{"id":1451,"date":"2011-04-26T21:35:00","date_gmt":"2011-04-26T19:35:00","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1451"},"modified":"2023-01-29T21:17:20","modified_gmt":"2023-01-29T20:17:20","slug":"predigt-lukas-24-13-37","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-24-13-37\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 24, 13 &#8211; 37"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Lk24_1337_Ostersonntag.doc\">Download<\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Der auferstandene Jesus hilft zwei J\u00fcngern,<br \/>\nan seine Auferstehung zu glauben<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Musste nicht Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?\u201c<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Lk 24,26)<\/p>\n<p>Frohe, gesegnete Ostern! Heute feiern die Christen in der ganzen Welt, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Dass Jesus den Tod besiegt hat, ist von unermesslich gro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr die ganze Menschheit. Das zeigt sich nicht nur daran, dass selbst im 21. Jahrhundert auch der Tag nach Ostern, der Ostermontag, in Deutschland ein Feiertag ist und die Sch\u00fcler \u00fcber eine Woche lang Osterferien haben. Das spiegelt aber noch nicht die Bedeutung von Ostern wider. Denn durch die Auferstehung hat Jesus die st\u00e4rkste Macht und den bis dahin un\u00fcberwindbaren Feind unseres Lebens besiegt, und in ihm haben wir die begr\u00fcndete Hoffnung, dass wir selbst alle Feinde und den Tod \u00fcberwinden werden.<\/p>\n<p>Doch die Tatsache der Auferstehung zu erkennen, ist f\u00fcr uns Menschen nicht leicht zu fassen. Selbst die J\u00fcnger, die bis dahin Jesus nachgefolgt waren, hatten Schwierigkeiten damit, diese Tatsache zu erfassen. Heute morgen haben wir schon geh\u00f6rt, dass sie das Zeugnis der Frauen, die das leere Grab gesehen und das Zeugnis der Engel geh\u00f6rt hatten, dass Jesus auferstanden ist, nicht angenommen, sondern als Geschw\u00e4tz abgetan hatten. Die Bibel verschweigt nicht die Probleme der J\u00fcnger, an die Auferstehung zu glauben, sondern berichtet offen dar\u00fcber, und wie Jesus ihnen half, Auferstehungsglauben zu ergreifen. Dabei half Jesus nicht nur den Aposteln. Im heutigen Text erfahren wir, wie der auferstandene Jesus zwei J\u00fcngern half, die entt\u00e4uscht wieder in ihr Dorf zur\u00fcckgingen. Wir nennen sie einfach die \u201eEmmaus-J\u00fcnger\u201c. Was ging in ihnen vor, als sie an jenem Sonntag nach Hause gingen, und wie half der auferstandene Jesu ihnen, aus ihren trostlosen Gedanken herauszukommen und die Tatsache der Auferstehung zu erkennen? Lasst uns aufmerksam zuh\u00f6ren und das begreifen! M\u00f6ge Gott auch jeden von uns damit segnen, die Auferstehung Jesu aufgrund der Schrift zu begreifen und neuen Auferstehungsglauben zu fassen!<\/p>\n<p><strong>I. \u201eWir aber hofften, er sei es \u2026\u201c (13-24)<\/strong><\/p>\n<p>Betrachten wir die Verse 13 und 14. Hier erfahren wir von zwei J\u00fcngern, die nach Emmaus gingen, das zwei Wegstunden von Jerusalem entfernt und vermutlich ihr Heimatdorf war. Die Zeitangabe \u201eam selben Tage\u201c meint den Ostersonntag, an dem Jesus auferstanden war. Vers 14 sagt uns, dass die zwei J\u00fcnger unterwegs nur ein Gespr\u00e4chsthema hatten, n\u00e4mlich die Ereignisse in Jerusalem, wo Jesus von ihren Oberen verurteilt und am Kreuz get\u00f6tet worden war. Warum war ihr Meister, der wie kein anderer gerecht war und nur Gutes getan hatte, zum Tod verurteilt und grausam get\u00f6tet worden? Wie konnte es sein, dass Jesus, der Worte des Lebens gesprochen hatte, die auch ihr Leben ver\u00e4ndert hatten, nun selbst vom Tod besiegt war und keinem mehr helfen konnte? Fragen \u00fcber Fragen, die sie qu\u00e4lten und auf die sie keine Antwort finden konnten, wie viel sie auch dar\u00fcber sprachen. Wie traurig m\u00fcssen sie gewesen sein, dass Jesus, den sie so geliebt hatten, am Kreuz get\u00f6tet worden war! Ihre Entt\u00e4uschung und Ratlosigkeit waren so gro\u00df, dass sie nun zur\u00fcck nach Hause gingen, wo sie nur ihr altes Leben wieder anfangen konnten, zu dem sie eigentlich nie mehr hatten zur\u00fcckkehren wollen. Als sie so in ihr Dorf zur\u00fcckgingen, waren ihre Schritte schwer und sie wurden von tiefer Traurigkeit und Ratlosigkeit \u00fcberschattet wie von schweren schwarzen Wolken.<\/p>\n<p>Aber wer kam zu ihnen, als sie so miteinander redeten? Vers 15 sagt: <strong>\u201eUnd es geschah, als sie so redeten und sich miteinander besprachen, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen.\u201c<\/strong> Der auferstandene Jesus kam zu ihnen und ging mit ihnen mit! Die Antwort auf alle ihre Fragen und ihre Traurigkeit kam in Person zu ihnen! Doch Vers 16 sagt: <strong>\u201eAber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht erkannten.\u201c<\/strong> Die J\u00fcnger konnten den auferstandenen Jesus nicht erkennen, nicht weil er vollkommen anders aussah als fr\u00fcher, sondern weil ihre Augen gehalten wurden. Was bedeutet das? Im Zusammenhang mit dem weiteren Text k\u00f6nnen wir sagen, dass ihre Augen unf\u00e4hig waren, den auferstandenen Jesus zu erkennen, weil sie in ihrem Herzen keinen Glauben an die Auferstehung hatten.<\/p>\n<p>Was tat Jesus, um diesen beiden J\u00fcngern zu helfen? Hat er sich ihnen offenbart, etwa indem er ihnen seine Wundmale an seinen H\u00e4nden und in seiner Seite zeigte? Nein. Um ihnen zu helfen, fing Jesus an, mit ihnen zu reden. Er fragte sie unverf\u00e4nglich: <strong>\u201eWas sind das f\u00fcr Dinge, die ihr miteinander verhandelt unterwegs?\u201c <\/strong>Als sie das h\u00f6rten, blieben sie traurig stehen und fragten ihn: <strong>\u201eBist du der Einzige unter den Fremden in Jerusalem, der nicht wei\u00df, was in diesem Tagen dort geschehen ist?\u201c<\/strong> Jesus fragte zur\u00fcck:<strong> \u201eWas denn?\u201c<\/strong> Da brach es aus ihnen heraus: <strong>\u201eDas mit Jesus von Nazareth, der ein Prophet war, m\u00e4chtig in Taten und Worten vor Gott und allem Volk;<\/strong><strong> <\/strong><strong>wie ihn unsre Hohenpriester und Oberen zur Todesstrafe \u00fcberantwortet und gekreuzigt haben.<\/strong><strong> <\/strong><strong>Wir aber hofften, er sei es, der Israel erl\u00f6sen werde. Und \u00fcber das alles ist heute der dritte Tag, dass dies geschehen ist\u201c<\/strong><strong> <\/strong>(19-21). Aus ihren Worten spricht ihre Liebe zu Jesus und die gro\u00dfe Erwartung und Hoffnung, die sie auf ihn gesetzt hatten, und die gro\u00dfe Entt\u00e4uschung, in die sie nach Jesu Tod gest\u00fcrzt waren. Sie hatten gehofft, dass Jesus Israel erl\u00f6sen werde; aber nun war er vor drei Tagen get\u00f6tet worden. Alle ihre Erwartungen eines gerechten, sinnvollen Lebens f\u00fcr Gott und ihre Hoffnung auf das Kommen des Reiches Gottes, die sie mit Jesus verkn\u00fcpft hatten, waren durch seinen Tod auf einen Schlag zerst\u00f6rt, wie eine kostbare Vase, die in tausend St\u00fccke gebrochen ist. Ihre Worte dr\u00fccken nur Traurigkeit und Verzweiflung und uns\u00e4gliche Schmerzen aus, die ihre Herzen erf\u00fcllten. Wenn wir uns in die J\u00fcnger und ihre Lage hineinversetzen, k\u00f6nnen wir sie gut verstehen. Aber wir m\u00fcssen feststellen, dass wir in ihren Worten keine Spur von Auferstehungsglauben finden.<\/p>\n<p>Es gibt so viele Menschen, die im Herzen tief traurig und verzweifelt sind wegen bestimmter Ungerechtigkeiten und Entt\u00e4uschungen, die sie im Leben erfahren haben. So viele sind verzweifelt, weil sie keine Perspektive und Hoffnung f\u00fcr ihr Leben haben. Wenn wir uns in ihre Lage versetzen, sind ihre Traurigkeit und Verzweiflung sehr verst\u00e4ndlich. Aber wir m\u00fcssen festhalten, dass der eigentliche Grund daf\u00fcr, dass sie in Traurigkeit, Entt\u00e4uschung und Verzweiflung bleiben, darin besteht, dass sie die Auferstehung Jesu nicht erkannt haben und ohne pers\u00f6nlichen Auferstehungsglauben leben.<\/p>\n<p>Hatten die Emmaus-J\u00fcnger von der Tatsache der Auferstehung Jesu nicht erfahren? Eindeutig doch! Denn sie sagen in den Versen 22-24: <strong>\u201e<\/strong><strong>Auch haben uns erschreckt einige Frauen aus unserer Mitte, die sind fr\u00fch bei dem Grab gewesen,\u00a0haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben eine Erscheinung von Engeln gesehen, die sagen, er lebe.\u00a0Und einige von uns gingen hin zum Grab und fanden&#8217;s so, wie die Frauen sagten; aber ihn sahen sie nicht.\u201c<\/strong> Sie hatten von der Botschaft der Engel geh\u00f6rt, dass Jesus auferstanden ist, und vom leeren Grab erfahren. Aber sie hatten diese Botschaft nicht angenommen, sondern blieben in ihrer eigenen Sicht der Dinge, in der die Auferstehung keine Rolle spielt, und in ihren traurigen Gef\u00fchlen. Bis hierhin ist die Geschichte von der Emmaus-J\u00fcngern eine traurige Geschichte. Soll das unsre Osterbotschaft sein? Nein!<\/p>\n<p><strong>II. \u201eMusste nicht Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?\u201c (25-35)<\/strong><\/p>\n<p>Wie half der auferstandene Jesus den ungl\u00e4ubigen und traurigen J\u00fcngern?  Betrachten wir Vers 25: <strong>\u201eUnd er sprach zu ihnen: O ihr Toren, zu tr\u00e4gen Herzens, all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben!\u201c <\/strong>Jesus seufzte, als er von den J\u00fcngern so viele Gedanken der Traurigkeit, der Verzweiflung und des Unglaubens h\u00f6rte; Jesus sagte spontan:<strong> \u201eO \u2026\u201c. <\/strong>Doch Jesus hatte nicht nur Mitleid mit ihnen. Seine Worte waren auch ein Tadel an sie. Jesus sagte:<strong> \u201eO ihr Toren\u201c<\/strong>. Jesu bezeichnete sie als \u201eTore\u201c, weil sie nicht all dem glaubten, was die Propheten geredet hatten. Nach diesem Wort bestand der Grund f\u00fcr ihre Traurigkeit darin, dass sie nicht dem glaubten, was die Propheten \u00fcber den Christus vorausgesagt hatten, insbesondere \u00fcber seinen Tod und seine Auferstehung. Die J\u00fcnger nahmen Jesu Tod aus ihrer eigenen Sicht wahr als eine Art tragischen Unfall, der nicht h\u00e4tte passieren sollen; und auch die Botschaft der Engel, dass Jesus auferstanden war, beurteilten sie nach ihren eigenen Gedanken als ein \u201ekann nicht sein\u201c. Aber sie w\u00e4ren jeweils zu einer ganz anderen Sicht gekommen, wenn sie den Worten Gottes durch die Propheten geglaubt und alles aus Gottes Sicht betrachtet h\u00e4tten. Wie ernst war das? Jesus nannte sie \u201eihr Toren\u201c. Das hei\u00dft, dass es kein kleiner Fehler war, sondern eine gro\u00dfe Dummheit ist, wenn man die Botschaft von Jesus, seinem  Wirken, seinem Tod und seiner Auferstehung blo\u00df aufgrund seiner eigenen Gedanken und Gef\u00fchle beurteilt, anstatt es aufgrund der Schrift zu betrachten und zu verstehen.<\/p>\n<p>In unserer Zeit gilt es als klug, alles mit seinem eigenen Verstand zu beurteilen. Aber in vielen Dingen ist es klug, dabei auf diejenigen zu h\u00f6ren, die in diesem Bereich Experten sind und dazu wirklich etwas zu sagen haben. Wer ein kompliziertes neuartiges Hightechger\u00e4t kauft, liest normalerweise in der Bedienungsanleitung der Hersteller nach, welche Funktionen es besitzt und wie man sie nutzt; wer darauf verzichtet, ist nicht unbedingt klug. Wenn jemand schwer krank wird und nur auf seine eigenen Gedanken vertraut, was es wohl sein k\u00f6nnte, aber nie deswegen zum Facharzt geht, verh\u00e4lt sich leichtsinnig. Aber wer den Sohn Gottes und sein Werk einfach aufgrund der eigenen Gedanken beurteilt, anstatt darauf zu achten, was Gott durch seine Propheten \u00fcber ihn vorausgesagt und erkl\u00e4rt hat, ist ein Tor.<\/p>\n<p>Warum  begingen die J\u00fcnger aber gerade diese gro\u00dfe Dummheit? Jesus sagt, dass sie zu tr\u00e4gen Herzens waren, all dem zu glauben, was die Propheten \u00fcber den Christus gesagt hatten. Das hei\u00dft dass sie eigentlich von den Prophezeiungen \u00fcber das Leiden und die Herrlichkeit des Christus wussten, es aber nicht in ihrem Herzen angenommen hatten, weil ihr Herz zu tr\u00e4ge war zu glauben.<\/p>\n<p>Was macht das Herz zu tr\u00e4ge dazu, an Gottes Worte zu glauben? Die Tr\u00e4gheit des Herzens kann verschiedene Ursachen haben. Zum Beispiel wird unser Herz zu tr\u00e4ge zu glauben, wenn wir geistlich faul sind und uns keine oder zu wenig M\u00fche geben, Gottes Wort zu h\u00f6ren und sie pers\u00f6nlich anzunehmen. Unser Herz wird auch tr\u00e4ge zu glauben, wenn es voll mit menschlichen Gedanken oder weltlichen W\u00fcnschen ist und kaum Raum hat f\u00fcr den geistlichen Wunsch, die Wahrheit zu erkennen und danach zu leben. So wie unser K\u00f6rper tr\u00e4ge wird, wenn wir l\u00e4ngere Zeit keinen Sport machen, so wird unser Herz tr\u00e4ge, wenn wir nicht \u00fcben, das Wort Gottes zu h\u00f6ren und pers\u00f6nlich anzunehmen. Daher sollen wir unser Herz immer trainieren, Gottes Worte zu h\u00f6ren und sie pers\u00f6nlich anzunehmen, sodass es immer geistlich fit bleibt. Vor allem sollen wir nicht tr\u00e4ge sein, die Botschaft von Jesu herrlicher Auferstehung zu glauben.<\/p>\n<p>Der auferstandene Jesus belie\u00df es nicht dabei, die J\u00fcnger wegen ihres tr\u00e4gen Herzens zu tadeln. Er half ihnen, indem er ihnen eine Frage stellte. Betrachten wir Vers 26: <strong>\u201eMusste nicht Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?\u201c<\/strong> Mit dieser Frage machte Jesus ganz klar, dass die Gedanken der J\u00fcnger, die bisher Jesu Leiden als eine Folge der Fehlentscheidung ihrer Oberen verstanden und an die Auferstehung gar nicht geglaubt hatten, ganz verkehrt war. Sie sollten durch die Worte der Propheten erkennen, dass es hatte gar nicht anders passieren k\u00f6nnen, als dass Christus dies erleiden und auferstehen musste, um zur Herrlichkeit einzugehen.<\/p>\n<p>Wie half er ihnen dabei, zu dieser Einsicht zu kommen und dadurch den Glauben der Auferstehung zu ergreifen? Vers 27 sagt: <strong>\u201eUnd er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in der ganzen Schrift von ihm gesagt war.\u201c<\/strong> Jesus fing mit ihnen ein gr\u00fcndliches Bibelstudium an. Der Text war nicht nur ein Kapitel, sondern die ganze damalige Bibel von 1. Mose bis Maleachi. Wir wissen nicht genau, welche Stellen Jesus mit ihnen betrachtete, aus denen hervorgeht, dass der Christus leiden und zur Herrlichkeit eingehen w\u00fcrde. Tats\u00e4chlich gibt es sehr viele Stellen, die Jesu Kommen, sein Leiden und Sterben und seine ewige Herrlichkeit voraussagen. Schon in 1. Mose 3,15 hei\u00dft es, dass der Nachkomme der Frau der Schlange den Kopf zertreten w\u00fcrde, die ihn in die Ferse stehen w\u00fcrde, womit das Leiden und der herrliche Sieg Jesu \u00fcber den Widersacher vorausgesagt ist. David sagt an verschiedenen Psalmen sein Leiden voraus (z.B. in Psalm 22,13.18). Der Prophet Jesaja sagt sp\u00e4ter sein Leiden so voraus: \u201e<strong>Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn f\u00fcr nichts geachtet. <\/strong><strong>\u2026<\/strong><strong> <\/strong><strong>Aber er ist um unsrer Missetat<\/strong> <strong>willen verwundet und um unsrer S\u00fcnde willen zerschlagen.<\/strong> <strong>\u2026\u201c <\/strong><strong>(Jes 53,3.5). <\/strong>David sagt auch die k\u00fcnftige Herrlichkeit des Christus voraus: <strong>\u201eDer <\/strong><strong>Herr<\/strong><strong> sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner F\u00fc\u00dfe mache\u201c<\/strong> (Ps 110,1). An anderer Stelle sagt Jesaja voraus, dass seine Herrschaft gro\u00df werden und dass es unendlichen Frieden auf seinem Thron und in seinem K\u00f6nigreich geben wird, das er bis in Ewigkeit mit Recht und Gerechtigkeit erhalten wird (Jes 9,6). Wir wissen nicht genau, welche Prophezeiungen Jesus ihnen noch erkl\u00e4rte. Aber Jesus erkl\u00e4rte den J\u00fcngern aufgrund der Schrift, dass der Christus so leiden und auferstehen und zur Herrlichkeit eingehen musste, weil Gott dies genau so geplant und durch seine Propheten vorausgesagt hatte. Anders gesagt musste  Jesus bis zum Tod leiden, weil dies der einzige Weg war, um unsere S\u00fcnden zu s\u00fchnen und uns von unserer Schuld zu erl\u00f6sen! Jesus musste auferstehen und in seine Herrlichkeit eingehen, weil Gott allm\u00e4chtig ist und unm\u00f6glich sich vor dem Tod  geschlagen gibt und weil er uns nur so den Sieg \u00fcber die S\u00fcnde und den Tod geben konnte. Dank sei Gott f\u00fcr Jesus, der uns durch sein Leiden und seine Auferstehung die Erl\u00f6sung gibt!<\/p>\n<p>Betrachten wir weiter den Text. Als sie nahe an das Dorf kamen, in das sie gehen wollten, stellte Jesus sich, als ob er weitergehen wollte. Offenbar war das Bibelstudium beendet. Da n\u00f6tigten sie ihn und sagten: <strong>\u201eBleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt.\u201c<\/strong> Sie hatten Jesus zwar noch nicht erkannt; aber das Bibelstudium und die Gemeinschaft mit ihm gaben ihnen offenbar so viel Einsicht, Trost und Freude, dass sie sich nicht von ihm trennen wollten. Deshalb luden sie ihn mit sch\u00f6nen Worten und mit dem Argument ein, dass es schon Abend wurde und er sowieso irgendwo \u00fcbernachten musste. Jesus ging mit ihnen hinein.<\/p>\n<p>Was passierte, als er sich zum Abendessen mit ihnen an den Tisch setzte? Die Verse 30 und 31 berichten: <strong>\u201eUnd es geschah, als er mit ihnen zu Tisch sa\u00df, nahm er das Brot, dankte, brach\u2019s und gab\u2019s ihnen. Da wurden ihre Augen ge\u00f6ffnet, und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen.\u201c <\/strong>Wir wissen nicht, ob Jesus eine ganz bestimmte Art hatte, Brot zu brechen und zu verteilen, was er fr\u00fcher unz\u00e4hlige Male f\u00fcr sie getan hatte. Oder ob beim Brotbrechen zum ersten Mal Jesu Wundmale an seinen H\u00e4nden sichtbar wurden. Aber als Jesus das Brot nahm, dankte und es brach und ihnen gab, erkannten sie ihn als den  auferstandenen Christus. Wie froh m\u00fcssen sie gewesen sein, als ihnen klar wurde, dass Jesus auferstanden ist und lebt und dass er es war, der die ganze Zeit mit ihnen redeten. Jesus hatte den Tod besiegt! Ihr Glaube und ihre Nachfolge waren nicht verkehrt gewesen, und alle seine Worte sich erf\u00fcllten sich nun. Schlagartig verschwanden die Traurigkeit und Verzweiflung und alle dunklen Gedanken aus ihrem Herzen und sie wurden mit dem Licht der Auferstehung wie mit hellem Sonnenschein erf\u00fcllt! Als sie den auferstandenen Jesus erkannten, verschwand er vor ihnen. Aber in ihnen blieb die Erkenntnis der herrlichen Auferstehung wie Sonnenlicht.<\/p>\n<p>Was war ihre spontane Reaktion? Sie sagten:<strong> \u201eBrannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift \u00f6ffneten?\u201c<\/strong> (32) Sie erinnerten sich sofort an ihr Bibelstudium mit Jesus, bei dem ihr Herz gebrannt hatte, und sie verstanden nun warum. Seit etwa ein bis zwei Stunden waren sie mit dem auferstandenen Jesus zusammen gewesen und hatten ihn gesehen. Aber erst ihr Studium der Schrift hatte ihnen die Grundlage und die Voraussetzung daf\u00fcr gegeben, dass sie in ihm den auferstandenen Christus erkennen konnten. \u2013 Viele sagen, dass sie an die Auferstehung Jesu nicht glauben k\u00f6nnten, weil sie den auferstandenen Jesus nicht gesehen haben. Doch durch die Art und Weise, wie Jesus den J\u00fcngern half, ihn als den Auferstandenen zu erkennen, wird klar: ob Menschen an die Auferstehung glauben, h\u00e4ngt nicht entscheidend davon ab, ob sie mit ihren Augen den auferstandenen Jesus gesehen haben oder nicht, sondern vielmehr davon, wie gut sie die Schrift verstanden haben.<\/p>\n<p>Wie reagierten die J\u00fcnger, nachdem sie die Tatsache der Auferstehung Jesu erkannt hatten? Obwohl es schon anfing dunkel zu werden, standen sie zur selben Stunde auf und kehrten nach Jerusalem zur\u00fcck, weil sie die herrliche Auferstehungsbotschaft so schnell wie m\u00f6glich weitersagen wollten. Dass sie aufstanden und nach Jerusalem zur\u00fcckgingen, zeigt anschaulich ihre innere Ver\u00e4nderung und neue Kraft, die sie durch den Auferstehungsglauben empfingen. Als sie nach Jerusalem kamen, fanden sie die elf Apostel versammelt und die anderen J\u00fcnger, die bei ihnen waren. Bevor sie ihnen alles erz\u00e4hlten konnten, sagten diese zu ihnen: <strong>\u201eDer Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen.\u201c<\/strong> Der auferstandene Jesus war inzwischen auch Simon Petrus erschienen, sodass auch die Apostel und die bei ihnen die Tatsache der Auferstehung erfasst hatten. Jetzt erz\u00e4hlten auch die beiden, was auf dem Weg passiert war und wie sie den auferstandenen Jesus erkannt hatten, als er das Brot brach. Auf diese Weise erm\u00f6glichte Gott den beiden J\u00fcngern eine wunderbare Begegnung mit dem auferstandenen Jesus und half gleichzeitig den Aposteln, die Ersten unter den J\u00fcngern zu bleiben.<\/p>\n<p>Wir haben heute betrachtet, wie der auferstandene Jesus zwei J\u00fcngern geholfen hat, die Tatsache der Auferstehung zu erfassen, indem er ihnen die Schrift erkl\u00e4rte, bis sie ihn erkennen konnten. M\u00f6ge Gott jedem von uns helfen, durch die Bibel klar zu verstehen, dass Jesus Christus leiden und auferstehen und in seine Herrlichkeit eingehen musste! M\u00f6ge jeder dadurch den Auferstehungsglauben fest ergreifen und dem auferstandenen Jesus t\u00e4glich neu begegnen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Der auferstandene Jesus hilft zwei J\u00fcngern, an seine Auferstehung zu glauben \u201eMusste nicht Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?\u201c (Lk 24,26) Frohe, gesegnete Ostern! Heute feiern die Christen in der ganzen Welt, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. 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