{"id":13215,"date":"2025-05-18T11:00:58","date_gmt":"2025-05-18T09:00:58","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/?p=13215"},"modified":"2025-12-02T19:12:11","modified_gmt":"2025-12-02T18:12:11","slug":"predigt-1-mose-271-45","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-mose-271-45\/","title":{"rendered":"Predigt: 1. Mose 27,1-45"},"content":{"rendered":"<p><strong>Download [<a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Genesis-271-45_P.odt\">ODT<\/a>]&nbsp; [<a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Genesis-271-45_P.pdf\">PDF<\/a>]<\/strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.schlachterbibel.de\/de\/bibel\/1_mose\/27\/1-45?hl=1#hl\"><strong>Bibeltext<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Gott setzt Jakob als Erben des Segens ein<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eV\u00f6lker sollen dir dienen, und St\u00e4mme sollen dir zu F\u00fc\u00dfen fallen. Sei ein Herr \u00fcber deine Br\u00fcder, und deiner Mutter S\u00f6hne sollen dir zu F\u00fc\u00dfen fallen. Verflucht sei, wer dir flucht; gesegnet sei, wer dich segnet!\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(1. Mose 27,29)<\/p>\n<p>In Kapitel 26 haben wir betrachtet, wie Isaak Gottes Wort angenommen und sein Leben im Vertrauen auf Gottes Segensverhei\u00dfung gef\u00fchrt hat. Die Philister haben ihm immer wieder die lebenswichtigen Brunnen weggenommen, aber er stritt nicht darum, sondern zog weiter und erfuhr, wie Gott ihn versorgte. Unser Text heute berichtet uns, wie Isaak im Alter den Segen an die n\u00e4chste Generation weitergab. Das war deshalb so bedeutsam, weil mit dem Segen nicht nur der materielle Besitz verbunden war, sondern auch der geistliche Segen, den Gott zuerst Abraham und sp\u00e4ter Isaak versprochen hat. Dazu geh\u00f6rte Gottes Versprechen, Isaak zu einem gro\u00dfen Volk zu machen und ihm das Land Kanaan zu geben und durch seine Nachkommen alle V\u00f6lker der Erde zu segnen. Weil Gott der Geber des Segens ist, ist es offensichtlich, dass ein Mensch den Segen nicht nach Belieben weitergeben kann, sondern dass das ganz im Einklang mit Gottes Willen geschehen soll. Wir erfahren heute, dass Isaak aber seine eigenen Vorstellungen dar\u00fcber hatte und dass die Art und Weise, wie er schlie\u00dflich doch den Sohn segnete, den Gott daf\u00fcr vorgesehen hatte, ziemlich dramatisch und gar nicht unproblematisch war. Das ist wohl auch der Grund daf\u00fcr ist, warum diese Geschichte allgemein ziemlich bekannt ist und wohl in fast jeder Kinderbibel enthalten ist. Wir wollen in dem Text auf drei Fragen Antwort finden: 1. Wie kam es dazu, dass Isaak Jakob segnete? 2. Inwiefern war dabei das Verhalten von allen Beteiligten problematisch? 3. Was k\u00f6nnen wir hier \u00fcber Gott lernen?<\/p>\n<p>Unser Text beginnt mit dem Hinweis darauf, dass Isaak alt geworden war und seine Augen zu schwach zum Sehen wurden; und dass er seinen \u00e4lteren Sohn Esau rief und zu ihm sagte: \u201eSiehe, ich bin alt geworden und wei\u00df nicht, wann ich sterben werde. So nimm nun dein Ger\u00e4t, K\u00f6cher und Bogen, und geh aufs Feld und jage mir ein Wildbret und mach mir ein Essen, wie ich\u2019s gern habe, und bring mir\u2019s herein, dass ich esse, auf dass dich meine Seele segne, ehe ich sterbe\u201c (2-4). Isaak war also alt und blind oder fast blind geworden. Weil er dachte, dass er bald sterben k\u00f6nnte, wollte er seinen \u00e4lteren Sohn Esau als Erben des Segens einsetzen, was nicht nur der Tradition entsprach, sondern auch Isaaks besonderer Zuneigung zu Esau. Vielleicht mochte Isaak Esau deshalb mehr als Jakob, weil er Esau mehr der wilde, toughe, m\u00e4nnliche Typ war, der er insgeheim vielleicht gerne mehr gewesen w\u00e4re. Au\u00dferdem a\u00df Isaak sehr gerne Wildgerichte und freute sich dar\u00fcber, dass Esau oft jagen ging und leckeres Wildgulasch kochte. Die Art und Weise, wie diese Einsetzung als Erbe ablaufen sollte, war, dass Esau jagen gehen und f\u00fcr seinen Vater ein Wildgericht zubereiten sollte, wie er es gern a\u00df; und nach dem Essen wollte Isaak ihn segnen.<\/p>\n<p>Dieser erste Abschnitt wirft bereits mehrere Fragen auf: dass Isaak blind wurde, ist nicht verwunderlich, weil \u00e4ltere Menschen im Alter aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden blind werden konnten, die man damals nicht therapieren konnte. Aber warum dachte Isaak, dass er vielleicht bald sterben w\u00fcrde? Wenn wir die Genesis aufmerksam studieren, stellen wir fest, dass Isaak nach diesem Ereignis noch \u00fcber 40 Jahre lang weiterlebte (er war n\u00e4mlich zu diesem Zeitpunkt etwa 137 Jahre alt, was aus heutiger Sicht schon extrem alt ist; aber tats\u00e4chlich lebte er danach noch 43 Jahre lang, denn er wurde noch etwas \u00e4lter als sein Vater Abraham und starb erst mit 180 Jahren). Vielleicht f\u00fchlte sich Isaak viel \u00e4lter als er war und dachte schon ans Sterben, weil er sein Leben durch seine Blindheit sehr eingeschr\u00e4nkt war. Aber eklatanter als diese falsche Selbsteinsch\u00e4tzung ist, dass Isaak den Segen Gottes an seinen \u201e\u00e4lteren\u201c Sohn Esau vererben wollte (Esau nd Jakob waren Zwillinge). Das entsprach zwar ganz der damaligen Tradition, dass der \u00c4lteste alles oder fast alles erbt. Aber es entsprach nicht dem, was Gott Isaaks Frau Rebekka \u00fcber ihre beiden S\u00f6hne gesagt hat, als sie wegen starker Schwanger\u00adschafts\u00adbe\u00adschwer\u00adden zu Gott gebetet hat. Gott hatte ihr damals offenbart: \u201eZwei V\u00f6lker sind in deinem Leibe, und zweierlei Volk wird sich scheiden aus deinem Scho\u00df; und ein Volk dem andern \u00fcberlegen sein, und der \u00c4ltere wird dem J\u00fcngeren dienen\u201c (25,23). Damit hatte Gott offenbart, dass der \u00e4ltere der Zwillinge, also Esau, dem J\u00fcngeren, Jakob, dienen w\u00fcrde und dass Jakob ihm \u00fcberlegen sein w\u00fcrde, das hei\u00dft, dass Jakob der gesegnete Sohn sein w\u00fcrde. Hatte Rebekka ihrem Mann nie von dieser Offenbarung Gottes erz\u00e4hlt? Oder hatte Isaak diese wichtige Offenbarung Gottes zwar geh\u00f6rt, aber im Laufe der Jahrzehnte vergessen? Oder vielleicht auch verdr\u00e4ngt, weil er sich w\u00fcnschte, dass Esau den Segen bekommt, da er Isaaks Lieblingssohn war? Wir wissen es nicht, weil der Text dazu nichts sagt. Aber die Tatsache, dass Isaak sich dem Tod nahe sah, obwohl er noch \u00fcber 40 Jahre leben sollte, und die Tatsache, dass er den \u201efalschen\u201c Sohn segnen wollte, den Gott nicht als Erben vorgesehen hatte, zeigen, dass nicht nur Isaaks Augen schwach zum Sehen geworden waren, sondern dass auch seine geistliche Sicht verschwommen war bzw. dass er eine schwache geistliche Phase hatte. Das zeigt sich auch daran, dass nicht erw\u00e4hnt wird, dass Isaak zu Gott gebetet h\u00e4tte, wer den Segen erben sollte. Wie problematisch das war, zeigt das ganze weitere Geschehen. Wir k\u00f6nnen daraus lernen, wie wichtig es ist, dass wir in jeder Phase unseres Lebens geistlich fit und in einer engen Beziehung zu Gott leben, und dass es gar nicht selbstverst\u00e4ndlich ist, dass wir, wenn wir in einer engen Vertrauensbeziehung mit Gott gelebt haben, automatisch weiter so leben. Wir k\u00f6nnen insbesondere auch lernen, dass es gar nicht selbstverst\u00e4ndlich ist, dass man geistlich klar und nahe bei Gott bleibt, wenn man \u00e4lter wird. Wir k\u00f6nnen auch lernen, wie wichtig es ist, dass wir jederzeit in einer guten Beziehung zu unserem Ehepartner leben.<\/p>\n<p>Wie reagierte Rebekka, als sie Isaaks Anweisung an Esau und sein Vorhaben, ihn zu segnen, h\u00f6rte? Sie sagte zu Jakob: \u201eSiehe, ich habe deinen Vater mit Esau, deinem Bruder, reden h\u00f6ren:\u2002Bringe mir ein Wildbret und mach mir ein Essen, dass ich esse und dich segne vor dem HERRN, ehe ich sterbe.\u2002So h\u00f6re nun auf mich, mein Sohn, und tu, was ich dich hei\u00dfe.\u2002Geh hin zu der Herde und hole mir zwei gute B\u00f6cklein, dass ich deinem Vater ein Essen davon mache, wie er\u2019s gerne hat. Das sollst du deinem Vater hineintragen, dass er esse, auf dass er dich segne vor seinem Tod.\u201c Rebekka hatte offenbar nicht vergessen, was Gott ihr \u00fcber die Zukunft der beiden Br\u00fcder offenbart hatte. Sie h\u00e4tte ihren Mann ansprechen und ihn an die Verhei\u00dfung erinnern k\u00f6nnen, die sie von Gott bekommen hatte, und h\u00e4tte ihm aufgrund dessen raten k\u00f6nnen, nicht Esau, sondern Jakob zu segnen. Wir erfahren nicht, warum sie das nicht tat. Vielleicht dachte sie, dass Isaak sowieso nicht auf sie h\u00f6ren w\u00fcrde, weil er Esau mehr liebte als Jakob oder weil er allgemein in den letzten Jahren ziemlich stur geworden war. Vielleicht war in dieser Zeit ihre Ehebeziehung nicht so gut. Jedenfalls redete sie nicht mit Isaak, sondern fasste einen eigenen Plan und handelte. Sie forderte Jakob auf, ihr zwei Ziegen von der Herde zu bringen, damit sie ein Essen machen konnte, wie Isaak es mochte. Das sollte Jakob seinem Vater bringen und sich dabei als sein Bruder ausgeben. Jakob zeigte sich offen f\u00fcr ihren Vorschlag. Er \u00e4u\u00dferte keine Bedenken, seinen Vater zu bel\u00fcgen und seinen \u00e4lteren Bruder auf diese Weise um den Segen zu betr\u00fcgen. Sein einziges Bedenken war, dass sein Vater den Betrug erkennen und ihn verfluchen k\u00f6nnte. Aber Rebekka beruhigte ihn mit den Worten \u201eDein Fluch sei auf mir, mein Sohn; gehorche nur meinen Worten, geh und hole mir\u201c (13). Wir wissen nicht, ob Rebekka Jakob nur deshalb so dr\u00e4ngte, weil es ihr darum ging, dass Gottes Plan in Erf\u00fcllung kommt; oder ob es auch eine Rolle spielte, dass Jakob ihr Lieblingssohn war und sie sich auch deshalb w\u00fcnschte, dass er den Segen erben w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Jakob ging und holte zwei Ziegen. Seine Mutter kochte das Wildgericht und legte Teile vom Ziegenfell um Jakobs Hals und an seine H\u00e4nde. Jakob ging mit dem Essen zu seinem Vater. Auf dessen Frage: \u201eWer bist du, mein Sohn?\u201c, antwortete Jakob: \u201eIch bin Esau, dein erstgeborener Sohn; ich habe getan, wie du mir gesagt hast. Richte dich auf, setz dich und iss von meinem Wildbret, auf dass mich deine Seele segne.\u201c Das war eine glatte L\u00fcge. Auf Isaaks Frage, wie er denn so schnell bei der Jagd Erfolg haben konnte, antwortete Jakob: \u201eDer Herr, dein Gott bescherte mir\u2019s\u201c. Diese Antwort kann man bei gro\u00dfem Wohlwollen als schlagfertig und weise oder als eine dreiste L\u00fcge bezeichnen. Jakob war misstrauisch, weil er die Stimme Jakobs erkannte. Deshalb lie\u00df er Jakob zweimal zu sich kommen, um ihn zu betasten und um an seinen Kleidern zu riechen. Wegen der Ziegenfelle an Jakobs Hals und H\u00e4nden und wegen des Geruchs der Kleider von Esau, die Jakob angezogen hatte, wurden seine Bedenken zerstreut.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich segnete Isaak Jakob: \u201eGott gebe dir vom Tau des Himmels und vom Fett der Erde und Korn und Wein die F\u00fclle. V\u00f6lker sollen dir dienen, und St\u00e4mme sollen dir zu F\u00fc\u00dfen fallen. Sei ein Herr \u00fcber deine Br\u00fcder, und deiner Mutter S\u00f6hne sollen dir zu F\u00fc\u00dfen fallen. Verflucht sei, wer dir flucht; gesegnet sei, wer dich segnet!\u201c (28.29). Isaak segnete ihn mit dem Tau des Himmels und mit der Fettigkeit der Erde. Vor allem die Worte, dass V\u00f6lker ihm zu F\u00fc\u00dfen fallen und ihm dienen sollten und dass er ein Herr \u00fcber seine Br\u00fcder sein w\u00fcrde und sie ihm zu F\u00fc\u00dfen fallen sollten, war der Zuspruch von Gottes Segen und stand im Einklang mit der Verhei\u00dfung, die Gott Abraham gegeben hatte, und mit der Verhei\u00dfung Gottes zur Zeit von Rebekkas Schwangerschaft. Auf diese Weise sprach Isaak unwissentlich Jakob den vollen Segen Gottes zu.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen hier verschiedenes Fehlverhalten von Isaak, Rebekka und Jakob finden bzw. Missst\u00e4nde in Isaaks Familie ausmachen. Isaak hatte eine starke Vorliebe zu einem seiner Kinder und h\u00f6rte offenbar nicht oder nicht genug auf seine Frau. Rebekka redete nicht mit ihrem Mann, betete anscheinend auch nicht, sondern stiftete Jakob dazu an, seinen Vater zu betr\u00fcgen. Dass Jakob ihre Aufforderung anstandslos annahm und ohne Hemmung umsetzte und dabei seinen blinden Vater mehrfach anlog und seinen Bruder betrog, war moralisch gesehen verwerflich. Jakob verstie\u00df damit direkt gegen Gottes (8.) Gebot, nicht zu l\u00fcgen, das Gott sp\u00e4ter dem Mose gab, und auch gegen das sp\u00e4tere Gebot, Blinde nicht zu betr\u00fcgen. Wenn wir das Ganze nur aus der moralischen Sicht betrachten, sieht das Ganze nur verwerflich und ein Desaster aus. Aber wenn wir die Ereignisse nur aus moralischer Sicht betrachten, begehen wir einen Fehler, weil wir zu wenig auf Gottes Sichtweise achten. Sicher hat Gott die Methode nicht gefallen und er hat sie gar nicht gut gefunden. Aber Gott muss die Intention gesehen haben, dass Rebekka wollte, dass der Segen Gottes nach Gottes Verhei\u00dfung bzw. nach seinem Willen weitergegeben werden soll (selbst wenn dabei auch ihre Vorliebe zu Jakob eine Rolle gespielt haben mag). Sie muss sich in einer Art Notlage gesehen haben, weil ihr Mann offenbar f\u00fcr ihre Argumente nicht empf\u00e4nglich war. Ebenso muss Gott gesehen haben, dass Jakob den Segen Gottes wertsch\u00e4tzte und ihn deshalb unbedingt bekommen wollte \u2013 ganz im Gegensatz zu Esau, f\u00fcr den der Segen eigentlich nichts wert war. Jedenfalls hat Gott zugelassen, dass alles so lief und dass Jakob tats\u00e4chlich schlie\u00dflich den Segen empfing, und Gott hat das Vorgehen von Rebekka und Jakob in der Bibel nicht getadelt. Gott erduldete ihr Verhalten und sorgte daf\u00fcr, dass statt Isaaks Willen Gottes Wille geschah, n\u00e4mlich dass Jakob den Segen empfing, wie Gott es geplant hatte, und sein Segenswerk weiter ging.<\/p>\n<p>Hier sollen wir uns vor einem verkehrten Umkehrschluss h\u00fcten. Es bedeutet nicht, dass es nicht so wichtig w\u00e4re, ob wir moralisch richtig handeln oder nicht, oder gar, dass der Zweck die Mittel heiligen w\u00fcrde. Gott will eindeutig nicht, dass wir l\u00fcgen oder andere betr\u00fcgen. Gott will auch, dass Ehepaare jederzeit eine gute Beziehung pflegen und offen miteinander reden und einander geistlich beraten, ganz besonders dann, wenn es um Gottes Willen und sein Werk geht. Aber Gott gebrauchte in seiner Gnade hier schwache Menschen in einer mangelhaften Familie, in der sich alle nicht so verhielten, wie sie es eigentlich sollten, um sein gro\u00dfes Werk, alle V\u00f6lker der Erde zu segnen, fortzusetzen.<\/p>\n<p>Diese Sichtweise deckt sich auch damit, dass Isaak, als er erkannte, dass er nicht Esau, sondern Jakob gesegnet hatte, zwar erschrak, dann aber sofort gesagt hat: \u201eEr soll auch gesegnet bleiben.\u201c Es war wohl das erste Anzeichen daf\u00fcr, dass Isaak seinen Fehler einsah. Als Esau von der Jagd zur\u00fcckkam und den Segen seines Vaters erhalten wollte, erfuhr er, dass sein Vater bereits seinen Bruder gesegnet hatte. Esau wurde w\u00fctend und traurig und bettelte seinen Vater an, ihn auch zu segnen. Aber Isaak machte ihm klar, dass er keinen Segen mehr f\u00fcr ihn hatte. Der Hebr\u00e4erbrief sagt uns, dass Esau zwar traurig war, dass er den Segen verloren hatte, aber verworfen wurde, weil er keinen Raum zur Bu\u00dfe fand (Hebr\u00e4er 12,16.17).<\/p>\n<p>Esau entwickelte so einen Hass auf seinen Bruder, dass er Jakob umbringen wollte. Als Rebekka davon erfuhr, sorgte sie daf\u00fcr, dass Isaak ihn zu Rebekkas Verwandtschaft in Mesopotamien schickte, damit er sich dort vor einer Rache Esaus sch\u00fctzte und auch eine Frau aus Rebekkas gl\u00e4ubiger Verwandtschaft nehmen sollte.<\/p>\n<p>Heute k\u00f6nnen wir lernen, wie Gott daf\u00fcr gesorgt hat, dass sein Segenswerk weitergeht, und daf\u00fcr eine mangelhafte Familie gebrauchte und sogar das Fehlverhalten Isaaks, Rebekkas und Jakobs erduldete. Gott der die Menschen liebt, will sie so sehr segnen und von der S\u00fcnde und vom Tod erretten, dass er mangelhafte Menschen daf\u00fcr gebraucht. Aus diesem Grund hat er sein Segenswerk immer weiter vorangetrieben, bis er schlie\u00dflich Jesus seinen Sohn gesandt hat, der am Kreuz f\u00fcr uns starb, um f\u00fcr alle S\u00fcnder den Weg zum Leben und zu seinem Reich zu \u00f6ffnen. Das ist die gute Botschaft des heutigen Textes. Gott will auch uns f\u00fcr dieses Werk gebrauchen ,wenn wir einen geistlichen Wunsch haben, von ihm gesegnet und gebraucht zu werden. M\u00f6ge Gott uns helfen, seinen Segen wertzusch\u00e4tzen und uns danach auszustrecken und unter seinem Segne zu leben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download [ODT]&nbsp; [PDF] &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bibeltext Gott setzt Jakob als Erben des Segens ein \u201eV\u00f6lker sollen dir dienen, und St\u00e4mme sollen dir zu F\u00fc\u00dfen fallen. 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