{"id":1389,"date":"2011-03-14T21:51:28","date_gmt":"2011-03-14T20:51:28","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1389"},"modified":"2023-01-29T21:15:17","modified_gmt":"2023-01-29T20:15:17","slug":"predigt-matthaus-31-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-matthaus-31-17\/","title":{"rendered":"Predigt: Matth\u00e4us 3,1 &#8211; 17"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/P11Mt03-0117.doc\">Download<\/a><\/strong><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Tut\u00a0 Bu\u00dfe,\u00a0 denn\u00a0 das\u00a0 Himmelreich<\/h2>\n<h2 style=\"text-align: center;\">ist\u00a0 nahe\u00a0 herbeigekommen!<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong> \u201eUnd sprach: Tut Bu\u00dfe, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!\u201c<em> <\/em><\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(3,2)<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Wir sind Gott dankbar, dass wir ab heute das Matth\u00e4usevangelium betrachten k\u00f6nnen. Der Verfasser Matth\u00e4us war selbst ein J\u00fcnger Jesu, der Jesus etwa drei Jahre lang nachgefolgt war und sein Leben aus n\u00e4chster N\u00e4he beobachtet hatte. In seinem Bericht bezeugt er Jesus als den K\u00f6nig, der f\u00fcr die Juden und f\u00fcr alle Menschen gekommen ist. Unser heutiger Text handelt vom Auftreten Johannes des T\u00e4ufers, der mit der Predigt der Bu\u00dfe die Menschen auf das Kommen Jesu vorbereitete, von der Reaktion der Menschen darauf und von der Taufe Jesu. Johannes predigte allen, die zu ihm kamen: <strong>\u201eTut Bu\u00dfe, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!\u201c<\/strong> Was bedeutet diese Botschaft f\u00fcr die Menschen damals und uns heute? Wie k\u00f6nnen wir Bu\u00dfe tun, sodass wir das Himmelreich hier schon erleben und es dort ewig genie\u00dfen k\u00f6nnen? Gott helfe jedem von uns, seine Botschaft zu h\u00f6ren und vom Herzen darauf zu antworten!<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>I. Johannes der T\u00e4ufer und seine Predigt (1-4)<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Von welchem bedeutsamen Ereignis berichtet unser Text? Betrachten wir den Vers 1: <strong>\u201eZu der Zeit kam Johannes der T\u00e4ufer und predigte in der W\u00fcste von Jud\u00e4a\u201c.<\/strong> Es geht darum, dass Johannes der T\u00e4ufer auftrat und in der W\u00fcste predigte. Wie die meisten wissen, war Johannes nach dem Lukasevangelium der Sohn eines Priesterehepaars namens Zacharias und Elisabeth. Schon vor seiner Zeugung hatte der Engel Gottes seinen Namen bestimmt (Johannes bedeutet: Gott ist gn\u00e4dig) und \u00fcber ihn vorausgesagt, dass er \u201evor ihm hergehen\u201c und viele im Volk bekehren w\u00fcrde (Lk 1,16-17). Nun kam Johannes tats\u00e4chlich und predigte in der W\u00fcste von Jud\u00e4a den Menschen. In der Geschichte hatte es immer wieder Propheten gegeben, die Gott dazu beauftragt hatte, dem Volk zu predigen. Auf diese Weise hatte Gott immer wieder sein Volk angesprochen. Doch seit dem Auftreten des Propheten Maleachi hatte Gott in den letzten 400 Jahren sich in Schweigen geh\u00fcllt und nicht mehr zu seinem Volk geredet. Als Gott so lange schwieg, wurden die Menschen unsicher. Liebte Gott sie noch? Betrachtete er sie noch als sein Volk, oder hatte er sie wegen ihrer S\u00fcnden aufgegeben? Ohne Gottes Reden wurden die Menschen geistlich orientierungslos. Lohnte es sich \u00fcberhaupt noch, dass sie nach Gott suchten und sich bem\u00fchten, nach seinem Willen zu leben? Doch was passierte? <strong>\u201eZu der Zeit kam Johannes der T\u00e4ufer und predigte in der W\u00fcste von Jud\u00e4a\u201c.<\/strong> Gott redete wieder zu seinem Volk! Gott hatte sein Schweigen gebrochen und sandte seinen Knecht, um ihnen seine Botschaft zu sagen. Wie froh m\u00fcssen sie gewesen sein, dass Gott sich ihnen wieder zuwandte und zu ihnen redete! Wie froh machend, dass Gott wieder zu ihnen sprach!<\/p>\n<p>Welche Botschaft lie\u00df Gott nach seinem 400-j\u00e4hrigen Schweigen Johannes predigen? Lesen wir noch einmal den Vers 2: <strong>\u201e<\/strong><strong>und sprach: Tut Bu\u00dfe, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!\u201c<\/strong> Gottes Botschaft ist keine geringere als die, dass das Himmelreich nahe herbeigekommen ist. Was f\u00fcr eine klasse Nachricht! Denn das bedeutet, dass Gott seine gute Herrschaft in uns Menschen aufrichten will! Sein Leben unter Gottes Herrschaft zu f\u00fchren, bedeutet ein Leben in einer richtigen, herzlichen Beziehung zu Gott, ein Leben voller Sinn, bei dem Gottes Friede, Freude und wahres Gl\u00fcck in unser Leben str\u00f6men. Gott will, dass wir dadurch schon hier in unserem Herzen das Himmelreich erfahren und es danach in Vollkommenheit ewig genie\u00dfen k\u00f6nnen. Eigentlich war das Himmelreich f\u00fcr uns Menschen wegen unserer S\u00fcnde unerreichbar weit weg. Aber Johannes\u2019 Verk\u00fcndigung macht es ganz klar: Gott will nun sein Reich aufrichten und l\u00e4dt jeden dazu ein, das neue Leben unter seiner guten Herrschaft zu f\u00fchren. \u00a0Gott will \u00fcber uns regieren, damit wir erleben k\u00f6nnen, wie gut er es\u00a0 mit uns meint, und seine gute Herrschaft hier und in Ewigkeit genie\u00dfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wie sollten die Menschen auf die Tatsache, dass das Himmelreich nahe herbeigekommen ist, reagieren? Wie sollen auch wir heute auf Gottes Einladung reagieren? Johannes beginnt mit den Worten: <strong>\u201eTut Bu\u00dfe \u2026!\u201c<\/strong> Wir sollen Gottes Einladung annehmen und uns daf\u00fcr entscheiden, unser Leben von nun an unter Gottes guter Herrschaft zu f\u00fchren. Wir sollen unser Bestes tun, unser ganzes Denken und alle Bereiche unseres Lebens unter Gottes Herrschaft zu stellen. Fr\u00fcher, als wir unter der Herrschaft des Egos lebten, war immer unsere Frage: \u201eWas will ich? Was ist f\u00fcr mich vorteilhaft?\u201c Stattdessen sollen wir uns fragen: \u201eWas will Gott? Was ehrt ihn am meisten und was ist f\u00fcr sein Reich am besten?\u201c, und sollen unsere Gedanken und Taten davon leiten lassen. In unserer Zeit wollen die meisten Menschen m\u00f6glichst gro\u00dfer Freiheit haben und unter niemandes Herrschaft leben. Auch unsere alte Natur will sich niemandem unterordnen. Sicherlich ist jeder von uns davon mehr oder weniger stark beeinflusst. Wenn wir das merken, sollen wir f\u00fcr solche Bestrebungen Bu\u00dfe tun und uns Gottes guter Herrschaft unterstellen. Die meisten von uns haben sich f\u00fcr ein Leben unter Gottes Herrschaft entschieden und haben das Himmelreich als ihr Ziel erkannt. Aber vielleicht ist es bei manchen so, dass ihr praktisches Leben nicht so sehr von diesem Ziel gepr\u00e4gt ist und Gottes Herrschaft in ihrem Alltag keine gro\u00dfe Rolle spielt. Sie sollen Bu\u00dfe tun und sich entschlossener mit dem Wort und Gebet darum bem\u00fchen, dass Gott seine Herrschaft in ihrem Leben auch verwirklichen kann. \u2013 Manche wollen unter Gottes Herrschaft leben; aber sie leben praktisch oft in Sorgen wegen allen m\u00f6glichen Dingen. Sie sollen Bu\u00dfe tun und Gott vertrauen, der ihr Leben und das ihrer N\u00e4chsten in der Hand h\u00e4lt. \u2013 Manche wollen unter Gottes Herrschaft leben, aber sie haben wie eine Gewohnheit traurige Gef\u00fchle und selbstmitleidige Gedanken in sich. Sie sollen Bu\u00dfe tun und sich bewusst machen, was f\u00fcr ein Privileg es ist, dass sie unter Gottes Herrschaft leben d\u00fcrfen und dass das Himmelreich auf sie wartet. Einige haben vielleicht oft kein klares Bild davon, was es in der jeweiligen Situation hei\u00dft, nach Gottes Willen zu leben. Aber wenn wir t\u00e4glich unsere Entscheidung festhalten, unter Gottes Herrschaft zu leben, und auf sein Wort h\u00f6ren und beten, werden wir immer mehr lernen, unter seiner Herrschaft nach seinem guten Willen zu leben.<\/p>\n<p>Welche Bedeutung hat Johannes\u2019 Predigt in der Geschichte? Betrachten wir dazu den Vers 3: <strong>\u201eDenn dieser ist&#8217;s, von dem der Prophet Jesaja gesprochen und gesagt hat: Es ist eine Stimme eines Predigers in der W\u00fcste: Bereitet dem Herrn den Weg und macht eben seine Steige!\u201c<\/strong> Johannes\u2019 Auftreten in der W\u00fcste war alles andere als ein Zufall. Denn seine Predigt in der W\u00fcste war etwas, was Gott schon lange geplant hatte. Als Johannes in der W\u00fcste predigte, wurde Gottes Prophezeiung, die er etwa 700 Jahre vorher durch Jesaja verk\u00fcndigt hatte, exakt erf\u00fcllt, und zwar sowohl hinsichtlich des Predigers, des Ortes und auch des Inhalts seiner Botschaft. Denn wie von Gott verhei\u00dfen, diente Johannes\u2019 Predigt dazu, den Weg des Herrn vorzubereiten und ihm den Zugang zu den Herzen der Menschen zu ebnen. Diese Tatsache zeigt uns, dass wir uns auf Gottes Worte100%-ig verlassen k\u00f6nnen, denn sie gehen exakt in Erf\u00fcllung.<\/p>\n<p>Wie lebte Johannes f\u00fcr die Erf\u00fcllung seiner Aufgabe? Betrachten wir Vers 4: <strong>\u201e<\/strong><strong>Er aber, Johannes, hatte ein Gewand aus Kamelhaaren an und einen ledernen G\u00fcrtel um seine Lenden; seine Speise aber waren Heuschrecken und wilder Honig.\u201c<\/strong> Johannes\u2019 Lebensstil war wirklich einfach. Habt ihr fr\u00fcher mal probiert, Heuschrecken oder Grash\u00fcpfer zu fangen? Wahrscheinlich wissen es viele noch von fr\u00fcher \u2013 es ist ganz sch\u00f6n schwierig! Dagegen wei\u00df wahrscheinlich niemand aus eigener Erfahrung, wie Heuschrecken schmecken. Aber knusprige Heuschrecken waren notgedrungen Johannes\u2019 Hauptspeise, und wenn er ab und zu mal wilden Honig fand, war der das absolute Highlight auf seinem Speisezettel. Warum lebte Johannes auf so k\u00e4rgliche Weise? Wollte er wie manche heute aus lauter Langeweile ein \u201eSurvival outdoor training\u201c unter extremen Bedingungen machen? Nein! Johannes lebte so, weil er seine Aufgabe von Gott so ernst nahm und sie auf beste Weise erf\u00fcllen wollte. Um das unangenehme Leben in der W\u00fcste zu minimieren, h\u00e4tte Johannes einen Kompromiss schlie\u00dfen und beispielsweise in Jerusalem im Haus seiner Eltern wohnen und nur einmal in der Woche in die W\u00fcste hinausgehen k\u00f6nnen, um zu predigen. Aber Johannes schloss keinen Kompromiss. Er verleugnete seinen Wunsch auf ein normales, einigerma\u00dfen bequemes Leben und lebte in der W\u00fcste, damit er jederzeit f\u00fcr die Menschen da sein und ihnen helfen konnte. Johannes war sich offenbar bewusst, welche gro\u00dfe Bedeutung sein Predigen in der W\u00fcste in Gottes Heilswerk hatte und welche Verantwortung er damit trug. Darum wollte er seine Aufgabe nicht blo\u00df irgendwie erf\u00fcllen, sondern richtete sein ganzes Leben auf die Erf\u00fcllung seiner Mission aus. In Johannes k\u00f6nnen wir ein gutes Beispiel f\u00fcr das segensreiche Leben eines Menschen sehen, der entschieden unter Gottes Herrschaft lebt. M\u00f6ge Gott uns helfen, seine Einladung zum Leben unter seiner Herrschaft neu anzunehmen und unser Leben bewusst unter seiner guten Herrschaft zu f\u00fchren!<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>II. Die Reaktionen der Menschen auf Johannes\u2019 Predigt (5-12)<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Wie reagierten die Menschen auf Johannes\u2019 Predigt? Betrachten wir die Verse 5 und 6: <strong>\u201e<\/strong><strong>Da ging zu ihm hinaus die Stadt Jerusalem und ganz Jud\u00e4a und alle L\u00e4nder am Jordan und lie\u00dfen sich taufen von ihm im Jordan und bekannten ihre S\u00fcnden.\u201c<\/strong> Die Reaktion der Menschen war gewaltig! Matth\u00e4us berichtet, dass die Stadt Jerusalem und ganz Jud\u00e4a und sogar alle L\u00e4nder am Jordan sich aufmachten und zu Johannes gingen, um seine Bu\u00dfpredigt zu h\u00f6ren. Sie waren \u00fcberwiegend Juden, die sich darum bem\u00fcht hatten, ihr Leben nach dem Willen Gottes zu f\u00fchren (keine Menschen, die ihr Leben bis dahin gottlos gef\u00fchrt hatten). Aber sie gingen in Scharen hinaus in die W\u00fcste, um seine Botschaft der Bu\u00dfe zu h\u00f6ren. Und sie h\u00f6rten ihm nicht nur zu, sondern nahmen seine Botschaft auch an und lie\u00dfen sich von ihm taufen. Warum nahmen sie die Strapazen in der W\u00fcste auf sich, um von Johannes seine Aufforderung zur Bu\u00dfe zu h\u00f6ren? Allein der Weg von Jerusalem herunter zum Jordan zieht sich selbst mit dem Reisebus lange hin und geht durch \u00f6des, w\u00fcsten\u00e4hnliches Gebiet. Was muss sie so angezogen haben? Und warum akzeptierten sie auch Johannes Bu\u00dfpredigt und lie\u00dfen sich von ihm taufen? Der Grund war ihre gro\u00dfe Sehnsucht nach dem Himmelreich. \u00c4u\u00dferlich gesehen litten die Leute damals unter der Unterdr\u00fcckung durch die R\u00f6mer und unter wirklicher materieller Armut. Aber ihr schlimmstes Leiden bestand darin, dass sie das Himmelreich nicht hatten und trotz der Aus\u00fcbung ihrer Religion fern von Gott lebten. Sie litten unter dem schlechten Gewissen, weil sie versucht hatten, vor Gott zu leben, aber es nicht konnten. Sie hatten erlebt, dass ihre Gedanken und Gef\u00fchle immer um sie selbst drehten und sie jenseits des Reiches Gottes gelebt hatten. Dass sie sich taufen lie\u00dfen, war der Ausdruck ihres starken Wunsches, ihr Leben von nun an unter Gottes Herrschaft zu f\u00fchren. \u00a0Sie sehnten sich nach der rechten Beziehung zu Gott und nach der Gemeinschaft mit ihm. Sie w\u00fcnschten sich so sehr, im Frieden mit Gott und mit der Zuversicht auf das ewige Himmelreich leben zu k\u00f6nnen. Darum war ihnen kein Weg zu weit und keine M\u00fche zu gro\u00df, wenn dadurch ihre Beziehung zu Gott richtig werden konnte. Darum nahmen sie Johannes\u2019 Bu\u00dfpredigt an und taten Bu\u00dfe und lie\u00dfen sich taufen und bekannten ihre S\u00fcnden, weil sie so sehr w\u00fcnschten, unter Gottes Herrschaft leben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Aber nicht alle, die zu Johannes kamen, kamen mit echter Bereitschaft zur Bu\u00dfe. Betrachten wir Vers 7a: <strong>\u201eAls er nun viele Pharis\u00e4er und Sadduz\u00e4er sah zu seiner Taufe kommen \u2026\u201c<\/strong> Wie wir wissen, waren die Pharis\u00e4er eine besonders strenge Richtung im j\u00fcdischen Glauben, die sich bem\u00fchten, das Gesetz des Mose und ihre eigenen zus\u00e4tzlichen Satzungen zu halten und dabei oft stolz und selbstgerecht waren. Die Sadduz\u00e4er akzeptierten anders als die Pharis\u00e4er nur die f\u00fcnf B\u00fccher Mose und glaubten nicht an die Auferstehung und ein ewiges Leben. Sie waren daher oft irdisch gesinnt und interessiert an Reichtum und politischer Macht.<\/p>\n<p>Wie reagierte Johannes, als er viele Pharis\u00e4er und Sadduz\u00e4er zu seiner Taufe kommen sah? In Vers 7b-10 sprach er zu ihnen: <strong>\u201eIhr Schlangenbrut, wer hat denn euch gewiss gemacht, dass ihr dem k\u00fcnftigen Zorn entrinnen werdet? Seht zu, bringt rechtschaffene Frucht der Bu\u00dfe! Denkt nur nicht, dass ihr bei euch sagen k\u00f6nntet: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. Es ist schon die Axt den B\u00e4umen an die Wurzel gelegt. Darum: jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.\u201c<\/strong> Im ersten Moment m\u00f6gen uns Johannes harte Worte an die Pharis\u00e4er und Sadduz\u00e4er verwundern. Warum sprach er sie mit so harten Worten an? Johannes\u2019 Worte machen ihr Problem deutlich, n\u00e4mlich ihre grundlose Selbstsicherheit. Sie waren sicher, dass sie gerettet werden und ins Himmelreich kommen, weil sie Nachkommen Abrahams waren. Sie dachten, dass sie durch ihre religi\u00f6sen Werke vor Gott in Ordnung w\u00e4ren und garantiert ins Himmelreich k\u00e4men. Johannes verwendete so deutliche Worte, um sie aus ihrer selbstgerechten Haltung und verkehrten Sicherheit herauszuholen und sie zur Bu\u00dfe zu f\u00fchren. Er machte ihnen klar, dass die leibliche Abstammung von Abraham allein vor Gott keine Bedeutung hat, und dass auch sie richtig Bu\u00dfe tun und Frucht der Bu\u00dfe bringen mussten. Denn obwohl sie sich selbst f\u00fcr in Ordnung hielten, waren sie in Wirklichkeit wie B\u00e4ume, an deren Wurzel man schon die Axt gelegt hatte. Auf diese Weise tat Johannes sein Bestes, um auch sie zur Bu\u00dfe zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Hier k\u00f6nnen wir lernen, was es f\u00fcr ein gro\u00dfes Problem es ist, wenn man sich selbst falsch einsch\u00e4tzt und aufgrund irgendwelcher menschlichen Bedingungen oder Werke meint, man sei vor Gott in Ordnung. Wir m\u00fcssen uns klar machen, dass es vor Gott nicht ausreicht, wenn wir von gl\u00e4ubigen Eltern oder Gro\u00dfeltern abstammen oder zu einer bibeltreuen Gemeinde geh\u00f6ren. Es reicht auch nicht aus, wenn wir uns blo\u00df darum bem\u00fchen, Gottes Worte zu halten. Damit wir ins Himmelreich kommen k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir Bu\u00dfe tun. Dabei darf sich unsere Bu\u00dfe nicht nur in unseren Gedanken, reuigen Gef\u00fchlen oder auf dem Papier oder unseren Lippen ereignen. Unsere Bu\u00dfe soll rechtschaffene Frucht hervorbringen, n\u00e4mlich ein ver\u00e4ndertes Leben. M\u00f6ge Gott uns helfen, t\u00e4glich Bu\u00dfe zu tun und unser Leben neu auf das Himmelreich auszurichten! M\u00f6ge Gott uns helfen, Frucht der Bu\u00dfe zu bringen!<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Johannes half den Menschen, die zu ihm kamen, nicht nur mit der Aufforderung zu wahrer Bu\u00dfe; er k\u00fcndigte ihnen auch das Kommen Jesu an, der nach ihm kommen w\u00fcrde. Was sagte er \u00fcber Jesu Wirken? Betrachten wir Vers 11: <strong>\u201e<\/strong><strong>Ich taufe euch mit Wasser zur Bu\u00dfe; der aber nach mir kommt, ist st\u00e4rker als ich, und ich bin nicht wert, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.\u201c<\/strong> Hier k\u00f6nnen wir lernen, dass die Taufe der Menschen durch Johannes mit Wasser eine Vorbereitung f\u00fcr die wahre Taufe mit dem Heiligen Geist war, die Jesus brachte. Denn die Taufe von Johannes mit Wasser basierte auf der Willensentscheidung der Menschen, ein anderes Leben zu f\u00fchren; und sie allein konnte die Menschen noch nicht wirklich ver\u00e4ndern. Doch Jesus tauft uns Menschen mit dem Heiligen Geist, der unsere Herzen wie Feuer gr\u00fcndlich reinigen und l\u00e4utern will. Jeder braucht die Taufe mit dem Heiligen Geist.<\/p>\n<p>Zum anderen lernen wir hier, dass Jesus als Retter und als Richter kommt. Betrachten wir Vers 12: <strong>\u201eEr hat seine Worfschaufel in der Hand; er wird seine Tenne fegen und seinen Weizen in die Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit unausl\u00f6schlichem Feuer.\u201c<\/strong> Bis heute denken viele Menschen, dass Jesus einfach nur gn\u00e4dig w\u00e4re und immer alles vergibt, egal was wir tun und wie wir leben w\u00fcrden. Aber hier lernen wir, dass Jesus sowohl Retter als auch Richter ist. Wer sich von ihm reinigen und retten lassen will, wird von ihm gereinigt und gerecht gesprochen werden. Er wird uns in sein Reich retten, so wie ein Bauer nach dem Dreschen vor dem Regen den Weizen in seine Scheune sammelt. Aber f\u00fcr diejenigen, die ihre S\u00fcnde nicht zugeben und damit aufh\u00f6ren und sich davon reinigen lassen wollen, wird Jesus als Richter kommen; und sein Gericht wird gr\u00fcndlich sein. Auf diese Weise bestimmt Jesus \u00fcber das ewige Schicksal von uns Menschen, n\u00e4mlich das ewige Leben oder der ewige Tod. Gott helfe jedem von uns, Jesus als seinen Retter anzunehmen und sich immer wieder neu von ihm reinigen zu lassen, damit wir ins Himmelreich gehen k\u00f6nnen!<\/p>\n<p><strong>III. Jesu Taufe (13-17)<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Der letzte Abschnitt unseres Kapitels beschreibt Jesu erstes \u00f6ffentliches Auftreten und seine Taufe durch Johannes. Betrachten wir Vers 13: <strong>\u201e<\/strong><strong>Zu der Zeit kam Jesus aus Galil\u00e4a an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen lie\u00dfe.\u201c<\/strong> Jesus kam auch zu Johannes an den Jordan, um sich von ihm taufen zu lassen. Wie wir gerade geh\u00f6rt haben, ist Jesus so w\u00fcrdevoll, dass Johannes nicht einmal wert ist, ihm die Schuhe zu tragen. Aber Jesus wollte sich doch von Johannes taufen lassen wie die s\u00fcndigen Menschen, die Bu\u00dfe und Reinigung brauchten.<\/p>\n<p>Wie reagierte Johannes, als Jesus zu ihm kam? Betrachten wir Vers 14: <strong>\u201e<\/strong><strong>Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf dessen, dass ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir?\u201c<\/strong> Johannes konnte nicht annehmen, dass er Jesus taufen sollte. Er hatte das Bewusstsein, dass er es n\u00f6tig sich von Jesus taufen zu lassen. Denn Jesus war ohne S\u00fcnde und rein, wohingegen Johannes ein s\u00fcndiger Mensch war. Hier sehen wir Johannes\u2019 Selbsterkenntnis und seinen tiefen Respekt gegen\u00fcber Jesus.<\/p>\n<p>Doch wie antwortete Jesus auf Johannes\u2019 Einwand? Vers 15 sagt: <strong>\u201e<\/strong><strong>Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt geschehen! Denn so geb\u00fchrt es uns, alle Gerechtigkeit zu erf\u00fcllen. Da lie\u00df er&#8217;s geschehen.\u201c<\/strong> Jesus bestand darauf, dass er sich von Johannes taufen lassen wollte. So wollte er den Heilsplan Gottes befolgen und alle Gerechtigkeit erf\u00fcllen. Hier sehen wir Jesu Demut und seinen tiefen Respekt gegen\u00fcber Gottes Heilswerk.<\/p>\n<p>Was passierte, als Jesus getauft worden war? Betrachten wir die Verse 16 und 17: <strong>\u201e<\/strong><strong>Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und \u00fcber sich kommen. Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.\u201c<\/strong> Als Jesus nach seiner Taufe wieder aus dem Wasser heraufstieg, tat sich ihm der Himmel auf und der Heilige Geist fuhr wie eine Taube auf Jesus und erf\u00fcllte ihn. Dann sprach eine Stimme vom Himmel herab: <strong>\u201eDies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.\u201c <\/strong>Gott war offenbar froh \u00fcber Jesu Taufe und bekannte sich spontan durch eine Stimme vom Himmel zu Jesus als seinem geliebten Sohn. Dadurch wurde Jesu Taufe vor dem Beginn seiner \u00f6ffentlichen Wirksamkeit zu einer Art Einsetzungszeremonie. Vor allem hat Gott durch dieses Ereignis klar gemacht, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Jesus, der von Johannes getauft und von Gott als sein geliebter Sohn best\u00e4tigt wurde, ist der Christus, der von Gott verhei\u00dfene Retter und K\u00f6nig von uns Menschen. Johannes hat Jesus als den Christus offenbart, indem er bezeugt hat, dass Jesus die bu\u00dffertigen Menschen mit dem Heiligen Geist und mit Feuer tauft. Hier nun hat Gott selbst durch eine Stimme vom Himmel Jesus als seinen geliebten Sohn bekannt gemacht und dadurch klar gemacht, dass Jesus der verhei\u00dfene Christus ist. M\u00f6ge Gott uns helfen, derart gr\u00fcndlich Bu\u00dfe zu tun, dass Jesus neu als K\u00f6nig in unser Herz einziehen und \u00fcber alle Bereiche unseres Lebens herrschen kann! M\u00f6ge er uns helfen, unser Leben unter seiner Herrschaft zu f\u00fchren, und uns so ins Himmelreich leiten! Lesen wir nochmals das Leitwort, Vers 2: <strong>\u201eund sprach: Tut Bu\u00dfe, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!\u201c<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Tut\u00a0 Bu\u00dfe,\u00a0 denn\u00a0 das\u00a0 Himmelreich ist\u00a0 nahe\u00a0 herbeigekommen! \u201eUnd sprach: Tut Bu\u00dfe, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!\u201c (3,2) Wir sind Gott dankbar, dass wir ab heute das Matth\u00e4usevangelium betrachten k\u00f6nnen. 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