{"id":13369,"date":"2025-08-17T11:00:22","date_gmt":"2025-08-17T09:00:22","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/?p=13369"},"modified":"2025-12-02T19:12:06","modified_gmt":"2025-12-02T18:12:06","slug":"predigt-1-mose-431-34","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-mose-431-34\/","title":{"rendered":"Predigt: 1. Mose 43,1-34"},"content":{"rendered":"<p><strong>Download [<a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Genesis-431-34_P.odt\">ODT<\/a>]&nbsp; [<a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Genesis-431-34_P.pdf\">PDF<\/a>]<\/strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.schlachterbibel.de\/de\/bibel\/1_mose\/43\"><strong>Bibeltext<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Josef f\u00fchrt seine Br\u00fcder zur Bu\u00dfe (2)<br \/>\n&#8211; Josef beherrscht seine Gef\u00fchle &#8211;<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eUnd Josef eilte hinaus; denn sein Herz entbrannte ihm f\u00fcr seinen Bruder, und er suchte, wo er weinen k\u00f6nnte, und ging in seine Kammer und weinte daselbst. Und als er sein Angesicht gewaschen hatte, ging er heraus und hielt an sich und sprach: Legt die Speisen auf!\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(1. Mose 43,30.31)<\/p>\n<p>Letzte Woche haben wir durch die Predigt von H. erfahren, dass Josefs Br\u00fcder wegen der Hungersnot nach \u00c4gypten zogen, um Getreide zu kaufen. Als sie vor Josef niederfielen, stellte der sich fremd und bezichtigte sie, Spione zu sein. Er behielt Simeon im Gef\u00e4ngnis und sagte den Br\u00fcdern, dass sie nur dann wiederkommen durften, wenn sie ihren j\u00fcngsten Bruder mitbr\u00e4chten. Durch diese harte Behandlung wurden sie in ihrer Selbstsicherheit ersch\u00fcttert, und dachten an Gott und an ihre S\u00fcnde. Der heutige Text berichtet von der zweiten Reise der Br\u00fcder nach \u00c4gypten. Wie behandelte Josef sie dieses Mal? Welches Ziel verfolgte er dabei? Wie konnte Josef seinen Br\u00fcdern auf diese Weise helfen, obwohl er dabei selber unter heftigen Gef\u00fchlen litt?<\/p>\n<p>Der Text beginnt mit den Worten: \u201eDie Hungersnot aber dr\u00fcckte das Land\u201c (1). Die siebenj\u00e4hrige Hungersnot belastete weiterhin auch das Land Kanaan. Als Jakob und seine Gro\u00dffamilie das Getreide aus \u00c4gypten aufgebraucht hatten, forderte Jakob seine S\u00f6hne dazu auf, wieder nach \u00c4gypten zu reisen und Getreide zu kaufen. Juda antwortete stellvertretend, dass der Mann in \u00c4gypten (Josef) ihnen eingesch\u00e4rft hatte, dass sie nur wieder vor ihn treten durften, wenn sie ihren j\u00fcngsten Bruder mitbringen w\u00fcrden. Jakob wollte Benjamin aber nicht mit ihnen nach \u00c4gypten ziehen lassen, weil er sein j\u00fcngster Sohn war und der einzige ihm verbliebene Sohn von Rahel, die er so geliebt hatte. Erst als Juda seinem Vater verspricht, als B\u00fcrge f\u00fcr Benjamin die Verantwortung zu tragen, lenkt Jakob ein und erlaubt ihnen, Benjamin mitzunehmen. Dabei dr\u00fcckt Jakob sein Vertrauen auf Gott und auch etwas Selbstmitleid aus, indem er sagt: \u201eAber der allm\u00e4chtige Gott gebe euch Barmherzigkeit vor dem Manne, dass er mit euch ziehen lassen euren andern Bruder und Benjamin. Ich aber muss sein wie einer, der seiner Kinder ganz und gar beraubt ist\u201c (14).<\/p>\n<p>Daraufhin zogen die elf S\u00f6hne Jakobs wieder nach \u00c4gypten und traten vor Josef. Als Josef seine Br\u00fcder sah, gab er seinem Haushalter die Anweisung, sie in sein Haus zu f\u00fchren und ein gemeinsames Mittagessen vorzubereiten. Josef behandelte seine Br\u00fcder dieses Mal also ganz anders als beim ersten Besuch, wo er sie beschuldigte, Spione zu sein, und sie ins Gef\u00e4ngnis legen lie\u00df. Aber obwohl Josef sie in sein Haus f\u00fchren lie\u00df, um mit ihnen zu Mittag zu essen, waren die Br\u00fcder voller Sorge und Angst. Sie bef\u00fcrchten, dass man sie in einen Hinterhalt locken und zu Sklaven machen wolle, weil sie das Geld, mit dem sie beim letzten Besuch Getreide gekauft hatten, ungewollt wieder mitgenommen hatten. Dass sie trotz der freundlichen Behandlung so \u00e4ngstlich waren, zeigt, dass sie keinen Glauben im Herzen hatten, sondern vom ungel\u00f6sten Problem ihrer S\u00fcnde beherrscht wurden. Wer keinen Glauben an Gott hat, sondern unter der S\u00fcnde leidet, kann sich selbst \u00fcber eine Einladung zum Mittagessen nicht freuen.<\/p>\n<p>Josefs Haushalter beruhigte die Br\u00fcder mit den Worten: \u201eSeid guten Mutes, f\u00fcrchtet euch nicht! Euer Gott und eures Vaters Gott hat euch einen Schatz gegeben in eure S\u00e4cke. Euer Geld habe ich erhalten\u201c (23). Der \u00c4gypter, der offenbar durch Josef Glauben an Gott gelernt hatte, verwies die Br\u00fcder auf den Gott ihres Vaters, der es gut mit ihnen meinte. Danach f\u00fchrte er Simeon zu ihnen heraus und brachte sie in Josefs Haus. Dass sie am restlichen Vormittag haupts\u00e4chlich das Geschenk, das sie mitgebracht hatten, herrichteten, aber nicht beteten, zeigt, wie wenig sie auf Gott vertrauten und wie abh\u00e4ngig sie sich von Menschen f\u00fchlten.<\/p>\n<p>Wie verlief dann ihre Begegnung mit Josef? Als Josef nach Hause kam, fielen die Br\u00fcder vor ihm zur Erde nieder. Josef gr\u00fc\u00dfte sie aber freundlich und fragte: \u201eGeht es eurem alten Vater gut, von dem ihr mir sagtet? Lebt er noch? Sie antworteten: Es geht deinem Knechte, unserm Vater, gut und er lebt noch. Und sie verneigten sich und fielen vor ihm nieder\u201c (27.28). Auch in dieser Szene sehen wir den Kontrast zwischen Josefs Freundlichkeit gegen\u00fcber den Br\u00fcdern und ihrer Angst. Nat\u00fcrlich war Josef in einer viel st\u00e4rkeren Position. Aber w\u00e4hrend sie fr\u00fcher ihre st\u00e4rkere Position gegen\u00fcber Josef r\u00fccksichtslos ausgenutzt und ihn an H\u00e4ndler verkauft hatten, nutzte Josef seine \u00dcberlegenheit nicht aus, sondern behandelt sie freundlich. In seinem Verhalten sehen wir keine Spur von Groll oder Rache.<\/p>\n<p>Was war der H\u00f6hepunkt dieser Begegnung? Betrachten wir den Vers 29: \u201eUnd er hob seine Augen auf und sah seinen Bruder Benjamin, seiner Mutter Sohn, und sprach: Ist das euer j\u00fcngster Bruder, von dem ihr mir sagtet? Und sprach weiter: Gott sei dir gn\u00e4dig, mein Sohn!\u201c Als Josefs Blick auf Benjamin fiel, stellte er sich weiter unwissend, um seine Identit\u00e4t vor ihnen zu verbergen. Aber Vers 30 berichtet weiter: \u201eUnd Josef eilte hinaus; denn sein Herz entbrannte ihm f\u00fcr seinen Bruder, und er suchte, wo er weinen k\u00f6nnte, und ging in seine Kammer und weinte daselbst.\u201c Als Josef seinen geliebten Bruder Benjamin sah, den er seit mehr als 21 Jahre nicht gesehen hatte, entbrannte sein Herz f\u00fcr ihn so sehr, sodass er es nicht mehr aushalten konnte und schnell in sein Zimmer floh, weil er weinen musste.<\/p>\n<p>Hier sehen wir zum einen, wie sehr Josef in den vergangenen Jahren unter der Trennung von seinem Vater und Benjamin gelitten hatte! Sein Weinen erinnert uns daran, dass Josef ein normaler Mensch war. Auch wenn er durch Gottes Beistand alle Schwierigkeiten in \u00c4gypten \u00fcberwinden konnte, waren seine abrupte Trennung von seiner Familie, seine Einsamkeit und sein jahrelanges Leiden als Sklave und als Gefangener nicht spurlos an ihm vor\u00fcber gegangen. Als er seinen geliebten Bruder wieder sah, nach dem er sich \u00fcber 20 Jahre lang gesehnt hatte, entbrannten in ihm heftige Gef\u00fchle der Zuneigung und Schmerzen wegen der langen Trennung, sodass er eilig den Raum verlie\u00df und in sein Zimmer ging, um zu weinen.<\/p>\n<p>Zum anderen sehen wir aber auch, wie Josef seine Gef\u00fchle beherrscht. Eigentlich verlangten seine Gef\u00fchle von ihm, dass er sich seinen Br\u00fcdern sofort zu erkennen gibt und ihnen sagt, dass er ihnen alles vergeben hat, Benjamin umarmt und alle nach \u00c4gypten einl\u00e4dt. Aber Josef lie\u00df sich nicht von seinen Gef\u00fchlen leiten. Er zog sich zur\u00fcck, um sein Gef\u00fchl vor ihnen zu verbergen, wusch sein Gesicht und ging wieder zu seinen Br\u00fcdern. Die Worte \u201eund hielt an sich\u201c im Vers 31 bringen zum Ausdruck, wie Josef sein Gef\u00fchl beherrschte. Er befahl, das Essen zu servieren, nicht nur weil er Hunger hatte, sondern weil er entschlossen war, seinen Br\u00fcdern zu helfen.<\/p>\n<p>Beim Essen lie\u00df Josef die Br\u00fcder ihrem Alter nach geordnet, ihm gegen\u00fcber setzen. Dar\u00fcber wunderten sie sich sehr. Au\u00dferdem bekam Benjamin f\u00fcnfmal mehr von Josefs Tisch zu essen als die anderen. Unser Text endet mit den Worten: \u201eUnd sie tranken wurden trunken mit ihm\u201c (34). Das ist eine ziemlich w\u00f6rtliche \u00dcbersetzung des hebr\u00e4ischen Urtexts; aber etliche andere \u00dcbersetzungen (King James, ESV, LUT 1984) \u00fcbersetzen hier sinngem\u00e4\u00df: \u201eUnd sie tranken und wurden fr\u00f6hlich mit ihm.\u201c Josef behandelte seine Br\u00fcder mit Liebe und gro\u00dfer Freundlichkeit, damit sie die Anspannung und Angst verlieren und ihre Herzen weichen werden konnte.<\/p>\n<p>Hier k\u00f6nnen wir einige Fragen stellen: Warum gab Josef sich den Br\u00fcdern nicht zu erkennen, obwohl das f\u00fcr ihn selbst kaum auszuhalten war? Der Text antwortet auf diese Frage nicht direkt, sondern schildert nur Josefs Verhalten und \u00fcberl\u00e4sst es uns, den Grund zu verstehen. Josefs Verhalten zeigt, dass er seine Br\u00fcder offensichtlich nicht nur mit Getreide versorgen, sondern ihnen auch geistlich helfen wollte. Josef wusste, dass sie keine richtige Beziehung zu Gott hatten und nie vor Gott Bu\u00dfe getan hatten. Dass das wirklich so war, konnte Josef schon bei ihrem ersten Besuch erkennen, als sie untereinander sagten: \u201eDas haben wir an unserem Bruder verschuldet! Denn wir sahen die Angst seiner Seele, als er uns anflehte, und wir wollten ihn nicht h\u00f6ren; darum kommt nun diese Tr\u00fcbsal \u00fcber uns\u201c (42,21). Sie hatten ihre S\u00fcnde an ihrem Bruder \u00fcber 20 Jahre lang verdr\u00e4ngt und ohne eine richtige Beziehung zu Gott gelebt, und sie litten auch jetzt noch unter einem schlechten Gewissen und Angst vor Gottes Strafe. Josef wusste, dass sie ihr Leben lang unter der S\u00fcnde leiden w\u00fcrden, wenn sie nicht Bu\u00dfe tun w\u00fcrden. Er wusste auch, dass sie Gottes Ziel f\u00fcr sie, das himmlische Vaterland, nicht erreichen w\u00fcrden, wenn sie nicht zu Gott umkehren, seine Gnade annehmen und ihr Leben mit Gott f\u00fchren.<\/p>\n<p>Deshalb hatte Josef sich vorgenommen, seinen Br\u00fcdern zu helfen, Bu\u00dfe zu tun. F\u00fcr dieses Ziel setzte er sein Wissen, seinen Verstand, seine Zeit und M\u00f6glichkeiten ein, obwohl er mit seinen Aufgaben als Regent von \u00c4gypten sicher voll ausgelastet war. Er muss sich viele Gedanken gemacht haben, um zu verstehen, wie sie wohl dachten und warum sie in all den Jahren nie Bu\u00dfe getan hatten. Er muss auch viel gebetet haben, wie er ihnen helfen konnte, in einer richtigen Beziehung zu Gott zu leben. Hier sehen wir Josefs heilige Liebe zu seinen Br\u00fcdern. Es w\u00e4re f\u00fcr ihn viel leichter gewesen, sich ihnen gleich zu erkennen zu geben, sich oberfl\u00e4chlich zu vers\u00f6hnen und sie nach \u00c4gypten einzuladen. Aber Josef sah sie aus Gottes Sicht und nahm ihre gest\u00f6rte Beziehung zu Gott zum Problem. Aus einer heiligen Liebe heraus wollte er ihnen helfen, sich selbst vor Gott zu erkennen, zu ihm zu kommen und sich mit Gott zu vers\u00f6hnen. Daf\u00fcr behandelte er sie mal mit Strenge, um ihre Selbstsicherheit zu ersch\u00fcttern, mal freundlich, um ihr Herz f\u00fcr Gottes Gnade zu \u00f6ffnen. Alles hatte das Ziel, dass sie Bu\u00dfe tun und eine richtige Beziehung zu Gott eingehen und unter seiner Herrschaft leben w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Aber woher hatte Josef diese klare geistliche Einsicht und den Mut, seinen Br\u00fcdern zur Bu\u00dfe zu verhelfen? Eigentlich ist es f\u00fcr einen Menschen unm\u00f6glich, andere zur Bu\u00dfe zu leiten. Am Beispiel von Josefs Br\u00fcdern sehen wir, wie tief die S\u00fcnde Menschen pr\u00e4gt und wie schwer es f\u00fcr sie ist, sich selbst vor Gott zu erkennen und ihre Gesinnung und ihre Lebensweise zu ver\u00e4ndern. Woher hatte Josef die Weisheit, wie er seinen Br\u00fcdern dabei helfen konnte, und die Liebe und die Kraft, dieses Anliegen konsequent zu verfolgen, obwohl es lange dauerte und er daf\u00fcr seine eigenen Gef\u00fchle verleugnen musste?<\/p>\n<p>Einen Schl\u00fcssel zu diesen Fragen finden wir in Kapitel 39, das wir vor vier Wochen gelesen haben: \u201eUnd der Herr war mit Josef, sodass er ein Mann wurde, dem alles gl\u00fcckte\u201c (39,2a). Gott konnte Josef f\u00fcr dieses Werk gebrauchen, weil Gott mit ihm war und mit Seinem Geist in ihm wirkte. Gott konnte mit Josef sein, weil er in allen Lagen Gott als Gott anerkannte und danach strebte, ihn zu ehren und seinen Mitmenschen zu dienen. Deshalb konnte Gott mit seinem Geist in ihm wirken. Dass der Heilige Geist in Josef wirkte, war so sichtbar, dass es sogar der Pharao bei seiner ersten Begegnung mit Josef erkennen konnte (41,38). Weil Gott mit Josef war, bekam er Einsicht, wie er seinen Br\u00fcdern helfen konnte. Durch Gottes Geist bekam er auch die Kraft, daf\u00fcr seine eigenen Gef\u00fchle zu \u00fcberwinden, und die Ausdauer, um ihnen bis zum Ende zu helfen, bis sie wirklich ver\u00e4ndert waren (das k\u00f6nnen wir erst im n\u00e4chsten Kapitel sehen).<\/p>\n<p>Josefs geistliche Einsicht, seine Liebe, Weisheit und Kraft, mit der er seinen Br\u00fcdern half, sind wirklich beeindruckend. Wie viele Menschen um uns herum haben Probleme und leiden letztlich deshalb, weil sie Gott nicht kennen und versuchen, ihr Leben ohne eine richtige Beziehung zu ihm meistern! Was brauchen sie mehr als Hilfe dabei, Gott als ihren Sch\u00f6pfer und als liebevollen Vater zu erkennen und vor ihm Bu\u00dfe zu tun, was ihnen tiefe Heilung und eine echte Ver\u00e4nderung und Erneuerung und ein neues Leben unter seiner ewigen Herrschaft erm\u00f6glicht! Josefs Hilfe f\u00fcr seine Br\u00fcder soll uns ermutigen, unsere Mitmenschen nicht menschlich und oberfl\u00e4chlich, sondern aus Gottes Sicht zu betrachten und f\u00fcr ihre Bu\u00dfe zu beten. Josefs Leben soll in uns einen neuen tiefen Wunsch wecken, dass Gott uns durch seinen Geist weiter ver\u00e4ndert und uns f\u00fcr dieses gro\u00dfartige Rettungswerk an Menschen gebrauchen kann.<\/p>\n<p>Wahrscheinlich haben aber die meisten von uns ein Bewusstsein, dass sie von Josef so weit entfernt sind, sodass wir uns kaum vorstellen k\u00f6nnen, so wie er von Gott gebraucht zu werden. Wer ist so fromm und edelm\u00fctig wie Josef, sodass er wirklich darauf hoffen kann? Aber Gott hat die Geschichte \u00fcber Josef nicht daf\u00fcr in der Bibel schreiben lassen, dass wir mit Hilflosigkeit und Indifferenz reagieren. Wir sollen erkennen, dass der wahre Held dieser Geschichte nicht Josef ist, sondern Gott. Unser Text heute zeigt deutlich, dass Josef ein normaler Mensch mit Gef\u00fchlen, Verletzlichheit und Grenzen war. Aber Gott war mit ihm! Weil Gott mit ihm war und mit seinem Geist in ihm wirkte, erhielt Josef die Liebe, die Einsicht und die Kraft, um seinen Br\u00fcdern zu helfen, vor Gott Bu\u00dfe zu tun.<\/p>\n<p>So wie Gott mit Josef war, will er auch mit uns sein. Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern ewiges Leben haben (Joh 3,16). Gott hat Jesus am Kreuz v\u00f6llig dahingegeben, damit jeder durch den Glauben an ihn die Vergebung seiner Schuld und neues, ewiges Leben haben kann. Gott gibt jedem, der an Jesus glaubt, den Heiligen Geist. Wenn er in uns wirkt, wird er uns helfen, unter seiner guten Herrschaft zu leben, und uns daf\u00fcr gebrauchen, unsere Mitmenschen geistlich zu verstehen und ihnen zu helfen, dass auch sie Bu\u00dfe tun und seine gute ewige Herrschaft annehmen. Lasst uns daf\u00fcr beten!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download [ODT]&nbsp; [PDF] &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bibeltext Josef f\u00fchrt seine Br\u00fcder zur Bu\u00dfe (2) &#8211; Josef beherrscht seine Gef\u00fchle &#8211; \u201eUnd Josef eilte hinaus; denn sein Herz entbrannte ihm f\u00fcr seinen Bruder, und er suchte, wo er weinen k\u00f6nnte, und ging in seine Kammer und weinte daselbst. 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