{"id":1357,"date":"2011-02-21T20:42:41","date_gmt":"2011-02-21T19:42:41","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1357"},"modified":"2023-01-29T20:59:56","modified_gmt":"2023-01-29T19:59:56","slug":"predigt-philipper-41-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-philipper-41-7\/","title":{"rendered":"Predigt: Philipper 4,1 &#8211; 7"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/P7-0401-07_3.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Freuet  euch  in  dem  Herrn  allewege!<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!\u201c <\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Phil 4,4)<\/p>\n<p>Freude! Jeder m\u00f6chte Freude haben. Wir haben eben Bilder von Menschen gesehen, die sich freuen; und schon der Anblick von Menschen, die sich freuen, macht uns froh. Wir haben in uns ein starkes Verlangen nach Freude. Wir brauchen Freude, um Leben zu k\u00f6nnen, und tun vieles, um dieses Bed\u00fcrfnis zu stillen. Ein kleiner Junge freute sich wochenlang auf seinen Geburtstag. Mindestens einmal am Tag fragte er seine Mutter, wie oft er bis zu seinem Geburtstag noch schlafen m\u00fcsse, und sprach dauernd dar\u00fcber, was er sich zum Geburtstag w\u00fcnschte. Obwohl er beim Einkaufen seiner Geschenke dabei war, bestand er darauf, dass jedes Geschenk eingepackt wird. Als er dann gestern seine Geschenke auspackte, h\u00fcpfte er vor Freude in die Luft und rief laut \u201eJuchuh!\u201c Aber obwohl er sich gestern so sehr freuen konnte, wird er in den n\u00e4chsten Tagen diese Freude wieder verlieren. Dann wird er neue W\u00fcnsche haben und auf den n\u00e4chsten Anlass warten, bis er neue Geschenke bekommen kann. Auf diese Weise vergeht weltliche Freude. Ist das bei uns Erwachsenen anders? Viele Deutsche geben viel Geld f\u00fcr Urlaubsreisen aus, um zum Beispiel auf die Malediven oder woanders hin zu fliegen. Wenn sie zur\u00fcckkommen, erz\u00e4hlen sie ihren Freunden und Kollegen begeistert davon, wie sch\u00f6n der Urlaub war. Aber ihre Freude dar\u00fcber verblasst oft schneller als die Br\u00e4une ihrer Haut. Wo k\u00f6nnen wir wahre Freude finden, die unabh\u00e4ngig von unserer Situation bleibt? In unserem heutigen Text erfahren wir das Geheimnis, wie wir wahre Freude genie\u00dfen und uns sogar unter allen Umst\u00e4nden freuen k\u00f6nnen! Gott segne jeden von uns heute durch dieses Wort!<\/p>\n<p><strong>Teil 1: Steht fest in dem Herrn! (1-3)<\/strong><\/p>\n<p>Womit beginnt unser heutiger Text?  Er beginnt mit dem Wort \u201eAlso\u201c. \u201eAlso\u201c zeigt uns, dass es im heutigen Text um Schlussfolgerungen aus den vorangehenden Lehren in diesem Brief geht. \u201eAlso\u201c bedeutet daher so viel wie: weil Jesus so dem\u00fctig war und sich f\u00fcr uns so sehr erniedrigte und von Gott so hoch erh\u00f6ht wurde; weil Jesus unser Ziel ist, nachdem wir nun jagen sollen; weil unser B\u00fcrgerrecht im Himmel ist.<\/p>\n<p>Was sagte Paulus also schlussfolgernd zu den Gl\u00e4ubigen? Lesen wir dazu zun\u00e4chst den Vers 1: <strong>\u201eAlso, meine lieben Br\u00fcder, nach denen ich mich sehne, meine Freude und meine Krone, steht fest in dem Herrn, ihr Lieben.\u201c <\/strong>In diesem Vers k\u00f6nnen wir zum einen sehen, welche Bedeutung die Gl\u00e4ubigen in Philippi f\u00fcr Paulus hatten. Sie waren nicht irgendjemand, um die er sich pflichtgem\u00e4\u00df k\u00fcmmerte. Mit der Anrede \u201eliebe Br\u00fcder\u201c und \u201eihr Lieben\u201c dr\u00fcckt er seine herzliche Liebe zu ihnen aus. Sie waren f\u00fcr ihn seine Freude und seine Krone. Sicherlich waren sie nicht ohne Probleme, wie wir schon erfahren haben. Aber Paulus sah sie in dem Herrn, im Blick auf und im Glauben an Jesus. Er sah sie mit der Glaubenszuversicht, dass Gott sein angefangenes Werk in ihnen auch vollenden w\u00fcrde. Daher freute er sich, wenn er an sie dachte und f\u00fcr sie betete. Eine Krone ist der kostbare Schmuck eines K\u00f6nigs und dr\u00fcckt sein Amt und seine W\u00fcrde aus. F\u00fcr Paulus hatten die Gl\u00e4ubigen in Philippi so eine kostbare Bedeutung. Es ist sch\u00f6n, die sch\u00f6ne Beziehung zwischen Paulus und seinen Bibelsch\u00fclern in Philippi zu sehen, die von gegenseitiger Liebe und Wertsch\u00e4tzung gepr\u00e4gt war, oder? Sie wirft in uns auch eine Frage auf, n\u00e4mlich die Frage: Welche Wertsch\u00e4tzung und Liebe habe ich zu den mir anvertrauten Menschen? Gott helfe uns, in der Liebe und Wertsch\u00e4tzung zu unseren Glaubensgeschwistern und Freunden zu wachsen!<\/p>\n<p>Wozu forderte Paulus seine geliebten Bibelsch\u00fcler auf? Im Vers 1b sagt er: <strong>\u201e\u2026 steht fest in dem Herrn, ihr Lieben.\u201c <\/strong>Sie sollten fest stehen in dem Herrn. Der Befehl \u201eSteht fest\u201c kommt eigentlich aus dem milit\u00e4rischen Bereich. Soldaten d\u00fcrfen nicht wackelig auf den Beinen sein oder gar unsicher, auf welcher Seite sie k\u00e4mpfen sollen. Insbesondere damals, wo Schusswaffen noch eine viel kleinere Rolle gespielt haben und es oft zum Zweikampf kam, mussten Soldaten unbedingt fest stehen. Die Aufforderung, fest zu stehen in dem Herrn, weist darauf hin, dass wir Gl\u00e4ubigen sich in einem geistlichen Krieg befinden. In diesem geistlichen Krieg haben wir es mit unsichtbaren Feinden zu tun, n\u00e4mlich mit dem Teufel und seinen Dienern, die uns zur S\u00fcnde verf\u00fchren und von Gott trennen wollen. Umso wichtiger ist es, dass wir im Herrn Jesus fest stehen. Jesus ist der feste Grund, auf dem wir in jeder Lage fest stehen k\u00f6nnen. Jesus ist der starke Turm, in dem wir uns bergen k\u00f6nnen, die feste Burg, in der wir auch bei heftigen Angriffen Schutz und Halt finden. Darum ist es wichtig, wie fest wir mit ihm verbunden sind. Es ist nicht so entscheidend, wie stark oder schwach wir selbst sind. Wenn wir in Jesus fest stehen, k\u00f6nnen wir alle Versuchung und unsere eigene Schw\u00e4che \u00fcberwinden und jeden Tag Sieger sein. M\u00f6ge Gott uns dabei helfen, jeden Tag fest in dem Herrn zu stehen!<\/p>\n<p>Welche pers\u00f6nliche Ermahnung sprach Paulus aus? Betrachten wir Vers 2: <strong>\u201eEvodia ermahne ich und Syntyche ermahne ich, dass sie eines Sinnes seien in dem Herrn.\u201c <\/strong>Evodia und Syntyche waren  zwei namhafte Frauen, die in der Gemeinde schon lange mitwirkten. Aber sie waren offenbar h\u00e4ufig verschiedener Meinung und stritten wegen diesem und jenem. Wir erfahren nicht, worum es dabei ging, anscheinend waren es eher banale Dinge. Vielleicht wollte Evodia, dass die neuen Vorh\u00e4nge f\u00fcr ihren Gottesdienstraum rot gef\u00e4rbt sein sollten, aber Syntyche meinte, dass das nicht passend, sondern blau viel w\u00e4re. Evodia wollte vielleicht, dass sie in ihren Versammlungen modernere Lieder mit mazedonischen Melodien singen sollten, aber Syntyche bestand darauf, dass sie weiterhin die alten Lieder singen sollten, die sie anfangs von Paulus gelernt hatten. Auf diese Weise gab es immer wieder Streit zwischen den beiden Frauen.<\/p>\n<p>Wie half Paulus ihnen? Paulus ging nicht auf die einzelnen Streitpunkte ein, da es nicht um geistliche Fragen ging, die er h\u00e4tte kl\u00e4ren m\u00fcssen. Stattdessen ermahnte er die Beiden dazu, ihre Haltung zu korrigieren und in dem Herrn eines Sinnes zu sein. Vielleicht dauerte ihr Streit schon lange, mehrere Monate oder sogar schon Jahre. Eigentlich ist es dann sehr schwer, damit nicht nur ganz aufzuh\u00f6ren, sondern sogar eines Sinnes zusammenzuarbeiten. Aber in dem Herrn ist es selbst in so einer verkrachten Situation m\u00f6glich, wieder eines Sinnes zu sein und einm\u00fctig f\u00fcr den Ihn zusammenzuarbeiten konnten. Deshalb sollten die Beiden ganz in Jesus sein und in ihm einm\u00fctig zusammenarbeiten.<\/p>\n<p>Was tat Paulus noch, um den beiden Frauen zu helfen, ihren Streit zu \u00fcberwinden und eines Sinnes zu werden? Betrachten wir Vers 3: <strong>\u201eJa, ich bitte auch dich, mein treuer Gef\u00e4hrte, steh ihnen bei; sie haben mit mir f\u00fcr das Evangelium gek\u00e4mpft, zusammen mit Klemens und meinen andern Mitar\u00adbei\u00adtern, deren Namen im Buch des Lebens stehen.\u201c <\/strong>Paulus bat auch den Empf\u00e4nger des Briefes, der sehr wahrscheinlich der Gemeindeleiter war, darum, ihnen bei der \u00dcberwindung ihrer Uneinigkeit zu helfen. Dabei bringt Paulus seine tiefen Respekt gegen\u00fcber den beiden Frauen zum Ausdruck, die mit ihm f\u00fcr das Evangelium gek\u00e4mpft hatten; er achtete sie als Mitarbeiterinnen hoch, auch wenn sie momentan f\u00fcr Probleme sorgten. Aus dieser Achtung und Liebe heraus tat er sein Bestes, dass sie wieder eines Sinnes sein konnten.<\/p>\n<p>Wir haben unter uns \u2013 Gott sei Dank \u2013 keine Evodia und keine Syntyche und haben (so viel ich wei\u00df) keine Streitereien. Aber das ist keine Garantie daf\u00fcr, dass es immer so bleibt. Wir sind nicht automatisch eines Sinnes. Aber hier k\u00f6nnen wir Eines klar lernen: Auch wenn wir von unserem Charakter, Herkunft und Alter her verschieden sind und unterschiedliche Ansichten haben m\u00f6gen, k\u00f6nnen wir in dem Herrn eines Sinnes sein. M\u00f6ge Gott jedem von uns helfen, immer in Jesus zu sein, sodass wir immer eines Sinnes sein und f\u00fcr sein Werk einm\u00fctig zusammenarbeiten k\u00f6nnen!<\/p>\n<p><strong>Teil 2: Freuet euch in dem Herrn (4-7)<\/strong><\/p>\n<p>Paulus hat alle Gl\u00e4ubigen dazu aufgefordert, fest zu stehen in dem Herrn. Danach hat er auch das spezifische Problem der beiden Frauen behandelt. Nun kann er zu seiner haupts\u00e4chlichen schlussfolgernden Aufforderung kommen. Was war das? Lesen wir gemeinsam Vers 4: <strong>\u201eFreuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!\u201c <\/strong>Sie sollten sich in dem Herrn freuen. Im Allgemeinen h\u00e4lt man Freude f\u00fcr ein Gef\u00fchl, das kommt oder nicht und das man nur sehr bedingt beeinflussen kann. Aber Paulus fordert hier die Gl\u00e4ubigen dazu auf, sich in dem Herrn zu freuen, und zwar allewege, das hei\u00dft in allen Situationen, also jederzeit. Freude ist also nicht nur etwas, was f\u00fcr Christen auch m\u00f6glich ist; sondern Freude soll in unserem Glaubensleben st\u00e4ndig vorhanden sein, sie soll ein charakteristisches Merkmal unseres Lebens mit Jesus sein.<\/p>\n<p>Aber wie ist das m\u00f6glich? Wie k\u00f6nnen wir uns unter allen Umst\u00e4nden freuen? Wie k\u00f6nnen wir uns freuen, wenn wir gro\u00dfen Stress am Arbeitsplatz oder zu Hause haben? Oder wenn wir schwer entt\u00e4uscht werden von anderen Menschen, denen wir vertraut hatten, oder entt\u00e4uscht sind von uns selbst wegen unserem Versagen, unserer S\u00fcnde? Wie k\u00f6nnen wir uns allewege freuen? Der Schl\u00fcssel liegt in den Worten<strong> \u201ein dem Herrn\u201c<\/strong>. Jesus ist die Quelle der wahren Freude. Bei Jesus ist die Freude und sie str\u00f6mt zu uns, wenn wir mit ihm verbunden sind und in dem Ma\u00dfe, wie wir mit ihm verbunden sind. Wenn wir in Jesus sind, k\u00f6nnen uns in allen Situationen freuen.<\/p>\n<p>Viele Stellen der Bibel bezeugen, dass die Freude von Jesus kommt. Als Jesus auf die Welt kam und in einem Stall bei Bethlehem geboren wurde, lie\u00df Gott durch seinen Engel den Hirten auf dem Feld dieses Ereignis bekannt machen; eigentlich ist es kaum m\u00f6glich, dieses so bedeutungsvolle Ereignis mit einem Wort zusammenzufassen. Aber der Engel tat es, als er sagte: <strong>\u201eF\u00fcrchtet euch nicht! Denn siehe, ich verk\u00fcndige euch <\/strong><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>gro\u00dfe Freude<\/strong><\/span><strong>, die allem Volk widerfahren wird \u2026\u201c<\/strong> (Lk 2,10). Er bezeichnete Jesu Kommen in unsere Welt als <strong>\u201egro\u00dfe Freude\u201c<\/strong>. Wenn wir ein bisschen dar\u00fcber nachdenken, wird uns schnell klar, dass das wirklich eine treffende Beschreibung ist. Denn durch Jesus hat der heilige Gott uns besucht und hat uns so, wie wir sind, angenommen und gerecht gemacht \u2013 ist das nicht wirklich ein Wunder und ein Grund zu gro\u00dfer Freude? Wir waren wegen unserer s\u00fcndigen Lebenseinstellung und Lebensweise Gottes Feinde, aber im Herrn Jesus sind wir Gottes Kinder geworden und Erben seines herrlichen Reiches geworden! Wir d\u00fcrfen nun mit ihm verbunden leben, jederzeit mit seiner Gegenwart und Hilfe rechnen, und haben seine Zusage, dass er bei uns sein wird bis an der Welt Ende. Dieses Leben mit diesem Jesus ist ein Leben voller Freude! Denn Jesus, der sich f\u00fcr uns hingegeben hat und auferstanden ist und der nun t\u00e4glich bei uns ist, um uns an sein herrliches Ziel zu bringen, ist die Quelle der wahren Freude. Und diese Freude str\u00f6mt in unsere Seele, wenn wir mit ihm Gemeinschaft haben. Die Gemeinschaft mit Jesus, zum Beispiel am Morgen, wenn wir auf sein Wort h\u00f6ren und beten, ist so wertvoll und durch nichts zu ersetzen, weil in dieser Zeit die Freude von der einzig wahren Quelle in uns str\u00f6mt. Eine Stellungnahme zu schreiben, ist in gewissem Ma\u00dfe m\u00fchsam und kostet Zeit. Aber wenn wir uns die Zeit nehmen und vor Gott schreiben, ist das echt gut genutzte Zeit; denn dadurch k\u00f6nnen wir erneuert werden im Herrn und bekommen neue tiefe Freude im Herrn, wonach sich unsere Seele sehnt. Wenn wir uns im Herrn freuen, bekommen wir neue Motivation und Kraft, nicht nur f\u00fcr unsere Aufgaben in der Schule, an der Uni, im B\u00fcro oder zu Hause, sondern dar\u00fcber hinaus auch f\u00fcr das Mitwirken in seinem Heilswerk. Wenn wir uns unter allen Umst\u00e4nden freuen, werden wir selbst ein gutes Zeugnis f\u00fcr Jesus f\u00fcr die Menschen um uns herum, selbst wenn wir nicht viel \u00fcber unseren Glauben sprechen. Darum sollen wir neu suchen und tun, was uns hilft im Herrn zu sein, und sollen alles lassen, was uns von ihm trennt, damit wir uns allewege in ihm freuen k\u00f6nnen. M\u00f6ge Gott jedem von uns helfen, jeden Tag mit unserm Herrn tiefe Gemeinschaft zu haben, sodass wir uns unter allen Umst\u00e4nden in ihm freuen!<\/p>\n<p>Es gibt noch einen Grund, aus dem es wichtig ist, dass wir uns unter allen Umst\u00e4nden im Herrn freuen. Wenn wir uns n\u00e4mlich nicht im Herrn freuen, fangen wir bald an, woanders nach Freude zu suchen. Viele suchen Freude, indem sie sich alle paar Wochen neue Klamotten kaufen oder ein neues Handy oder Computerzubeh\u00f6r oder oder oder. In der Zeit dazwischen, wo sie sich gerade nichts kaufen, besch\u00e4ftigen sie sich mit der Frage, was sie als n\u00e4chstes und \u00fcbern\u00e4chstes kaufen wollen, und damit, herauszufinden, wo sie es am g\u00fcnstigsten kaufen k\u00f6nnen (zum Beispiel bei E-bay, Computer Scout usw.). Sie suchen Freude in Dingen! Manche suchen Freude in der Gemeinschaft mit Menschen, zum Beispiel indem sie sich so oft wie m\u00f6glich mit Freunden treffen, ausgehen oder wenigstens telefonieren oder chatten. Viele suchen Freude, indem sie z.B. viel in Facebook sind und dort Beziehungen pflegen. Manche sind  stolz, wenn sie viele Hundert Freunde haben; diese Woche habe ich gelesen, dass ein junger Schauspieler zurzeit mit etwa 27000 Fans den Rekord hat. Aber selbst wenn wir auch so viele Freunde oder sogar Fans hatten, m\u00fcssten wir irgendwann feststellen, dass uns das nicht dauerhaft wahre Freude bringt. Viele suchen Freude durch Erfolg in der Schule, im Studium, im Beruf oder bei der Kindererziehung, wodurch sie Anerkennung von anderen und eine gewisse Selbstbest\u00e4tigung erlangen wollen. Sehr viele suchen Freude durch irgendwelche Vergn\u00fcgen, was ihnen Spa\u00df macht; zum Beispiel Sport, Musik, Filme angucken, im Internet surfen, stundenlang Computerspiele machen bis tief in die Nacht. Oder man sucht Freude durch seinen Ehepartner oder durch seine Kinder. Oder man will einen Partner suchen aus der Motivation heraus, dadurch die Freude zu finden. Nat\u00fcrlich sind nicht alle diese Dinge schlecht. Sport zu machen, zu musizieren ist sehr gut, wenn wir es f\u00fcr die Ehre Gottes machen. Auch sich mit Freunden zu treffen oder im Facebook zu chatten ist gut, wenn wir es zu Gottes Ehre tun und andere dadurch geistlich erbauen oder zu Jesus f\u00fchren wollen. Aber wenn sie die Quelle sind, wo wir unsere Freude finden wollen, nehmen sie eine Rolle ein, die eigentlich nur Gott hat und erf\u00fcllen kann, der die wahre Freudenquelle ist und sie auch f\u00fcr uns sein will. Dann werden wir zwangsl\u00e4ufig entt\u00e4uscht davon. Lasst uns nicht auf die wahre Freude verzichten und bei Quellen suchen, die unser Verlangen nicht wirklich stillen k\u00f6nnen! Gott helfe jedem von uns helfen, in Jesus die wahre Freude zu finden und uns in ihm wirklich in allen Lagen zu freuen!<\/p>\n<p>Welche Haltung sollen wir, die wir uns allewege im Herrn freuen, anderen gegen\u00fcber haben? Betrachten wir Vers 5:<strong> \u201eEure G\u00fcte lasst kundsein allen Menschen! Der Herr ist nahe!\u201c <\/strong>Die entsprechende Haltung gegen\u00fcber den anderen Menschen ist die G\u00fcte. Wir sollen den anderen gegen\u00fcber g\u00fctig und freundlich sein. In der Welt erfahren die Menschen nur ganz begrenzt Verst\u00e4ndnis, sie sind mit vielen Forderungen und Erwartungen konfrontiert und erfahren Kritik oder Verachtung wegen Schw\u00e4chen, Fehlern oder einfach nur ihrer Andersartigkeit. Aber als Gl\u00e4ubige sollen wir die anderen so, wie sie sind, annehmen, f\u00fcr ihre Eigenarten und Schw\u00e4chen Verst\u00e4ndnis haben und sie ertragen und ihnen helfen, anstatt sie zu kritisieren oder zu verachten. Unsere G\u00fcte ist der Ausdruck und die Folge davon, dass wir im Herrn sind und Freude in ihm haben. Bei denen, die wir sowieso m\u00f6gen, f\u00e4llt uns das nicht so schwer. Aber das Wort sagt \u201eallen Menschen\u201c. Das hei\u00dft, dass wir auch denen mit echter Freundlichkeit begegnen sollen, die uns nicht so sympathisch sind oder die wir zurzeit gerade nervig finden. Auf diese Weise sollen wir durch unsere G\u00fcte alle Menschen zu unserem Herrn einladen, der uns gerade so, wie wir sind, angenommen und uns geholfen hat und uns allezeit Freude schenkt. Wir k\u00f6nnen allen Menschen mit G\u00fcte begegnen, wenn wir daran denken, dass der Herr nahe ist. Gott helfe uns, auf den Herrn zu sehen und allen Menschen mit G\u00fcte zu begegnen!<\/p>\n<p>Obwohl wir grunds\u00e4tzlich die Freude haben, werden wir oft mit Situationen oder Ereignissen konfrontiert, die uns die Freude rauben. Was sollen wir tun, damit wir wieder die Freude finden oder durch solche Ereignisse gar nicht erst unsere Freude verlieren? Vers 6a sagt: <strong>\u201eSorgt euch um nichts \u2026\u201c<\/strong> Wir sollen uns um nichts sorgen. Sich zu sorgen ist wirklich sch\u00e4dlich und hat viele negative Folgen. Wenn wir uns wegen etwas Sorgen machen, verbrauchen wir daf\u00fcr viel Zeit und Kraft, ohne dass dadurch irgendetwas Positives passiert w\u00e4re. Vielmehr bekommen wir durch Sorgen machen Falten und graue Haare und werden schneller alt. Vor allem zerst\u00f6ren Sorgen in uns die geistliche Freude, und zwar im Handumdrehen. Mit der geistlichen Freude verlieren wir auch die geistliche Kraft, die wir eigentlich f\u00fcr unsere t\u00e4glichen Aufgaben und unseren Dienst f\u00fcr den Herrn brauchen. Sorgen sind bei vielen richtig eine Gewohnheit geworden; mache werden durch Sorgen richtiggehend krank.<\/p>\n<p>Es gibt viele B\u00fccher, Ratgeber und Therapien, wie man seiner Sorgen Herr werden kann. Aber das heutige Wort sagt schlicht: <strong>\u201eSorgt euch um nichts\u201c<\/strong>. Diese Aufforderung kann manchen vielleicht zu radikal oder zu einfach vorkommen. Jemand denkt vielleicht spontan: \u201eDas ist leicht gesagt! Wie soll ich mir keine Sorgen machen, obwohl ich zurzeit ein gro\u00dfes, ungel\u00f6stes Problem habe?\u201c Sicherlich hat jeder Probleme. Aber als Christen brauchen und sollen wir uns um nichts Sorgen machen, weil wir einen himmlischen Vater haben, der f\u00fcr uns sorgt. Die schlimmsten Sorgen sind die, bei denen unsere Existenz oder die anderer Menschen bedroht zu sein scheint. Jemand macht sich Sorgen, ob er die letzte Klausur bestanden hat oder nicht. Oder ob er die Arbeitserlaubnis bekommt oder nicht. Oder ob er rechtzeitig den passenden Partner f\u00fcrs Leben bekommt. Das sind ernste Angelegenheiten. Aber Jesus selbst hat in seiner Bergpredigt klar gemacht, dass seine J\u00fcnger sich nicht einmal um noch ernstere Fragen Sorgen machen sollen, n\u00e4mlich ob sie verhungern, verdursten oder erfrieren werden. Er sagt in der Bergpredigt zu seinen J\u00fcngern: \u201eDarum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die V\u00f6gel unter dem Himmel an: Sie s\u00e4en nicht, sie ernten auch nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen; aber euer Vater im Himmel versorgt sie doch\u201c (Mt 6,25.26). Wenn wir uns wegen etwas Sorgen machen, zeigt das, dass wir in diesem Punkt nicht auf Gott vertrauen. Wir brauchen uns um nichts zu sorgen, weil unser Vater im Himmel in allen Bereichen f\u00fcr uns sorgt.<\/p>\n<p>Aber auch wenn wir das wissen, kommen Sorgen oft schneller, als wir denken. Wie k\u00f6nnen wir verhindern, dass in uns Sorgen aufkommen, und aufgekommene Sorgen \u00fcberwinden? Die Antwort finden wir im Vers 6: <strong>\u201eSorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!\u201c<\/strong> Wir sollen Sorgen \u00fcberwinden, indem wir aktiv beten, und zwar f\u00fcr alle Dinge. Wir sollten aufh\u00f6ren zu denken, dass wir Gott irgendwie eine Freude machen, wenn wir nicht so oft oder mit nicht so vielen Anliegen zu ihm kommen, weil wir ihn dadurch weniger belasten w\u00fcrden. Das ist Unsinn, das Gegenteil ist wahr. Darum fordert uns dieser Vers auch ausdr\u00fccklich dazu auf, f\u00fcr alle Dinge f\u00fcr uns selbst und andere zu beten und dabei das Danken nicht zu vergessen. Dann wird Gott wird gerne sich der Probleme annehmen und sie auf beste und wunderbare Weise l\u00f6sen. So ermutigt uns auch Apostel Petrus in seinem 1. Brief dazu, wo er schreibt: <strong>\u201eAlle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt f\u00fcr euch\u201c <\/strong>(1.Petr 5,7).<\/p>\n<p>Welche weitere Folge hat es, wenn wir f\u00fcr alle Dinge beten, anstatt uns Sorgen zu machen? Betrachten wir dazu den Vers 7: <strong>\u201eUnd der Friede Gottes, der h\u00f6her ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.\u201c <\/strong>Wenn wir f\u00fcr alles beten, gibt Gott uns seinen Frieden. In dieser Welt ist nicht nur die Freude, sondern auch wahrer Friede absolute Mangelware. In unserem oft hektischen Alltag mit vielen Anforderungen und oft \u00fcberraschenden Ereignissen, sehnen wir uns nach Frieden, tiefem inneren Frieden. Wenn wir lernen, f\u00fcr alle Dinge zu Gott zu beten und ihm f\u00fcr das Gute zu danken, schenkt Gott uns seinen Frieden und bewahrt damit unsere Herzen und Sinne in Jesus. Gott helfe uns, uns um nichts mehr Sorgen zu machen, sondern in allen Dingen zu ihm zu beten! M\u00f6ge Gott uns dadurch mit wahrer Freude und mit seinem Frieden erf\u00fcllen! Lesen wir zum Schluss nochmals das Leitwort, Vers 4: <strong>\u201eFreuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!\u201c<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Freuet euch in dem Herrn allewege! \u201eFreuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!\u201c (Phil 4,4) Freude! Jeder m\u00f6chte Freude haben. Wir haben eben Bilder von Menschen gesehen, die sich freuen; und schon der Anblick von Menschen, die sich freuen, macht uns froh. 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