{"id":147,"date":"2009-06-28T13:57:18","date_gmt":"2009-06-28T12:57:18","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=147"},"modified":"2025-05-25T20:16:39","modified_gmt":"2025-05-25T18:16:39","slug":"predigt-joh-812-29","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-joh-812-29\/","title":{"rendered":"Predigt: Joh 8,12-29"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/J21-P08-1229.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Wie Jesus, das Licht der Welt, die Finsternis besiegte<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<address style=\"text-align: center;\"><strong>\u201e<\/strong>Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.\u201c<\/address>\n<address style=\"text-align: center;\">Johannes 8,12<\/address>\n<p>Wir fahren mit unserem Bibelstudium aus Johannes fort. Ich w\u00fcrde gerne zu Beginn auf eine Besonderheit im Evangelium hinweisen. In Kapitel 5 heilte Jesus den Gel\u00e4hmten am Sabbat. Danach folgte eine Auseinandersetzung mit den Juden, weil sie ein Problem damit hatten, dass Jesus am Sabbat heilte. In Kapitel 6 vermehrte Jesus f\u00fcnf Brote und zwei Fische. Es folgte Jesu gewaltige Predigt und Lehre \u00fcber sich selbst. In Kapitel 7 haben wir Jesu Auftritt beim Laubh\u00fcttenfest gesehen. Wiederum folgte eine ausf\u00fchrliche Auseinandersetzung mit den religi\u00f6sen Leitern. Wir finden in Johannesevangelium daher ein immer wiederkehrendes Muster: auf ein spezifisches Ereignis folgt eine Predigt bzw. eine Diskussion. Letzte Woche haben wir durch die Predigt von H. R. geh\u00f6rt, wie Jesus einer Ehebrecherin vergab. Jesus hatte bei diesem Ereignis die Selbstgerechtigkeit und die Mordlust der Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten aufgedeckt. Unser heutiger Text scheint nahtlos an dieses Ereignis anzuschlie\u00dfen. Wieder sehen wir eine lange Predigt oder Diskussion. \u00dcbrigens, dasselbe Muster aus Ereignis und Diskussion finden wir auch in Kapitel 9.<\/p>\n<p>In jedem der Diskussions- oder Predigtteile machte Jesus \u00fcberw\u00e4ltigende Aussagen \u00fcber sich selbst. In Kapitel 5 haben wir sein Wort geh\u00f6rt: <strong>\u201eWahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort h\u00f6rt und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurch gedrungen.\u201c<\/strong> In Kapitel 6 predigte Jesus: <strong>\u201eIch bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr d\u00fcrsten.\u201c<\/strong> In Kapitel 7 verk\u00fcndigte Jesus mit lauter Stimme: <strong>\u201eWen da d\u00fcrstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Str\u00f6me lebendigen Wasser flie\u00dfen.\u201c<\/strong> Auf diese Weise offenbarte Jesus jedes Mal einen Aspekt seiner Gottheit. Im heutigen Text folgt ein nicht weniger beeindruckendes Wort. Jesus offenbart sich als das Licht der Welt.<\/p>\n<p>Unser heutiger Text handelt von dem scharfen Kontrast zwischen Licht und Finsternis, Geist und Fleisch, Wissen und Ignoranz, Himmel und Erde, Reich Gottes und Welt. Raymond Brown kommentierte, dass eine Analyse unseres heutigen Textes schwieriger ist als bei jedem anderen Diskurs im ersten Teil des Johannesevangeliums. Ein sehr guter Freund und Mentor von mir bekannte, dass er diesen Text f\u00fcr den schwierigsten Text des Evangeliums h\u00e4lt. Einen solch schwierigen Text zu studieren, sollte uns dem\u00fctig machen. Und wir sollten uns der Tatsache bewusst sein, dass wir nur an der Oberfl\u00e4che des Textes kratzen. Vor allen Dingen sollten wir dem\u00fctig sein, weil wir es hier mit nichts geringerem zu tun haben, als mit der profunden Tiefe und Unergr\u00fcndlichkeit der Person Jesus Christus. Einmal mehr wollen wir durch Gottes Wort die Tatsache zu Herzen nehmen, dass wir in Jesus Christus mit dem Geheimnis g\u00f6ttlicher Pers\u00f6nlichkeit konfrontiert sind.<\/p>\n<p>M\u00f6ge Gott uns daher Herzen der Anbetung und Ehrerbietung schenken!<\/p>\n<p>Teil 1 Jesus, das Licht der Welt (12)<\/p>\n<p>Betrachten wir den Vers 12. Wir lesen da: <strong>\u201eDa redete Jesus abermals zu ihnen.\u201c<\/strong> Wieder war Jesus mit Pharis\u00e4ern konfrontiert. Vermutlich war es eine neue Gruppe von Pharis\u00e4ern. (Die anderen waren vermutlich noch zu besch\u00e4mt von ihrer letzten Niederlage). Und Jesus begann seinen Diskurs mit einer absolut erstaunlichen Aussage: <strong>\u201eIch bin das Licht der Welt.\u201c<\/strong> Diese Aussage wird umso bemerkenswerter, wenn wir uns mit dem historischen Kontext vertraut machen, wenn wir uns in die Lage der Menschen damals hineinversetzen. Zeitlich befinden wir uns einen Tag nach dem Laubh\u00fcttenfest. R\u00e4umlich befinden uns in Jerusalem, im Tempel, und genauer noch am Gotteskasten, der sich am Frauenvorhof des Tempels befand. Der Frauenvorhof hie\u00df deswegen so, weil die Frauen bis zu jenem Bereich in den Tempel kommen durften. Dar\u00fcber hinaus, war es nur m\u00e4nnlichen Juden erlaubt, einzutreten. Die meisten Historiker gehen daher davon aus, dass der Vorfall mit der Ehebrecherin dort im Frauenvorhof stattgefunden hatte.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Laubh\u00fcttenfestes wurden im Tempel riesige Leuchter angez\u00fcndet. Es waren vier gewaltige Leuchter. Die Mischna, eine Zusammenfassung der wichtigsten \u00dcberlieferungen des rabbinischen Judentums, berichtet, dass jede dieser vier Leuchter vier goldene Schalen hatte. Diese Schalen konnte man nur mit einer Leiter erreichen. In diesen Schalen befanden sich Dochte, die dann nachts w\u00e4hrend dem Fest angez\u00fcndet wurden. Das Licht, das diese Leuchter erzeugten, war so hell, dass es fast in der ganzen Stadt gesehen werden konnte. Vielleicht war das so \u00e4hnlich wie unsere Schlossbeleuchtung. Der beleuchtete Tempelberg war eine Erinnerung an Gottes Wolken- und Feuers\u00e4ule bei der Wanderung der Israeliten in der W\u00fcste. Es war ein gro\u00dfes Spektakel. Diese Leuchter befanden sich gerade im Frauenvorhof. Die Menschen, die Jesus sahen, m\u00fcssen beim Anblick der Leuchter an die Tempelbeleuchtung gedacht haben. Was f\u00fcr eine eindrucksvolle Show! Und nun Jesus stand neben diesen Leuchtern und proklamierte: <strong>\u201eIch bin das Licht\u201c<\/strong> und zwar nicht nur das Licht von Jerusalem oder Israel, sondern das Licht der ganzen Welt. Welcher Mensch k\u00f6nnte so etwas von sich sagen? Welcher \u201eguter Lehrer\u201c w\u00fcrde sich neben die Leuchter stellen und so etwas von sich behaupten? Und so gibt es wirklich nur zwei M\u00f6glichkeiten: entweder Jesus ist der gr\u00f6\u00dfte Schwindler der Menschheitsgeschichte oder aber er sagt die Wahrheit. Jesu Aussage ist von solch einem Tiefgang, dass wir die Bedeutung nicht voll aussch\u00f6pfen k\u00f6nnen. Aber wir sollten uns ein paar Gedanken zu ihrer Bedeutung machen. Was bedeutet es, dass Jesus das Licht der Welt ist?<\/p>\n<p>Zum einen, <em>Licht ist Gottes Charaktereigenschaft<\/em>. Als Jesus bekannte: \u201eIch bin das Licht der Welt\u201c, hatten die Juden sehr wohl verstanden worauf Jesus hinaus wollte. F\u00fcr sie war Licht das h\u00f6chste Ideal. Sie hatten eine Sehnsucht nach Licht. Licht war das, wonach sie ihr ganzes Leben lang strebten. Ihr Motto war: <strong>\u201eDer HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich f\u00fcrchten?\u201c<\/strong> Und hier wird ganz deutlich, dass das wahre Licht vor allen anderen Dingen Gottes Charakter und Gottes Eigenschaft ist. Der Prophet Jesaja gebraucht ebenfalls das Wort Licht bei der Ank\u00fcndigung des Messias. Jesaja 42,6: <strong>\u201ezum Licht der Heiden.\u201c<\/strong> Und dann noch einmal in Jesaja 49,6: <strong>\u201eich habe dich auch zum Licht der Heiden gemacht, dass du seist mein Heil bis an die Enden der Erde.\u201c<\/strong> Als Jesus sagte, dass er das Licht der Welt ist, sagte er nichts anderes als: \u201eIch bin euer Messias.\u201c Als Jesus sagte, dass er das Licht der Welt ist, erhob er keinen geringeren Anspruch, als Gottes Sohn und Gott selbst zu sein.<\/p>\n<p>Zweitens, <em>wof\u00fcr das Licht steht<\/em>. Was symbolisiert das Licht? Licht steht einmal f\u00fcr das moralisch absolut Reine und f\u00fcr das absolut Heilige. In 1. Johannes 1,5 lesen wir: <strong>\u201eGott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis.\u201c<\/strong> In Gott ist keine Finsternis, weil er selbst frei von jeglicher Unreinheit, Unlauterkeit, S\u00fcnde, Verdorbenheit und Korruption ist. Nichts tr\u00fcbt seine Herrlichkeit, nichts befleckt seine Heiligkeit, nichts verunstaltet seine Sch\u00f6nheit, nichts kompromittiert seine Gerechtigkeit, nichts schw\u00e4cht seine St\u00e4rke und nichts korrumpiert seine G\u00fcte und liebevolle Gnade.<\/p>\n<p>Licht steht auch f\u00fcr Leben. Wenn heute die Sonne erl\u00f6schen w\u00fcrde, dann w\u00fcrde es nicht lange dauern, bis alles auf der Erde einfrieren und schlie\u00dflich absterben w\u00fcrde. Die Sonne ist f\u00fcr biologisches Leben auf Erden unentbehrlich. Aber genau wie das Licht der Sonne biologisches Leben auf Erden erst m\u00f6glich macht, ist Gottes Licht f\u00fcr unser geistliches Leben unverzichtbar. Psalm 36,10 sagt: <strong>\u201eDenn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.\u201c<\/strong> Jesus selbst nannte sein Licht das Licht des Lebens. Ohne sein Licht gibt es kein geistliches Leben.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnten noch so vieles mehr sagen. Aber einen letzten Punkt, wof\u00fcr Licht noch steht: Licht steht f\u00fcr Orientierung. Jesus sagte, dass wer im Licht wandelt, sich nicht st\u00f6\u00dft. Die Juden kannten den wundervollen Psalm 119, in welchem es hei\u00dft: <strong>\u201eDein Wort ist meines Fu\u00dfes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.\u201c<\/strong> Wir brauchen Licht, um den richtigen Weg zu finden. Wir brauchen Licht, um die richtigen Entscheidungen in unserem Leben zu treffen. Wir brauchen Orientierung f\u00fcr unser Leben.<\/p>\n<p>Drittens, <em>nur wenn wir Jesus nachfolgen haben wir in ihm das Licht<\/em>. Lesen wir noch einmal den Vers 12. <strong>\u201eJesus redete nun wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.\u201c<\/strong> Jesu Wort ist eine praktische Anwendung gekn\u00fcpft. Wir brauchen Jesu Licht. Ohne sein Licht haben wir kein wahres Leben. Ohne sein Licht haben wir keine Orientierung f\u00fcr unser Leben. Ohne sein Licht leben wir in der Finsternis der S\u00fcnde, Finsternis dieser Welt, Finsternis des Todes, Finsternis der Sinnlosigkeit unseres Daseins. Ein Bibellehrer erz\u00e4hlte mir einmal, wie er einen befreundeten Pastor besuchte, der mit Krebs im Endstadium im Sterben lag. Und dieser Pastor sagte zu ihm: \u201eich muss ehrlich mit dir sein. Das Sterben ist h\u00e4rter, als ich es mir jemals vorgestellt h\u00e4tte.\u201c Finsternis ist eine absolut bittere Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>Aber der Herr Jesus l\u00e4dt uns ein, raus aus dieser Finsternis zu kommen und bei ihm das wahre Licht zu finden. Und er l\u00e4dt uns ein, ihm nachzufolgen. Was bedeutet es Christus nachzufolgen? Das griechische Wort f\u00fcr Nachfolge ist <em>akoloutheo<\/em>. Pastor John MacArthur erkl\u00e4rt, dass dieses Wort verwendet wurde, wenn Soldaten ihrem Feldherrn gehorsam waren. Es wurde gebraucht um die Dienerschaft und den Gehorsam eines Knechts gegen\u00fcber seinem Herrn auszudr\u00fccken. Es wurde gebraucht, wenn ein Mensch dem Rat eines Weisen befolgte. Das Wort <em>akoloutheo<\/em> wurde auch gebraucht, wenn jemand seinem Lehrer zuh\u00f6rte und ihm Folge leistete.<\/p>\n<p>Alles das soll auf unsere Nachfolge Christi zutreffen. Das ist die Bedingung, die Jesus an uns stellt. Er sucht keine halbherzigen Nachfolger, keine Schaulustige, keine unverbindlichen G\u00e4ste, die nur kurz mal die Nase reinstecken. Jesus sucht Menschen, die bereit sind, sich ihm mit Haut und Haaren auszuliefern. Und was wird dann die Konsequenz sein? Jesus verspricht uns: <strong>\u201ewird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.\u201c<\/strong> Jesus zu folgen bedeutet, dass sein Licht uns erhellt und erleuchtet. Und fortan k\u00f6nnen wir mit ihm und durch ihn im Licht des Lebens wandeln.<\/p>\n<p>Einige von uns haben dieses Jahr wichtige Entscheidungen zu treffen. Wie geht es weiter nach meinem Studium? Wo finde ich einen Arbeitsplatz? Wie finde ich den Ehepartner f\u00fcrs Leben? Soll ich mit auf die Europ\u00e4ische Sommerkonferenz, auch wenn es einen Strich durch meine Urlaubsplanungen macht? Wir finden die Antwort auf alle diese Fragen in der Person Jesus Christus. Wenn wir ihm ganz und gar geh\u00f6ren, wenn wir ihm mit allem, was wir sind und mit allem, was wir haben, nachfolgen, dann leitet er uns auf den richtigen Weg. Dann werden wir automatisch die richtigen Entscheidungen treffen. Und wir werden eine Quelle des Segens und des Lichts f\u00fcr andere werden. Apostel Paulus schrieb in 2. Korinther 4,5.6: <strong>\u201eDenn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, dass er der Herr ist, wir aber eure Knechte um Jesu willen. Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, dass durch uns entst\u00fcnde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Teil 2 Die Glaubw\u00fcrdigkeit von Jesu Ausspruch (13-20)<\/p>\n<p>Wie reagierten die religi\u00f6sen Leiter, als sie Jesu Wort h\u00f6rten? Betrachten wir Vers 13. Die Pharis\u00e4er sagten ihm: <strong>\u201eDu gibst Zeugnis von dir selbst; dein Zeugnis ist nicht wahr.\u201c<\/strong> Die religi\u00f6sen Leiter gingen noch nicht einmal darauf ein, was Jesus ihnen gesagt hatte. Sie lehnten sein Zeugnis ab, bevor sie sich mit seinem Inhalt besch\u00e4ftigt hatten. Sie blockten von vornherein ab. Wie antwortete Jesus ihnen? Jesus gab ihnen drei Gr\u00fcnde, weshalb sein Zeugnis vertrauensw\u00fcrdig ist.<\/p>\n<p>Erstens, <em>Jesus wei\u00df, woher er kam und wohin er ging<\/em>. Lesen wir gemeinsam den Vers 14. <strong>\u201eJesus antwortete und sprach zu ihnen: Auch wenn ich von mir selbst zeuge, ist mein Zeugnis wahr; denn ich wei\u00df, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe; ihr aber wisst nicht, woher ich komme und wohin ich gehe.\u201c<\/strong> Sein erstes Argument lautet: \u201eich wei\u00df alles. Ihr hingegen wisst gar nichts.\u201c Jesus wusste, von woher er gekommen war und wohin er zur\u00fcckgehen w\u00fcrde. Er kannte die Herrlichkeit des Vaters, die er selbst rechtm\u00e4\u00dfig innehatte. Er kannte sein wahres Zuhause, seine Stellung im Himmel, seine Allmacht und Kraft, und er wusste, zu welcher Herrlichkeit und Pracht er wieder kommen w\u00fcrde, wenn seine Mission hier auf Erden beendet war. \u00dcbrigens, in diesem Wissen unterscheidet sich der Herr von allen anderen Menschen. Wir Menschen wissen nicht von uns aus, woher wir kommen und wohin wir gehen. Wir haben von uns aus keine Antworten auf die gr\u00f6\u00dften philosophischen Fragen unseres Lebens. Dieses Wissen ist uns nicht angeboren. Und diese Fragen sind schon gar nicht selbsterkl\u00e4rend. Wir brauchen einen externen Bezugspunkt, um Antwort auf diese Fragen zu finden. Und wir haben einen objektiven, unersch\u00fctterlichen, pr\u00fcfbaren und absolut verl\u00e4sslichen Bezugspunkt in Jesus Christus. Er ist die Antwort auf alle philosophischen Fragen unseres Lebens. Hier unterscheidet sich also der Herr Jesus von allen Menschen, denn er kannte seinen Ursprung und sein Schicksal.<\/p>\n<p>Die Juden hingegen hatten \u00fcberhaupt keine Ahnung \u00fcber Jesus. Sie dachten, dass sie Jesus kannten. In Kapitel 7 haben sie schon ihre Ignoranz offenbart. Sie waren sich so sicher, dass Jesus aus Galil\u00e4a kommt. H\u00e4tten sie ihre Recherchen etwas besser gemacht, dann h\u00e4tten sie herausgefunden, dass Jesus in Bethlehem geboren war. Und h\u00e4tten sie ihre Vorbehalte vor Jesus abgelegt, dann h\u00e4tten auch sie erkannt, dass er nur von Gott und wahrer Gott sein konnte. Sie waren nicht nur ignorant, was Jesus angeht. Sie waren absichtlich unwissend. Sie hatten kein Interesse daran, an ihrer Unwissenheit etwas zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p><em>Jesu zweites Argument ist sein gerechtes Gericht<\/em>. Sehen wir uns die Verse 15 und 16 an. <strong>\u201eIhr richtet nach dem Fleisch, ich richte niemand. Wenn ich aber richte, so ist mein Richten gerecht; denn ich bin\u2019s nicht allein, sondern ich und der Vater, der mich gesandt hat.\u201c<\/strong> Wir haben in Kapitel 7 Jesu Aufforderung an die j\u00fcdischen Leiter geh\u00f6rt, nicht nach dem zu urteilen, was vor ihren Augen ist, sondern gerecht zu richten. Wir hatten damals gelernt, dass die Erkennbarkeit von Jesu Wahrheit allein von der Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit unserer Herzenshaltung abh\u00e4ngt. Aber die religi\u00f6sen Leiter gingen nicht auf Jesu Aufforderung ein. Sie richteten nach dem Fleisch. Ihr Urteil war parteiisch, von der Bosheit ihres Herzens getrieben, von ihrem Hass und ihren Mordpl\u00e4nen motiviert. Ihr Urteil konnte nicht gut sein, weil ihre Herzenshaltung nicht gut war. Ihr Gericht konnte nicht geistlich sein, weil ihre Ausgangslage ungeistlich und korrupt war.<\/p>\n<p>In welchem Kontrast hingegen ist Jesu Richten. Zum einen richtete Jesus \u00fcberhaupt nicht. Jesu erstes Kommen hier auf Erden war nicht zum Gericht, sondern zur Errettung. Er kam als Hirte, als ein Freund von S\u00fcndern, als ein Erbarmer und als ein Helfer. \u00dcber einen Z\u00f6llner wie Levi sagte er, dass er einen Arzt brauchte. \u00dcber einer S\u00fcnderin, die seine F\u00fc\u00dfe salbte, sagte er, dass \u00fcberall, wo das Evangelium gepredigt w\u00fcrde, von ihrer Tat berichtet werden w\u00fcrde. Und zu einer Ehebrecherin sprach er: <strong>\u201eSo verdamme ich dich auch nicht; geh hin und s\u00fcndige hinfort nicht mehr.\u201c<\/strong> Jesus richtete nicht. Aber sein gerechtes Gericht wird offenbart werden. Jesus wird wiederkommen als Richter der Welt. Vor seinem Zorn wird die ganze Welt fliehen. Und dieses Gericht steht ganz im Einklang mit dem Vater. Wir kommen damit zum dritten Argument.<\/p>\n<p><em>Das dritte Argument ist das Zeugnis des Vaters<\/em>. Betrachten wir die Verse 17 und 18: <strong>\u201eAuch steht in eurem Gesetz geschrieben, dass zweier Menschen Zeugnis wahr sei. Ich bin\u2019s, der von sich selbst zeugt; und der Vater, der mich gesandt hat, zeugt auch von mir.\u201c<\/strong> Wir hatten dieses Argument schon einmal. Und wir sehen hier die Geduld und Langmut Jesu. Die Pharis\u00e4er hatten ganz offensichtlich \u00fcberhaupt kein Bed\u00fcrfnis, ehrlich an die Person Jesu heranzugehen. Trotzdem lehrte Jesus sie beharrlich auf eine Weise, dass sie ihn verstehen k\u00f6nnten, wenn sie nur wollten. Sie waren mit dem Gesetz vertraut. Und Jesus sagte ihnen: \u201eEuer Gesetz sagt, dass zwei Zeugenaussagen von Menschen vor Gericht ausreichen. Ich gebe euch zwei Zeugen: ich bin selbst Zeuge und der Vater, der mich gesandt hat.\u201c<\/p>\n<p>Es k\u00f6nnte jemand hier sehr berechtigt einwenden: \u201eMoment einmal, Jesus kann doch nicht f\u00fcr sich selbst zeugen. Also z\u00e4hlt nur das Zeugnis des Vaters.\u201c Ein Kommentator schlug vor, dass hier Jesus nicht einfach als Mensch da steht, sondern als Sohn Gottes. Die Worte \u201eich bin\u2019s\u201c oder <em>ego eimi<\/em> im Griechischen stehen f\u00fcr die Gottheit Jesu Christi. Der Sohn Gottes legt Zeugnis ab \u00fcber sein Leben auf Erden. Jesus sagte hier: \u201e\u2019Ich bin\u2019 ist der eine Zeuge. Der Vater, der mich gesandt hat, ist der zweite Zeuge.\u201c Mit anderen Worten, Jesu inspirierten Worte, seine allm\u00e4chtigen Werke und sein g\u00f6ttlicher Lebensstil bezeugen einm\u00fctig seine Echtheit und Authentizit\u00e4t. Das Zeugnis des Vaters ist ebenfalls vielf\u00e4ltig: die Propheten, sein Wort im Alten Testament und die Art und Weise, wie er Jesu Leben und Dienst auf Erden immer wieder best\u00e4tigte. Das Zeugnis von zwei Menschen war genug \u00fcber Leben und Tod vor Gericht zu entscheiden. Und wenn die Aussage von zwei Menschen vor Gericht g\u00fcltig ist, wie viel beweiskr\u00e4ftiger und unumst\u00f6\u00dflicher ist die Zeugenaussage von zwei Personen der dreieinigen Gottheit h\u00f6chstpers\u00f6nlich.<\/p>\n<p>Nahmen die Juden das Zeugnis an? Betrachten wir den weiteren Verlauf des Textes. Sie fragten: <strong>\u201eWo ist dein Vater?\u201c<\/strong> Diese Frage war ohne Zweifel voll von Spott und Hohn. So oft hatte Jesus ihnen explizit gesagt, dass sein Vater der allm\u00e4chtige Gott im Himmel war. Und so sagte Jesus ihnen: <strong>\u201eIhr kennt weder mich noch meinen Vater; wenn ihr mich kenntet, so kenntet ihr auch meinen Vater.\u201c<\/strong> Die Juden waren sich sicher, dass sie Gott konnten. Aber in Wirklichkeit hatten sie \u00fcberhaupt keine Ahnung. Und indem sie Jesus ablehnten, sprengten sie die einzige Br\u00fccke, die zum Vater f\u00fchrte. Sie s\u00e4gten den Ast ab, auf welchem sie selber sa\u00dfen.<\/p>\n<p>Und welche Autorit\u00e4t musste Jesus ausgestrahlt werden! Er war im Tempel und sagte frei und \u00f6ffentlich, dass er Gott ist. Aber niemand konnte ihn ergreifen, niemand konnte Hand an ihn legen. Was f\u00fcr eine Kraft und Souver\u00e4nit\u00e4t m\u00fcssen mit ihm gewesen sein!<\/p>\n<p>Jesus proklamierte, dass er das Licht der Welt ist. Drei Argumente hatte Jesus den Juden gegeben, dass seine \u00c4u\u00dferung glaubw\u00fcrdig ist: erstens, weil er wusste, von wo er kam und wohin er ging, zweitens, weil er gerecht richtete und drittens, weil das Zeugnis des Vater mit dem seinen \u00fcbereinstimmte.<\/p>\n<p>Teil 3 Die Finsternis der Welt (21-29)<\/p>\n<p>Wir haben im vorigen Abschnitt, und nicht nur dort, die offene Feindschaft der Juden gegen Jesus gesehen. Es ist f\u00fcr uns wichtig zu verstehen, dass das alles nicht einfach nur eine intellektuelle Debatte war. Hier ging es nicht um Kopfwissen. Es war vielmehr ein geistlicher Kampf. Jesus hatte sie direkt aufgefordert, ihre falsche und b\u00f6se Haltung zu \u00fcberdenken, sich ihrer S\u00fcnde bewusst zu werden, Bu\u00dfe zu tun und umzukehren. Das hatten die Pharis\u00e4er abgelehnt. Was f\u00fcr eine Tragik! Jesus, das Licht der Welt war ihnen zum Greifen nahe. Aber die Pharis\u00e4er wollten mit dem Licht der Welt nichts zu tun haben. Sie bevorzugten es, in der Finsternis zu bleiben. Sie machten Jesus klar, dass er absolut unerw\u00fcnscht war. Weil Jesus ein Gentleman ist und weil Jesus sich niemanden aufdr\u00e4ngt, kam er ihrer Bitte nach. Und er k\u00fcndigte ihnen seinen Abschied an. Lesen wir gemeinsam den Vers 21: <strong>\u201eDa sprach Jesus abermals zu ihnen: Ich gehe hinweg und ihr werdet mich suchen und in eurer S\u00fcnde sterben. Wo ich hingehe, da k\u00f6nnt ihr nicht hinkommen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Jesus machte hier die ganze Tragik deutlich, was es bedeutet, das Licht der Welt abzulehnen. Jesus w\u00fcrde durch ihre Hand sterben. Er w\u00fcrde zum Vater zur\u00fcckkehren. Sie w\u00fcrden ihn suchen und nicht finden. Und jetzt kommt das Ersch\u00fctterndeste: die Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten w\u00fcrden in ihren S\u00fcnden sterben. Sie w\u00fcrden nicht dort hinkommen k\u00f6nnen, wo Jesus ist. Mit anderen Worten: sie w\u00fcrden in die H\u00f6lle kommen. Sie w\u00fcrden ewige Verdammnis erfahren. Nahmen sie Jesu Warnung ernst? Lesen wir Vers 22. <strong>\u201eDa sprachen die Juden: Will er sich denn selbst t\u00f6ten, dass er sagt: Wohin ich gehe, da k\u00f6nnt ihr nicht hinkommen?\u201c<\/strong> Wieder verspotteten die Juden Jesus. Im Gegensatz noch zu Kapitel 7 hatten die Juden verstanden, dass Jesus von seinem Tod sprach. Aber sie nahmen das nicht ernst. Voller Hohn fragten sie nun: \u201eWill Jesus denn Selbstmord begehen?\u201c Im Folgenden zeigte der Herr Jesus drei Merkmale eines S\u00fcnders, der das Licht Jesu ablehnt.<\/p>\n<p>Erstens, <em>Gebundenheit in der Welt<\/em>. Lesen wir gemeinsam den Vers 23: <strong>\u201eUnd er sprach zu ihnen: Ihr seid von unten her, ich bin von oben her; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt.\u201c<\/strong> Jesus zeigte hier den grunds\u00e4tzlichen Unterschied zwischen den Juden und ihm auf. Und er wies auf die unendliche Kluft hin, auf den un\u00fcberwindbaren Graben zwischen ihnen und ihm. Was machte die Lage der Juden so schlimm? Sie hatten noch nicht einmal das Bed\u00fcrfnis, diese Kluft zu \u00fcberwinden. Sie waren zufrieden mit ihrem Leben hier auf der Welt. Was ist das Problem mit der Welt? Das Problem mit der Welt ist, dass sie Gott in jeder Hinsicht entgegen gesetzt ist. Die Welt ist das System, das Menschen geschaffen haben, um ohne Gott gl\u00fccklich zu werden. Die Welt ist in direkter Feindschaft mit Gott. Sie ist materialistisch. Sie ist humanistisch. Sie zeichnet sich aus durch Stolz, Gier, Eifersucht, Neid, Gewalt usw. Ihre Meinungen sind falsch, ihre Ziele sind egoistisch, ihre Vergn\u00fcgungen sind s\u00fcndig, ihr Einfluss ist unmoralisch, ihre Politik ist korrupt, ihre Ehre ist eitel, ihre Versprechen sind leer, ihre Freude ist oberfl\u00e4chlich und sie selbst ist verg\u00e4nglich und dem Untergang geweiht. Das Problem mit den Pharis\u00e4ern war aber, dass sie sich in dieser Welt wohl f\u00fchlten. Sie liebten die Ehre bei Menschen, sie liebten ihr Leben in Selbstgerechtigkeit und S\u00fcnde, sie lebten ihr Leben in der Welt. Hier ist also das erste Merkmal.<\/p>\n<p><em>Das zweite Merkmal ist der Unglaube<\/em>. Noch einmal warnte Jesus die Pharis\u00e4er voller Ernst und voller Nachdruck. Er sagte in Vers 24: <strong>\u201eDarum habe ich euch gesagt, dass ihr sterben werdet in euren S\u00fcnden; denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr sterben in euren S\u00fcnden.\u201c<\/strong> Hier sprach Jesus ihr Kernproblem noch einmal an. Ihr Problem war, dass sie nicht glauben konnten, weil sie nicht glauben wollte. Das Problem war nicht, dass es einen Mangel an Beweisen gab. Sie hatten in jedem Fall genug Grund zu glauben. Das Problem war, dass sie die Beweislast absichtlich unterdr\u00fcckten, dass sie die Evidenzen f\u00fcr die Sache Christi lieber beseitigten, als zu glauben. Wir sehen das im weiteren Verlauf des Gespr\u00e4ches. Sie fragten Jesus: <strong>\u201eWer bist du denn?\u201c<\/strong> Jesus antwortete ihnen: <strong>\u201eZuerst das, was ich euch auch sage.\u201c<\/strong> In vielfacher Weise hatte Jesus seine g\u00f6ttliche Identit\u00e4t offenbart. Sie hatten auf vielf\u00e4ltige Weise in Unglauben abgelehnt. Der ber\u00fchmte Philosoph Russell wurde einmal gefragt, was er Gott antworten w\u00fcrde, wenn Gott ihn fragen w\u00fcrde, weshalb er nicht geglaubt habe. Russell sagte, dass Gott ihm nicht genug Beweise gegeben habe. Evangelist Ravi Zacharias fragte daher rhetorisch in einem Vortrag: \u201eNicht genug Beweise? Oder wegen Unterdr\u00fcckung von Beweisen?\u201c Fakt ist, dass niemand ungl\u00e4ubig bleibt, der nicht gl\u00e4ubig werden will.<\/p>\n<p><em>Das dritte Merkmal ist absichtliche Unwissenheit<\/em>. In Vers 26 redete Jesus weiter: <strong>\u201eIch habe viel von euch zu reden und zu richten. Aber der mich gesandt hat, ist wahrhaftig, und was ich von ihm geh\u00f6rt habe, das rede ich zu der Welt.\u201c<\/strong> Und jetzt kommt es: <strong>\u201eSie verstanden aber nicht, dass er zu ihnen vom Vater sprach.\u201c<\/strong> Wieder reagierten die Juden mit Unverst\u00e4ndnis. Und wiederum war ihre Unwissenheit und ihr Unverst\u00e4ndnis selbstverschuldet.<\/p>\n<p>Worin w\u00fcrde ihre Feindschaft gipfeln? Lesen wir gemeinsam den Vers 28: <strong>\u201eDa sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Menschensohn erh\u00f6hen werdet, dann werdet ihr erkennen, dass ich es bin und nichts von mir selbst tue, sondern wie mich der Vater gelehrt hat, so rede ich.\u201c<\/strong> Was bedeutet es, dass die Juden Jesus erh\u00f6hen w\u00fcrden? Die Feindschaft der Juden w\u00fcrde schlie\u00dflich zum Mord an den Sohn Gottes f\u00fchren. Apostelgeschichte 2,23 sagt, dass Jesus wegen ihres Handelns und Tun durch die Hand der Heiden gekreuzigt wurde. Das dr\u00fcckte Jesus mit den Worten aus: <strong>\u201eWenn <em>ihr<\/em> den Menschensohn erh\u00f6hen werdet.\u201c<\/strong> Denn am Kreuz w\u00fcrde Jesus zwischen Himmel und Erde h\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Der Titel der Botschaft ist aber, dass Jesus, das Licht, die Finsternis \u00fcberwindet. Und in der Tat finden wir hier das ganze Evangelium. Manch einer mag fragen: wo ist hier die gute Nachricht? Warum ist das hier eine frohe Botschaft? Hat nicht die Finsternis triumphiert? Hat nicht das B\u00f6se gewonnen, als sie Jesus t\u00f6teten? Die frohe Botschaft ist, dass Jesu Tod kein tragischer Unfall ist. Die frohe Botschaft ist, dass Jesus mit der Absicht am Kreuz starb, Gott mit der Welt zu vers\u00f6hnen, dass sein Sterben unsere Errettung ist und sein Blutvergie\u00dfen unser Heil. Das Evangelium ist es, dass Gott inmitten dieser Bosheit, Anfeindungen und Niedertr\u00e4chtigkeit der Welt seinen Ratschluss und Plan erf\u00fcllen w\u00fcrde, dass er sein Werk der Erl\u00f6sung nicht nur trotz, sondern sogar durch finstere b\u00f6se Menschen erf\u00fcllen w\u00fcrde, und dass letztendlich auf diese Weise Jesus, das Licht der Welt, tats\u00e4chlich die Finsternis besiegt und \u00fcberwunden hat.<\/p>\n<p>Wir sind am Ende eines schwierigen Textes angekommen. Wir haben Jesus als das Licht des Lebens kennen gelernt. Und wir haben gesehen, wie das Licht in die Finsternis schien, aber wie die Finsternis das nicht begriff. Im letzten Abschnitt haben wir die unendliche Tragik der Menschen gesehen, die Jesus ablehnen. Und wir verstehen jetzt, warum Jesus weinen musste als er Jerusalem sah. Lukas 19,41.42 sagen: <strong>\u201eUnd als er nahe hinzukam, sah er die Stadt und weinte \u00fcber sie und sprach: Wenn doch auch du erkenntest zu dieser Zeit, was zum Frieden dient! Aber nun ist\u2019s vor deinen Augen verborgen.\u201c<\/strong> Wir haben die Selbstgerechtigkeit, die Selbstzufriedenheit, die Gebundenheit an die Welt, den Unglauben und die absichtliche Ignoranz der Juden gesehen. Sie starben in ihren S\u00fcnden. Aber es gab zum Gl\u00fcck auch andere Menschen. Vers 30 sagt, dass viele doch auch an ihn glaubten. Und vielleicht gibt es heute auch unter uns Menschen, die glauben wollen, die bereit sind ihre S\u00fcnden auf das Lamm zu legen, die bereit sind Jesu Licht und Wahrheit in ihre Herzen zuzulassen. Ihr m\u00f6gt fragen: \u201eWie geht das? Was soll ich tun?\u201c<\/p>\n<p>Die Antwort ist ganz einfach: bittet den Herrn Jesus Christus mit seinem Licht in euer Leben zu kommen, nehmt an, was er f\u00fcr euch am Kreuz vollbracht hat, und folgt ihm mit eurem ganzen Sein nach! Johann Wolfgang von Goethe soll beim Sterben gesagt haben: \u201eMehr Licht!\u201c Das sollen seine letzten Worte gewesen sein. Ist das nicht ein zutiefst trauriger Satz? Ich w\u00fcrde heute vorschlagen, dass wir beim Sterben etwas anderes \u00fcber die Lippen bringen sollten: Lob und Preis und Ehre f\u00fcr Jesus, das Licht der Welt! Sein Licht m\u00f6ge in das Herz eines jeden von uns scheinen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Wie Jesus, das Licht der Welt, die Finsternis besiegte &nbsp; \u201eDa redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. 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