{"id":14029,"date":"2026-05-31T11:00:51","date_gmt":"2026-05-31T09:00:51","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/?p=14029"},"modified":"2026-06-21T21:05:03","modified_gmt":"2026-06-21T19:05:03","slug":"predigt-1-johannesbrief-41-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-johannesbrief-41-21\/","title":{"rendered":"Predigt: 1. Johannesbrief 4,1-21"},"content":{"rendered":"<p><strong>Download [<a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/1.Johannesbrief_4-01_4-21_P.odt\">ODT<\/a>]&nbsp; [<a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/1.Johannesbrief_4-01_4-21_P.pdf\">PDF<\/a>]<\/strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.schlachterbibel.de\/de\/bibel\/1_johannes\/4\/1-21?hl=1#hl\"><strong>Bibeltext<\/strong><\/a>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Gott ist die Liebe<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eIhr Lieben, lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(1. Johannes 4,7.8)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In den ersten drei Kapiteln hat der Verfasser die Gl\u00e4ubigen dazu ermutigt, die Botschaft, die sie von Anfang geh\u00f6rt hatten, n\u00e4mlich die Botschaft von Gottes Liebe, festzuhalten und danach zu leben, insbesondere sich untereinander zu lieben. Letzte Woche hat Johannes im Kapitel 3 betont, dass wir einander nicht nur mit Worten lieben sollen, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. Aber unsere Liebe zu Glaubensgeschwistern kann schnell an Grenzen sto\u00dfen, wenn sie nicht fest genug in Gottes Liebe verankert ist. Johannes wollte daher, dass sich die Gl\u00e4ubigen sich der Liebe Gottes ganz sicher sind und sich von der Irrlehre der Gnosis, die damals aufkam, nicht verwirren lassen. Deshalb gibt er ihnen im heutigen Text einen klaren Ma\u00dfstab, an dem sie die wahre Lehre von Gott von Irrlehren unterscheiden k\u00f6nnen. Vor allem bezeugt er noch einmal klar Gottes Liebe, die er uns durch das Kommen Jesu erwiesen hat, und ermutigt uns dazu, aufgrund dieser Liebe uns untereinander zu lieben. Lasst uns Gottes Liebe zu uns klar erkennen, sodass wir einander unter allen Umst\u00e4nden lieben k\u00f6nnen!<\/p>\n<p><strong>1. Pr\u00fcft die Geister (1-6)<\/strong><\/p>\n<p>Wie beginnt Johannes dieses Kapitel? Er schreibt im Vers 1: \u201eIhr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern pr\u00fcft die Geister, ob sie von Gott sind; denn viele falsche Propheten sind hinausgegangen in die Welt.\u201c Johannes wusste, dass es in den Gemeinden damals Leute gab, die versuchten, die Gl\u00e4ubigen mit einer verkehrten Lehre zu verwirren und sie vom richtigen Glauben abzubringen. Sehr wahrscheinlich handelt es sich um Vertreter des Gnostizismus, die wie Christen aussahen und behaupteten, dass sie den Gl\u00e4ubigen zur richtigen Erkenntnis verhelfen k\u00f6nnten. In Wirklichkeit kannten sie Jesus nicht und lebten nicht nach seinem Willen. Trotzdem klangen ihre Vortr\u00e4ge interessant, sodass viele ihnen zuh\u00f6rten und von ihren Worten verwirrt wurden.<br \/>\nJohannes ermahnt sie, dass sie nicht jedem, der \u00fcber Jesus redet und vorgibt, ihn zu kennen, glauben sollen, weil es auch viele falsche Propheten gibt. Aber wie konnten sie die von rechtschaffenen Bibellehrern unterscheiden? Sie sollten nicht nur auf ihre Worte oder ihre \u00dcberzeugungskraft achten, mit der sie redeten, sondern sollten auf den Geist achten, in dem sie redeten. Johannes nennt daf\u00fcr einen klaren Ma\u00dfstab: \u201eDaran erkennt ihr den Geist Gottes: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist von Gott; und ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Antichrists, von dem ihr geh\u00f6rt habt, dass er kommen werde, und er ist jetzt schon in der Welt\u201c (2.3). Das Merkmal ist, was die Lehrer \u00fcber Jesus sagen. Wahre Christen bekennen sich dazu, dass Jesus Gottes Sohn ist, der als ein Mensch mit Fleisch und Blut auf die Erde gekommen ist. Die Lehrer der Gnosis hielten ihn aber nur f\u00fcr einen Geist, der bei der Taufe durch Johannes vor\u00fcbergehend in Jesu K\u00f6rper gefahren w\u00e4re und diesen bei der Kreuzigung wieder verlassen h\u00e4tte. Sie leugneten, dass Jesus wirklich ein Mensch wurde und am Kreuz f\u00fcr uns gestorben und auferstanden ist. Das war eine entscheidende Abweichung von der Wahrheit. Dadurch h\u00f6hlten sie das Evangelium aus und leugneten Gottes Rettungswerk durch Jesu Tod und Auferstehung. Menschen, die so verkehrt von Jesus reden, haben den Geist des Antichrists, des Widersachers Gottes, und werden von ihm beherrscht. Sie sind gef\u00e4hrlich, weil sie den Kern des Glaubens der Christen zerst\u00f6ren wollen.<br \/>\nAls die Gl\u00e4ubigen erkannten, dass es mitten in ihrer Gemeinde so verkehrte Leute mit so einer b\u00f6sartigen Lehre gab, m\u00f6gen sie sehr beunruhigt gewesen sein. W\u00fcrden sie sich in der geistlichen Auseinandersetzung mit ihnen durchsetzen k\u00f6nnen? Johannes ermutigt sie: \u201eKinder, ihr seid von Gott und habt jene \u00fcberwunden; denn der in euch ist, ist gr\u00f6\u00dfer als der, der in der Welt ist\u201c (4). Sie brauchten keine Angst vor dem Konflikt mit den Irrlehrern zu haben. Denn der Heilige Geist, der in ihnen wohnte, ist gr\u00f6\u00dfer und st\u00e4rker als der Geist des Antichrists, der in den Irrlehrern wirkte. Wichtig war, dass sie selbst im Glauben an das Evangelium klar sind und auf Gott und seinen Geist vertrauen.<br \/>\nSie sollten sich auch nicht davon irritieren lassen, dass viele Menschen damals auf die Gnostiker h\u00f6rten. Johannes erkl\u00e4rte ihnen: \u201eSie sind von der Welt; darum reden sie, wie die Welt redet, und die Welt h\u00f6rt sie\u201c (5). Hier meint der Begriff \u201eWelt\u201c nicht nur einfach unsere Erde, sondern den Herrschaftsbereich des Satans, der Gott und seinem Werk, sein Reich aufzubauen, widerstrebt. Die Menschen, die die Lehre der Gnosis verbreiteten, waren in diesem Sinne \u201evon der Welt\u201c. Die Gl\u00e4ubigen sollten sich nicht dar\u00fcber wundern, dass viele Menschen, die eine weltliche Gesinnung hatten, auf sie h\u00f6rten und ihre verkehrte Lehre annahmen. Leider taten das wohl auch einige in der Gemeinde. Aber Johannes ermutigt die Gl\u00e4ubigen, sich von diesen Vorg\u00e4ngen nicht verwirren oder entmutigen zu lassen, sondern sie geistlich zu verstehen. Daher sagt er: \u201eWir sind von Gott, und wer Gott erkennt, der h\u00f6rt uns; wer nicht von Gott ist, der h\u00f6rt uns nicht. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums\u201c (6). Es ist auch f\u00fcr uns wichtig, dass wir die geistliche Realit\u00e4t richtig wahrnehmen und verstehen. Dadurch, was ein Mensch von Jesus glaubt, zeigt, wo er geistlich steht. Wenn wir einem anderen die Wahrheit bezeugen, dass in Jesus Gottes Sohn ein Mensch geworden und f\u00fcr uns gestorben ist, und der dieses Zeugnis annimmt, ist er von Gott. Wer nicht von Gott ist, der h\u00f6rt nicht auf uns. Davon sollten wir uns nicht verunsichern lassen noch das pers\u00f6nlich nehmen. An Jesus scheiden sich sprichw\u00f6rtlich die Geister.<br \/>\nWir haben keine Irrlehrer in der Gemeinde. Aber in unserem Land haben in den letzten Jahrzehnten esoterische Lehren eine Renaissance erlebt. Viele Menschen sind an B\u00fcchern und Vortr\u00e4gen interessiert, in denen esoterische Lehren verbreitet werden, die eine Art innere Erleuchtung und Erl\u00f6sung als mystische Erfahrung versprechen. Es ist wichtig, dass wir das Evangelium, das Gott uns von Anfang an gegeben hat, festhalten und falsche Lehren als solche identifizieren und uns und andere davor sch\u00fctzen. Es ist wichtig, dass uns klar ist, dass unsere Erl\u00f6sung nicht durch mystische Erfahrungen in einer vergeistigten Welt geschieht, sondern in der realen Welt konkret passiert ist. Es ist ein reales Ereignis in der Geschichte, dass Gottes Sohn ein Mensch wurde, dass er jahrelang auf dieser Erde gelebt und Gott dem Vater und den Menschen gedient hat und schlie\u00dflich am Kreuz gestorben ist. Auf diese Weise hat Gott f\u00fcr unsere Rettung von unserer S\u00fcnde in der Geschichte konkret gewirkt und hat so seine Liebe zu uns zum Ausdruck gebracht. Das ist der Inhalt unseres Glaubens, den wir jeden Sonntag im Gottesdienst bekennen. Es ist wichtig, dass wir diesen Glauben festhalten und daraus leben. Wie k\u00f6nnen wir das tun?<\/p>\n<p><strong>2. Lasst uns einander lieb haben (7-21)<\/strong><\/p>\n<p>Betrachten wir die Verse 7 und 8: \u201eIhr Lieben, lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.\u201c Dies ist nochmals eine starke Aufforderung des Verfassers an die Christen damals und an uns, dass wir einander lieben sollen. Warum? Weil Gott uns so sehr geliebt hat und uns seine Liebe weiterhin jeden Tag erweist. Wer Gottes Liebe annimmt, der wird von Gott neu geboren und erh\u00e4lt ein neues, geistliches und ewiges Leben als Gottes Kind. Wer neu geboren ist, kann gar nicht anders als die Glaubensgeschwister zu lieben. Nach den Versen 7 und 8 ist die Liebe ein wichtiges Zeichen, an dem sich zeigt, dass jemand ein Kind Gottes ist und ihn kennt. Denn wenn wir Gottes gro\u00dfe Liebe erkannt und angenommen haben, wollen wir seine Liebe gerne st\u00e4ndig erwidern. Seine Liebe zu uns motiviert uns zu vielen spontanen Liebeswerken f\u00fcr Gott und f\u00fcr unsere Glaubensgeschwister.<\/p>\n<p>Vielleicht f\u00e4llt es uns manchmal aber auch schwer, einen bestimmten Bruder zu lieben, wenn wir etwas an seinem Verhalten nicht verstehen k\u00f6nnen oder uns von ihm lieblos behandelt gef\u00fchlt haben. Es kann auch Zeiten geben, in denen wir nicht so motiviert sind, den Glaubensgeschwistern Liebe zu erweisen. Dann werden unsere Gespr\u00e4che k\u00fcrzer und unsere Freundlichkeit oberfl\u00e4chlicher. Wenn wir so eine Entwicklung bei uns feststellen, ist das ein Alarmzeichen daf\u00fcr, dass wir mit der Quelle der Liebe nicht mehr richtig verbunden sind; dass wir zwar von Gottes gro\u00dfer Liebe zu uns wissen, dass wir sie aber nicht mehr ausreichend in der Gemeinschaft mit ihm erfahren. Vielleicht weil wir selbst zu sehr mit unseren Aufgaben im Alltag besch\u00e4ftigt waren und zu wenig Zeit hatten, in der Gott zu uns sprechen kann. Vielleicht weil wir wegen bestimmter Probleme von Gott oder von uns selbst entt\u00e4uscht oder wegen vermeintlicher Erfolge hochm\u00fctig geworden sind, was alles uns den Blick auf Gottes Liebe versperren kann. Was k\u00f6nnen wir tun, wenn wir \u2013 warum auch immer \u2013 andere nicht mehr richtig lieben k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Johannes hilft uns im Vers 9 dabei, neu auf Gottes Liebe zu schauen: \u201eDarin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen.\u201c Hier proklamiert Johannes erneut die Liebe Gottes zu uns! Gottes Liebe ist nicht etwas, das nur manche durch Gef\u00fchle oder durch mystische oder praktische Erfahrungen erkennen k\u00f6nnen und andere eben nicht. Johannes sagt hier: die Liebe Gottes ist unter uns erschienen, das hei\u00dft, dass sie schon immer existiert hat, dass sie nun aber auf einzigartige Weise f\u00fcr alle sichtbar geworden ist: und zwar dadurch, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben sollen. Obwohl diese Worte uns so vertraut klingen, lohnt es sich, dass wir uns nochmal vor Augen f\u00fchren, was sie bedeuten.<\/p>\n<p>Was bedeutet es, dass Jesus Gottes eingeborener Sohn ist? Es bedeutet, dass er der einzige Sohn ist, den Gott hat, dass er der Einzige ist, den Gott im geistlichen Sinne \u201egezeugt\u201c hat und dass er selbst auch Gott ist. Im Psalm 2 sagt Gott: \u201eDu bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt\u201c (Psalm 2,7). Im Johannesevangelium Kapitel 1 erfahren wir, dass er schon im Anfang war und bei Gott war, bevor die Welt geschaffen war, und dass alle Dinge durch ihn erschaffen wurden (Johannes 1,1-3.14). Das hei\u00dft, dass Gott schon seit ewiger Zeit mit seinem Sohn eine liebevolle und v\u00f6llig harmonische Gemeinschaft gehabt hat. Wie sehr wachsen uns unsere Kinder ans Herz, auch wenn sie nur wenige Jahre bei uns sind und die Beziehung zu ihnen nie ann\u00e4hernd perfekt ist, weil sie und wir selbst S\u00fcnder sind. Wenn wir schwache Menschen unsere Kinder lieben, wie sehr muss Gott dann seinen Sohn geliebt haben, wie inst\u00e4ndig muss ihre liebevolle Beziehung gewesen sein, die schon seit ewiger Zeit bestand und stets vollkommen war! Gott hat seinen einzigen Sohn vollkommen und unendlich geliebt, und der Sohn hat diese Liebe in vollkommener Weise erwidert.&nbsp; Wie schwer muss es f\u00fcr Gott gewesen sein, diese liebevolle g\u00f6ttliche Gemeinschaft im Himmel aufzugeben und seinen Sohn in die Welt zu senden! Wie schmerzlich muss es f\u00fcr Gott gewesen sein, seinen einzigen Sohn zu bitten, seine g\u00f6ttliche Gestalt und Herrlichkeit im Himmel abzulegen und in die Welt zu kommen und in der Gestalt eines normalen Menschen unter s\u00fcndenkranken Menschen zu leben! Aber Gott hat ihn doch in die Welt gesandt, weil er uns S\u00fcnder so sehr geliebt hat. Wie sehr muss es Gott geschmerzt haben, zu sehen, wie sein Sohn trotz seiner Hingabe auf der Erde von den Menschen abgelehnt wurde? Wie muss es Gottes Herz zerrissen haben, als er schlie\u00dflich an einem Holzkreuz get\u00f6tet wurde? Warum hat Gott seinen Sohn trotzdem in die Welt gesandt, obwohl er das alles wusste? Der Vers 9 sagt die Antwort: \u201eDarin&nbsp;ist&nbsp;erschienen&nbsp;die&nbsp;Liebe&nbsp;Gottes&nbsp;gegen uns, dass&nbsp;Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt,&nbsp;damit wir durch ihn leben sollen.\u201c&nbsp;Der Grund ist Gottes Liebe zu uns! Gott hat uns trotz unserer S\u00fcnde so sehr geliebt, dass er dieses Opfer bringen wollte, damit wir von der S\u00fcnde und vom Gericht gerettet werden. Diese gro\u00dfe, einseitige Liebe Gottes zu uns ist durch Jesu Kommen in die Welt erschienen, f\u00fcr alle sichtbar geworden.&nbsp;Alle, die diese Liebe annehmen, k\u00f6nnen wahrhaftig und ewig mit ihm leben.&nbsp;Lasst uns alle diese Liebe annehmen und sie erwidern, indem wir einander lieben.<\/p>\n<p>Manchmal versuchen wir, die anderen von uns aus zu lieben, ohne Gottes Liebe genug im Herzen zu haben. Aber Johannes stellt klar: \u201eDarin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Vers\u00f6hnung f\u00fcr unsere S\u00fcnden\u201c (10). Im Laufe unseres Glaubenslebens k\u00f6nnen wir leicht in den Gedanken geraten, dass unser Glaube daher k\u00e4me, dass wir Gott gesucht h\u00e4tten, und dass es darum ginge, dass wir ihn weiterhin lieben. Es ist zwar richtig, dass wir Gott lieben sollen, aber wir sollen nie vergessen: Nicht unsere Liebe zu Gott hat unsere Beziehung zu ihm m\u00f6glich gemacht, noch h\u00e4lt sie sie am Leben. Sondern Gott hat uns in unfassbarer und v\u00f6llig unverdienter Weise geliebt und hat seinen einzigen Sohn f\u00fcr uns dahingegeben, damit wir durch ihn leben k\u00f6nnen und nicht wegen unserer S\u00fcnde verlorengehen. Am Anfang war Gottes Liebe zu uns, und alles kommt aus seiner Liebe. Auch dass wir bis heute noch in einer Beziehung zu Gott leben und ihn lieben, kommt allein durch Gottes Liebe, aus der uns treu begleitet, uns immer wieder unsere S\u00fcnden vergeben hat und uns erh\u00e4lt und uns auf den richtigen Weg f\u00fchrt, auch wenn wir oft blind und eigenwillig sind. Wir haben zehntausend Gr\u00fcnde, Gott zu lieben, viel inniger und konsequenter als bisher. Aber wir haben keinen einzigen Grund, auf unsere Liebe zu Gott stolz zu sein, weil in Wirklichkeit alles von seiner Liebe kommt. Wenn wir uns das immer neu bewusst machen, haben wir immer frische Liebe zu Gott und zu unseren N\u00e4chsten im Herzen.<\/p>\n<p>Betrachten wir die Verse 11-15: \u201eIhr Lieben, hat uns Gott so geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben. Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns voll\u00adkommen.&nbsp;Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat. Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt.&nbsp;Wer nun bekennt, dass Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibt Gott und er in Gott.\u201c&nbsp;Diese Verse ermutigen uns nochmal dazu, auf Gottes gro\u00dfe Liebe zu reagieren, in dem wir uns untereinander lieben. Niemand kann Gott sehen. Aber wenn wir Gottes Liebe von Herzen annehmen und sie erwidern, indem wir uns untereinander lieben, wird unsere Liebesbeziehung zu Gott stabil; denn dann bleibt Gott in uns und best\u00e4tigt unseren Glauben an ihn durch seinen Geist. So wird Gottes Liebe dann f\u00fcr uns und f\u00fcr andere erfahrbar. Damit unsere Liebe nicht nur auf Gef\u00fchlen basiert, ist es wichtig, dass wir Jesus immer wieder als Gottes Sohn bekennen, sowohl in unserem Gebet zu ihm als auch vor anderen. Vers 16 fasst alles zusammen: \u201eUnd wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat: Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.\u201c Danken wir Gott f\u00fcr seine herrliche Liebe zu uns! M\u00f6ge Gott uns helfen, in seiner Liebe zu bleiben und unsere Geschwister zu lieben!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download [ODT]&nbsp; [PDF] &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bibeltext&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Gott ist die Liebe \u201eIhr Lieben, lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.\u201c (1. Johannes 4,7.8) In den ersten drei Kapiteln [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":"","_members_access_role":[],"_members_access_error":""},"categories":[33,4],"tags":[],"class_list":["post-14029","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-1-johannesbrief","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14029","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14029"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14029\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14030,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14029\/revisions\/14030"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14029"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14029"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14029"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}