{"id":1232,"date":"2010-12-06T01:51:52","date_gmt":"2010-12-06T00:51:52","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1232"},"modified":"2023-01-29T20:56:30","modified_gmt":"2023-01-29T19:56:30","slug":"predigt-2-samuel-221-2425","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-2-samuel-221-2425\/","title":{"rendered":"Predigt: 2.Samuel 22,1 &#8211; 24,25"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/P21-2Sa2201-2425_2.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Davids Danklied<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<em><strong>Der Herr ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter. Gott ist mein Hort,<br \/>\nauf den ich traue, mein Schild und Berg meines Heils, mein Schutz und meine Zuflucht,<br \/>\nmein Heiland, der du mir hilfst vor Gewalt.\u201d<\/strong><\/em><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(2.Sam 22,2.3)<\/p>\n<p>Wir danken Gott, dass wir das erste und zweite Buch Samuel fast bis zum Ende studieren konnten. Dadurch konnten wir vor allem den Glauben und das Leben von David kennen lernen, der Gott gut gefiel und der von einem Hirtenjungen zum m\u00e4chtigen und beliebten K\u00f6nig \u00fcber ganz Israel wurde. Unser heutiger Text handelt von der letzten Phase von Davids Leben. Am Ende des Lebens zeigt sich, inwiefern das Leben eines Menschen erfolgreich war und gelungen ist. Was sagen Menschen am Ende ihres Lebens? Was werden wir einmal sagen? David war am Ende seines Lebens voller Dankbarkeit und sang Gott ein langes Danklied. Lasst uns durch seinDanklied und seine letzten Worte heute erkennen, warum Davids Leben so erfolgreich war!<\/p>\n<p><strong>Teil 1: Davids Danklied und seine letzten Worte (22,1-23,7)<\/strong><\/p>\n<p>Zur Zeit schreiben viele Menschen ihre Memoiren oder erz\u00e4hlen in Talkshows der \u00d6ffentlichkeit von dem, was sie alles getan und erlebt haben. David war in vielen Bereichen \u00fcberragend \u2013 als Dichter, als Musiker, als Feldherr, als K\u00f6nig \u2013 und h\u00e4tte sich am Ende seines Lebens auch vieler Dinge r\u00fchmen k\u00f6nnen. Doch was tat David, als Gott ihn aus der Hand aller seiner Feinde errettet hatte? Vers 1 sagt: <strong>\u201eUnd David redete vor dem Herrn die Worte dieses Liedes zur Zeit, als ihn der Herr errettet hatte aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls, und sprach\u201c<\/strong>. Anstatt vor den Menschen \u00fcber seine eigenen Taten zu sprechen, wandte sich David an Gott mit einem Danklied. Wie pries er Gott in seinem Lied? Betrachten wir die Verse 2-4: <strong>\u201eDer Herr ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter. Gott ist mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Berg meines Heils, mein Schutz und meine Zuflucht, mein Heiland, der du mir hilfst vor Gewalt. Ich rufe an den Herrn, den Hochgelobten, so werde ich vor meinen Feinden errettet.\u201c<\/strong> Als David Gott pries, gebrauchte er verschiedene Bezeichnungen f\u00fcr Gott. Er pries Gott als seinen Fels, als seine Burg und als seinen Erretter; als seinen Hort, seinen Schild und den Berg seines Heils. Wie war er dazu gekommen, Gott so viele Namen zu geben? Es lag an den Erfahrungen, die er pers\u00f6nlich mit Gott gemacht hatte. Er war im Laufe seines Glaubenslebens in viele verschiedene Schwierigkeiten und ernsthafte N\u00f6te geraten. Wenn er dann  in seiner Not zu Gott kam und seine Hilfe suchte, machte er mannigfaltige Erfahrungen  mit Gott und konnte Gott auf vielf\u00e4ltige Weise kennen lernen \u2013 als Zufluchtsort, als Fels, als Erretter; als seinen Schutz und als seinen Heiland. Dabei ist bezeichnend, dass David Gott nicht einen Felsen, eine Burg oder einen Erretter nannte, sondern sagte: <strong>\u201eDer Herr ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter \u2026\u201c<\/strong> David konnte dadurch, dass er in allen Lebenslagen zu Gott kam, Gott so pers\u00f6nlich erfahren und eine ganz pers\u00f6nliche Beziehung zu ihm entwickeln. Sein Lobpreis spiegelt vom Anfang bis zum Ende diese mannigfaltigen pers\u00f6nlichen Erfahrungen mit Gott wider.<\/p>\n<p>Wie gro\u00df war die Not, in die David \u00f6fter geraten war? In den Versen 5 und 6 bekennt er: <strong>\u201eEs hatten mich umfangen die Wogen des Todes, und die Fluten des Unheils erschreckten mich. Des Totenreichs Bande umfingen mich, und des Todes Stricke \u00fcberw\u00e4ltigten mich.\u201c <\/strong>David geriet oft in gro\u00dfe Not, oft wurde er sogar mit dem Tod konfrontiert. Denn f\u00fcnfzehn Jahre lang hat ihn der vorige K\u00f6nig Saul trotz seiner Loyalit\u00e4t hartn\u00e4ckig verfolgt, wodurch David oft in Lebensgefahr geriet. Nachdem Saul gestorben war und David selbst als K\u00f6nig regierte, musste er gegen aggressive Nachbarv\u00f6lker k\u00e4mpfen und geriet dadurch immer wieder in Lebensgefahr. Schlie\u00dflich scharte sogar sein eigener Sohn Absalom einen gro\u00dfen Teil des Volks und des Heeres hinter sich und machte einen Aufstand, der David in arge Bedr\u00e4ngnis brachte.<\/p>\n<p>Doch was tat David, wenn er in Bedr\u00e4ngnis und Gefahr geriet? Vers 7a sagt: <strong>\u201eAls mir angst war, rief ich den Herrn an und schrie zu meinem Gott.\u201c <\/strong>In der Not verzweifelte David nicht, sondern hielt seinen Glauben fest und betete zu Gott. Die Worte \u201erief\u201c, \u201eschrie\u201c und \u201emein Schreien\u201c zeigen die Intensit\u00e4t, mit der David zu Gott betete.<\/p>\n<p>Was erlebte er dann? Vers 7b sagt: <strong>\u201eDa erh\u00f6rte er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Schreien kam vor ihn zu seinen Ohren.\u201c <\/strong>Gott erh\u00f6rte jedes Mal sein schreiendes Gebet. Die Verse 8-16 beschreiben, wie gro\u00dfartig Gott ihm aus seiner Not half. Wenn wir diese Verse lesen, bekommen wir einen Eindruck davon, wie David oft hautnah erfahren konnte, wie Gott Himmel und Erde in Bewegung setzte, um seinem Auserw\u00e4hlten zu helfen. Gott fuhr auf dem Cherub und flog daher, und er schwebte auf den Fittichen des Windes. Gott donnerte und lie\u00df seine Stimme erschallen und er schoss seine Pfeile und streute sie aus, er sandte Blitze und jagte sie dahin. In den Versen 17-20 beschreibt David Gottes pers\u00f6nliche Hilfe so: <strong>\u201eEr streckte seine Hand aus von der H\u00f6he und fasste mich und zog mich aus gro\u00dfen Wassern. Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die mir zu m\u00e4chtig waren; sie \u00fcberw\u00e4ltigten mich zur Zeit meines Ungl\u00fccks, aber der Herr ward mein Halt. Er f\u00fchrte mich hinaus ins Weite, er riss mich heraus; denn er hatte Lust zu mir.\u201c<\/strong> David konnte immer wieder erleben, wie Gott seine rettende Hand zu ihm ausstreckte und ihn aus aller Not und Bedr\u00e4ngnis herausholte. Auf diese Weise konnte David immer wieder Gottes Liebe zu ihm pers\u00f6nlich erfahren.<\/p>\n<p>Wir f\u00fchren unser Glaubensleben schon mehr oder weniger viele Jahre lang. Wie viel haben wir in dieser Zeit von Gott erfahren? Wie viel man Gott kennen lernt, h\u00e4ngt nicht nur von der Zahl der Jahre ab, in denen man im Glauben gelebt hat, sondern mehr noch von der Intensit\u00e4t, mit der man Gott sucht und im Glauben an ihn Erfahrungen macht. Wie viel ein Mensch Gott erlebt, macht die Gr\u00f6\u00dfe und Qualit\u00e4t des Glaubenslebens aus. Lasst uns in allen Lebenslagen Gott und seine Hilfe suchen und viele Erfahrungen mit ihm machen!<\/p>\n<p>Wie f\u00fchrte David seinerseits sein Leben vor Gott? In dem Abschnitt Verse 21-28 beschreibt David zusammenfassend, wie er sein Leben vor Gott f\u00fchrte. Er bekennt: <strong>\u201eDer <\/strong><strong>Herr<\/strong><strong> tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit; er vergilt mir nach der Reinheit meiner H\u00e4nde. Denn ich halte die Wege des Herrn und bin nicht gottlos wider meinen Gott. Denn alle seine Rechte hab ich vor Augen, und seine Gebote werfe ich nicht von mir, sondern ich bin ohne Tadel vor ihm und h\u00fcte mich vor Schuld. Darum vergilt mir der <\/strong><strong>Herr<\/strong><strong> nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner H\u00e4nde vor seinen Augen.\u201c <\/strong>Hier k\u00f6nnen wir erfahren, wie verantwortungsvoll David vor Gott lebte und wie ernsthaft er danach strebte, Gott zu gefallen. Er hatte immer Gottes Worte vor Augen, damit er in allem nach Gottes Willen leben konnte, und er h\u00fctete sich aufmerksam vor Schuld. Dies bedeutet nicht, dass David 100%-ig rein von jeglicher S\u00fcnde zu leben. Seine S\u00fcnde mit Batseba war ein gro\u00dfer, un\u00fcbersehbarer Makel in seinem Leben. Aber Davids Bekenntnis hier zeigt, dass diese S\u00fcnde wohl wirklich eine Ausnahme in seinem Leben war. Er k\u00e4mpfte darum und tat sein Bestes daf\u00fcr, Gott zu erfreuen und in allen Bereichen nach Gottes Willen zu leben. Dies erm\u00f6glichte es Gott, David so nahe zu sein und sein Leben so sehr zu segnen.<\/p>\n<p>Womit segnete Gott Davids Leben noch, als er stets in der Beziehung zu Gott lebte und in allen Bereichen danach strebte, ihn zu erfreuen? Der Abschnitt Verse 29-40 beschreibt, wie Gott David viele Siege in seinem Leben gab. Er wurde so oft angegriffen und musste so viele K\u00e4mpfe bestehen. Aber Gott half ihm und schenkte ihm jedes Mal den Sieg, sodass er auch noch im hohen Alter die Zuversicht hatte: <strong>\u201eDenn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen und mit meinem Gott \u00fcber Mauern springen.\u201c <\/strong>Durch Gottes Hilfe konnte David alle Feinde besiegen und selbst gr\u00f6\u00dfte Hindernisse im Leben \u00fcberwinden k\u00f6nnen. Es war Gott, der ihn dazu bef\u00e4higte, gut mit den Waffen zu k\u00e4mpfen und verschiedene H\u00fcrden und Hindernisse im Leben leichtf\u00fc\u00dfig zu \u00fcberwinden wie Hirsche, die m\u00fchelos den Berg hochgehen.<\/p>\n<p>Welche Erkenntnis bekam David dadurch? Er bekennt im Vers 31: \u201e<strong>Gottes Wege sind vollkommen, des Herrn Worte sind durchl\u00e4utert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.\u201c<\/strong> Gott half David zum einen durch seine Worte, die durchl\u00e4utert, also absolut fehlerfrei und zuverl\u00e4ssig sind. Durch sein Wort schenkte Gott ihm immer wieder Trost und Orientierung, was er tun sollte. Zum andern schenkte Gott ihm Kraft zum K\u00e4mpfen und seinen Schutz, sodass er schlie\u00dflich praktisch immer den Sieg erlangen konnte. Manchmal konnte David nicht erkennen, warum er in diese oder jene Not geraten war und wozu alles gut sein sollte. Aber Gott schenkte schlie\u00dflich immer den Sieg und David konnte erkennen, dass Gottes Wege, auf denen er ihn gef\u00fchrt hat, vollkommen sind. In den Versen 32-44 beschreibt er genauer, wie Gott ihm viele Siege gab. In den Versen  44-46 beschreibt er, wie Gott ihn zum Herrscher \u00fcber ganz Israel und sogar auch \u00fcber andere V\u00f6lker gemacht hat. In den restlichen Versen 47-51 lobte David weiter Gott, der ihn erh\u00f6ht und in den unterschiedlichen Schwierigkeiten den Sieg gegeben hat. Zum Schluss seines Danklieds sagt er:<strong> \u201eDarum will ich dir danken, Herr, unter den Heiden und deinem Namen lobsingen, der seinem K\u00f6nige gro\u00dfes Heil gibt und Gnade erweist seinem Gesalbten, David und seinem Hause ewiglich.\u201c<\/strong> David hatte in allen Lagen Gott gesucht und seine Hilfe vielf\u00e4ltig erfahren. Weil er immer mit Gott lebte, konnte er ein gesegnetes Leben f\u00fchren und in allen Bereichen Gottes Hilfe und Sieg erfahren. So konnte er am Ende seines Lebens voller Dankbarkeit sein und Gott ausf\u00fchrlich danken und loben. M\u00f6ge Gott auch uns helfen, immer mit Gott zu leben und ihm in unserem Leben viele Danklieder zu singen!<\/p>\n<p>Betrachten wir Kap. 23, Verse 1-7. In diesem Abschnitt erfahren wir Davids letzte Worte, mit denen er sein Leben praktisch zusammengefasst  hat. Was ein Mensch ganz am Ende seines Lebens sagt, gibt Aufschluss dar\u00fcber, wer er ist und wie er gelebt hat. Viele bringen ihre Reue \u00fcber begangene Fehler oder Vers\u00e4umnisse zum Ausdruck, viele ihren Kummer dar\u00fcber, dass ihr Leben nun zu Ende ist, obwohl sie noch viel mehr erleben wollten. Doch was waren David letzte Worte? Betrachten wir die Verse 1-4a: <strong>\u201eDies sind die letzten Worte Davids. Es spricht David, der Sohn Isais, es spricht der Mann, der hoch erhoben ist, der Gesalbte des Gottes Jakobs, der Liebling der Lieder Israels\u201c.<\/strong> <strong>Der Geist des Herrn hat durch mich geredet, und sein Wort ist auf meiner Zunge. Es hat der Gott Israels zu mir gesprochen, der Fels Israels hat geredet: Wer gerecht herrscht unter den Menschen, wer herrscht in der Furcht Gottes, der ist wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, am Morgen ohne Wolken.\u201c <\/strong>David sprach am Ende seines Lebens nicht Worte des Bedauerns oder der Reue, sondern Worte voller Licht und Wahrheit und voll von Hoffnung. Denn durch seine enge Beziehung zu Gott redete der Geist Gottes durch ihn David hatte sein Wort auf seiner Zunge. Welche Erkenntnis konnte er am Ende seines Lebens bezeugen? Er bezeugte, dass wer in der Furcht Gottes und unter den Menschen gerecht herrscht, wie das helle Licht der aufgehenden Sonne ist. Zur Zeit ist es morgens oft tr\u00fcb und kalt. Aber k\u00f6nnt ihr euch vorstellen, wie an einem klaren Sommertag morgens die Sonne aufgeht und mit ihrem hellen Licht alles durchflutet und das ganze Land erhellt und erw\u00e4rmt? David, der in der Furcht Gottes lebte und gerecht unter den Menschen herrschte, war wie der helle, warme Sonnenschein an so einem klaren Sommermorgen.<\/p>\n<p>Wie wir wissen, lebte David wirklich in der Furcht Gottes und bem\u00fchte sich, gerecht unter den Menschen zu herrschen. In Kap. 8,15 hei\u00dft es, dass er seinem ganzen Volk Recht und Gerechtigkeit verschaffte. Dadurch strahlte sein Leben bis ins hohe Alter wie ein helles Licht, und man nannte ihn die Leuchte Gottes (21,17). Er sagt im Vers 4b und 5 weiter: <strong>\u201eUnd wie das Gras nach dem Regen aus der Erde bricht, so ist mein Haus fest bei Gott; denn er hat mir einen ewigen Bund gesetzt, in allem wohl geordnet und gesichert. All mein Heil und all mein Begehren wird er gedeihen lassen.\u201c <\/strong>Eigentlich war David schon etwa 70 Jahre alt und w\u00fcrde bald sterben. Aber wie frisches Gras im warmen Sonnenlicht nach dem Regen kr\u00e4ftig w\u00e4chst, war David innerlich bis zum Ende seines Lebens voller Hoffnung und frischer Lebenskraft, weil er in der Gottesfurcht mit Gott lebte. Im Gegensatz dazu sind die Menschen, die Gott verachten, wie verwehte Disteln, die nicht nur wurzellos und trocken sind, sondern auch jedem, der in Kontakt mit ihnen kommt, gro\u00dfe Schmerzen bereiten (6.7).<\/p>\n<p>Was David am Ende seines Lebens sagte, ist eigentlich wirklich \u00fcberraschend und erstaunlich. Nicht nur weil so gro\u00dfe Lebenskraft und Zuversicht am Ende des Lebens extrem selten sind. Es ist auch deshalb \u00fcberraschend, weil es in Davids Leben mehrere Komponenten gab, die sein Leben eigentlich elend machen k\u00f6nnten. Zum einen war David als der j\u00fcngste von sieben S\u00f6hnen geboren. Er war in seiner Familie dazu abgestellt, irgendwo drau\u00dfen die Schafe zu h\u00fcten und war in den Augen seines Vaters so unbedeutend, dass er ihn v\u00f6llig verga\u00df, als Samuel ihn dazu aufforderte, alle seine S\u00f6hne ihm vorzuf\u00fchren. Doch Gott bestimmt David dazu, K\u00f6nig \u00fcber sein Volk zu sein. Doch nachdem David zum K\u00f6nig gesalbt und auf diese Weise von Gott erh\u00f6ht wurde, h\u00f6rte sein Leiden nicht auf. Vielmehr geriet sein Leben f\u00fcnfzehn lange Jahre in gro\u00dfe Bedr\u00e4ngnisse und Not. Denn wegen Sauls grundlosem Neid und Hass wurde David wie der Staatsfeind Nr. 1 behandelt und oft von einer ganzen Armee verfolgt. Diese Lebensbedingungen verursachten viel Leiden. Viele Menschen w\u00fcrden solche gravierenden und lang anhaltenden Leiden nicht erdulden k\u00f6nnen, sondern w\u00fcrden gegen Gott klagen und schreien, warum Gott das zugelassen hat. Aber David hat alle Schwierigkeiten im pers\u00f6nlichen Vertrauen auf Gott erduldet. So konnte er am Ende die Frucht tragen, n\u00e4mlich seine reife Pers\u00f6nlichkeit, sein beispielloses K\u00f6nigtum und sein gro\u00dfer geistlicher Einfluss bis hin in unsere Zeit, der wie helles Sonnenlicht ist. All dies war Gottes Segen, oder anders gesehen die die Fr\u00fcchte seines Lebens im Glauben an Gott.<\/p>\n<p>Was bedeutet das f\u00fcr uns? Was k\u00f6nnen wir hierdurch lernen? Wir sind vielleicht nicht als j\u00fcngstes von sieben Kindern benachteiligt worden. Keiner von uns wurde  wie David f\u00fcnfzehn Jahre lang verfolgt. Aber trotzdem gibt es auch in unserem Leben Elemente, die f\u00fcr uns Schwierigkeiten und Leiden verursachen und die uns wie ein unertr\u00e4gliches Schicksal vorkommen k\u00f6nnen. Doch wenn wir wie David in der einer engen Beziehung mit Gott leben, k\u00f6nnen wir alle schicksalhaften Bedingungen \u00fcberwinden und erfahren, wie Gott unser Leben mit Sinn und mit pers\u00f6nlichen Gl\u00fcck erf\u00fcllt. Wenn wir stets mit Gottesfurcht und Vertrauen auf Gott leben, will Gott uns einflussreich wie helles Licht der Sonne am Morgen und voller Lebenskraft wie frisch wachsendes Gras werden lassen. Jeder w\u00fcnscht sich, dass sein Leben gelingt und er oder sie wahres Gl\u00fcck erlangt, nicht wahr? Doch die gro\u00dfe Frage ist, wie wir das wahre Gl\u00fcck erlangen. Davids Leben zeigt, dass der Erfolg und das Gelingen unseres Lebens ganz vom Segen Gottes abh\u00e4ngt. M\u00f6ge Gott jedem von uns helfen, in Gottesfurcht mit Gott zu leben und dadurch ein Leben voller und Sinn Lebensgl\u00fcck zu f\u00fchren!<\/p>\n<p><strong>Teil 2: Davids Helden (23,8-39)<\/strong><\/p>\n<p>In seinem Danklied hat David zum Ausdruck gebracht, wie viele K\u00e4mpfe er zu f\u00fchren hatte und wie oft es dabei um Leben und Tod ging. Doch David musste gegen seine vielen Feinde nicht allein k\u00e4mpfen. Im zweiten Teil von Kap. 23 finden wir die Liste der Helden, die treu an seiner Seite k\u00e4mpften und oft eine wichtige Rolle beim Erlangen der Siege \u00fcber die Feinde spielten. Wer waren Davids Helden und welche Eigenschaften hatten sie? Der Abschnitt Verse 8-12 berichtet zun\u00e4chst \u00fcber \u201edie Drei\u201c, sozusagen die drei Superhelden, die ganz au\u00dferordentliche Heldentaten vollbrachten. So hatte Jischbaal einmal mit seinem Spie\u00df 800 Feinde erschlagen. Eleasar hat einmal, als die Israeliten sich schon zur\u00fcckzogen, so unbeirrt gegen die Philister weiter gek\u00e4mpft, dass das Volk sich schlie\u00dflich wieder umwandte und Gott Israel an dem Tag einen gro\u00dfen Sieg geben konnte. Schamma hatte in einem anderen Kampf, als die Israeliten schon flohen, nicht nur standgehalten, sondern die Feinde mutig angegriffen, sodass das Blatt sich wendete und Gott dem Volk gro\u00dfes Heil gab. Die drei Helden Davids zeichneten sich also durch  \u00fcberragenden Mut und Kampfgeist und gro\u00dfe Tapferkeit aus.<\/p>\n<p>Aber David hatte nicht nur diese drei hervorragenden Helden. Es gab drei\u00dfig weitere Helden, von denen sich wiederum drei ganz besonders hervorgetan hatten. Die Verse 13-17 berichten davon, wie sie einmal, als David Durst hatte, in das von Feinden besetzten Bethlehem eindrangen und aus dem Brunnen dort Wasser f\u00fcr ihn holten. Damit erwiesen sie nicht nur ihren gro\u00dfen Mut, sondern auch ihre Liebe gegen\u00fcber David. Doch David wollte das Wasser nicht trinken, sondern er goss es aus vor dem Herrn und sagte: <strong>\u201eDas lasse der Herr fern von mir sein, dass ich das tue! Ist\u2019s nicht das Blut der M\u00e4nner, die ihr Leben gewagt haben und hingegangen sind?\u201c<\/strong> (17a) David wollte das Wasser nicht trinken, sondern Gott opfern, weil er es als das Blut der M\u00e4nner erachtete, die ihr Leben daf\u00fcr eingesetzt hatte. Hier wird deutlich, dass nicht nur die Helden Davids ihn liebten und auf Leben und Tod f\u00fcr ihn eintraten, sondern wie sehr David seinerseits sie wertsch\u00e4tzte und ihr Leben hoch achtete.<\/p>\n<p>Die Verse 18-23 berichten \u00fcber Abischai und Benaja, die unter den Drei\u00dfig am meisten angesehen waren. Ihre Heldentaten waren sehr beeindruckend, wie zum Beispiel Abischais Sieg mit seinem Spie\u00df \u00fcber 300 Feinde oder Benajas erfolgreicher Kampf mit einem L\u00f6wen in einem Brunnen. Trotzdem kamen sie nicht an \u201edie Drei\u201c heran, die einfach ph\u00e4nomenal waren. Ab Vers 24 finden wir die Liste der anderen ehrenwerten Helden Davids. Wenn wir die Liste aufmerksam lesen, f\u00e4llt uns auf, dass darin Joab nicht vorkommt, obwohl er zweifellos ein mutiger und erfolgreicher Kriegsmann und Feldherr war. Mut und Tapferkeit waren also nicht alles. Was war noch n\u00f6tig, um in die Liste der Helden aufgenommen zu werden? Es war die Loyalit\u00e4t und Liebe zum K\u00f6nig, die Davids Helden auszeichnete, die Joab aber oft fehlte.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir von der Beschreibung von Davids Helden lernen? Die Bibel lehrt uns im Neuen Testament, dass die Christen Streiter Jesu Christi sind. Dabei geschieht unser Kampf nicht mit sichtbaren Waffen gegen Menschen, sondern wir sollen die geistliche Waffenr\u00fcstung anziehen und damit gegen die S\u00fcnde und unsichtbaren M\u00e4chte des B\u00f6sen k\u00e4mpfen (Eph 6,10-20). Die Stelle in 2. Tim 2,3 sagt:<strong> \u201eLeide mit als ein guter Streiter Christi Jesu.\u201c<\/strong> Als Streiter Jesu sollen wir mit unserem Herrn Jesus f\u00fcr sein Reich eintreten und sollen dabei mutig und tapfer sein und keine Angst vor Leiden haben. Doch wie bei den Helden Davids reichen Mut und Tapferkeit nicht aus, damit wir in die Liste der Helden Jesu Christi aufgenommen werden. Am wichtigsten ist, dass wir unseren K\u00f6nig Jesus lieben und ihm loyal folgen.<\/p>\n<p><strong>Teil 3: Gott l\u00e4sst David den Tempelplatz finden (24,1-25)<\/strong><\/p>\n<p>Es w\u00e4re eigentlich sch\u00f6n gewesen, wenn die Geschichte von David mit der Aufz\u00e4hlung seiner Helden ehren- und w\u00fcrdevoll zu Ende gegangen w\u00e4re. Doch es folgt noch das Kap. 24, das von nochmaliger S\u00fcnde des Volkes und auch von David berichtet und von ihren Folgen. Der Vers 1 berichtet davon, dass Gottes Zorn nochmals gegen Israel entbrannte. Der Text erw\u00e4hnt nicht ausdr\u00fccklich den Grund daf\u00fcr, aber in der Geschichte gab es eigentlich immer nur einen Grund, aus dem Gott auf sein auserw\u00e4hltes geliebtes Volk zornig wurde, n\u00e4mlich wenn sie erneut gegen ihn s\u00fcndigten. Wie \u00e4u\u00dferte sich Gottes Zorn auf ihre S\u00fcnde? Gott lie\u00df es zu, dass David sich dazu verleiten lie\u00df, alle wehrf\u00e4higen M\u00e4nner in Israel und Juda z\u00e4hlen zu lassen. Warum war das Z\u00e4hlen der Soldaten eine S\u00fcnde? David sollte sich eigentlich ganz allein auf Gott verlassen und nicht auf Menschen oder milit\u00e4rische St\u00e4rke. Noch vor kurzem hatte in seinem Danklied bekannt, dass Gott sein Schutz und seine Zuflucht ist. Aber offenbar hatte er diese Gesinnung ein St\u00fcckweit wieder verloren. Nun wollte er die Zahl aller wehrf\u00e4higen M\u00e4nner ermitteln lassen, damit er \u201ewei\u00df, wie viel ihrer sind\u201c. Durch die aufw\u00e4ndige Z\u00e4hlung aller wehrf\u00e4higen M\u00e4nner im Land ignorierte er die Macht und treue Hilfe Gottes, die Gott ihm bis dahin erwiesen hatte.<\/p>\n<p>Als Joab nach \u00fcber neun Monaten zur\u00fcckkam und David die Gesamtzahl der wehrf\u00e4higen M\u00e4nner in Israel und Juda berichtete, schlug David das Herz, und er sprach zu Gott: <strong>\u201eIch habe schwer ges\u00fcndigt, dass ich das getan habe. Und nun, Herr, nimm weg die Schuld deines Knechts; denn ich hab sehr t\u00f6richt getan\u201c <\/strong>(10). Gott erh\u00f6rte auch dieses Gebet seines Knechts. Aber Gott lie\u00df David am n\u00e4chsten Morgen durch den Propheten Gad zwischen drei Konsequenzen w\u00e4hlen, die seine schwere S\u00fcnde haben w\u00fcrde. David w\u00e4hlte es, in die H\u00e4nde Gottes zu fallen, weil er darauf vertraute, dass Gott barmherzig ist. Daraufhin lie\u00df Gott die Pest \u00fcber Israel kommen. Aber als der Engel seine Hand \u00fcber Jerusalem ausstreckte, reute Gott das \u00dcbel, und er gebot ihm Einhalt. Da stand der Engel des Herrn gerade bei der Tenne eines Jebusiters namens Arauna. Als David den Engel sah, der das Volk schlug, betete er flehentlich zu Gott: <strong>\u201eIch habe ges\u00fcndigt, ich habe die Missetat getan; was haben diese Schafe getan? Lass deine Hand gegen mich und meines Vaters Haus sein!\u201c <\/strong>(17) Daraufhin forderte Gott ihn dazu auf, auf der Tenne Araunas Gott einen Altar zu errichten. David ging hin und kaufte Arauna die Tenne ab und baute Gott dort einen Altar und brachte Brandopfer dar, damit seine S\u00fcnde und die des Volkes ges\u00fchnt w\u00fcrde und die Plage aufh\u00f6re. Vers 20b berichtet: <strong>\u201eUnd der Herr wurde  dem Land wieder gn\u00e4dig, und die Plage wich von dm Volk Israel.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Dass die Geschichte von David nicht mit dem Bericht \u00fcber gro\u00dfartige Taten von David und seinen Helden endet, sondern mit neuerlicher S\u00fcnde Israels und auch Davids, ist einerseits bedauerlich. Andererseits wird dadurch jeglicher Personenkult f\u00fcr den gro\u00dfen K\u00f6nig David ausgeschlossen und es wird klar, dass nicht David, sondern Gott alle Ehre geb\u00fchrt. Denn Gott sorgte daf\u00fcr, dass die Geschichte schlie\u00dflich doch nicht mit der S\u00fcnde endete, sondern mit der Vergebung und dem Segen Gottes. Dadurch hat sich Gott als der Sieger offenbart, der nicht zul\u00e4sst, dass die S\u00fcnde das letzte Wort hat. Denn Gott erw\u00e4hlte den Ort, an dem die Plage aufh\u00f6rte und an dem David den Altar baute, zu dem Ort, wo Davids Sohn Salomo sp\u00e4ter den Tempel bauen sollte. Gott geb\u00fchrt alle Ehre!<\/p>\n<p>Heute haben wir Davids Danklied und seine letzten Worte kennen gelernt. David hatte in den Schwierigkeiten und N\u00f6ten und allen Lebenslagen Gott gesucht und hatte ihn vielfach erfahren und konnte ihn am Ende seines Lebens auf mannigfaltige Weise preisen. Denn Gott hatte ihn vielf\u00e4ltig gesegnet und hatte so sein Leben gl\u00fccklich gemacht. M\u00f6ge Gott auch uns helfen, unser Leben in der engen Beziehung zu Gott zu f\u00fchren, sodass er unser Leben wahrhaft segnen und sinnvoll und gl\u00fccklich machen kann! M\u00f6ge Gott uns helfen, ihm bis zum Ende unseres Lebens viele Danklieder zu singen! Lesen wir nochmals das Leitwort 22,2.3: <strong>\u201eDer Herr ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter. Gott ist mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Berg meines Heils, mein Schutz und meine Zuflucht, mein Heiland, der du mir hilfst vor Gewalt.\u201c<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Davids Danklied \u201eDer Herr ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter. 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