{"id":13874,"date":"2026-03-29T11:00:43","date_gmt":"2026-03-29T09:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/?p=13874"},"modified":"2026-04-06T18:05:39","modified_gmt":"2026-04-06T16:05:39","slug":"predigt-1-korinther-141-40","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-korinther-141-40\/","title":{"rendered":"Predigt: 1. Korinther 14,1-40"},"content":{"rendered":"<p><strong>Download [<a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1.Korinther_14_0140-P.odt\">ODT<\/a>]&nbsp; [<a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1.Korinther_14_0140-P.pdf\">PDF<\/a>]<\/strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.schlachterbibel.de\/de\/bibel\/1_korinther\/14\/1-40?hl=1#hl\"><strong>Bibeltext<\/strong><\/a>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Lasst alles zur Erbauung geschehen!<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eWie ist es nun, Br\u00fcder und Schwestern? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeder einen Psalm, er hat eine Lehre, er hat eine Offenbarung, er hat eine Zungenrede, er hat eine Auslegung. Lasst es alles geschehen zur Erbauung!\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(1. Korinther 14,26)<\/p>\n<p>Im heutigen Text lehrt der Apostel Paulus die Christen in Korinth und damit auch uns \u00fcber die unterschiedlichen Gaben, die Gott durch seinen Geist den Gl\u00e4ubigen gibt, und dar\u00fcber wie sie bewertet und angewendet werden sollen. Paulus schreibt dar\u00fcber ein ganzes Kapitel, weil in der Korinthergemeinde dar\u00fcber Unklarheit herrschte und viele ihre Gaben im Gottesdienst r\u00fccksichtslos einsetzten in einer Weise, die f\u00fcr die Gemeinde sch\u00e4dlich war. Paulus lehrt uns in diesem Kapitel deutlich das Ziel, wozu alles in der Gemeinde dienen soll, n\u00e4mlich dass die Gemeinde dadurch erbaut wird. Dies zeigt uns das Anliegen, an dem sich all unser Reden und Tun in der Gemeinde orientieren soll und dem wir alle pers\u00f6nlichen W\u00fcnsche und Bestrebungen unterordnen sollen. Lasst uns heute lernen, welche geistliche Gaben Gott seinen Kindern gibt, nach denen wir streben sollen, und wie wir sie in seinem Sinne richtig gebrauchen! Lasst uns vor allem Gottes Herzensanliegen verstehen, dass die Gemeinde erbaut werden soll, und lasst uns daf\u00fcr beten und danach streben!<br \/>\nBetrachten wir den Text. Der Vers 1 beginnt mit den Worten: \u201eStrebt nach der Liebe!\u201c Diese Aufforderung ist eine Schlussfolgerung aus dem vorangehenden Kapitel \u00fcber die Liebe, \u00fcber das wir letzte Woche die Predigt von N. geh\u00f6rt haben. Es reicht nicht, wenn wir nur theoretisch wissen, wie bedeutsam und gro\u00dfartig die Liebe ist. Als Christen sollen wir jeden Tag danach streben, Jesu Liebe in unserem Herzen zu haben und die Liebe an unseren Mitmenschen auszu\u00fcben, ganz besonders in der Familie und in der Gemeinde. Gerade an unserer Liebe wird f\u00fcr andere sichtbar und erfahrbar, dass wir Jesu Liebe wirklich erkannt haben und dass diese Liebe gr\u00f6\u00dfer und anders ist, als Liebe in der Welt. Lasst uns nach der Liebe streben, damit wir uns untereinander wirklich ermutigen, tr\u00f6sten und helfen k\u00f6nnen und diejenigen, die Jesus noch nicht pers\u00f6nlich kennen, zu ihm einladen und auf seine gro\u00dfe Liebe hinweisen k\u00f6nnen!<br \/>\nAber Paulus wusste, dass die Christen in Korinth neben dieser grunds\u00e4tzlichen Ermutigung weitere konkrete Hilfe brauchten, damit sie ihre Probleme in der Gemeinde \u00fcberwinden k\u00f6nnen. Worum ging es? Paulus schreibt im Vers 1 weiter: \u201eBem\u00fcht euch um die Gaben des Geistes, am meisten aber darum, dass ihr prophetisch redet!\u201c Es ging um die Gaben des Heiligen Geistes und wie man sie richtig gebrauchen sollte. Wenn wir sorgf\u00e4ltig betrachten, was Paulus in diesem Kapitel schreibt, wird deutlich, dass viele Korinther zwar Gaben vom Heiligen Geist erhalten hatten, dass viele aber nicht wussten, wie sie sie gut gebrauchen sollten. Viele praktizierten ihre Gabe im Gottesdienst und redeten einfach drauflos, ohne R\u00fccksicht auf die anderen. Daher redeten oft viele wild durcheinander, teilweise in Sprachen, die keiner verstehen konnte. Als Folge davon waren ihre Gottesdienste oft chaotisch, anstrengend und ganz und gar nicht erbaulich.<br \/>\nBetrachten wir noch einmal Vers 1. Paulus ermutigt die Gl\u00e4ubigen in Korinth und damit auch uns dazu, sich um die Gaben des Geistes zu bem\u00fchen. Paulus wiederholt diese Ermutigung in diesem Kapitel mehrfach. Wir k\u00f6nnen uns um die Gaben des Geistes bem\u00fchen, indem wir konkret daf\u00fcr beten. Unser Motiv sollte dabei nicht sein, dass wir einfach eine neue, exotische Erfahrung machen oder andere mit unseren geistlichen Gaben beeindrucken wollen, sondern damit wir Gott besser ehren und anderen in der Gemeinde besser dienen k\u00f6nnen.<br \/>\nPaulus macht aber auch von Anfang an deutlich, dass nicht alle Gaben in gleichem Ma\u00df erstrebenswert sind. Er ermutigt im Vers 1 dazu, dass wir uns am meisten darum bem\u00fchen sollen, prophetisch zu reden. Er begr\u00fcndet das in den folgenden Versen so: \u201eDenn wer in Zungen redet, der redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; denn niemand versteht ihn: im Geist redet er Geheimnisse. Wer aber prophetisch redet, der redet zu Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tr\u00f6stung.\u201c (2.3) Das Reden in Zungen (anders \u00fcbersetzt: in Sprachen) ist ein vom Geist gewirktes Beten in einer anderen Sprache, die f\u00fcr andere nicht verstehbar ist. Es hilft dem Betreffenden, mit Gott Gemeinschaft zu haben und dadurch selbst geistlich erbaut zu werden. Die anderen Gl\u00e4ubigen werden dadurch aber nicht erbaut, weil sie nicht verstehen k\u00f6nnen, was der andere sagt.<br \/>\nGanz anders verh\u00e4lt es sich, wenn jemand die Gabe der prophetischen Rede. Damit ist nicht nur das Voraussagen von Dingen gemeint, die in der Zukunft passieren werden. Nach Vers 3 ist die Gabe des prophetischen Redens ein Reden, das andere geistlich aufbaut, sie ermahnt, ermutigt und tr\u00f6stet. Diese Gabe kann beim pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch zum Tragen kommen, beim gemeinsamen Bibellesen oder in Versammlungen wie zum Beispiel im Gottesdienst.<br \/>\nPaulus stellt diese beiden Gaben einander gegen\u00fcber und schreibt: \u201eWer in Zungen redet, der erbaut sich selbst; wer aber prophetisch redet, der erbaut die Gemeinde. Ich m\u00f6chte, dass ihr alle in Zungen reden k\u00f6nnt; aber noch viel mehr, dass ihr prophetisch redet. Denn wer prophetisch redet, ist gr\u00f6\u00dfer als der, der in Zungen redet; es sei denn, er legt es auch aus, auf dass die Gemeinde erbaut werde\u201c (4.5). Paulus stellt klar, dass beide Geistesgaben ihren Wert haben und erstrebenswert sind. Aber die Gabe der prophetischen Rede ist gr\u00f6\u00dfer und erstrebenswerter als das Reden in Zungen, weil dadurch die Gemeinde geistlich erbaut wird. Und dieses Anliegen sollte unser ganzes Verhalten in der Gemeinde bestimmen, weil die Erbauung der Gemeinde, also ihr Aufbau und ihre St\u00e4rkung, Gottes grundlegendes Anliegen ist.<br \/>\nIn den Versen 6\u201311 f\u00fchrt Paulus deshalb verschiedene Argumente an, um zu zeigen, wie wichtig es ist, dass das, was in der Gemeinde gesprochen wird, f\u00fcr die anderen verst\u00e4ndlich sein soll. Wenn Paulus in der Gemeinde in Zungen reden w\u00fcrde, k\u00f6nnten ihn die Gemeindeglieder nicht verstehen. Ein Musikst\u00fcck vom Orchester ist dann sch\u00f6n, wenn die verschiedenen Instrumente erkennbar unterschiedliche T\u00f6ne von sich geben und nicht alle \u00e4hnliche, nicht differenzierbare Kl\u00e4nge (Eine weitere Voraussetzung ist nat\u00fcrlich auch, dass die unterschiedlichen T\u00f6ne gut zueinander passen). Wenn Menschen in unterschiedlichen Sprachen sprechen und einander nicht verstehen, bleiben sie einander fremd und ihre Worte nutzlos. Damit betont Paulus den Punkt, wie wichtig es ist, dass durch alles, was in der Gemeinde geredet wird, die anderen erbaut werden sollen.<br \/>\nIm Vers 12 zieht Paulus folgende Schlussfolgerung: \u201eSo auch ihr: Da ihr euch bem\u00fcht um die Gaben des Geistes, so trachtet danach, dass ihr sie im \u00dcberfluss habt und so die Gemeinde erbaut.\u201c Wenn wir uns um die Gaben des Geistes bem\u00fchen, sollen wir danach trachten, sie im \u00dcberfluss zu haben und sie so zu verwenden, dass die Gemeinde erbaut wird. Dass alle in der Gemeinde erbaut werden durch unsere Worte und Tun, soll unser aller Herzensanliegen sein und unser gr\u00f6\u00dftes Anliegen werden. Es geht in der Gemeinde nicht vor allem darum, dass ich mich selbst wohlf\u00fchle, dass meine eigenen Bed\u00fcrfnisse erf\u00fcllt werden. Wir sollen Gottes Anliegen begreifen, der will, dass die Gemeinde fortlaufend erbaut wird, von der er uns zu einem Teil gemacht hat. Wenn wir alle dieses Anliegen zu unserem machen, daf\u00fcr beten und unser ganzes Verhalten in der Gemeinde danach ausrichten, kann die ganze Gemeinde wachsen und wir selbst als ein Teil davon gl\u00fccklich sein.<br \/>\nDeshalb sollte jemand, der in der Gemeinde in Zungen redet, es auch auslegen. Sonst sollte er nur zu Hause f\u00fcr Gott und f\u00fcr sich selbst in Zungen beten. Paulus ist nicht gegen Zungenrede. Er sagt, dass er selbst mehr in Zungen redete als sie alle. Aber er wollte lieber f\u00fcnf Worte mit seinem Verstand reden als zehntausend Worte in Zungen, damit auch die andern dadurch erbaut werden. Wenn ein Ungl\u00e4ubiger in die Gemeinde kommt, und alle in Zungen reden w\u00fcrden, w\u00fcrde er eher erschreckt werden und nicht wieder kommen, weil er denkt, sie w\u00e4ren von Sinnen. Wenn aber Gl\u00e4ubige durch die Gabe der prophetischen Rede sein geistliches Problem adressieren k\u00f6nnen, w\u00fcrde er vor Gott niederfallen und anerkennen, dass Gott unter ihnen ist.<br \/>\nWelche Schlussfolgerung zieht Paulus? Betrachten wir die Vers 26-32a: Wie ist es nun, Br\u00fcder und Schwestern? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeder einen Psalm, er hat eine Lehre, er hat eine Offenbarung, er hat eine Zungenrede, er hat eine Auslegung. Lasst es alles geschehen zur Erbauung! Wenn jemand in Zungen redet, so seien es zwei oder h\u00f6chstens drei und einer nach dem andern; und einer lege es aus.&nbsp;Ist aber kein Ausleger da, so schweige er in der Gemeinde und rede f\u00fcr sich selber und f\u00fcr Gott. &nbsp;Auch von den Propheten lasst zwei oder drei reden, und die andern lasst dar\u00fcber urteilen. Wenn aber einem andern, der dabeisitzt, eine Offenbarung zuteilwird, so schweige der Erste. Ihr k\u00f6nnt alle prophetisch reden, doch einer nach dem andern, damit alle lernen und alle ermahnt werden. Die Geister der Propheten sind den Propheten untertan. Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.\u201c<br \/>\nMit diesen Worten ordnete Paulus den Gottesdienst der Korinther. Jeder durfte sich beteiligen. Deshalb sollte es Zungenrede nur dann geben, wenn sie von jemandem ausgelegt werden kann. Auch die prophetische Rede sollte es nur zwei- oder dreimal geben, und andere sollten beurteilen, ob das Gesagte nach der Bibel richtig ist. Der Hauptpunkt ist, dass alles zur Erbauung geschehen soll. Auch wenn einige sich vom Geist gedr\u00e4ngt f\u00fchlen, sollen sie doch nicht direkt reden, sondern R\u00fccksicht auf die andern nehmen und pr\u00fcfen, ob das, was sie sagen wollen, die anderen wirklich erbaut. Dass die Gemeinde erbaut wird, ist Gottes Wunsch und sein Anliegen, dem alles, was in der Gemeinde geschieht, dienen soll.<br \/>\nWir lernen heute, dass wir f\u00fcr geistliche Gaben beten, besonders daf\u00fcr, dass wir die Gabe der prophetischen Rede erhalten und andere durch unsere Worte geistlich aufbauen, ermutigen und wirklich tr\u00f6sten k\u00f6nnen. Wir haben einen wesentlich st\u00e4rker geordneten Gottesdienst als die Christen in der Korinthergemeinde und haben nicht die Probleme, die es dort gab. Aber es wichtig, dass wir das Anliegen beherzigen, dass durch alles, was wir sagen und tun, die Gemeinde erbaut wird. Wir reden nicht \u00f6ffentlich in Zungen, aber wir sollen uns pr\u00fcfen, ob wirklich alles, was wir in der Gemeinde sagen, die anderen erbaut, und sollten darauf achten, dass wir kein unn\u00fctzes Zeug reden, sondern mit Verantwortungsbewusstsein. Lasst uns beten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download [ODT]&nbsp; [PDF] &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bibeltext&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Lasst alles zur Erbauung geschehen! \u201eWie ist es nun, Br\u00fcder und Schwestern? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeder einen Psalm, er hat eine Lehre, er hat eine Offenbarung, er hat eine Zungenrede, er hat eine Auslegung. Lasst es alles geschehen zur Erbauung!\u201c (1. 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