{"id":1256,"date":"2010-12-19T21:28:56","date_gmt":"2010-12-19T20:28:56","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1256"},"modified":"2023-01-29T20:57:39","modified_gmt":"2023-01-29T19:57:39","slug":"predigt-joh-129-sonderlektion-zu-weihnachten-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-joh-129-sonderlektion-zu-weihnachten-2010\/","title":{"rendered":"Predigt: Johannes 1,29 (Sonderlektion zu Weihnachten 2010)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/P_Joh129.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Siehe, das ist Gottes Lamm\u201c<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Am n\u00e4chsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt S\u00fcnde tr\u00e4gt!\u201c<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Joh. 1,29)<\/p>\n<p>Warum feiern wir nach mehr als 2000 Jahren die Geburt Jesu Christi? Es gibt sonst niemanden auf der Welt, dessen Geburtstag die Menschen weltweit, auch \u00fcber seinen Tod hinaus, feiern. Doch jedes Jahr feiern unz\u00e4hlige Menschen auf der ganzen Welt die Ankunft unseres Herrn. Dieses Ph\u00e4nomen geschieht nicht einfach so, sondern hat einen signifikanten Grund, der leider immer mehr in Vergessenheit ger\u00e4t. Das Lebenswerk keines anderen Menschen ist f\u00fcr die Menschheit so bedeutsam, wie das von Jesus Christus. Denn Jesu Kommen in die Welt hatte ein bestimmtes Ziel. Kurz vor seiner Geburt sagte ein Engel dem Josef: \u201e<strong>Und sie wird einen Sohn geb\u00e4ren, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren S\u00fcnden.\u201c <\/strong>(Mt. 1,21) Die Bibel lehrt somit, dass wir st\u00e4rker auf Jesus Christus angewiesen sind, als auf irgendjemanden sonst! Wie erlangen wir Rettung durch Jesus? Wie k\u00f6nnen du und ich ein unvergleichlich besseres Leben mit Jesus f\u00fchren? M\u00f6ge Gottes Erl\u00f6sungsplan sich durch die Lammesart Jesu Christi reichlich unter uns offenbaren. Gott schenke uns somit wahre Weihnachtsfreude.<\/p>\n<p><strong>Teil I\t\u201eSiehe, das ist Gottes Lamm\u201c (Joh.1,29a)<\/strong><\/p>\n<p>Welche alles \u00fcberw\u00e4ltigende Erkenntnis \u00fcberkam Johannes dem T\u00e4ufer, als er eines Tages sah, wie ihm Jesus entgegen kam? Joh. 1,29a lautet: <strong>\u201eAm n\u00e4chsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm\u201c<\/strong>. Welche Bedeutung hat das Zeugnis des T\u00e4ufers? Johannes war ein Mann mit besonderer Aufgabe. Er war der Wegbereiter des Messias. Somit waren seine pers\u00f6nliche Berufung, sein Lebensziel und seine Lebensbedeutung untrennbar mit dem Christus verbunden. W\u00e4hrend seiner Wegbereitung des Herrn hatte er J\u00fcnger bei sich, die ihm nachfolgten und von ihm lernten. Er hatte nicht nur Einfluss auf seine J\u00fcnger, sondern auch auf das ganze Volk. Ehrf\u00fcrchtig nahm das Volk die Predigten des Johannes, haupts\u00e4chlich \u00fcber das Kommen des Messias, entgegen. Die Menschen des Alten Testaments warteten n\u00e4mlich sehns\u00fcchtig auf die Ankunft des Herrn. Sie sehnten sich den Messias herbei, weil sie Erl\u00f6sung suchten.<\/p>\n<p>Welche Vorstellung vom Messias hatte das Volk vor 2000 Jahren, zur Zeit des T\u00e4ufers? Weil sie sich unter der r\u00f6mischen Besatzung befanden, stellten sie sich den Messias als einen starken Feldherrn vor. Heldenhaft und majest\u00e4tisch sollte er kommen und zuerst die R\u00f6mer vertreiben, um im Anschluss das Reich Gottes auf Erden zu etablieren. Im Idealfall sollte ein gro\u00dfer und m\u00e4chtiger Staatsmann her, gr\u00f6\u00dfer und st\u00e4rker als der r\u00f6mische Kaiser. Aus diesem Grund blieb Jesus den meisten Menschen als Christus verborgen, weil er eben diesem Klischee nicht entsprach.<\/p>\n<p>Was erkannte aber Johannes in Jesus? Er rief hinaus: <strong>\u201eSiehe, das ist Gottes Lamm\u201c<\/strong>. Johannes sagte \u201eGottes Lamm\u201c, weil er im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen die wahre Identit\u00e4t und Aufgabe des Messias kannte.<\/p>\n<p>Wie konnte sich Johannes seiner Sache so sicher sein und wie k\u00f6nnen wir davon ausgehen, dass er ein wahrhaftiges Zeugnis gibt? Der Blick zur\u00fcck in die alttestamentliche Geschichte Gottes schenkt uns eindeutige Hinweise. Gott offenbarte sich im Alten Testament. Er offenbarte sich als der heilige und barmherzige Gott. Die Bibel lehrt auf vielf\u00e4ltige Weise, dass Lebensfreude, Lebensgl\u00fcck und Lebenssinn von Gott kommen (Vgl. Gal. 5,22). Das wusste das Volk Israel. Sie hatten es am eigenen Leib erfahren. Doch so einfach konnte kein Mensch zu Gott gelangen, denn Gottes Wesen unterscheidet sich grunds\u00e4tzlich vom Wesen des Menschen. Gott ist vollkommen heilig, w\u00e4hrend der Mensch unvollkommen und s\u00fcndhaft ist. Wie k\u00f6nnen Reinheit und Unreinheit koexistieren? Wie kann der heilige Gott mit s\u00fcndigen Menschen Gemeinschaft pflegen? Das kann nicht funktionieren, genauso wenig wie Wasser und Feuer eine Einheit bilden k\u00f6nnen. Diese Problematik stellt uns Menschen und Gott vor einem nervenaufreibenden Dilemma. Die Menschen wollten zur Quelle des Lebens und des Gl\u00fccks, konnten aber nicht. Und Gott wollte seine Sch\u00f6pfung segnen, konnte ihre S\u00fcnde aber nicht ignorieren. S\u00fcnde trennt Gott von den Menschen. Denn Gott bleibt sich selbst treu. Als gerechter Richter muss er S\u00fcnde richten und der Sold der S\u00fcnde ist der Tod (R\u00f6m. 5,12). Somit gleicht Gott einem gerechten Richter, der aufgrund der Straftaten seiner eigenen Kinder Todesurteile verh\u00e4ngen muss.<\/p>\n<p>Welche L\u00f6sung hat Gott f\u00fcr dieses Dilemma gefunden? Im 2. und 3. Buch Mose finden wir Gottes L\u00f6sungsansatz. Ansatz deshalb, weil es eine tempor\u00e4re L\u00f6sung war. Sie w\u00fcrde aber eines Tages vollkommen in Erf\u00fcllung gehen. Wie sah Gottes L\u00f6sungsweg aus? Sie lautet: Stellvertretender Tod des Passalamms. Das Passalamm war die einzige M\u00f6glichkeit dem Zorngericht Gottes zu entgehen. Es sollte stellvertretend f\u00fcr die Menschen sterben. Gottes Zorn w\u00fcrde durch das Blut des Passalamms vorbeiziehen. Passa bedeutet n\u00e4mlich vorbeiziehen. Der Tod geht vorbei, das Gericht zieht vorbei, Gottes Zorn trifft mich nicht, sondern zieht an mir vor\u00fcber. Doch nicht alle L\u00e4mmer waren als Passalamm geeignet. Das Passalamm musste bestimme Kriterien erf\u00fcllen. Es sollte einj\u00e4hrig sein, makelloses und  m\u00e4nnlich. Au\u00dferdem sollte es v\u00f6llig aufgegessen werden. W\u00fcrde etwas \u00fcbrig bleiben, sollte es verbrannt werden. Nichts sollte vom Lamm \u00fcbrig bleiben. Aber trotz der Schlachtung und des Blutvergie\u00dfens sollte ihm kein Knochen gebrochen werden. (Vgl. 2.Mose 12)<\/p>\n<p>Das waren sehr bestimmte Auswahlkriterien und konkrete Prozessbeschreibungen, denen das Passalamm oblag. Dennoch war die Erl\u00f6sung, die durch das Passalamm geschah, beschr\u00e4nkt. Das Blut des Passalamms konnte n\u00e4mlich nur eine begrenzte Zahl von Menschen f\u00fcr nur einen Tag von ihrer Schuld befreien und das Gericht abwenden. Am Tag darauf befanden sich die Menschen wieder vor der dilemmatischen Problematik ihrer S\u00fcnde. Aus diesem Grund f\u00fchrte Gott das Opfersystem und das Priesteramt ein. Die S\u00e4ulen des Judentums entstanden. Immer wieder mussten hunderte von Priester Abertausende Tiere opfern, um die S\u00fcnde von Hunderttausenden zu vergeben. Viel Blut musste vergossen werden, da die S\u00fcnde der Menschen endlos war. Doch die unz\u00e4hligen Opfertiere sind wie kleine Puzzleteile, die zusammengesetzt ein ganzes Bild ergeben. Das gro\u00dfe Bild, das sich daraus ergibt, ist das wahre Passalamm. Das wahre Passalamm w\u00fcrde eines Tages kommen und vollkommene und vollst\u00e4ndige Erl\u00f6sung f\u00fcr jedermann bewirken. Ein Lamm f\u00fcr alle! Ein Opfer f\u00fcr immer! Was f\u00fcr ein Segen w\u00fcrde dieses Lamm Gottes f\u00fcr die Menschheit sein! Die Menschheit h\u00e4tte direkten und unmittelbaren Zugang zu Gott. Morgens, gleich nach dem Aufstehen konnten die Menschen zu Gott kommen und ihn anbeten, ohne vorher mit einem Tier zum Priester gehen zu m\u00fcssen. An jedem Ort und zu jeder Zeit w\u00fcrde lebendiger und gottgef\u00e4lliger Gottesdienst m\u00f6glich sein. Das S\u00fcndenproblem w\u00e4re ein f\u00fcr allemal gel\u00f6st. Die Trennung zwischen Gott und Mensch aufgehoben. Dauerhafte Gemeinschaft mit Gott erm\u00f6glicht. Wann w\u00fcrde dieses Lamm Gottes kommen und gravierende Ver\u00e4nderung im Glaubensleben vollbringen?<\/p>\n<p>Als Johannes der T\u00e4ufer die Aufmerksamkeit der Menschen auf Jesus lenkte und sprach: <strong>\u201eSiehe, das ist Gottes Lamm\u201c<\/strong> entsprang seine Wortwahl keiner Willk\u00fcr. Sie entsprang dem geplanten Willen Gottes, den er im Laufe der Geschichte vorbereitet und angek\u00fcndigt hat. Gottes gr\u00f6\u00dfte Verhei\u00dfung hatte sich erf\u00fcllt. Die Stunde des Heils hatte geschlagen.<\/p>\n<p><strong>Teil II\t\u201edas der Welt S\u00fcnde tr\u00e4gt\u201c (29b)<\/strong><\/p>\n<p>Lesen wir nochmals Joh. 1,29: <strong>\u201eAm n\u00e4chsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt S\u00fcnde tr\u00e4gt!\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Warum wird Jesus als Lamm bezeichnet und warum sollte das Passaopfer ein Lamm sein? L\u00e4mmer und Schafe unterscheiden sich von anderen Tierarten. Es ist z.B. alles andere als einfach, kleine Ferkel oder Schweinchen zu fangen. Sie ahnen die Gefahr und rennen um ihr Leben, kombiniert mit entsetzlichem Geschrei. Ganz anders aber L\u00e4mmer und Schafe. Ein Schaf l\u00e4sst sich leicht fangen und regt sich kaum. Deshalb ist es auch m\u00f6glich, Schafe problemlos zu scheren. Dabei unterscheidet das Schaf nicht zwischen Schermesser und Schlachtmesser. Selbst im Angesicht des Todes gibt sich das Schaf stillschweigend seinem Schl\u00e4chter hin. Dieses Verhalten ist au\u00dfergew\u00f6hnlich und bemerkenswert. Sie zeugt von der Lammesart des wahren Lamm Gottes.<\/p>\n<p>Diese Lammesart Jesu hatte Gott ca. 600 Jahre vor Christus offenbart. Der Prophet Jesaja sah die wichtigste und deutlichste Prophezeiung Jesu im Alten Testament. Er schrieb: <strong>\u201eAber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer S\u00fcnde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden h\u00e4tten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.\u201c<\/strong> (Jes. 53,5) Der Prophet sah das stellvertretende Leiden des Lammes Gottes. So wie sich der Blitz einer gewaltigen Gewitterwolke an einem Blitzableiter entl\u00e4dt, entlud sich Gottes Zorngericht auf das Lamm Gottes. Wir haben Frieden, weil er zerschlagen ist. Wir sind heil, durch seine Wunden. Diese Prophezeiung Jesu erf\u00fcllte sich am Kreuz auf Golgatha. So wie das Passalamm vollst\u00e4ndig verzehrt wurde und so wie Jesaja seine Verwundung und Zerschlagung voraussah, wurde Jesus am Kreuz verwundet, zerschlagen und gab sich vollst\u00e4ndig dem Tode hin.<\/p>\n<p>Wie offenbarte sich Jesu Lammesart noch? Hinsichtlich der schweigsamen Hingabe des Passalammes prophezeite Jesaja: <strong>\u201eAls er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank gef\u00fchrt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf.\u201c<\/strong> (Jes. 53,7) Die Evangelien best\u00e4tigen diese Prophezeiung \u00fcber Jesu schweigsame und hingebende Lammesart. Kurz bevor Jesus zum Tode verurteilt wurde lesen wir im Matth\u00e4usevangelium: <strong>\u201eUnd der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts auf das, was diese gegen dich bezeugen? Aber Jesus schwieg still.\u201c<\/strong> (Mt. 26,62.63) Das Lukasevangelium berichtet davon wie Jesus zu K\u00f6nig Herodes geschickt wurde. Dort lesen wir: <strong>\u201eAls aber Herodes Jesus sah, freute er sich sehr&#8230; Und er fragte ihn viel. Er aber antwortete ihm nichts. Die Hohenpriester aber und Schriftgelehrten standen dabei und verklagten ihn hart.\u201c<\/strong> (Lk. 23,8.9) Im Johannesevangelium lesen wir: <strong>\u201eAls ihn die Hohenpriester und die Knechte sahen, schrien sie: Kreuzige! Kreuzige!\u201c<\/strong> (Joh. 19,6) Daraufhin stellte Pilatus Jesus Fragen. <strong>\u201eAber Jesus gab ihm keine Antwort. Da sprach Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir?\u201c<\/strong> (19,9.10) Wie prophezeit, schwieg Jesus vor seinen Ankl\u00e4gern. Er schwieg wie ein Lamm. Das ist unvorstellbar! Normalerweise verteidigt sich der Mensch auf Gedeih und Verderb, wenn er angeklagt wird. Auf theatralische Weise sucht er seine Rechtfertigung, selbst dann wenn er wirklich schuldig ist. Wenn sich Menschen so schwer tun ihre tats\u00e4chliche Schuld einzugestehen und die verdienten Konsequenzen zu tragen, ist es umso unvorstellbarer, dass sich Menschen bereit erkl\u00e4ren, die Schuld anderer auf sich zu nehmen. Nicht nur die Schuld, sondern auch die damit verbundene Verantwortung. Die Schuld, die Jesus auf sich nahm war kein Kavaliersdelikt. Jesus nahm keine Bagatellen auf sich, sondern die akkumulierte S\u00fcnde der Welt. Mit der S\u00fcnde trug Jesus auch den Fluch der S\u00fcnde (Vgl. Gal 3,13). <strong>\u201eF\u00fcrwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen.\u201c<\/strong> (Jes. 53,4) prophezeite Jesaja. \u201e<strong>Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt S\u00fcnde tr\u00e4gt!\u201c <\/strong>bezeugte Johannes. Wie Prophezeit tr\u00e4gt Jesus das was wir nicht mehr tragen m\u00fcssen. Die Last, an der wir zugrundegegangen w\u00e4ren, hat Jesus willig getragen. Unser verdientes Todesurteil trug Jesus am Kreuz. Und er ist bereit, uns auch weiterhin, bis ans Ende unserer Tage, zu tragen. Demnach sind wir Christen Menschen, die getragen werden. Das macht den Unterschied. Jesus tr\u00e4gt unsere Schuld.<\/p>\n<p>Wieso ist es m\u00f6glich, dass Jesus an unserer Stelle bestraft wird? Jesus ist dazu in der Lage, weil seine Lammesart eine weitere Prophezeiung erf\u00fcllt, n\u00e4mlich die Makellosigkeit. Nur ein makelloses Lamm konnte als Opferlamm fungieren. So muss auch das Lamm Gottes geistlich makellos sein. Doch wo gibt es auf der Welt einen makellosen Menschen, also jemanden der selbst s\u00fcndenfrei ist und deshalb in der Lage, die S\u00fcnde anderer auf sich zu nehmen! So jemanden gibt es nicht, denn jeder Mensch wird in S\u00fcnde geboren. (Vgl. Ps. 51,7) Es musste jemand g\u00f6ttlichen Ursprungs sein, denn Gott allein ist makellos und vollkommen. Und der einzige der in Frage kam war Gottes eigener Sohn. Die kleinste S\u00fcnde h\u00e4tte Jesus sofort als Gottes Lamm disqualifiziert. Doch Jesus ist der einzige im ganzen Universum, der sowohl die F\u00e4higkeit besitzt das makellose Lamm Gottes zu sein, als auch den Willen, es zu tun. Somit erf\u00fcllte Jesus mit seiner willigen Lammesart auch diese Prophezeiung und starb als schuldloses Lamm Gottes.<\/p>\n<p>Wie wurde Jesus als Lamm Gottes noch offenbart? \u00dcber die Passaordnung hei\u00dft es im 4. Mose: <strong>\u201e<\/strong><strong>Und sie sollen nichts davon \u00fcbriglassen bis zum Morgen, auch keinen Knochen davon zerbrechen und sollen&#8217;s ganz nach der Ordnung des Passa halten.\u201c<\/strong> (9,12) Am Kreuz h\u00e4ngend lie\u00df Jesus sein Blut und sein Leben, als Passalamm. Dann kamen die Soldaten und brachen allen Gekreuzigten die Beine. Doch nur Jesu Beine brachen sie nicht, weil er bereits verstorben war. Jahrtausende lang hatte niemand eine Vorstellung davon, wieso Gott diese speziellen Passaordnungen gegeben hatte. Doch siehe, des R\u00e4tsels L\u00f6sung kam und das Geheimnis wurde in Christus gel\u00fcftet. Langsam aber sicher offenbarte sich Jesus mit seiner Lammesart als Agnus Dei, als Lamm Gottes, <strong>\u201edas der Welt S\u00fcnde tr\u00e4gt\u201c<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Teil III\tLeben mit Jesus, dem Passalamm<\/strong><\/p>\n<p>\u201e<strong>Siehe\u201c<\/strong> ruft Johannes der T\u00e4ufer und das Echo seines Rufens erschallt laut und deutlich, auch in unsere Zeit. Siehe, Gott \u00f6ffnet den Weg der Erl\u00f6sung. Niemand muss mehr aufgrund seiner S\u00fcnden leiden.<\/p>\n<p>Welche Bedeutung hat der Ausruf: <strong>\u201eSiehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt S\u00fcnde tr\u00e4gt\u201c<\/strong> f\u00fcr uns heutzutage? 1991 fing eine Studentin an die Bibel zu studieren. Zuvor wanderte sie in geistlicher Finsternis. Was sie auch tat, konnte sie sich nicht von ihrer S\u00fcndenlast befreien. Stattdessen litt sie sehr darunter.<\/p>\n<p>Doch das Passalamm Jesus ver\u00e4ndert ihr Leben. Wie ist das geschehen? In ihrem Glaubenszeugnis schrieb sie: \u201eIch war skeptisch, ob mir meine S\u00fcnden vergeben werden konnten. Als ich unter der schweren S\u00fcndenlast litt, sprach Gott mich im Fr\u00fchling 1992 beim Gottesdienst mit einem Vers an. \u201e<strong>Am n\u00e4chsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt S\u00fcnde tr\u00e4gt!\u201c<\/strong> Hier sah ich Jesus, der all meine S\u00fcnde auf sich genommen hatte. Da kam ich zum Glauben an ihn, der alle meine S\u00fcnden, Egoismus, Hass, Neid, Begierde und Habgier auf sich genommen hat. Da flossen himmlische Freude und himmlisches Licht in mich hinein. Ich wurde von neuem geboren und sah das in meinem Herzen aufgehende Himmelreich.\u201c Diese Zeugin der Gnade Jesu sitzt heute unter uns. Sie ist nun Missionarin f\u00fcr Darmstadt.<\/p>\n<p>Nicht auszumalen, wie mein Leben aussehen w\u00fcrde, wenn ich Jesus, dem Passalamm nicht begegnet w\u00e4re. Ich m\u00fcsste mit einem dicken S\u00fcndenpacket durch die Welt wandern und ein Leben jenseits des Reiches Gottes f\u00fchren. Mein Dasein w\u00e4re ohne wahre Bedeutung, meine Existenz von kurzer Dauer, meine Zukunft das Gericht. Ein Leben voller Nichtigkeiten, ohne Freude, Gl\u00fcck und Perspektive.<\/p>\n<p>Doch Gottes Gnade ist an mir nicht vorbeigegangen. Gottes Gnade hielt bei mir an und \u00f6ffnete meine geistlichen Augen. Ich sah Jesus, das Lamm Gottes, geschlachtet und geopfert f\u00fcr die S\u00fcnde der Welt. Ich sah die Einladung Gottes und die Einladung des Lammes. Lass mich auch dein Lamm sein. Lass mich auch deine S\u00fcnden tragen. So kann ich bezeugen, dass Jesus auch meine Schuld auf sich genommen hat und auch f\u00fcr meine S\u00fcnden gestorben ist. Durch seine Wunden bin ich heil.<\/p>\n<p>Durch die Predigtvorbereitung beantwortete sich eine Frage, die ich seit einigen Jahren in mir trug. Beim Lesen der Bibel ist mir aufgefallen, dass Jesu in der Offenbarung fast 30x als Lamm bezeichnete wird, das wie geschlachtet ist. Ich erkenne, dass Jesu Wesen das eines Lammes ist und dass er mich mit seiner unvergleichlichen Lammesart tr\u00e4gt. Durch Jesus, das wahre Passalamm, erlebe ich mein ganz pers\u00f6nliches Passawunder und feiere mein ganz pers\u00f6nliches Passafest.<\/p>\n<p>M\u00f6ge Jesu Lammesart jeden von uns so lange tragen, bis wir in das Reich Gottes eintreten. Gott erf\u00fclle uns mit der wahren Weihnachtsfreude.<\/p>\n<p>\u201e<strong>Am n\u00e4chsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt S\u00fcnde tr\u00e4gt!\u201c<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download \u201eSiehe, das ist Gottes Lamm\u201c \u201eAm n\u00e4chsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt S\u00fcnde tr\u00e4gt!\u201c (Joh. 1,29) Warum feiern wir nach mehr als 2000 Jahren die Geburt Jesu Christi? 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