{"id":12153,"date":"2023-12-17T11:00:49","date_gmt":"2023-12-17T10:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/?p=12153"},"modified":"2025-12-02T19:12:35","modified_gmt":"2025-12-02T18:12:35","slug":"predigt-lukas-157-80-sonderlektion-weihnachten-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-157-80-sonderlektion-weihnachten-2023\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 1,57-80 &#8212; Sonderlektion Weihnachten 2023"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2022-Lukas-L.-0c_1-5780-P.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.schlachterbibel.de\/de\/bibel\/lukas\/1\/57-80?hl=1#hl\"><strong>Bibeltext<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Die rettende Macht<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eEr hat uns errettet vor unseren Feinden \/ und aus der Hand aller, die uns hassen.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Lukas 1,71 [EH\u00dc])<\/p>\n<p>F\u00fcr diejenigen, die die letzten zwei Wochen nicht da waren: der Engel Gabriel erschien dem alten Priester Zacharias, um ihm zu sagen, dass seine Gebete erh\u00f6rt waren und Gott ihm einen Sohn schenken w\u00fcrde. Der Priester konnte der Botschaft nicht so wirklich glauben und fragte nach einem Zeichen. Der Engel fand das auf der einen Seite \u00fcberhaupt nicht lustig; aber auf der anderen Seite bewies er Sinn f\u00fcr Humor und gab ihm das gew\u00fcnschte Zeichen: Zacharias w\u00fcrde 9 Monate lang nicht sprechen k\u00f6nnen, bis sich die Verhei\u00dfung erf\u00fcllen w\u00fcrde.<br \/>\nNeun Monate sind eine lange Zeit, wenn man nicht reden kann. Zu einer Zeit, in der es keine Streaming-Services, Fernsehen, Radio oder sonstige nennenswerte Unterhaltung gab, hatte er viel Zeit zum Nachdenken, Beten und vielleicht auch Schreiben. Es wurde zu einer Zeit, in der er immer gl\u00fccklicher wurde. Sobald er wieder sprechen konnte, wurde er vom Heiligen Geist erf\u00fcllt. Aus seinem Mund kamen Worte der Begeisterung, der Freude und des Lobpreises.<br \/>\nDieses Lied von Zacharias ist das zweite Lied, das Lukas uns \u00fcberliefert. Das erste Lied von Maria ist bekannt unter dem Namen Magnificat. Das Lied von Zacharias ist bekannt unter dem Namen Benedictus. Das sind im Lateinischen jeweils die ersten W\u00f6rter, mit denen das jeweilige Lied anf\u00e4ngt. Benedictus hei\u00dft \u201egepriesen\u201c oder \u201egelobt\u201c. Zacharias lobt Gott f\u00fcr seine Rettung. Mindestens drei Dinge k\u00f6nnen wir durch sein Lied \u00fcber die Rettung lernen. Zum einen, wer ist der Retter? Als zweites, wovon errettet er uns? Als drittes, wozu errettet er uns?<\/p>\n<p><strong>1. Wer ist der Retter?<\/strong><br \/>\nZacharias spricht angesichts der Geburt seines Sohnes, und diese Geburt an sich war schon ein Riesenwunder. Das Erstaunliche an seinem Lied aber ist, wie wenig er von seinem Sohn und wie viel er von Gott spricht. Er beginnt mit den Worten: \u201eGepriesen sei der Herr, der Gott Israels! \/ Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erl\u00f6sung geschaffen.\u201c Hier ist die erste Antwort auf die Frage, wer der Retter ist. Der Retter ist Gott selbst, der sein Volk besuchen kommt.<br \/>\nWeiter hei\u00dft es in Vers 69 in der Einheits\u00fcbersetzung: \u201eer hat uns einen starken Retter erweckt \/ im Hause seines Knechtes David.\u201c Die Neues Leben \u00fcbersetzt mit den einen \u201em\u00e4chtiger Retter.\u201c Im Urtext steht das Wort \u201eHorn\u201c, was f\u00fcr uns auf den ersten Blick vielleicht etwas exotisch klingt. Wir k\u00f6nnen an die H\u00f6rner von Stieren denken. In der Bibel (und nicht nur in der Bibel) steht das Horn f\u00fcr gro\u00dfe Macht und St\u00e4rke. In Offenbarung 13,1 lesen wir z.B.: \u201eUnd ich sah: Ein Tier stieg aus dem Meer, mit zehn H\u00f6rnern und sieben K\u00f6pfen.\u201c Und diese 10 H\u00f6rner sind ebenfalls Ausdruck von gro\u00dfer Macht, politisch, milit\u00e4risch usw. Wenn wir an das Wort Macht denken, dann denken vielleicht manche von uns an StarWars \u201em\u00f6ge die Macht mit dir sein.\u201c Bei StarWars ist die Macht eine neutrale und unpers\u00f6nliche Kraft, die sowohl helle als auch dunkle Seiten hat, die das ganze Universum durchdringt. Das ist fast wie im Pantheismus, Gott ist die Natur. Und genau diese Art von Macht ist \u00fcberhaupt nicht gemeint.<br \/>\nDie rettende Macht ist ein realer K\u00f6nig. Zacharias spricht von einem Nachkommen Davids. Es geht nicht um eine abstrakte, unpers\u00f6nliche Macht, es geht auch nicht um eine fiktive Legendengestalt, sondern es geht um einen Menschen, der Nachkomme eines anderen Menschen ist, der in Raum und Zeit geboren wird. Es geht um eine historische Person. Gott besucht sein Volk als ein Mensch.<br \/>\nEine kurze Anwendung bevor wir zum zweiten Punkt kommen. Wer von euch hatte ein anstrengendes Jahr hinter sich? Wenn ich mit meinen Kollegen spreche, scheinen die allermeisten von ihnen wirklich urlaubsreif und m\u00fcde zu sein. Bei uns in der Firma war es ein anstrengendes Jahr, mit Stellenabbau, mit einer ganz wichtigen klinischen Studie, mit der ganze viele Leute ganz gro\u00dfe Hoffnungen verbunden hatten, die aber krachend gescheitert ist. Hinzu kommen ganz vielen Kollegen, die aus eigenem Antrieb die Firma verlassen haben. Mein Chef geht, meine B\u00fcronachbarin geht, meine beste Mitarbeiterin geht (\u201evielleicht bin ich das Problem?\u201c). Global war es ein anstrengendes Jahr, der Ukraine-Krieg nimmt kein Ende; als ob das nicht genug sinnloses Blutvergie\u00dfen ist, kam ein v\u00f6llig unn\u00f6tiger weiterer Krieg in Israel hinzu. Dazu eine Regierung, die den Haushalt nicht auf die Beine kriegt, eine hohe Inflation usw.<br \/>\nDas Jahr war ein anstrengendes Jahr. Jeder von uns tr\u00e4gt seine eigenen Lasten dabei. Vielleicht haben manche echten Stress in der Familie, viel \u00c4rger bei der Erziehung der Kinder oder andere Beziehungsprobleme; finanzielle Sorgen, Krankheiten oder andere echte N\u00f6te.<br \/>\nHier ist das, was ich damit sagen will: Rettung darf nicht abstrakt sein; Rettung darf nicht theoretisch sein oder fiktiv sein; Rettung ist kein Wiederherstellen des Gleichgewichts oder der Harmonie. Wir brauchen einen Retter im Hier und Jetzt, einen Menschen, der in unsere N\u00f6te hineinkommt, der an unserer Seite steht. Gleichzeitig muss dieser Retter stark und m\u00e4chtig sein und gr\u00f6\u00dfer als alle N\u00f6te.<br \/>\nGenau diese Art von Retter besingt Zacharias. Jesus ist der Retter, der m\u00e4chtig ist und der in unsere Welt gekommen ist. Er ist der Messias, der Nachkomme Davids.<\/p>\n<p><strong>2. Wovon werden wir errettet?<\/strong><br \/>\nWir finden zwei Hinweise im Text im Bezug darauf, wovon wir gerettet werden. In Vers 71 singt Zacharias: \u201eEr hat uns errettet vor unseren Feinden \/ und aus der Hand aller, die uns hassen.\u201c F\u00fcr die Zuh\u00f6rer von Zacharias muss relativ eindeutig gewesen sein, was nur damit gemeint sein k\u00f6nnte. Die Juden befanden sich unter der Fremdherrschaft der R\u00f6mer. Und das waren keine freundlichen und verst\u00e4ndnisvollen Oberherren. Sie regierten das Land mit eiserner Hand und mit milit\u00e4rischer Gewalt. Jeder, der so etwas erlebt und erfahren hatte, will nat\u00fcrlich davon gerettet werden. Aber tats\u00e4chlich ist im Text noch von einer anderen, schlimmeren Gewalt die Rede.<br \/>\nIn Vers 77 hei\u00dft es: \u201eDu wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken \/ in der Vergebung seiner S\u00fcnden.\u201c Jesus rettet uns von unseren S\u00fcnden. Ich verstehe, dass S\u00fcnde kein einfaches Thema ist. Viele haben mit diesem Konzept ihre Probleme. Aber um mit dem Offensichtlichen anzufangen: wir wissen eigentlich, dass wir tief in unserem Innersten nicht so sind, wie wir sein sollten. Jeder von uns hat eine Vorstellung davon, was es bedeutet, ein guter Mensch zu sein. Jeder von uns, hat vermutlich auch den Wunsch oder die Absicht, diesen Anspr\u00fcchen gerecht zu werden. Gleichzeitig muss jeder von uns zugeben, dass wir selbst unsere eigenen Ma\u00dfst\u00e4be nicht wirklich erf\u00fcllen. Die Bibel macht sehr deutlich, dass wir nicht in Ordnung sind; es ist das Resultat der selbst verschuldeten Ferne von Gott. Das ist S\u00fcnde. F\u00fcr das, was wir in unserem Leben verbockt haben, brauchen wir Vergebung.<br \/>\nDie Frage ist, wie diese beiden Punkte zusammenpassen: auf der einen Seite Feinde, die uns hassen und auf der anderen Seite, die S\u00fcnde, die in jedem Menschen ist. Und die Antwort ist, dass das eine, mit dem anderen untrennbar zusammenh\u00e4ngt. Hier ist der Versuch einer Illustration: der Apfel, der vom Baum fiel, als Isaac Newton in einem Garten sa\u00df, ist die bekannteste Anekdote in seinem Leben. Der Geniestreich von Newton war es, zu verstehen, dass die Kraft, die den Apfel dazu brachte, vom Baum zu fallen, dieselbe Kraft war, die riesige Himmelsk\u00f6rper auf ihrer Umlaufbahn hielt. Es braucht nicht viel Kraft, einen Apfel anzuziehen. Aber wenn diese kleine Kraft von einem massereichen Objekt wie unserer Sonne kommt, ist das stark genug, einen Planenten der 6*1024 kg wiegt, auf einer 150 Millionen Kilometer entfernten Umlaufbahn zu halten.<br \/>\nOder um ein anderes Beispiel zu verwenden: in der Fernsehserie Big Bang Theory ist eine der Hauptpersonen ein theoretischer Physiker namens Shelden Cooper. Auf der einen Seite ist er absolut brillant und intelligent; auf der anderen Seite kann er \u00fcberhaupt nicht mit Menschen umgehen. Er redet fast ununterbrochen und geht mit seinen Worten allen Menschen in seiner Umgebung richtig auf die Nerven. Das Witzige an der Serie ist, dass er das meistens auch noch unbeabsichtigt tut. Eines Tages muss er zu einer Anh\u00f6rung und wird danach verhaftet und eingesperrt. Sein Mitbewohner fragt, was passiert ist. Und die gemeinsame Freundin Penny antwortet darauf: \u201eer hat das getan, was er immer tut, nur gegen\u00fcber einem Richter.\u201c D.h., sein unabl\u00e4ssiges Nerven, ist an und f\u00fcr sich eine schlimme Sache, was der Richter best\u00e4tigt.<br \/>\nIst es nicht erstaunlich: wenn wir dar\u00fcber nachdenken, was in unserer Welt alles schiefgeht, ob Umweltprobleme oder Kriege und Konflikte, gesellschaftliche Probleme wie Drogenkonsum, h\u00e4usliche Gewalt, Armut, Diskriminierung: praktisch alle unsere Probleme sind entweder direkt oder indirekt vom Menschen gemacht. Hier ist der Punkt: vielleicht denken wir, dass wir nicht so schlimm sind; unser Egoismus, unsere L\u00fcgen, unsere Ungeduld, unsere Eifersucht, unsere Bitterkeit, unser L\u00e4stern \u00fcber andere, unsere Arroganz und \u00dcberheblichkeit, unsere Undankbarkeit\u2026 alles das, scheint nicht so schlimm, so geringf\u00fcgig wie die Kraft, die einen Apfel auf die Erde zieht. Aber es ist die gleiche Kraft, die riesige globale Krisen hervorruft. Es ist die gleiche Kraft, die bereits unz\u00e4hlige Menschen in unz\u00e4hlige Abgr\u00fcnde geworfen hat, die zu Ausbeutung und Genoziden gef\u00fchrt hat, die Leben und Lebensqualit\u00e4t zerst\u00f6rt hat. Die Bibel sagt, dass in jedem menschlichen Herzen eine unb\u00e4ndige, zerst\u00f6rerische Macht vorhanden ist. Und die Bibel sagt, dass wenn du von deinen S\u00fcnden nicht kuriert und geheilt wirst, die Bosheit in deinem Herzen dich in absolutes Elend bringen wird, sei es in diesem Leben oder im Kommenden.<br \/>\nDas ist das, wovon uns der Retter befreit. Jesus ist gekommen, die Welt von jeder Finsternis zu befreien, sowohl im Gro\u00dfen als auch im Kleinen; von den b\u00f6sen M\u00e4chten au\u00dferhalb von uns wie auch den b\u00f6sen M\u00e4chten in uns.<\/p>\n<p><strong>3. Wozu werden wir gerettet?<\/strong><br \/>\nDie Verse 74 und 75 sagen: \u201eer hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, \/ ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor seinem Angesicht all unsere Tage.\u201c Diese Verse machen uns deutlich, dass Gott uns frei machen will und ver\u00e4ndern will. Er will uns heilig und gerecht machen. Es geht um die Ver\u00e4nderung unserer Innerlichkeit, wenn wir uns in seinen Dienst stellen, d.h., wenn wir ihn als unseren K\u00f6nig akzeptieren und bereit sind, unter seiner Herrschaft zu leben.<br \/>\nVerse 78 und 79: \u201eDurch die barmherzige Liebe unseres Gottes \/ wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der H\u00f6he, um allen zu leuchten, \/ die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, \/ und unsere Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.\u201c Gott lenkt uns auf den Weg des Friedens. Und das ist eine wunderbare Sache, wenn wir verstehen, was mit Frieden gemeint ist. Vorhin habe ich gesagt, dass die R\u00f6mer die Herren im Lande waren. Unter ihnen gab es auch \u201eFrieden\u201c die Pax Romana. Es war ein diktierter Frieden, der mit milit\u00e4rischer St\u00e4rke und Gewalt aufgezwungen wurde. Als Olaf Scholz dieses Jahr vor der UNO eine Rede hielt, sagte er folgendes: \u201eFrieden ohne Freiheit hei\u00dft Unterdr\u00fcckung; Frieden ohne Gerechtigkeit nennt man Diktat.\u201c Das ist ein wunderbares Zitat. Und das ist \u00fcberhaupt nicht die Art von Frieden, die hier gemeint ist. Der Frieden in der Bibel ist auch nicht die Stille auf dem Friedhof oder die Abwesenheit von Gewalt oder das Schweigen der Waffen.<br \/>\nFrieden in der Bibel ist so viel mehr. In einem Artikel hie\u00df es: \u201eDas alte hebr\u00e4ische Konzept des Friedens, das in dem Wort Schalom verwurzelt ist, bedeutete Ganzheit, Vollst\u00e4ndigkeit, Gesundheit, Sicherheit und Wohlstand und implizierte die Dauerhaftigkeit dessen.\u201c Frieden bedeutet ein tiefes Wohlergehen. Wer Frieden hat, dem geht es wirklich gut; der hat ein wirklich gutes, gesegnetes, erf\u00fclltes Leben. Das ist die Art von Leben, mit der Gott jeden einzelnen von uns segnen will.<br \/>\nWoran sehen wir das? Zacharias singt von dem Kommen des wahren K\u00f6nigs. K\u00f6nige hatten die Menschen damals einige gesehen: einer schlimmer und korrupter als der andere. Jesus selbst hatte seinen J\u00fcngern gesagt: \u201eIhr wisst, dass sie, die als Herrscher gelten, ihre V\u00f6lker unterdr\u00fccken und ihre Gro\u00dfen ihre Macht gegen sie gebrauchen.\u201c Aber das ist \u00fcberhaupt nicht die Art und Weise, die Jesus Christus regieren w\u00fcrde. Zweimal wird in unserem Text das Wort Barmherzigkeit verwendet. Gott hat Erbarmen mit uns. Das Lukas-Evangelium zeigt uns, wie das Erbarmen Gottes aussah und wie Gott das Problem unserer Bosheit adressierte. In Lukas 23 sehen wir die rettende Macht Gottes, der K\u00f6nig Jesus Christus, der am Kreuz h\u00e4ngt. Anstatt seine Feinde, die ihm das angetan haben, zu verfluchen und sie zu verdammen, betet er f\u00fcr sie: \u201eVater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.\u201c<br \/>\nGott befreit uns, zu einem Leben im Dienst dieses K\u00f6nigs: ein K\u00f6nig, der sich nicht zu schade war, uns die F\u00fc\u00dfe zu waschen und der sein Leben f\u00fcr uns am Kreuz ausgehaucht hat; ein K\u00f6nig, der uns zuerst geliebt hat und sich ganz f\u00fcr uns dahingegeben hat. Er rettet uns, damit wir den Weg des Friedens gehen k\u00f6nnen, frei von Angst und Furcht. Das ist die gute Nachricht von Weihnachten.<\/p>\n<p>Zwei wichtige Hinweise oder Anwendungen zum Schluss. Das eine ist, manche von euch k\u00f6nnten sich vielleicht denken: \u201eDas klingt alles sehr sch\u00f6n. Aber Fakt ist doch, dass die Welt immer noch absolut dysfunktional ist. Wie passt die Botschaft von Weihnachten damit zusammen?\u201c Ein hilfreicher Gedanke dazu ist im Text. Wem von euch ist aufgefallen, dass das ganze Lied in der Vergangenheitsform formuliert ist? Das Lied sagt: \u201eGott hat sein Volk besucht und Erl\u00f6sung geschaffen. Er hat uns einen starken Retter erweckt. Er hat uns errettet vor unseren Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen.\u201c Das ganze Lied steht in der Vergangenheitsform. Und dabei war der Heiland noch nicht einmal geboren. F\u00fcr Zacharias spielte das keine Rolle. Was Gott verhei\u00dfen hat, das wird sich so sicher erf\u00fcllen wie das Amen in der Kirche. In Jesus Christus hat Gott bereits den Preis bezahlt; durch Jesu Tod am Kreuz und durch seine Auferstehung sind die M\u00e4chte der Finsternis bereits besiegt; der Krieg ist bereits entschieden, und Gott hat bereits offenbart, was er am Ende der Geschichte vollenden wird.<br \/>\nDie andere Frage, die wir uns stellen k\u00f6nnten, lautet: wie sieht ein Leben ohne Furcht aus? Wie \u00e4u\u00dfert sich der Friede Gottes in uns? Tim Keller erz\u00e4hlte in seinem Buch \u00fcber Schmerzen und Leid von einem Moment, als er das pers\u00f6nlich erfahren hat. Er schreibt: \u201eEs gab nicht viele Momente in meinem Leben, in denen ich &#8222;den Frieden, der alles Verstehen \u00fcbersteigt&#8220;, gesp\u00fcrt habe. Aber es gab eine Situation, f\u00fcr die ich sehr dankbar bin [\u2026]. Es war kurz vor meiner Krebsoperation. Meine Schilddr\u00fcse sollte entfernt werden, und danach stand mir eine Behandlung mit radioaktivem Jod bevor, um jegliches verbliebene maligne Schilddr\u00fcsengewebe in meinem K\u00f6rper zu zerst\u00f6ren. Nat\u00fcrlich waren meine ganze Familie und ich ersch\u00fcttert und sehr besorgt.<br \/>\nAm Morgen vor meiner Operation wurde ich, nachdem ich mich von meiner Frau und meinen S\u00f6hnen verabschiedet hatte, in einen Raum gerollt, um vorbereitet zu werden. Und in den Momenten, bevor sie mir die Narkose gaben, betete ich. Zu meiner \u00dcberraschung bekam ich pl\u00f6tzlich eine neue, klare Perspektive auf alles. Es erschien mir, dass das Universum ein riesiges Reich der Freude, der Fr\u00f6hlichkeit und der \u00fcberragenden Sch\u00f6nheit war. Nat\u00fcrlich war es das &#8211; hatte der dreieinige Gott es nicht geschaffen, um es mit seiner eigenen grenzenlosen Freude, Weisheit, Liebe und Wonne zu erf\u00fcllen? Und innerhalb dieses gro\u00dfen Globus der Herrlichkeit gab es nur einen kleinen Fleck der Dunkelheit &#8211; unsere Welt &#8211; in der es vor\u00fcbergehend Schmerz und Leid gab. Aber es war nur ein Fleck, und bald w\u00fcrde dieser Fleck verblassen und alles w\u00fcrde Licht sein. Und ich dachte: &#8222;Es ist eigentlich egal, wie die Operation verl\u00e4uft. Alles wird gut werden. Ich &#8211; meine Frau, meine Kinder, meine Gemeinde &#8211; alles wird gut.&#8216; Ich schlief mit einem tiefen Frieden im Herzen ein.\u201c<\/p>\n<p>Jesus ist der starke, m\u00e4chtige Retter; er rettet uns von unseren S\u00fcnden, sowohl au\u00dferhalb als auch in uns; er rettet uns, um uns heilig und gerecht zu machen und um uns auf den Weg des Friedens f\u00fchren. Und nun, m\u00f6ge diese Macht mit euch sein, von jetzt an bis in Ewigkeit!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bibeltext Die rettende Macht \u201eEr hat uns errettet vor unseren Feinden \/ und aus der Hand aller, die uns hassen.\u201c (Lukas 1,71 [EH\u00dc]) F\u00fcr diejenigen, die die letzten zwei Wochen nicht da waren: der Engel Gabriel erschien dem alten Priester Zacharias, um ihm zu sagen, dass seine Gebete erh\u00f6rt waren und Gott ihm [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[13,4,11,38],"tags":[],"class_list":["post-12153","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lukas","category-predigt","category-sonderlektion","category-weihnachten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12153","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12153"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12153\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12155,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12153\/revisions\/12155"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12153"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12153"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12153"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}