{"id":13012,"date":"2025-01-26T11:00:59","date_gmt":"2025-01-26T10:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/?p=13012"},"modified":"2025-12-02T19:12:17","modified_gmt":"2025-12-02T18:12:17","slug":"predigt-hebraeer-118-16-jahresanfang-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-hebraeer-118-16-jahresanfang-2025\/","title":{"rendered":"Predigt: Hebr\u00e4er 11,8-16 &#8212; Jahresanfang 2025"},"content":{"rendered":"<p><strong>Download [<a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/JLW-2025-Hebr-11_0816_P.odt\">ODT<\/a>]&nbsp; [<a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/JLW-2025-Hebr-11_0816_P.pdf\">PDF<\/a>]<\/strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.schlachterbibel.de\/de\/bibel\/hebraeer\/11\/8-16?hl=1#hl\"><strong>Bibeltext<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Der Glaube an die Verhei\u00dfung<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eNun aber sehnen sie sich nach einem besseren Vaterland, n\u00e4mlich dem himmlischen. Darum sch\u00e4mt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott zu hei\u00dfen;<br \/>\ndenn er hat ihnen eine Stadt gebaut.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Hebr\u00e4er 11,16)<\/p>\n<p>Der Hebr\u00e4erbrief ist einer der wenigen Briefe des Neuen Testaments, deren Verfasser wir nicht sicher kennen. Er wurde aber eindeutig an hebr\u00e4ische Christen geschrieben, also an Juden, die zum christlichen Glauben gekommen waren. Darin hilft der Verfasser den Empf\u00e4ngern, die eine Zeit der Bedr\u00e4ngnis wegen ihres Glaubens durchgemacht hatten, die Einzigartigkeit von Jesus Christus und die Wahrhaftigkeit des Evangeliums aus der Sicht des Alten Testaments noch besser zu erkennen. Im Kapitel 11 f\u00fchrt er eine lange Liste von M\u00e4nnern und Frauen auf, die einen vorbildlichen Glauben gehabt haben, um die Empf\u00e4nger im Glauben zu st\u00e4rken. Dieses Kapitel beginnt mit einer Definition des Glaubens und beschreibt dann in vier Versen den Glauben von Abel, von Henoch und von Noah. Danach wird zw\u00f6lf Verse lang der Glaube von Abraham beschrieben. Von keinem in diesem Kapitel wird der Glaube ann\u00e4hernd so ausf\u00fchrlich beschrieben wie von Abraham. Abraham ist also nicht nur in der Genesis die Hauptperson, sondern sein Glaube wird auch im Neuen Testament am meisten als vorbildhaft dargestellt. Warum war der Glaube von Abraham so vorbildlich? Was zeichnet seinen Glauben aus? Welchen Glauben hatten Abraham, Isaak und Jakob, sodass Gott so zufrieden mit ihnen war? Lasst uns heute den Glauben begreifen, durch den sie Gott erfreut und seine gro\u00dfe Anerkennung erlangt haben! Lasst uns dadurch eine geistliche Orientierung bekommen und lernen, wie wir Gott in diesem neuen Jahr erfreuen k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>Wie begann Abrahams Glaubensleben? Lesen wir gemeinsam den Vers 8: \u201eDurch den Glauben wurde Abraham gehorsam, als er berufen wurde, in ein Land zu ziehen, das er erben sollte; und er zog aus und wusste nicht, wo er hink\u00e4me.\u201c Abrahams Leben mit Gott begann, als er von Gott berufen wurde. Im Buch Genesis erfahren wir, dass Abraham zu diesem Zeitpunkt bereits 75 Jahre alt war und in der Stadt Haran im Osten der heutigen T\u00fcrkei lebte. Mit 75 Jahren hatte Abraham sein Leben dort fest etabliert; er hatte dort seine Verwandten, Freunde, Nachbarn, sein Einkommen und vermutlich ein Haus. Abraham war mit Sara verheiratet, aber sie hatten kein Kind, weil Sara unfruchtbar war. Aber Gott griff in Abrahams Leben ein und berief ihn mit einem Befehl und einer gro\u00dfen Verhei\u00dfung. In Genesis 12,1.2 hei\u00dft es: \u201eUnd der Herr sprach zu Abraham: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zum gro\u00dfen Volk machen und will dich segnen und dir einen gro\u00dfen Namen machen, und du sollst ein Segen sein.\u201c Gott forderte Abraham auf, sein Vaterland, seine Verwandtschaft und alles, was er dort hatte, zu verlassen und in ein Land zu ziehen, das Gott ihm zeigen w\u00fcrde. Um die Tragweite dieser Aufforderung zu verstehen, m\u00fcssen wir daran denken, was es damals bedeutete, seine Stadt und sein Land zu verlassen. Wenn wir heute in ein anderes Land reisen, haben wir dort mit unserem Pass oder Visum ein gewisses Aufenthaltsrecht und Sicherheit. Falls wir in ernste Probleme geraten sollten, k\u00f6nnen wir uns dort an ein Konsulat oder die Botschaft wenden und Hilfe erhalten. Aber zur Zeit von Abraham, etwa 1800\u20132000 vor Christus, hatte man nur in seinem Vaterland und in seiner eigenen Stadt gewisse Sicherheit und Schutz. Im Ausland war man meist kaum Sicherheit und war der Gunst bzw. Willk\u00fcr der Bewohner ausgeliefert. Aber Gott forderte Abraham auf, sein Vaterland zu verlassen und in ein fremdes Land zu gehen, das Gott ihm erst noch zeigen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Wie konnte Abraham dieser Berufung folgen? Der Vers 8 antwortet darauf, dass Abraham Gottes Berufung durch den Glauben gehorsam wurde. Er hatte nichts in der Hand und hatte kein Zeichen von Gott bekommen. Aber er entschied sich trotzdem, Gottes Befehl zu gehorchen, und verlie\u00df sein Vaterland und sein ganzes bisheriges Leben, um ein neues Leben unter Gottes F\u00fchrung anzufangen, weil er wirklich an Gottes Verhei\u00dfung glaubte.<\/p>\n<p>Was war f\u00fcr Abrahams Glauben also charakteristisch? Sein Glaube war mit seinem Gehorsam gegen\u00fcber Gottes Wort verbunden. Viele Menschen trennen bewusst oder unbewusst zwischen dem Glauben und dem Gehorsam gegen\u00fcber Gott, nach dem Motto: Hauptsache ist, dass ich im Herzen glaube. Das klingt wahr, aber ist so aber nicht richtig. Sich nur zu Gott und zu Jesus zu bekennen, ohne seinem Wort zu gehorchen, reicht nicht aus. Im Jakobusbrief hei\u00dft es provokativ, dass auch die Teufel wissen, dass Jesus der Herr ist, und zittern. Ende letzten Jahres haben wir Jesu Worte am Ende der Bergpredigt geh\u00f6rt, wo er sagt: \u201eDarum, wer diese meine Rede h\u00f6rt und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute \u2026\u201c (Matth\u00e4us 7,24). Abrahams Glaube zeigte sich darin, dass er Gott gehorchte. Der Gehorsam bedeutete f\u00fcr ihn, einen Teil seines Besitzes, seiner Beziehungen, seine Sicherheit und sein ganzes gewohntes Leben aufzugeben und sich auf ein neues, unbekanntes Leben einzulassen. Wie konnte Abraham so einen drastischen Schritt machen und sein Leben so radikal \u00e4ndern, obwohl er schon alt war? Die Antwort klingt einfach, enth\u00e4lt aber eine tiefe Bedeutung. Abraham gehorchte Gott \u201edurch den Glauben \u2026\u201c, das hei\u00dft, weil er Gottes Verhei\u00dfung wirklich vertraute. An seinem Beispiel k\u00f6nnen wir lernen, was es bedeutet, an Gottes Wort zu glauben. An seinem Gehorsam k\u00f6nnen wir erkennen, wie ernsthaft er Gottes Verhei\u00dfung annahm. Er lie\u00df sich davon nicht nur oberfl\u00e4chlich ansprechen oder bejahte sie nur eigentlich oder prinzipiell. Er nahm Gottes Wort als Wahrheit an und dachte tief \u00fcber seine Bedeutung nach. Dadurch muss er verstanden haben, dass Gott nicht nur ihn segnen wollte, sondern einen gro\u00dfen Plan hatte, nach dem er durch ihn viele andere Menschen segnen wollte und sogar alle Geschlechter der Erde durch ihn segnen wollte (1. Mose 12,3). Weil Abraham an Gottes Verhei\u00dfung wirklich glaubte, stellte er sich f\u00fcr Gottes Plan zur Verf\u00fcgung und gehorchte.<\/p>\n<p>Wie war dann Abrahams Leben im Glauben an Gottes Verhei\u00dfung? Lesen wir den Vers 9: \u201eDurch den Glauben ist er ein Fremdling gewesen in dem verhei\u00dfenen Lande wie in einem fremden und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verhei\u00dfung.\u201c Als Abraham in das Land kam, lebten dort bereits die Kanaaniter. Abraham musste in dem Land als ein Fremdling bzw. als Ausl\u00e4nder leben, fast ohne Rechte und Sicherheit. Bis ins hohe Alter geh\u00f6rte ihm von dem Land kein einziger Quadratmeter. Er lebte in Zelten als Nomade und musste immer wieder umziehen, um neue Weidefl\u00e4chen f\u00fcr seine Schafe zu finden. Das Leben in Zelten klingt f\u00fcr uns heute vielleicht abenteuerlich oder romantisch, weil wir an einen Campingurlaub in einer sch\u00f6nen Landschaft denken. Aber dauerhaft im Zelt zu leben, stellt sich sp\u00e4testens nach zwei Wochen als unbequem heraus und war zumindest damals auch ziemlich gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Wie konnte Abraham sein Leben auf Dauer so f\u00fchren? Wir finden die erstaunliche Antwort darauf im Vers 10. Dort steht: \u201eDenn er wartete auf die Stadt, die einen festen Grund hat, deren Baumeister und Sch\u00f6pfer Gott ist.\u201c Abraham konnte dauerhaft im Zelt leben, weil er auf die Stadt im Himmel wartete, die ein festes Fundament hat, die Gott selbst erbaut. Dieses Wort zeigt uns, wie tief Abraham \u00fcber Gottes Verhei\u00dfung nachgedacht und wie tief er sie verstand. Er verstand, dass das Leben hier nicht alles ist. Er verstand, was Gott eigentlich damit gemeint hat, dass er ihn segnen und f\u00fcr andere zum Segen machen wollte. Er verstand, dass Gott ihm nicht nur genug zu essen, Gesundheit und Frieden mit den Nachbarn geben wollte. Er verstand, dass Gott ihm wahres Leben in der ewigen Stadt im Himmel geben wollte und nicht nur ihm, sondern auch unz\u00e4hligen Nachkommen, f\u00fcr die Gott ihn zum Segen machen wollte.<\/p>\n<p>Jeder hat die Neigung, sein Leben bequem einzurichten und abzusichern. Es kann uns schon schwerfallen, eine Zeitlang Schwierigkeiten in unserem Leben auszuhalten. Aber durch den Glauben an Gottes Verhei\u00dfung konnte Abraham die Diskrepanz zwischen dem jetzt sichtbaren Leben als Ausl\u00e4nder und der gro\u00dfartigen Verhei\u00dfung Gottes aushalten und \u00fcberwinden. Nach dem Bericht der Genesis hat Abraham 100 Jahre lang im verhei\u00dfenen Land als ein Fremdling lebte. Er erwarb genug Reichtum, um sich in einer Stadt ein Haus zu kaufen oder zu bauen. Aber er wollte lieber das unbequeme Leben als Fremdling f\u00fchren, weil er seine ganze Hoffnung auf die Stadt im Himmel setzte. Er war so \u00fcberzeugt, dass diese Lebensweise am besten war, dass er auch seinen Sohn Isaak und seinen Enkelsohn Jakob davon \u00fcberzeugen konnte, so zu leben. Obwohl jeder von einer anderen Generation war, lebten sie jahrzehntelang harmonisch in Zelten zusammen, weil sie alle an Gottes Verhei\u00dfung glaubten und ihre Hoffnung auf die himmlische Stadt gesetzt hatten.<\/p>\n<p>Betrachten wir die Verse 11 und 12: \u201eDurch den Glauben empfing auch Sara, die unfruchtbar war, Kraft, Nachkommen hervorzubringen trotz ihres Alters; denn sie hielt den f\u00fcr treu, der es verhei\u00dfen hatte. Darum sind auch von dem einen, dessen Kraft schon erstorben war, so viele gezeugt worden wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Ufer des Meeres, der unz\u00e4hlbar ist.\u201c Diese Verse handeln vom Glauben von Sara. Sie besagen, wie wichtig es vor Gott war, dass nicht nur Abraham, sondern auch seine Frau fest an seine Verhei\u00dfung glaubte. Als Gott versprach, Sara im hohen Alter einen Sohn zu geben, musste sie bei der Vorstellung lachen, weil sie an ihre Unfruchtbarkeit dachte. Aber als sie f\u00fcr ihre Zweifel Bu\u00dfe tat und Gott vertraute, bekam sie im Alter von 90 Jahren von Gott die Kraft, einen Sohn zur Welt zu bringen. Als beide an Gottes Verhei\u00dfung glaubten, gab Gott diesem alten Ehepaar Isaak und durch ihn so viele Nachkommen wie Sterne am Himmel und wie Sand am Ufer des Meeres. Gott hat keine Grenzen und er erf\u00fcllt seine Verhei\u00dfung im vollen Ma\u00dfe, wenn wir wirklich daran glauben.<\/p>\n<p>Betrachten wir die Verse 13\u201315: \u201eDiese alle sind gestorben im Glauben und haben das Verhei\u00dfene nicht erlangt, sondern es nur von ferne gesehen und gegr\u00fc\u00dft und haben bekannt, dass sie G\u00e4ste und Fremdlinge auf Erden sind. Wenn sie aber solches sagen, geben sie zu verstehen, dass sie ein Vaterland suchen. Und wenn sie das Land gemeint h\u00e4tten, von dem sie ausgezogen waren, h\u00e4tten sie ja Zeit gehabt, wieder umzukehren.\u201c Diese Verse betonen, dass Abraham, Isaak und Jakob die Erf\u00fcllung von Gottes Verhei\u00dfung w\u00e4hrend ihres Lebens nicht erlebt haben. Sie erlebten nicht, dass Gott sie zu einem gro\u00dfen Volk machte, ihnen das Land Kanaan gab oder sie gar f\u00fcr alle V\u00f6lker der Erde zum Segen machte. Sie konnten die Erf\u00fcllung der Verhei\u00dfung nur durch Glauben aus der Ferne sehen und ihr quasi zuwinken, aber nicht als Realit\u00e4t erfahren. Jakob bekannte gegen Ende seines Lebens vor dem Pharao, dass die Zeit seines Lebens kurz und b\u00f6se war und dass sein Leben eine Wanderschaft war (Genesis 47,9). Damit sagte er indirekt, dass er unterwegs war zu einem Ziel, das er noch nicht erreicht hatte. Wenn er damit die Heimat seiner Familie gemeint h\u00e4tte, h\u00e4tte er dorthin zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen; Haran war nur ein paar Tagereise weit entfernt. Aber das kam f\u00fcr ihn nicht infrage.<\/p>\n<p>Was war das Ziel, nach dem sich Abraham, Isaak und Jakob sehnten? Betrachten wir den Vers 16: \u201eNun aber sehnen sie sich nach einem besseren Vaterland, n\u00e4mlich dem himmlischen. Darum sch\u00e4mt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott zu hei\u00dfen, denn er hat ihnen eine Stadt gebaut.\u201c Sie sehnten sich nach einem besseren Vaterland, n\u00e4mlich dem wahren Vaterland im Himmel, wo sie Gott direkt begegnen und mit ihm ungest\u00f6rte, ewige Gemeinschaft haben k\u00f6nnen. Sie sehnten sie nach dem wahren Leben im Himmel und setzten ihre Hoffnung darauf und strebten danach. Dementsprechend lebten sie hier bewusst einfach, in der freudigen Erwartung, die ewige Stadt im Himmel zu erlangen.<\/p>\n<p>Gott freute sich \u00fcber ihren Glauben und ihr Leben aus diesem Glauben so sehr, dass er sich etwa 600 Jahre sp\u00e4ter bei seiner Erscheinung vor Mose nach ihnen benannte und sagte: \u201eIch bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs\u201c (2. Mose 3,15). Abraham, Isaak und Jakob waren eigentlich normale M\u00e4nner, die auch Schw\u00e4chen hatten und in ihrem Leben Fehler machten. Aber der heilige Gott bezeichnete sich selbst nach ihnen, weil er so zufrieden dar\u00fcber war, dass sie an Gottes Verhei\u00dfung wirklich glaubten und ihre ganze Hoffnung darauf setzten und auf diese Weise zeigten, dass sie Gott wirklich f\u00fcr vertrauensw\u00fcrdig hielten. Das war nicht das einzige, wodurch Gott ihren Glauben best\u00e4tigt hat. Gott hat ihnen auch eine Stadt gebaut, einen wunderbaren Ort, wo sie mit Gott ewige Gemeinschaft haben k\u00f6nnen, die ihre k\u00fchnsten Erwartungen und Tr\u00e4ume noch \u00fcbertrifft. Auf diese Weise hat Gott ihren Glauben best\u00e4tigt und ewig belohnt.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir hier lernen? Zum einen k\u00f6nnen wir an Abrahams Beispiel lernen, was es eigentlich hei\u00dft, Gottes Verhei\u00dfung zu glauben. Abraham glaubte an Gottes Verhei\u00dfung so, dass er sie f\u00fcr real hielt und sein ganzes Vertrauen darauf setzte. Er dachte \u00fcber die Verhei\u00dfung tief nach, bis er Gottes Wille dahinter und seinen Ratschluss f\u00fcr die Geschichte verstand und seine eigene Rolle darin erkennen und sich f\u00fcr dieses Werk zur Verf\u00fcgung stellen konnte. Aus diesem Glauben heraus lebte er als ein Fremdling in der Welt ein einfaches, zielgerichtetes Leben, in der festen Erwartung und Sehnsucht nach der himmlischen Stadt. Gott war dar\u00fcber so froh, dass er sich nach ihm und seinen Nachkommen benannte und ihnen eine Stadt im Himmel gebaut hat.<\/p>\n<p>Hier sollten wir uns einige Fragen stellen: Welche Verhei\u00dfung Gottes haben wir bekommen? Wie glauben wir daran? Und wie stark wirkt sich unser Glaube auf unsere Gesinnung, auf unsere Ziele und Priorit\u00e4ten und auf unser praktisches Leben aus? Als Menschen des Neuen Testaments haben wir Gottes Verhei\u00dfung vom ewigen Leben viel klarer und konkreter bekommen als Abraham. Gott hat seine Liebe zu uns dadurch offenbart, dass er seinen Sohn auf die Erde gesandt und ihn f\u00fcr uns am Kreuz hingegeben hat. Jesus hat verhei\u00dfen, dass alle, die an ihn glauben, nicht wegen ihres verkehrten Wollens und Lebens verloren gehen, sondern das ewige Leben haben (Johannes 3,16). Am Abend vor seiner Kreuzigung hat Jesus seinen J\u00fcngern gesagt, dass er zum Vater gehen und f\u00fcr sie Wohnungen vorbereiten wird, und versprach ihnen: \u201eUnd wenn ich hingehe, euch die St\u00e4tte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin\u201c (Johannes 14,3). Drei Tage nach seinem Tod ist er von den Toten auferstanden und zum Himmel aufgefahren, um sein Versprechen an uns zu erf\u00fcllen. Wenn wir seiner Verhei\u00dfung glauben, wie Abraham geglaubt hat, k\u00f6nnen wir Gottes Willen f\u00fcr uns erkennen und unsere ganze Hoffnung darauf setzen und unser Leben danach ausrichten. Wenn wir Gottes Verhei\u00dfung wie Abraham glauben, werden wir uns wie er nach dem himmlischen Vaterland sehnen und in unserem ganzen Leben danach streben und im Leben hier viele Hindernisse und Probleme \u00fcberwinden. Lasst uns daf\u00fcr beten, dass wir in diesem Jahr den Glauben von Abraham, Isaak und Jakob lernen, durch den wir Gott erfreuen und ihn tiefer kennenlernen k\u00f6nnen! Lasst uns wie Abraham nach dem himmlischen Vaterland streben und in der Sehnsucht danach eins werden und f\u00fcr viele ein Segen werden!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download [ODT]&nbsp; [PDF] &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bibeltext Der Glaube an die Verhei\u00dfung \u201eNun aber sehnen sie sich nach einem besseren Vaterland, n\u00e4mlich dem himmlischen. 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