{"id":13388,"date":"2025-08-31T11:00:18","date_gmt":"2025-08-31T09:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/?p=13388"},"modified":"2025-12-02T19:12:06","modified_gmt":"2025-12-02T18:12:06","slug":"predigt-1-mose-451-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-mose-451-8\/","title":{"rendered":"Predigt: 1. Mose 45,1-8"},"content":{"rendered":"<p><strong>Download [<a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Genesis-451-8_P.odt\">ODT<\/a>]&nbsp; [<a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Genesis-451-8_P.pdf\">PDF<\/a>]<\/strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.schlachterbibel.de\/de\/bibel\/1_mose\/45\/1-8?hl=1#hl\"><strong>Bibeltext<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Nicht ihr, sondern Gott<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eUnd nun, ihr habt mich nicht hergesandt, sondern Gott; der hat mich dem Pharao zum Vater gesetzt und zum Herrn \u00fcber sein ganzes Haus und zum Herrscher \u00fcber ganz \u00c4gyptenland.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(1. Mose 45,8)<\/p>\n<p>Nach 22 Jahren offenbart sich Josef endlich seinen Br\u00fcdern, die ihn damals aus Hass und Eifersucht verkauft hatten. Als er sagte: \u201eIch bin euer Bruder Josef, den ihr nach \u00c4gypten verkauft habt\u201c (4b), waren die Br\u00fcder so schockiert, dass sie kein Wort herausbekamen. Josef sah ihre Angst und forderte sie auf, n\u00e4herzukommen. Er beruhigte sie mit den Worten: \u201eUnd nun bek\u00fcmmert euch nicht und lasst es euch nicht leid sein, dass ihr mich hierher verkauft habt; denn um eures Lebens willen hat mich Gott vor euch hergesandt.\u201c (5)<br \/>\nWarum haben die Br\u00fcder Josef so gehasst und verkauft? Sie dachten, Josef bek\u00e4me die ganze Liebe und Gunst ihres Vaters und sie selbst w\u00fcrden benachteiligt. Sie glaubten, dass sie nie gl\u00fccklich sein k\u00f6nnten, solange Josef in ihrer N\u00e4he war. Also taten sie sich zusammen, um Josef loszuwerden. Sie verfolgten ihr eigenes Gl\u00fcck und waren bereit, jeden zu beseitigen, der ihnen dabei im Weg stand.<br \/>\n22 Jahre sp\u00e4ter trafen sie Josef wieder, und er sagte zu ihnen: \u201eUnd nun bek\u00fcmmert euch nicht und lasst es euch nicht leid sein, dass ihr mich hierher verkauft habt; denn um eures Lebens willen hat mich Gott vor euch hergesandt.\u201c (5) Die Person, die sie als Sklaven verkauft hatten, tr\u00f6stete sie nun. Die Br\u00fcder dachten, dass es sie gl\u00fccklich machen w\u00fcrde, Josef loszuwerden, aber gerade dieser Josef setzte sich mit all seiner Kraft daf\u00fcr ein, sie vor der Hungersnot zu retten.<br \/>\n\u00c4hnlich argumentierten die j\u00fcdischen F\u00fchrer, dass Jesus gekreuzigt werden m\u00fcsse, indem sie sagten: \u201eEs ist besser f\u00fcr euch, ein Mensch sterbe f\u00fcr das Volk, als dass das ganze Volk verderbe\u201c (Joh 11,50b) Die Br\u00fcder Josefs bzw. die j\u00fcdischen F\u00fchrer glaubten, dass die Familie bzw. das ganze Volk besser dran w\u00e4re, wenn eine einzige Person, Josef bzw. Jesus, aus dem Weg ger\u00e4umt w\u00fcrde. Josef erkl\u00e4rte jedoch, dass sein Leiden Teil von Gottes Plan war, um seine Familie zu retten. Die Br\u00fcder glaubten, dass es in Ordnung sei, wenn eine Person f\u00fcr das Gl\u00fcck der Mehrheit leidet. Josef hingegen sah nun die 22 Jahre seines Leidens als Teil von Gottes Willen, um seine ganze Familie zu retten. Es gab einen enormen Unterschied in ihrer Denkweise. W\u00e4hrend die Br\u00fcder die Welt aus ihrer eigenen Perspektive sahen, betrachtete Josef sie aus Gottes Perspektive.<br \/>\nIn Vers 6-7 hei\u00dft es: \u201eDenn es sind nun zwei Jahre, dass Hungersnot im Lande ist, und sind noch f\u00fcnf Jahre, dass weder Pfl\u00fcgen noch Ernten sein wird.&nbsp;Aber Gott hat mich vor euch hergesandt, dass er euch \u00fcbrig lasse auf Erden und euer Leben erhalte zu einer gro\u00dfen Errettung.\u201c<br \/>\nDie Br\u00fcder von Josef suchten nur nach ihrer eigenen Selbsterhaltung. Sie wollten gl\u00fccklich sein und mehr Anerkennung und Einfluss gewinnen. Josef, der von ihrem Vater mehr Liebe und Anerkennung erhielt, war f\u00fcr sie ein Rivale, den sie loswerden mussten. Sie z\u00f6gerten nicht, ihn als Sklaven nach \u00c4gypten zu verkaufen. Doch Josef erkl\u00e4rte, dass sogar ihre b\u00f6se Tat Teil von Gottes Plan war. Obwohl sie mit b\u00f6sen Absichten handelten, nutzte Gott ihre Taten als Werkzeug f\u00fcr ihre Rettung. Das Ereignis verursachte Josef gro\u00dfes Leid, aber Gott lie\u00df dieses Leid nicht vergeblich geschehen. Stattdessen nutzte er es, um seine Br\u00fcder und ihre Nachkommen zu bewahren.<br \/>\nDie Br\u00fcder wussten nichts von Gottes Plan. Sie kannten den Gedanken nicht, den Gott hatte, als er ihre Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob berief und mit ihnen ging. Sie interessierten sich einfach nicht f\u00fcr Gottes Plan. Aber Josef bezeugte seinen Br\u00fcdern: \u201eNicht ihr habt mich hierhergeschickt, sondern Gott!\u201c (8a [HfA])<br \/>\nDie j\u00fcdischen F\u00fchrer versuchten, Jesus zu t\u00f6ten, weil sie glaubten, ihr Einfluss und ihre Popularit\u00e4t w\u00fcrden schwinden. Als Jesus am Kreuz litt und schrie: \u201eMein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?\u201c (Mt 27,46), bejubelten die Juden ihren Sieg. Sie dachten, da der Dorn in ihrem Auge tot war, w\u00e4ren ihre Position und ihr Einfluss sicher. Doch durch Jesus wollte Gott sogar ihnen vergeben und sie retten. Jesus selbst sagte: \u201eDenn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben als L\u00f6segeld f\u00fcr viele zu geben.\u201c (Mk 10,45). Gottes Plan ist ein Plan der Rettung. Es geht darum, Menschen zu retten und zu bewahren. Jesaja 53,6 [HfA] sagt: \u201eWir alle irrten umher wie Schafe, die sich verlaufen haben; jeder ging seinen eigenen Weg. Der HERR aber lud alle unsere Schuld auf ihn.\u201c Die Menschen sind wie Schafe, die jeweils ihren eigenen Weg gehen, um ihr Gl\u00fcck zu finden. Wir tun dies, weil wir versuchen, uns selbst zu retten und zu bewahren. Aber unsere eigenen \u201egerechten\u201c Pl\u00e4ne sind nicht der Weg des Lebens. Wenn wir versuchen, uns selbst zu retten und zu bewahren, gehen wir auf den Weg des Verderbens. Deshalb hat Gott einen Plan der Rettung. Wie er durch Josef seine Br\u00fcder gerettet hat, so rettet er uns durch Jesus.<br \/>\n\u201eNicht ihr habt mich hierhergeschickt, sondern Gott!\u201c (8a [HfA]) Gott liebt die Menschen bis zum Ende. Selbst wenn wir wie Schafe den falschen Weg gehen, liebt er uns bis zum Ende. In dieser Liebe hat er einen Plan zur Rettung. So wie er seinen Plan zur Rettung von Josefs ganzer Familie vollendet hat, rettet er heute uns durch Jesus.<br \/>\nAm Kreuz betete Jesus: \u201eVater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.\u201c (Lk 23,34). Gott kann uns nicht aufgeben, selbst wenn wir mit falschen Gedanken auf dem falschen Weg sind. Er tut dies, um uns zu retten und uns in sein Reich zu f\u00fchren, wo seine Liebe und Herrschaft sind. Er m\u00f6chte den verlorenen Garten Eden f\u00fcr uns alle wiederherstellen und uns in das glorreiche Neue Jerusalem eintreten lassen. Selbst wenn wir wie Schafe den falschen Weg gehen, wird Gott seine Bem\u00fchungen, uns zu retten, nicht einstellen. Josefs Br\u00fcder lebten 22 Jahre lang nach ihrem eigenen Willen. Doch Gott gab seinen Plan, sie zu retten, nicht auf. Wir k\u00f6nnen unser Leben nach unserem eigenen Willen f\u00fchren. Aber Gott wird uns helfen, seinen Plan der Rettung zu erkennen. In Zeiten des Leidens und der Not, sagt Gott zu uns: \u201eSei nicht bek\u00fcmmert, sei nicht beunruhigt.\u201c (vgl. Vers 5) Denn genau dies ist der Tag der Erl\u00f6sung. Der Tag, an dem wir uns nicht selbst retten k\u00f6nnen, ist der Tag, an dem wir Gott danken sollten. Der Tag, an dem unsere Fehler und S\u00fcnden aufgedeckt werden und wir von der Angst des Gerichts gefangen genommen werden, ist der Tag, an dem wir auf Gottes Rettung hoffen m\u00fcssen. Dann m\u00fcssen wir an Gottes Rettungsplan glauben. Wir m\u00fcssen auf Jesus vertrauen, den Gott vorbereitet hat, um uns zu retten. Jesus hat den Weg des Lebens f\u00fcr unsere Rettung bereitet.<br \/>\nAuch heute k\u00f6nnen wir wie Schafe stur den falschen Weg w\u00e4hlen. Aber Gottes Liebe zu uns \u00e4ndert sich nicht. Er wartet darauf, dass wir uns Jesus ergeben, den er vorbereitet hat.<br \/>\nIch habe mein ganzes Leben lang geglaubt, dass die Fr\u00fcchte meines Lebens das Ergebnis meiner Bem\u00fchungen sind. Also arbeitete ich hart und flei\u00dfig. Doch eines Tages sp\u00fcrte ich starke Schmerzen in meiner Seite. Als die Schmerzen st\u00e4rker wurden, wurde ich von der Angst gepackt, dass ich eine schwere Krankheit h\u00e4tte und in ein paar Jahren sterben w\u00fcrde. Also ging ich ins Krankenhaus und lie\u00df Bluttests, Ultraschall und MRT machen. Die Ergebnisse zeigten, dass alles in Ordnung war. Aber die Schmerzen in meiner Seite verschwanden nicht. Schlie\u00dflich musste ich zugeben, dass es kein k\u00f6rperliches Problem, sondern die Angst war, die sich in mein Herz geschlichen hatte. Jedes Mal, wenn ich mir Sorgen machte, schmerzte meine Seite. Also blieb mir nichts anderes \u00fcbrig, als Gott um Hilfe zu bitten, zu beten und meinen Glauben zu st\u00e4rken, indem ich \u00fcber sein Wort nachdachte. Heute hilft mir Gott, nicht f\u00fcr meine eigenen Errungenschaften zu leben, sondern in seine Welt der Rettung und Gnade einzutreten. Er hilft mir, als sein Kind zu leben, das ihn liebt und f\u00fcr seine Rettung und Gnade dankbar ist, anstatt meinen Wert durch meine eigenen Bem\u00fchungen zu beweisen, wie der Apostel Paulus gestand: \u201eAber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin.\u201c (1.Kor 15,10). Nicht ich bin es, sondern Gott. Ich bete, dass ich zu einem gottzentrierten Leben heranwachse. Nicht ihr seid es, sondern Gott. Lasst uns an Gott erinnern, der Jesus vorbereitet hat, um uns zu retten. Lasst uns Gott preisen, der uns niemals verlassen, aufgeben oder ablehnen wird, und der sich unaufh\u00f6rlich bem\u00fcht, uns zu retten. Dieser Plan und diese Bem\u00fchung Gottes sind unsere Hoffnung. Das ist die Hoffnung, die wir zum Leben brauchen. In Zeiten der Not ist er unser Fels, unsere Zuflucht. Nicht unsere Bem\u00fchung, sondern Gottes Gnade. Nicht eure Bem\u00fchung, sondern Gott, der euch retten und bewahren wird. Amen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download [ODT]&nbsp; [PDF] &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bibeltext Nicht ihr, sondern Gott \u201eUnd nun, ihr habt mich nicht hergesandt, sondern Gott; der hat mich dem Pharao zum Vater gesetzt und zum Herrn \u00fcber sein ganzes Haus und zum Herrscher \u00fcber ganz \u00c4gyptenland.\u201c (1. 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