{"id":1428,"date":"2011-04-03T12:11:08","date_gmt":"2011-04-03T11:11:08","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1428"},"modified":"2023-01-29T21:17:45","modified_gmt":"2023-01-29T20:17:45","slug":"predigt-matthaus-51-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-matthaus-51-8\/","title":{"rendered":"Predigt: Matth\u00e4us 5,1 &#8211; 8"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Mt-51-8.doc\">Download<\/a><\/strong><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Die Seligpreisungen<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eSelig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(3)<\/p>\n<p>Letzte Woche haben wir den Beginn der messianischen Wirksamkeit Jesu in Galil\u00e4a studiert. Das Reich Gottes war nahe herbeigekommen. Jesus berief seine ersten J\u00fcnger und eine Erweckungsbewegung entstand in Syrien, Galil\u00e4a, den Zehn St\u00e4dten, Jerusalem, Jud\u00e4a und jenseits des Jordans. Durch Jesus erlebten die Menschen eine andere Welt. Sie erlebten, wie das Reich Gottes kam und sich unter ihnen ausbreitete. Als Jesus anfing zu wirken, ver\u00e4nderte sich die Welt. Nichts war mehr wie zuvor.<\/p>\n<p>Heute beginnen wir mit der Bergpredigt Jesu. Jesus begann seine Bergpredigt, weil das gerade angebrochene Reich Gottes erste Fr\u00fcchte brachte und diese sollten heranreifen. Jesus begann seine Bergpredigt mit den Seligpreisungen, von denen wir heute die ersten 6 betrachten. Die Seligpreisungen zeigen uns den grundlegenden Willen Gottes. Selig sein bedeutet gl\u00fcckselig oder gl\u00fccklich sein. Hierdurch kommt der Wille Gottes f\u00fcr uns mit unmissverst\u00e4ndlicher Klarheit zum Ausdruck. Gott will, dass wir selig sind. Gott will, dass wir gl\u00fcckselig sind. Gott will, dass wir ein gl\u00fcckliches Leben f\u00fchren. Nichts anderes m\u00f6chte Gott von uns und f\u00fcr uns; in dieser Welt, wie auch in der Ewigkeit. Du und ich wollen auch nichts anderes als ein wahrhaft gl\u00fcckliches Leben zu f\u00fchren, jetzt und hier, heute, morgen und \u00fcbermorgen, bis in Ewigkeit. Gott segne unser Studium seines Wortes reichlich. Er schenke uns allen sein wahrhaftiges Wort.<\/p>\n<p>Wie kam Jesus dazu, seine ber\u00fchmte Bergpredigt zu halten? Betrachten wir Verse 1 und 2:<strong> \u201eAls er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzt sich; und seine J\u00fcnger traten zu ihm. Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach\u201c.<\/strong> Durch Kapitel 4 haben wir erfahren, dass eine gro\u00dfe Menge zu Jesus gekommen war. Haupts\u00e4chlich handelte es sich um Menschen mit geistlichen und k\u00f6rperlichen Leiden. Sie waren besessen, monds\u00fcchtig, gel\u00e4hmt usw. Jesus hatte ihnen geholfen und sie gesund gemacht. Doch die Menschen gingen nicht nachhause. Die Menschen suchten Jesus nach wie vor. Sie wollten bei ihm bleiben. Sie hatten ein Licht in ihrer ansonsten finsteren Welt gesehen. Sie hatten das Reich Gottes geschmeckt. Und sie konnten nicht von Jesus, der Lichtquelle, lassen.<\/p>\n<p>Welche Gemeinsamkeiten haben wir mit dem Volk aus dem Text? Auch wir haben das eine oder andere Problem im Leben. Auch wir sind in mancher Hinsicht hilfsbed\u00fcrftig. Auch wir ben\u00f6tigen die Hilfe Jesu. Das Volk hatte einen sehr langen Weg hinter sich gelegt, um zu Jesus zu kommen. Viele von uns haben es nicht weit zum Zentrum. F\u00fcr einige ist es nur ein Katzensprung, manche m\u00fcssen nur den Hof \u00fcberqueren, andere die Treppe herunterlaufen und der Rest von uns ist sehr mobil. Aber ob mit kurzer oder langer Strecke, sind wir auch gekommen, um Jesu Wort zu h\u00f6ren, genauso wie das Volk im Text.<\/p>\n<p>Was tat Jesus, als die Menschen zusammenkamen? Vielleicht war es fr\u00fcher Morgen. Jesus stand auf, drehte sich um und sah das Volk. Er sah das Volk vor sich. Sie waren \u00fcberall. Sie warteten und sahen Jesus erwartungsvoll an. Welche Entscheidung traf Jesus? Jesus entschied, dem Volk zu helfen aber nicht irgendwie. Dieses Mal machte Jesus niemanden gesund, er gab auch keinem etwas zu essen. Jesus wollte den Menschen auf andere, auf bestm\u00f6gliche Weise helfen. Also ging er auf einen Berg und setzte sich. Als er das tat, traten seine J\u00fcnger zu ihm. Daraufhin muss auch das Volk Jesus gefolgt sein und sich auf den Berg begeben haben. Ein Sitzplatz auf dem Berg bot Jesus die M\u00f6glichkeit auf effektive Weise zum angesammelten Volk zu reden. Und das tat Jesus auch. Er tat seinen Mund auf, lehrte und sprach das g\u00f6ttliche Wort zu seinen J\u00fcngern und dadurch zum ganzen Volk.<\/p>\n<p>Wie begann Jesus seine Bergpredigt? Lesen wir Vers 3: <strong>\u201eSelig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.\u201c<\/strong> Wie wir wissen, bedeutet Selig sein hier gl\u00fcckselig oder gl\u00fccklich zu sein. Jesus lehrt also den Weg des gl\u00fccklichen Lebens. Und das ist der grundlegende Wille Gottes f\u00fcr uns, den wir \u00fcberall in der Bibel erfahren.<\/p>\n<p>Was muss in den Menschen vorgegangen sein, als sie die ersten Worte Jesu vernahmen? Sie erfuhren das Thema. Es ging um Seligpreisungen. Selig sein? Wer ist selig? Ich ganz bestimmt nicht. Ich bin sehr arm und habe viele Probleme, bin krank, habe wenig zu essen aber daf\u00fcr viele Sorgen. Ich muss jede Woche f\u00fcr mehrere Arbeiten lernen, k\u00f6nnten Priska und David sagen. Ich muss jeden Tag nach Frankfurt um zu arbeiten, k\u00f6nnten M. Marek, M. Josef und andere Mitarbeiter sagen. Ich habe ein Kind, um das ich mich k\u00fcmmern muss, k\u00f6nnten M. Rebekka und M. Petra sagen. Das ist doch nichts, ich habe Zwillinge, k\u00f6nnte M. Livka einwerfen. Ich habe sogar 3 Kinder, k\u00f6nnte H. Brigitte kontern. Und M. Maria hat sogar noch mehr Kinder. Selig sind bestimmt die anderen, die viel mehr Zeit und weniger Sorgen haben. Das dachten sich wohl auch die damaligen Menschen. Andere f\u00fchren ein viel besseres Leben. Die geistlichen Leiter z.B., die alles wissen und kostbare Gew\u00e4nder tragen und \u00fcberall auf den M\u00e4rkten begr\u00fc\u00dft und respektiert werden. Aber ich, ich bin nur ein einfacher Mensch.<\/p>\n<p>Doch Jesus fuhr fort und verband wahres Gl\u00fcck mit etwas Unerwartetem, mit einer \u00dcberraschung, n\u00e4mlich mit geistlicher Armut. Und die \u00dcberraschung war gro\u00df, denn Jesus pries nicht die geistliche Elite f\u00fcr selig. Die damalige Zeit war zwar unheimlich religi\u00f6s aber dennoch ziemlich ungeistlich. 400 Jahre lang hatte es keine geistliche Offenbarung gegeben. In dieser Zeit hatte sich eine religi\u00f6se Elite entwickelt. Sie waren Schriftgelehrte, Pharis\u00e4er und Sadduz\u00e4er. Diese lebten anders als das einfache Volk. Sie f\u00fchrten ein extremes religi\u00f6ses Leben und hielten sich f\u00fcr besser als die anderen. Sie f\u00fchlten sich \u00fcberlegen, Gott nah und richteten das Volk. Sie waren quasi geistlich reich und benahmen sich dementsprechend hochn\u00e4sig. Doch solche Menschen sprach Jesus nicht f\u00fcr selig. Warum ist das so? Wir wollen dazu ein Gleichnis Jesu betrachten.<\/p>\n<p>Im Lukasevangelium lesen wir \u00fcber Jesus: \u201eEr sagte aber zu einigen, die sich anma\u00dften, fromm zu sein, und verachteten die andern, dies Gleichnis: Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharis\u00e4er, der andere ein Z\u00f6llner. Der Pharis\u00e4er stand f\u00fcr sich und betete so: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die andern Leute, R\u00e4uber, Betr\u00fcger, Ehebrecher oder auch wie dieser Z\u00f6llner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme.\u201c  Dieser Pharis\u00e4er platzte beinahe vor Stolz. Er schwamm nahezu in geistlichem Reichtum. Er war geistlich so reich, dass er \u00fcberhaupt nicht in der Lage war zu beten, weswegen er eigentlich in den Tempel gegangen war. Vielmehr hielt er eine Lobesrede \u00fcber sich selbst. Jesus erz\u00e4hlt weiter: \u201eDer Z\u00f6llner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir S\u00fcnder gn\u00e4dig!\u201c Der Z\u00f6llner war ganz anders. Er konnte nichts vorweisen. Geistlich gesehen war er v\u00f6llig blank. Weil er sich seiner geistlichen Armut bewusst war, konnte er ein richtiges Gebet sprechen und Bu\u00dfe f\u00fcr seine S\u00fcnden tun. Der Z\u00f6llner bettelte um Gnade. Jesus erz\u00e4hlt weiter: \u201eIch sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener.\u201c (Lk 18,8-14) Der geistlich reiche braucht Gottes Gnade nicht. Er badet sich in vermeidlicher Selbstgerechtigkeit. Doch der geistlich arme ist sich seiner Lage bewusst. Er hat sich selbst im Lichte Gottes erkannt, kennt seine Hilflosigkeit und ist auf die einseitige Gnade Gottes angewiesen. Er kann kein unbedachtes und gedankenloses Leben f\u00fchren, weil ihn seine geistliche Armut schmerzt. Mit gro\u00dfer Sehnsucht und Hingabe sucht er Gottes Gegenwart und bettelt um Gnade.<\/p>\n<p>Wir erfahren somit, dass geistliche Armut Ausdruck unserer Haltung vor Gott ist. Der geistlich arme erniedrigt sich bis geht nicht mehr und fleht Gott um Gnade an.<\/p>\n<p>Sowohl das Volk, als auch die J\u00fcnger Jesu, die Teil des einfachen Volkes waren, wurden gerade durch Jesu Wort angesprochen. Sie konnten sich mit dem Wort Jesu identifizieren. Stimmt, ich bin geistlich sehr arm. Aber gerade deshalb kann ich ein seliges Leben f\u00fchren. Im Vergleich zur religi\u00f6sen Elite bin ich ungebildet und besitze nur einen kleinen Bruchteil ihres Wissens. Doch Jesus bezeichnete gerade Menschen wie mich, Menschen die geistlich arm sind, als selig. In den Zuh\u00f6rern muss ein Licht aufgegangen sein. Ich kann \u00fcberhaupt nichts vorweisen. Aber eines kann ich tun, ich kann Gott anflehen.<\/p>\n<p>Was verhei\u00dft Jesus den geistlich armen?<strong> \u201eSelig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.\u201c<\/strong> Obwohl geistliche Armut mit gewissen Schmerzen der Hilflosigkeit verbunden ist, macht sie uns selig, denn wir erlangen die Verhei\u00dfung des Himmelreiches.<\/p>\n<p>Welche Bedeutung hat dieser Vers f\u00fcr unser Leben? Sollen wir aufh\u00f6ren geistlich zu wachsen, damit wir geistlich \u00e4rmer werden? Sollen wir unser Bibelstudium reduzieren, weil wir sonst zu reich werden k\u00f6nnten? Was sollen wir tun? So ist das nicht gemeint. Wir sollen die richtige Haltung aufbringen. Ein Mensch ist von sich aus nicht in der Lage seine geistliche Armut zu erkennen. Von Natur aus haben Menschen ein positives Bild von sich. Doch je besser wir Gott kennen lernen und je mehr Zeit wir mit ihm verbringen, je heiliger und geistlicher wir also werden, umso mehr erkennen wir unsere geistliche Armut, dass wir in Wirklichkeit mit leeren H\u00e4nden vor Gott stehen und nichts vorweisen k\u00f6nnen. Lasst uns in Demut ein flehentliches Gebetsleben vor Gott f\u00fchren.<\/p>\n<p>Ein Bespiel liefert uns St. Augustin. In seinen Bekenntnissen berichtet er vor seinem Leben. Als junger Mann war er sehr erfolgreich im Studium und im Beruf aber wenig gl\u00fccklich, weil Gottes Reich in seinem Herzen fehlte. Als er zum Glauben kam und sich zu Gott bekehrte, wurde er sich seiner geistlichen Armut Jahr um Jahr immer bewusster. Also wandte er sich umso st\u00e4rker zu Gott und fing an ein umso intensiveres Glaubensleben zu f\u00fchren. Er schreibt: \u201eUnruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir, o Herr\u201c. Seine Bekenntnisse sind ein Zeugnis seiner gro\u00dfen geistlichen Armut, doch zugleich das Zeugnis eines Menschen, der aufgrund dieser Tatsache dem\u00fctig die N\u00e4he Gottes suchte.<\/p>\n<p>Gerade unsere geistliche Armut ist der Schl\u00fcssel zur Seligkeit, der Weg zum Himmelreich. M\u00f6ge unsere geistliche Armut uns jeden in die Arme Gottes treiben, bis wir eines Tages ins ewige Himmelreich auferstehen.<\/p>\n<p>Wer ist noch selig? Betrachten wir Vers 4:<strong> \u201eSelig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getr\u00f6stet werden.\u201c<\/strong> Es gibt viele Formen des Leides, genauso wie es viele Ursachen zur Entstehung des Leides gibt. Leiden jeglicher Art empfinden wir als unsch\u00f6n. Sie sind unbequem und unbeliebt. Leiden scheinen Hauptursache f\u00fcr fehlendes Gl\u00fcck zu sein. Am schlimmsten sind Leiden, die aufgrund unserer S\u00fcnde hervorgerufen werden. Unser Fleisch ist schwach und bietet der S\u00fcnde viel Raum. Dementsprechend gro\u00df ist unser Leiden. Und weil wir Christen uns mit dem Wort Gottes auseinandersetzen, haben wir ein gr\u00f6\u00dferes Bewusstsein f\u00fcr unsere Schuld. Au\u00dferdem f\u00fchrt unser konsequentes Glaubensleben zus\u00e4tzliche Leiden mit sich. Wir geben uns f\u00fcr andere Menschen hin, doch ohne dass unsere Liebe honoriert wird. Wir Christen leiden also mehr als andere Menschen. F\u00fchren wir somit ein ungl\u00fccklicheres Leben im Vergleich zur Welt?<\/p>\n<p>Erneut \u00fcberrascht Jesus mit seinem Wort.<strong> \u201eSelig sind, die da Leid tragen\u201c<\/strong>. Menschen die unter ihrer S\u00fcnde leiden sind nicht verflucht, sondern selig. Sie befinden sich auf dem Weg des Gl\u00fccks. Wir haben unsere S\u00fcnde erkannt und wir haben uns f\u00fcr die Umkehr entschieden. Das ist die Voraussetzung, damit das Himmelreich Zugang in unser Herz finden kann.<\/p>\n<p>Welche Verhei\u00dfung empfangen diejenigen, die Leid tragen?<strong> \u201eSelig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getr\u00f6stet werden.\u201c<\/strong> Das galt sowohl f\u00fcr die Menschen damals wie auch f\u00fcr uns heute. Zu unseren Lebzeiten werden wir durch die Vergebungsgnade unseres Herrn Jesus getr\u00f6stet. Er hat all unsere S\u00fcnden, Leiden und Schmerzen auf sich genommen, damit wir frei werden. Dieser geistliche Trost ist sehr wertvoll und unersetzlich. Kein Mensch, kein Hobby, kein Gegenstand kann diesen geistlichen Trost ersetzen. Nach unserer Auferstehung erlangen wir schlie\u00dflich den vollkommenen Trost Gottes, wor\u00fcber es hei\u00dft: <strong>\u201eund Gott wird abwischen alle Tr\u00e4nen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.\u201c (Offb 21,4)<\/strong> Wir erfahren, dass wir als Christen, trotz erh\u00f6hter Leiden, selig sind, weil wir getr\u00f6stet werden.<\/p>\n<p>Wer ist noch selig? Betrachten wir Vers 5: <strong>\u201eSelig sind die Sanftm\u00fctigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.\u201c<\/strong> Jesu Wort ist wirklich \u00fcberraschend. Die damaligen Menschen aber auch wir k\u00f6nnten meinen, es w\u00e4re genau umgekehrt. Die dominanten, die sich durchsetzen k\u00f6nnen, die machtgierigen, sind diejenigen, die in der Welt etwas erreichen und das Erdreich besitzen. Ein Beispiel waren die damaligen r\u00f6mischen Kaiser, die mit dem Schwert das Erdreich in Besitz nahmen.<\/p>\n<p>Doch Jesu Wort steckt voller Wahrheit. Die Sanftm\u00fctigen sind die seligen, weil sie das Erdreich besitzen werden. Welche biblische Beispiele best\u00e4tigen Jesu Wort? Ein Beispiel liefert uns der Vergleich zwischen Abraham und Lot. Lot wollte sich von Abraham trennen und suchte sich das beste Gebiet aus. Der sanftm\u00fctige Abraham nahm das was Lot nicht haben wollte. Doch w\u00e4hrend Lot alles verlor bekam Abraham das verhei\u00dfene Land.<\/p>\n<p>Ein anderes Beispiel liefern uns Isaak und die Philister. Die Philister zankten und stritten sich mit Isaak und nahmen ihm seine Brunnen weg. Doch Isaak war sanftm\u00fctig und lie\u00df sie gew\u00e4hren und zog einfach weiter und grub andere Brunnen, bis er Ruhe fand und Gott ihn zum Erben des verhei\u00dfenen Landes machte.<\/p>\n<p>Ein anderes Beispiel finden wir bei David und Saul. Saul war aggressiv und klammerte sich an seine Macht. Mit allen Mitteln suchte er David zu t\u00f6ten. Doch David war sanftm\u00fctig und verschonte ihn und floh, anstatt zu k\u00e4mpfen. Schlie\u00dflich machte Gott ihn zum K\u00f6nig \u00fcber ganz Israel.<\/p>\n<p>Jesu Wort gilt auch in unserer sogenannten Ellenbogengesellschaft. Die Sanftm\u00fctigen werden das Erdreich besitzen. Bestimmt werden einige von uns die Erf\u00fcllung dieser Verhei\u00dfung erfahren, wenn auch nicht alle. Der Rest von uns wird die Erf\u00fcllung dieser Verhei\u00dfung in der Ewigkeit erleben. So k\u00f6nnen wir unsere Hoffnung auf das Wort in der Offenb. setzen, in der ein neuer Himmel und eine neue Erde verhei\u00dfen wird und wir als Erben eingesetzt werden (Offb. 21,1). Gott bewirke in uns Sanftmut und somit die Seligkeit. Vorbild ist unser Herr Jesus selbst, der sanftm\u00fctig und von Herzen dem\u00fctig ist (Mt. 11,29).<\/p>\n<p>Was lehrt uns Jesus weiter \u00fcber die Seligkeit? Vers 6 lautet: <strong>\u201eSelig sind, die da hungert und d\u00fcrstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.\u201c<\/strong> Es gibt viele Menschen, die nur auf ihre pers\u00f6nliche Bereicherung und ihren pers\u00f6nlichen Vorteil fokussiert sind und es mit den Regeln und Gesetzen nicht so genau nehmen. Ihre Gier endet nicht selten in Opportunismus. Doch dieser Lebensstiel macht uns nicht gl\u00fccklich. Unser Herr lehrt: \u201eSelig sind, die da hungert und d\u00fcrstet nach der Gerechtigkeit\u201c.<\/p>\n<p>In Bezug auf Gerechtigkeit f\u00fchrt kein Weg an Gott vorbei, denn schlie\u00dflich ist Gott Stifter der wahren Gerechtigkeit. Von Gott kommen die 10 Gebote. Gott lehrt uns, dass wir ihn allein anbeten sollen und dass wir unsere n\u00e4chsten nicht bel\u00fcgen, betr\u00fcgen und schlecht behandeln sollen. Selig sind wir, wenn f\u00fcr uns die Gerechtigkeit, also ein Lebenswandel nach dem Willen Gottes, nicht nur bedeutsam ist, sondern so wichtig wie unsere allt\u00e4gliche Nahrung. Selig sind wir, wenn wir nach der Gerechtigkeit hungern und d\u00fcrsten.<\/p>\n<p>Was wird uns wiederfahren, wenn wir nach der Gerechtigkeit hungern und d\u00fcrsten? Unser Herr lehrt: \u201edenn sie sollen satt werden.\u201c Wir sind wahrhaft gesegnet und gl\u00fccklich, wenn wir ein Leben nach dem Willen Gottes anstreben. Gott wird unseren geistlichen Hunger und Durst stillen und uns satt machen. Wir werden v\u00f6llige Erf\u00fcllung und v\u00f6lliges Gl\u00fcck erfahren. Gott segne uns auf diesem Weg!<\/p>\n<p>Wie werden wir noch selig? Vers 7 lautet:<strong> \u201eSelig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.\u201c<\/strong> Wir sind selig, wenn wir barmherzig sind. Barmherzigkeit ist eine wichtige biblische Tugend und eine Charaktereigenschaft Gottes. Sie bedeutet ein Herz f\u00fcr andere Menschen zu haben und Menschen im Herzen zu tragen und ihnen zu helfen. Jesus selbst ist uns Vorbild. Er hatte ein Herz f\u00fcr das Volk. Sie jammerten ihn. Und er hat ihnen geholfen. Jesus lehrte ihnen das g\u00f6ttliche Wort, damit ihre trostlosen Seelen die Herrlichkeit Gottes erfahren und das Reich Gottes empfangen konnten. Jesus heilte die Menschen und gab ihnen zu essen. Jesus war ein Hirte f\u00fcr das Volk. Schlie\u00dflich gab er sein Leben f\u00fcr die Errettung hin. Diese Lebensweise sollen wir als J\u00fcnger Jesu nachahmen. Das macht uns gl\u00fccklich, denn unser Herr lehrt: \u201edenn sie werden Barmherzigkeit erlangen.\u201c Barmherzigkeit ist eine Lebensweise, die Gottes Herz ungemein ber\u00fchrt. Wenn Gott sieht, dass wir barmherzig sind und die Menschen annehmen, f\u00fcr sie beten und Gottes Wort lehren, dann wird er uns die F\u00fclle seiner Barmherzigkeit zukommen lassen. M\u00f6ge Gott uns zu Menschen machen, die ein erbarmendes Herz f\u00fcr andere haben. M\u00f6ge Gott uns zum Segen f\u00fcr seine verlorenen Schafe machen. Gott bewirke Barmherzigkeit in uns.<\/p>\n<p>Was lehrt uns Jesus am Ende des heutigen Textes \u00fcber ein seliges Leben? Lesen wir Vers 8: <strong>\u201eSelig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.\u201c<\/strong> Menschen mit reinem Herzen sind selig, denn sie werden Gott schauen. Wie ist es allerdings m\u00f6glich, reinen Herzens zu sein? Gibt es Menschen, die mit reinem Herzen auf die Welt kommen und sich von anderen unterscheiden? \u00dcber das Herz eines jeden Menschen sagt Jesus: \u201eDenn aus dem Herzen kommen b\u00f6se Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, L\u00e4sterung. Das sind die Dinge, die den Menschen unrein machen.\u201c Von Natur aus kann niemand ein reines Herz vorweisen und Gott schauen. Wie k\u00f6nnen wir dann selig und reinen Herzens sein und Gott schauen? Im Johannesevangelium sprach Jesus zu seinen J\u00fcngern: \u201eIhr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe.\u201c Die Reinheit des Herzens ist nicht angeboren. Sie ist ein ver\u00e4nderter Zustand. Eine Ver\u00e4nderung, die durch das Wort Jesu geschieht.<\/p>\n<p>Das Wort Jesu ist f\u00fcr uns von existenzieller Bedeutung. Sie vermittelt uns die Wahrheit \u00fcber Gott, \u00fcber uns selbst und \u00fcber die Welt. Sie \u00fcberf\u00fchrt uns unserer S\u00fcnden und fordert uns zur Umkehr auf. Sie reinigt unsere Herzen. Selig sind wir, wenn Jesus unsere Herzen reinigt. Selig sind wir, denn wir werden Gott schauen.<\/p>\n<p>Es hat wahrscheinlich nie eine gr\u00f6\u00dfere Sehnsucht in der gesamten Menschheitsgeschichte gegeben, als Gott zu schauen. Doch es hat auch nie etwas Unm\u00f6glicheres gegeben, als Gott zu schauen. Wir wissen, wie sehr Mose Gottes Angesicht schauen wollte, doch selbst ihm blieb es verwehrt. Doch durch das Zusammenleben mit Jesus werden wir ver\u00e4ndert. Wir werden Menschen mit reinen Herzen. Wir werden dazu auserw\u00e4hlt Gott von Angesicht zu Angesicht zu sehen und die Ewigkeit mit ihm zu verbringen.<\/p>\n<p>Pers\u00f6nlich danke ich Gott f\u00fcr das Studium der Bergpredigt. Angesprochen vom Wort Jesu erkenne ich, dass es keine bessere Alternative gibt, als dass ich mein Leben im Rahmen der Bergpredigt f\u00fchre. Und diese Entscheidung treffe ich, damit mein Schritt und Tritt nicht abweicht von den Worten der Bergpredigt Jesu. M\u00f6ge sein Wort mich ver\u00e4ndern und wahrhaft selig machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Die Seligpreisungen \u201eSelig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich\u201c (3) Letzte Woche haben wir den Beginn der messianischen Wirksamkeit Jesu in Galil\u00e4a studiert. Das Reich Gottes war nahe herbeigekommen. 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