{"id":13410,"date":"2025-09-14T11:00:21","date_gmt":"2025-09-14T09:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/?p=13410"},"modified":"2025-12-02T19:12:05","modified_gmt":"2025-12-02T18:12:05","slug":"fragebogen-jesaja-91-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/fragebogen-jesaja-91-6\/","title":{"rendered":"Predigt: Jesaja 9,1-6  &#8212; zum Schulanfang 2025"},"content":{"rendered":"<p><strong>Download [ODT]&nbsp; [PDF]<\/strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.schlachterbibel.de\/de\/bibel\/jesaja\/9\/\"><strong>Bibeltext<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Ein Kind, das als Licht in der Finsternis scheint<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eDenn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er hei\u00dft Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-F\u00fcrst;\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Jesaja 9,5)<\/p>\n<p>Ich bin Gott sehr dankbar, dass wir heute mit diesem Gottesdienst ins neue Schuljahr starten d\u00fcrfen. Nun beginnt ein neues Schuljahr. Wie geht es euch dabei? Viele Eltern freuen sich dar\u00fcber, dass die Schule endlich wieder losgeht. Manche Sch\u00fcler freuen sich auf Freunde, neue Erfahrungen und Chancen. Doch andere sp\u00fcren eher Sorge. Da ist der Druck, gute Noten zu schreiben, der Stress von Hausaufgaben und Pr\u00fcfungen. Manchmal kommen auch Zweifel: \u201eSchaffe ich das alles \u00fcberhaupt?\u201c Manche haben Sorgen \u00fcber die Zukunft und f\u00fcr sie f\u00fchlt sich das Leben un\u00fcbersichtlich und be\u00e4ngstigend an. Es f\u00fchlt sich wie eine Dunkelheit im Herzen an, wenn man keine klaren Antworten hat.<br \/>\nAuch das Volk Israel lebte in der Dunkelheit. Heute sehen wir, welche Dunkelheit sie im Herzen trugen und wie Gott sie ins Licht f\u00fchrte. Daraus wollen wir lernen, wie auch wir aus unserer Dunkelheit ins Licht kommen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Betrachten wir gemeinsam den Vers 1: \u201eDas Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein gro\u00dfes Licht; und \u00fcber denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.\u201c<br \/>\nWarum war das Volk in der Finsternis? \u00c4u\u00dferlich gesehen standen die Israeliten unter der Bedrohung der Assyrer. Der bevorstehende Krieg machte sie \u00e4ngstlich und unruhig. Doch das eigentliche Problem lag tiefer: ihre geistliche Finsternis. Der Prophet Jesaja beschreibt in den Kapiteln 1\u20135 ihre geistliche Blindheit und Verlorenheit durch die S\u00fcnde. Die Israeliten hatten sich von Gott abgewandt und suchten Sicherheit an anderen Orten. Ohne Gott lebten sie in der Finsternis.<br \/>\nUnd wie sieht es bei uns aus? Oft denken wir, dass bevorstehende Pr\u00fcfungen, finanzielle Schwierigkeiten oder Unsicherheit \u00fcber die Zukunft unsere gr\u00f6\u00dften Probleme seien. Doch das eigentliche Problem liegt in unserem Inneren. Woher kommen unsere \u00c4ngste, Sorgen, unsere Wut und Traurigkeit? Sie entstehen aus unserer geistlichen Finsternis, aus der Trennung von Gott durch die S\u00fcnde.<br \/>\nAber Gott schenkt uns durch den Propheten Jesaja eine wunderbare Hoffnung: Ein gro\u00dfes Licht wird erscheinen! Wer ist dieses Licht? Dieses Licht bezieht sich auf Jesus, der unsere Finsternis austreiben kann. Wenn Jesu Licht auf uns scheint, dann weicht die Finsternis. Dieses Licht schenkt uns Freude und Jubel. Jesaja beschreibt diese Freude mit zwei Bildern. Zum einen ist es die Freude \u00fcber die Ernte, wenn der Bauer nach seiner harten Arbeit die Fr\u00fcchte sieht, zum anderen ist es die Freude nach einem Sieg im Krieg, wenn die Todesangst vorbei ist und in Frieden, Freiheit, Ehre und Belohnung \u00fcbergeht.<br \/>\nJesaja erkl\u00e4rt weiter in Vers 3: \u201eDenn du hast ihr dr\u00fcckendes Joch, die Jochstange auf ihrer Schulter und den Stecken ihres Treibers zerbrochen, wie am Tage Midians.\u201c<br \/>\nDiese Freude kommt daher, dass Gott Menschen von der Unterdr\u00fcckung befreit \u2013 \u201ewie am Tag Midians. Im Buch der Richter, Kapitel 7, lesen wir, dass die Midianiter die Israeliten wie die Heuschrecken heimsuchten und sie regelm\u00e4\u00dfig auspl\u00fcnderten. Die nahmen die ganze Ernte und ihr Viehbestand weg. Die Israeliten litten sehr unter den \u00dcberf\u00e4llen. Doch Gott berief Gideon als F\u00fchrer Israels zur Befreiung aus der Hand der Midianiter. Als Voraussetzung f\u00fcr den Kampf reduzierte Gott Gideons Heer von 32.000 auf nur 300 M\u00e4nner. Ohne Schwerter oder Speere, nur mit Kr\u00fcgen, Fackeln und H\u00f6rnern zogen sie in den Kampf \u2013 ohne richtige Waffe. Das Heer der Midianiter z\u00e4hlte 135.000 Soldaten. 300 gegen 135.000 \u2013 ein aussichtsloser Kampf! Doch Gott selbst k\u00e4mpfte f\u00fcr Israel. Die Midianiter wurden verwirrt und flohen. \u201eDas war der Tag Midians\u201c. Er erinnert uns daran: Sieg und Freiheit sind niemals etwas, das wir aus eigener Kraft erringen k\u00f6nnen \u2013 sie sind ein Geschenk Gottes. Gott selbst hat die Israeliten von der Unterdr\u00fcckung durch die Midianiter befreit und ihnen wahre Freude geschenkt.<br \/>\nAuch bei uns ist es so: Eine gute Schulnote, Wohlstand oder viele Freunde k\u00f6nnen uns Freude schenken, jedoch w\u00e4hrt diese Freude nicht ewig. Aber die Freude, die Jesus schenkt, ist echte Freiheit und ewige Freude. Diese Freude, die Jesus schenkt, k\u00f6nnen wir nicht mit unserer Kraft erreichen. Nur wenn Jesus in unser Leben \u201escheint\u201c, f\u00fchrt er uns aus Verzweiflung zur Hoffnung und aus der Trauer in die Freude. So wie ein Handy bei einem Akkustand von 1% nerv\u00f6s macht, aber durch das Ladekabel wieder neue Energie bekommt, so bekommt unser Leben neue Kraft, wenn wir mit Jesus, dem \u201eLicht\u201c, verbunden sind.<br \/>\nJesaja sagt weiterhin \u2013 lesen wir dazu Vers 5 gemeinsam: \u201eDenn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er hei\u00dft: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Ewig-Vater, Friedef\u00fcrst.\u201c Jesaja k\u00fcndigt an, dass dieses Licht \u2013 Jesus \u2013 als Kind zu uns kommt. Er kam als ein Baby wie wir alle und doch war er ganz anders. Wer ist dieser Jesus, dass er uns aus der Finsternis f\u00fchren kann? Er ist der wunderbare Ratgeber. Niemand versteht unser Herz vollkommen. Aber Jesus sieht und kennt unsere Tr\u00e4nen, Einsamkeit und Niederlagen. Er versteht uns und hilft uns. Wie hilft Jesus uns praktisch? Es ist durch die Begegnung mit ihm, durch das Gespr\u00e4ch und durch sein Wort. Hierzu drei Beispiele aus dem Leben Jesu:<br \/>\nDie samaritische Frau am Brunnen (Johannes Kap. 4) war durstig nach der Liebe ihres Ehemannes und suchte Liebe bei Menschen. Obwohl sie sich um menschliche Liebe bem\u00fchte und ihren Ehemann 5x wechselte, fand keine richtige Liebe und wurde von den anderen Frauen und der Gesellschaft ausgeschlossen. Doch in der Begegnung mit Jesus entdeckte sie: Nur Gott allein ist ihr wahrer Br\u00e4utigam und der Gegenstand ihrer Anbetung. Nur Gott allein kann ihr echte Liebe schenken. Durch die Begegnung mit Jesus und durch sein Wort erfuhr sie eine gro\u00dfe Ver\u00e4nderung.<br \/>\nEinem Gel\u00e4hmten (Markus 2,1-12) zeigte Jesus zuerst sein eigentliches Problem \u2013 nicht seine Krankheit, sondern seine S\u00fcnde. Bevor er ihn heilte, vergab er ihm seine S\u00fcnde. Durch die S\u00fcndenvergebung und durch das Wort Jesu konnte der Gel\u00e4hmte von seinen S\u00fcnde und Krankheit frei werden und aufstehen und ein neues Leben f\u00fchren.<br \/>\nDer Z\u00f6llner Levi (Markus 2,13-17) hatte f\u00fcr Geld und Erfolg sogar sein eigenes Volk verraten. Obwohl er \u00e4u\u00dferlich reich war und ein bequemes Leben f\u00fchrte, war er nicht gl\u00fccklich. Er empfand eine innere Leere, die weder gutes Essen noch alle Annehmlichkeiten dieser Welt f\u00fcllen konnte. Da sprach Jesus zu ihm: \u201eFolge mir nach!\u201c Als Levi das h\u00f6rte und sofort gehorchte, wurde sein Leben vollkommen ver\u00e4ndert. Aus einem Z\u00f6llner wurde ein J\u00fcnger Jesu, der Menschen zu Jesus f\u00fchrt.<br \/>\nSo geschieht Ver\u00e4nderung, wenn wir Jesu Wort h\u00f6ren und ihm gehorchen. Ohne Gehorsam bleibt alles unver\u00e4ndert. Aber wer Jesus begegnet und ihm folgt, erlebt Erneuerung.<\/p>\n<p>Jesus ist der starke Gott (s. Vers 5): Er ist allm\u00e4chtig, nichts ist ihm unm\u00f6glich. Jesus verwandelte Wasser in Wein. Er heilte viele Kranke und zeigte seine \u00fcbernat\u00fcrliche Macht durch die Speisung der F\u00fcnftausend mit f\u00fcnf Broten und zwei Fischen. Dar\u00fcber hinaus erweckte er den toten Lazarus zum Leben und \u00fcberwand durch seine Kreuzigung und Auferstehung die Macht des Todes. Dieser Jesus Christus ist unser allm\u00e4chtiger Gott. In Situationen, die f\u00fcr uns v\u00f6llig unm\u00f6glich erscheinen, ist er bei uns \u2013 und er macht das Unm\u00f6gliche m\u00f6glich.<br \/>\nJesus Christus ist auch unser Vater und der F\u00fcrst des Friedens: Ein leiblicher Vater wird mit zunehmendem Alter oft von einem Besch\u00fctzer zu jemandem, der selbst Schutz und F\u00fcrsorge ben\u00f6tigt. Doch wie ist es mit Jesus? Er bleibt unser wahrer Besch\u00fctzer. Er ist unser Schild und steht uns bei gegen jede Versuchung und jede Anfechtung dieser Welt. Wenn dieser Jesus bei uns ist, dann ist unser Herz voller Frieden. Selbst mitten in Pr\u00fcfungen und Schwierigkeiten dieser Welt d\u00fcrfen wir Frieden haben, denn er ist es, der uns den wahren Frieden schenkt. Es handelt sich dabei nicht um einen vor\u00fcbergehenden Trost, wie ihn die Welt gibt, wenn gerade keine Probleme vorhanden sind. Nein \u2013 selbst wenn die Welt zugrunde geht, selbst wenn Kriege toben oder die Finsternis so gro\u00df ist, dass keine Hoffnung mehr zu sehen ist \u2013 wenn wir diesen Jesus als unseren Vater und als den F\u00fcrsten des Friedens aufnehmen, dann wird unser Leben von Hoffnung und Freude erf\u00fcllt sein.<br \/>\nDieser Jesus ist unser wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater und Friedef\u00fcrst. Er ist das wahre Licht, das die Finsternis vertreibt und jeden erleuchtet, der sich f\u00fcr ihn \u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Wie sollen wir darauf reagieren? Wir m\u00fcssen zum Licht, zu Jesus Christus, kommen. Der gro\u00dfe Lichtbringer ist erschienen. Doch was geschieht, wenn wir uns weiterhin vor Jesus verbergen und in der Finsternis und in der S\u00fcnde bleiben wollen? Wir m\u00fcssen so, wie wir sind, zu ihm kommen. Wir m\u00fcssen dem Licht begegnen, das Jesus selbst ist. Wenn wir wirklich den Wunsch haben, diesem Jesus zu begegnen, dann werden wir das Licht sehen, das er ist. Wir m\u00fcssen in unserem Alltag auf das Licht, auf Jesus Christus, schauen. Reicht es aus, wenn wir das Licht ein einziges Mal gesehen haben? Nein. Die Begegnung mit dem Licht ist erst der Anfang. Wir m\u00fcssen unseren Blick st\u00e4ndig auf Jesus, das Licht, richten. Der Satan versucht uns immer wieder einzureden, dass wir auf unsere Probleme und auf die Welt schauen sollen. Doch wenn wir in schwierigen Zeiten nur auf die Probleme blicken, verlieren wir Jesus aus den Augen \u2013 und geraten erneut in die Finsternis. Darum sollen wir nicht auf die Umst\u00e4nde oder Bedingungen schauen, sondern auf Jesus Christus, der das Licht ist.<br \/>\nSchlie\u00dflich sollen wir dem Licht folgen. In Johannes 8,12 steht folgendes: \u201eIch bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.\u201c Wir sollen nicht nach dem Erfolg, dem Ansehen und dem Geld streben, wie es die Welt uns vorgibt, sondern nach den Werten des Reiches Gottes leben. Es klingt schwer, diesem Licht zu folgen, nicht wahr? Aber warum? Weil es den Ma\u00dfst\u00e4ben dieser Welt widerspricht und oft auch unserem eigenen Willen. Aber was geschieht, wenn wir wirklich diesem Jesus, dem Licht, nachfolgen? Dann wird er unser wunderbarer Ratgeber sein. Er wird unser allm\u00e4chtiger Gott, unser ewiger Vater und unser F\u00fcrst des Friedens sein. Er zeigt uns den rechten Weg, macht das Unm\u00f6gliche m\u00f6glich, sch\u00fctzt uns und schenkt uns Frieden und Freude.<\/p>\n<p>Auch in meinem eigenen Leben ist mir Jesus, das gro\u00dfe Licht, erschienen. Schon als Kind wollte ich ein gl\u00fcckliches Leben f\u00fchren. Ich dachte, wenn ich das Lob meiner Eltern bekomme und von Menschen anerkannt werde, dann bin ich gl\u00fccklich. Deshalb versuchte ich, ein guter Sohn und ein flei\u00dfiger Mensch zu sein. Aber mit der Zeit, besonders in der Schule, merkte ich: Nur flei\u00dfig zu sein reicht nicht aus, um Anerkennung und Lob nach den Ma\u00dfst\u00e4ben dieser Welt zu bekommen. Daf\u00fcr war ich nicht gut genug. So begann ich, an anderen Orten nach Gl\u00fcck zu suchen. Zuerst war es das Geld \u2013 ich dachte, wenn ich Geld h\u00e4tte, w\u00e4re ich gl\u00fccklich. Doch weil meine Familie finanziell nicht reich war, suchte ich an anderer Stelle: bei meinen Freunden. Mit Freunden zusammen zu sein machte mich froh \u2013 wir spielten, redeten und hatten Spa\u00df. Doch durch die Freunde kam ich auch in Kontakt mit Unreinheit und Pornographie. Ich geriet zunehmend unter den Einfluss der Begierde und der weltlichen Vergn\u00fcgungen. Als ich so nach den Ma\u00dfst\u00e4ben der Welt lebte, konnte ich meine Eltern nicht mehr verstehen. Sie folgten einem unsichtbaren Gott und lebten im Glauben \u2013 und ich hielt das f\u00fcr t\u00f6richt. Im Herzen dachte ich: Wenn ich nur an die Uni komme, dann werde ich frei sein und nach meiner Lust und meinem Plan leben.<br \/>\nAber Gott stoppte mich. Ich scheiterte im Abitur und bekam Angst und Sorge um mein Leben. Alle meine Freunde gingen auf die Uni, nur ich f\u00fchlte mich zur\u00fcckgelassen. In dieser Dunkelheit begegnete mir Gott durch das heutige Bibelwort aus Jesaja 9. Ich erkannte: Jesus ist mein gro\u00dfes Licht, das in mein Leben scheint. Er ist mein wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater und Friedef\u00fcrst. Wenn ich diesem Jesus vertraue und ihm nachfolge, spielt es keine Rolle mehr, welche Probleme oder Schwierigkeiten vor mir liegen.<br \/>\nIm Gebet f\u00fcr meine Zukunft zeigte mir Gott den Weg der Studentenmission in Deutschland. Mit Hoffnung und Glauben kam ich nach Deutschland. Doch die Realit\u00e4t war hart: Sprachbarrieren, Visum- und Wohnungsprobleme machten mich erneut mutlos. Aber gerade in dieser Situation lie\u00df Gott mich beten und auf Jesus, das gro\u00dfe Licht, schauen. Ich bekannte: Herr, du selbst hast mich nach Deutschland gef\u00fchrt. Du bist mein Gott. Bitte f\u00fchre mein Leben.<br \/>\nUnd Jesus erwies sich als mein starker Gott. Obwohl ich die Sprache kaum konnte, lie\u00df er mich nach nur einem Jahr die Deutschpr\u00fcfung ganz knapp bestehen. So erkannte ich: Es war nicht meine Kraft, sondern Gottes Gnade.<br \/>\nAuch beim Eintritt in den Vorbereitungskurs f\u00fcr das Studium zeigte sich Gottes Gnade. 30 Pl\u00e4tze waren vorgesehen \u2013 und genau 30 Bewerber meldeten sich. So wurde ich ohne Aufnahmepr\u00fcfung aufgenommen. Ich war voller Dankbarkeit \u00fcber Gottes Wunder.<br \/>\nDoch die Schwierigkeiten gingen weiter. Die Vorlesung an der Uni war schwer, meine Deutschkenntnisse reichten kaum. Es gab Pr\u00e4sentationen, Pr\u00fcfungen, Abfragen, Praktika \u2013 alles war eine \u00dcberforderung. Doch Gott war mein wunderbarer Ratgeber. Beim Beten schenkte er mir das Wort aus Richter 6: \u201eDu starker Held, der HERR ist mit dir.\u201c So wie Gideon trotz Angst zum K\u00e4mpfer berufen wurde, berief mich Gott als seinen K\u00e4mpfer. Ich nahm diesen Bibelvers pers\u00f6nlich an. Mit diesem Glauben konnte ich die Kurse besuchen, Pr\u00fcfungen ablegen und sogar Vortr\u00e4ge halten ( \u2013 trotz vieler Fehler). Gott war bei mir und so war alles m\u00f6glich.<br \/>\nAls ich mich auf das zweite Staatsexamen vorbereitete, wurde ich wieder von der Angst ergriffen. Wenn ich durchfiele, w\u00e4re alles umsonst gewesen! Dieser Gedanke war erdr\u00fcckend. Ich fragte meine Eltern: \u201eIst es schlimm, wenn ich kein Arzt werde?\u201c Und sie antworteten: \u201eDas ist nicht das Wichtigste. Wichtig ist allein der Glaube an Gott, der unser Leben f\u00fchrt.\u201c<br \/>\nDurch dieses Gespr\u00e4ch erkannte ich neu: Gott ist mein Ewig-Vater und Friedef\u00fcrst. Gott schenkte mir innere Frieden und die Befreiung von der Angst vor der Pr\u00fcfung. Mit dieser Gewissheit bereitete ich mich ohne Angst und mit Konzentration weiter vor. Obwohl ich krank war und die ersten Fragen der Pr\u00fcfung nicht beantworten konnte, hatte ich inneren Frieden. Ich konnte die Pr\u00fcfung mit dem Mut schreiben. Gott schenkte mir auch hier das Bestehen.<br \/>\nVor kurzem, w\u00e4hrend eines Aufenthalts in K., erhielt ich pl\u00f6tzlich eine K\u00fcndigung per E-Mail. Es traf mich hart, ich war schockiert. Aber dadurch erkannte ich, dass ich durch Arbeit und Familie mein geistliches Leben vernachl\u00e4ssigt hatte. Ich betete kaum und bekam wenig Gottes Wort. Doch Gott gebrauchte diese Zeit, um mich wieder neu zu ihm zu f\u00fchren. Er zeigte mir: Schau auf Jesus, das gro\u00dfe Licht. Lebe im Licht. So bete ich nun darum, durch die t\u00e4gliche Bibellese \u00fcber das Gottes Wort tiefgehend nachzudenken und danach zu handeln. Auch meine Arbeitssituation lege ich in Jesu H\u00e4nde. Denn ich glaube: Jesus, mein starker Gott. Er wird mein Leben auf den besten Weg f\u00fchren.<br \/>\nLiebe Schwestern und Br\u00fcder, das Wort Jesajas ist keine ca. 2700 Jahre alte Geschichte. Auch heute, in diesem Moment, will Jesus unser Licht sein. Selbst wenn wir in der Finsternis sind und uns verlassen f\u00fchlen \u2013 auch dort ist Jesus. Denn er ist das Licht, das in unsere Finsternis scheint.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download [ODT]&nbsp; [PDF] &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bibeltext Ein Kind, das als Licht in der Finsternis scheint \u201eDenn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er hei\u00dft Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-F\u00fcrst;\u201c (Jesaja 9,5) Ich bin Gott sehr dankbar, dass wir heute mit diesem Gottesdienst ins neue Schuljahr [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[17,4,52],"tags":[],"class_list":["post-13410","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-jesaja","category-predigt","category-schulanfang"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13410","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13410"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13410\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13415,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13410\/revisions\/13415"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13410"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13410"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13410"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}