{"id":13265,"date":"2025-06-01T11:00:24","date_gmt":"2025-06-01T09:00:24","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/?p=13265"},"modified":"2025-12-02T19:12:11","modified_gmt":"2025-12-02T18:12:11","slug":"predigt-1-mose-291-3024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-mose-291-3024\/","title":{"rendered":"Predigt: 1. Mose 29,1 &#8212; 30,24"},"content":{"rendered":"<p><strong>Download [<a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Genesis-291-3024_P.odt\">ODT<\/a>]&nbsp; [<a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Genesis-291-3024_P.pdf\">PDF<\/a>]<\/strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.schlachterbibel.de\/de\/bibel\/1_mose\/29\/1-35?hl=1#hl\"><strong>Bibeltext<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Jakobs Familie, das Bild unserer Familie, die Gott liebt<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eAls aber der HERR sah, dass Lea ungeliebt war, machte er sie fruchtbar; Rahel aber war unfruchtbar.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(1. Mose 29,31)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eGott gedachte aber an Rahel und erh\u00f6rte sie und machte sie fruchtbar.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(1. Mose 30,22)<\/p>\n<p>Am Anfang des Bibelstudiums sprachen wir dar\u00fcber dass das Thema der Genesis: \u201eSehnsucht nach der verlorenen wahren Heimat\u201c ist. Anders ausgedr\u00fcckt, gingen wir davon aus, dass die Menschen ihre wahre Heimat verloren haben. Wir sehnen uns nach dieser wahren Heimat und begeben uns auf den Pilgerweg, um sie zu finden. Die wahre Heimat ist ein Ort der Freude, der Freiheit und des Gl\u00fccks, wie es sie in Eden gab. Vor allem ist sie ein Ort, an dem das Licht Gottes strahlt und sein Hauch des Lebens str\u00f6men. Sie ist ein Ort der Ruhe, ausgerichtet auf Gott.<br \/>\nDer Anfang lebten die Menschen an einem solchen Ort. Doch die Menschen wurden durch die L\u00fcge get\u00e4uscht und wollten selbst wie Gott werden. Infolgedessen wurden sie aus dem Garten Eden, den Gott ihnen gegeben hatte, vertrieben. Diejenigen, die ihre wahre Heimat verloren hatten, bekamen Angst. Sie begannen umherzuirren. Sie t\u00f6teten diejenigen, die sie zornig machten und ihnen wehtaten. Sie prahlten mit ihrer St\u00e4rke und ihren F\u00e4higkeiten.<br \/>\nObwohl die gesamte Menschheit durch die Sintflut gerichtet wurde und nur eine Familie f\u00fcr den Neuanfang \u00fcbrig blieb, verschwand der Wunsch wieder, Gott zu ehren. Doch Gott h\u00f6rte nicht auf, die Menschen zu lieben, egal wie ihr Zustand war. Zu diesem Zweck wollte er ein neues Volk ins leben rufen, das ihm gehorchen und ihn anbeten w\u00fcrde. Er wollte dieses Volk auch zu einem Priestervolk machen, das alle V\u00f6lker zu Gott f\u00fchren sollte. Abraham war derjenige, der zum Stammvater eines neuen Volkes berufen wurde, eines Volkes, das Gott anbeten sollte. Gott versprach ihm, dass alle V\u00f6lker durch seine Nachkommen gesegnet w\u00fcrden. Gottes Werk entfaltete sich immer weiter. Abraham zeugte Isaak, Isaak zeugte Jakob, und Jakob hatte zw\u00f6lf S\u00f6hne und eine Tochter. Der heutige Text erkl\u00e4rt, wie Jakob zu zw\u00f6lf S\u00f6hnen kam.<br \/>\nAus heutiger christlicher Sicht mag die Familienstruktur Jakobs mit einem Mann und vier Frauen, im starken Gegensatz zur heutigen erscheinen. Selbst wenn wir uns eine harmonische Familie vorstellen, eine gl\u00fcckliche Familie, die sich alle gegenseitig respektieren und lieben, ist Jakobs Familie keine vorbildliche Familie. Laban, der Jakob betrog und ihn daran hinderte, Rahel zu heiraten, und der Rahel zwang, zuerst ihre \u00e4ltere Schwester Lea heiraten zu lassen, hat Kritik verdient. Jakob arbeitet sieben Jahre lang hart, um Rahel zu heiraten, doch es schien ihm nur ein paar Tage zu sein. Jedoch muss er w\u00fctend gewesen sein, als er herausfand, dass sein Onkel ihn betrogen hatte und ihm Lea gab, die er nicht wollte. Rachel muss es ihrem Vater Laben sehr \u00fcbel genommen haben, dass er ihren Mann weggenommen hat. Lea muss verletzt und ungl\u00fccklich gewesen sein, weil sie gezwungen wurde, Jakob zu heiraten. Nur weil Jakob Rahel unbedingt heiraten wollte, nahm er das die Bedingung von sieben weiteren Arbeitsjahren an. Lea musste ein trauriges und elendes Leben f\u00fchren, weil sie die Liebe ihres Mannes nicht bekommen konnte, obwohl sie ihm sechs S\u00f6hne und eine Tochter gab: Ruben, Simeon, Levi, Juda, Issachar, Sebulon und Dina. Mit ihrer Magd Silpa gebar sie au\u00dferdem Gad und Ascher. Rahel, die sch\u00f6n war und von ihrem Mann geliebt wurde, konnte keine Kinder bekommen und flehte ihren Mann an, ihr Kinder zu schaffen. Sie wollte lieber zu sterben, als kinderlos zu leben. Rahel, die ungl\u00fccklich war, weil ihre Schwester ihr den Mann genommen hatte und auch keine Kinder hatte, gab ihrem Mann ihre Magd Bilha. Diese gebar Dan und Naftali. Endlich gebar Rahel ihr erstes Kind Josef. Sp\u00e4ter starb sie jedoch an den Folgen der schweren Geburt Benjamins. Der heutige Text beschreibt, wie Jakob zw\u00f6lf S\u00f6hne bekommen hatte und ist eine Familiengeschichte. Es mag eine alte Geschichte sein, die nicht unserem gesunden Menschenverstand entspricht. Gleichzeitig ist es eine Geschichte, die jeder erleben kann, egal in welcher Zeit er lebt. Ja, die Geschichte von Jakobs Familie ist eine zeitlose Lebensgeschichte, die jeder Mensch erfahren kann. Die Geschichte dieser Familie beleuchtet unser heutiges Leben. In diesem Licht entdecken wir uns selbst, unsere Familien und unsere Gesellschaft.<br \/>\nAls wir dieses Jahr die Fr\u00fchlingsbibelfreizeit hatten, wurde in meiner Bibelstudiumsgruppe die Frage gestellt: \u201eWarum studieren wir die Geschichte?\u201c. Die antwortete eine Teilnehmerin war: \u201eWir lernen aus der Vergangenheit, um k\u00fcnftig ein besseres Leben zu f\u00fchren.\u201c Jakobs Familiengeschichte ist nicht nur eine Aufzeichnung der Vergangenheit, sondern spricht uns auch heute an. Normalerweise gibt es in Filmen oder Dramen eine Hauptfigur und einen B\u00f6sewicht. Wir hoffen, dass die Hauptfigur die schwere Zeiten durchmacht, das B\u00f6se \u00fcberwindet und als Sieger hervorgeht. Wir neigen auch dazu, den B\u00f6sewicht zu hassen. Wer ist also die Hauptfigur in Jakobs Familiendrama? Und wer ist der B\u00f6sewicht? Unsere Antworten werden wahrscheinlich unterschiedlich ausfallen. Wohl jeder kann als Hauptfigur dienen. Wir k\u00f6nnen uns Jakob, Lea oder Rahel als Mittelpunkt vorstellen. Warum nicht auch Laban? K\u00f6nnten nicht die M\u00e4gde Silpa und Bilha, die als Eigentum betrachtet wurden, die Hauptfiguren sein? Diese Perspektive ist f\u00fcr uns heute wahrscheinlich m\u00f6glich. Aber je weiter wir in die Vergangenheit zur\u00fcckgehen, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Hauptfiguren der Geschichte K\u00f6nige oder Gener\u00e4le sind. Doch in der Gegenwart erscheinen auch die Kleinen, die Schwachen, die Unterdr\u00fcckten und die Kranken als Hauptfiguren m\u00f6glich. Das liegt daran, dass wir uns f\u00fcr die pers\u00f6nliche Geschichte und unserer N\u00e4chsten interessieren, nicht f\u00fcr ihre Geschichte. Wir bevorzugen Geschichten, in die wir uns einf\u00fchlen k\u00f6nnen. Deshalb werde ich auch nicht versuchen, die Geschichte dieser Familie mit Jakob, Lea oder Rahel als Mittelpunkt zu betrachten.<br \/>\nIch h\u00f6rte einmal die Predigt eines Pfarrers und stimmte ihm zu. Er erz\u00e4hlte, wenn die Gemeindemitglieder in die Kirche kamen, wirkten sie wie Herren und Damen (Lady and Gentleman). Doch wenn er jedes dieser Gemeindemitglieder zu Hause besuchte und von ihrer Familiengeschichte h\u00f6rte, wurde ihm klar, dass es keine H\u00e4user waren, in denen Herren und Damen lebten, sondern H\u00e4user, in denen Herr Chaos und Frau Chaos lebten. Kein Zuhause ist ohne Probleme, und jeder lebt im Chaos. Auch wir m\u00f6gen nach au\u00dfen hin wie Herren und Damen wirken, aber unser Leben ist voller unaussprechlicher Probleme.<br \/>\nWenn wir zun\u00e4chst aus Labans Perspektive dar\u00fcber nachdenken, k\u00f6nnen wir die Qual des Vaters nachvollziehen. Lea hatte von Geburt an schwache Augen und war ein M\u00e4dchen mit mangelndem Selbstvertrauen. Weil ihr Vater sich um sie Kummer machte, t\u00e4uschte er Jakob. Selbst als sein Neffe w\u00fctend wurde, sagte er: \u201eEs ist nicht Sitte in unserm Lande, dass man die J\u00fcngere weggebe vor der \u00c4lteren.\u201c Da sein Neffe Jakob zudem ein guter Arbeiter war, nutzte Laban ihn aus, um seinen Haushalt zu unterst\u00fctzen. Er schl\u00e4gt Jakob vor, ihm sieben weitere Jahre zu dienen, um Rahel zu bekommen. Er wei\u00df, dass Jakob es darauf eingehen wird. Es ist schmerzhaft, jemandem zu begegnen, der so egoistisch und eigenn\u00fctzig ist.<br \/>\nRahel freute sich sieben Jahre lang auf die strahlende Zukunft mit Jakob? Wie oft hat ihr Jakob seine Liebe bezeugt? Doch als es Zeit f\u00fcr ihre Heirat da war, wie gro\u00df muss der Schock f\u00fcr sie gewesen sein, als ihr Vater entschied: \u201eDeine Schwester soll vor dir heiraten.\u201c Wie ungerecht muss sie sich gef\u00fchlt haben? So h\u00fcbsch und geliebt sie auch war, am Ende war alles nutzlos. Alles wurde ihr genommen. Sie muss voller negativer Gedanken gewesen sein. Obwohl ihre Schwester viele Kinder zur Welt bringen konnte, litt sie an Unfruchtbarkeit und f\u00fchlte sich als Versagerin und als nutzlose Person. Wir verstehen, wie elend sie sich f\u00fchlte, als sie Jakob sagte, sie w\u00fcrde lieber sterben. Und als sie endlich ein Kind zur Welt brachte, sehen wir, wie ein Last von ihr fiel, als sie bekannte, dass Gott ihre Schande weggenommen hat.<br \/>\nRachel war wundersch\u00f6n, doch Lea hatte schwache Augen und war nicht attraktiv. Das hatte sie nicht ausgesucht. Sie muss neidisch gewesen sein, wenn sie ihre j\u00fcngere Schwester sah, die h\u00fcbscher und beliebter war als sie. Sie muss auch Groll empfunden und sich gefragt haben, warum die Welt so ungerecht ist. Nach ihrer Heirat hatte sie Grund viele N\u00e4chte zu weinen, weil sie traurig war, die Liebe ihres Mannes nicht zu bekommen. Sie wollte ihren Wert beweisen, indem sie ein Kind zur Welt brachte und so Jakobs Liebe bekommen, doch Jakob liebte sie immer noch nicht. Die Frustration, die Liebe ihres Mannes nicht zu erfahren, egal wie sehr sie sich bem\u00fchte, muss sie ersch\u00fcttert haben. Wer k\u00f6nnte die traurige Lea tr\u00f6sten?<br \/>\nDie Situation der M\u00e4gde Silpa und Bilha muss \u00e4hnlich gewesen sein. Sie stammten wahrscheinlich aus armen Familien. Da sie sich nicht selbst versorgen konnten, lebten sie als Dienerinnen in Labans Haus. Als seine T\u00f6chter heirateten, wurden sie deren Dienerinnen. Auch sie waren Individuen und hatten wohl ihre eigenen Tr\u00e4ume, doch sie mussten sich dem dem Willen ihrer Herrin unterordnen und Jakob heiraten, ungeachtet ihres eigenen Willens. Die Kinder, die sie bekamen, waren auch nicht ihre Kinder, sondern die der Herrin. Aus heutiger Sicht w\u00e4re dies eine inakzeptable Verletzung der Menschenrechte, denn waren nichts weiter als ein Mittel, um Kinder zu bekommen. Die Bibel wurde im Rahmen der Kultur und Traditionen einer jahrtausendealten antiken Gesellschaft geschrieben und spiegelt daher die sozialen Bedingungen jener Zeit wider.<br \/>\nSchlie\u00dflich, wie war Jakobs Situation? War er gl\u00fccklich, weil er zw\u00f6lf S\u00f6hne und eine Tochter hatte? Nat\u00fcrlich verlie\u00df er seine Heimatstadt allein und ging ins Ausland, wo er erfolgreich eine gro\u00dfe Familie gr\u00fcndete. Man kann sagen, dass dies m\u00f6glich wurde, weil Laban ihn betrog. Er liebte nur Rahel und wollte gl\u00fccklich mit ihr leben. Deshalb arbeitete er sieben Jahre lang, als w\u00e4ren es nur ein paar Tage. Als er Lea bekam, die er nicht liebte, musst er lernen auch f\u00fcr sie Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Um schlie\u00dflich Rahel zu bekommen musste gegen die urspr\u00fcngliche Vereinbarung weitere sieben Jahre arbeiten. Vor allem aber platzte Jakobs Traum von einer gl\u00fccklichen Familie. Als er nach Hause kam, konnte er wegen der Eifersucht, des Konkurrenzkampfes und der Streitereien seiner Frauen keinen ruhigen Tag verbringen. Als Rahel, die er so sehr liebte, sich sehr beschwerte und Jakob f\u00fcr ihre Unfruchtbarkeit verantwortlich machte, antwortete er mit gro\u00dfem \u00c4rger: \u201eBin ich Gott?\u201c Obwohl er treu und flei\u00dfig lebte, um seine Ziele zu erreichen, m\u00fcssen ihn seine Unf\u00e4higkeit und Machtlosigkeit, keinen Frieden in seiner Familie zu schaffen, ersch\u00f6pft haben.<br \/>\nHier sehe ich Bilder von Menschen, der die ihre wahre Heimat verloren haben. Egal, was er gewinnt oder erreicht, anhaltendes Gl\u00fcck wird nie kommen. Jakob, der seine Heimatstadt auf der Suche nach Gl\u00fcck verlie\u00df, traf Rahel und wollte nur sie heiraten, doch die Welt entwickelte sich nicht nach seinen W\u00fcnschen. Wir sehen, dass diese Welt nicht so verl\u00e4uft, wie ich es mir w\u00fcnsche. Du wirst Menschen begegnen, die du nicht willst, in der N\u00e4he von Menschen leben, die du nicht magst, und mit Menschen zusammenleben, die versuchen, dich zu t\u00e4uschen und auszunutzen. Du wirst auch mit Menschen zusammenleben, die prahlen, angeben und auf andere herabsehen, weil sie bessere Bedingungen haben als du. In dieser Welt k\u00f6nnen Konkurrenz, Streit, Eifersucht und Hass nicht verschwinden. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen solche Konflikte von Konkurrenz, Eifersucht und Streit nicht nur in der Welt, sondern auch in der Gemeinde existieren. Denn im Menschen wohnt nicht das Gute, sondern das B\u00f6se. Die Bibel sagt, dass die Gedanken der Menschen von Kindheit an b\u00f6se sind. Jesus sagte auch, dass nicht die Nahrung, die von au\u00dfen in den Menschen gelangt, ihn verunreinigt, sondern die Worte und Gedanken, die aus dem Inneren des Menschen kommen.<br \/>\nGibt es eine perfekte Familie? Gibt es eine perfekte Gemeinde? Wenn Jakobs Familie, der der Enkel eines gro\u00dfen Mannes wie Abraham war, so von Konflikten und Schwierigkeiten gepr\u00e4gt war, gibt es dann eine Familie ohne Probleme?<br \/>\nWer ein ruhiges Leben ohne Konflikte f\u00fchren will, muss diese Welt verlassen. Konkurrenz, Eifersucht und Streit werden niemals aufh\u00f6ren, solange wir in dieser Welt leben. Eine Welt der Ruhe und des Friedens wird nie kommen. Der Grund ist einfach: Wir alle haben unsere wahre Heimat verloren. Wir sind Pilger auf der Suche nach dieser Heimat. Wenn wir Ruhe auf dieser Erde suchen, werden wir entt\u00e4uscht. Wahre Ruhe finden wir nur in Gott.<br \/>\nEin Kirchenlied sagt:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Wenn ich endlos in dieser w\u00fcsten\u00e4hnlichen Welt irre<br \/>\nund einen gef\u00e4hrlichen Weg gehe,<br \/>\nf\u00fchrt mich der Herr<br \/>\nund bringt mich vor seinen Thron<br \/>\nund l\u00e4sst mich gro\u00dfe Gnade empfangen.<\/p>\n<p>Das stimmt. Das Gl\u00fcck, von dem Jakob tr\u00e4umte, konnte er in seiner Familie nicht finden. So sehr Lea und Rahel auch wetteiferten und Kinder bekamen, um bessere menschliche Bedingungen zu schaffen, das Gl\u00fcck blieb ihnen verwehrt. Abrahams Enkel Jakob empfing den Segen des Landes und die Verhei\u00dfung, dass Gott ihn nicht verlassen w\u00fcrde. Doch die Realit\u00e4t seines Lebens zeigt ein hilfloses Bild, das nicht in der Lage war, Frieden in seiner Familie zu schaffen. Wir sind diejenigen, denen Gott viele Verhei\u00dfungen gegeben hat. Wir sind B\u00fcrger des Himmels, denen eine bessere Heimat, der Himmel, versprochen wurde. Wir sind ein auserw\u00e4hltes Volk, das lebt, um die Gnade der Erl\u00f6sung Gottes zu verbreiten, und wir sind k\u00f6nigliche Priester. Vor allem h\u00f6rten wir Jesus sagen: \u201eIhr seid das Licht der Welt und das Salz der Erde.\u201c Wie wertvoll ist doch jeder Einzelne von uns! Doch die Realit\u00e4t ist hart. Es gibt keine Menschen, mit denen wir leicht umgehen k\u00f6nnen. Wie schwierig und kompliziert sind menschliche Beziehungen? Die Welt ist voller S\u00fcnde und erm\u00fcdet unser Herz. Wir f\u00fchlen uns unendlich klein und machtlos angesichts der vielen Probleme und schwierigen zwischenmenschlichen Beziehungen. Doch ich m\u00f6chte bekennen, dass dies auch eine dankbare Sache ist. G\u00e4be es Ruhe in dieser Welt, w\u00fcrden wir uns nicht nach der ewigen Ruhe sehnen. Wir werden zum Thron des Herrn gef\u00fchrt, der uns Ruhe schenkt, weil wir m\u00fcde und beladen sind. Auch wenn wir in dieser w\u00fcstenartigen Welt klein erscheinen, werden wir Ruhe finden, wenn wir vor Gottes Thron treten. In einer rauen Welt, wenn wir uns in schwierigen Situationen befinden, die wir nicht bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen, wenn wir verletzt und traurig sind, k\u00f6nnen wir vor Gottes Thron treten.<br \/>\nObwohl Jakobs Familie weder Frieden noch Harmonie hatte, stand Gott im Mittelpunkt. Damals k\u00fcmmerte sich Gott um Lea und Rahel und schenkte ihnen S\u00f6hne. Jakob glaubte fest daran, dass nur Gott Rahel Kinder geben k\u00f6nnte.<br \/>\nObwohl Jakob wie in einem schnellen Strudel lebte, war Gott bei ihm. Gott wartete auf ihn, um ihm Ruhe zu geben. Er sagte nichts zu ihm, verlie\u00df ihn aber nicht und erf\u00fcllte seinen versprochenen Segen. Wo immer wir uns befinden, ist Gott still bei uns. Er wartet darauf, dass wir zum Thron kommen. Er will uns zu ihm f\u00fchren. Vor dem Thron erwartet uns Ruhe, die uns die Welt nicht geben kann. Aller Kummer, Schmerz und M\u00fcdigkeit unseres Lebens wird vor dem Thron Gottes verschwinden. Denn die wahre Heimat und die wahre Ruhe sind vor dem Thron Gottes. Amen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download [ODT]&nbsp; [PDF] &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bibeltext Jakobs Familie, das Bild unserer Familie, die Gott liebt \u201eAls aber der HERR sah, dass Lea ungeliebt war, machte er sie fruchtbar; Rahel aber war unfruchtbar.\u201c (1. Mose 29,31) \u201eGott gedachte aber an Rahel und erh\u00f6rte sie und machte sie fruchtbar.\u201c (1. 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