{"id":1476,"date":"2011-05-15T21:27:47","date_gmt":"2011-05-15T20:27:47","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1476"},"modified":"2022-11-18T12:24:44","modified_gmt":"2022-11-18T11:24:44","slug":"predigt-matthaus-81-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-matthaus-81-17\/","title":{"rendered":"Predigt: Matth\u00e4us 8,1 \u2013 17"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/P11Mt08-0117.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Solchen  Glauben  habe  ich<br \/>\nin  Israel  bei  keinem  gefunden!<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Als das Jesus h\u00f6rte, wunderte er sich und sprach<\/strong><strong> zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch: <\/strong><strong>Solchen Glauben habe ich in Israel bei keinem gefunden!<\/strong><strong>\u201c<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(8,10)<\/p>\n<p>Wie wunderbar sind Jesu Worte in der Bergpredigt! Von den Seligpreisungen bis zu seiner Aufforderung, vollkommen zu sein, sprechen uns Jesu Worte tief an und verk\u00fcndigen uns das Himmelreich und die neue Lebenseinstellung, mit der wir als himmlische B\u00fcrger leben sollen. Der heutige Text zeigt uns, dass Jesus sein Reich nicht nur durch seine Worte, sondern auch durch m\u00e4chtige Heilungstaten verbreitet hat. Doch nicht alle Menschen haben Jesu Heilungsmacht erfahren. Wer hat Jesu Heilung und Hilfe erlebt? Was ist das entscheidende Moment? Lasst uns heute den Glauben betrachten, der Jesus erfreut und durch den wir seine m\u00e4chtige Hilfe erleben!<\/p>\n<p><strong>I. Ich will\u2019s tun; sei rein! (1-4)<\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Vor welchem Hintergrund passierte das erste Ereignis im heutigen Text? Vers 1 sagt: <strong>\u201eAls er aber vom Berge herabging, folgte ihm eine gro\u00dfe Menge.\u201c <\/strong>Jesus hatte auf dem Berg die lange Bergpredigt gehalten, die das Wesen des Himmelreichs und das neue Leben der himmlischen B\u00fcrger gelehrt hatte. Als er vom Berg herabging, folgte ihm eine gro\u00dfe Menge von Menschen. Bestimmt waren sie von den Worten Jesu angesprochen worden. Sie folgten ihm aus dem Wunsch heraus, ein neues, ver\u00e4ndertes Leben mit Jesus zu f\u00fchren. Viele von ihnen hatten sicher auch Probleme in ihrem Leben. Sie folgten Jesus in der Hoffnung, dass sie von ihm Hilfe bekommen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Doch w\u00e4hrend eine gro\u00dfe Menge Jesus folgte, kam ein Mann ganz pers\u00f6nlich zu Jesus. Wer war er? Vers 2 sagt: <strong>\u201eUnd siehe, ein Auss\u00e4tziger kam heran und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen.\u201c<\/strong> Wie wir wissen, bezeichnete \u201eAussatz\u201c verschiedene schwere Hautkrankheiten, von denen die h\u00e4ufigste und schwerste Lepra war. Diese Krankheit breitet sich unaufhaltsam auf dem ganzen K\u00f6rper aus und zerst\u00f6rt zuerst die Haut und dann die inneren Organen und f\u00fchrt unweigerlich zum Tod. Dabei ist sie hoch ansteckend. Deshalb waren Auss\u00e4tzige vom Synagogengottesdienst ausgeschlossen. Sie waren auch von der Gemeinschaft der Menschen ausgeschlossen und mussten in besonderen Ghettos au\u00dferhalb der Stadt leben. Wenn sie sich in die N\u00e4he anderer Menschen wagten, mussten sie ihr Gesicht verh\u00fcllen und st\u00e4ndig \u201eUnrein! Unrein!\u201c rufen; wer das nicht tat, durfte gesteinigt werden.<\/p>\n<p>Der Auss\u00e4tzige, der hier zu Jesus kam, muss versucht haben, seine Krankheit los zu werden; er muss bei \u00c4rzten gewesen sein und alles versucht haben, geheilt zu werden. Aber statt einer Besserung breitete sich der Aussatz an ihm immer weiter aus; es stellte sich heraus, dass es unheilbar war. Nach der Parallelstelle im Lukasevangelium war er bereits voller Aussatz, das hei\u00dft dass die Krankheit bereits seinen ganzen K\u00f6rper ergriffen und entstellt hatte. Wir brauchen nicht viel Vorstellungsverm\u00f6gen, um uns vorzustellen, wie er von Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit erf\u00fcllt worden sein muss. Er konnte, umgeben von anderen Auss\u00e4tzigen in seinem Lager, nur noch darauf warten, wie die Krankheit weiter seinen K\u00f6rper zerst\u00f6rte, bis sie schlie\u00dflich sein Leben v\u00f6llig zerst\u00f6rte.<\/p>\n<p>Wie kam es dann dazu, dass dieser Auss\u00e4tzige zu Jesus kam? Er muss eines Tages davon geh\u00f6rt haben, dass Jesus Menschen von den unterschiedlichsten Krankheiten heilte. Viele h\u00f6rten diese Botschaft. Doch er muss diese Botschaft auf sich selbst bezogen haben, und das wurde f\u00fcr ihn ein Anlass zu v\u00f6lligem Umdenken. Er muss gedacht haben: \u201eWenn Blinde sehend werden, Gel\u00e4hmte wieder gehen k\u00f6nnen und Auss\u00e4tzige rein werden, dann kann er auch mich reinigen!\u201c So bezog er die Botschaft von Jesu Wirken auf sich pers\u00f6nlich und fasste Vertrauen auf Jesus. Sein Glaube zeigt sich darin, dass er sich mit seiner verzweifelten Lage nicht abgefunden hat, sondern stattdessen Hoffnung auf Heilung bekommen hat.<\/p>\n<p>Der Auss\u00e4tzige blieb nicht dabei stehen, auf Jesus zu hoffen, sondern er tat auch praktische Schritte, um zu Jesus zu kommen. Dabei muss es viele Hindernisse sowohl in seinen Gedanken als auch praktischer Natur gegeben haben. Zweifelnde Fragen m\u00fcssen ihn gequ\u00e4lt haben, zum Beispiel: \u201eWerde ich \u00fcberhaupt zu Jesus vordringen k\u00f6nnen trotz? Was wird passieren, wenn Leute meinen Aussatz entdecken, bevor ich bei Jesus bin \u2013 werden sie mich steinigen? Und wenn ich zu Jesus durchkomme \u2013 wird er mich wirklich annehmen? Wird er mich reinigen?\u201c  Doch er \u00fcberwand alle Sorgen, \u00c4ngste und Zweifel und auch alle praktischen Hindernisse und kam irgendwie zu Jesus. Schlie\u00dflich fiel er vor Jesus nieder und sagte zu ihm: <strong>\u201eHerr, wenn du willst, kannst du mich reinigen.\u201c<\/strong> Dass er alle Hindernisse \u00fcberwand und tats\u00e4chlich zu Jesus kam, war der Ausdruck seines pers\u00f6nlichen Glaubens. Dass er mit seinem Aussatz, der ihn h\u00e4sslich entstellte und zum Tod bestimmte, zu Jesus kam und um seine Heilung bat, zeigt seinen pers\u00f6nlichen Glaubens an Jesus. Es muss viele Menschen in der Menge gegeben haben, die Hilfe von Jesus brauchten. Sicher hatten viele von ihnen auch einen gewissen Glauben, dass Jesus helfen kann. Aber die Bibel erw\u00e4hnt diese vielen Leute nur in einem halben Satz. Aber die Bibel berichtet ausf\u00fchrlich \u00fcber diesen Mann, der mit seiner gro\u00dfen Not pers\u00f6nlich zu Jesus kam und ihn um seine Hilfe bat.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir hier lernen? Wir lernen hier ein Beispiel f\u00fcr den gro\u00dfen Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Es ist auch f\u00fcr uns sehr wichtig, ob wir uns von den Worten Jesu nur ansprechen lassen wie die gro\u00dfe Menge, die Jesus folgte, oder ob wir pers\u00f6nliche Konsequenzen daraus ziehen und selbst zu Jesus kommen, wie der auss\u00e4tzige Mann es tat. Er hatte wegen seiner Krankheit bestimmt nicht die ganze Bergpredigt h\u00f6ren k\u00f6nnen. Vielleicht hatte er nur ein oder zwei Zeugnisse geh\u00f6rt, dass Jesus Menschen geheilt hatte. Aber er bezog diese Botschaft auf sich pers\u00f6nlich und zog eine klare Konsequenz daraus und kam zu Jesus. Wir haben in der Gemeinde sehr gute Gelegenheiten, Gottes Worte zu h\u00f6ren und auf uns selbst zu beziehen, etwa wenn wir sonntags eine Predigt aus dem Evangelium h\u00f6ren, beim Bibelstudium und wenn wir Stellungnahme schreiben. Wenn wir Gottes Werke nur zur Kenntnis nehmen, ohne sie wirklich auf uns selbst zu beziehen, ist das Evangelium nur eine interessante Geschichte. Wenn wir unsere Stellungnahmen nur schreiben, um etwas vortragen zu k\u00f6nnen, aber unsere Entscheidungen nicht im Alltag umsetzen, sind sie nur beschriebene Bl\u00e4tter, die wir bestenfalls im Ordner ablegen, wo sie uns nicht mehr viel n\u00fctzen. Aber wenn wir die Worte Jesu ernsthaft auf uns selbst beziehen, helfen sie uns, uns selbst vor Gott zu erkennen und zu ihm zu kommen und seine heilende Macht und Hilfe pers\u00f6nlich zu erfahren. Vorgestern Abend haben die Mitarbeiter des Fischerkreises ihre Stellungnahme zu Jesu Wort \u201eDarum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist\u201c in Matth\u00e4us 5 vorgelesen. Beim Zuh\u00f6ren konnte ich merken, wie sie damit gerungen haben, das Wort Jesu auf sich selbst zu beziehen, und wie sie dadurch neue Einsicht, einen neuen Wunsch fassen und eine neue Entscheidung treffen und dabei Gottes Hilfe erfahren konnten. M\u00f6ge Gott jedem von uns helfen, Jesu Worte nicht blo\u00df zu h\u00f6ren, sondern sie wirklich auf uns selbst zu beziehen und aufgrund des Wortes zu ihm kommen, und zwar so, wie wir sind, mit unserer Unreinheit und unserer Not, damit wir Heilung und Hilfe erfahren.<\/p>\n<p>Betrachten wir noch einmal die Bitte des auss\u00e4tzigen Mannes: <strong>\u201eHerr, wenn du willst, kannst du mich reinigen.\u201c<\/strong> Warum bat er Jesus nicht darum, ihn zu heilen, sondern darum, ihn zu reinigen? Wenn wir einfach annehmen, dass dies damals ein \u00fcblicher Ausdruck f\u00fcr die Heilung von Aussatz war, ist das wohl richtig, aber ein wenig oberfl\u00e4chlich betrachtet. Denn Aussatz galt damals als Unreinheit des ganzen Menschen und als Gottes Strafe. Wegen seiner Unreinheit wurde er sowohl von der Gemeinschaft mit Gott als auch von der Gemeinschaft mit den Menschen ausgeschlossen. Er muss sich im Laufe der Jahre immer mehr bewusst geworden sein, dass er tats\u00e4chlich unrein ist, nicht nur an seinem ganzen K\u00f6rper, sondern auch in seiner Seele. Seine Bitte um Reinigung  zeigt, dass ihn nicht nur die Krankheit an sich gequ\u00e4lt hat, sondern auch die Tatsache, dass er von der Gemeinschaft mit Gott und von der Gemeinde der Gl\u00e4ubigen ausgeschlossen war. Als er Jesus um Reinigung bat, wollte er nicht nur k\u00f6rperlich geheilt, sondern auch als einer von Gottes Volk wiederhergestellt werden, sodass er wieder zur Gemeinde geh\u00f6ren und mit Gott Gemeinschaft haben und ihn anbeten konnte. Und diesen dringenden Wunsch, dieses komplexe Anliegen, behielt er nicht nur stil in seinem Herzen, sondern er kam damit zu Jesus, kniete vor ihm nieder und bat ihn: <strong>\u201eHerr, wenn du willst, kannst du mich reinigen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Wie reagierte Jesus auf seine Bitte? Betrachten wir Vers 3: <strong>\u201eUnd Jesus streckte die Hand aus, r\u00fchrte ihn an und sprach: Ich will&#8217;s tun; sei rein! Und sogleich wurde er von seinem Aussatz rein.\u201c <\/strong>Jesus erh\u00f6rte sein Gebet aus Glauben und erf\u00fcllte seine Bitte genau so, wie der Kranke es erbeten hat. Der Kranke sagte: \u201eHerr, wenn du willst \u2026\u201c \u2013 Jesus sagte: <strong>\u201eIch will\u2019s tun.\u201c<\/strong> Er sagte: <strong>\u201e\u2026 kannst du mich reinigen.\u201c<\/strong> Jesus sagte: <strong>\u201eSei rein!\u201c <\/strong>Jesus hat seine Bitte genau erf\u00fcllt und ihn gereinigt! Doch Jesus tat etwas mehr, als der Mann erbat. Jesus streckte die Hand aus und r\u00fchrte ihn an. Niemand hatte ihn in den vergangenen Jahren angefasst. Auch Jesus h\u00e4tte ihn einfach aus der Distanz heilen k\u00f6nnen. Aber Jesus heilte ihn nicht mechanisch, sondern sehr pers\u00f6nlich. Indem Jesus ihn anr\u00fchrte, dr\u00fcckte er seine Solidarit\u00e4t und herzliche Verbundenheit mit ihm aus. Durch seine Ber\u00fchrung nahm Jesus an seinem Leiden teil und handelte aktiv, um ihn zu heilen.<\/p>\n<p>Wie half Jesus ihm weiter? Betrachten wir Vers 4: <strong>\u201eUnd Jesus sprach zu ihm: Sieh zu, sage es niemandem, sondern geh hin und zeige dich dem Priester und opfere die Gabe, die Mose befohlen hat, ihnen zum Zeugnis.\u201c <\/strong>Jesus half ihm, seine Heilung nicht \u00fcberall herumzuerz\u00e4hlen, womit er weder das weitere Werk Jesu noch seine R\u00fcckkehr in ein normales Leben f\u00f6rdern w\u00fcrde. Vielmehr half Jesus dem geheilten Mann gr\u00fcndlich, damit er wieder in die Gesellschaft integriert w\u00fcrde. Dazu musste er sich zuerst dem Priester zeigen, der seine Gesundheit feststellen musste. Dann sollte er ein Opfer bringen und so seine Dankbarkeit gegen\u00fcber Gott zum Ausdruck bringen. Erst dann w\u00fcrde er durch den Priester in die Gesellschaft entlassen werden. Hier sehen wir, dass Jesus den Mann nicht allein heilte, sondern ihm sorgf\u00e4ltig bis zum Ende half, damit er ein neues Leben beginnen konnte, und zwar in der Gemeinde und auch in der Gemeinschaft mit Gott.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir durch die Heilung des Auss\u00e4tzigen lernen? Seine Heilung macht klar, dass selbst ein schwerwiegendes Problem kein Problem ist, wenn wir damit zu Jesus kommen. Jesus ist immer bereit, uns zu erh\u00f6ren, wenn wir  mit unserem Problem zu ihm kommen. Jesus ist immer bereit, uns so, wie wir sind, anzunehmen und uns liebevoll zu ber\u00fchren, selbst wenn wir wegen der S\u00fcnde furchtbar h\u00e4sslich geworden sind. Die Frage ist aber, ob wir zu Jesus kommen. Die gro\u00dfe Menge, die Jesus mit Abstand nachfolgte, und der Auss\u00e4tzige, der pers\u00f6nlich mit seinem Problem zu Jesus kam, repr\u00e4sentieren in dieser Hinsicht zwei Arten von Christen. Es gibt diejenigen, die wie die Menge Jesus mit einem Abstand nachfolgen. Sie haben auch Dinge in ihrem Leben, die nicht in Ordnung sind, die anders werden m\u00fcssten und die sie selbst nicht ge\u00e4ndert kriegen. Aber sie kommen damit nicht pers\u00f6nlich zu Jesus. Sie haben sich irgendwie damit abgefunden und tr\u00f6sten sich mit dem Gedanken, dass sie grunds\u00e4tzlich ja Jesus nachfolgen. Oder sie behalten zwar den Wunsch nach Ver\u00e4nderung, aber erkennen nicht die Dringlichkeit und verschieben es, mit dem Problem zu Jesus zu kommen, auf den n\u00e4chsten Tag, auf die n\u00e4chste Woche, die n\u00e4chste Stellungnahme, auf irgendwann sp\u00e4ter. Sie folgen Jesus zwar nach, aber mit Distanz und schleppen dabei ihre ungel\u00f6sten Probleme mit sich mit. Auf der anderen Seite gibt es diejenigen, die wie der Auss\u00e4tzige sich der Gr\u00f6\u00dfe und Dringlichkeit ihres Problems bewusst sind. Weil ihnen klar ist, dass ihr Problem gel\u00f6st werden muss und dass nur Jesus das tun kann, kommen sie damit zu Jesus und bitten ihn dringend um seine Hilfe und erleben immer neu seine Reinigung und Erneuerung. Geh\u00f6rst du zur ersten Gruppe oder zur zweiten? Kommst du mit deinen ungel\u00f6sten Problemen zu Jesus und bittest ihn dringend um sein Heil wie der Auss\u00e4tzige, oder folgst du Jesus mit Distanz wie die gro\u00dfe Menge? Lasst uns heute zu Jesus kommen, damit wir von ihm die Heilung und die Hilfe bekommen, die wir ben\u00f6tigen! M\u00f6ge Gott jeden von uns t\u00e4glich durch die Begegnung mit Jesus segnen!<\/p>\n<p><strong>II. Solchen Glauben<\/strong><strong> \u2026 (5-13)<\/strong><\/p>\n<p>Wer kam zu Jesus, als er nach Kapernaum ging? Verse 5 und 6 sagen: <strong>\u201eAls aber Jesus nach Kapernaum hineinging, trat ein Hauptmann zu ihm; der bat ihn und sprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hause und ist gel\u00e4hmt und leidet gro\u00dfe Qualen.\u201c <\/strong>Es war sehr ungew\u00f6hnlich, dass ein r\u00f6mischer Hauptmann Jesus ansprach. Denn als ein r\u00f6mischer Offizier vertrat er die Besatzungsmacht, wohingegen Jesus \u00e4u\u00dferlich gesehen ein armer Wanderprediger aus dem besetzten Land war. Der Hauptmann sprach Jesus sogar mit \u201eHerr\u201c an (kyrios), also mit der Anrede, die normalerweise nur f\u00fcr den Kaiser oder f\u00fcr einen hoch angesehenen Gast verwendet wurde. Auch das war sehr ungew\u00f6hnlich! Noch ungew\u00f6hnlicher war der Anlass, aus dem der Hauptmann ihn ansprach. Er sagte zu ihm: <strong>\u201eHerr, mein Knecht liegt zu Hause und ist gel\u00e4hmt und leidet gro\u00dfe Qualen.\u201c <\/strong>Damals wurde ein Knecht nicht als vollwertiger Mensch angesehen. Er wurde nur an seiner Leistung gemessen, und wenn er seine Funktion nicht mehr aus\u00fcben konnte, wurde er durch einfach einen anderen Knecht ersetzt. In der Bitte des Hauptmanns f\u00fcr seinen Knecht zeigt sich seine Wertsch\u00e4tzung des Knechts, unabh\u00e4ngig von seiner Leistung. Er liebte seinen Knecht und war mitf\u00fchlend und litt mit ihm mit in seiner Krankheit. Die Tatsache, dass der Hauptmann Jesus f\u00fcr ihn bat, zeigt seine Liebe und seine gro\u00dfe Hoffnung, die ihn zu Jesus trieb.<\/p>\n<p>Wie reagierte Jesus auf seine Bitte? Vers 7 sagt: <strong>\u201e<\/strong><strong>Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen.\u201c <\/strong>Jesus war sofort bereit, zu kommen und den Knecht gesund zu machen. Hier sehen wir, wie bereitwillig Jesus auf die Bitte einging, als der Hauptmann sich vertrauensvoll an ihn wandte. Die schwere Krankheit und Qual des Knechts war dabei f\u00fcr Jesus kein Problem. Dass der Hauptmann ein Heide und ein Repr\u00e4sentant der Besat\u00adzungs\u00admacht war, war f\u00fcr Jesus auch kein Hindernis. Jesus \u00fcberwindet selbst das gr\u00f6\u00dfte Problem, wenn ein Mensch ihn vertrauensvoll bittet.<\/p>\n<p>Wie antwortete der Hauptmann, als Jesus in sein Haus kommen wollte? Betrachten wir Vers 8: <strong>\u201eDer Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund.\u201c <\/strong>Er sagte, dass Jesus nicht in sein Haus kommen brauchte, weil er sich dessen nicht f\u00fcr wert hielt. Vor allem sollte Jesus nicht zu ihm kommen, weil er es nicht f\u00fcr n\u00f6tig hielt. Denn er glaubte, dass nur ein Wort Jesu seinen Knecht gesund machen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Welche Vorstellung half ihm, die gro\u00dfe Macht Jesu zu begreifen? Er sagt weiter im Vers 9: <strong>\u201eDenn auch ich bin ein Mensch, der Obrigkeit untertan, und habe Soldaten unter mir; und wenn ich zu einem sage: Geh hin!, so geht er; und zu einem andern: Komm her!, so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das!, so tut er&#8217;s.\u201c <\/strong>Es war die Rangordnung im Milit\u00e4r, die dem Hauptmann half, Jesu gro\u00dfe Macht zu begreifen. Als Hauptmann befehligte er etwa hundert Soldaten. Wenn er beim Appell \u201eStillgestanden!\u201c rief, standen alle Soldaten stramm. Wenn er \u201eAbteilung Marsch!\u201c rief, marschierten alle los. Der Hauptmann erkannte: w\u00e4hrend sein Wort nur das Verhalten von hundert Soldaten bestimmte, ist Jesus der h\u00f6chste Befehlshaber und der gr\u00f6\u00dfte Kommandeur \u00fcber alles. Wenn er den Verursachern der Krankheit seines Knechts befehlen w\u00fcrde, w\u00fcrden sie weichen. Darum brauchte Jesus auch nicht in sein Haus kommen; denn Jesus brauchte nur ein Wort zu sprechen, dann w\u00fcrde sein Knecht gesund werden.<\/p>\n<p>Wie reagierte Jesus, als er das h\u00f6rte? Betrachten wir Vers 10: \u201e<strong>Als das Jesus h\u00f6rte, wunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch: Solchen Glauben habe ich in Israel bei keinem gefunden!\u201c<\/strong> Jesus, der Sch\u00f6pfer von Himmel und Erde, der alles im Voraus wei\u00df, staunte \u00fcber diese Worte. Jesus drehte sich extra um, um solchen Glauben vor allen feierlich zu loben.<strong> \u201eWahrlich, ich sage euch: Solchen Glauben habe ich in Israel bei keinem gefunden!\u201c<\/strong> Jesus war von seinem Glauben begeistert.<\/p>\n<p>Welchen Wunsch brachte Jesus dabei zum Ausdruck? Jesus w\u00fcnschte sich, solchen Glauben auch bei Gottes Volk Israel finden. Jesu Wort zeigt also einerseits seine Freude \u00fcber den Glauben des Hauptmanns und zugleich seine tiefe Entt\u00e4uschung dar\u00fcber, dass er solchen Glauben bei keinem in Israel gefunden hatte.<\/p>\n<p>Was ist \u201esolcher Glaube\u201c? Einmal kam ein Synagogenvorsteher zu Jesus und bat ihn: <strong>\u201eMeine Tochter liegt in den letzten Z\u00fcgen; komm doch und lege deine H\u00e4nde auf sie, damit sie gesund werde und lebe\u201c<\/strong> (Mk 5,23). Das  war schon ein gro\u00dfer Glaube. Dass der Auss\u00e4tzige zu Jesus kam und ihn bat: <strong>\u201eHerr, wenn du willst, kannst du mich reinigen\u201c<\/strong>, war auch ein gro\u00dfer Glaube. Aber dass der Hauptmann sagte, dass Jesus nicht einmal zu kommen brauchte, sondern nur ein Wort sprechen sollte, damit sein Knecht gesund w\u00fcrde, war ein solcher Glaube, der Jesus begeistert. Ein einziges Wort ist eigentlich nur ein winziger Ausdruck einer Pers\u00f6nlichkeit. Aber der Hauptmann glaubte, dass das genug sein w\u00fcrde, um den Knecht von seiner Krankheit komplett zu heilen. Die Menschen versuchen sich im Allgemeinen immer mehr abzusichern. Sie bauen immer mehr Sicherheitsklauseln ein, sowohl wenn sie etwas privat verabreden als auch wenn sie beruflich etwas vereinbaren, weil sie einander nicht vertrauen k\u00f6nnen. Aber der Hauptmann sagte: <strong>\u201eSprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund.\u201c<\/strong> Er vertraute zu hundert Prozent auf Jesus. Er vertraute v\u00f6llig auf das Wort Jesu. Deshalb verzichtete er von sich aus darauf, dass Jesus in sein Haus kommt, und wollte auch kein anderes sichtbares Zeichen; denn er glaubte, dass ein Wort Jesu seinen kranken Knecht gesund macht. Solcher Glaube erfreut Jesus.<\/p>\n<p>Hierdurch wird klar, womit auch wir Jesus erfreuen und begeistern k\u00f6nnen. In unserer Gesellschaft werden wir vor allem an unserer Leistung gemessen. Aber Jesus k\u00f6nnen wir nicht mit unserer Leistung beeindrucken. Aber wir k\u00f6nnen Jesus doch beeindrucken und ihn sogar in Verwunderung versetzen, n\u00e4mlich durch unseren Glauben. Wir k\u00f6nnen Jesus begeistern, wenn wir solchen Glauben haben, wie ihn der Hauptmann hatte.<\/p>\n<p>Welche Vision hatte Jesus daraufhin vor Augen? Jesus sagte in den Versen 11 und 12: <strong>\u201e<\/strong><strong>Aber ich sage euch: Viele werden kommen von Osten und von Westen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen; aber die Kinder des Reichs werden hinaus\u00adgesto\u00dfen in die Finsternis; da wird sein Heulen und Z\u00e4hneklappern.\u201c <\/strong>Als Jesus den klaren Glauben des heidnischen Hauptmanns sah, sah Jesus die Vision, dass viele Menschen von Osten und von Westen, das hei\u00dft aus heidnischen L\u00e4ndern, mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen; sie werden das tun k\u00f6nnen, weil sie wie der Hauptmann an Jesus glauben w\u00fcrden. Dagegen w\u00fcrden die Kinder Israels hinaus gesto\u00dfen werden, denen eigentlich zwar die Verhei\u00dfung galt, die aber keinen Glauben haben. Diese Worte Jesu zeigen, was f\u00fcr eine unfassbar gro\u00dfe Bedeutung der Glaube hat! Durch unseren Glauben k\u00f6nnen wir nicht nur Jesu Hilfe in unserem Leben hier auf der Erde erfahren. Dar\u00fcber hinaus erlangen wir gerade durch den Glauben den Eingang ins Himmelreich. Wie interessant muss es sein, mit Abraham, Isaak und Jakob zu Tisch zu sitzen und \u00fcber alles sprechen zu k\u00f6nnen! Wie kostbar ist der Glaube! Wie ernsthaft sollen wir uns darum bem\u00fchen, solchen Glauben zu haben und zu behalten!<\/p>\n<p>Wie segnete Jesus den Glauben des Hauptmanns? Vers 13 sagt: <strong>\u201e<\/strong><strong>Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Geh hin; dir geschehe, wie du geglaubt hast. Und sein Knecht wurde gesund zu derselben Stunde.\u201c <\/strong>Jesus gab ihm genau die Heilung des Knechts, um die er gebeten und an die er geglaubt hatte.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir dadurch lernen? Wenn wir klaren Glauben haben, k\u00f6nnen wir selbst die gr\u00f6\u00dften Probleme zu Jesus bringen und seine wunderbare Hilfe erleben, und zwar nicht nur f\u00fcr die eigenen Probleme, sondern auch f\u00fcr die der anderen Menschen. Die Frage ist, ob wir ein zerbrochenes Herz f\u00fcr die Studenten haben wie der Hauptmann f\u00fcr seinen Knecht. Lasst uns nicht nur auf unsere eigenen Anliegen sehen, sondern ihre Not wahrnehmen und durch den Glauben f\u00fcr sie zu Jesus beten und Heilung und Heil f\u00fcr sie erbitten! M\u00f6ge Gott uns helfen, f\u00fcr sie zu beten und praktisch zu glauben, dass ein Wort sie gesund macht!<\/p>\n<p><strong>III. Er hat unsere Schwachheit auf sich genommen (14-17)<\/strong><\/p>\n<p>Wohin ging Jesus danach in Kapernaum? Vers 14 berichtet: <strong>\u201eUnd Jesus kam in das Haus des Petrus und sah, dass dessen Schwiegermutter zu Bett lag und hatte das Fieber.\u201c <\/strong>Jesus kam in das Haus von Simon Petrus und fand dort Petrus\u2019 Schwiegermutter krank vor. Man geht davon aus, dass \u201eFieber\u201c eher eine gew\u00f6hnliche Krankheit mit Fieber bezeichnete und nicht etwas Bedrohliches. Doch wie ging Jesus damit um? Vers 15 sagt: <strong>\u201eDa ergriff er ihre Hand und das Fieber verlie\u00df sie. Und sie stand auf und diente ihm.\u201c<\/strong> Jesus nahm sich auch dieser geringen Krankheit an und heilte sie. Dieses Ereignis zeigt uns deutlich, dass Jesus nicht nur dann aktiv wird und hilft, wenn Menschen in einer lebensbedrohlichen Notlage sind. In seiner Barmherzigkeit k\u00fcmmert sich Jesus auch um kleinere Probleme und heilt auch Menschen, deren Krankheit sonst nach ein paar Tagen wohl auch von alleine wieder abgeklungen w\u00e4re. Manchmal z\u00f6gern wir, mit bestimmten Problemen von uns oder anderen zu Jesus zu kommen, weil wir denken, dass unser Problem nicht ernst oder wichtig genug w\u00e4re. Aber die Heilung von Petrus\u2019 Schwiegermutter zeigt, dass Jesus nicht nur unsere gro\u00dfen, existenziellen Probleme, sondern auch die kleinen Probleme ernst nimmt und sich liebevoll darum k\u00fcmmert. Wo Jesus im Leben ist, werden selbst kleine Probleme nicht ignoriert, sondern von ihm liebevoll behandelt und gel\u00f6st.<\/p>\n<p>Was geschah am Abend jenes Tages? Vers 16 sagt: \u201e<strong>Am Abend aber brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus durch sein Wort und machte alle Kranken gesund\u201c. <\/strong>Als die Sonne untergegangen war, brachten sie viele Besessene und k\u00f6rperlich Kranke zu Jesus. So viele, die von Jesu Barmherzigkeit und Heilungsmacht geh\u00f6rt hatten, wollten selbst von ihrer geistlichen und k\u00f6rperlichen Krankheit heil werden. Was tat Jesus? Wies er sie darauf hin, dass er nur von acht bis achtzehn Uhr Sprechstunde hat? Oder bat er um Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, dass er sich wenigstens einmal in der Woche abends ein bisschen ausruhen muss? Nein. Jesus trieb die Geister aus durch sein Wort und machte alle Kranken gesund. Jesus weist die Menschen, die vertrauensvoll zu ihm kommen, niemals von sich. Jesus nimmt uns immer an, wenn wir im Vertrauen zu ihm kommen, und stillt unser Bed\u00fcrfnis. Unser gr\u00f6\u00dftes Bed\u00fcrfnis ist das nach Jesu Heilung und Heil.<\/p>\n<p>Eigentlich endet hier der Bericht des Verfassers \u00fcber Jesu Heilungen. Aber er hatte noch etwas zu erg\u00e4nzen. Er schreibt im Vers 17: <strong>\u201edamit erf\u00fcllt w\u00fcrde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht: \u00bbEr hat unsre Schwachheit auf sich genommen, und unsre Krankheit hat er getragen.\u00ab\u201c <\/strong>Als er \u00fcber all die Heilungen Jesu berichtete, erkannte er darin die Erf\u00fcllung der Verhei\u00dfung des Propheten Jesaja, der gesagt hat: Er hat unsere Schwachheit auf sich genommen und unsere Krankheit hat er getragen (vgl. Jes 53,4). Das ist wirklich wahr: Indem Jesus den Auss\u00e4tzigen liebevoll ber\u00fchrt und gesagt hat:<strong> \u201eSei rein!\u201c<\/strong>, nahm er seine Krankheit auf sich und gab sich f\u00fcr seine Heilung hin. Als Jesus zu dem Hauptmann sagte: <strong>\u201eIch will kommen und ihn gesund machen\u201c<\/strong>, machte er die Krankheit des Knechts zu seinem eigenen Problem und setzte sich sofort in Bewegung, um ihn gesund zu machen. Indem Jesus Petrus\u2019 Schwiegermutter bei der Hand ergriff, nahm er ihre Schwachheit auf sich und machte sie so stark, dass sie sofort aufstehen und ihm dienen konnte. Als am Abend viele geistlich und k\u00f6rperlich Kranke zu ihm kamen, war Jesus ganz f\u00fcr sie da, legte die H\u00e4nde auf einen jeden und machte ihn gesund (Lk 4,40). Auf diese Weise hat Jesus die Menschen nicht mit k\u00fchler Distanz oder Gleichg\u00fcltigkeit behandelt, sondern hat die Schwachheit und Krankheit von jedem auf sich genommen, voll Mitleid getragen und davon geheilt. Manchmal sch\u00e4men wir uns wegen unserer Schwachheit und Krankheit und trauen uns nicht, damit zu Jesus zu kommen. Wir denken leicht, dass Jesus in seiner Heiligkeit unsere Schwachheit nicht mehr ertragen kann. Aber dieses Wort macht klar, dass Jesus unsere Schwachheit und Krankheit keineswegs kalt l\u00e4sst noch dass er uns deshalb abweist. Jesus hat all unsere Schwachheit und Krankheit schon auf sich genommen und nach Golgatha getragen, damit wir gesund und heil werden, wenn wir zu ihm kommen.<\/p>\n<p>Wir haben heute den Glauben des Auss\u00e4tzigen und des Hauptmanns kennen gelernt. Der Glaube von jedem von ihnen hat spezifische Eigenschaften. Aber gemeinsam ist, dass beide Jesus erkannt haben \u2013 Jesus, der uns so, wie wir sind, annimmt, all unsere Schwachheit und Krankheit auf sich nimmt und uns heilt. Glaube bedeutet also, dass wir uns so, wie wir sind, in seine Arme werfen und bei ihm unendlich Schutz, Liebe und Barmherzigkeit finden. So wie Jesus dem Auss\u00e4tzigen und dem Hauptmann begegnet ist, will Jesus, der heute derselbe ist, auch uns begegnen, n\u00e4mlich uns annehmen, wie wir sind, und unsere Bed\u00fcrfnisse erf\u00fcllen. Darum ist es wichtig, dass wir uns unserer Bed\u00fcrftigkeit bewusst sind und als Bed\u00fcrftige zu ihm kommen. Der Auss\u00e4tzige h\u00e4tte sich mit seiner Lage abfinden und denken k\u00f6nnen: \u201eIch bin unheilbar, ich will mir keine falschen Hoffnungen mehr machen \u2026\u201c Das w\u00e4re zwar extrem bitter, aber er h\u00e4tte dann zumindest gewisse Ruhe erlangt. Aber das tat er nicht, sondern er behielt den Wunsch, geheilt zu werden. Dadurch war er bereit, die Botschaft von Jesus pers\u00f6nlich anzunehmen und in seiner Not zu Jesus zu kommen; und so verwandelte sich seine Not zur Gelegenheit, die g\u00f6ttliche Heilung und das Heil zu erleben. Auch der Hauptmann h\u00e4tte sich mit der Krankheit seines Knechts abfinden und sagen k\u00f6nnen: \u201eWas soll\u2019s? Ich hab alles versucht. Wenn er nicht wieder gesund wird, muss ich mir halt einen andern Knecht besorgen.\u201c Aber das tat er nicht. Stattdessen machte er die Krankheit seines Knechts zu seinem Problem und suchte unaufh\u00f6rlich nach einer Hilfe f\u00fcr ihn. So kam er zu Jesus. Was k\u00f6nnen wir dadurch lernen? Wir sollen uns mit unseren Problemen nicht abfinden, zum Beispiel mit unserer Faulheit, unserer Disziplinlosigkeit, unseren schlechten Gewohnheiten, die uns qu\u00e4len, mit sexuellen Phantasien, zweifelnden Gedanken oder Gef\u00fchlen der Verdammnis. Kurz gesagt sollen wir uns mit unseren S\u00fcnden nicht abfinden, wie schwer oder chronisch sie auch sein m\u00f6gen. Denn wenn wir damit zu Jesus kommen, werden wir Heilung und Heil erleben, so wie der Auss\u00e4tzige und der Hauptmann es erlebt haben. Denn Jesus ist der Sohn Gottes, der unsere Schwachheit auf sich genommen und unsere Krankheit bereits getragen hat und uns mit einem einzigen Wort gesund machen kann. Wenn wir zu ihm kommen, wie wir sind, wird er uns annehmen und uns Heilung und Heil schenken. M\u00f6ge Er uns helfen, ihn immer neu mit solchem Glauben zu erfreuen und seine Heilung und Heil reichlich zu erfahren! Lesen wir zum Schluss das Leitwort, Vers 10: <strong>\u201e<\/strong><strong>Als das Jesus h\u00f6rte, wunderte er sich und sprach<\/strong><strong> zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch: <\/strong><strong>Solchen Glauben habe ich in Israel bei keinem gefunden!<\/strong><strong>\u201c<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Solchen Glauben habe ich in Israel bei keinem gefunden! \u201eAls das Jesus h\u00f6rte, wunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch: Solchen Glauben habe ich in Israel bei keinem gefunden!\u201c (8,10) Wie wunderbar sind Jesu Worte in der Bergpredigt! 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