{"id":1335,"date":"2011-01-31T22:30:46","date_gmt":"2011-01-31T21:30:46","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1335"},"modified":"2023-01-29T20:59:14","modified_gmt":"2023-01-29T19:59:14","slug":"predigt-philipper-212-30","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-philipper-212-30\/","title":{"rendered":"Predigt: Philipper 2,12 &#8211; 30"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Botschaft-Philipper-212-30.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Schaffet, dass ihr selig werdet<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Also, meine Lieben, -wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong> in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit &#8211;<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong> schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern <\/strong><\/h3>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>(Philipper 2.12)<\/strong><\/h3>\n<p>Wir haben letzte Woche einen einzigartigen Menschen kennengelernt, von dem wir uns alle eine Scheibe abschneiden k\u00f6nnen. Dieser Mann setzte seine ganze Kraft und Willen ein, um Gott zu gehorchen. Daf\u00fcr nahm er sogar schmerzvolle Leiden und gr\u00f6\u00dfte Dem\u00fctigung in Kauf. Selbst vor dem Tod am Kreuz machte er nicht davor Halt, Gott zu gehorchen. Wegen seines absoluten Gehorsams hatte Gott ihn zum Herrn \u00fcber die gesamte Sch\u00f6pfung erhoben. Um wen geht es? Um den Herrn Jesus Christus. Lasst uns heute lernen, wie wir Ihm nachahmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Teil I: Schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern (V. 12 und 13)<\/strong><\/p>\n<p>Was sollten die Philipper vom dem\u00fctigen und gehorsamen Herrn Jesus lernen? Lesen wir gemeinsam den Vers 12: <strong>Also, meine Lieben, -wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit &#8211; schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. <\/strong>Paulus f\u00e4ngt mit dem W\u00f6rtchen \u201eAlso\u201c an. Damit bezieht er sich auf das, was er zuvor gesagt hat. D.h. Also,\u00a0 ihr sollt wie euer Meister\u00a0 willig zum Gehorsam gegen\u00fcber Gott sein und mit dieser Haltung schaffen.<\/p>\n<p>Das gr. Wort f\u00fcr \u201eschaffen\u201c meint \u201ekontinuierlich arbeiten, um etwas zur Erf\u00fcllung oder Vollendung zu bringen\u201c. Was sollten denn die Philipper zur Erf\u00fcllung oder Vollendung bringen? Paulus hatte sie ja angewiesen: <em>Schaffet, dass ihr selig werdet<\/em>.<em> <\/em>Das Wort \u201eselig\u201c kann auch mit \u201eHeil\u201c oder \u201eErl\u00f6sung\u201c \u00fcbersetzt werden. Die Philipper sollten also ihre Erl\u00f6sung zur Erf\u00fcllung bringen.<\/p>\n<p>Aber waren die Philipper nicht bereits erl\u00f6st? Schlie\u00dflich waren sie ja schon gl\u00e4ubig geworden und Gott hatte sie f\u00fcr gerecht gesprochen, weil sie eben an Seinen Sohn glaubten. Also, warum dann die Anweisung \u201eSchaffet, dass ihr selig werdet\u201c? Die Philipper waren zwar schon errettet, doch auf Hoffnung (vgl. R\u00f6mer 8.24). Ihre verhei\u00dfene Erl\u00f6sung sollte ja noch kommen, wenn sie heimgehen w\u00fcrden. Bis dahin sollten sie schaffen, auf dass die Verhei\u00dfung der ewigen Erl\u00f6sung nach deren Tod in Kraft treten konnte.<\/p>\n<p>Nicht dass die Philipper im Allgemeinen ungehorsam gewesen waren. Nein, Paulus lobte sie in dieser Hinsicht sogar, indem er sagte:<strong> wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit. <\/strong>Aber weil Paulus sie so sehr liebte und sich das Beste f\u00fcr sie w\u00fcnschte, wollte er, dass sie mit aller Kraft ihrer wahren endg\u00fcltigen Erl\u00f6sung entgegeneilen. D.h.: Sie sollten alle M\u00fche aufwenden, um von Tag zu Tag heiliger zu werden &#8211; oder anders gesagt: Jesus immer \u00e4hnlicher zu werden.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte einwenden: \u201eWir sollen schaffen, dass wir selig werden, &#8211; ist das nicht Werkgerechtigkeit, weil wir ja allein durch den Glauben gerecht geworden sind?\u201c Nein, das hat \u00fcberhaupt nichts mit Werkgerechtigkeit zu tun. Als wir zum Glauben an den Herrn Jesus kamen, haben wir seine Gnade ergriffen, sodass wir errettet wurden. Wie bei der Bekehrung so sollen wir durch unser gesamtes Glaubenslebens hindurch aus der Gnade Gottes sch\u00f6pfen; uns mit aller Macht ihr aussetzen. Wir m\u00fcssen von der Gnade Gottes st\u00e4ndig Gebrauch machen, um in unserer praktischen Heiligung voranzuschreiten. Die Errettung durch die Rechtfertigung ist nicht das Ende, sondern vielmehr der Anfang von unserem neuen Leben in Gott.<\/p>\n<p>Wir wollen einerseits gerne Jesus nachahmen und so sein wie er. Wenn wir uns aber betrachten, entdecken wir in uns immer wieder s\u00fcndige W\u00fcnsche, von denen wir am liebsten mit einem Mal befreit worden w\u00e4ren. Wir k\u00f6nnen aber nicht erwarten, dass die Gnade Gottes wie Regen einfach so auf uns niederf\u00e4llt und uns von Tag zu Tag heiliger macht, ohne dass wir sie von uns aus beanspruchen. Das klappt so nicht. Nein, wir sollen schon schaffen: Wir sollen nach dem Vorbild Jesu unsere gesamte Willenskraft zum Gehorsam gegen\u00fcber Gott einsetzen. Dann werden wir zu echten Bed\u00fcrftigen, die Gott mit allem Ernst um Gnade f\u00fcr den Gehorsam bitten. Wir werden zu Gef\u00e4\u00dfen, in denen Gottes Gnade zur Heiligung einstr\u00f6men kann.<\/p>\n<p>Mein Bibellehrer z.B. ist darum bem\u00fcht, seine ganze Willenskraft zum Gehorsam gegen\u00fcber Gott einzusetzen. Freitags kommt er direkt nach der Arbeit zur Gebetsversammlung.\u00a0 Dann h\u00e4lt er mit mir ein Zweierbibelstudium. Danach ist es in der Regel schon 12 Uhr. Doch das h\u00e4lt ihn nicht auf, samstags, fr\u00fchmorgens aufzustehen, um mit seinem Kreis Bibelstudium zu halten. Dann, wenn er fertig ist, nimmt er seinen Laptop und geht in einen Nebenraum, um seine Predigt vorzubereiten. Gleichzeitig k\u00fcmmert er sich um sein Kind, das recht lebhaft ist.<\/p>\n<p>Bevor wir wieder auf das Wort aus Vers 12 zu sprechen kommen, muss noch eine Sache gesagt werden: Die biblische Wahrheit, dass wir allein durch den Glauben an den Herrn Jesus gerettet werden, d\u00fcrfen wir nicht missverstehen, indem wir denken, dass die praktische Heiligung nicht unbedingt sein muss. Kommt nicht der intakte Glaube an den Herrn Jesus Christus gerade dadurch zum Ausdruck, dass man erpicht ist, geheiligt zu werden? Das Wort Gottes sagt uns ganz klar: <strong>Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird (Hebr\u00e4er 12.14). <\/strong>Kurz gesagt: Erl\u00f6sung ohne praktische Heiligung \u2013 das macht Gott nicht mit. Man kann es drehen und wenden, wie man will.<\/p>\n<p>Betrachten wir noch einmal Vers 12: Mit welcher Haltung sollten die Philipper schaffen? <strong>Schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. <\/strong>Also mit Furcht und Zittern! Aber warum eigentlich mit Furcht und Zittern?<\/p>\n<p>Lesen wir gemeinsam den Vers 13: <strong>Denn Gott ist\u00b4s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. <\/strong>Die Philipper sollten mit Furcht und Zittern schaffen, weil es Gott war, der in ihnen wirkte. Jeder Ungehorsam war ein Ausdruck der Missachtung Gottes.<\/p>\n<p>Der Apostel Paulus erkl\u00e4rte ihnen, dass der Wunsch in ihnen, Gott zu gehorchen, nicht einfach von sich aus da war. Nein, dieser Wunsch kam von Gott. Sie sollten sich von diesem Willen leiten lassen, anstatt ihn zu \u00fcbergehen.<\/p>\n<p>Was sollen wir nun aus dem, was wir bisher geh\u00f6rt haben, lernen? Sicherlich w\u00fcrde sich auch der Apostel Paulus \u00fcber gewisse Dinge an unserer Gemeinde freuen. Wenn er z.B. an der freit\u00e4glichen\u00a0 Stellungnahmevortragsstunde teilnehmen w\u00fcrde, dann w\u00fcrde er sich gewiss dar\u00fcber freuen, wie der Einzelne im Alltag einen Glaubenskampf f\u00fchrt oder wie er mit seinen Schw\u00e4chen und Gewohnheitss\u00fcnden hadert und zunehmend misstrauisch sich selbst gegen\u00fcber wird. Aber weil Paulus uns genauso lieben w\u00fcrde wie die Philipper und er das Beste f\u00fcr uns wollte, w\u00fcrde er auch zu uns mit allem Nachdruck ausrufen: <strong>Schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern!<\/strong><\/p>\n<p>Also einmal eine gute Stellungnahme schreiben, gen\u00fcgt nicht. Denn jeden Tag meldet sich unser Ego wieder zur\u00fcck. Was sollen wir nun tun? Die Lebensrichtung, die wir eingeschlagen haben, sollen wir mit voller Kraft voraus begehen. Unser Denken, Sagen, Handeln, F\u00fchlen, unser gesamtes Trachten sollen auf unser gemeinsames Ziel ausgerichtet sein. Das ist die ewige Erl\u00f6sung, die wir im Moment durch die Verhei\u00dfung haben.<\/p>\n<p>Lasst uns die Zeit f\u00fcr die praktische Heiligung aussch\u00f6pfen. Dies gilt nicht nur f\u00fcr die \u00e4lteren sondern auch f\u00fcr die j\u00fcngeren Mitarbeiter einschlie\u00dflich mir. Wir sollen nicht meinen, dass wir noch viel Zeit haben f\u00fcr die praktische Heiligung, und ebenso nicht unsere Zeit mit T\u00e4tigkeiten vertr\u00f6deln, die f\u00fcr die Ewigkeit keinen Wert haben, wie z.B. Computer spielen. Nein, kein Tag soll vergehen, an dem wir nicht geschafft haben. Kein Tag soll vergehen, den wir wegen unserer Leichtlebigkeit vergeudet haben.<\/p>\n<p>Wie sollte das Schaffen in unserem Alltagsleben noch zum Ausdruck kommen?<\/p>\n<p><strong>Teil 2: Als Lichter in der Welt (Verse 14-18)<\/strong><\/p>\n<p>Wozu ermahnte Paulus die Philipper also? Lesen wir gemeinsam den Vers 14: <strong>Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel, <\/strong>Paulus ermahnte die Philipper alles, was sie tun sollten, ohne Meckern und ohne Zweifeln zu tun.<strong> <\/strong>Mit dem Wort \u201eZweifeln\u201c ist gemeint, dass man nicht herumdiskutieren soll, wenn man z.B. eine Aufgabe bekommt. Nochmal: Welche Dinge genau sollten<strong> <\/strong>die Philipper ohne Meckern und Diskutieren tun? Alles! Was alles?! Ja, alles. Paulus Wunsch war es, dass die Philipper wirklich alles, ohne Meckern und Herumdiskutieren taten.<\/p>\n<p>Wenn z.B. in Philippi die Purpurh\u00e4ndlerin Lydia mal nur 50 EUR anstelle 100 EUR am Tag erwirtschaften konnte, dann sollte sie deswegen nicht murren. Oder wenn der Gef\u00e4ngnisaufseher von Philippi einen Verbrecher im Gef\u00e4ngnis bewachen sollte, der die ganze Nacht nur schimpft, flucht und Krach macht, anstelle wie Paulus Loblieder zu singen, dann sollte der Gef\u00e4ngnisaufseher nicht murren oder mit seinem Chef herumdiskutieren, warum gerade er diesen Kerl bewachen m\u00fcsse. Vielmehr sollte er seine Arbeit mit Freude und Qualit\u00e4t machen. Auf diese Weise w\u00fcrden die Philipper keinen Ansto\u00df bei irgendeinem Menschen erregen, sodass niemand was gegen sie sagen k\u00f6nnte. Im Gegenteil, jeder w\u00fcrde sich \u00fcber ihre gute Leistung freuen und die Christen als t\u00fcchtige Arbeiter loben.<\/p>\n<p>Ebenso sollen auch wir alles ohne Murren und Diskutieren machen. Dies betrifft alle unsere Lebensbereiche: Seien es unsere Aufgaben in der Gemeinde, in der Familie, in der Schule, in der Uni, im Beruf, in der WG usw.\u00a0 Wenn du z.B. in der Schule eine schlechte Note geschrieben hast, dann brauchst du dich nicht beim Lehrer zu beschweren und sagen: \u201eWarum machen Sie immer so schwierige Arbeiten?\u201c. Oder wenn deine Eltern dich zum Einkaufen schicken, dann meckere nicht, sondern mache es gerne und bring deiner Mutter einen Blumenstrau\u00df mit. Oder wenn es z.B. in deinem Studium oder Ausbildung nicht so voranl\u00e4uft, wie du es dir vorgestellt hast, dann brauchst du nicht andere Menschen daf\u00fcr verantwortlich zu machen, sondern schau wie du es das n\u00e4chste Mal besser organisieren kannst.<\/p>\n<p>Aber was soll das Ganze eigentlich? Warum wollte Paulus, dass die Philipper alles ohne Murren und Diskutieren machen? Betrachten wir Vers 15:<strong> damit ihr ohne Tadel und lauter seid, Gottes Kinder, ohne Makel mitten unter einem verdorbenen und verkehrten Geschlecht, unter dem ihr scheint als Lichter in der Welt, <\/strong>Die Philipper sollten wie Himmelslichter in dieser geistlich dunklen Welt wirken. Ihr tadelloser und lauterer Lebenswandel sollte einen starken Kontrast zu dem der Welt bilden.<\/p>\n<p>In der englischen \u00dcbersetzung steht: <strong>\u201ein which you shine like stars in the universe\u201c. <\/strong>Die jungen Menschen von heute wollen so gerne Stars werden. Das ist auch der Wille Gottes f\u00fcr sie. Doch damit ist nicht gemeint, dass sie solche Stars wie Hannah Montana werden sollen, sondern geistliche Stars wie Paulus z.B. Gott m\u00f6chte, dass wir durch einen tadellosen und lauteren Lebenswandel als prachtvolle Stars in dieser Welt scheinen.<\/p>\n<p>Welches Bekenntnis legt Paulus dann ab? Betrachten wir Verse 17 und 18:<\/p>\n<p><strong>Und wenn ich auch geopfert werde bei dem Opfer und Gottesdienst eures Glaubens, so freue ich mich und freue mich mit euch allen. <\/strong>In einem Kommentar hierzu hei\u00dft es: <em>Der Apostel vergleicht die Selbstaufopferung und Energie der Philipper mit seiner eigenen. Dabei erh\u00f6ht er ihre Selbstaufopferung und erniedrigt seine eigene. Beide gaben ihr Leben um des Evangeliums willen hin, doch er sieht ihr Handeln als das gro\u00dfe Opfer an, und er ist nur das Trankopfer, das noch dar\u00fcber gegossen wird.<\/em><\/p>\n<p>Paulus lebte das, was er von den Philippern verlangte. Denn er war dem\u00fctig und achtete die anderen h\u00f6her als sich selbst. Die Selbstaufopferung der Philipper verbildlicht er daher mit einem gr\u00f6\u00dferen Opfer als seine eigene Selbstaufopferung, die er mit einem blo\u00dfen Trankopfer gleichsetzt..<\/p>\n<p>Wie f\u00fchlte sich Paulus eigentlich bei seiner Selbstaufopferung f\u00fcr Christus? War er verausgabt und sehnte er sich nach Urlaub?\u00a0 Betrachten wir hierzu erg\u00e4nzend Vers 18:\u00a0 <strong>Dar\u00fcber sollt ihr euch auch freuen und sollt euch mit mir freuen. <\/strong>Z\u00e4hlen wir in den Versen 17 und 18 das Wort \u201efreuen\u201c, so kommen wir auf insgesamt vier. Paulus war also \u00fcberhaupt nicht verausgabt. Nein, im Gegenteil, er war voller Freude. In der Welt glaubt man, dass das Gl\u00fcck in der Selbstverwirklichung verwurzelt ist. Doch wir k\u00f6nnen an Paulus sehen, dass die Freude aus der Selbstaufopferung f\u00fcr Christus kommt. Das ist wirklich eine Weisheit, die der Welt verborgen ist!<\/p>\n<p>Paulus ist also nach dem Herrn Jesus ein weiteres Beispiel f\u00fcr einen Menschen von gro\u00dfer Demut und Selbstaufopferung. Doch man kann in Bezug auf den Herrn Jesus und Paulus leicht so denken: \u201e<em>Ja, toll, Jesus ist ja auch Gott und Paulus war ein gro\u00dfer Apostel gewesen. Die konnten so sein. Aber so Normalgl\u00e4ubige wie ich k\u00f6nnen nicht so sein. Hierf\u00fcr muss man schon ein besonderer Gl\u00e4ubiger sein.\u201c <\/em><\/p>\n<p>Lasst uns daher im folgenden Abschnitt zwei weitere M\u00e4nner kennenlernen, die geistliche Pers\u00f6nlichkeiten waren.<\/p>\n<p><strong>Teil 3: Timotheus und Epaphroditus (Verse 19- 30)<\/strong><\/p>\n<p>Paulus gab den Philippern nun seine Vorhaben kund. Er wollte Timotheus zu ihnen senden,\u00a0 sobald er erfahren hatte, ob er freigelassen werden w\u00fcrde oder nicht. Damit die Gemeinde Timotheus anerkennt und ihn herzlich aufnimmt, gibt Paulus eine Empfehlung f\u00fcr ihn. Was schreibt er \u00fcber Timotheus?<\/p>\n<p>Betrachten wir die Verse 19-24<\/p>\n<p>Unter Paulus Gef\u00e4hrten war Timotheus einzigartig in der\u00a0 herzlichen\u00a0 F\u00fcrsorge um die Philipper.\u00a0 Timotheus hatte ein gro\u00dfes Herz f\u00fcr die Philipper, sodass er sich aufrichtig um sie k\u00fcmmern wollte. Er war zudem ein bew\u00e4hrter Mann. Denn er hatte Paulus bei seinem Missionsdienst unterst\u00fctzt, wie ein Kind seinem Vater. Er erwies dadurch Treue, Demut und Einf\u00e4ltigkeit. Timotheus war kein alter, sondern ein junger Mann gewesen. Aus den Briefen erfahren wir, dass ihn Paulus als seinen Vertreter in verschiedenen Gemeinden gebrauchen konnte, wo er als Lehrer wirkte. Timotheus ist daher eine Ermutigung f\u00fcr uns jungen Mitarbeitern, schon im jungen Alter zu einer geistlichen Pers\u00f6nlichkeit heranzuwachsen.<\/p>\n<p>Wen wollte Paulus noch zu den Philippern senden? Betrachten wir die Verse 25-28:<\/p>\n<p>Es war Epaphroditus. Der Abgesandte der Gemeinde von Philippi, der Paulus eine finanzielle Liebesgabe \u00fcberbringen sollte. Paulus wollte Epaphroditus an die Gemeinde zur\u00fcckschicken. Doch damit sie nicht \u00fcber ihn denken, dass Epaphroditus ihm nutzlos gewesen sei, schreibt Paulus auch \u00fcber seine Person. Was erfahren wir von ihm?<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal erkennt er ihn als seinen Bruder, Mitarbeiter und Mitstreiter an. In einem Kommentar hierzu hei\u00dft es: <em>Der erste Titel dr\u00fcckt seine Zuneigung aus, die zweite die Anerkennung seiner harten Arbeit und der dritte die Gemeinschaft im Kampf f\u00fcr das Evangelium. Es war jemand der mit anderen zusammenarbeiten konnte. <\/em><\/p>\n<p>Dann bezeichnet ihn Paulus als \u201eHelfer in meiner Not\u201c. Epaphroditus war bereit, einfache Dienste f\u00fcr Paulus zu machen, um ihn zu versorgen. Viele Menschen wollen nur Arbeit machen, die hohe Anerkennung bringt und im Licht der \u00d6ffentlichkeit steht. Aber Epaphroditus dachte nicht so. Er war dem\u00fctig und sehr flei\u00dfig. So flei\u00dfig, dass er durch seinen Dienst f\u00fcr Paulus erkrankte. Epaphroditus wurde wieder gesund und wollte zu der Gemeinde in Philippi zur\u00fcckkehren, damit sie sich nicht weiter Sorgen mache um ihn. Dies war der Grund, warum Paulus es f\u00fcr besser hielt, ihn zur\u00fcckzusenden.<\/p>\n<p>Wie sollten die Philipper mit solchen Menschen wie Epaphroditus umgehen, der sein Leben um Christi willen riskiert hatte? Lesen wir gemeinsam V.29: <strong>So nehmt ihn nun auf in dem Herrn mit aller Freude und haltet solche Menschen in Ehren.<\/strong><\/p>\n<p>Beide, sowohl Timotheus als auch Epaphroditus hatten gemeinsam, dass sie nicht f\u00fcr ihre eigenen privaten Ziele, sondern f\u00fcr Christus Ziel lebten. Sie lebten f\u00fcr ihn und f\u00fcr die Menschen.<\/p>\n<p>Es ist nicht selbstverst\u00e4ndlich, auch nicht unter uns Christen, dass hingebungsvolle Menschen wie Timotheus und Epaphroditus in Ehre gehalten werden. Anstatt sie nachzuahmen, wird deren Glaubensleben h\u00e4ufig als \u00fcberspannt oder als \u00fcbertrieben gesehen. Sicherlich w\u00fcrden einige zu Epaphroditus sagen: <em>\u201eEpaphroditus, du \u00fcbertreibst. Deswegen bist du auch todkrank geworden.\u201c<\/em> Doch Paulus ermutigt uns, solche Menschen mit Freude aufzunehmen und sie zu ehren.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen auch zu christus\u00e4hnliche Menschen heranwachsen. Dabei m\u00fcssen wir einen fatalen Irrtum \u00fcberwinden, n\u00e4mlich die Ansicht, dass eine christus\u00e4hnliche Pers\u00f6nlichkeit ein weit entferntes und kaum erlangbares Ziel ist, das wir vielleicht \u2013 wenn \u00fcberhaupt- mal am Ende unseres Glaubenslebens erreichen werden. Nein, wir sollen \u00fcberhaupt nicht so denken. Eine solche Ansicht l\u00e4hmt lediglich unsere Heiligung. Wir sollen gleich heute mit all unserer Kraft danach streben, wie Jesus zu sein. Oder habt ihr etwa schon vergessen: Gott m\u00f6chte uns alle zu pr\u00e4chtigen Stars machen!<\/p>\n<p>Lesen wir zum Schluss gemeinsam das Leitwort:<\/p>\n<p><strong>Also, meine Lieben, -wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein<br \/>\nin meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit-<br \/>\nschaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern <\/strong><\/p>\n<p><strong>(Phil 2,12)<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Schaffet, dass ihr selig werdet Also, meine Lieben, -wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit &#8211; schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern (Philipper 2.12) Wir haben letzte Woche einen einzigartigen Menschen kennengelernt, von dem wir uns alle eine Scheibe [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[53,4],"tags":[],"class_list":["post-1335","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-philipper","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1335","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1335"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1335\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11094,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1335\/revisions\/11094"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1335"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1335"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1335"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}