewohnheiten. Er konnte tun was er wollte, kam ihnen aber nicht davon. Er wollte eine lange, m\u00f6glichst die l\u00e4ngste Reise unternehmen um von seinem alten Leben zu fliehen. Gesagt getan, er landete in Australien, um alles hinter sich zu lassen. Doch seine s\u00fcndige Realit\u00e4t holte ihn ein. Verzweifelt setzte sich an den Strand und w\u00e4hrend er in den Ozean blickte, sprach er ein Gebet. Mit neuer Hoffnung reiste er zur\u00fcck nach England, doch die S\u00fcnde hie\u00df ihn herzlich willkommen. Home sweet home. Nichts und niemand konnte ihm helfen. Er wollte seinem elenden Leben ein Ende setzen. Doch dann wurde er zum Bibelstudium eingeladen und las das Wort Jesu: <strong>\u201eMein Sohn, deine S\u00fcnden sind dir vergeben\u201c<\/strong> (Mk. 2). Nach 24 Jahren Qualen der S\u00fcnde fand seine Seele endlich Trost, Vergebung und Heilung. Jesus nahm ihn an und heilte ihn vollst\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Lassen wir Jesus in uns siegen. Beten wir: \u201eHerr, lass mich als deine geliebte Tochter, als deinen geliebten Sohn leben. Herr, tr\u00f6ste meine Seele.\u201c Der Herr sei uns gn\u00e4dig.<\/p>\n<p><strong>Teil II Die Auferweckung von Jairus\u00b4 Tochter (23-26)<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem kurzen Intermezzo mit der blutfl\u00fcssigen Frau widmete sich Jesus wieder dem Jairus. Was fand Jesus vor, als er sich dem Haus des Vorstehers nahte? Betrachten wir den Text: <strong>\u201eUnd als er in das Haus des Vorstehers kam und sah die Fl\u00f6tenspieler und das Get\u00fcmmel des Volkes\u201c. <\/strong>Der Tod allein war traurig genug. Wozu der ganze Get\u00fcmmel und die professionellen Fl\u00f6tenspieler? Nicht irgendjemand war gestorben, sondern die Tochter des Vorstehers. Und sie war nicht alt und hochbetagt, sondern ein junges M\u00e4dchen. Und sie war nicht eines von vielen Kindern, sondern seine einzige geliebte Tochter. Die Trauer sollte maximal sein. Sie sollte die ganze Stadt erf\u00fcllen. Wir sehen den Einfluss des Todes. Er war \u00fcberall. Der Tod triumphierte.<\/p>\n<p>Was sagte Jesus, als er das Get\u00fcmmel sah? Er sagte: <strong>\u201eGeht hinaus! Denn das M\u00e4dchen ist nicht tot, sondern es schl\u00e4ft. Und sie verlachten ihn.\u201c<\/strong> \u201eGeht hinaus!\u201c wird in der King James Bibel mit \u201eGive place\u201c \u00fcbersetzt, also \u201eMacht Platz\u201c oder \u201eSchafft Raum\u201c. Alle Traurigkeit sollte weichen, denn Jesus war nicht gekommen um zu trauern, sondern die Traurigkeit zu beseitigen. Er war gekommen, um den Tod zu vertreiben und Leben zu schenken.<\/p>\n<p>So auch wir. Wenn tiefe Trauer und Sorgen in unsere Herzen wohnen, haben wir wenig Raum f\u00fcr Jesus. Deshalb sollen wir Raum schaffen, in unseren Herzen, damit Jesus sein triumphales Werk vollbringen kann.<\/p>\n<p>Wie aber ging das Volk mit dem Wort Jesu um? Sie verlachten ihn. Eben noch herrschte au\u00dferordentliche Trauer aber jetzt lachten alle. Wie ist das m\u00f6glich? Weil Jesus gesagt hatte das M\u00e4dchen w\u00fcrde schlafen, obwohl sie ganz sicher tot war. Warum bezeichnete Jesus den Tod des M\u00e4dchens als Schlaf? Aus Sicht vieler ungl\u00e4ubiger Menschen ist der Tod das Ende aller Dinge. Doch f\u00fcr Jesus ist unser Tod nur ein kurzer Schlaf. Denn wir alle, ob wir nun gl\u00e4ubig sind oder nicht, werden eines Tages, nachdem wir entschlafen sind, wieder auferweckt. F\u00fcr uns Gl\u00e4ubige wird das Aufwachen wesentlich angenehmer sein. Wir entschlafen nicht im Ungewissen, sondern mit der lebendigen Hoffnung auf ein erfreuliches Aufwachen im Reich Gottes. Nach der Todesnacht erwartet uns das aufgehende Licht der Auferstehung. Wir werden ausgeruht aufwachen, in ein neues Leben. Wir werden keine Todeskleider als Schlafanzug tragen, sondern herrliche Kleider der Auferstehung und die Krone der Gerechtigkeit. Und wir haben das ewige Leben und m\u00fcssen nie wieder schlafen.<\/p>\n<p>Demnach steckt hinter den Worten Jesu: <strong>\u201eDas M\u00e4dchen&#8230;schl\u00e4ft\u201c<\/strong> tiefe geistliche Wahrheit. Und obwohl die Menschen in Kapernaum Jesus gute kannten und viele Wunder erlebt hatten, verlachten sie ihn. Wir sehen, wie schnell sich bezahlte und falsche Trauer in sp\u00f6ttisches Lachen verwandelte. F\u00fcr uns hingegen ist jedes Wort, das aus dem Munde Jesu kommt, von h\u00f6chster Bedeutung. Wir sollen das Wort Jesu aufnehmen wie ein trockener Schwamm, der mit Wasser in Ber\u00fchrung kommt. Wir sollen genau hinh\u00f6ren und Jesu Wort beherzigen, auch wenn es sich gegen unsere Erfahrung und Vernunft richtet. M\u00f6ge Jesu lebenschenkendes Wort immer den Weg in unsere Herzen finden und viele Fr\u00fcchte hervorbringen.<\/p>\n<p>Was geschah mit dem M\u00e4dchen? Lesen wir Verse 25 und 26: <strong>\u201eAls aber das Volk hinausgetrieben war, ging er hinein und ergriff sie bei der Hand. Da stand das M\u00e4dchen auf. Und diese Kunde erscholl durch dieses ganze Land.\u201c<\/strong> Was hier \u00fcber Jesus berichtet wird unterstreicht seine g\u00f6ttliche Macht. Denn nach dem mosaischen Gesetz war es verboten Tote anzufassen. Die Ber\u00fchrung mit Verstorbenen bewirkte unmittelbare Unreinheit. Nicht einmal der Hohepriester durfte seine verstorbenen Eltern ber\u00fchren, um sie bspw. zu bestatten. Aber Jesus tat, was kein Mensch durfte. Er ergriff die Hand des toten M\u00e4dchens. Doch anstatt dass Jesus unrein wurde, erwachte das M\u00e4dchen zum Leben. Somit offenbart sich Jesus als der Herr. Er ist der Herr \u00fcber Leben und Tod. Er nimmt und gibt Leben. Er entscheidet \u00fcber Errettung oder Verdammung.<\/p>\n<p>Pers\u00f6nlich danke ich Jesus f\u00fcr sein Wort und f\u00fcr sein Werk. Von Jairus lerne ich auch im Angesicht der aller schlimmsten Not Glauben an Jesus zu sch\u00f6pfen und zu ihm zu kommen. Von ihm lerne ich auch mein Anliegen f\u00fcr die Errettung anderer Menschen zu Jesus zu tragen. Zudem ist der Glaube der Frau sehr ermutigend. Ich lerne, niemals aufzugeben. Die S\u00fcnde darf nicht in mir siegen. Ich soll t\u00e4glich an die Heilungsmacht Jesu glauben. M\u00f6ge der Glaube mich befl\u00fcgeln, zu Jesus zu kommen und Hilfe zu erlangen.<\/p>\n<p>M\u00f6ge das heutige Wort uns allen zum Segen reichen. M\u00f6ge Jesu Kraft in uns m\u00e4chtig wirken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Sei getrost, meine Tochter \u201eDa wandte sich Jesus um und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. 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