{"id":12564,"date":"2024-07-07T11:00:48","date_gmt":"2024-07-07T09:00:48","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/?p=12564"},"modified":"2025-12-02T19:12:26","modified_gmt":"2025-12-02T18:12:26","slug":"predigt-bergpredigt-matthaeus-521-26","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-bergpredigt-matthaeus-521-26\/","title":{"rendered":"Predigt: Bergpredigt &#8212; Matth\u00e4us 5,21-26"},"content":{"rendered":"<p><strong>Download [ODT]&nbsp; [PDF]<\/strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.schlachterbibel.de\/de\/bibel\/matthaeus\/5\/21-26?hl=1#hl\"><strong>Bibeltext<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Vom Zorn<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eIch aber sage euch: Wer mit seinem Bruder z\u00fcrnt, der ist des Gerichts schuldig.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Matth\u00e4us 5,22a)<\/p>\n<p>Damit wir den heutigen Text gut verstehen k\u00f6nnen, wollen wir uns kurz daran erinnern, wie Jesus die Bergpredigt begonnen hat. Jesus hat neunmal \u201eSelig sind \u2026\u201c gesagt und diejenigen seliggepriesen, die unter seiner guten Herrschaft leben und das Himmelreich besitzen. Sie sind das Salz der Erde und das Licht in der ansonsten dunklen Welt. Dabei hat Jesus in den Versen 17-20 klargestellt, dass er nicht gekommen ist, um Gottes Worte im Alten Testament aufzuheben. Jesus ist nicht gekommen, das Gesetz aufzuheben, sondern es zu erf\u00fcllen. Jesus sagte sogar, dass bis Himmel und Erde vergehen, nicht der kleinste Buchstabe oder ein T\u00fcpfelchen vom Gesetz vergeht, bis es alles geschieht. Damit hat Jesus die Autorit\u00e4t und G\u00fcltigkeit des Gesetzes als Ausdruck von Gottes Willen unterstrichen. Schlie\u00dflich sagte Jesus seinen Zuh\u00f6rern, dass sie, wenn ihre Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharis\u00e4er, nicht in das Himmelreich kommen. Jesu J\u00fcnger brauchen also eine bessere Gerechtigkeit als die Pharis\u00e4er, die sich damals bem\u00fcht haben, die Gesetze im Alten Testament \u00e4u\u00dferlich einzuhalten, und meinten, Gott m\u00fcsse mit ihnen zufrieden sein. In unserem heutigen Text f\u00e4ngt Jesus an, an Beispielen darzustellen, wie Gottes Gebote im Gesetz eigentlich gemeint sind. Dabei mildert Jesus die Gebote nicht etwa ab, sondern zeigt, dass Gottes Wille viel heiliger ist, als wir bisher vielleicht gedacht haben. Jesus lehrt uns dadurch den Charakter des Himmelreichs und gleichzeitig seinen Ma\u00dfstab. In unserem heutigen Text geht es um das Gebot \u201eDu sollst nicht t\u00f6ten\u201c. Wir wollen auf folgende Fragen Antwort finden: Was ist Gottes Wille hinter diesem Gebot? Wie k\u00f6nnen wir so leben? Und was ist die gute Nachricht?<br \/>\nBetrachten wir den Vers 21: \u201eIhr habt geh\u00f6rt, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht t\u00f6ten; wer aber t\u00f6tet, der soll des Gerichts schuldig sein.\u201c Jesus hat hier das f\u00fcnfte der Zehn Gebote zitierte, die Gott dem Mose auf dem Berg Sinai auf Steintafeln gegeben hat. Im Urtext vom 2. Mose 20,13 stehen daf\u00fcr nur zwei Worte, die man mit \u201eNicht t\u00f6ten!\u201c \u00fcbersetzen kann. Gott hat damit das T\u00f6ten anderer Menschen generell verboten. Ein Mensch soll andere nicht t\u00f6ten, weil die Menschen von Gott zu seinem Bild gemacht sind und daher einen unsagbaren Wert vor ihm haben. Deshalb hat Gott das T\u00f6ten auch explizit unter Strafe gestellt. In 2. Mose 21,12 hei\u00dft es: \u201eWer einen Menschen schl\u00e4gt, dass er stirbt, der soll des Todes sterben.\u201c<br \/>\nWarum hat Gott dieses Gebot gegeben? Als Gott die Menschen schuf, lebten sie in v\u00f6lliger Harmonie mit Gott und auch miteinander. Es gab nichts, was zwischen ihnen stand, was am Ende von Genesis 2 anschaulich zum Ausdruck (1.Mose 2,25). Aber als die Menschen die S\u00fcnde einlie\u00dfen und gegen Gottes Wort handelten, zerbrach nicht nur die Beziehung zu Gott, sondern auch die heile Beziehung untereinander. Pl\u00f6tzlich gab es Lieblosigkeit, Schuldzuweisungen, Angst, Scham, Neid und Hass. Nicht lange danach brachte Kain seinen eigenen Bruder Abel um, weil er auf ihn neidisch war und seinen Zorn nicht beherrschen konnte (1.Mose 4,8). Gott war sehr zornig \u00fcber Kains S\u00fcnde, aber aus seiner Gnade sch\u00fctzte er trotzdem sein Leben. Die Genesis berichtet, dass f\u00fcnf Generationen sp\u00e4ter ein Nachkomme Kains zwei junge M\u00e4nner erschlug und mit seiner Tat vor seinen Frauen prahlte (1.Mose 4,23). Es war so weit gekommen, dass Mord nicht nur eine Option geworden war, sondern sogar f\u00fcr harmlos gehalten wurde.<br \/>\nAber Gott ist der Sch\u00f6pfer und Eigent\u00fcmer menschlichen Lebens. Auch nach dem S\u00fcndenfall liebt Gott die Menschen und hat gro\u00dfes Interesse an ihnen. Deshalb wollte Gott das Leben der Menschen sch\u00fctzen. 1.Mose 9,6 sagt: \u201eWer Menschenblut vergie\u00dft, dessen Blut soll um des Menschen willen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht.\u201c Sp\u00e4ter verankerte Gott das Gebot \u201eDu sollst nicht t\u00f6ten\u201c in den Zehn Geboten.<br \/>\nWie haben die Menschen das Gebot verstanden? Die Menschen haben verstanden, dass Gott verboten hat, andere absichtlich zu t\u00f6ten. Aufgrund von Gottes Gebot wurde in Israel jeder, der jemanden get\u00f6tet hatte, vor Gericht gestellt. Man pr\u00fcfte, ob derjenige wirklich der T\u00e4ter war und ob er mit Absicht get\u00f6tet hatte oder ob es sich um einen Unfall handelte. M\u00f6rder wurden zum Tod verurteilt, was Gerechtigkeit herstellen und maximal von der S\u00fcnde des Mords abschrecken sollte. Aber trotz des klaren Gebots und der harten Strafe konnte die S\u00fcnde des Mords nicht ausgerottet werden. Im Alten Testament werden so viele Morde erw\u00e4hnt, die aus Neid, Habgier, Machtgier oder Rachgier und Hass geschahen, sogar auf h\u00f6chster Ebene in der Gesellschaft. Je mehr die Menschen sich von Gott abwandten, desto mehr gab es Mord und Totschlag in der Gesellschaft.<br \/>\nBis heute k\u00f6nnen die Menschen die S\u00fcnde des T\u00f6tens nicht \u00fcberwinden, obwohl das vors\u00e4tzliche T\u00f6ten in allen Staaten gesetzlich verboten ist. Nach einer Studie von 2012 verlieren auf der Welt j\u00e4hrlich fast eine halbe Million Menschen (437.000) durch vors\u00e4tzliche T\u00f6tung ihr Leben (ohne T\u00f6tung in Kriegsf\u00e4llen, fahrl\u00e4ssige T\u00f6tung, Notwehr oder Suizide).&nbsp;<br \/>\nDie meisten Juden zur Zeit Jesu bem\u00fchten sich, Gottes Gebote zu halten, insbesondere das Gebot, nicht zu t\u00f6ten. Diejenigen, die niemanden umgebracht haben, dachten, dass sie Gottes Gebot gehalten h\u00e4tten. Auch wir k\u00f6nnen leicht denken, dass wir dieses Gebot gehalten h\u00e4tten, weil wir niemanden umgebracht haben. Aber was sagt Jesus dazu?<br \/>\nLesen wir gemeinsam den Vers 22: \u201eIch aber sage euch: Wer mit seinem Bruder z\u00fcrnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr!, der ist des h\u00f6llischen Feuers schuldig.\u201c Hier macht Jesus klar, dass die S\u00fcnde des T\u00f6tens nicht nur geschieht, wenn man jemanden umbringt, sondern schon dann, wenn wir im Herzen auf jemanden zornig sind. Deshalb sagt Jesus, dass wer zornig ist, vor Gericht gestellt geh\u00f6rt. Er sagt weiter, dass wer aus Zorn zu seinem \u201eDu Nichtsnutz!\u201c sagt, vor den Hohen Rat gestellt geh\u00f6rt, also vor das h\u00f6chste Gericht des Landes. Auf heute \u00fcbertragen geh\u00f6rt jemand, der jemanden mit \u201eDu Idiot!\u201c beschimpft, vor dem Bundesgerichtshof angeklagt geh\u00f6rt. So schwerwiegend ist es vor Gott, wenn man jemanden aus \u00c4rger beschimpft. Jesus sagt weiter, dass wer aus Zorn zu seinem Bruder \u201eDu Narr!\u201c sagt, sogar des h\u00f6llischen Feuers schuldig ist.<br \/>\nDabei sagte Jesus feierlich: \u201eIch aber sage euch \u2026\u201c Damit betont er seine Autorit\u00e4t, Gottes Gebote auszulegen und ihre wahre Bedeutung zu enth\u00fcllen. Nach Jesu Wort beginnt die S\u00fcnde des T\u00f6tens bereits dann, wenn wir im Herzen auf jemanden zornig sind. Das ist vor Gott so schwerwiegend, dass wir daf\u00fcr vor einem Gericht angeklagt werden sollten. Wer einem Mitmenschen aus \u00c4rger verletzende, beleidigende Worte sagt, hat nach Gottes Ma\u00dfstab den Tatbestand des T\u00f6tens bereits erf\u00fcllt und sollte daf\u00fcr im h\u00f6chsten Gericht des Landes angeklagt werden. Wer sich im Zorn dazu hinrei\u00dfen l\u00e4sst, den anderen \u201eVollidiot\u201c zu nennen oder auf \u00e4hnliche Weise herabzuw\u00fcrdigen, hat so schwer ges\u00fcndigt hat, dass er das h\u00f6llische Feuer verdient.<br \/>\nMit diesen Worten enth\u00fcllt Jesus Gottes heiligen Ma\u00dfstab und versetzt seine Zuh\u00f6rer und uns quasi ins Gericht. Wenn wir dar\u00fcber nachdenken, erkennen wir, dass Jesu Ma\u00dfstab richtig und gerecht ist. Gott betrachtet uns nicht nur oberfl\u00e4chlich und sieht nicht nur unsere \u00e4u\u00dferen Handlungen. T\u00f6ten beginnt nicht erst dann, wenn jemand ein Messer oder eine Pistole ergreift. Gott, der uns unendlich liebt, will, dass wir ihn von ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft lieben und unseren Mitmenschen wie uns selbst. Unser Herz, unsere Gedanken, Worte und Taten sollten daher immer von Liebe gepr\u00e4gt sein. Wenn wir auf einen anderen zornig sind, ist unser Herz nicht mehr von Liebe zu ihm erf\u00fcllt, sondern ganz vom Gegenteil. Gott nimmt das zum Problem. Wenn wir zornig sind, hegen wir in unserem Herzen b\u00f6se Gedanken und Phantasien gegen den anderen. Wenn wir jemandem im Herzen B\u00f6ses w\u00fcnschen, ist das vor Gott so schwerwiegend, dass wir daf\u00fcr vor Gericht gestellt geh\u00f6ren. Wenn wir aus \u00c4rger sogar jemanden beleidigen, k\u00f6nnen wir ihm schwerwiegende Verletzungen zuf\u00fcgen. Wegen solcher Worte k\u00f6nnen Menschen lange, eventuell sogar lebenslang unter Verletzungen, Minderwertigkeitskomplexen, Angst, Neid, Hass und psychischen Krankheiten leiden. In Deutschland versuchen jeden Tag etwa 40 Jugendliche, sich das Leben zu nehmen, das sind in jedem Jahr etwa 15.000, davon gesch\u00e4tzt 20% wegen Mobbing. T\u00e4glich sterben drei von ihnen. Insgesamt kommen in Deutschland j\u00e4hrlich etwa 11.000 Menschen durch Selbstmord ums Leben (Zahlen von 2021). Wie bek\u00fcmmert ist Gott \u00fcber jeden! Wie zornig ist Gott \u00fcber jedes verletzende Wort, das wir reden?!<br \/>\nWir m\u00f6gen Zorn f\u00fcr harmlos gehalten haben, weil wir selbst \u00f6fter zornig werden oder den Zorn anderer erleben. Wir m\u00f6gen gedacht haben, dass wir Gottes Gebot gehalten h\u00e4tten, nur weil wir niemanden k\u00f6rperlich umgebracht haben. Aber diese Ansicht widerspricht Jesu Wort total und ist vor ihm haltlos. In einem Gericht z\u00e4hlt nicht die Ansicht des Angeklagten, sondern das Urteil des Richters aufgrund des g\u00fcltigen Gesetzes. Gott ist der Richter und sein Ma\u00dfstab z\u00e4hlt. Jesu Worte erschrecken uns und lassen uns zun\u00e4chst hilflos zur\u00fcck. Wer kann noch sagen, dass er das f\u00fcnfte Gebot gehalten h\u00e4tte? Wie oft sind wir schon auf jemanden zornig gewesen? Wie oft haben wir schon jemanden aus \u00c4rger beschimpft oder haben beleidigende, erniedrigende Worte auf sie geschleudert? Wenn wir sagen, dass wir uns der Wirkung unserer Worte nicht bewusst waren oder dass wir es eigentlich nicht so gemeint haben, mag das zum Teil stimmen; aber solche Entschuldigungen gelten nicht vor Gericht. Jesu Worte zeigen uns klar, dass wir vor Gottes Gericht schuldig sind und von uns aus niemals bestehen k\u00f6nnen.<br \/>\nWas sollen wir tun? Jesus sagt in den Versen 23 und 24 weiter: \u201eDarum, wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und dort kommt dir in den Sinn, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass dort vor dem Altar deine Gabe und geh zuerst hin und vers\u00f6hne dich mit deinem Bruder, und dann komm und opfere deine Gabe.\u201c Vor dem Altar Gott ein Opfer zu bringen, war im Alten Bund eine Form des Gottesdienstes, die Gottes Willen entsprach. Aber wem dabei einf\u00e4llt, dass sein Bruder sich zurzeit \u00fcber ihn aus irgendeinem Grund \u00e4rgert, sollte seinen Gottesdienst unterbrechen und sich zuerst mit seinem Bruder vers\u00f6hnen und erst danach Gott sein Opfer bringen. Damit zeigt Jesus anschaulich, wie wichtig es Gott ist, dass wir in intakten Beziehungen im Frieden miteinander leben und dass es keinen Zorn unter uns geben soll. Wenn es ein Problem zwischen uns und einem der Glaubensgeschwister gibt, sollten wir denken, dass das nur das Problem des anderen w\u00e4re. Wir sind nicht nur daf\u00fcr verantwortlich, dass wir im eigenen Herzen keinen \u00c4rger auf andere hegen, sondern mitverantwortlich, wenn ein anderer sich \u00fcber uns \u00e4rgert.<br \/>\nIn den folgenden zwei Versen spricht Jesus noch eindringlicher: \u201eVertrage dich mit deinem Widersacher sogleich, solange du noch mit ihm auf dem Weg bist, auf dass dich der Widersacher nicht dem Richter \u00fcberantworte und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gef\u00e4ngnis geworfen werdest. Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahlt hast.\u201c Hier spricht Jesus von einem Widersacher, der uns vor Gericht anklagen will. Unser Zorn und unsere verletzenden sind wirklich alles andere als harmlos. Sie bringen andere gegen uns auf und liefern Gr\u00fcnde, aus denen wir vor Gericht verurteilt werden k\u00f6nnen. Jesus ermahnt uns, uns um Vers\u00f6hnung zu bem\u00fchen, solange das noch m\u00f6glich ist. Hier geht es nicht nur um die Vers\u00f6hnung mit Menschen, sondern auch um die Vers\u00f6hnung mit Gott.<br \/>\nWas sollten wir dann tun? Wir haben den Wunsch, dass wir mit gro\u00dfem Respekt vor Gottes Gebot \u00c4rger und Zorn in unserem Herzen und unsere Zunge wirklich zum Problem nehmen und geistlich k\u00e4mpfen, um nicht weiter durch Zorn im Herzen oder durch verletzende Worte zu s\u00fcndigen. Das sollten wir tun, aber das reicht nicht. Wenn wir uns auch mit allem Ernst bem\u00fchen, m\u00fcssen wir bald feststellen, dass wir den Zorn auf andere oft nicht verhindern, noch unseren Mund genug kontrollieren k\u00f6nnen. Wenn wir vor Jesu Wort ehrlich sind, m\u00fcssen wir unsere eigene ausweglose Lage vor Gott erkennen. Jesus hat das Gebot \u201eDu sollst nicht t\u00f6ten\u201c so klar ausgelegt, damit wir eine Vorstellung von der Heiligkeit und Herrlichkeit des Himmelreichs bekommen, gleichzeitig aber auch, dass wir erkennen, was f\u00fcr S\u00fcnder wir sind und dass wir in uns gar keine Basis und keinen Weg haben, auf dem wir verhindern k\u00f6nnten, dass wir in seinem Gericht als S\u00fcnder befunden und bestraft werden. Vor Jesu Worten m\u00fcssen wir f\u00fcr alle selbstgerechten Gedanken und Stolz Bu\u00dfe tun.<br \/>\nJesus will aber nicht, dass wir verzweifeln und in unserer S\u00fcnde sterben. Denken wir an das, was Jesus zu Anfang im Vers 17 gesagt hat: \u201eIhr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzul\u00f6sen; ich bin nicht gekommen aufzul\u00f6sen, sondern zu erf\u00fcllen.\u201c Jesus ist nicht gekommen, um das Gesetz oder Gottes Worte durch die Propheten aufzuheben. Jesus ist gekommen, um zu erf\u00fcllen. Was hei\u00dft das? Jesus hat das Gesetz zum einen dadurch erf\u00fcllt, dass er selbst das Gesetz gehalten hat und uns die eigentliche Bedeutung des Gesetzes klar gelehrt hat, sodass wir Gottes heiligen Willen und unsere eigene Realit\u00e4t vor ihm erkennen k\u00f6nnen. Im Licht von Jesu Worten m\u00fcssen wir zugeben, dass Gott heilig ist und dass wir vor seinem Ma\u00dfstab M\u00f6rder sind und wegen unserer wiederholten S\u00fcnde den Tod verdient haben. Aber das ist nicht alles! Dass Jesus gekommen ist, um das Gesetz zu erf\u00fcllen, bedeutet mehr! Denn Jesus hat die Strafe f\u00fcr all unseren Zorn und alle verletzenden und t\u00f6dlichen Worte auf sich genommen und ist am Kreuz daf\u00fcr gestorben, um an unsere Stelle die Strafe zu bezahlen. Gottes Gesetz erfordert die 100%-ige Erf\u00fcllung oder den Tod als gerechte Strafe f\u00fcr unsere \u00dcbertretung. Dank sei Jesus, der gekommen ist, um das Gesetz f\u00fcr uns zu erf\u00fcllen! Wegen seinem Leiden und Tod am Kreuz, d\u00fcrfen wir nun mit ihm schon hier leben und ewig in seinem herrlichen Himmelreich.<br \/>\nWie k\u00f6nnen wir nun leben? Jesus hat uns durch das Gebot aufgezeigt, zu was f\u00fcr einem Leben er uns als B\u00fcrger des Himmelreichs befreit hat und wie wir jeder selbst und als Gemeinschaft leben sollten. Wir d\u00fcrfen seine Liebe und Gnade der Errettung t\u00e4glich neu annehmen und uns davon so erf\u00fcllen lassen, sodass wir seinen Willen tun und unsere N\u00e4chsten lieben k\u00f6nnen, ohne sie zu erz\u00fcrnen oder auf sie zornig zu werden. Lasst uns beten, dass wir Jesu vergebende Liebe jeden Tag so tief annehmen, dass wir unsere N\u00e4chsten immer annehmen und lieben k\u00f6nnen und keinen Raum f\u00fcr \u00c4rger oder Zorn lassen. Gott m\u00f6ge uns auch helfe, dass wir uns mit denen, die etwas gegen uns haben, schnellstm\u00f6glich vers\u00f6hnen. Wenn wir das tun, wird unsere Gemeinschaft ein St\u00fcck Himmelreich. Amen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download [ODT]&nbsp; [PDF] &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bibeltext Vom Zorn \u201eIch aber sage euch: Wer mit seinem Bruder z\u00fcrnt, der ist des Gerichts schuldig.\u201c (Matth\u00e4us 5,22a) Damit wir den heutigen Text gut verstehen k\u00f6nnen, wollen wir uns kurz daran erinnern, wie Jesus die Bergpredigt begonnen hat. 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