{"id":12819,"date":"2024-10-27T11:00:18","date_gmt":"2024-10-27T10:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/?p=12819"},"modified":"2025-12-02T19:12:21","modified_gmt":"2025-12-02T18:12:21","slug":"fragebogen-bergpredigt-matthaeus-77-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/fragebogen-bergpredigt-matthaeus-77-11\/","title":{"rendered":"Predigt: Bergpredigt &#8212; Matth\u00e4us 7,7-11"},"content":{"rendered":"<p><strong>Download [ODT]&nbsp; [PDF]<\/strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.schlachterbibel.de\/de\/bibel\/matthaeus\/7\/7-11?hl=1#hl\"><strong>Bibeltext<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Himmlische Ressourcen<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eWenn nun ihr, die ihr doch b\u00f6se seid, dennoch euren Kindern gute Gaben geben k\u00f6nnt, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Matth\u00e4us 7,11)<\/p>\n<p>Wir befinden uns in der Bergpredigt Jesu inzwischen im siebten Kapitel. Am Ende vom sechsten Kapitel haben wir den H\u00f6hepunkt von Jesu bisheriger Lehre geh\u00f6rt: \u201eTrachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit; so wird euch das alles zufallen\u201c (6,33). Als Christen sollen wir vor allem danach trachten, dass Gottes Reich sich in uns und unserer Umgebung weiter verbreitet und dass wir in einer rechten Beziehung zu Gott leben. Wie k\u00f6nnen wir das tun? Wie k\u00f6nnen wir zuerst nach Gottes Reich trachten mitten in einer Welt, wo fast jeder sein eigenes Reich bauen will? Wie k\u00f6nnen wir stets in einer rechten Beziehung zu Gott leben, obwohl wir von Natur aus s\u00fcndhaft und schwach sind und versucht werden, auch nach Dingen in dieser Welt zu trachten? In den ersten sechs Versen von Kapitel sieben hat Jesus uns davor gewarnt, dass wir andere nicht richten sollen, damit wir nicht von Gott gerichtet werden. Er hat auch gelehrt, dass wir das kostbare Evangelium wirksam verbreiten und nicht solchen Menschen geben sollen, die nicht bereit sind, es ernsthaft anzunehmen. Aber auch das ist nicht einfach \u2013 wir brauchen dazu Weisheit und die Gabe, Menschen geistlich richtig einzusch\u00e4tzen. Daher stellt sich erneut die Frage: Wie k\u00f6nnen wir das tun? Woher bekommen wir diese Weisheit? Im heutigen Predigttext, den Versen 7-11, antwortet Jesus auf diese Fragen, indem er uns eindringlich dazu ermutigt zu beten. M\u00f6ge Gott uns alle durch diesen Text dazu ermutigten, f\u00fcr die Ausbreitung von Gottes Reich in und durch uns und f\u00fcr alle Lebensbereiche zu beten!<\/p>\n<p>Betrachten wir den Vers 7: \u201eBittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.\u201c In diesem Vers ermutigt Jesus seine Zuh\u00f6rer und uns nachdr\u00fccklich zum Gebet. Dabei beschreiben die Worte \u201ebittet\u201c, \u201esuchet\u201c und \u201eklopfet an\u201c verschiedene Arten des Betens. Bitten bedeutet, dass wir Gott um Dinge bitten, die wir oder andere ben\u00f6tigen. Das kann zum Beispiel seine Hilfe bei geistlichen oder praktischen Herausforderungen in unserem Leben sein oder sein Eingreifen in Notsituationen, die mit menschlicher Kraft nicht gel\u00f6st werden k\u00f6nnen. Suchen bedeutet, dass wir betend nach der Wahrheit suchen, etwa nach Klarheit dar\u00fcber, was Gottes Wille f\u00fcr mein Leben ist, oder Orientierung, wie wir uns in bestimmten Situationen verhalten sollen. Vor allem k\u00f6nnen wir im Gebet Gott selbst suchen, damit wir ihn, sein herrliches Wesen, seine gro\u00dfe Liebe und Macht mehr erkennen und erfahren k\u00f6nnen. Mit \u201eklopft an\u201c ermutigt Jesus uns schlie\u00dflich dazu, im Gebet bei Gott laut anzuklopfen und ihn mit Nachdruck darum zu bitten, unsere Anliegen zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Hinter jede dieser drei Aufforderungen stellt Jesus das Versprechen, dass Gott unser Bitten, Suchen und Anklopfen erh\u00f6ren und beantworten wird. Jesus sagt: \u201eso wird euch gegeben\u201c; und: \u201eso werdet ihr finden\u201c; und: \u201eso wird euch aufgetan\u201c. Gott h\u00f6rt unser Gebet und reagiert auf unser Bitten, Suchen und Anklopfen bestimmt. Obwohl diese Worte schon sehr klar und eindeutig sind, bezeugt Jesus im Vers 8 seine Verhei\u00dfung noch einmal in allgemeiner Form: \u201eDenn wer da bittet, der empf\u00e4ngt; und wer da sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.\u201c Hier formuliert Jesus sein Versprechen von Gottes Antwort wie ein Naturgesetz, das generell und unabh\u00e4ngig von den Umst\u00e4nden gilt. Zum Beispiel gilt das Gesetz der Schwerkraft, dass Massen einander anziehen, unabh\u00e4ngig vom Ort und von den Umst\u00e4nden. Zum Beispiel wird ein Apfel oder ein Stein, den man losl\u00e4sst, immer nach unten fallen, zur Erde hin, egal wer ihn wo auf der Erde losl\u00e4sst. Es ist ein physikalisches Grundgesetz, ein Prinzip, das immer und \u00fcberall gilt. Genau so formuliert Jesus hier auch die Wahrheit, dass Gott Gebet erh\u00f6rt. Wer zu Gott im Glauben betet, f\u00fcr den gilt das geistliche Gesetz: Wer Gott bittet, der empf\u00e4ngt; wer bei Gott sucht, der findet; und wer bei Gott anklopft, dem wird aufgetan. Es ist also ganz sicher, dass Gott unser Gebet erh\u00f6rt, unabh\u00e4ngig davon, wie gro\u00df das Problem ist und ob wir uns seine L\u00f6sung vorstellen k\u00f6nnen oder nicht; auch unabh\u00e4ngig davon, wer bittet: wer betet, der wird von Gott erh\u00f6rt. Das hat Jesus hier versprochen!<\/p>\n<p>Warum l\u00e4dt Jesus uns hier so nachdr\u00fccklich zum Beten ein? Warum formuliert er sein Versprechen, dass Gott uns erh\u00f6rt, so nachdr\u00fccklich? Ich denke, aus mindestens zwei Gr\u00fcnden. Zum einen wei\u00df Jesus viel besser als wir, wie sehr wir im Leben Gottes Hilfe brauchen und deshalb beten f\u00fcr alle Lebensbereiche beten sollten. Zum anderen wei\u00df Jesus, wie schwer es uns f\u00e4llt, mit Zuversicht zu beten. Wenn wir dar\u00fcber nachdenken, gibt es eigentlich keinen Bereich in unserem Leben, den wir selbst wirklich in der Hand haben, sodass wir Gottes Hilfe nicht br\u00e4uchten. Schon bei der Erf\u00fcllung unserer Alltagsaufgaben, zum Beispiel die Schule oder das Studium an der Uni erfolgreich zu absolvieren oder unsere Arbeit am Arbeitsplatz zu meistern, k\u00f6nnen wir gar nicht sicher sein, dass uns das auf Dauer im n\u00f6tigen Ma\u00df gelingt. Auch wenn wir dazu neigen, auf unsere F\u00e4higkeiten, unsere flei\u00dfigen Bem\u00fchungen und unsere Erfahrung zu vertrauen, wird es uns manchmal doch bewusst, dass wir es nicht wirklich in der Hand haben \u2013 zum Beispiel, wenn wir trotz unserer Anstrengung durch Klausuren fallen oder wenn etwas bei der Arbeit unerwartet gr\u00fcndlich schiefgeht. Wir haben es ja tats\u00e4chlich nicht einmal in der Hand, dass wir gesund bleiben und jeden Tag zur Uni oder zur Arbeit gehen k\u00f6nnen. In allen Bereichen unseres Lebens brauchen wir Gottes Hilfe \u2013 wir brauchen Gebet. Noch mehr brauchen wir Gottes Hilfe, wenn wir anderen Menschen helfen wollen, wenn wir als Eltern zum Beispiel unseren Kindern dabei helfen wollen, dass sie praktisch und geistlich aufs Leben vorbereitet werden. Wie oft erleben wir dabei, dass wir an unsere Grenzen sto\u00dfen. In geistlicher Hinsicht sind wir sowieso auf Gottes Hilfe angewiesen. Damit wir Gott, seine Gnade und seinen Willen wirklich erkennen und begreifen und tats\u00e4chlich unter seiner guten Herrschaft leben k\u00f6nnen, brauchen wir Gebet.<\/p>\n<p>Deshalb ermutigt uns Jesus hier so ausf\u00fchrlich zum Beten. Jesus wei\u00df, dass wenn wir nicht beten, wir st\u00e4ndig in Sorgen leben wegen der (potenziellen) Probleme in unserem Leben, wegen der Probleme im Leben unserer Mitmenschen und wegen der Probleme in unserer Gesellschaft und der Welt, wie Kriegen, Ungerechtigkeit, Umweltverschmutzung usw. Jesus erinnert uns daran, dass Gott unser Vater im Himmel ist, der uns liebt. Er will, dass wir als seine Kinder im Vertrauen auf ihn uns um nichts Sorgen machen und stattdessen von zuerst danach trachten, dass sich sein Reich in unserem Leben, in unseren Mitmenschen und in der Welt ausbreitet. F\u00fcr unseren Vater, der die Welt regiert und t\u00e4glich Milliarden von V\u00f6geln versorgt, ist es eine Kleinigkeit, uns zu versorgen. Wenn wir ihn bitten, uns auch bei den gr\u00f6\u00dferen, komplexeren und diffizileren Problemen in unserem Leben zu helfen, ist f\u00fcr ihn eine Ehrensache, weil er versprochen hat, unser Gebet zu erh\u00f6ren. Und weil Jesu wei\u00df, wie schwer es uns trotzdem f\u00e4llt, f\u00fcr alle Dinge zu ihm zu beten, wiederholt er seine Verhei\u00dfung: \u201eBittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empf\u00e4ngt; und wer da sucht, der findet, und wer da anklopft, dem wird aufgetan.\u201c<\/p>\n<p>Was wird passieren, wenn wir an diese Worte Jesu wirklich glauben und sie zu Herzen nehmen? Wir werden viel mehr beten. Wir werden f\u00fcr alle Dinge beten, anstatt uns \u00fcber alle Dinge Sorgen zu machen und deswegen chronisch belastet zu sein. Es ist das Privileg der Kinder Gottes, dass wir ohne Sorgen fr\u00f6hlich f\u00fcr seine Ehre und sein Reich leben k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnen praktisch so leben, wenn wir uns im Glauben an Jesus daf\u00fcr klar entscheiden und f\u00fcr alles beten. Wir k\u00f6nnen dann lernen, die himmlischen Ressourcen in Anspruch zu nehmen, anstatt nur aus unserer eigenen Kraft zu leben.<\/p>\n<p>In der Bibel finden wir viele Beispiele f\u00fcr Menschen, die zu Gott gebetet und seine himmlische Hilfe erfahren haben. Viele von uns haben letzte Woche auf der Bibelfreizeit geh\u00f6rt, wie Gott das Gebet von Daniel erh\u00f6rt hat und ihm sogar in der L\u00f6wengrube beigestanden und die ganze Nacht \u00fcber den hungrigen L\u00f6wen das Maul zugehalten hat, sodass sie ihm \u00fcberhaupt nichts antaten. Die Israeliten haben in ihrer Geschichte immer wieder Wunder Gottes erfahren, wenn sie auf Gott vertraut und zu ihm gebetet haben. Jesus selbst hat so viele Kranke geheilt, wenn er darum gebeten wurde, und sogar Tote auferweckt. Er hat den heftigen Sturm auf dem See gestillt, als die J\u00fcnger am Untergehen waren und um Hilfe schrien. Die meisten von uns haben selbst erlebt, wie Gott auf ihr Gebet reagiert und es erh\u00f6ht hat, nicht wahr? Wir sollten uns an diese Erfahrungen immer wieder erinnern und Gott daf\u00fcr immer wieder danken. Dadurch k\u00f6nnen wir ein dankbares Herz und den Glauben behalten, mit Zuversicht zu beten und weiter erleben, wie Gott unsere Bitten erh\u00f6rt.<br \/>\nWas k\u00f6nnte uns m\u00f6glicherweise trotzdem noch hindern, mit Zuversicht zu beten? Viele haben schon mal erfahren, dass Gott bestimmte Gebetsanliegen lange Zeit nicht oder \u201egar nicht\u201c erh\u00f6rt hat. Manche lassen sich von so einer Erfahrung versuchen, an Gottes Liebe oder an seiner Treue zu zweifeln, sodass sie nicht mit Zuversicht f\u00fcr alle Anliegen beten k\u00f6nnen. Ich will dazu zwei Gedanken \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>Zum einen hat Jesus zwar versprochen, dass Gott unser Gebet erh\u00f6rt, aber er hat nicht gesagt, dass er das immer sofort tut. Wenn wir ein Problem haben, w\u00fcnschen wir uns nat\u00fcrlich gew\u00f6hnlich, dass Gott das Problem sofort beseitigt. Aber manchmal ist es (noch) nicht der richtige Zeitpunkt daf\u00fcr. Gott liebt uns und hat einen eigenen guten Plan f\u00fcr uns und auch f\u00fcr die Menschen um uns herum. Manchmal kann Gott unsere Bitte nicht gleich erh\u00f6ren, weil er etwa uns oder einem anderen durch dieses Problem geistlich helfen will. Der Eindruck, dass Gott unser Gebet nicht erh\u00f6rt, entsteht besonders dann, wenn wir in so einer Situation aufh\u00f6ren zu beten, weil wir meinen, Gott wollte uns nicht erh\u00f6ren. Ich bin sicher, dass viele Gebete deshalb \u201eunerh\u00f6rt\u201c bleiben, weil Gottes Kinder fr\u00fchzeitig aufgeh\u00f6rt haben, daf\u00fcr zu beten. Gott segnet unser Gebet, wenn wir bis zum Ende beten. Gott ist in diesem Punkt nicht gesetzlich; er erh\u00f6rt auch etliche Bitten, obwohl die Beter bereits aufgeh\u00f6rt haben, daf\u00fcr zu beten. Zum Beispiel sind einige Studenten, mit denen wir eine Zeitlang die Bibel studiert und f\u00fcr sie gebetet haben, nicht zum Glauben an Jesus gekommen. Aber manche wurden von Gott sp\u00e4ter woanders zum Glauben an Jesus gef\u00fchrt, was wir zum Teil gar nicht mitbekommen haben.<\/p>\n<p>Manchmal erh\u00f6rt Gott unser Gebet auch deshalb zun\u00e4chst nicht, weil er dadurch, dass wir \u00fcber l\u00e4ngere Zeit f\u00fcr das Anliegen beten, in unserem eigenen Herzen wirken, unsere Motive reinigen und unser Vertrauen auf Gott st\u00e4rken will. Wenn Gott uns immer sofort alles geben w\u00fcrde, worum wir ihn bitten, k\u00f6nnten wir geistlich kaum wachsen und stabil werden.<\/p>\n<p>Manchmal erh\u00f6rt Gott unser Gebet auch nicht so, wie wir bitten, weil das, worum wir ihn bitten, nicht gut f\u00fcr uns ist. Jesus hat seine Verhei\u00dfung nicht auf bestimmte Anliegen beschr\u00e4nkt; wir d\u00fcrfen grundlegend f\u00fcr alles beten. Aber weil Gott uns wirklich liebt, gibt er uns bestimmte Dinge nicht, wenn er wei\u00df, dass sie f\u00fcr uns nicht wirklich gut w\u00e4ren. Wenn jemand zum Beispiel f\u00fcr eine sehr gute Note in seiner Klausur oder seiner Pr\u00fcfung gebetet hat, mag Gott ihn erh\u00f6ren. Es k\u00f6nnte aber auch sein, dass Gott diese Bitte nicht erh\u00f6rt, weil er wei\u00df, dass dieser Student durch diesen Erfolg zu stolz w\u00fcrde. Oder weil Gott wei\u00df, dass er zu wenig gelernt hat und dass er von da an immer zu wenig lernen w\u00fcrde und so kein guter Arzt oder Lehrer werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Gott ist unser Vater im Himmel, der uns unendlich liebhat und uns etwas Gutes gibt, wenn wir ihn bitten. Er ist unendlich weise und wei\u00df viel besser als wir, was f\u00fcr uns und f\u00fcr unsere N\u00e4chsten gut ist. Deshalb reagiert er auf unser Gebet manchmal anders, als wir es uns vorgestellt haben, unter Umst\u00e4nden auch mit Schweigen. Dass wir den Grund nicht immer verstehen, ist nicht schlimm. Nur sollen wir nicht deswegen an seiner Liebe oder an seiner Verhei\u00dfung zweifeln. Apostel Paulus war ein Mann, der Gottes Liebe und Gnade in ganz besonderer Weise erlebte und den Gott f\u00fcr sein Rettungswerk wie vielleicht keinen anderen Menschen in der christlichen Geschichte gebraucht hat. Aber dieser Paulus schreibt in seinem 2. Brief an die Korinther \u00fcber einen Pfahl in seinem Fleisch, unter dem er litt, vermutlich eine schmerzhafte Krankheit. Er hat Gott dreimal angefleht, ihn davon zu befreien. Aber Gott antwortete ihm: \u201eLass dir an meiner Gnade gen\u00fcgen; denn meine Kraft ist in den Schwachen m\u00e4chtig.\u201c Paulus nahm Gottes Antwort an, obwohl sie ganz anders ausfiel, als er es erwartet hatte. Dadurch erkannte er, dass Gott das schmerzhafte Problem nicht wegnahm, damit er sich nicht wegen der hohen Offenbarungen, die er von Gott bekommen hatte, \u00fcberhebt. Er zog eine positive Konsequenz und schrieb: \u201eDarum will ich mich am allerliebsten r\u00fchmen meiner Schwachheit, auf dass die Kraft Christi bei mir wohne\u201c (2. Korinther 12,9). In Paulus Reaktion finden wir ein gutes Beispiel daf\u00fcr, wie wir damit umgehen sollen, wenn unser Gebet von Gott anders beantwortet wird, als wir es erwartet haben, damit wir das Gute, das Gott uns dadurch geben will, empfangen, und nicht damit anfangen, an seiner Liebe oder an seiner Verhei\u00dfung zu zweifeln.<\/p>\n<p>Wie hat Jesus seinen Zuh\u00f6rern klar gemacht, dass Gott denen, die ihn bitten, zwar nicht immer genau das gibt, worum sie gebetet haben, aber immer etwas Gutes? Er sagt in den Versen 9-11: \u201eOder ist ein Mensch unter euch, der seinem Sohn, wenn er ihn bittet um Brot, einen Stein biete? Oder der ihm, wenn er ihn bittet um einen Fisch, eine Schlange biete? Wenn nun ihr, die ihr doch b\u00f6se seid, dennoch euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!\u201c Obwohl wir Menschen im Grund unseres Herzens b\u00f6se sind, geben wir unseren Kindern, wenn sie uns um etwas zu essen bitten, nie einen Stein oder eine Schlange, die f\u00fcr sie sch\u00e4dlich w\u00e4ren. Wenn schon wir als b\u00f6se Menschen unseren Kindern etwas Gutes geben k\u00f6nnen, wie viel mehr wird unser liebevoller Vater im Himmel uns etwas Gutes geben, wenn wir ihn bitten! Wenn wir zu Ihm im Glauben beten, ist es sicher, dass er uns immer etwas Gutes gibt \u2013 nur dass er das nicht immer sofort tut und nicht immer so, wie wir es uns vorgestellt haben. Gott erh\u00f6rt uns, aber zu seiner besten Zeit und auf seine beste Weise. M\u00f6ge Gott uns helfen, auf diese Worte Jesu zu vertrauen und f\u00fcr alle Dinge zu unserem Vater im Himmel zu beten, sodass wir auf dem Weg in sein ewiges Reich immer mehr unter seiner Herrschaft leben lernen und seine Hilfe erfahren und in allen Bereichen mit Gutem gesegnet werden!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download [ODT]&nbsp; [PDF] &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bibeltext Himmlische Ressourcen \u201eWenn nun ihr, die ihr doch b\u00f6se seid, dennoch euren Kindern gute Gaben geben k\u00f6nnt, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!\u201c (Matth\u00e4us 7,11) Wir befinden uns in der Bergpredigt Jesu inzwischen im siebten Kapitel. 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