{"id":12302,"date":"2024-04-14T11:00:46","date_gmt":"2024-04-14T09:00:46","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/?p=12302"},"modified":"2025-12-02T19:12:30","modified_gmt":"2025-12-02T18:12:30","slug":"predigt-apostelgeschichte-211-2229","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-apostelgeschichte-211-2229\/","title":{"rendered":"Predigt: Apostelgeschichte 21,1-22,29"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/2023-Apg-L20_21-01_22-29-P.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.schlachterbibel.de\/de\/bibel\/apostelgeschichte\/21\/1-40?hl=1#hl\"><strong>Bibeltext<\/strong><\/a> &nbsp;&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Paulus zog nach Jerusalem hinauf<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Nach diesen Tagen machen wir uns fertig und zogen hinauf nach Jerusalem.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Apostelgeschichte 21,15)<\/p>\n<p class=\"western\">\u201eReise nach Jerusalem\u201c ist ein bekanntes Gesellschaftsspiel. Beim Spiel versucht jeder sich so schnell wie m\u00f6glich auf einen Stuhl zu setzen, sobald die Musik gestoppt wird. Wer sich keinen Platz erk\u00e4mpft, scheidet aus.<\/p>\n<p class=\"western\">Nun m\u00f6chte ich mit euch eine echte Reise nach Jerusalem betrachten. Als die Evangelisation durch Paulus in Ephesus ihren H\u00f6hepunkt erreichte, nahm sich Paulus vor, nach Rom zu reisen. In Apg 19,21 steht: <b>\u201eAls das geschehen war, nahm sich Paulus im Geist vor, durch Makedonien und Achaia zu ziehen und <\/b><u><b>nach Jerusalem<\/b><\/u><b> zu reisen, und sprach: Wenn ich dort gewesen bin, muss ich auch Rom sehen.\u201c <\/b><\/p>\n<p class=\"western\">Warum er zuerst nach Jerusalem reisen wollte, erkl\u00e4rte er in seinem Brief an die Gemeinde in Rom:<\/p>\n<p class=\"western\">\u201e<b>Jetzt aber reise ich nach Jerusalem, um den Heiligen zu dienen.\u2002Denn Makedonien und Achaia haben eine Gabe der Gemeinschaft beschlossen f\u00fcr die Armen unter den Heiligen in Jerusalem. Sie haben\u2019s beschlossen, denn sie sind auch ihre Schuldner. Denn wenn die Heiden an ihren geistlichen G\u00fctern Anteil bekommen haben, ist es recht und billig, dass sie ihnen auch mit irdischen G\u00fctern dienen.\u201c<\/b> (R\u00f6mer 15,25-27)<\/p>\n<p class=\"western\">Also wollte er die Spenden, die von den Gemeinden in Europa gesammelt wurden, der Gemeinde in Jerusalem zur Sicherheit selbst aush\u00e4ndigen.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Stelle in Apg 20,16 erkl\u00e4rt, dass Paulus sich beeilte, bis zum Pfingsttag in Jerusalem zu sein. Lesen wir die Verse Apg 20,22-24 zusammen: <b>\u201eUnd nun siehe, durch den Geist gebunden, fahre ich nach Jerusalem und wei\u00df nicht, was mir dort begegnen wird, nur dass der Heilige Geist mir in allen St\u00e4dten bezeugt, dass Fesseln und Bedr\u00e4ngnisse auf mich warten.\u2002Aber ich achte mein Leben nicht der Rede wert, wenn ich nur meinen Lauf vollende und das Amt ausrichte, das ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, zu bezeugen das Evangelium von der Gnade Gottes.\u201c<\/b> Paulus wusste nicht, was ihm genau in Jerusalem begegnen wird. Er wusste nur durch den Heiligen Geist, dass Fesseln und Bedr\u00e4ngnisse auf ihn warteten. Dennoch wollte er seinen Reiseplan nach Jerusalem nicht \u00e4ndern, da er dort das Evangelium von der Gnade Gottes bezeugen wollte.<\/p>\n<p class=\"western\">F\u00fcr diese Reise nahm Paulus folgende Mitarbeiter mit: Sopater aus Ber\u00f6a, aus Thessalonich Aristarch und Sekundus und Gajus aus Derbe und Timotheus, aus der Provinz Asien Tychikus und Trophimus (Apg 20,4). Der Verfasser Lukas steht nicht in der Liste, doch er war sicher auch dabei.<\/p>\n<p class=\"western\">Paulus erreichte zuerst Tyrus mit seinem Reiseteam. Als sie dort die J\u00fcnger vorfanden, blieben sie 7 Tag bei ihnen. Die J\u00fcnger in Tyrus warnten Paulus davor, nach Jerusalem weiterzureisen. Der Heilige Geist hatte sie wissen lassen, welche Gefahren ihm dort begegnen w\u00fcrden. Sie zogen weiter nach Ptolemais. Dort blieben sie einen Tag bei den Br\u00fcdern. Am n\u00e4chsten Tag zogen sie weiter nach C\u00e4sarea, wo der Evangelist Philippus wohnte. Dorthin kam der Prophet Agabus aus Jud\u00e4a. Er nahm den G\u00fcrtel von Paulus und band sich die F\u00fc\u00dfe und H\u00e4nde. Dann sprach er: Die Juden in Jerusalem werden ihn so binden und den Heiden ausliefern. Wiederum baten alle, die Paulus liebten, dass er nicht nach Jerusalem hinauf z\u00f6ge.<\/p>\n<p class=\"western\">Auf ihre Bitte antwortete er nur so: <b>\u201eWarum weint ihr und macht mir das Herz schwer? Ich bin nicht nur bereit, mich in Jerusalem gefangen nehmen zu lassen, ich bin auch bereit, dort f\u00fcr Jesus, den Herrn zu sterben. Weil er fest entschlossen war, h\u00f6rten sie auf, ihn zu \u00fcberreden und sagten: Des Herrn Wille geschehe.\u201c <\/b>(Apg 21,13.14)<\/p>\n<p class=\"western\">Lesen wir den Apg 21,15 zusammen. <b>\u201eUnd nach diesen Tagen machten wir uns fertig und zogen hinauf nach Jerusalem.\u201c<\/b> Obwohl alle Paulus baten, nicht nach Jerusalem zu reisen, wurde die Reise nach Jerusalem nicht gestoppt.<\/p>\n<p class=\"western\">Schlie\u00dflich erreichte Paulus mit seinem Reiseteam die Jerusalem. Lesen wir den Vers Apg 21,17 zusammen. <b>\u201eAls wir nun nach Jerusalem kamen, nahmen uns die Br\u00fcder gerne auf.\u201c<\/b> Es hat sich gelohnt, trotz aller Warnung dorthin zu kommen, weil die Br\u00fcder Paulus und die Heidenchristen gerne aufnahmen. Gemeinsam gingen sie zu Jakobus, der die Gemeinde leitete. Bei ihm versammelten sich die \u00c4ltesten. Als Paulus sie begr\u00fc\u00dft hatte, berichtete er ausf\u00fchrlich, was Gott unter den Heiden durch seine Arbeit getan hatte. Was war ihre Reaktion auf seinen Bericht? Sehen wir uns den Vers Apg 21,20a an: <b>\u201eAls sie aber das h\u00f6rten, lobten sie Gott.\u201c<\/b> Sie erkannten darin die \u00dcberwindung der Grenze zwischen den Juden und den Heiden und erkannten die Arbeit von Paulus unter den Heiden als Gottes Werk an. Somit wurden die Heidenchristen aufgenommen, so dass sie mit den Judenchristen zusammen den Leib Christi bilden durften. Es war eine lange Geschichte, dass die Juden mit den Samaritern keine Gemeinschaft hatten. Dar\u00fcber hinaus betrachteten die Juden die Heiden wie Hunde. Aber Jakobus und die \u00c4ltesten lobten Gott, als sie den Bericht von Paulus h\u00f6rten.<\/p>\n<p class=\"western\">Doch dann \u00e4u\u00dferten sie ihre Bef\u00fcrchtung. Und zwar missverstanden tausende Judenchristen Paulus. Sie meinten: Paulus lehrt alle Juden den Abfall von Mose. Ihrer Meinung nach sei Paulus gegen ihre Ordnung und ihre Tradition. Weil sie alle f\u00fcr das Gesetz eiferten, konnten sie Paulus nicht tolerieren. Daher gab die Gemeindeleitung in Jerusalem Paulus einen Rat, um das Missverst\u00e4ndnis abzubauen. Paulus sollte in den Tempel gehen und den Juden \u00f6ffentlich zeigen, dass er alle vom Gesetz geforderten Reinigungsvorschriften erf\u00fcllte. Durch diese Aktion sollte Paulus beweisen, dass alle Ger\u00fcchte \u00fcber ihn nicht wahr seien. Paulus nahm diesen Vorschlag an. Eine Woche lang lief alles ohne irgendeinen Zwischenfall. Als die sieben Tage zu Ende gingen, sahen ihn die Juden aus der Provinz Asien im Tempel. Sie schrien: <b>\u201eIhr M\u00e4nner von Israel, helft! Dies ist der Mensch, der alle Menschen an allen Enden lehrt gegen unser Volk, gegen das Gesetz und gegen diese St\u00e4tte; dazu hat er auch Griechen in den Tempel gef\u00fchrt und diese heilige St\u00e4tte entweiht.\u201c<\/b> (21,28) Das ganze Volk wurde durch sie erregt und die ganze Stadt geriet in Aufruhr. Die Juden ergriffen Paulus und schleppten ihn aus dem Tempel, um ihn zu t\u00f6ten.<\/p>\n<p class=\"western\">Da kam die Nachricht davon hinauf vor den Oberst der Abteilung, dass ganz Jerusalem in Aufruhr sei. Als die er mit seinen Soldaten zu ihnen kam, h\u00f6rten sie auf, Paulus zu schlagen. Obwohl der Oberst wissen wollte, wer Paulus w\u00e4re und was er getan h\u00e4tte, konnte er keine genaue Information bekommen. Denn jeder sagte etwas anderes. Wegen des Gedr\u00e4nges der Menge mussten die Soldaten Paulus in die Burg tragen. Die Volksmenge folge und schrie: Weg mit ihm!<\/p>\n<p class=\"western\">In so einer dramatischen Lage bat Paulus den Oberst, ihm zu erlauben, zu seinem Volk zu reden. Der Oberst ignorierte die Bitte von Paulus nicht, sondern erlaubte sie. In Kapitel 22 erz\u00e4hlte Paulus seine Bekehrungsgeschichte. Er sprach von seiner j\u00fcdischen Herkunft, von seiner Ausbildung durch den bekannten Lehrer Gamaliel, von seinem Eifer f\u00fcr Gott und er bekannte ihnen: Er sei ein Verfolger der Christen gewesen. Aber Jesus besuchte ihn, als er nach Damaskus reiste, um die Christen dort festzunehmen. Weil ein helles Licht seine Augen blendete, wurde er blind. Dennoch lie\u00df Jesus ihn wieder sehen. Jesus schickte ihm seinen Diener Hananias. Obwohl Paulus gegen die Christen gewesen war, wurde seine S\u00fcnde abgewaschen. Als Paulus von Damaskus nach Jerusalem zur\u00fcckkam, sprach Jesus zu ihm, Jerusalem schnell zu verlassen. Eigentlich wollte Paulus seinem Volk von Jesus erz\u00e4hlen. Aber damals sagte Jesus zu ihm: <b>\u201eSie werden dein Zeugnis von mir nicht h\u00f6ren.\u201c<\/b> (21,18)<b> \u201eGeh hin; denn ich will dich in die Ferne zu den Heiden senden.\u201c <\/b>(22,21) Das war die Bekehrungsgeschichte von Paulus. Als die Juden Paulus bis dahin zugeh\u00f6rt hatten, erhoben sie ihre Stimme und riefen: <b>\u201eHinweg mit diesem von der Erde! Denn er darf nicht mehr leben.\u201c<\/b> (22,22b) Auf die Erz\u00e4hlung \u00fcber seine Bekehrung reagierten die Juden voller Emp\u00f6rung. Aus Wut schrien sie und zerrissen ihre Kleider.<\/p>\n<p class=\"western\">Als Paulus in Ephesus seine dritte Missionsreise beendete, nahm er sich vor, nach Jerusalem zu reisen. F\u00fcr die Reise sammelte er Spenden von den Gemeinden, um die hungerleidende Gemeinde in Jerusalem zu unterst\u00fctzen. Trotz aller Warnungen vor den Gefahren reiste er nach Jerusalem. Nun begegneten ihm Fesseln und Bedr\u00e4ngnisse, wie es ihm mehrfach gesagt wurde.<\/p>\n<p class=\"western\">Als mir dieser Predigttext zugeteilt wurde, fing ich an, dar\u00fcber nachzudenken, was der Text aussagen will. Sicher kann die Entschlossenheit von Paulus f\u00fcr den Herrn zu sterben ein Punkt sein. Seine Reise nach Jerusalem erinnerte mich an den Weg Jesu nach Jerusalem. In Lukas-Ev. 9,51 lesen wir dazu: <b>\u201eEs begab sich aber, als die Zeit erf\u00fcllt war, dass er in den Himmel aufgenommen werden sollte, da wandte er das Angesicht, entschlossen, nach Jerusalem zu wandern.\u201c<\/b> So wie Jesus entschlossen nach Jerusalem wanderte, wollte auch Paulus unbedingt nach Jerusalem reisen. Warum zog er nach Jerusalem hinauf, obwohl Gefahren auf ihn warteten? Ein Grund sein, dass er die gesammelten Spenden sicher zur Muttergemeinde gebracht werden sollten. Daher konnte er diese Aufgabe nicht anderen \u00fcberlassen, sondern wollte unbedingt selbst die Gabe aush\u00e4ndigen. Zum anderen kann es sein, dass die Heidenchristen als ein Teil des Leibes Christi von der Muttergemeinde anerkannt werden sollen. Eigentlich wurden die Heidenchristen schon l\u00e4ngst als ein Teil des Leibes Christi akzeptiert. Dennoch gab es viel Missverst\u00e4ndnisse \u00fcber sie. Durch den Besuch wollte er die Gemeinschaft zwischen den Br\u00fcdern in Jerusalem und den Heidenchristen st\u00e4rken. Darum nahm er auch mehr als 7 Mitarbeiter, die meist Heidenchristen waren, auf die Reise mit.<\/p>\n<p class=\"western\">Diese zwei genannten Gr\u00fcnde k\u00f6nnten eine daf\u00fcr Erkl\u00e4rung sein, warum Paulus nach Jerusalem ging. Obwohl die zwei Gr\u00fcnde plausibel klingen, fragte ich mich weiterhin: Warum reiste Paulus hinauf nach Jerusalem? Als Antwort fand ich einen weiteren Grund. Im R\u00f6merbrief 9,1-3 sagt Paulus: <b>\u201eIch sage die Wahrheit in Christus und l\u00fcge nicht, wie mir mein Gewissen bezeugt im Heiligen Geist,\u2002dass ich gro\u00dfe Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlass in meinem Herzen habe.\u2002Denn ich w\u00fcnschte, selbst verflucht und von Christus getrennt zu sein f\u00fcr meine Br\u00fcder, die meine Stammverwandten sind nach dem Fleisch.\u201c<\/b> Seit seiner Bekehrung war er die ganze Zeit unterwegs f\u00fcr die Menschen, die Juden waren. Jesus berief ihn, um ihn zu den Heiden zu senden. Daher war er dem Auftrag des Herrn durch seine erste, zweite und dritte Missionsreise gehorsam. Nach diesen \u201eDienstreisen\u201c hatte er noch vor, auch Rom zu besuchen und danach nach Spanien zu reisen. Bis ans \u201eEnde der Welt\u201c wollte er f\u00fcr den Herrn seine Missionsaufgabe erf\u00fcllen. Aber in seinem Herzen hatte er ein ungel\u00f6stes Problem, n\u00e4mlich gro\u00dfe Traurigkeit und Schmerzen. Sein eigenes Volk war verflucht und von Christus getrennt, w\u00e4hrend die Heiden, die ohne Gott lange Jahre gelebt haben, gesegnet werden. Sein Wunsch war, an Stelle seiner Stammverwandten selbst verflucht zu werden und von Christus getrennt zu werden, wenn sie dadurch gerettet werden k\u00f6nnten. Darum kann ich sagen, dass seine Liebe zu seinem Volk der Juden ihn nach Jerusalem gef\u00fchrt hat. Es w\u00e4re nur allzu menschlich, wenn er Angst vor den Gefahren in Jerusalem h\u00e4tte. Viele Male hat er Gefahren durch sein eigenes Volk erlebt. Die Verse aus R\u00f6merbrief 15,30-32 zeigen, dass er um die Gebetsunterst\u00fctzung bat, um vor den Ungehorsamen errettet zu werden: <b>\u201eIch ermahne euch aber, Br\u00fcder und Schwestern, durch unsern Herrn Jesus Christus und durch die Liebe des Geistes, dass ihr mir k\u00e4mpfen helft und f\u00fcr mich zu Gott betet, dass ich errettet werde vor den Ungehorsamen in Jud\u00e4a und mein Dienst, den ich f\u00fcr Jerusalem tue, den Heiligen willkommen sei, damit ich mit Freuden zu euch komme nach Gottes Willen und mich mit euch erquicke.\u201c<\/b> Er war sich dessen bewusst, dass die Juden versuchen w\u00fcrden, ihn zu t\u00f6ten. Dennoch liebte er sein Volk mehr als sein Leben. Wie kann man seine Liebe auf menschliche Weise verstehen? Paulus bekannte in seinem Brief an die Galater: <b>\u201eIch lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.\u201c<\/b> (Gal 2,20) Paulus selbst kann die Menschen nicht lieben, aber Jesus Christus, der in ihm lebt, liebt die Menschen, die ihn hassen. Als Jesus vor Pilatus verh\u00f6rt wurde, schrien die Juden: \u201eKreuzige ihn\u201c. Aber am Kreuz betete Jesus zu Gott: <b>\u201eVater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.\u201c<\/b> Das gleiche h\u00f6rte Paulus von seinem Volk: \u201eHinweg mit diesem von der Erde! Denn er darf nicht mehr leben.\u201c Trotz ihrer Ablehnung wollte er seine letzte Kraft daf\u00fcr nutzen, ihnen die Gnade der Vergebung zu bezeugen. Er berechnete nicht, was sein Zeugnis bringen w\u00fcrde. Sein Zeugnis kann nur ein t\u00f6richter Versuch sein, weil sein Volk nicht zuh\u00f6ren wird. Aber seine Tat wird unausl\u00f6schlich ins Herz Gottes geschrieben. Als Stephanus gesteinigt wurde, stand Paulus in der N\u00e4he und h\u00f6rte: \u201eHerr, rechne ihnen diese S\u00fcnde nicht an!\u201c Stephanus Tod sah vergeblich aus, weil Paulus dadurch nicht bekehrt wurde. Aber sein Tod war wie ein Same, der ins Herz Gottes eingepflanzt wurde. Paulus, der Verfolger der Gemeinde wurde zum Apostel ver\u00e4ndert. Wer h\u00e4tte das gedacht? Aber Gott bringt zu seiner Zeit seine Fr\u00fcchte. Wer wei\u00df, wann unsere Mitmenschen das Evangelium aufnehmen und Gott loben werden? Die Liebe Christi, die Paulus bef\u00e4higt hat, nach Jerusalem zu reisen, haben wir ebenso empfangen. In uns wohnt Christus, der sein Leben f\u00fcr uns hingegeben hat und auferstanden ist. Das ist die Antwort, warum wir trotz aller Gefahren und Verlusten die anderen Menschen lieben k\u00f6nnen. Lasst uns \u201ehinauf nach Jerusalem ziehen\u201c, wo Fesseln und Bedr\u00e4ngnisse auf uns warten. Unser Alltag kann unser Jerusalem sein. Unser Arbeitsplatz kann f\u00fcr uns unser \u201eJerusalem\u201c sein. Wo die Menschen sind, die uns geringachten und nicht akzeptieren, da ist unser \u201eJerusalem\u201c. Aber gerade dorthin k\u00f6nnen wir gehen, weil Christus in uns wohnt. Es mag sein, dass unser Dasein keine Bedeutung f\u00fcr unsere Mitmenschen zu haben scheint. Aber wir k\u00f6nnen etwas bleibendes ins Herz Gottes schreiben, indem wir unsere Mitmenschen lieben. Zu seiner Zeit wird er seine Fr\u00fcchte bringen. Das ist unser Glaube. Amen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bibeltext &nbsp;&nbsp; Paulus zog nach Jerusalem hinauf Nach diesen Tagen machen wir uns fertig und zogen hinauf nach Jerusalem.\u201c (Apostelgeschichte 21,15) \u201eReise nach Jerusalem\u201c ist ein bekanntes Gesellschaftsspiel. Beim Spiel versucht jeder sich so schnell wie m\u00f6glich auf einen Stuhl zu setzen, sobald die Musik gestoppt wird. 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