{"id":12174,"date":"2024-01-07T11:00:57","date_gmt":"2024-01-07T10:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/?p=12174"},"modified":"2025-12-02T19:12:34","modified_gmt":"2025-12-02T18:12:34","slug":"predigt-markus-1120-25-sonderlektion-neujahr-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-markus-1120-25-sonderlektion-neujahr-2024\/","title":{"rendered":"Predigt: Markus 11,20-25 &#8212; Sonderlektion: Neujahr 2024"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/2024-Neujahr-Mk1120-25-P.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.schlachterbibel.de\/de\/bibel\/markus\/11\/20-26?hl=1#hl\"><strong>Bibeltext<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Habt Glauben an Gott<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eUnd Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt Glauben an Gott! \u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Markus 11,22)<\/p>\n<p>Unser heutiger Text enth\u00e4lt Jesu starke Ermutigung an seine J\u00fcnger, an Gott zu glauben, und seine Verhei\u00dfung, dass sie durch den Glauben Gottes unbegrenzte Macht erfahren k\u00f6nnen. Vielen von uns erscheint diese Stelle sehr vertraut. Aber warum wollte Jesus so sehr, dass seine J\u00fcnger an Gott wirklich glaubten, sodass sie Gottes Kraft erfahren? Um als Christen in der Welt zu leben und Gottes Willen zu dienen brauchten sie Kraft, und zwar geistliche Kraft. Auch wir brauchen geistliche Kraft, damit wir als Christen in dieser Welt leben, verschiedene Probleme \u00fcberwinden und andere f\u00fcr den Glauben an Gott gewinnen k\u00f6nnen. Dazu brauchen wir nicht nur den Willen dazu und geistliche Einsicht und Gespr\u00e4che mit anderen, sondern vor allem geistliche Kraft. Denn Gottes Reich steht nicht in Worten, sondern in Kraft (1. Kor 4,20). Im heutigen Text lehrt Jesus uns die Kraft des Glaubens \u2013 des Glaubens, der Berge versetzt, und die Kraft des Gebets und der Vergebung. Lasst uns heute lernen, wie wir durch den Glauben an Gott seine Kraft im Leben erfahren k\u00f6nnen!<\/p>\n<p><strong>I. Glaubens, der Berge versetzt<\/strong><\/p>\n<p>Unser kurzer Text ist eingebettet in Markus\u2018 Bericht \u00fcber die letzten Tage Jesu in Jerusalem, bevor er am Kreuz starb. In den Versen 1-11 berichtet er, wie Jesus unter dem Jubel der Menge als K\u00f6nig in Jerusalem einzog. Am Abend verlie\u00df Jesus die Stadt wieder und ging in das Dorf Betanien. Als Jesus am n\u00e4chsten Morgen wieder nach Jerusalem ging, hatte er Hunger und sah aus der Ferne einen Feigenbaum, der Bl\u00e4tter hatte. Als Jesus in die N\u00e4he kam, stellte er fest, dass der Baum keine Fr\u00fcchte hatte, und verfluchte den Baum mit den Worten: \u201eNun esse niemand mehr eine Frucht von dir in Ewigkeit!\u201c (12-14). Dieses Wort ist die einzige Stelle im Evangelium, wo Jesus einen Fluch ausspricht. Dass Jesus den Baum verflucht hat, der keine Frucht trug, erscheint umso r\u00e4tselhafter durch Markus\u2018 Anmerkung, dass es nicht die Zeit f\u00fcr Feigen war. Dieses R\u00e4tsel wird aber teilweise gel\u00f6st, wenn wir den n\u00e4chsten Abschnitt betrachten. Er berichtet, dass Jesus anschlie\u00dfend in den Tempel und dort alle H\u00e4ndler und Geldwechsler austrieb und zu ihnen sagte: \u201eSteht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus hei\u00dfen f\u00fcr alle V\u00f6lker? Ihr aber habt eine R\u00e4uberh\u00f6hle daraus gemacht\u201c (17). Durch die Reinigung des Tempels von den H\u00e4ndlern und seine Worte hat Jesus sich als der Herr \u00fcber den Tempel offenbart. Gleichzeitig war die Reinigung des Tempels eine Warnung an die j\u00fcdischen Leiter, die den Tempel zu ihrer Bereicherung missbrauchten. Ihr religi\u00f6ses Leben sah nur aus der Ferne gut aus, aber in Wirklichkeit brachten sie keine geistliche Frucht in der Zeit, als Gott sie von ihnen erwartete. Von daher k\u00f6nnen wir die Verfluchung des Feigenbaums als eine Vorank\u00fcndigung des Gerichts verstehen, das ihnen wegen ihres scheinheiligen Lebens drohte.<\/p>\n<p>Als Jesus mit den J\u00fcngern am folgenden Morgen wieder an dem Feigenbaum vorbeigingen, sahen sie, dass er bis zur Wurzel verdorrt war. Petrus erinnerte sich und sagte zu Jesus: \u201eRabbi, sieh, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt.\u201c Petrus\u2018 Worte zeigen, dass er \u00fcber die Macht von Jesu Worten erstaunt war. Selbst wenn ein Baum gef\u00e4llt wird, bleiben seine Bl\u00e4tter noch wochenlang gr\u00fcn. Aber der Feigenbaum war auf Jesu Wort hin innerhalb eines Tages v\u00f6llig verdorrt, sogar bis zur Wurzel. Das hat Petrus sehr \u00fcberrascht.<\/p>\n<p>Was sagte Jesus daraufhin zu den J\u00fcngern? Lesen wir noch einmal den Vers 22: \u201eUnd Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt Glauben an Gott!\u201c Warum sagte er das? Die J\u00fcnger hatten schon zahlreiche Wunder Jesu miterlebt, zum Beispiel die Stillung des Sturms auf dem See und die Heilung vieler Kranker. Aber sie rechneten immer noch nicht mit Gottes m\u00e4chtigem Wirken in ihrem Leben. Jesus wollte, dass seine J\u00fcnger Glauben an Gott haben. Sie sollten nun wirklich an Gott glauben und mit seinem m\u00e4chtigen Wirken rechnen. Gott ist der Sch\u00f6pfer, der Himmel und Erde schuf und dadurch seine unbegrenzte Macht offenbart hat. Gott schuf das Land und die Meere, alle Arten von Pflanzen und viele verschiedene Tierarten. Es gibt zum Beispiel 11.000 Vogelarten mit verschiedenen Farben, Eigenschaften und Ges\u00e4ngen. Morgens k\u00f6nnen wir sie im Chor Gott preisen h\u00f6ren. Gott schuf auch das riesige Universum. Die Erde, die wir bewohnen, erscheint uns gro\u00df, besonders wenn wir weite Reisen unternehmen. Aber im Vergleich zur Sonne ist sie ziemlich klein. Und die Sonne ist nur einer von 100 Milliarden Sternen in der Milchstra\u00dfe. Dar\u00fcber hinaus gibt es \u00fcber 200 Milliarden andere Galaxien, vielleicht sogar zwei Billionen. Sie alle sind Ausdruck der Sch\u00f6pfungskraft Gottes. Wenn wir das bedenken, k\u00f6nnen wir nur sagen: &#8222;Wie gro\u00df bist du!&#8220;<\/p>\n<p>Gottes Allmacht offenbart sich auch durch sein Erl\u00f6sungswerk. Am Berg Sinai sagte Gott zu Israel: \u201eIch bin der Herr, dein Gott, der dich aus \u00c4gypten, aus dem Land der Sklaverei, herausgef\u00fchrt hat\u201c (Ex 20,2). \u00c4hnliche Worte finden wir im gesamten Alten Testament wieder. Die Israeliten waren Sklaven in \u00c4gypten und wurden von Pharao grausam unterdr\u00fcckt. Sie konnten sich nicht befreien und weinten vor Angst. Dann erl\u00f6ste Gott sie durch die Opferung von L\u00e4mmern. Seine starke Macht befreite sie und machte sie zu einem K\u00f6nigreich von Priestern und einem heiligen Volk. Gott offenbarte seine Macht auf vielerlei Weise: Er heilte die Kranken, herrschte \u00fcber die V\u00f6lker und richtete und vernichtete das B\u00f6se. Durch diese Macht wird er einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen. Wenn wir Gottes Macht betrachten, erkennen wir, dass sie unendlich gro\u00df ist. Mit dieser Macht ist alles m\u00f6glich. Die Frage ist nur, wie wir Zugang zu dieser Macht bekommen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Jesus sagte zu den J\u00fcngern: \u201eHabt Glauben an Gott!\u201c, weil er wollte, dass sie Gottes Macht in ihrem Leben erfahren und alle Widrigkeiten \u00fcberwinden. Jesus hatte den Plan, dass die J\u00fcnger in alle Welt gehen und das Evangelium der ganzen Sch\u00f6pfung predigen sollten. Sie sollten hingehen und alle V\u00f6lker zu J\u00fcngern machen. Diesen Plan wollte Jesus ihnen nach seiner Auferstehung offenbaren und sie damit beauftragen. Wie gro\u00df war diese Aufgabe! Um diese Aufgabe Jesu zu erf\u00fcllen, mussten sie sich ganz f\u00fcr Jesus hingeben und unz\u00e4hlige Schwierigkeiten und Hindernisse \u00fcberwinden. Um diese Aufgabe zu erf\u00fcllen, brauchten sie geistliche Kraft, die sie von Gott durch den Glauben bekommen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Was sagte Jesus zu ihnen deshalb? Er sagte im Vers 23: \u201eWahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berge spr\u00e4che: Heb dich und wirf dich ins Meer!, und zweifelte nicht in seinem Herzen, sondern glaubt, dass geschehen w\u00fcrde, was er sagt, so wird\u2019s ihm geschehen.\u201c In diesen Worten beschreibt Jesus, wie wir durch den Glauben die gewaltige Macht Gottes in Anspruch nehmen k\u00f6nnen. Diese Macht ist nicht auf ein gewisses Ma\u00df oder nur auf bestimmte Anwendungen wie zum Beispiel die Heilung von Krankheiten begrenzt. Als Jesus von Bethanien nach Jerusalem ging, ging er \u00fcber den \u00d6lberg, der Jerusalem vorgelagert ist \u2013 das war und ist ein richtiger Berg. Habt ihr euch einmal \u00fcberlegt, den Heiligenberg oder den K\u00f6nigstuhl in die Nordsee oder wenigstens in den Rhein zu versetzen? Niemand kann sich so etwas ernsthaft vornehmen. Aber f\u00fcr Gott ist es eine Kleinigkeit, einen Berg zu versetzen, und Jesus hat das versprochen, wenn ihn mit dem Glauben darum bitten.<\/p>\n<p>Bei welchen f\u00fcr Dingen d\u00fcrfen wir die Macht des Glaubens an Gott erwarten? Jesu Wort im Vers 23: \u201eWahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berge spr\u00e4che: Heb dich und wirf dich ins Meer!, und zweifelte nicht in seinem Herzen, sondern glaubt, dass geschehen w\u00fcrde, was er sagt, so wird\u2019s ihm geschehen.\u201c Mit diesem Wort macht Jesus klar, dass Gott wir nicht nur bei kleineren Problemen mit Gottes Wirken rechnen d\u00fcrfen, sondern bei allen Arten von Problemen, selbst bei solchen, die uns unl\u00f6sbar erscheinen. Wir neigen so leicht dazu, zu berechnen. Wir beten f\u00fcr Probleme, wo wir uns eine L\u00f6sung vorstellen k\u00f6nnen; aber die gro\u00dfen, schwerwiegenden Probleme bringen wir nicht vor Gott, weil sie uns unl\u00f6sbar vorkommen. Das passiert, wenn wir auf die Situation und berechnen. Aber Jesus sagt klar, dass Gott f\u00fcr uns sogar Berge ins Meer werfen wird, wenn wir ihn im Glauben darum bitten.<\/p>\n<p>Jesus nennt Jesus im Vers 23 daf\u00fcr nur eine Bedingung: dass wir in unserem Herzen glauben und nicht zweifeln. Was ist Zweifel eigentlich? Das griechische Wort f\u00fcr Zweifel bedeutet so viel wie doppeltes Herz oder gespaltenes Herz. Jemand, der zweifelt, denkt er einerseits aus Glauben an Gott, aber im n\u00e4chsten Moment denkt er berechnend aufgrund der Situation und seiner eigenen Einsch\u00e4tzung, als ob Gott nicht da w\u00e4re oder nichts tun k\u00f6nnte. Zweifeln meint dieses ambivalente Denken. Zweifeln ist eine schlimme S\u00fcnde, die daraus kommt, dass sich jemand nicht konsequent Gott und seinem Wort unterstellt. Wer im Herzen zweifelt, kann nicht im Glauben zu Gott beten. Zweifel macht den Glauben kraftlos und wirkungslos. Zweifel ist wie eine geistliche Krankheit. In 1. Mose Kap. 3 lesen wir, dass der Widersacher, der Teufel, gezielt versucht, Zweifel an Gottes Liebe ins Herz der Frau zu s\u00e4en, um sie dann zum Ungehorsam gegen Gott zu verf\u00fchren.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen wir Zweifel \u00fcberwinden? Betrachten wir noch einmal, was Jesus dazu gesagt hat: \u201eWahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berge spr\u00e4che: Heb dich und wirf dich ins Meer!, und zweifelte nicht in seinem Herzen, sondern glaubte, dass geschehen w\u00fcrde, was er sagt, so wird\u2019s ihm geschehen.\u201c Jesu Worte \u201eund zweifelte nicht in seinem Herzen, sondern glaubte\u201c, sagen schlicht, dass wir Zweifel vermeiden k\u00f6nnen, indem wir glauben. Der Glaube ist auch der Weg, um aus Zweifeln herauszukommen, wenn wir in Zweifel geraten sind. Das mag zu einfach klingen, aber es ist wahr. Zweifeln und glauben sind zwei unterschiedliche Herzenshaltungen Gott gegen\u00fcber, die einander ausschlie\u00dfen. Hebr\u00e4er 11,1 sagt: \u201eEs ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.\u201c Wenn wir Gottes Wort h\u00f6ren, sollen wir es durch Glauben annehmen und dazu stehen und keinen Raum f\u00fcr zweifelnde Gedanken lassen. Wenn wir in Zweifeln geraten sind, k\u00f6nnen wir davon herauskommen, indem wir Gottes Wort h\u00f6ren und uns klar entscheiden, daran zu glauben und danach zu leben. So ist der Glaube an Gott also das, was Zweifel \u00fcberwindet. Gott m\u00f6ge uns in diesem Jahr helfen, den Glauben zu erlernen, der den Zweifel \u00fcberwindet.<\/p>\n<p><strong>II. Glaube, der Betet (24)<\/strong><\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen wir dann die Macht des Glaubens konkret erfahren? Jesus sagt im Vers 24: \u201eDarum sage ich euch: \u201eAlles, was ihr betet und bittet, glaubt nur, dass ihr\u2019s empfangt, so wird\u2019s euch zuteil werden.\u201c Hier lehrt Jesus, dass wir die Macht des Glaubens erfahren k\u00f6nnen, indem wir beten. Jesus verspricht hier ausdr\u00fccklich, dass Gott uns alles geben wird, was wir von ihm erbitten, wenn wir wirklich mit dem Glauben beten, dass wir es empfangen werden. Durch dieses Wort ermutigt Jesu uns dazu, alle Hilfe und allen Segen von Gott zu erbitten und zu empfangen, indem wir gl\u00e4ubig daf\u00fcr beten. Eine andere \u00dcbersetzung sagt an dieser Stelle \u201eglaubt nur, dass ihr\u2019s empfangen habt\u201c, was betont, wie fest wir beim Gebet an die Erh\u00f6rung glauben d\u00fcrfen und sollen. Unser Glauben soll also durch unser Gebet zum Ausdruck kommen. Das Gebet ist das, wodurch wir die Macht des Glaubens erfahren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wof\u00fcr sollen wir dann beten? Nach Jesu Wort d\u00fcrfen wir f\u00fcr alle Dinge beten: zum Beispiel f\u00fcr Probleme in der Schule, im Studium oder im Beruf, f\u00fcr Probleme in der Beziehung mit anderen; f\u00fcr Probleme von uns selbst und von anderen in der Familie, von Verwandten, von Freunden oder von anderen, die wir kennen. Jesus ermutigt uns dazu, gerade auch f\u00fcr die gro\u00dfen, schwerwiegenden Probleme zu beten, die wie ein Berg aussehen, den kein Mensch versetzen kann.<\/p>\n<p>Was sind Probleme in deinem Leben oder in deiner Umgebung, die schwer und unverr\u00fcckbar wie ein Berg aussehen? Das k\u00f6nnen offensichtliche Probleme sein, die man nicht bew\u00e4ltigen kann. Es k\u00f6nnen aber auch verborgene Probleme sein, die wie eine schwere Last sind, die niemand anderes sieht. Manche Probleme erscheinen uns wie ein Berg, obwohl wir sie eigentlich \u00fcberwinden k\u00f6nnten, aber wir haben sie nicht konsequent genug herausgefordert, weil es uns die Zuversicht daf\u00fcr gefehlt hat. Es gibt aber auch Probleme, die kein Mensch \u00fcberwinden kann, wie zum Beispiel eine unheilbare Krankheit oder andere Situationen, die wir nicht \u00e4ndern k\u00f6nnen. Wir brauchen nicht wie gebannt auf die Situation zu schauen und von unserer Berechnung abh\u00e4ngig zu sein, ob eine L\u00f6sung m\u00f6glich ist. Jesus sagt auch uns: \u201eHabt Glauben an Gott!\u201c Jesu Wort ermutigt uns dazu, auf Gott zu schauen und an seine Allmacht und Liebe zu glauben und sein m\u00e4chtiges Wirken zu erwarten! Gott, der Berge mit Leichtigkeit versetzen kann, kann auch die Probleme in unserem Leben beheben, die uns zu schwer erscheinen! Gott kann mit seiner Allmacht jedes Problem l\u00f6sen und jede Situation ver\u00e4ndern. Lasst uns in diesem Jahr bewusst aus dem Glauben denken und leben und selbst die Probleme, die wie Berge sind, zu ihm bringen und Gottes m\u00e4chtiges Wirken erfahren!<\/p>\n<p>Das gr\u00f6\u00dfte Problem, das wir Menschen am wenigsten l\u00f6sen k\u00f6nnen, ist das Problem der S\u00fcnde. Kein Mensch kann seine S\u00fcnde \u00fcberwinden, egal wie gut sein Charakter und wie stark sein Wille ist. Denn die S\u00fcnde ist tief in uns Menschen verwurzelt und hat unsere Seele tief durchdrungen, und die Schuld hat uns von Gott getrennt. Jesu Aufforderung \u201eHabt Glauben an Gott!\u201c gilt aber auch f\u00fcr das Problem der S\u00fcnde. Vier Tage, nachdem Jesus dieses Wort gesagt hat, wurde er von Pilatus zum Tod verurteilt und er trug das schwere Kreuz auf den Berg Golgatha und starb daran. Dadurch hat Jesus die S\u00fcnde der Welt getragen und die Strafe daf\u00fcr bezahlt. Dadurch schuf er f\u00fcr alle die Grundlage zur Vergebung der S\u00fcnden und f\u00fcr ein neues Leben als Gottes Kind. Auf dieser Grundlage d\u00fcrfen wir zu Gott beten und alles von ihm erbitten und empfangen, insbesondere auch die Vergebung und Reinigung von aller S\u00fcnde.<\/p>\n<p>Aufgrund dieser Gnade hat Gott uns auch dazu berufen, f\u00fcr andere Menschen in dieser Stadt zu beten und ihnen dieses Evangelium zu bezeugen und sie zu seinen J\u00fcngern zu machen. Viele von uns sind fr\u00fcher mit gro\u00dfem Eifer und Optimismus regelm\u00e4\u00dfig zur Uni gegangen, um junge Leute zum Bibelstudium und zum Glauben an Jesus einzuladen. Dabei haben wir viel gebetet, um durch Gottes Kraft die vielen Hindernisse zu \u00fcberwinden, die dabei im Weg standen. Inzwischen ist eine neue Generation entstanden, die anders tickt, und auch in der Gemeinde w\u00e4chst eine neue Generation heran. Viele junge und \u00e4ltere Mitarbeiter fragen sich, wie wir heute junge Menschen am besten erreichen und zum Glauben an Gott f\u00fchren k\u00f6nnen. Wir haben offensichtlich noch weiter Bedarf, dar\u00fcber nachzudenken, zu reden und zu beten, um von Gott Weisheit und Einsicht zu bekommen. Aber was wir vor allem brauchen und was Gott sich auch am meisten w\u00fcnscht, ist unser Glaube an Gott. Wir sollen nicht nur auf die Vergangenheit und auf die gegenw\u00e4rtige Situation sehen, sondern auf Gott, der Berge versetzen kann. Im Glauben an ihn d\u00fcrfen wir beten, dass er weiter unter uns wirkt, um viele junge Menschen zum Glauben an Jesus zu f\u00fchren und sie darin zu st\u00e4rken. Wir d\u00fcrfen im Glauben an ihn beten, dass er uns zeigt, wie wir diesem Werk am besten dienen k\u00f6nnen. Wenn wir dieses Jahr gezielt daf\u00fcr beten und die verschiedenen Hindernisse im Glauben zu Gott bringen, wird Gott uns sicher f\u00fcr sein Rettungswerk unter den jungen Menschen hier und in dieser Stadt gebrauchen. Lasst uns daf\u00fcr beten! Lasst uns auch daf\u00fcr beten, dass Gott die Vorbereitungen auf die Sommerbibelkonferenz im August segnet und allen Teilnehmern Jesus als den Weg offenbart, sodass alle an ihn glauben und eine klare Orientierung f\u00fcr ihr Leben finden k\u00f6nnen!<\/p>\n<p><strong>III. Glaube, der vergibt (25)<\/strong><\/p>\n<p>Welche zus\u00e4tzliche Ermahnung gibt Jesus uns, nachdem er uns die Erh\u00f6rung all unserer Gebete versprochen hat? Im Vers 25 sagt er: \u201eUnd wenn ihr steht und betet, so vergebt, wenn ihr etwas gegen jemanden habt, damit auch euer Vater im Himmel euch vergebe eure \u00dcbertretungen.\u201c \u00dcberraschenderweise spricht Jesus an dieser Stelle \u00fcber die Wichtigkeit davon, dass wir anderen vergeben. Warum? Es ist in der menschlichen Natur, anderen, die uns irgendwie verletzt oder gesch\u00e4digt haben, nicht zu vergeben, sondern einen Groll gegen sie im Herzen zu behalten oder uns sogar, wenn m\u00f6glich irgendwie zu r\u00e4chen. Wir k\u00f6nnen das regelm\u00e4\u00dfig in der Welt, in unserer Umgebung und leider auch in uns sehen. Solcher Groll zerst\u00f6rt nicht nur unsere Beziehung zu der anderen Person und verhindert eine Vers\u00f6hnung, auch wenn er nicht aktiv sp\u00fcrbar, sondern in unserem Herzen verborgen ist. Er belastet auch unsere Beziehung zu Gott, der uns alle unsere S\u00fcnden bedingungslos vergeben hat. Weil Gott uns unsere ganze Schuld durch Jesu Blut bedingungslos ganz vergeben hat, erwartet er von uns, dass wir nun jedem vergeben, der an uns schuldig geworden ist, und zwar bedingungslos (Matth\u00e4us 18,23-35). Jesus hat schon in der Bergpredigt gesagt, wie wichtig ihm Vers\u00f6hnung mit den Br\u00fcdern ist: \u201eDarum, wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und dort kommt dir in den Sinn, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass dort vor dem Altar deine Gabe und geh zuerst hin und vers\u00f6hne dich mit deinem Bruder, und dann komm und opfere deine Gabe\u201c (Matth\u00e4us 5,23.24). Hier sagt Jesus nicht nur, dass wir keinen Groll gegen einen Bruder hegen sollen, sondern dass wir uns auch mit Priorit\u00e4t darum bem\u00fchen sollen, dass unser Bruder keinen Groll gegen uns im Herzen hegt. Wie wichtig es f\u00fcr uns selbst ist, dass wir anderen vergeben, sagt Jesus mit den Worten \u201e\u2026 damit euer Vater im Himmel euch vergebe eure \u00dcbertretungen.\u201c<br \/>\nAber wie k\u00f6nnen wir anderen von Herzen vergeben, die uns unabsichtlich oder absichtlich verletzt oder anders Schaden zugef\u00fcgt haben? Wir brauchen Glauben, um den anderen bedingungslos zu vergeben. Wenn wir uns daran erinnern, was f\u00fcr S\u00fcnder wir eigentlich sind und wie gro\u00df die Gnade ist, dass Gott uns alles vergibt, bekommen wir Glauben, der uns dazu bef\u00e4higt, anderen von Herzen all ihre Schuld zu vergeben. Wenn wir anderen vergeben, freut sich Gott \u00fcber uns und unsere Gebete und er kann sie gerne erh\u00f6ren.<br \/>\nLasst uns daf\u00fcr beten, dass wir in diesem Jahr aus Glauben an Gott denken, beten und leben, sodass wir anderen vergeben und sein m\u00e4chtiges Wirken erfahren k\u00f6nnen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bibeltext Habt Glauben an Gott \u201eUnd Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt Glauben an Gott! \u201c (Markus 11,22) Unser heutiger Text enth\u00e4lt Jesu starke Ermutigung an seine J\u00fcnger, an Gott zu glauben, und seine Verhei\u00dfung, dass sie durch den Glauben Gottes unbegrenzte Macht erfahren k\u00f6nnen. 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