{"id":1299,"date":"2011-01-10T23:15:25","date_gmt":"2011-01-10T22:15:25","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1299"},"modified":"2023-01-29T20:59:15","modified_gmt":"2023-01-29T19:59:15","slug":"predigt-philipper-11-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-philipper-11-14\/","title":{"rendered":"Predigt: Philipper 1,1 &#8211; 14"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/P1-0101-14.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Zur F\u00f6rderung des Evangeliums<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eIch lasse euch aber wissen, liebe Br\u00fcder: Wie es um mich steht, das ist nur mehr zur F\u00f6rderung des Evangeliums geraten.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Phil 1,12)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p>Wir danken Gott f\u00fcr das neue Jahr 2011. Zu Beginn dieses Jahres wollen wir den Brief betrachten, den Paulus an die Gemeinde in Philippi schrieb, die er auf seiner zweiten Missionsreise gegr\u00fcndet hatte. Im Vergleich zu seinen anderen Briefen zeichnet sich dieser Brief durch einen sehr pers\u00f6nlichen Ton aus, der die herzliche Beziehung zwischen ihm und den Gl\u00e4ubigen in Philippi widerspiegelt. Im heutigen Text erfahren wir von Paulus\u2019 Dankbarkeit und seiner Zuverischt f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen in Philippi, von dem Anliegen, mit dem er f\u00fcr sie betete, und sein Zeugnis dar\u00fcber, wie seine Gefangenschaft zur F\u00f6rderung des Evangeliums diente. In allen drei Abschnitten k\u00f6nnen wir etwas von dem m\u00e4chtigen Wirken des Evangeliums in den Menschen erfahren. M\u00f6ge Gott jedem von uns sein Wort und neue Zuversicht auf das Werk des Evangeliums schenken!<\/p>\n<p><strong>Teil 1: Paulus\u2019 Dank und Zuversicht f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen in Philippi (1-8)<\/strong><\/p>\n<p>Betrachten wir die Verse 1 und 2: <strong>\u201ePaulus und Timotheus, Knechte Christi Jesu, an alle Heiligen in Christus Jesus in Philippi samt den Bisch\u00f6fen und Diakonen: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!\u201c <\/strong>Paulus schrieb diesen Brief zusammen mit Timotheus, den er bei der zweiten Missionsreise auch dabei war\u00a0 und die Gemeinde in Philippi daher auch kannte. In den meisten seiner Briefe stellt sich Paulus am Anfang als Apostel Christi Jesu vor. Doch hier stellt er sich und Timotheus schlicht als \u201eKnechte Christi Jesu\u201c vor. So schreibt er diesen Brief von Anfang an auf sehr pers\u00f6nliche Weise. Paulus schreibt ihnen mit dem Wunsch, dass sie Gnade von Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus empfangen.<\/p>\n<p>In welcher Situation befand sich Paulus, als er diesen Brief schrieb? In den Versen 7 und 13 spricht er von seiner \u201eGefangenschaft\u201c. Im Vers 13 hei\u00dft es, dass \u201eim ganzen Pr\u00e4torium\u201c offenbar geworden war, dass er \u201eseine Fesseln\u201c f\u00fcr Christus trug. Diese Stellen weisen darauf hin, dass sich Paulus als ein Gefangener in Rom befand; dorthin war er gekommen, nachdem er sich in der heftigen Verfolgung durch die Juden auf den Kaiser berufen hatte. Nach der Stelle von Apg 28,30.31 durfte Paulus nach seiner Ankunft in Rom zwei Jahre lang in seiner eigenen Wohnung bleiben. Er war also beim Abfassen dieses Briefes wohl nicht in einem Gef\u00e4ngnis; aber er war ein Gefangener und trug Fesseln.<\/p>\n<p>Mit welcher Gesinnung schrieb Paulus dann diesen Brief? War er traurig oder bitter dar\u00fcber, dass er nach seinem langen hingebungsvollen Dienst f\u00fcr das Evangelium seinen Lebensabend als Gefangener verbringen musste? Nein! Er schreibt in den Versen 2 und 3: <strong>\u201eIch danke meinem Gott, sooft ich euer gedenke &#8211; was ich allezeit tue in allen meinen Gebeten f\u00fcr euch alle, und ich tue das Gebet mit Freuden\u201c. <\/strong>Paulus war nicht traurig, sondern voller Dankbarkeit und Freude. Er dankte Gott f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen in Philippi und betete bei jeder Gelegenheit mit Freude f\u00fcr sie alle. Aus welchem Grund freute er sich so sehr \u00fcber sie? Im Vers 5 hei\u00dft es weiter: <strong>\u201e\u2026 f\u00fcr eure Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tage an bis heute\u201c. <\/strong> Paulus dankte Gott f\u00fcr die Gemeinschaft, die sie im Evangelium vom ersten Tag an mit ihm hatten.<strong> <\/strong>Tats\u00e4chlich hatten die Philipper sehr treu Gemeinschaft mit Paulus im Evangelium. In der Apg Kap. 16 haben wir gelesen, wie Lydia schon am ersten Tag nach ihrer Bekehrung Paulus und seine Mitarbeiter in ihr Haus aufgenommen hat und wie sp\u00e4ter der Gef\u00e4ngnisaufseher ihnen gedient hat. Und auch als Paulus Philippi verlassen musste, blieben die Philipper im Kontakt mit ihm und trugen seine jeweiligen Anliegen im Gebet mit. Und ihre Gemeinschaft aufgrund des Evangeliums blieb nicht aufs Gebet beschr\u00e4nkt. In Kap. 4,10 lesen wir: <strong>\u201eIch bin aber hoch erfreut in dem Herrn, dass ihr wieder eifrig geworden sei, f\u00fcr mich zu sorgen; ihr wart zwar immer darauf bedacht, aber die Zeit hat\u2019s nicht zugelassen.\u201c<\/strong> Weiter hei\u00dft es: <strong>\u201eDoch ihr habt wohl daran getan, dass ihr euch meiner Bedr\u00e4ngnis angenommen habt. Denn ihr Philipper wisst, dass am Anfang meiner Predigt des Evangeliums, als ich auszog aus Mazedonien, keine Gemeinde mit mir Gemeinschaft gehabt hat im Geben und Nehmen als ihr allein\u201c<\/strong> (4,14.15). Das Evangelium motivierte sie dazu, dass sie Paulus immer wieder Geschenke sandten, um ihn und seine Evangeliumsarbeit auch materiell zu unterst\u00fctzen. Auch nun, als Paulus in Rom war, hatten sie ihm eine Gabe geschickt und wollten erfahren, wie es ihm dort erging. Auf diese Weise \u00fcberbr\u00fcckte ihre geistliche Gemeinschaft alle r\u00e4umlichen Hindernisse und war auch nach \u00fcber 10 Jahren weiterhin lebendig und herzlich. Paulus freute sich und dankte Gott f\u00fcr ihre Gemeinschaft am Evangelium; denn ihr Eifer und Liebe waren eine Wirksamkeit des Evangeliums in ihnen und zeigten, dass ihr Glaube immer noch lebendig war.<\/p>\n<p>Welche Zuversicht bekam Paulus f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen in Philippi, als er an ihre Gemeinschaft am Evangelium dachte und f\u00fcr sie betete? Betrachten wir Vers 6: <strong>\u201eund ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird&#8217;s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.\u201c <\/strong>Wenn Paulus an sie dachte, war er guter Zuversicht. Nicht etwa, dass es in ihrer Gemeinde keine Probleme gegeben h\u00e4tte (2,2-4; 4,2). Doch obwohl Paulus davon wusste, machte er sich keine Sorgen, sondern war voller Zuversicht f\u00fcr sie. Woher kam seine Zuversicht? Paulus schaute nicht auf ihre momentane Lage, sondern auf Gott, der in ihnen das gute Werk, sie zu erretten und zu heiligen, angefangen hatte. Tats\u00e4chlich war es Gott gewesen, der Lydia das Herz ge\u00f6ffnet und sie zum Glauben gef\u00fchrt hatte. Es war Gottes Wirksamkeit gewesen, durch die Paulus in Philippi b\u00f6se Geister austreiben und viele zum Glauben f\u00fchren konnte. Und das Erdbeben unter dem Gef\u00e4ngnis, durch das alle T\u00fcren des Gef\u00e4ngnisses sich wie in einem modernen \u00f6ffentlichen Geb\u00e4ude automatisch \u00f6ffneten und von allen Gefangenen die Fesseln abfielen, war Gottes wunderbares Wirken gewesen. Weil Gott selbst an ihnen m\u00e4chtig gewirkt hatte, war Paulus guter Zuversicht, dass Gott das angefangene Werk auch vollenden w\u00fcrde. Paulus\u2019 Zuversicht war also nicht von ihrer momentanen Lage abh\u00e4ngig, sondern von Gott, der treu ist und das, was er anf\u00e4ngt, auch zu Ende f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Was best\u00e4tigte Paulus in seiner Zuversicht f\u00fcr die Philipper? Im Vers 7 schreibt er: <strong>\u201eWie es denn recht und billig ist, dass ich so von euch allen denke, weil ich euch in meinem Herzen habe, die ihr alle mit mir an der Gnade teilhabt in meiner Gefangenschaft und wenn ich das Evangelium verteidige und bekr\u00e4ftige.\u201c <\/strong>Hier bezeugt Paulus, dass er sie alle in seinem Herzen hatte, weil sie alle an der Gnade, die er trug, teilhatten, unabh\u00e4ngig davon, ob er sich gerade in Gefangenschaft befand oder aktiv das Evangelium verteidigte und bekr\u00e4ftigte. Dass sie so an seinem Leben und Wirken Anteil nahmen, war eine Frucht des Evangeliums in ihnen. F\u00fcr Paulus war dies eine klare Best\u00e4tigung daf\u00fcr, dass Gott in ihnen sein angefangenes Werk fortsetzte und es auch sicher zu Ende f\u00fchren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir hier lernen? Wir k\u00f6nnen lernen, wie auch wir feste Zuversicht auf unsere Errettung und auf die der Menschen, f\u00fcr die wir beten, haben k\u00f6nnen. Wenn wir manchmal unsere eigene Untreue sehen, k\u00f6nnen wir leicht ins Zweifeln geraten, ob wir das Ziel erreichen k\u00f6nnen. Wie k\u00f6nnen wir sicher sein, dass wir tats\u00e4chlich gerettet werden? Ohne diese Zuversicht zu leben, ist sehr elend. Ebenso elend ist es, wenn uns die Zuversicht f\u00fcr die Menschen fehlt, f\u00fcr die wir beten und denen wir helfen wollen. Wir sollen von Paulus lernen, der nicht auf den momentanen Zustand der Menschen, sondern auf Gott schaute und beachtete, ob Gott in ihnen sein gutes Werk angefangen hatte. Wenn Gott sein gutes Werk der Heiligung und Errettung in uns oder einem anderen schon angefangen hat, d\u00fcrfen wir Zuversicht darauf haben, dass er es auch vollenden wird bis an den Tag Christi Jesu. Gott hat in den meisten von uns sein Heilswerk schon angefangen, indem er uns zum Glauben gef\u00fchrt und uns zum neuen Leben f\u00fcr ihn berufen hat. Ungeachtet dessen, wie weit wir in diesem neuen Leben schon fortgeschritten sind und wie viel Probleme wir dabei noch haben, will Gott das gute Werk, das er in uns angefangen hat, auch vollenden, bis Jesus wiederkommt. Mit dieser Zuversicht k\u00f6nnen wir uns selbst und unsere Geschwister mit gro\u00dfer Hoffnung sehen und k\u00f6nnen mit neuer Zuversicht f\u00fcr einander beten und einander ermutigen. M\u00f6ge Gott uns gute Zuversicht f\u00fcr uns und die uns anvertrauten Menschen schenken!<\/p>\n<p>Wie sehr sehnte sich Paulus nach den Gl\u00e4ubigen in Philippi, wenn er an Gottes Wirken in ihnen und ihren treuen Glauben dachte? Er sagt im Vers 8: <strong>\u201eDenn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlangt von Herzensgrund in Christus Jesus.\u201c <\/strong>Wenn Paulus an ihren Glauben und ihre Liebe dachte, hatte er tief im Herzen den Wunsch, sie zu sehen und mit ihnen Gemeinschaft zu haben. M\u00f6ge Gott auch uns im neuen Jahr helfen, einander mehr aus der Sicht Gottes zu sehen und in der Liebe zueinander zu wachsen!<\/p>\n<p><strong>Teil 2: Paulus\u2019 Gebet f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen (9-11)<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem Paulus bis hierhin seine Dankbarkeit und Zuversicht f\u00fcr die Philipper zum Ausdruck gebracht hat, schreibt er in den folgenden Versen, mit welchem Anliegen er f\u00fcr sie betete. Wie betete er f\u00fcr sie? Betrachten wir die Verse 9-11: <strong>\u201eUnd ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung, so dass ihr pr\u00fcfen k\u00f6nnt, was das Beste sei, damit ihr lauter und unanst\u00f6\u00dfig seid f\u00fcr den Tag Christi, erf\u00fcllt mit Frucht der Gerechtigkeit durch Jesus Christus zur Ehre und zum Lobe Gottes.\u201c<\/strong> Paulus war froh \u00fcber ihre Liebe zu Jesus und \u00fcber ihre Gemeinschaft am Evangelium, aber er wusste, dass ihre Liebe noch weiter wachsen sollte. Er betete daf\u00fcr, dass ihre Liebe immer noch reicher w\u00fcrde an Erkenntnis und aller Erfahrung. (Die englische \u00dcbersetzung (NIV) sagt hier, dass ihre Liebe an Erkenntnis und an Tiefe an Einsicht immer weiter zunehmen sollte.) Warum braucht wahre Liebe Erkenntnis und Einsicht? Die Liebe strebt danach, den Geliebten zu ehren und zu erfreuen; aber damit wir es nicht nur gut meinen, sondern dieses Anliegen wirklich erreichen k\u00f6nnen, ben\u00f6tigen wir Erkenntnis und Erfahrung. Das gilt sowohl f\u00fcr unsere Liebe zu anderen Menschen als auch f\u00fcr unsere Liebe zu Gott. Ein einfaches Beispiel: Wenn bei einem frisch verheirateten Paar ein Mann seine Frau noch nicht so gut kennt, wird er ihr vielleicht manche Dinge schenken, die ihr nicht gefallen, und Etliches f\u00fcr sie tun, was ihr gar nicht wichtig ist, aber andere Dinge, die sie sich wirklich von ihm w\u00fcnscht, vers\u00e4umen. Seine Liebe muss an Erkenntnis und Erfahrung reicher werden. Und um unsere Mitmenschen wahrhaftig zu lieben, reicht es nicht aus, dass wir uns einfach darum bem\u00fchen, ihre W\u00fcnsche und Erwartungen zu erf\u00fcllen. Wir brauchen geistliche Einsicht, um zu erkennen, was sie vor Gott ben\u00f6tigen und wie wir ihnen dabei helfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Aus welchem Grund betete Paulus daf\u00fcr, dass ihre Liebe Erkenntnis und Erfahrung immer reicher w\u00fcrde? Im Vers 10a hei\u00dft es <strong>\u201esodass ihr pr\u00fcfen k\u00f6nnt, was das Beste sei\u201c<\/strong>.<strong> <\/strong>Erkenntnis und Erfahrung sind n\u00f6tig, um feststellen zu k\u00f6nnen, was in der jeweiligen Situation das Beste ist. Wir m\u00fcssen in unserem Alltag st\u00e4ndig Entscheidungen treffen, von denen viele auch unsere Mitmenschen betreffen und die alle von Gott gesehen werden. Unsere Liebe soll immer reicher an Erkenntnis werden, damit wir in der jeweiligen Lage erkennen k\u00f6nnen, was f\u00fcr Gott und unsere Mitmenschen das Beste ist. Wenn wir f\u00fcr einen Freund beten und ihm aus Liebe helfen wollen, zur Bu\u00dfe und zum Glauben zu finden, gibt es viele Bibelverse oder eigene Worte, die wir zu ihm sagen k\u00f6nnten. Wir brauchen dringend Erkenntnis und Erfahrung, damit wir erkennen, auf welche Art und Weise wir ihm am besten helfen k\u00f6nnen. Und weil jeder Mensch anders ist und auch die Art, wie wir ihn lieben sollen, je nach der Situation verschieden sein kann, ist es wirklich erforderlich, dass wir in der Erkenntnis und Erfahrung immer weiter wachsen. Lasst uns beten, dass unsere Liebe an Erkenntnis und aller Erfahrung immer reicher wird, damit wir Gott und unsere N\u00e4chsten auf rechte Weise lieben k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>Aus welchem weitergehenden Grund sollte die Liebe der Gl\u00e4ubigen in Philippi und auch von immer reicher werden? Vers 10b sagt: <strong>\u201edamit ihr lauter und unanst\u00f6\u00dfig seid f\u00fcr den Tag Christi\u201c.<\/strong> Dass wir best\u00e4ndig weiter lernen, Gott und unsre Mitmenschen zu lieben, dient nicht nur den anderen, sondern durch diesen Prozess sollen auch wir selbst ver\u00e4ndert werden. Wir werden dadurch lauter, also rein werden und so ver\u00e4ndert, dass wir anderen durch unser Wesen und unser Verhalten keinen Ansto\u00df mehr geben. Dieser wichtige Prozess ist eine Vorbereitung auf den Tag, an dem Jesus Christus wiederkommt.<\/p>\n<p>Was soll durch diesen Prozess letztlich entstehen? In Vers 11 hei\u00dft es: <strong>\u201e\u2026 erf\u00fcllt mit Frucht der Gerechtigkeit durch Jesus Christus zur Ehre und zum Lobe Gottes.\u201c <\/strong>Hier erfahren wir das Ziel, das wir am Ende unseres Glaubenslebens erreichen sollen. Wie wir wissen, ist die Gerechtigkeit Gottes seine Gnade, also ein Geschenk, das wir einfach annehmen d\u00fcrfen, weil Jesus unsere S\u00fcnde getragen hat und am Kreuz daf\u00fcr gestorben ist. Sie ist die Grundlage unseres neuen Lebens mit Gott. Aber hier erfahren wir, dass die Gerechtigkeit durch Jesus Christus im Laufe unseres Glaubenslebens in uns Frucht bringen soll. Was ist damit gemeint? Zur Frucht der Gerechtigkeit geh\u00f6ren bestimmt die reife Liebe, Reinheit, die Sanftmut und Demut, wie Jesus sie hatte, usw. Wir sollen am Ende unseres Glaubenslebens mit solcher Frucht der Gerechtigkeit erf\u00fcllt sein, zur Ehre und zum Lobe Gottes. Das ist Gottes herrliches Ziel, das er in uns erreichen will! Das ist an sich sehr ermutigend. Aber es kann sehr ern\u00fcchternd sein, wenn wir schauen, wie weit wir jetzt noch davon entfernt sind. Wie lauter sind wir und wie oft bereiten wir anderen einen Ansto\u00df? Wie viel Frucht der Gerechtigkeit gibt es in meinem Herzen und Leben und wie viele nutzlose und sch\u00e4dliche Dinge? Was sollen wir tun? Betrachten wir noch einmal den Vers 9. Der ganze Prozess, den Paulus hier beschreibt, f\u00e4ngt mit dem Gebet daf\u00fcr an, dass wir in der Liebe wachsen. Lasst uns daf\u00fcr beten, dass wir im neuen Jahr best\u00e4ndig in der Liebe zu Gott und zu unseren Mitmenschen leben k\u00f6nnen und darin immer mehr Erkenntnis und Erfahrung bekommen! M\u00f6ge Gott uns dabei helfen und dadurch auch uns selbst ver\u00e4ndern!!<\/p>\n<p><strong>Teil 3: Zur F\u00f6rderung des Evangeliums (12-14)<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Nachdem Paulus seine Dankanliegen und auch seine Gebetsanliegen f\u00fcr die Philipper ausgedr\u00fcckt hat, informiert er sie in den letzten drei Versen unseres heutigen Textes \u00fcber seine Situation. Betrachten wir Vers 12: <strong>\u201eIch lasse euch aber wissen, liebe Br\u00fcder: Wie es um mich steht, das ist nur mehr zur F\u00f6rderung des Evangeliums geraten.\u201c <\/strong>Hier ist erstaunlich, dass Paulus gar nichts von seinem Leiden in der Gefangenschaft schreibt. Wir bekommen den Eindruck, dass ihm das gar nicht wichtig war. Wichtig war ihm vielmehr, welchen Nutzen seine Situation f\u00fcr das Evangelium hatte. Und er konnte klar bezeugen, dass seine Gefangenschaft zur F\u00f6rderung des Evangeliums diente.<\/p>\n<p>Hier k\u00f6nnen wir zum einen von Paulus\u2019 Glauben lernen. Sicherlich war es f\u00fcr Paulus ein Leiden dass er jahrelang gefesselt in einer kleinen Wohnung eingesperrt war. Normalerweise betrachtet man eine Gefangenschaft als eine Schande und wird bitter und zornig, wenn man es ohne Schuld erdulden muss. Aber Paulus war nicht bitter noch klagte er dar\u00fcber. Denn er sah seine Gefangenschaft nicht als ein Schicksal oder als eine Folge der Intrige der Juden, sondern er glaubte, dass auch dies der Wille Gottes war und dass dadurch das Werk des Evangeliums nicht verhindert werden kann. Er bezeugte im Tiimotheusbrief:<strong> \u201e\u2026 wegen dem ich gebunden bin wie ein \u00dcbelt\u00e4ter in Ketten; aber Gottes Wort ist nicht gebunden\u201c<\/strong> (2.Tim 2,9). Paulus war zwar gefesselt und eingesperrt, aber er glaubte, dass das Evangelium nicht gebunden ist und unabh\u00e4ngig von seiner Lage m\u00e4chtig wirken kann. Mit diesem Glauben konnte er seine Gefangenschaft positiv sehen und daf\u00fcr beten und suchen, wie er auch in dieser misslichen Situation zur F\u00f6rderung des Evangeliums beitragen konnte.<\/p>\n<p>Es ist auch f\u00fcr uns wichtig, wie wir unsere Situation betrachten. Die meisten von uns sind auch durch verschiedene Aufgaben wie den Beruf oder die F\u00fcrsorge f\u00fcr die Kinder stark eingebunden bzw. gebunden. Doch wir sollten unsere Situation nicht wie ein Schicksal betrachten und denken, dass wir deshalb zurzeit leider nicht viel f\u00fcr das Evangelium tun k\u00f6nnten (wenn wir so denken, k\u00f6nnen wir tats\u00e4chlich nicht viel tun). Wir sollen glauben, dass Gottes Wort nicht gebunden ist und wir auch dann, wenn wir stark gebunden sind, f\u00fcr die Verbreitung dieses m\u00e4chtigen Evangeliums gebraucht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wie hat Paulus Gefangenschaft in Rom tats\u00e4chlich zur F\u00f6rderung des Evangeliums gedient? Vers 13 sagt: <strong>\u201eDenn dass ich meine Fesseln f\u00fcr Christus trage, das ist im ganzen Pr\u00e4torium und bei allen andern offenbar geworden\u201c. <\/strong>\u201ePr\u00e4torium\u201c bedeutet Palast, Paulus redete hier vom Palast des Kaisers, wo der Kaiser mit seiner Familie, seinen Bediensteten und vielen Soldaten wohnten. Wie war es m\u00f6glich geworden, dass das die Botschaft von Christus im ganzen Pr\u00e4torium bekannt wurde? Als ein Gefangener, der sich auf den Kaiser berufen hatte, wurde Paulus t\u00e4glich von Soldaten des kaiserlichen Regiments bewacht, die sich in 6-Stunden-Schichten abwechselten. Sechs Stunden ist genug Zeit, um ein langes pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch zu f\u00fchren oder ein intensives Bibelstudium zu zweit. Paulus muss das t\u00e4gliche stundenlange Zusammensein mit den Soldaten daf\u00fcr genutzt haben, ihnen von Christus zu erz\u00e4hlen, wegen dem er nach Rom gekommen war und f\u00fcr den er willig und bereit war, \u00e4u\u00dferlich in Fesseln zu leben, aber innerlich frei. Auch wenn er andere Gl\u00e4ubige aus Rom oder G\u00e4ste aus anderen L\u00e4ndern empfing oder zu anderen Interessierten R\u00f6mern sprach, war immer mindestens ein Soldat dabei, der alles mit anh\u00f6rte und sich seine Gedanken machen konnte. Schlie\u00dflich war das Evangelium im ganzen Pr\u00e4torium bekannt geworden. Paulus\u2019 Gefangenschaft war also Gottes Weisheit, durch die er das Evangelium im Zentrum des R\u00f6mischen Reiches sogar in das Haus des Kaisers gelangen lie\u00df. Gott hat immer einen perfekten Plan.<\/p>\n<p>Welche weitere Auswirkung hatte Paulus\u2019 Gefangenschaft in Rom? Betrachten wir den Vers 14: Dort hei\u00dft es:<strong> \u201eund die meisten Br\u00fcder in dem Herrn haben durch meine Gefangen\u00adschaft Zuversicht gewonnen und sind umso k\u00fchner geworden, das Wort zu reden ohne Scheu.\u201c<\/strong> Durch Paulus Gefangenschaft erfuhren nicht nur die Menschen im Palast des Kaisers von Jesus. Dar\u00fcber hinaus haben die meisten Christen in Rom durch Paulus\u2019 Gefangenschaft Zuversicht bekommen und waren k\u00fchner geworden, um das Evangelium ohne Scheu weiterzusagen. Als sie sahen, wie der Apostel ohne Selbstmitleid Jesus auch als Gefangener treu und fr\u00f6hlich diente, verloren sie auch ihre Angst vor dem Leiden und gaben das Wort mutig an ihre ungl\u00e4ubigen Mitmenschen weiter.<\/p>\n<p>In diesem Abschnitt k\u00f6nnen wir die evangeliumszentrierte Sichtweise von Paulus lernen. Als er nicht an sich selbst dachte, sondern an die Verbreitung des Evangeliums, konnte er sogar seine Gefangenschaft positiv sehen und sich freuen. Zum anderen lernen wir hier Gottes genialen Plan und die \u00dcberlegenheit des Evangeliums kennen. \u00c4u\u00dferlich sah es wie ein gro\u00dfer Verlust aus, dass der erfolgreiche Evangelist Paulus nun ein Gefangener war. Aber tats\u00e4chlich konnte dadurch das Evangelium auch ins innerste Zentrum der r\u00f6mischen Welt gelangen und konnte schlie\u00dflich ganz Rom erobern, wie die Geschichte bezeugt.<\/p>\n<p>M\u00f6ge Gott auch uns helfen, an die Kraft und \u00dcberlegenheit des Evangeliums zu glauben! \u00a0M\u00f6ge Gott uns helfen, unsere momentane Situation nicht ichbezogen oder schicksalhaft zu sehen, sondern zu finden, wie auch sie zur F\u00f6rderung des Evangeliums dienen kann, sodass wir ihm aktiv dienen k\u00f6nnen! Lesen wir noch einmal das Leitwort: <strong>\u201eIch lasse euch aber wissen, liebe Br\u00fcder: Wie es um mich steht, das ist nur mehr zur F\u00f6rderung des Evangeliums geraten.\u201c<\/strong><\/p>\n<p><textarea><\/textarea><br \/>\n<select><option value=\"af\">Afrikaans<\/option><option value=\"sq\">Albanian<\/option><option value=\"ar\">Arabic<\/option><option value=\"hy\">Armenian<\/option><option value=\"az\">Azerbaijani<\/option><option value=\"eu\">Basque<\/option><option value=\"be\">Belarusian<\/option><option value=\"bg\">Bulgarian<\/option><option value=\"ca\">Catalan<\/option><option value=\"zh-CN\">Chinese (Simplified)<\/option><option value=\"zh-TW\">Chinese (Traditional)<\/option><option value=\"hr\">Croatian<\/option><option value=\"cs\">Czech<\/option><option value=\"da\">Danish<\/option><option selected=\"selected\" value=\"auto\">Detect language<\/option><option value=\"nl\">Dutch<\/option><option value=\"en\">English<\/option><option 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