{"id":13074,"date":"2025-03-02T11:00:51","date_gmt":"2025-03-02T10:00:51","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/?p=13074"},"modified":"2025-12-02T19:12:15","modified_gmt":"2025-12-02T18:12:15","slug":"predigt-1-mose-171-27-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-mose-171-27-2\/","title":{"rendered":"Predigt: 1. Mose 17,1-27"},"content":{"rendered":"<p><strong>Download [<a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Genesis-171-27_P.odt\">ODT<\/a>]&nbsp; [<a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Genesis-171-27_P.pdf\">PDF<\/a>]<\/strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.schlachterbibel.de\/de\/bibel\/1_mose\/17\/1-27?hl=1#hl\"><strong>Bibeltext<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Gott nennt Abram Abraham<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eDarum sollst du nicht mehr Abram hei\u00dfen, sondern Abraham soll dein Name sein; denn ich habe dich gemacht zum Vater vieler V\u00f6lker.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(1. Mose 17,5)<\/p>\n<p>Letzte Woche haben wir im Kapitel 16 betrachtet, wie Abram und Sarai versucht haben, ihr Problem der Kinderlosigkeit auf eigene Faust zu l\u00f6sen, nachdem sie zehn Jahre lang im verhei\u00dfenen Land gelebt hatten, aber immer noch kein Kind hatten. Als sie ihren eigenen Plan ausf\u00fchrten, geriet Abrams Familie in eine schwere Krise und in eine dramatische Situation, in der alle Beteiligten hilflos wurden und keiner mehr die drohende Katastrophe abwenden konnte. Aber Gott blieb Abram auch nach seinem schweren Fehler treu und griff ein, um seine Familie wiederherzustellen. Gott sandte dazu seinen Engel zu Hagar, Sarais Magd, in die W\u00fcste und half ihr, wieder zu Abrams Familie zur\u00fcckzukehren, wo sie schlie\u00dflich den Ismael gebar. Das Kapitel 16 endet mit dem Hinweis, dass Abram 86 Jahre alt war. Kapitel 17 beginnt mit der Angabe, dass Abram 99 Jahre alt war. Dadurch weist der Verfasser dezent, aber un\u00fcbersehbar auf die gro\u00dfe L\u00fccke von 13 Jahre hin, \u00fcber die kein Wort berichtet wird. Das ist sehr erstaunlich, da \u00fcber die ersten zehn Jahre von Abrams Glaubensleben f\u00fcnf Kapitel lang berichtet wird, weil es so viel \u00fcber die Beziehung zwischen Abraham und Gott zu sagen gab. Aber \u00fcber diese 13 Jahre gab es aus Gottes Sicht offenbar nichts zu berichten. Der Text sagt nicht direkt warum. Aber Gottes Verhei\u00dfung und sein Plan spielten nach Ismaels Geburt f\u00fcr Abram offenbar nur noch eine untergeordnete Rolle. Abram war froh, dass er endlich einen Sohn hatte, dem er sein Wissen weitergeben und an den er eines Tages seinen Besitz vererben konnte, und muss sich haupts\u00e4chlich mit ihm besch\u00e4ftigt haben. Dar\u00fcber verlor er immer mehr das Interesse an Gottes Plan und die Zuversicht auf die Erf\u00fcllung seiner Verhei\u00dfung, sodass es f\u00fcr ihn zur Nebensache wurden. Gott hatte Abram berufen, um ihn f\u00fcr sein gro\u00dfes Werk zu gebrauchen, alle V\u00f6lker der Erde zu retten. Aber Abram f\u00fchrte immer mehr nur noch ein normales privates Leben f\u00fcr sich und seine Familie.<br \/>\nAber unser heutiger Text berichtet uns, wie Gott nach 13 Jahren eingriff. Gott erschien Abram und hielt eine lange Rede, die l\u00e4ngste Rede Gottes im ganzen Buch Genesis (eine Seite lang!). Darin sehen wir, wie engagiert Gott Abram half, aus seiner geistlichen Schwachheit und \u201eVerschwommenheit\u201c ein f\u00fcr alle Mal herauszukommen und in der Beziehung zu Gott stabil und stark zu werden. Wir wollen diesen Text mit drei Fragen betrachten: 1. Wie half Gott Abram, sein geistliches Problem zu \u00fcberwinden? 2. Was k\u00f6nnen wir hier \u00fcber Gottes Ratschluss lernen und \u00fcber die Art und Weise, wie er Menschen hilft? 3. Was bedeutet all das f\u00fcr uns?<\/p>\n<p>Wie erschien Gott dem Abram? Betrachten wir den Vers 1: \u201eAls nun Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der Herr und sprach zu ihm: Ich bin der allm\u00e4chtige Gott; wandle vor mir und sei fromm.\u201c Gott offenbarte sich Abram als der allm\u00e4chtige Gott. Das hebr\u00e4ische Wort, das Gott gebrauchte, ist \u201eEl Shaddai\u201c. Gott ist der allm\u00e4chtige Gott, der mit seiner Macht Himmel und Erde schuf. El Shaddai ist der Gott, der mit seiner Macht alles tun kann und alle seiner Worte erf\u00fcllt. Gott hatte Abram verhei\u00dfen, ihn zu einem gro\u00dfen Volk zu machen und ihn zu segnen und durch ihn alle V\u00f6lker der Erde zu segnen. Gott war nach wie vor fest entschlossen, diese Verhei\u00dfung zu erf\u00fcllen und so durch Abram sein gro\u00dfes Werk zur Rettung der Menschen zu tun. Aber wir haben schon letzte Woche in Kapitel 16 gesehen, dass Abraham im Glauben an Gottes Verhei\u00dfung wieder schwach geworden war. Wie bek\u00fcmmert muss Gott dar\u00fcber gewesen sein! Aus Gottes Sicht war es ein ernstes Problem, dass Abram immer wieder im Glauben schwach wurde, sodass Gott seinen gro\u00dfen Plan mit ihm nicht ausf\u00fchren konnte. Darum erschien Gott ihm und sagte zu ihm: \u201eIch bin El Shadai; wandle vor mir und sei fromm!\u201c Abraham sollte vor diesem Gott f\u00fcr seinen Kleinglauben und Zweifel Bu\u00dfe tun und fest an den allm\u00e4chtigen Gott und seine Verhei\u00dfung glauben und aus diesem Glauben leben.<\/p>\n<p>Gottes Aufforderung \u201eWandle vor mir\u201c dr\u00fcckt aus, wie sehr Gott sich w\u00fcnschte, dass Abram nicht nur grunds\u00e4tzlich und theoretisch an Gott glaubten, sondern wirklich glaubt und durch den Glauben vor Gott lebt. Diese Aufforderung weist uns darauf hin, dass Abram seinen Glauben nicht v\u00f6llig verloren hatte und sich etwa von Gott losgesagt hatte. Er hatte all die Jahre Gott weiter grunds\u00e4tzlich anerkannt und hatte wohl jeden Morgen und vor jeder Mahlzeit gebetet. Aber Gott war mit Abrams Leben nicht zufrieden, weil er nicht mehr vor Gott lebte, sondern sich nur mit seinen Aufgaben im Alltag und mit seinem kleinen Sohn Ismael besch\u00e4ftigte. Abram lebte so, weil er nicht mehr von Herzen an die Erf\u00fcllung von Gottes Verhei\u00dfung glaubte. Gott wollte, dass Abram von nun an vor dem allm\u00e4chtigen Gott lebt, der alle seine Verhei\u00dfungen erf\u00fcllt, und an ihre Erf\u00fcllung glaubt, anstatt weiter entfernt von Gott irgendwo im Nebel von Zweifeln und kleinen weltlichen W\u00fcnschen in einer geistlichen Grauzone zu bleiben.<\/p>\n<p>Dabei sagte Gott zu ihm auch: \u201eSei fromm!\u201c Dieses Wort hat mit der Herzenseinstellung und der Lebensweise bzw. mit der Beziehung zu Gott zu tun. Das hier verwendete hebr\u00e4ische Wort bedeutet w\u00f6rtlich \u201eSei ganz!\u201c Gott wollte, dass Abram ganz mit ihm ist. Er sollte nicht l\u00e4nger grunds\u00e4tzlich an Gott glauben, aber andererseits an seiner konkreten Verhei\u00dfung zweifeln. Er sollte Gottes Verhei\u00dfung von ganzem Herzen glauben und konsequent danach leben. Er sollte Gottes Ratschluss f\u00fcr sich klar erkennen und anerkennen und sein ganzes Leben daf\u00fcr einsetzen. Abram sollte keine halben Sachen mehr machen, sondern ganze Sache mit Gott machen.<\/p>\n<p>Verbunden mit dieser Ermahnung gab Gott Abram gleich auch eine Verhei\u00dfung: \u201eUnd ich will meinen Bund zwischen mir und dir schlie\u00dfen und will dich \u00fcber alle Ma\u00dfen mehren\u201c (2). Dieses Wort Gottes ist wiederum erstaunlich. Ein Bund ist eigentlich eine offizielle Abmachung zwischen zwei oder mehr Parteien, die feierlich vereinbart und oft schriftlich festgehalten wird. Beispiel daf\u00fcr sind der Bund der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau oder wirtschaftliche oder politische B\u00fcndnisse zwischen Staaten wie etwa die Europ\u00e4ische Union oder die NATO. Gottes Wort ist an sich absolut vertrauensw\u00fcrdig, sodass es keiner weiteren Beteuerung bedarf. Trotzdem wollte Gott mit Abram einen Bund schlie\u00dfen, durch den Gott sich unwiderruflich an sein Wort band, weil er sich so sehr w\u00fcnschte, dass Abram von nun an immer an seine Verhei\u00dfung glaubt. Der Bund sollte Abram auch helfen, von seiner Seite her sein Glaubensleben mit gro\u00dfem Verantwortungsbewusstsein und Verbindlichkeit zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Wie reagierte Abram auf Gottes Worte? Vers 3 sagt: \u201eDa fiel Abram auf sein Angesicht.&#8220; Abram dem\u00fctigte sich vor Gott. Er fiel vor Gott nieder und dr\u00fcckte so seine Bu\u00dfe und seine Bereitschaft aus, dass er von nun an vor Gott leben und seinen Worten glauben wollte. Als Abram diese Haltung einnahm, redete Gott weiter mit ihm.<\/p>\n<p>Was sagte Gott \u00fcber den Bund, den er mit Abram schlie\u00dfen wollte? \u201eSiehe, ich habe meinen Bund mit dir, und du sollst ein Vater vieler V\u00f6lker werden\u201c (4). Der Inhalt des Bundes war, dass Abram ein Vater vieler V\u00f6lker werden sollte. Abram war 99 Jahre alt und hatte noch kein Kind von seiner Frau, das Gott anerkennen w\u00fcrde, nur Ismael, den Abram auf eigene Faust mit der Magd gezeugt hatte. Aber Gott wollte ihm nicht nur einen weiteren Sohn geben, sondern ihn zum Vater vieler V\u00f6lker machen. Abram sollte nicht nur ein paar Nachkommen haben, die seine Linie fortsetzen, sondern viele V\u00f6lker sollten von ihm abstammen. Auf diese Weise sollte Abram eine wichtige Rolle in Gottes Geschichte spielen.<\/p>\n<p>Gott gab Abram einen neuen Namen, damit er diesen Ratschluss Gottes nicht mehr vergisst, sondern sich dessen bewusst bleibt. Abrams alter Name bedeutet \u201eguter Vater\u201c und war wie eine bittere Ironie in seinem kinderlosen Leben gewesen. Gott gab ihm den neuen Namen \u201eAbraham\u201c, was \u201eVater vieler\u201c oder \u201eVater vieler V\u00f6lker\u201c bedeutet. Dadurch sollte er sich jeden Tag daran erinnert, dass Gott ihn bereits zum Vater vieler V\u00f6lker gemacht hat und dass Gott dieses Wort sicher auch praktisch erf\u00fcllen w\u00fcrde. Jedes Mal, wenn seine Frau ihn beim Namen rief, sollte Abraham daran denken, dass er ein Vater vieler V\u00f6lker ist, und sollte sein Bewusstsein damit pr\u00e4gen. So sollte der neue Name Abraham helfen, eine neue Identit\u00e4t als Gottes Bundespartner und als Vater vieler V\u00f6lker zu entwickeln und sein Leben jeden Tag mit einem entsprechenden Bewusstsein vor Gott zu f\u00fchren. Was Abraham denkt und wie er im Alltag lebt, war nicht egal, weil er ein Bundespartner Gottes und der Vater vieler V\u00f6lker war, die direkt oder indirekt von seinem Leben mit Gott lernen w\u00fcrden und f\u00fcr die er ein Vorbild sein sollte.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich hatte Gottes Bund mit Abraham eine weitreichende Bedeutung, die \u00fcber Abrahams Leben weit hinausging! In den Versen 6\u20138 sagte Gott: \u201eUnd ich will dich sehr fruchtbar machen und will aus dir V\u00f6lker machen und K\u00f6nige sollen von dir kommen. Und ich will aufrichten meinen Bund zwischen mir und dir und deinen Nachkommen von Geschlecht zu Geschlecht, dass es ein ewiger Bund sei, sodass ich dein und deiner Nachkommen Gott bin. Und ich will dir und deinem Geschlecht nach dir das Land geben, darin du ein Fremdling bist, das ganze Land Kanaan, zu ewigem Besitz und will ihr Gott sein.\u201c Gottes Bund galt nicht nur zwischen Gott und Abraham, sondern galt auch f\u00fcr Abrahams Nachkommen. Gott wollte seinen Bund mit jeder Generation von Abrahams Nachkommen aufrichten, sodass es ein ewiger Bund w\u00e4re und Gott auch jeweils ihr Gott w\u00e4re. Diese Ank\u00fcndigung Gottes bezieht sich zun\u00e4chst auf Abrahams leibliche Nachkommen, die Israeliten. Wenn wir das Alte Testament lesen, sehen wir, wie Gott wirklich mit jeder Generation der Israeliten den Bund schlie\u00dfen und ihr Gott sein wollte. Das galt nicht nur f\u00fcr Abrahams Sohn Isaak, dessen Sohn Jakob und dessen zw\u00f6lf S\u00f6hne, die die Stammv\u00e4ter der zw\u00f6lf St\u00e4mme Israels wurden. Etwa 600 Jahre sp\u00e4ter w\u00fcrde Gott durch Mose seinen Bund mit dem ganzen Volk Israel aufrichten und ihr Gott werden. Gott w\u00fcrde ihnen das ganze Land Kanaan geben, wie er es Abraham hier versprochen hat. Gott tat alles, um auch jeder weiteren Generation Israels zu helfen, diesen Bund mit Gott zu schlie\u00dfen bzw. im Bund mit Gott zu bleiben.<\/p>\n<p>Wie sollten Abraham und seine Nachkommen den Bund mit Gott halten? In den Versen 9\u201314 gab Gott Abraham die Beschneidung als Zeichen des Bundes. Abraham sollte den Bund mit Gott praktisch best\u00e4tigen, indem er sich, seinen Sohn Ismael und alles, was m\u00e4nnlich war in seinem Haus, beschnitt. Durch diese kleine schmerzhafte Ver\u00e4nderung am K\u00f6rper konnte Abraham dem Bund mit Gott bewusst beitreten. Dieses Zeichen w\u00fcrde ihn auch immer wieder daran erinnern, dass der im Bund mit Gott steht, und dass Gott sein Versprechen halten wird, ihn zum Vater vieler V\u00f6lker und zum Segen zu machen.<br \/>\nWas tat Gott noch, um die Bundesbeziehung mit Abraham zu festigen? Im Vers 15 gab Gott auch Abrahams Frau Sarai einen neuen Namen. Ihr neuer Name Sara bedeutet F\u00fcrstin oder Herrin und bringt Gottes Plan f\u00fcr sie zum Ausdruck. Gott sagte: \u201eDenn auch von ihr will ich dir einen Sohn geben; ich will sie segnen, und V\u00f6lker sollen aus ihr werden und K\u00f6nige \u00fcber viele V\u00f6lker. Als Abraham das h\u00f6rte, fiel er auf sein Angesicht und lachte und sagte in seinem Herzen: Soll mir mit hundert Jahren ein Kind geboren werden, und soll Sara, neunzig Jahre alt, geb\u00e4ren?\u201c (16\u201317) Als Abraham Gottes Plan h\u00f6rte, musste er lachen, weil er an seine Lage und an die seiner Frau dachte und sich nicht vorstellen konnte, dass sie noch ein Kind bekommen k\u00f6nnten. Abraham und Sara waren ja 99 bzw. 89 Jahre alt und k\u00f6rperlich zu alt, um ein Kind zeugen bzw. geb\u00e4ren zu k\u00f6nnen. Au\u00dferdem hatte Abraham im Herzen den Wunsch, dass Gott Ismael anerkennen m\u00f6ge, der ihm ans Herz gewachsen war. Aber Gott hatte bereits seinen perfekten Plan und sagte: \u201eNein, Sara, deine Frau, wird dir einen Sohn geb\u00e4ren, den sollst du Isaak nennen, und ich will meinen Bund mit ihm aufrichten als einen ewigen Bund f\u00fcr seine Nachkommen\u201c (19). Gott wollte nicht Abrahams eigenm\u00e4chtiges Handeln aus Unglauben f\u00fcr sein weltweites Erl\u00f6sungswerk gebrauchen und daher Ismael nicht als Erben anerkennen. Trotzdem erh\u00f6rte Gott auch Abrahams Bitte f\u00fcr Ismael und wollte ihn auch segnen und zu einem gro\u00dfen Volk machen. Aber seinen Bund wollte Gott mit Isaak aufrichten, den Sara schon im n\u00e4chsten Jahr geb\u00e4ren sollte. Gott fuhr auf von Abraham. Jetzt war es an Abraham, auf Gottes Worte zu reagieren. Die Verse 23\u201327 beschreiben ausf\u00fchrlich, wie Abraham daraufhin sich, seinen Sohn Ismael und alle m\u00e4nnlichen Mitglieder in seinem Haushalt beschnitt. Die Ausf\u00fchrlichkeit, mit der diese Gehorsamstat beschrieben wird, dr\u00fcckt aus, wie ernsthaft Abraham Gottes Wort angenommen hatte und in den Bund mit Gott trat.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir von diesem Text lernen? Zum einen lernen wir wie sorgf\u00e4ltig Gott einem Menschen half, den er berufen hatte und f\u00fcr sein Werk gebrauchen wollte. Gott half Abraham als guter Hirte entsprechend seiner geistlichen Situation, und er machte langsam Fortschritte. Im heutigen Text sehen, dass Gott Abraham schlie\u00dflich gr\u00fcndlich half, indem er sich ihm als der allm\u00e4chtige Gott offenbarte und ihn ermahnte, ihm und seiner Frau neue Namen gab und mit ihm einen Bund schloss. Gottes intensive Hilfe trug gute Frucht. Von diesem Tag an finden wir in Abrahams Leben keine Schwankungen mehr. Abraham lebte seitdem best\u00e4ndig vor Gott im Glauben an seine Verhei\u00dfung und wurde zu einem Segen f\u00fcr viele.<\/p>\n<p>Zum anderen k\u00f6nnen wir lernen, dass Gott f\u00fcr sein weltweites Rettungswerk einen perfekten Plan hat und ihn ausf\u00fchrt. Gott schloss mit Abraham einen Bund und sagte ihm, dass dieser Bund mit ihm und seinen Nachkommen ein ewiger Bund sein sollte. Wenn wir die Bibel und die Geschichte weiter betrachten, erkennen wir, wie genau Gott dieses Versprechen erf\u00fcllt hat. Gott hat Abraham zum Vater der Israeliten gemacht und zum Vater der Ismaeliter, der Araber. Gottes Bund endete nicht mit Abrahams leiblichen Nachkommen. Nachdem die Israeliten geistlich gesehen versagt hatten, lie\u00df Gott zu seiner Zeit Jesus als Nachkommen Abrahams zur Welt kommen, der sich als wahrer K\u00f6nig und Retter f\u00fcr Israel und f\u00fcr alle V\u00f6lker offenbarte. Durch ihn hat Gott einen neuen Bund gestiftet, der viel herrlicher und besser als der erste Bund ist. Das Zeichen des neuen Bundes ist nicht die Beschneidung an unserem Fleisch ist. Das Zeichen und Siegel des neuen Bundes ist Jesu Blut, das Jesus vergossen hat, als er f\u00fcr unsere Vergehen und Untreue gegen\u00fcber Gott am Kreuz gestorben ist und unsere Schuld vor ihm vollst\u00e4ndig beglichen hat. In diesem Bund hat Gott g\u00e4nzlich alles getan, was n\u00f6tig ist, damit wir unter seiner guten Herrschaft leben und in sein herrliches ewiges Reich hinein erretten werden k\u00f6nnen und so von ihm wahrhaft gesegnet werden.<\/p>\n<p>Was Gott von uns nur will, ist, dass wir wie Abraham an diese seine Verhei\u00dfung wirklich glauben und darauf unsere ganze Hoffnung setzen und aus dem Glauben jeden Tag vor Gott leben, ganz mit Gott leben. Wir sollen nicht nur prinzipiell an Gott glauben und im Alltag distanziert von ihm irgendwo in der Grauzone von Zweifeln, weltlichen Problemen und W\u00fcnschen leben. Damit ist Gott nicht zufrieden, so wie er mit Abrahams Leben in den 13 Jahren nicht einverstanden war. Wir sollen vor Gott wandeln und fromm sein, ganz bei Gott sein. Das ist nicht eine Frage unserer Disziplin oder dass wir uns mehr anstrengen. Dazu sollen wir Gottes Verhei\u00dfung h\u00f6ren und sie im Glauben annehmen und unsere ganze Hoffnung darauf setzen und unser Leben ganz darauf ausrichten. Das ist die Beschneidung des Herzens, die Gott von uns will. Dann k\u00f6nnen wir vor Gott wandeln und ganz bei Gott sein, egal, wie unsere Lage ist, egal wie gro\u00df unsere Probleme sind, auch egal wie schwach wir sind. Abraham war 99 Jahre alt, er war nicht mehr stark. Aber schwach zu sein, ist kein Problem. Ob wir ungel\u00f6ste Probleme haben, ist auch nicht das Problem. Ob wir vor Gott niederfallen, wenn er spricht, und Gottes Ermahnung und Verhei\u00dfung zu Herzen nehmen und Bu\u00dfe tun, das ist entscheidend. Wenn wir an seine Verhei\u00dfung glauben und den Bund mit ihm eingehen, indem wir an Jesu Blut glauben und ihm unsere S\u00fcnden geben, dann wird Gott uns segnen und wird uns f\u00fcr viele Nachkommen zum Segen machen, wie er es mit Abraham getan hat. Hunderte Millionen von Menschen in so vielen V\u00f6lkern haben inzwischen Gottes Verhei\u00dfung angenommen und sind durch den Glauben an Jesus den Bund mit Gott eingegangen. Nach der Bibel sind sie alle Abrahams Nachkommen (R\u00f6mer 4,11-17) \u2013 Deutsche, Koreaner, Chinesen, Mexikaner, so viele V\u00f6lker. So sehr hat Gott die Welt geliebt. So sehr hat Gott seine Verhei\u00dfung an Abraham wahr gemacht: \u201eDu sollst ein Vater vieler V\u00f6lker werden.\u201c Diesem Gott d\u00fcrfen wir vertrauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download [ODT]&nbsp; [PDF] &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bibeltext Gott nennt Abram Abraham \u201eDarum sollst du nicht mehr Abram hei\u00dfen, sondern Abraham soll dein Name sein; denn ich habe dich gemacht zum Vater vieler V\u00f6lker.\u201c (1. 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