{"id":13625,"date":"2025-12-21T11:00:19","date_gmt":"2025-12-21T10:00:19","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/?p=13625"},"modified":"2025-12-24T08:02:22","modified_gmt":"2025-12-24T07:02:22","slug":"predigt-philipper-25-11-weihnachten-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-philipper-25-11-weihnachten-2025\/","title":{"rendered":"Predigt: Philipper 2,5-11 (Weihnachten 2025)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Download [<a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Weihnacht2025_03_Philipper2_P.odt\">ODT<\/a>]&nbsp; [<a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Weihnacht2025_03_Philipper2_P.pdf\">PDF<\/a>]<\/strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.schlachterbibel.de\/de\/bibel\/philipper\/2\/5-11?hl=1#hl\"><strong>Bibeltext<\/strong><\/a>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Weihnachten und Niedrigkeit<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201esondern ent\u00e4u\u00dferte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Philipper 2,7)<\/p>\n<p>Heute ist der vierte Advent, und wir wollen die letzte Predigt aus unserer Reihe zur \u201eWeihnachtsgeschichte nach Paulus\u201c h\u00f6ren. Vor zwei Wochen haben wir betrachtet, dass Jesus f\u00fcr uns arm wurde, damit wir durch seine Armut wahrhaft reich werden. Letzte Woche haben wir gelernt, dass Gott uns seinen Sohn gesandt hat, um uns zu seinen Kindern und dadurch wahrhaft frei zu machen. Heute wollen wir einen der ber\u00fchmtesten Abschnitte des Neuen Testaments betrachten, in dem die unfassbare Erniedrigung von Gottes Sohn bezeugt wird. Lasst uns heute die Erniedrigung Jesu begreifen, die an Weihnachten passiert ist, und sie zu Herzen nehmen, sodass unsere eigene Gesinnung und Lebensweise davon ver\u00e4ndert wird!<br \/>\nDie Stadt Philippi liegt im Nordosten des heutigen Griechenland und war die erste Stadt in Europa, in der Paulus eine Gemeinde begr\u00fcndete (49-50 nach Christus). Diesen Brief schrieb Paulus an sie etwa 12 Jahre sp\u00e4ter vom Gef\u00e4ngnis in Rom aus. Darin finden wir keinen Tadel oder Behandlung ernster Probleme. Vielmehr dankte Paulus f\u00fcr ihre treue Gemeinschaft am Evangelium und ermutigt sie dazu, weiterhin in klarem Glauben an das Evangelium zu bleiben und nach dem himmlischen Ziel zu streben. Im Kapitel 2 lobt er die Gl\u00e4ubigen, dass sie sich untereinander in Christus ermahnten, dass sie einander mit wahrer Liebe tr\u00f6steten, dass sie im Heiligen Geist lebten und dass sie in herzlicher Liebe und Barmherzigkeit miteinander umgingen. Sie f\u00fchrten ihr Glaubensleben also auf einem hohen Niveau, und wir k\u00f6nnten meinen, dass bei ihnen alles perfekt war.<br \/>\nAber es gab einen Punkt, an dem sie noch Verbesserung brauchten. Im Vers 2 schrieb Paulus: \u201eso macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einm\u00fctig und eintr\u00e4chtig seid.\u201c Sie sollten eines Sinnes sein, die gleiche Liebe haben, einm\u00fctig und eintr\u00e4chtig sein. Im Kapitel 4 erfahren wir, dass es unter einigen Mitarbeiterinnen Streit gab (4,2). Aber wie ist es m\u00f6glich, dass in einer Gemeinde, in der Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund, Charakter und Ansichten alle eines Sinnes sind? Die Anforderung erscheint schwierig bis unm\u00f6glich. Aber eines Sinnes zu sein bedeutet nicht, dass die Gl\u00e4ubigen in einer Gemeinde alle gleich denken und handeln m\u00fcssen. Einheit bedeutet nicht Gleichheit. Als Christen sollen wir in den wesentlichen Fragen des Glaubens \u00fcbereinstimmen und in unserer \u00dcberzeugung davon, wie wir als Gemeinde leben und wonach wir streben wollen. In weniger wichtigen Fragen darf es unterschiedliche Meinungen geben. Aber die geistliche Einheit und Einm\u00fctigkeit ist Gott sehr wichtig. Paulus wusste, was die Haupthindernisse daf\u00fcr sind. Daher ermahnt er die Gl\u00e4ubigen: \u201eTut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern h\u00f6her als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient\u201c (3.4). Das Streben danach, die eigenen Bed\u00fcrfnisse und W\u00fcnsche zu erf\u00fcllen, und starkes Verlangen nach der Anerkennung und Bewunderung von anderen zerst\u00f6ren die Einheit und verhindern es, dass wir in der Gemeinde eines Sinnes und einm\u00fctig werden k\u00f6nnen. Deshalb ermahnt Paulus die Gl\u00e4ubigen dazu, nichts aus Eigennutz oder f\u00fcr die eigene Ehre bei Menschen zu tun. Vielmehr sollen wir einander in Demut h\u00f6her achten als uns selbst und nicht vor allem unsere eigenen W\u00fcnsche erf\u00fcllen wollen, sondern darauf achten, was der andere braucht. Wenn alle in der Gemeinde wirklich so eine Einstellung haben, wird die ganze Gemeinde zu einer geistlichen Einheit, in der jeder wirklich in der Gnade Jesu angenommen und respektiert wird und in der alle einm\u00fctig und eintr\u00e4chtig sind. Wie sch\u00f6n ist es, wenn eine Gemeinde durch und durch so einm\u00fctig ist! So eine Gemeinde macht Gott gro\u00dfe Freude, und sie hat eine gro\u00dfe Anziehungskraft, durch die Menschen innerhalb und von au\u00dferhalb zu Jesus gezogen werden und bei ihm Heilung und Heil finden.<br \/>\nPaulus wusste, wie schwer es f\u00fcr uns Menschen ist, unsere Selbstsucht und den Wunsch nach Anerkennung zu \u00fcberwinden und so eine dem\u00fctige Einstellung anzunehmen. Er wusste, dass seine Ermahnung nicht ausreichte, um die Einstellung und das Verhalten der Gl\u00e4ubigen in Philippi und auch von uns heute grundlegend zu ver\u00e4ndern. Deshalb lenkt er im folgenden Abschnitt ihren und unseren Blick auf Jesus Christus, der ein vollkommenes Beispiel f\u00fcr Demut und Erniedrigung gegeben hat. Er schreibt: \u201eSeid so unter euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht\u201c. Als Gl\u00e4ubige, die Gemeinschaft mit Jesus Christus haben, sollen wir dementsprechende gesinnt sein. Luther \u00fcbersetzte diesen Vers urspr\u00fcnglich einfach, aber treffend: \u201eEin jeglicher sei gesinnt, wie Jesus Christus auch war.\u201c Als Christen sollen wir so gesinnt sein, wie Jesus Christus es war.<br \/>\nWie war Jesus gesinnt? Betrachten wir die Verse 6.7: \u201eEr, der in g\u00f6ttlicher Gestalt war, hielt es nicht f\u00fcr einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern ent\u00e4u\u00dferte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.\u201c Jesus war in g\u00f6ttlicher Gestalt. Das bezieht sich nicht nur auf seine \u00e4u\u00dfere Erscheinung oder Aussehen, sondern auf seine Daseinsform als Gott. Dass Jesus in g\u00f6ttlicher Gestalt war und Gott gleich war, bedeutet, dass Jesus von seinem Wesen und seinem Rang her wirklich Gott war und ist. Das Johannesevangelium bezeugt gleich in den ersten Versen, dass Jesus, der als das ewige Wort beschrieben wird, schon im Anfang bei Gott war und selbst Gott war, was die geheimnisvolle Einheit von Gott dem Vater und dem Sohn beschreibt. Das Wort \u201egehorsam\u201c im Vers 8 zeigt, dass er unter Gott dem Vater steht. Dass Jesus von seinem Wesen her Gott ist, hat sich nie ge\u00e4ndert; er war schon immer von seinem Wesen her Gott, ist es jetzt und wird es auch immer sein. Jesus hatte im Himmel als Gott unvorstellbare Macht und Komfort und wurde von Millionen von Engeln gepriesen. Aber Jesus hat seine Stellung als Gott im Himmel und alle damit verbundenen Privilegien nicht festgehalten, wie ein L\u00f6we seinen Raub festh\u00e4lt. Er ent\u00e4u\u00dferte sich selbst, gab seine Daseinsform als Gott auf und nahm die Gestalt eines Menschen, eines Knechts an. Jesus besuchte uns nicht nur auf der Erde, sondern er wurde ein richtiger Mensch mit all seinen Begrenzungen und Niedrigkeit. Jesus wurde als ein schwaches Kind geboren, das v\u00f6llig hilflos und abh\u00e4ngig von Menschen war und krabbeln, gehen, reden und das Leben auf der Erde lernen musste. Jesus wurde m\u00fcde, wenn er lange gewandert war, er musste essen und trinken, um leben zu k\u00f6nnen. Jesus wurde Mensch, genau wie wir, nur ohne S\u00fcnde. Jesus hat sich keine privilegierte Stellung auf der Erde ausgew\u00e4hlt, sondern er wuchs in einer armen Familie auf und lebte ohne Titel, Position oder Besitz als ein Prediger des Evangeliums auf der Erde. Deshalb kann er uns in all unseren Schwierigkeiten und N\u00f6ten von Herzen gut verstehen und unsere Situation nachempfinden. Jesus kam uns nahe, um uns vorzuleben, wie ein Mensch eigentlich sein und leben sollte, und um uns Gott und seine Liebe zu uns zu bezeugen.<br \/>\nAber Jesus Erniedrigung war damit nicht genug, sondern sie ging noch weiter. Der Vers 8 sagt: \u201eEr erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.\u201c Jesus wusste, dass sein Vorbild allein uns nicht genug helfen w\u00fcrde, um uns von unserer S\u00fcnde zu l\u00f6sen und um von unserer Schuld frei zu werden. Deshalb erniedrigte er sich weiter und gab selbst das auf, was jeder noch so verkehrte Mensch auf der Erde hat, n\u00e4mlich sein eigenes Leben. Jesus erniedrigte sich selbst und entschied sich im Gebetskampf dazu, f\u00fcr uns am Kreuz zu sterben. Dadurch hat er seine vollkommene Liebe zu Gott dem Vater bezeugt und seine vollkommene Liebe zu uns gezeigt.<br \/>\nWie sehr hat sich Gott der Vater \u00fcber Jesu vollkommene Erniedrigung gefreut? Die Verse 9-11 sagen: \u201eDarum hat ihn auch Gott erh\u00f6ht und hat ihm den Namen gegeben, der \u00fcber alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind,&nbsp;und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.\u201c Gott hat Jesus nicht nur von den Toten erweckt, sondern hat ihn auf den h\u00f6chsten Rang im Universum erh\u00f6ht und hat ihm den Namen gegeben, der \u00fcber alle Namen ist. Alle Menschen, die jemals gelebt haben, zurzeit leben oder noch leben werden, werden Jesus anerkennen, wenn er wiederkommt \u2013 die einen mit gro\u00dfer Dankbarkeit und Freude auf sein ewiges Reich, die anderen in tiefster Reue und Furcht. Jesus, der sich so erniedrigt hat, wurde der, an dem keiner vorbeikommt. In Jesu Namen findet jeder, der ihn anruft, Gnade, Vergebung und ein neues Leben in seiner Liebe.<br \/>\nBeten wir Jesus an und bewundern ihn, der sich so tief erniedrigt hat und Mensch wie wir wurde und f\u00fcr uns am Kreuz starb! Seine Erniedrigung, die er an Weihnachten und an Ostern gezeigt hat, sind anbetungsw\u00fcrdig. Schenken wir diesem Jesus neu unser Vertrauen, und nehmen wir seine Gnade und Erniedrigung von Herzen an! Gott helfe uns, an den Weihnachtstagen Jesu Gesinnung weiter zu bedenken und sie bis dahin anzunehmen, dass wir uns untereinander von Herzen lieben und h\u00f6her achten k\u00f6nnen als uns selbst und eine geistliche Einheit werden, in der jeder angenommen und geliebt ist und wir alle zusammen einm\u00fctig und eintr\u00e4chtig sind. Beten wir, dass wir so eine Gemeinschaft werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download [ODT]&nbsp; [PDF] &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bibeltext&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Weihnachten und Niedrigkeit \u201esondern ent\u00e4u\u00dferte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.\u201c (Philipper 2,7) Heute ist der vierte Advent, und wir wollen die letzte Predigt aus unserer Reihe zur \u201eWeihnachtsgeschichte nach Paulus\u201c h\u00f6ren. 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