{"id":13924,"date":"2026-04-19T11:00:55","date_gmt":"2026-04-19T09:00:55","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/?p=13924"},"modified":"2026-04-20T22:00:33","modified_gmt":"2026-04-20T20:00:33","slug":"predigt-1-korinther-1542-58","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-korinther-1542-58\/","title":{"rendered":"Predigt: 1. Korinther 15,42-58"},"content":{"rendered":"<p><strong>Download [ODT]&nbsp; [PDF]<\/strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.schlachterbibel.de\/de\/bibel\/1_korinther\/15\/42-58?hl=1#hl\"><strong>Bibeltext<\/strong><\/a>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Der neue Adam<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eDer erste Mensch stammt von der Erde und ist Erde; der zweite Mensch stammt vom Himmel.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(1. Korinther 15,47)<\/p>\n<p>Vor ein paar Wochen hatte ein junger Politiker namens James Talarico in einer lokalen Wahl einen kleinen aber sehr viel beachteten Sieg errungen. Die Wahl, um die es ging und seine politischen Ansichten sind jetzt erst einmal v\u00f6llig irrelevant. Aber in seiner Rede sagte er etwas, was mich sehr zum Nachdenken angeregt hat: \u201eDie Menschen in diesem Staat haben dem ganzen Land ein wenig Hoffnung gegeben. Und ein wenig Hoffnung ist eine gef\u00e4hrliche Sache.\u201c Hoffnung ist eine gef\u00e4hrliche Sache.<br \/>\nVielleicht ist manchen von uns nicht bewusst, wie essentiell Hoffnung ist. Hier ist ein kleines Gedankenexperiment von Tim Keller. Stellen wir uns zwei Personen vor, die beide einen extrem unangenehmen und extrem langweiligen Job haben. Der einen Person wird gesagt, dass sie am Ende des Jahres den gesetzlichen Mindestlohn erh\u00e4lt. Das w\u00e4ren knapp 29 Tausend Euro. Die andere Person hingegen erh\u00e4lt am Ende des Jahres nicht 29 Tausend, sondern 29 Millionen Euro ausgezahlt. Es sind die exakt gleichen Jobs, den gleichen bl\u00f6den Chef, die gleichen nervigen Kollegen, sie sitzen im gleichen deprimierenden B\u00fcro im Keller ohne Fenster. Es sind die gleichen Umst\u00e4nde, und trotzdem ist alles radikal anders, weil die Erwartung an die Zukunft eine v\u00f6llig andere ist. Hoffnung macht alles anders. Hoffnung ist eine gef\u00e4hrliche Sache.<br \/>\nDie r\u00f6mischen Kaiser hatten ziemlich schnell verstanden, dass die christliche Hoffnung eine gef\u00e4hrliche Sache ist. Sie haben alles versucht und alles darangesetzt, die christliche Hoffnung im Keim zu ersticken. Einige von ihnen haben die Christen brutal verfolgt. Und sie sind alles rigoros gescheitert. Die Hoffnung war nicht nur gef\u00e4hrlich. Sie war unaufhaltsam. Was war die Hoffnung der fr\u00fchen Christen? Die Hoffnung der Christen war ganz auf eine Person fixiert. Paulus nennt ihn den neuen Adam. Drei Dinge lernen wir \u00fcber den letzten Adam: erstens, wof\u00fcr er steht; zweitens, was er vollbracht hat; drittens, welche Hoffnung er schenkt.<\/p>\n<p><strong>1. Wof\u00fcr er steht<\/strong><br \/>\nIn den Versen 42-44 hatte Paulus zwei Leiber miteinander verglichen, die nicht unterschiedlicher h\u00e4tten sein k\u00f6nnen. Die Unterschiede sind: verweslich versus unverweslich; armselig versus herrlich; schwach versus stark; und schlie\u00dflich irdisch und \u00fcberirdisch. Paulus schlie\u00dft an diese Gegen\u00fcberstellung an. In den Versen 45-49 sehen wir wie Paulus den ersten und den letzten Adam miteinander vergleicht und in Kontrast zueinander setzt. Vers 45: \u201eSo steht es auch in der Schrift: Adam, der erste Mensch, wurde ein irdisches Lebewesen. Der letzte Adam wurde lebendig machender Geist.\u201c Der erste Adam wurde lebendig gemacht. Der letzte Adam hingegen ist der lebendig machende Geist. David Garland kommentiert, dass der Ausdruck \u201elebendig machen\u201c ein Synonym f\u00fcr die Auferweckung der Toten ist. Garland schreibt: \u201eDer Punkt ist folgender: wenn es einen nat\u00fcrlichen Leib gibt, der durch den ersten Adam im ges\u00e4ten Leib verk\u00f6rpert wird, dann muss es auch einen geistlichen Leib geben, der durch den letzten Adam, den auferstandenen Christus, verk\u00f6rpert wird. Der erste ist f\u00fcr das Dasein in der Sch\u00f6pfung geeignet, der zweite wird f\u00fcr das Dasein in der kommenden Welt geeignet sein.\u201c In Vers 46 macht Paulus uns auf die Reihenfolge aufmerksam: \u201eAber zuerst kommt nicht das \u00dcberirdische; zuerst kommt das Irdische, dann das \u00dcberirdische.\u201c Die Idee dahinter ist nat\u00fcrlich, dass das Letzte das ist, was endg\u00fcltig ist; das Letzte ist das, was am Ende des Tages bleiben wird.<br \/>\nNicht nur das Wesen ist unterschiedlich. Die Herkunft der Adams ist unterscheidet sich. Vers 47: \u201eDer erste Mensch stammt von der Erde und ist Erde; der zweite Mensch stammt vom Himmel.\u201c Mit der unterschiedlichen Herkunft ist auch klar, dass die unterschiedlichen Adams in v\u00f6llig unterschiedlichen Welten zu Hause sind. Und dann zeigt uns Paulus in den Versen 48 und 49, wie unsere Leben mit dem ein oder anderem Adam zusammenh\u00e4ngen: \u201eWie der von der Erde irdisch war, so sind es auch seine Nachfahren. Und wie der vom Himmel himmlisch ist, so sind es auch seine Nachfahren. Wie wir nach dem Bild des Irdischen gestaltet wurden, so werden wir auch nach dem Bild des Himmlischen gestaltet werden.\u201c<br \/>\nEin Punkt, bevor wir fortfahren. Ganz egal ob du an die Realit\u00e4t des Himmlischen glaubst oder vielleicht auch nicht, du hast eine Sehnsucht danach. Und wenn wir emotional nicht komplett abstumpfen, dann sp\u00fcren wir diese Sehnsucht praktisch jeden einzelnen Tag. Wer von euch hatte schonmal Heimweh? Die Antwort ist jeder. Vielleicht hatten viele von uns schonmal Heimweh, obwohl wir zu Hause sind. Warum? Weil wir insgeheim wissen, dass der Ort, den wir unser Zuhause nennen, nicht wirklich unser Zuhause ist. Warum hast du Fernweh? Weil du die Hoffnung hast, dass irgendwo weit drau\u00dfen das Paradies ist, der Ort der Sehns\u00fcchte, an dem du alle Sch\u00f6nheit der Welt vermutest. Warum tun uns Abschiede so weh und warum vermissen wir Menschen? Vielleicht ist der Grund, weil die kleinen Abschiede ein bitterer Vorgeschmack auf die gro\u00dfen Abschiede sind, wenn geliebte Menschen uns f\u00fcr immer verlassen, weil sie versterben. Und das ist etwas, was unser Herz nicht wahrhaben kann, weil wahre Liebe etwas ist, was ewig sein muss. Warum liebst du Musik? Vielleicht bist du auf der Suche nach dem Lied der Lieder, das Lied, die Melodie, die Harmonie, die dein ganzes Herz zum Schwingen bringt, und du bist frustriert, weil die sch\u00f6nsten und besten Konzerte und Musikerlebnisse immer ein Gef\u00fchl von Entt\u00e4uschung hinterlassen.<br \/>\nGreg Boyd sagte einmal, dass wenn wir Schmerzen haben, das h\u00e4ufig ein Indiz daf\u00fcr ist, dass etwas nicht so ist, wie es sein sollte. Hypothetisches Beispiel: du bist zu hastig durch die Wohnung gelaufen, und du stolperst, weil du mit dem kleinen Zeh am T\u00fcrrahmen h\u00e4ngengeblieben. Was wird passieren? Der kleine Zeh wird anschwellen, rot werden und sich in seiner Gr\u00f6\u00dfe verdoppeln. Und vor allem wirst du richtig Schmerzen haben, weil kleine Zehen nicht dazu da sind, am T\u00fcrrahmen h\u00e4ngenzubleiben. Wir alle haben Schmerzen in unserer Seele. Unser Herz schmerzt. Warum? Vielleicht deshalb, weil unsere Herzen nicht das haben und das bekommen, wozu sie gemacht sind.<br \/>\nGanz egal wie und wo wir aufgewachsen sind, wir alle haben einen Hunger nach Sch\u00f6nheit, Herrlichkeit, Ewigkeit und Liebe. Und jeder Schmerz, den unsere Seele in dieser Welt versp\u00fcrt, ist im Grunde genommen eine Sehnsucht nach dem Himmlischen. Jesus ist der himmlische Adam. Er kommt von dem Ort unserer Sehns\u00fcchte. Er ist es, der in seiner Essenz alles beinhaltet, was den Himmel ausmacht: unser Zuhause, unsere gro\u00dfe Liebe, unsere Herrlichkeit, unsere Sch\u00f6nheit. Jedes ungestillte Verlangen, das du in deinem Herzen hast, ist in Wirklichkeit ein Verlangen nach Jesus.<br \/>\nHier ist eine ganz praktische Anwendung: wenn du traurig, niedergeschlagen, entmutigt, unzufrieden, unerf\u00fcllt bist, mach dich der Tatsache bewusst: das, was du eigentlich in deinem Herzen willst, ist das, was der letzte Adam repr\u00e4sentiert, das Himmlische. Und kein Geld, kein Urlaub, kein Erlebnis, nichts in dieser Welt, noch nicht einmal die besten Beziehungen zu den besten Menschen werden dich wirklich dauerhaft gl\u00fccklich machen k\u00f6nnen, wenn du Jesus nicht hast.<\/p>\n<p><strong>2. Was er vollbracht hat<\/strong><br \/>\nIn Vers 50 schreibt Paulus: \u201eDamit will ich sagen, Br\u00fcder und Schwestern: Fleisch und Blut k\u00f6nnen das Reich Gottes nicht erben; das Verwesliche erbt nicht das Unverwesliche.\u201c Was ist mit Fleisch und Blut gemeint? Der zweite Teil von Vers 50 erkl\u00e4rt den ersten Teil: Fleisch und Blut stehen f\u00fcr das, was verweslich und verg\u00e4nglich ist. Ganz egal, wie gut wir mit unserem K\u00f6rper umgehen, jeder K\u00f6rper wird \u00e4lter werden und uns schlie\u00dflich im Stich lassen. F\u00fcr das Reich Gottes braucht es einen qualitativ v\u00f6llig anderen K\u00f6rper. Nicht einen K\u00f6rper der weniger materiell ist als unser jetziger K\u00f6rper; sondern ein K\u00f6rper, der noch materieller, noch realer, noch echter ist und deshalb unverg\u00e4nglich. Und genau das ist es, was wir in Jesus Christus bekommen werden.<br \/>\nVers 53: \u201eDenn dieses Verwesliche muss sich mit Unverweslichkeit bekleiden und dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit.\u201c Was ist also das, was Jesus f\u00fcr uns vollbracht hat? Drei Dinge erw\u00e4hnt Paulus hier: Jesus hat den Graben \u00fcberbr\u00fcckt; Jesus hat die S\u00fcnde \u00fcberwunden; und Jesus hat den Tod besiegt.<br \/>\nDer erste Punkt ist offensichtlich: aus uns heraus kann niemand das Reich Gottes ererben. Niemand kann aus sich heraus Gott finden. Der russische Astronaut Gagarin war der erste Mensch im Weltall. Er soll angeblich gesagt haben (sehr wahrscheinlich wurde ihm das Zitat aber nur zugeschrieben): \u201eich sehe keinen Gott hier oben.\u201c C.S. Lewis Antwort darauf war, dass das ungef\u00e4hr so sinnvoll ist, wie wenn Hamlet sich auf den Dachboden seines Schlosses auf die Suche nach Shakespeare macht: \u201eWo ist Shakespeare? Ich sehe keinen Shakespeare!\u201c Mit anderen Worten, es gibt absolut nichts, was uns in irgendeiner Form dazu qualifiziert, das Himmlische zu finden geschweige denn zu ererben. Aber das, was wir nicht tun konnten, ist das, was Gott in Jesus Christus tut. Nicht wir sind es, die zu Gott kamen. Gott ist es, der in Jesus zu uns kommt. Jesus, der Sohn Gottes, wurde Mensch genauso wie wir. Jesus a\u00df und trank, er erfuhr Krankheit und Schmerzen, er lebte wirklich mitten unter uns Menschen. Als er von den Toten auferstand, hatte er einen neuen Auferstehungsleib, der unverg\u00e4nglich ist. Er wurde der letzte Adam, der die Br\u00fccke baut zwischen dem Himmlischen und dem Irdischen, zwischen dem Ewigen und dem Verg\u00e4nglichen, zwischen Gott und uns.<br \/>\nJesus hat au\u00dferdem den Tod besiegt. In den Versen 54 und 55 bricht Paulus in einen Jubel aus: \u201eWenn sich aber dieses Verwesliche mit Unverweslichkeit bekleidet und dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit, dann erf\u00fcllt sich das Wort der Schrift: Verschlungen ist der Tod vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? \/ Tod, wo ist dein Stachel?\u201c Paulus h\u00e4tte verschiedene Verben verwenden k\u00f6nnen, um die Tatsache zu verk\u00fcndigen, dass der Tod besiegt ist. Er verwendet das Wort \u201everschlingen\u201c. Wenn etwas auf unserem Esstisch liegt, dann gibt es zwei M\u00f6glichkeiten, es zu beseitigen: wir k\u00f6nnen es entweder abr\u00e4umen oder wir k\u00f6nnen es essen. Das griechische Wort ist katepothe, und es bedeutet verschlucken, verschlingen oder vernichten. Und alle diese Verben sind angemessen. (Stellen wir uns einen gro\u00dfen Burger vor, und wir sagen: \u201eich vernichte jetzt diesen Burger\u201c). So gr\u00fcndlich, so entschieden, so zweifellos und unbestritten ist der Sieg Jesu \u00fcber den Tod. Der Tod ist jetztnur noch ein Schatten seiner selbst. Ein k\u00fcmmerlicher Rest. Und eines Tages wird es den Tod nicht mehr geben.<br \/>\nUnd Jesus hat die S\u00fcnde \u00fcberwunden. Paulus hatte die rhetorische Frage gestellt: \u201eTod, wo ist dein Stachel?\u201c Und Paulus erkl\u00e4rt den Stachel in Vers 56: \u201eDer Stachel des Todes aber ist die S\u00fcnde, die Kraft der S\u00fcnde ist das Gesetz.\u201c Das Bild vom Stachel, das Paulus verwendet, ist vermutlich nicht einfach nur ein Dorn, was an sich schon schmerzhaft genug ist. Gemeint ist wahrscheinlich ein Stachel, der giftig ist. Gestochen zu werden, hei\u00dft nicht nur, dass es weh tut; es bedeutet, dass wir an dem Gift elendig zugrunde gehen. Und dieser Stachel ist die S\u00fcnde, und die Kraft der S\u00fcnde das Gesetz. Ganz kurzer Ausflug in die paulinische Theologie: Paulus erkl\u00e4rt im R\u00f6merbrief, wie Gesetz und S\u00fcnde miteinander zusammenh\u00e4ngen. Hier erw\u00e4hnt er das in einem einzigen Satz; mehr muss er vermutlich nicht erw\u00e4hnen, weil die Korinther viele Predigten von Paulus geh\u00f6rt hatten. Sie verstanden sehr gut, was er meinte.<br \/>\nS\u00fcnde ist die Trennung von Gott. Das, was den Tod so schmerzhaft und so giftig macht, ist die Tatsache, dass wir durch unsere S\u00fcnde von Gott getrennt sind; der Gott, der der Ursprung allen Lebens ist; getrennt von dem Gott, der uns liebt; getrennt von dem Gott, der unser Vater ist.<br \/>\nWie hat Jesus dann dem Tod den Stachel genommen? Wie hat Jesus die S\u00fcnde \u00fcberwunden? Und die Antwort ist am Kreuz. Jesus erfuhr selbst den Stachel des Todes. Jesus wurde gestochen; er wurde nicht nur gestochen, sondern durchbohrt. Es waren nicht nur die Eisenn\u00e4gel in den Handgelenken und F\u00fc\u00dfen. Jesus trank den Kelch. Er nahm das ganze Gift unserer S\u00fcnde auf sich und in sich. Nichts blieb ihm erspart. Wir haben gesagt, dass S\u00fcnde Trennung von Gott ist. Am Kreuz wurde Jesus von Gott verlassen. Gott wandte sein Angesicht von Jesus ab. Gott kehrte Jesus den R\u00fccken zu. Jesus erfuhr die Trennung von Gott, die wir h\u00e4tten erfahren m\u00fcssen. Jesus erfuhr die Verworfenheit, die wir verdient hatten. Er hat alle unsere Schuld und alle unsere S\u00fcnde bis ans Ende getragen. Das ist die Art und Weise wie Jesus die S\u00fcnde \u00fcberwunden hat.<br \/>\nDas ist es, was der neue Adam f\u00fcr uns vollbracht hat: Jesus \u00fcberbr\u00fcckte den Graben; Jesus verschlang den Tod; und Jesus triumphierte \u00fcber die S\u00fcnde.<\/p>\n<p><strong>3. Welche Hoffnung er uns gibt<\/strong><br \/>\nDie Auferstehung Jesu ist das zentrale Ereignis in unserer Geschichte, die uns mit Hoffnung erf\u00fcllt. Kein anderes Ereignis, keiner andere Nachricht ist so zentral wichtig. John Orberg sagte folgendes \u00fcber den Ostersonntag: \u201eDer Sonntag ist der gro\u00dfartigste Tag in der Geschichte der Welt. Am Sonntag wurde ein Stein weggerollt. Niemand hat den Sonntag kommen sehen. Der Sonntag war ein Tag von solch unerwarteter, den Tod trotzender, das Grab besiegender, die Angst zerst\u00f6render, Freude bringender, Leben spendender, transzendenter Hoffnung, dass die Welt immer noch nicht dar\u00fcber hinweggekommen ist. Pfingstler jubeln noch immer dar\u00fcber, Charismatiker tanzen noch immer deswegen, Baptisten sagen immer noch \u201eAmen\u201c dazu, UBFler studieren es noch immer, und Anglikaner sto\u00dfen noch immer mit Rotwein darauf an.\u201c<br \/>\nJohn Ortberg spricht von transzendenter Hoffnung. Welche Hoffnung k\u00f6nnen wir hier mitnehmen? In Vers 58 schreibt der Apostel: \u201eDaher, meine geliebten Br\u00fcder und Schwestern, seid standhaft und unersch\u00fctterlich, seid stets voll Eifer im Werk des Herrn und denkt daran, dass im Herrn eure M\u00fche nicht vergeblich ist!\u201c Die Hoffnung ist, dass unsere Arbeit im Herrn nicht vergeblich ist. Wir wollen uns kurz die Zeit nehmen, das ein wenig durchzudenken.<br \/>\nGreg Boyd erz\u00e4hlte in einer Predigt davon, wie er mit einem Atheisten eine \u00f6ffentliche Debatte \u00fcber die Auferstehung hatte. Nach der Debatte kam eine Frau auf ihn zu, die nicht gl\u00e4ubig war. Auf der einen Seite glaubte wollte sie nicht daran glauben, dass es nach dem Tod noch irgendetwas gibt. Aber auf der anderen Seite hatte manches, was Boyd gesagt hatte, ihr zu denken gegeben. Und Boyd, der Philosoph, zeigte ihr, dass ohne die Auferstehung alles sinnlos ist. Er gebrauchte dabei folgende Illustration. Im Jahr 1917 kam es zur Oktoberrevolution in Russland. Die kommunistischen Bolschewiki unter der F\u00fchrung von Lenin ergriffen die Macht. Es folgte ein schlimmer B\u00fcrgerkrieg, bei dem Millionen von Menschen ums Leben kamen. Millionen von Menschen sind f\u00fcr den Kommunismus gestorben. Aber hier ist das Tragische: der Kommunismus selbst ist ebenfalls eine Idee, die gescheitert ist. Hier war deshalb Boyds Frage: rein geschichtlich betrachtet, w\u00fcrdest du nicht sagen, dass die Millionen von Menschen, die bei der Revolution ums Leben gekommen sind, umsonst gestorben sind? Weil das, wof\u00fcr sie lebten und starben, keine bleibende Zukunft hatte?<br \/>\nUnd als sie die Frage bejahte, war die Folgefrage: ist dann nicht jede andere Sache, f\u00fcr die wir leben, genauso sinnlos, weil wir am Ende alle sterben? Warum z.B. w\u00fcrdest du jemanden helfen wollen, wenn er eines Tages sterben wird und deshalb nichts dauerhaft von deiner Hilfe hat? Und nicht nur er stirbt, alle seine geliebten Menschen werden sterben, seine Kinder werden sterben, du selbst wirst sterben, alle werden sterben, wenn die Erde stirbt, wenn die Sonne stirbt in einem langsam vor sich hinsiechenden Universum? Sind wir am Ende nicht alle Verlierer?<br \/>\nOhne die Auferstehung sind wir alle Verlierer. (Das haben wir auch gestern durch die Predigt gestern gelernt). Paulus schreibt: \u201eDaher, meine geliebten Br\u00fcder und Schwestern, seid standhaft und unersch\u00fctterlich, seid stets voll Eifer im Werk des Herrn und denkt daran, dass im Herrn eure M\u00fche nicht vergeblich ist!\u201c Weil Jesus von den Toten auferstanden ist, ist nichts von dem, was du im Herrn tust vergeblich. Du liest mit einer anderen Person die Bibel? Es ist nicht vergeblich. Du bringst einem Kind Lesen und Schreiben bei? Es ist nicht vergeblich. Du evangelisierst in der Schule, an der Uni, am Arbeitsplatz, unter Freunden? Es ist nicht vergeblich. Du pflegst deine kranken Angeh\u00f6rigen? Es ist nicht vergeblich. Du betest f\u00fcr Heilung, f\u00fcr Erweckung, f\u00fcr die Wiederherstellung von zerbrochenen Beziehungen. Es ist nicht vergeblich. Deine Arbeit im Hernn, egal ob du Taxifahrer, Buchhalter, Kinderg\u00e4rtner, Verk\u00e4ufer oder Manager bist, ist nicht vergeblich. Du bepflanzt einen Garten. Es ist nicht vergeblich. Du gehst mit deinem Ehepartner auf ein Date. Es ist nicht vergeblich. Nichts von dem, was du im Herrn tust, ist vergeblich. Alles, was du im Herrn tust, hat seinen Wert, hat seinen Platz, hat seine bleibende, ewige Bedeutung.<br \/>\nN.T. Wright, der sich produktiver mit dem Thema der Auferstehung auseinandergesetzt hat als alle anderen heute lebenden Theologen, hat folgendes geschrieben: \u201eWie Gott unser Gebet, unsere Kunst, unsere Liebe, unser Schreiben, unser politisches Engagement, unsere Musik, unsere Ehrlichkeit, unsere t\u00e4gliche Arbeit, unsere Seelsorge, unseren Unterricht, unser ganzes Selbst annehmen wird \u2013 wie Gott all dies aufnehmen und seine vielf\u00e4ltigen F\u00e4den zu dem herrlichen Gem\u00e4lde seiner neuen Sch\u00f6pfung verweben wird, davon k\u00f6nnen wir derzeit keine Vorstellung haben. Dass er dies tun wird, ist Teil der Wahrheit der Auferstehung und vielleicht einer der tr\u00f6stlichsten Aspekte von allen.\u201c Das ist die Hoffnung, die wir durch die Auferstehung Jesu bekommen. Und wie wir wissen ist ein wenig Hoffnung eine gef\u00e4hrliche Sache.<br \/>\nCraig Bloomberg schreibt in seinem Kommentar: \u201eDie Auferstehung verdeutlicht vier grundlegende Prinzipien, die das gesamte Leben pr\u00e4gen: Die Wahrheit ist st\u00e4rker als die L\u00fcge, das Gute ist st\u00e4rker als das B\u00f6se, die Liebe ist st\u00e4rker als der Hass und das Leben ist st\u00e4rker als der Tod.\u201c<br \/>\nR. hatte zu mir gemeint, dass das Orgateam mich als Prediger f\u00fcr diesen Gottesdienst vorgeschlagen hatte, weil ich zum Schluss die Anwendungen der Lehre weitergeben soll. Ich tue mich mit konkreten Anwendungen etwas schwer, weil es so viele verschiedene gibt; und weil jeder von euch mit unterschiedlichen Herausforderungen und Problemen zu tun hat. Wir wollen zum Schluss folgendes machen. Wir beginnen einen Satz mit folgenden Worten: \u201eWeil Jesus von den Toten auferstanden ist, \u2026\u201c Und dann wollen wir uns ein paar Minuten Zeit nehmen, diese Satz f\u00fcr uns zu Ende zu formulieren. Hier sind zwei Beispiele: \u201eWeil Jesus von den Toten auferstanden ist, brauche ich keine Angst mehr vor der Abschlusspr\u00fcfung zu haben\u2026 weil Jesus von den Toten auferstanden ist, will ich mit Gott keine halben Sachen mehr machen; ich will ihm mein ganzes Leben geben, ich will nichts mehr zur\u00fcckhalten\u2026\u201c<br \/>\nFalls du nicht an die Auferstehung Jesu glauben kannst, falls du noch auf der Suche nach Gott bist, kannst du gerne den Satz mit folgenden Worten beginnen: \u201eWenn Jesus wirklich von den Toten auferstanden sein sollte, \u2026\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>David Garland: \u201cThe point is this: If there is a natural body represented by the first Adam in sown body, then there must be a spiritual body represented by the last Adam, the risen Christ. The first is appropriate for existence in creation; the second will be appropriate for existence in the world to come.\u201d<\/p>\n<p>Craig Bloomberg: \u201cthe resurrection demonstrates four sweeping principles that affect all of life: truth is stronger than falsehood, good is stronger than evil, love is stronger than hatred, and life is stronger than death.\u201d<\/p>\n<p>N T Wright: \u201cHow God will take our prayer, our art, our love, our writing, our political action, our music, our honesty, our daily work, our pastoral care, our teaching, our whole selves \u2013 how God will take this and weave its varied strands into the glorious tapestry of his new creation, we can at present have no idea. That he will do so is part of the truth of the resurrection, and perhaps one of the most comforting parts of all.\u201d<\/p>\n<p>William Barber: \u201cJesus came down from heaven. But he was born among the rejected. He came in the form of a servant. He lived among the rejected. He ministered among the rejected. He died and was crucified as rejected. [\u2026] But early Sunday morning, from the grave he led a resurrection revival: a revival of love; a revival of justice; a revival of mercy; a revival of grace. And that same power is available to the rejected today: revival power; resurrection power; love power; mercy power; telling the truth power.\u201d<\/p>\n<p>John Ortberg: \u201cSunday is the greatest day in the history of the world. On Sunday, a stone was rolled away. Nobody saw Sunday coming. Sunday was a day of such unexpected, death-defying, grave-defeating, fear-destroying, joy-producing, live-giving, transcendant hope that the world has still not gotten over it. Pentecostals are still shouting about it, Charismatics are still dancing because of it, Baptists are still amening it, Presbyterians are still studying it, Episcopalians are still toasting it with Sherry.\u201d<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download [ODT]&nbsp; [PDF] &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bibeltext&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Der neue Adam \u201eDer erste Mensch stammt von der Erde und ist Erde; der zweite Mensch stammt vom Himmel.\u201c (1. Korinther 15,47) Vor ein paar Wochen hatte ein junger Politiker namens James Talarico in einer lokalen Wahl einen kleinen aber sehr viel beachteten Sieg errungen. 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