{"id":1380,"date":"2011-03-11T05:35:35","date_gmt":"2011-03-11T04:35:35","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1380"},"modified":"2023-01-29T21:15:39","modified_gmt":"2023-01-29T20:15:39","slug":"predigt-1-samuel-72-17-sonderlektion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-samuel-72-17-sonderlektion\/","title":{"rendered":"Predigt: 1.Samuel 7,2-17 (Sonderlektion)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Sonderlektion-1.Sam-7-DIE-GEISTLICHE-ERWECKUNG-IN-MIZPA.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>DIE GEISTLICHE ERWECKUNG IN MIZPA<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\">1.Samuel 7,2-17<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Leitvers 7,3<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>\u201eSamuel aber sprach zum ganzen Hause Israel: Wenn ihr euch von ganzem Herzen zu dem Herrn bekehren wollt, so tut von euch die fremden G\u00f6tter und die Astarten und richtet euer Herz zu dem Herrn und dient ihm allein, so wird er euch erretten aus der Hand der Philister.\u201c<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Im heutigen Text geht es um die geistliche Erweckung Israels in Mizpa. Diese Erweckung in Israel konnte geschehen, weil Samuel Gottes Wort lehrte und f\u00fcr das Volk betete. Gott m\u00f6chte uns gerne geistlich erwecken und in seiner Heilsgeschichte wie Samuel gebrauchen. Eine Erweckung ist auch in Heidelberg und in unserem Land m\u00f6glich, wenn wir selbst von ganzem Herzen Bu\u00dfe tun, und wenn wir f\u00fcr unsere Freunde beten und ihnen mit dem Wort Gottes dienen. M\u00f6ge Gott uns durch sein Wort zur Bu\u00dfe f\u00fchren und uns in Heidelberg und in Deutschland f\u00fcr sein Werk gebrauchen. M\u00f6ge Gott jedem von uns helfen, zuerst das eigene Herz von allen G\u00f6tzen zu reinigen und dann wie Samuel f\u00fcr die geistliche Erneuerung Deutschlands zu wirken.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1. Samuel f\u00fchrt die Israeliten zur Bu\u00dfe (2-11)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Ereignis im heutigen Text hat eine Vorgeschichte, an die wir uns zuerst einmal erinnern wollen. Der Priester Eli und seine S\u00f6hne dienten vor allem sich selbst anstatt Gott. Deshalb wurde das Wort Gottes selten in Israel. Die Israeliten lebten in geistlicher Finsternis und sie wurden zu G\u00f6tzenanbetern. Gott wurde dar\u00fcber zornig und beschlo\u00df, das Haus Eli und das g\u00f6tzendienerische Volk zu richten. Die Bundeslade galt als das Symbol f\u00fcr die Gegenwart Gottes. Als die Israeliten von den Philistern angegriffen wurden, holten sie die Bundeslade aus Silo, um mit ihrer Hilfe einen Sieg gegen die Philister zu erringen. Aber ihr Vorhaben misslang. Weil die Israeliten nicht aufrichtig Bu\u00dfe taten und weil sie die Bundeslade nur wie einen Gl\u00fccksbringer verwendeten, gab Gott ihnen keine Hilfe, stattdessen wurden sie vernichtend geschlagen. Im Kampf bei Afek t\u00f6teten die Philister 30.000 Israeliten und erbeuteten dar\u00fcber hinaus die Bundeslade und brachten sie in ihr eigenes Land. Elis zwei S\u00f6hne starben und die Herrlichkeit Gottes wurde hinweggenommen aus Israel. Die Beziehung zwischen Gott und den Israeliten war zerbrochen und eine geistlich dunkle \u00c4ra begann. Politisch gesehen wurden die Israeliten durch die Philister unterdr\u00fcckt. Geistlich gesehen konnten sie Gott nun nicht mehr wie fr\u00fcher dienen und sie litten ernsthaft darunter. Gott selbst war es, der die Bundeslade wieder zur\u00fcck auf israelitisches Gebiet f\u00fchrte. So landete die Bundeslade schlie\u00dflich in Kirjat-Jearim, das nahe an der Grenze zum Land der Philister lag. Hier blieb sie zwanzig Jahre. Was geschah in diesen zwanzig Jahren? Betrachten wir Vers 2: <strong>\u201eAber von dem Tage an, da die Lade des Herrn zu Kirjat-Jearim blieb, verging eine lange Zeit; es wurden zwanzig Jahre. Dann wandte sich das ganze Haus Israel zum Herrn.\u201c <\/strong>Wie wurde es m\u00f6glich, da\u00df das ganze Haus Israel sich zu Gott wenden konnte?<\/p>\n<p>In der geistlich dunklen Zeit hatte Gott sich Samuel, einen zw\u00f6lfj\u00e4hrigen Jungen, als einen treuen Priester erweckt. Von Samuel hei\u00dft es, da\u00df er keines von den Worten Gottes zur Erde fallen lie\u00df. D.h. er begegnete dem Wort Gottes mit Ernst und Respekt und er hatte eine gehorsame Haltung gegen\u00fcber dem Wort Gottes. Kap 3,21 sagt: <strong>\u201eUnd der Herr erschien weiter zu Silo, denn der Herr offenbarte sich Samuel zu Silo durch sein Wort. Und Samuels Wort erging an ganz Israel.\u201c<\/strong> Wie wir hier sehen k\u00f6nnen, betrachete Samuel sein Glaubensleben nicht als eine nur private Sache, sondern er gab Gottes Wort an die Israeliten weiter. Als Samuel dem Volk zwanzig Jahre lang Gottes Wort gegeben hatte, waren die Israeliten wieder bereit, dem Herrn zu dienen. Sie fingen wieder an, nach Gott zu suchen und sehnten sich nach der Gemeinschaft mit ihm. Bis dahin hatte Samuel sie Gottes Wort treu gelehrt und unaufh\u00f6rlich f\u00fcr sie gebetet.<\/p>\n<p>Nun lie\u00df Samuel das ganze Volk Israel in Mizpa zusammenkommen. Es wurde eine gro\u00dfe Versammlung bei der Samuel ihnen half, ihre Beziehung zu Gott wiederherzustellen. Wie wir schon erfahren haben, hatten die Israeliten nun Sehnsucht nach Gott. Sozusagen hatten sie einen geistlichen Wunsch. Aber sie haben daraus keine praktischen Konsequenzen gezogen. Welche konkreten Schritte unternahm Samuel, um diesen Israeliten zu helfen? Betrachten wir Vers 3: <strong>\u201eSamuel aber sprach zum ganzen Hause Israel: Wenn ihr euch von ganzem Herzen zu dem Herrn bekehren wollt, so tut von euch die fremden G\u00f6tter und die Astarten und richtet euer Herz zu dem Herrn und dient ihm allein, so wird er euch erretten aus der Hand der Philister.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Zuerst forderte Samuel sie dazu auf, die fremden G\u00f6tter und Astarten von sich zu tun. Hierdurch wird uns klar, da\u00df die Israeliten Gott keineswegs verneinten. Sie beteten Gott an, hatten aber zugleich den fremden G\u00f6ttern und Astarten gedient. Sie dienten also sowohl Gott als auch den G\u00f6tzen. Hier beziehen sich die fremden G\u00f6tter auf die Baale. Die heidnischen Nachbarv\u00f6lker Israels beteten den Baal an. Die Israeliten lie\u00dfen sich davon beeinflussen und fingen ebenfalls an, die Baale der Heiden anzubeten, weil diese ihnen Regen und gute Ernten versprachen. Die Baalsg\u00f6tzen von damals entsprechen dem heutigen Mammon, oder mit anderen Worten ausgedr\u00fcckt, dem Materialismus. Es gibt viele Dinge, die uns zum G\u00f6tzen werden k\u00f6nnen. Allgemein kann man sagen, dass alles, was wir mehr als Gott lieben, uns letzten Endes zum G\u00f6tzen wird. Heutzutage sind viele junge Menschen vom Materialismus beeinflusst und werden von ihm beherrscht. Sie denken, dass Geld die Antwort auf alles sei. Oberfl\u00e4chlich gesehen, scheint Geld die L\u00f6sung aller Probleme zu sein. Auch wir sind von diesem Denken stark beeinflusst. Obwohl wir Gott lieben, vertrauen wir ihm nicht hundertprozentig, sondern trachten viel mit unserer eigenen Kraft nach der Verbesserung unserer Lebensbedingungen und wollen den weltlichen Menschen in materieller Hinsicht in nichts nachstehen. Daher r\u00e4umen wir dem Geld in unserem praktischen Leben einen h\u00f6heren Stellenwert ein als Gott. So leben wir theoretisch ein gottzentriertes Leben, aber in der Realit\u00e4t f\u00fchren wir ein materialistisch gesinntes Leben. Geld ist jedoch nicht in der Lage, unsere grundlegenden Lebensprobleme zu l\u00f6sen. Mit Geld kann man weder sein S\u00fcndenproblem l\u00f6sen, noch den Tod \u00fcberwinden. Mit Geld kann man sich weder die Wahrheit kaufen noch ewiges Gl\u00fcck und den wahren Sinn des Lebens erlangen. Von Klein auf sind wir mit dem Materialismus gro\u00df geworden. Jeden Tag sind wir seinem Einfluss ausgesetzt. Wenn wir uns von diesem Einfluss des Materialismus nicht reinigen, f\u00e4ngt unser geistlicher Leib an zu faulen und zu stinken. Statt die weltlichen Menschen zu beneiden, die in materiellem \u00dcberfluss leben, sollen wir geistlich einsichtig bleiben und die geistliche Not ihrer Herzen sehen und f\u00fcr sie beten.<\/p>\n<p>Wer sind die Astarten? Sie sind die Gottheiten des Himmels, die als G\u00f6ttinnen der Liebe und der Fruchtbarkeit angebetet wurden. Die Kulte der Astarten waren immer mit sexuellen Ausschweifungen verbunden. Ihresgleichen k\u00f6nnen wir immer wieder in jeder Phase der Geschichte finden. Z.B. auch im ersten Jahrhundert in Korinth. Damals befand sich der Tempel der Aphrodite nur etwa 300 Meter von der Gemeinde in Korinth entfernt. Man sagt, dass dort mehr als 1000 Priesterinnen als Tempeldirnen t\u00e4tig waren. Was damals geschah, entspricht den sexuellen Ausschweifungen, nach denen heute viele junge Menschen suchen. Heutzutage braucht man jedoch nicht mehr zum Tempel der Aphrodite zu gehen, sondern man geht einfach von zu Hause aus ins Internet, um dort seinen sexuellen Gel\u00fcsten und anderen Vergn\u00fcgungen nachzugehen. Der Grund weshalb wir G\u00f6tzenanbeter werden ist der, dass wir den Kontakt mit solchen G\u00f6tzen zulassen, dass wir anfangen, uns in Gedanken mit ihnen zu besch\u00e4ftigen und auf diese Weise schlie\u00dflich eine Beziehung mit ihnen eingehen.<\/p>\n<p>Wie sollen wir uns verhalten, um uns vor diesen G\u00f6tzen zu sch\u00fctzen? Wir m\u00fcssen die Richtung unseres Lebens \u00e4ndern und Gott allein dienen. Vers 3b sagt: <strong>\u201eund richtet euer Herz zu dem Herrn und dient ihm allein, so wird er euch erretten aus der Hand der Philister.\u201c <\/strong>Als Erstes sollten wir die Gemeinschaft mit denen meiden, die solchen G\u00f6tzen dienen. Oder anders gesagt, sollen wir danach suchen, Gemeinschaft mit denen zu haben, die Gott lieben und ihm allein dienen. Zweitens sollen wir durch das Wort Gottes die Wahrheit verk\u00fcndigen, dass diese oder jene Dinge G\u00f6tzen sind, die die Menschen letzten Endes zu ihren Sklaven machen und ihr Leben zerst\u00f6ren. Wir als Christen sollen nicht dem allgemeinen Trend der Zeit folgen und uns auch nicht vom Zeitgeist treiben lassen. Vielmehr m\u00fcssen wir aktiv die Initiative ergreifen, indem wir den <strong>Hedonismus<\/strong> und den Materialismus durch das Wort Gottes herausfordern und gegen den Strom der Zeit schwimmen.<\/p>\n<p>Wenn wir unsere Herzen von den fremden G\u00f6ttern und S\u00fcnden abkehren und uns Gott zuwenden, dann k\u00f6nnen wir ihm allein dienen. Dann k\u00f6nnen wir geistlich wachsen und Frucht bringen. Manch einer denkt, dass das Leben eines Menschen um 180 Grad gedreht wird, wenn er eine bu\u00dffertige Stellungnahme schreibt. Aber das ist in der Regel ein Irrtum. Einige sagen, dass sie Bu\u00dfe getan haben, aber in Wahrheit haben sie nur wie der Pharao ihre S\u00fcnden f\u00fcr ein paar Tage bedauert. Wenn wir eine pers\u00f6nliche Stellungnahme schreiben, wird unsere Lebensrichtung vielleicht um 90 Grad ver\u00e4ndert. Wenn wir einige Jahre lang Stellungnahme schreiben, schaffen wir vielleicht eine Ver\u00e4nderung von 180 Grad. Aber das Problem liegt darin, da\u00df wir leicht wieder in die S\u00fcnde geraten k\u00f6nnen. Deswegen m\u00fcssen wir &#8211; nachdem wir Bu\u00dfe getan haben &#8211; mit klarer Entscheidung in der Bu\u00dfe bleiben. In der Bu\u00dfe zu bleiben bedeutet, da\u00df wir die Entscheidung, nur Gott allein zu dienen, in unserem Herzen t\u00e4glich erneuern.<\/p>\n<p>Wie reagierte das Volk als Samuel sie aufforderte, Bu\u00dfe zu tun? Betrachten wir Vers 4: <strong>\u201eDa taten die Israeliten von sich die Baale und Astarten und dienten dem Herrn allein.\u201c<\/strong> Die Reaktion der Israeliten ist \u00fcberraschend. Das Volk nahm Samuels Herausforderung an und tat gr\u00fcndlich und aufrichtig Bu\u00dfe. Wie half Samuel ihnen weiter?<\/p>\n<p>In den Versen 5-11 wird uns von der Versammlung in Mizpa berichtet. Samuel rief alle Israeliten nach Mizpa, weil er ihnen dort geistlich helfen und f\u00fcr sie beten wollte. Wie konnte Samuel dem ganzen Volk helfen, Bu\u00dfe zu tun? Betrachten wir Vers 6: <strong>\u201eUnd sie kamen zusammen in Mizpa und sch\u00f6pften Wasser und gossen es aus vor dem Herrn und fasteten an demselben Tage und sprachen dort: Wir haben an dem Herrn ges\u00fcndigt: So richtete Samuel die Israeliten zu Mizpa.\u201c<\/strong> Das Aussch\u00fctten von Wasser bedeutet hier, dass sie sich von ihren S\u00fcnden abkehrten. Es war ein Symbol ihrer Bu\u00dfe. Das Fasten zeigt ihre ernsthafte und dem\u00fctige Haltung gegen\u00fcber Gott. Schlie\u00dflich sprachen sie: <strong>\u201eWir haben an dem Herrn ges\u00fcndigt\u201c<\/strong>, und Samuel legte stellvertretend F\u00fcrbitte f\u00fcr sie ab. Auf einer t\u00e4glichen Basis m\u00fcssen wir selbst vor Gott Bu\u00dfe tun und unsere Beziehung zu Gott stets erneuern. Und dann sollen wir wie Samuel auch f\u00fcr unsere s\u00fcndenkranken Freunde beten, dass sie \u00fcber die G\u00f6tzen des Materialismus und des Hedonismus Bu\u00dfe tun. Wie Samuel sollen wir das Wort Gottes weitergeben, bis Gott dadurch zuerst unseren Freunden zur Bu\u00dfe hilft und dann eine geistliche Erneuerung in unserem Volk bewirkt.<\/p>\n<p>Wie reagierten die Philister? Betrachten wir Vers 7: <strong>\u201eAls aber die Philister h\u00f6rten, dass die Israeliten zusammengekommen waren in Mizpa, zogen die F\u00fcrsten der Philister hinauf gegen Israel. Und die Israeliten h\u00f6rten es und f\u00fcrchteten sich vor den Philistern.\u201c<\/strong> Als die Philister h\u00f6rten, dass die Israeliten sich in Mizpa versammelt hatten, dachten sie, dass die Israeliten sie herausfordern wollten. Als sie h\u00f6rten, dass sich das ganze Volk unter Samuel zusammengefunden hatte, um Bu\u00dfe zu tun, dachten sie, dass sich Israel f\u00fcr einen heiligen Krieg gegen sie r\u00fcsten w\u00fcrde. Darum wollten sie ihnen zuvorkommen und machten sich zum Kampf bereit. Was tat Samuel in dieser schwierigen Situation?<\/p>\n<p>Erstens: Er schrie f\u00fcr das Volk zu Gott im Gebet (8). Sehen wir uns Vers 8 an: <strong>\u201eUnd sie sprachen zu Samuel: Lass nicht ab, f\u00fcr uns zu schreien zu dem Herrn, unserm Gott, dass er uns helfe aus der Hand der Philister.\u201c<\/strong> Nachdem die Israeliten Bu\u00dfe getan und sich entschieden hatten, Gott allein zu dienen, h\u00f6rten sie von dem Angriff der Philister. Viele Jahre waren die Israeliten hilflos und verzweifelt, weil sie von den Philistern gejagt wurden und ihr Land besetzt war. Nun aber waren sie nicht mehr hilflos und verzweifelt. Als sie angegriffen wurden, schrieen sie zu Gott. Nach ihrer aufrichtigen Bu\u00dfe glaubten sie daran, dass der allm\u00e4chtige Gott ihr Gebet erh\u00f6ren und die Philister besiegen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Zweitens: Samuel opferte ein Brandopfer (9-10a). <strong>\u201eSamuel nahm ein Milchlamm und opferte dem Herrn ein Brandopfer \u2013 als Ganzopfer \u2013 und schrie zum Herrn f\u00fcr Israel, und der Herr erh\u00f6rte ihn.\u201c<\/strong> Ein Milchlamm ist ein Lamm ohne Fehler. Ein Ganzopfer bedeutet, dass man Gott sein ganzes Herz gibt. Beim Brandopfer wird das Opfer v\u00f6llig verbrannt und ganz Gott geweiht. Das Brandopfer bezieht sich auf die aufrichtige Bu\u00dfe und auf die Entscheidung des Volkes, sich Gott ganz und gar unterzuordnen. W\u00e4hrend Samuel und das Volk Gott ein Brandopfer darbrachten, bewaffneten sich die Philister und marschierten nach Mizpa. Ihr Ziel war es, die ganze Versammlung, in ein Blutbad zu verwandeln. Samuel aber f\u00fcrchtete sich nicht, sondern vertraute auf den lebendigen und allm\u00e4chtigen Gott, indem er das Brandopfer darbrachte und mit den Israeliten zu Gott betete.<\/p>\n<p>Sehen wir uns Vers 10 an: <strong>\u201eUnd w\u00e4hrend Samuel das Brandopfer opferte, kamen die Philister heran zum Kampf gegen Israel. Aber der Herr lie\u00df donnern mit gro\u00dfem Schall \u00fcber die Philister am selben Tage und schreckte sie, dass sie vor Israel geschlagen wurden.\u201c<\/strong> Gott antwortete auf Israels Opfer und Gebet mit einem lauten Donner. Gott gebrauchte den lauten Donner als Waffe, um die Philister zu schlagen. Als Samuel und das Volk Gott opferten und von ganzem Herzen beteten, wurden die Philister unsicher und \u00e4ngstlich. Sie m\u00fcssen gedacht haben, dass Gott die zehn Plagen, mit denen einst der Pharao in \u00c4gypten geschlagen worden war, \u00fcber sie kommen lassen w\u00fcrde. Als Gott es schlie\u00dflich laut donnern lie\u00df, erschraken sie so sehr, dass sie wie Angsthasen ihre Beine in die Hand nahmen und davonliefen.<\/p>\n<p>Wer ist Gott, da\u00df er seinem Volk so helfen kann? Die Philister waren ein sehr gro\u00dfes Problem und eine sehr reale Bedrohung f\u00fcr die Israeliten. Auch wir werden immer wieder mit vielen Problemen konfrontiert. Dann kann es uns sehr leicht passieren, da\u00df wir Gott vergessen. Aber wie gro\u00dfe und wie viele Probleme es auch gibt, sind solche Probleme aus der Sicht Gottes in Wirklichkeit doch gar kein Problem. Gott nimmt solche Bedrohungen und Schwierigkeiten \u00fcberhaupt nicht zum Problem, sondern es sind die S\u00fcnden seines Volkes, die ihm nicht gefallen. Als die Israeliten Bu\u00dfe taten und sich entschieden, Gott allein zu dienen, reagierte Gott sofort; so als ob er die ganze Zeit nur darauf gewartet h\u00e4tte. Gott erh\u00f6rte das Gebet der Israeliten und lie\u00df es donnern und schlug das gro\u00dfe Heer der Philister in die Flucht. So einfach befreite Gott das Volk Israel aus der Hand der Philister, die ihnen zu m\u00e4chtig erschienen. Gott hat sie errettet und sich dadurch selbst offenbart. Gott, der die geistliche Erweckung herbeigef\u00fchrt hatte, antwortete nun so auf die Bu\u00dfe des Volkes.<\/p>\n<p>Und was taten die Israeliten weiter? Als sie sahen, dass Gott ihr Gebet erh\u00f6rt hatte, wurde ihre Kampfmoral wieder hergestellt (11). Sie jagten den Philistern nach und schlugen sie. Als sie Bu\u00dfe taten und allein auf Gott vertrauten und ihn um Hilfe baten, konnten sie an einem so gro\u00dfen Sieg teilhaben wie er seit dem Sieg Simsons \u00fcber die Philister, nicht mehr geschehen war. Gottes Herrlichkeit, die aus Israel hinweggenommen worden war, kehrte wieder nach Israel zur\u00fcck. Die geistliche Finsternis endete und Gott wurde wieder der gute Hirte der Israeliten, der sie f\u00fchrte und besch\u00fctzte.<\/p>\n<p>G\u00f6tzendienst ist eine sehr ernste Sache, weil Gott geboten hat (2.Mose 20,3) <strong>\u201eDu sollst keine anderen G\u00f6tter haben neben mir.\u201c<\/strong> Dies ist eine klare Anweisung. Gottes Volk soll nur den einen wahren Gott haben. Durch ihre Bu\u00dfe sollten die Israeliten diesen Zustand wiederherstellen. Das meinte Samuel als er zu ihnen sagte: \u201e<strong>so tut von euch die fremden G\u00f6tter und die Astarten und richtet euer Herz zu dem Herrn und dient ihm allein.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Und was ist mit uns? Wie sollen wir Bu\u00dfe tun? Wie sollen wir unsere G\u00f6tzen weg tun und uns ganz zu dem Herrn wenden? Zuerst sollen wir finden, was au\u00dfer Gott wir in unserem Leben wichtig nehmen bzw. was wir wichtiger nehmen als Gott. Vielleicht ist es der Wunsch nach Sicherheit und Wohlstand in dieser Welt. Vielleicht meinen wir, wir m\u00fc\u00dften viel Geld verdienen, um uns diesen Wohstand leisten und unser Leben absichern zu k\u00f6nnen. Wenn es so ist, sollen wir daf\u00fcr Bu\u00dfe tun. Denn Wohlstand und Sicherheit in dieser Welt zum Ziel unseres Lebens zu machen w\u00e4re sehr dumm. Jeder von uns, der schon einmal Donald-Duck-Hefte gelesen hat, hat l\u00e4ngst gelernt, da\u00df viel Geld seinen Besitzer nicht gl\u00fccklich sondern h\u00f6chstens krank macht und ihm viele Sorgen bereitet.<\/p>\n<p>Was geschieht mit uns, wenn wir auf materiellen Reichtum anstatt auf Gott vertrauen? Wir wollen einmal h\u00f6ren, was Jesus dar\u00fcber sagt. Er erz\u00e4hlte die Geschichte, von einem Mann, der viel verdient hatte und dachte, da\u00df er nun ausgesorgt h\u00e4tte und sein Leben viele Jahre lang genie\u00dfen k\u00f6nnte. <strong>\u201eAber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird dann geh\u00f6ren, was du angeh\u00e4uft hast? (21) So geht es dem, der sich Sch\u00e4tze sammelt und ist nicht reich bei Gott.\u201c<\/strong> (Lk 12,20.21) Dieser Mann ist wirklich bedauernswert. Er war ein G\u00f6tzendiener, weil er auf seinen Reichtum anstatt auf Gott vertraut hatte. Er hatte die Sorge f\u00fcr sein Wohlergehen und seine Sicherheit im irdischen Leben und im ewigen Leben nicht in die Hand Gottes gelegt.<\/p>\n<p>Worauf vertrauen wir? Auf die Macht des Geldes, welches uns Sicherheit f\u00fcr unser Leben verspricht oder auf die liebevolle F\u00fcrsorge unseres Himmlischen Vaters, den wir jederzeit um alles bitten d\u00fcrfen und der seinen Kindern gerne alles gibt, was sie ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>Was geschieht mit uns, wenn wir unsere Lust und Freude in den Dingen der Welt suchen und nicht bei Gott? Eine andere Geschichte Jesu handelte von einem Mann, <strong>\u201eder kleidete sich in Purpur und kostbares Leinen und lebte alle Tage herrlich und in Freuden.\u201c<\/strong> (Lk 16,19)\u00a0 Dieser Mann konnte sich alles leisten, was er wollte. Er kleidete sich immer nach der neuesten Mode und tat nur das, was ihm Spa\u00df machte. Er hatte Freude an dem Leben im Luxus und geno\u00df es in vollen Z\u00fcgen. Da blieb nat\u00fcrlich keine Zeit f\u00fcr Gott. Dieser Mann interessierte sich nicht im Geringsten daf\u00fcr, was Mose und die Propheten \u00fcber Gott zu sagen hatten. Er brauchte Gott nicht, denn auch ohne Gott sah sein Leben in dieser Welt wie ein voller Erfolg aus. Schlie\u00dflich aber kam auch f\u00fcr ihn der Tag, an dem er starb und begraben wurde.<\/p>\n<p>Als er in der jenseitigen Welt wieder erwachte, befand er sich am Ort der Qual. Nun als es zu sp\u00e4t war, erkannte er, was es bedeutet, von Gott getrennt sein zu m\u00fcssen, f\u00fcr den er sich in seinem ganzen Leben nie interessiert hatte.<\/p>\n<p>M\u00f6ge Gott uns helfen, nicht den G\u00f6tzen unserer modernen Zeit zu dienen. M\u00f6ge Gott uns helfen, sein Wort zu h\u00f6ren und Bu\u00dfe zu tun und ihn allein anzubeten.<\/p>\n<p>2. Eben-Eser (12-17)<\/p>\n<p>Was tat Samuel unmittelbar nach dem Sieg \u00fcber die Philister. Betrachten wir Vers 12: <strong>\u201eDa nahm Samuel einen Stein und stellte ihn auf zwischen Mizpa und Schen und nannte ihn Eben-Eser und sprach: Bis hierher hat uns der Herr geholfen.\u201c<\/strong> Samuel richtete einen Gedenkstein auf. Warum tat er dies? Er tat dies, um Gott seine Dankbarkeit zu erweisen, der ihnen in der Krisenzeit beigestanden und ihnen diesen Sieg geschenkt hatte. Noah baute auch nach der Sintflut einen Dankaltar. Er dankte Gott, dass er ihn und seine Familie vor der Flut errettet hatte. Josua nahm zw\u00f6lf Steine und baute damit ein Denkmal nachdem er und die Israeliten mit Gottes Hilfe den Jordan \u00fcberquert und das verhei\u00dfene Land erreicht hatten. In gleicher Weise richtete Samuel den Stein <strong>\u201eEben-Eser\u201c<\/strong> auf. Nachdem Samuel den Stein aufgerichtet hatte, wurde Israel nicht mehr von den Philistern angegriffen. Solange Samuel lebte, hatte Israel Frieden. Jeder, der Gottes Segen empfangen hat, aber der nicht wei\u00df, wie er Gott in seinem Herzen danken soll, der wird den Segen Gottes auch wieder schnell verlieren.<\/p>\n<p>Wir sollten uns immer an Gottes Gnade erinnern, Gott danken und Gott die Ehre geben. Durch Gottes Gnade sind wir zum Bibelstudium eingeladen worden. Bis hierher hat Gott uns im Studium, in unserem selbstst\u00e4ndigen Leben und bei der Kindererziehung geholfen. Wir leben nicht unter solch widrigen Bedingungen wie die ersten Christen, unter Verfolgung und Armut. Wir sind privilegiert, das Evangelium nicht im Untergrund, sondern \u00f6ffentlich und frei weitersagen zu k\u00f6nnen und leben in guten Bedingungen. Daher ist es f\u00fcr uns sehr wichtig, dass wir Gedenksteine in unserem Herzen aufrichten, statt uns wie demenzkranke alte Leute zu verhalten, die Gottes Gnade schnell vergessen. Um Gottes Gnade in unserem Herzen stets zu erneuern, sollten wir Gedenksteine in unserer Wohnung aufrichten, Gottes Worte oder Fotos aufh\u00e4ngen, die uns an Gottes Gnade erinnern. Auch das Schreiben unseres Lebens- und Glaubenszeugnisses kann ein solcher Gedenkstein sein.<\/p>\n<p>In den Versen 13-14 wird davon berichtet, dass sich die Philister ganz zur\u00fcckzogen. Auch die St\u00e4dte und Gebiete, die die Philister einst an sich genommen hatten, wurden zur\u00fcckerobert. Die Israeliten lebten f\u00fcr die n\u00e4chsten 50 Jahre in Frieden ohne irgendeine Bedrohung. In den Versen 15-17 wird beschrieben, wie Samuel weiter Richter \u00fcber Israel war. Er reiste j\u00e4hrlich von Bethel \u00fcber Gilgal nach Mizpa. Er war eifrig und aufrichtig und erf\u00fcllte seine Aufgabe als Richter treu und gewissenhaft. In ihm sehen wir das Bild des guten Hirten.<\/p>\n<p>Durch den heutigen Text haben wir kennengelernt, dass eine geistliche Erweckung immer mit der Bu\u00dfe beginnt. Bu\u00dfe bedeutet nicht nur die Abkehr von allen G\u00f6tzen in unserem Herzen, sondern auch die Hinwendung zu Gott mit der Entscheidung, Gott allein zu dienen. Die Herrlichkeit Gottes ist aus Deutschland hinweggenommen. Der s\u00e4kulare Humanismus hat das Wort Gottes aus den meisten Kirchen und aus den Herzen der Menschen geraubt. Inmitten dieser geistlichen Finsternis hat Gott uns berufen, wie Samuel zu sein. Gott helfe uns, dass wir selbst t\u00e4glich \u00fcber unseren G\u00f6tzendienst aufrichtig Bu\u00dfe tun und Gott allein dienen. M\u00f6ge Gott dadurch eine geistliche Erweckung in Heidelberg und in Deutschland erlauben.<\/p>\n<p>Lesen wir zum Schlu\u00df noch einmal den Leitvers 3:<\/p>\n<p><strong>\u201eSamuel aber sprach zum ganzen Hause Israel: Wenn ihr euch von ganzem Herzen zu dem Herrn bekehren wollt, so tut von euch die fremden G\u00f6tter und die Astarten und richtet euer Herz zu dem Herrn und dient ihm allein, so wird er euch erretten aus der Hand der Philister.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download DIE GEISTLICHE ERWECKUNG IN MIZPA 1.Samuel 7,2-17 Leitvers 7,3 \u201eSamuel aber sprach zum ganzen Hause Israel: Wenn ihr euch von ganzem Herzen zu dem Herrn bekehren wollt, so tut von euch die fremden G\u00f6tter und die Astarten und richtet euer Herz zu dem Herrn und dient ihm allein, so wird er euch erretten aus [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[45,4,11],"tags":[],"class_list":["post-1380","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-1-samuel","category-predigt","category-sonderlektion"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1380","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1380"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1380\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1797,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1380\/revisions\/1797"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1380"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1380"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1380"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}