{"id":1400,"date":"2011-03-20T13:31:36","date_gmt":"2011-03-20T12:31:36","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1400"},"modified":"2023-01-29T21:15:16","modified_gmt":"2023-01-29T20:15:16","slug":"predigt-matthaus-41-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-matthaus-41-11\/","title":{"rendered":"Predigt: Matth\u00e4us 4,1 &#8211; 11"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Mt-41-11-Predigt.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Jesus \u00fcberwindet die Versuchung<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>\u201eDa sprach Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn es steht geschrieben: Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott und ihm allein dienen!\u201c<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(4,10)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p>Letzte Woche haben wir unter anderem von der Taufe Jesu im Jordan gelesen und geh\u00f6rt. Als Jesus getauft wurde, geschah ein einmaliges, himmlisches Ereignis. Der Himmel \u00f6ffnete sich und der Geist Gottes fuhr auf ihn herab. Dabei erklang die Stimme Gottes: <strong>\u201eDies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.\u201c<\/strong> Jesu Taufe, die wir als seine offizielle messianische Einsetzung betrachten k\u00f6nnen, war ein feierlicher Anlass f\u00fcr die g\u00f6ttliche Dreieinigkeit.<\/p>\n<p>Heute betrachten wir die Versuchung Jesu. Sie wurde von Gott initiiert und vom Teufel pers\u00f6nlich durchgef\u00fchrt. Der Messias wurde auf die Probe gestellt. Wie hat Jesus der Versuchung des Teufels widerstanden? Wie hat er sich als den wahrhaftigen Sohn Gottes offenbart, der alles zu Gottes Wohlgefallen tut? Und was k\u00f6nnen wir von ihm \u00fcber den Umgang mit der Versuchung lernen? Gott segne unser Studium seines Wortes.<\/p>\n<p><strong>Teil I\u00a0\u00a0 Der Mensch lebt nicht vom Brot allein (1-4)<\/strong><\/p>\n<p>Was tat der Geist Gottes mit Jesus und zu welchem Zweck? Betrachten wir Vers 1: <strong>\u201eDa wurde Jesus vom Geist in die W\u00fcste gef\u00fchrt, damit er von dem Teufel versucht w\u00fcrde.\u201c<\/strong> Dieser Vers kann \u00fcberraschend sein. Gott f\u00fchrte Jesus in die Versuchung? Macht Gott das immer? Auch mit uns? So wie Hiob? Das w\u00e4re sehr beunruhigend. Schlie\u00dflich lernen wir am Ende des Vaterunsers zu beten: <strong>\u201eF\u00fchre uns nicht in Versuchung, sondern erl\u00f6se uns von dem B\u00f6sen.\u201c<\/strong> (Mt. 6,13) Wenn es Gottes grundlegender Wille ist, uns zu versuchen, warum sollten wir daf\u00fcr beten, dass es nicht geschehen m\u00f6ge? Zur allgemeinen Beruhigung wollen wir ein Wort aus dem Jakobusbrief h\u00f6ren: <strong>\u201eNiemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum B\u00f6sen und er selbst versucht niemand. Sondern ein jeder, der versucht wird, wird von seinen eigenen Begierden gereizt und gelockt.\u201c<\/strong> (Jak 1,13.14) Dadurch erfahren wir, dass die Versuchung Jesu ein spezifisches geschichtliches Ereignis darstellt. W\u00e4hrend wir von unseren inneren Begierden gereizt und gelockt werden, wurde Jesus von Gott selbst zur Versuchung durch den Teufel gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Warum war die Versuchung Jesu notwendig? Jesus hat als Christus die wichtigste Mission von allen. Von ihm h\u00e4ngt das Heil unz\u00e4hliger Menschen ab. Und zu dieser Mission ist niemand sonst f\u00e4hig, als das bewiesenerma\u00dfen schuldlose Lamm Gottes. Jeder Fehler, jeder Makel, auch nur die kleinste S\u00fcnde, h\u00e4tte Jesus als Lamm Gottes disqualifiziert. Jesus musste durch die Feuerprobe.<\/p>\n<p>Wie hat er sich darauf vorbereitet? Betrachten wir Vers 2: <strong>\u201eUnd da er vierzig Tage und vierzig N\u00e4chte gefastet hatte, hungerte ihn.\u201c<\/strong> Jesus fastete ganze 40 Tage und 40 N\u00e4chte. Das Fasten ist eine extreme Form des Gebets. Sie dauert nicht wenige Sekunden oder Minuten, sondern streckt sich \u00fcber einen gewissen Zeitraum und in Jesu Fall \u00fcber einen extrem langen Zeitraum. Wir sehen, wie willig und bestimmt Jesus seiner Versuchung entgegentrat. Auch das ist eine Ausnahme, im Vergleich zu uns. Wir sollen Anfechtungen jeglicher Art mutig entgegen treten. Doch die Bibel lehrt uns vor der Versuchung zu fliehen.<\/p>\n<p>Wer ist der Versucher und womit fing er seine Versuchung an? Vers 3 lautet: <strong>\u201eUnd der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden.\u201c<\/strong> Den Versucher kennen wir auch als Teufel oder Satan. Er ist der gefallene Engel, intelligent, weitaus intelligenter als der Mensch. Sein Job ist es Menschen zu versuchen. Und das macht er verdammt gut. Er war von Anfang unheimlich erfolgreich. Mit derselben Absicht kam er in die W\u00fcste, zu Jesus. Jesus war allein. In seiner Einsamkeit wurde er mit dem Versucher konfrontiert.<\/p>\n<p>Der Versucher h\u00e4tte auch fr\u00fcher kommen k\u00f6nnen. Doch er kam, als Jesus 40 Tage und N\u00e4chte gefastet hatte. Jesus befand sich in einer Extremsituation. Der Evangelist verk\u00fcndet kurz und knapp dass es ihn hungerte. Doch wer kann sich vorstellen, welche Schmerzen Jesus durchlitt. Und der Teufel wartete, bis die Schmerzen ihr Maximum erreichten, erst dann griff er ein. Der Teufel wartet auf die g\u00fcnstigste Gelegenheit, wenn der Mensch am Schw\u00e4chsten und am leichtesten zu versuchen ist.<\/p>\n<p>Mit welchen Worten fing der Teufel seine Versuchung an? \u201eBist du Gottes Sohn\u201c sprach er, als gebe es Zweifel daran. Am Ende des letzen Kapitels haben wir gelesen, wie Gott best\u00e4tigte: <strong>\u201eDies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.\u201c<\/strong> Doch der Teufel hat seine zweifels\u00e4enden Methoden. Genauso wie die listige Schlage im Paradies den ersten Menschen ins Ohr fl\u00fcsterte: \u201eSollte Gott gesagt haben\u2026\u201c stellte er auch an dieser Stelle hinter dem Wort Gottes ein Fragezeichen. Der Teufel s\u00e4t Zweifel, damit die Wahrheit in Frage gestellt wird.<\/p>\n<p>Wie ging der Teufel weiter vor? Er wollte Jesus scheinbar einen Gefallen tun. Jesus sollte Steine in Brot verwandeln. Was ist daran verwerflich? Der Teufel wollte Jesus dazu bringen seine g\u00f6ttliche Macht f\u00fcr eigene Zwecke zu gebrauchen bzw. zu missbrauchen. Nicht auszumalen, welche Folgen eine solche Lebenseinstellung haben w\u00fcrde. Denn nichts anderes forderten die Menschen vom gekreuzigten Jesus. Er sollte sich selber helfen und vom Kreuz absteigen, wenn er der Sohn Gottes war. W\u00e4re Jesus den schmeichelhaften Forderungen des Satans nachgekommen, w\u00fcrde keiner von uns das Heil haben.<\/p>\n<p>Und genau das bezweckte der Teufel, als er vom Wort \u201eBrot\u201c gebrauch machte. Wenn wir jetzt das Wort Brot h\u00f6ren, verarbeitet unser Gehirn diese Information v\u00f6llig anders, als wenn jemand der 40 Tage gefastet hat das Wort Brot h\u00f6rt. F\u00fcr ein St\u00fcck Brot w\u00fcrden Menschen sich gegenseitig umbringen, wenn der Leib ausgezehrt ist. Jede Zelle, jeder Gedanke ist auf Brot fokussiert. Der Teufel wusste ganz genau wie er die k\u00f6rperliche Schw\u00e4che Jesu am effektivsten ausnutzen konnte.<\/p>\n<p>Wie hat Jesus die erste, starke Versuchung \u00fcberwunden? Lesen wir Vers 4: <strong>\u201eEr aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.\u201c<\/strong> Jesus verneint das Brot nicht. Brot zu haben oder zu essen ist nicht verwerflich, sondern notwendig f\u00fcr den Leib. Mit seiner Forderung verbreitet der Versucher jedoch eine Lebensphilosophie, die aus der Annahme entspricht, der Mensch sei blo\u00df ein physisches Wesen. Wenn er Hunger hat soll das Essen von Brot Prio 1 besitzen. Diese Denk- und Lebensweise setzt unsere materialistisch gepr\u00e4gte Gesellschaft bestens um. Doch Jesus lehrt durch seine Antwort, wer der Mensch wirklich ist. Betrachten wir Vers 4.<\/p>\n<p>Der Mensch braucht Brot, doch im selben Atemzug priorisiert Jesus das Wort Gottes. Durch Jesu Antwort erkennen wir, wer oder was der Mensch ist. Der Mensch ist ein physisches aber vor allem ein geistliches Gesch\u00f6pf. Wenn der Mensch irdische Nahrung ben\u00f6tigt, dann bedarf er umso mehr der geistlichen Speise. In den Evangelien lesen wir, wie Jesus aus jammerndem Herzen eine lange Predigt hielt, weil die Menschen wie Schafe ohne Hirten waren und erst danach den Leuten zu essen gab. Zuerst das Wort, dann das Brot. Als Jesus eines Tages von seinen J\u00fcngern bedr\u00e4ngt wurde, etwas zu essen, gab er zu Antwort: <strong>\u201eMeine Speise ist die, dass ich tue den Willen dessen, der mich gesandt hat und vollende sein Werk.\u201c<\/strong> (Joh. 4,34) F\u00fcr Jesus war der Wille Gottes wichtiger als ein Mittagessen. Deshalb feiern wir auch zuerst Gottesdienst und essen danach gemeinsam zu Mittag.<\/p>\n<p>So stark die teuflische Versuchung auch war, umso st\u00e4rker war Jesu Vertrauen im Wort Gottes. So verf\u00fchrerisch das Wort Brot auch klang, umso st\u00e4rker war Jesu Wille, aus dem Wort Gottes zu leben.<\/p>\n<p>Doch Jesu Wort beinhaltet mehr als nur eine reine Priorisierung. Was bedeutet es, dass der Mensch von einem jeden Wort aus dem Munde Gottes lebt? Wir wissen, dass uns Brot nicht gl\u00fccklich macht, obwohl es so viele verschiedene Brotsorten gibt: 3-Kornbrot, Mehrkornbrot, Vollkornbrot. Auch andere, moderne und beliebte Nahrungsmittel k\u00f6nnen uns nicht gl\u00fccklich machen. (M\u00e4nner vielleicht etwas mehr als Frauen aber nicht hinreichend.) Denn wir sind geistliche Wesen. Gott im Himmel ist unser Sch\u00f6pfer und unser Vater. Und wir brauchen das Wort Gottes zum leben. Hier in dieser Welt, weil nur das Wort Gottes uns erf\u00fcllt und uns die Erf\u00fcllung schenkt. Und in der Ewigkeit, denn der Glaube an das Wort Gottes schenkt uns das ewige Leben. Wenn wir uns um unseren Leib k\u00fcmmern, wenn wir viel Zeit beim Einkaufen verbringen, dann sollten wir um einiges mehr im Wort Gottes investieren. Wir leben nicht von Brot allein. Lebenssinn, Lebensfreude und Lebenskraft kommen vom Wort Gottes. Auch die Kraft der Bu\u00dfe und Umkehr, der Reinigung und Heiligung kommen vom Wort Gottes. Deshalb konzentriert sich unser Gemeindeleben auch auf das Wort Gottes. Das Wort Gottes ist das Zentrum unseres Bibelstudiums und unserer Verk\u00fcndigung. Wir machen im Grunde nichts anderes als das Wort Gottes hochzuhalten und danach zu leben. M\u00f6ge Gott vor allem auch unsere pers\u00f6nliche Gemeinschaft mit seinem Wort reichlich segnen. M\u00f6gen wir Menschen sein, die das Wort Gottes suchen und das Wort Gottes haben und das Wort Gottes lieben und aus dem Wort Gottes leben.<\/p>\n<p>Jesus widerstand, doch der Teufel beendete seine Versuchung nicht.<\/p>\n<p><strong>Teil II Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen (5-7)<\/strong><\/p>\n<p>Wie sah die zweite Versuchung aus? Betrachten wir Vers 5: <strong>\u201eDa f\u00fchrte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels.\u201c<\/strong> Der Teufel demonstrierte seine Macht. Was bezweckte er damit? Vers 6: <strong>\u201eund sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben: Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben; und sie werden dich auf den H\u00e4nden tragen, damit du deinen Fu\u00df nicht an einen Stein st\u00f6\u00dft.\u201c<\/strong> In welcher Hinsicht ist die zweite Forderung des Teufels eine Versuchung? Auf dem ersten Blick ein offensichtlicher Mordversuch, stellt sich die zweite Versuchung des Teufels als weitaus gerissener und hinterh\u00e4ltiger heraus. Er benutzt beispielsweise die heilige Schrift, um Jesus zu versuchen. Dabei rei\u00dft er einen Vers aus dem Kontext und manipuliert ihn f\u00fcr seine intriganten Motive. Das Wort stammt n\u00e4mlich aus einem Psalm. Der Psalmist ermutigt die H\u00f6rer und Leser mit lebhaften Metaphern, ihr gesamtes Vertrauen auf Gott zu setzen, weil Gott lebt und seine Kinder besch\u00fctzt. Das Wort fordert uns also auf, aus Vertrauen und Glauben an Gott zu leben. Doch der Teufel benutzt gerade dieses Wort, um das Gegenteil zu bewirken. Er fordert Jesus auf zu pr\u00fcfen, statt zu vertrauen, zu hinterfragen, anstatt daran zu glauben, kritisch zu sein, anstatt geduldig und friedlich zu leben. Ziel dieser Versuchung ist es Gott zu einem Zeichen zu zwingen. In diesem speziellen Fall, zu sehen, wie die Engel Gottes aus dem Himmel im Sturzflug angeflogen kommen, um mich vor dem Aufprall zu retten.<\/p>\n<p>Und wenn wir uns alle negativen Absichten des Teufels vor Augen f\u00fchren, m\u00fcssen wir mit Entsetzen feststellen, dass die Methoden des Teufels auch in unserer Zeit allgegenw\u00e4rtig sind.<\/p>\n<p>Ein alarmierendes Beispiel sind antichristliche Bewegungen mit muslimischem Hintergrund. Das Internet ist voll mit Videobotschaften von muslimischen Predigern. Sie predigen gegen die Bibel. Sie behaupten die biblische Botschaft sei nicht das Wort Gottes. Und interessanterweise gebrauchen sie Verse aus der Bibel, um die Bibel zu widerlegen. Sie rei\u00dfen einzelne Verse aus dem Gesamtzusammenhang und stellen sie in einem falschen Licht dar. Sie gebrauchen Verskombinationen um hilflose und unge\u00fcbte H\u00f6rer zu verwirren und zum Zweifel zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Ein anderes, uns umgebendes Beispiel, finden wir im aktuellen Zeitgeist. Der Ruf des modernen Zeitgeistes lautet: Glaub und vertrau nichts und niemandem, sei in allen Dingen kritisch gesinnt. Pr\u00fcfe und hinterfrage. \u201eVertrauen ist gut, Kontrolle ist besser\u201c. Im Angesicht einer ungerechten Diktatur mag diese Vorgehensweise richtig sein, im Hinblick auf die g\u00f6ttliche Botschaft jedoch \u00e4hnelt sie dem Ruf des Teufels zum verwechseln. Leider ist sogar die Theologie unserer Zeit diesem Zeitgeist verfallen. Die historisch kritische Exegese ist bedauerlicherweise zur Standardmethode der Bibelforschung geworden.<\/p>\n<p>Jesus ist der liebe Sohn Gottes, der alle Dinge zum Wohlgefallen Gottes tut. Wie ist Jesus mit der listigen Versuchung des Teufels umgegangen? Lesen wir Vers 7: <strong>\u201eDa sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht auch geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.\u201c<\/strong> Jesus kontert wiederum mit dem Wort Gottes. Jesus ist in der Lage, die falsche Auslegung des Teufels zu durchschauen, weil er das richtige Verst\u00e4ndnis vom Wort hat. Jesus kennt Gottes Wort und Jesus kennt Gottes Willen. Jesus hat enge und unmittelbare Gemeinschaft mit Gott, dem Vater. Jesus ist erf\u00fcllt mit dem heiligen Geist. Jesus hat das Wort und steht \u00fcber der Versuchung.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir lernen? Was ist f\u00fcr uns wichtig? Zun\u00e4chst einmal ist es unheimlich wichtig, dass wir im Wort Gottes stehen. Das Studium des Wortes Gottes sollte unser Herzensanliegen sein. Wir sollen Sehnsucht nach dem Wort Gottes aufbringen. Und wir sollen die aktive Gemeinschaft mit Gott suchen um eine intakte Beziehung aufzubauen. Dann brauchen wir uns auch vor falschen Lehren nicht zu f\u00fcrchten, selbst dann wenn Menschen mit zweifelhaften Motiven an uns treten und die Bibel zitieren. Dann erfahren wir die Erf\u00fcllung der g\u00f6ttlichen Verhei\u00dfung: <strong>\u201edenn der heilige Geist wird euch in dieser Stunde lehren, was ihr sagen sollt.\u201c<\/strong> (Lk 12,12)<\/p>\n<p>Zum anderen lernen wir von Jesus, den Herrn, unseren Gott, nicht zu versuchen. Wir sollen keine Menschen sein, die sich jeden Morgen neu bekehren m\u00fcssen, weil sie jeden Morgen zweifeln, ob es Gott gibt oder ob Gott sie liebt. Unser Glaubensleben sollte nicht von Zweifel gepr\u00e4gt sein, schlie\u00dflich sind wir keine Staatsanw\u00e4lte. Diese m\u00fcssen kritisch gesinnt sein und alles hinterfragen, um an die Wahrheit zu kommen. Doch als Kinder Gottes haben wir keinen Grund dazu. Es w\u00e4re so als ob ein Kind jeden Tag neue Zweifel an der Liebe seiner Eltern hat. \u201eLiebt ihr mich \u00fcberhaupt? Ihr w\u00fcrden mich zur\u00fcckgeben, wenn ihr k\u00f6nntet. Ihr wollt nur Kindergeld bekommen.\u201c Vorw\u00fcrfe dieser Art sind abstrus. Ohne Grund herrscht Spannung und Misstrauen anstatt ein harmonisches Zusammenleben. So ist es auch mit uns und Gott. Auch wenn wir Gott nicht sehen k\u00f6nnen, sollen wir Glauben und Vertrauen in sein Wort aufbringen. Denn Gottes Wort ist wahr und jeden Tag k\u00f6nnen wir uns von ihrer Wahrhaftigkeit aufs Neue \u00fcberzeugen. M\u00f6ge somit eine Liebes- und Vertrauensbeziehung heranwachsen, die uns Gl\u00fcck, Freude und Frieden schenkt.<\/p>\n<p><strong>Teil III\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0  Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott (8-11)<\/strong><\/p>\n<p>Jesus \u00fcberstand auch die zweite Versuchung souver\u00e4n. Doch der Teufel gab noch nicht auf. Auf welche Weise versuchte er Jesus ein weiteres Mal? Wir lesen in den Versen 8 und 9: <strong>\u201eDarauf f\u00fchrte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du niederf\u00e4llst und mich anbetest.\u201c<\/strong> Erneut blitzt die teuflische Macht auf. Auf einem hohen Berg zeigte er Jesus alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit. Er wollte ihm alles geben, wenn Jesus ihn nur anbeten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Was ist hier die eigentliche Versuchung? Sieht der Teufel besonderes anbetungsw\u00fcrdig aus? Wohl kaum. Wir k\u00f6nnen die Sache besser verstehen, wenn wir uns in Jesu Lage hineinversetzen. Was w\u00fcrde in dir vorgehen, wenn du 40 Tage und N\u00e4chte nichts gegessen und nichts anderes als die W\u00fcste gesehen hast? Hin und wieder siehst du kleine W\u00fcstentiere herumkriechen aber ansonsten hast du ein sehr monotones Bild vor dir. Und mit einem Mal schaust du die gesamte F\u00fclle der irdischen Herrlichkeit! Ich selbst bin keiner der auf Schmuck, Gold, Perlen etc. abf\u00e4hrt. Solche Dinge haben mich nie sonderlich begeistert (vielleicht weil ich ein Mann bin). Doch als ich letztes Jahr die Schatzkammer der persischen K\u00f6nige besichtigen durfte, war ich mit einem Mal so \u00fcberw\u00e4ltigt, dass es mir sprichw\u00f6rtlich die Sprache verschlagen hat. So etwas hatte ich noch nie gesehen. Ein ganzer Raum voller Diamanten, bunter Edelsteine und Kronjuwelen. Mit einem Mal steigt der Blutdruck und das Atmen f\u00e4llt schwer. So beeindruckend kann weltliche Herrlichkeit eines Reiches sein, geschweige denn aller Reiche der Welt.<\/p>\n<p>Was ist dann die eigentliche Versuchung? Die eigentliche Versuchung findet zwischen der Anbetung Gottes und dem Streben nach weltlicher Herrlichkeit statt. Warum hat die Welt eine so starke Anziehungskraft, so dass sie zum Gegenpol der Anbetung Gottes wird? Der Punkt ist, dass Gott unsichtbar ist, die Welt aber sichtbar. Gott k\u00f6nnen wir nicht sehen, doch die Welt lockt mit ihren reizen. Zun\u00e4chst werden unsere Augen verf\u00fchrt, dann unser Herz und schon sind wir ihr ausgeliefert.<\/p>\n<p>Wie Christen, die Kinder Gottes, haben die Glaubensentscheidung getroffen nur Gott anzubeten und nicht den Teufel oder die Welt. Doch immer wieder schleicht sich die Welt mit ihrer Herrlichkeit in uns Herz. Wir sind geteilten Herzens und gehen Kompromisse ein. Wir haben Gott zum Ziel aber auch viele weltliche Ziele.<\/p>\n<p>Was hat Jesus im Anbetracht dieser Versuchung getan? Wir wollen Vers 10 lesen: <strong>\u201eDa sprach Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn es steht geschrieben: Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott und ihm allein dienen.\u201c<\/strong> Wir sehen, wie entschieden Jesus die dritte Versuchung des Satans von sich weist. <strong>\u201eWeg mit dir, Satan!\u201c<\/strong> ist Jesu erste Reaktion, noch bevor er Gottes Wort zitiert. Mit seiner g\u00f6ttlichen Autorit\u00e4t beendet Jesus die teuflische Versuchung, denn was der Teufel forderte bedarf keiner Diskussion. Das wird auch durch Jesu Zitat deutlich. <strong>\u201eDu sollst anbeten den Herrn, deinen Gott und ihm allein dienen.\u201c<\/strong> Die Bibel und unser Herr Jesus lehren uns, dass nur Gott anbetungsw\u00fcrdig ist. Unsere Anbetung geh\u00f6rt ausschlie\u00dflich ihm. Diese biblische Orientierung wird nicht nur einmal verk\u00fcndet. In den 10 Geboten Gottes erfahren wir ausdr\u00fccklich, dass wir neben dem einzigwahren Gott keine anderen G\u00f6tter haben und anbeten sollen. Es ist der grundlegende Wille Gottes, dass wir ihn von ganzem Herzen anbeten und ihm allein dienen. M\u00f6ge Gottes Wort und Jesu Beispiel uns von unserem geteilten Herzen und von unserer Kompromissbereitschaft befreien. Lasst uns mit einstimmen, mit dem Psalmisten, der sagt: <strong>\u201eKommt, lasst uns anbeten und knien und niederfallen vor dem Herrn, der uns gemacht hat.\u201c<\/strong> (Ps 95,6)<\/p>\n<p>Was geschah, als Jesus die dritte Versuchung mit dem Wort Gottes \u00fcberwand? Vers 11 lautet: <strong>\u201eDa verlie\u00df ihn der Teufel. Und siehe, da traten Engel zu ihm und dienten ihm.\u201c <\/strong>Der Teufel floh. Dieser Vorgang ist nicht nur Jesus vorbehalten. Wie k\u00f6nnen wir dem Teufel widerstehen? Jak. 4,7 lautet: <strong>\u201eSo seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.\u201c<\/strong> Dieser Vers ermutigt uns Jesu Beispiel zu folgen, der f\u00fcr uns h\u00f6chstes Vorbild ist.<\/p>\n<p>Pers\u00f6nlich lerne ich aus dem Wort Gottes zu leben und im Wort Gottes zu stehen, um Versuchungen jeglicher Art zu \u00fcberwinden. Mein Leib ist schwach, umso mehr muss ich das Wort haben und aus dem Wort Gottes leben. Gott segne meinen pers\u00f6nlichen und euren pers\u00f6nlichen Glaubenskampf.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Unser Herr Jesus widerstand. Er widerstand mit dem Wort Gottes. Damit zerschlug er die Versuchung des Teufels. Und zum ersten Mal bebte es in der geistlichen Welt. Zum ersten Mal erfuhr der Teufel die Realisierung der g\u00f6ttlichen Verhei\u00dfung: \u201e<strong>der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen\u201c <\/strong>(1.Mose 3,15) Zum ersten Mal widerstand ein Mensch dem Teufel. Der erste Adam biss in die Frucht und starb in S\u00fcnde und Ungehorsam, doch der zweite Adam widerstand und lebte mit dem Wort Gottes und wir mit ihm. Gott segne unsere Gemeinschaft im Wort Gottes und schenke uns den Geist der wahren Anbetung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Jesus \u00fcberwindet die Versuchung \u201eDa sprach Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn es steht geschrieben: Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott und ihm allein dienen!\u201c (4,10) Letzte Woche haben wir unter anderem von der Taufe Jesu im Jordan gelesen und geh\u00f6rt. Als Jesus getauft wurde, geschah ein einmaliges, himmlisches Ereignis. 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