{"id":1206,"date":"2010-11-22T15:50:29","date_gmt":"2010-11-22T14:50:29","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1206"},"modified":"2023-01-29T20:53:30","modified_gmt":"2023-01-29T19:53:30","slug":"predigt-2-samuel-131-191","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-2-samuel-131-191\/","title":{"rendered":"Predigt: 2.Samuel 13,1 &#8211; 19,1"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/P19-2Sa1301-1901-v4.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>GOTT  Z\u00dcCHTIGT  DAVID<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<em><strong>Aber der K\u00f6nig sprach zu Zadok: Bringe die Lade Gottes in die Stadt zur\u00fcck. Werde ich Gnade finden vor dem Herrn, so wird er mich zur\u00fcckbringen, dass ich sie und ihre St\u00e4tte wiedersehe. Spricht er aber: Ich habe kein Wohlgefallen an dir -siehe, hier bin ich. Er mach&#8217;s mit mir, wie es ihm wohlgef\u00e4llt.\u201d <\/strong><\/em><em><strong> <\/strong><\/em><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(2.Sam 15,25.26)<\/p>\n<p>In den letzten beiden Lektionen haben wir einiges \u00fcber Davids S\u00fcnde erfahren und auch wie er daf\u00fcr Bu\u00dfe tat. Damit war das Beziehungsproblem zwischen Gott und David im Wesen gel\u00f6st. Dennoch war nicht alles wieder in Ordnung. Heute sehen wir, welche schlimmen Folgen die kurze S\u00fcnde eines Mannes auf seine Familie und sein Volk hatte.  Gottes Z\u00fcchtigung f\u00fcr David war hart, war aber durch den Glaube Davids erfolgreich, so dass David wieder K\u00f6nig \u00fcber Gottes Volk und ein Mann nach dem Herzen Gottes sein konnte.<\/p>\n<p><strong>Teil 1 \u2013 \u201eDie Folgen der S\u00fcnde Davids f\u00fcr seine Familie\u201c (13,1 \u2013 13,39)<\/strong><\/p>\n<p>Betrachten wir die Ereignisse in Davids Familie. K\u00f6nig David hatte mehre Frauen und von ihnen mindestens sechs Prinzen (vgl. K3), die er sicher alle sehr liebte. Hier begegnen wir insbesondere Amnon, Davids Erstgeborenen und Absalom, sein dritter Sohn. Als Amnon ein junger Mann war verliebte er sich in seine Halbschwester Tamar. Sie war Absaloms Schwester. Amnon war nicht nur etwas verliebt, sondern wurde sogar besessen, wenn er an sie dachte oder sah. Dies ging so weit, dass er wegen seiner Begierde keinen richtigen Appetit mehr hatte und deshalb immer magerer wurde. Seinem schlauen und listigen Vetter fiel das schnell auf. Er riet Amnon zu einer Schauspielerei, um so Tamar n\u00e4her zu kommen. David, blind vor Liebe zu seinen S\u00f6hnen, kam der Bitte Amnons nach und lie\u00df Tamar zur Pflege Amnons schicken. Es dauerte nicht lange bis die beiden allein waren und Amnon seine Halbschwester vergewaltigte. Schnell wurde er ihr aber \u00fcberdr\u00fcssig und wollte sie nicht mehr sehen, weil sie ihn an seine widerliche Tat erinnerte. Sofort merkte ihr Bruder Absalom, was geschehen war und fasst den heimlichen Entschluss, sich zu gegebener Zeit an Amnon zu r\u00e4chen.<\/p>\n<p>David erfuhr nat\u00fcrlich auch davon. Wie ging er mit dieser Schandtat in seiner Familie um? Kapitel 13,21 sagt: <em><strong>Und als der K\u00f6nig David dies alles h\u00f6rte, wurde er sehr zornig. Aber er tat seinem Sohn Amnon nichts zuleide, denn er liebte ihn, weil er sein Erstgeborener war.<\/strong><\/em><strong> <\/strong>(2.Sam 13,21a) Obwohl diese Sache David sehr \u00e4rgerte, unternahm er nichts. Nach dem Gesetz h\u00e4tten hier Mann und Frau sterben m\u00fcssen (3.Mose 20,17). Warum aber unternahm David nichts? Der Grund war seine Liebe zu Amnon. Es ist gut und richtig, dass der Vater den eigenen Sohn liebt, aber es war nicht gut, dass David aus seiner menschlicher Liebe heraus die Gerechtigkeit beugte. Er unterdr\u00fcckte die Wahrheit, indem er nichts tat.<\/p>\n<p>Welche Folge hatte dies? Scheinbar war zun\u00e4chst alles vergeben und vergessen, doch f\u00fcr Absalom nicht. Er wartete nur auf einen g\u00fcnstigen Zeitpunkt. Zwei Jahre sp\u00e4ter, als Absalom seine Schafe geschert hatte, lud er den K\u00f6nig, seine S\u00f6hne und alle Gro\u00dfen zu einem Fest k\u00f6niglicher Ausma\u00dfe ein. Es war wirklich eine super Party. Doch pl\u00f6tzlich gab es ein Geschrei.  Absaloms hatte seinen Knechten befohlen Amnon, vor den Augen aller S\u00f6hne Davids niederzuschlagen. Voller Entsetzen verlie\u00dfen die S\u00f6hne des K\u00f6nigs fluchtartig das Gelage, so dass das Ger\u00fccht entstand, dass sie alle umgekommen w\u00e4ren. Als David davon h\u00f6rte, zerriss er seine Kleider und legte sich auf die Erde. Doch nach und nach kamen seine S\u00f6hne wieder, nur Amnon fehlte. Von Absalom hatte er geh\u00f6rt, dass dieser zu Talmai, einem Verwandten seiner Mutter, geflohen sei.<\/p>\n<p>Hier sehen wir nun die Folge von Davids menschlicher Liebe. David h\u00e4tte den Mord an Amnon durchaus verhindern k\u00f6nnen, wenn er ihn entsprechend bestraft h\u00e4tte. Doch so verlor er ihn durch einen Racheakt Absaloms. Damit verlor er praktisch zwei seiner geliebten S\u00f6hne, worunter er sehr zu leiden hatte.<\/p>\n<p>Warum konnte David nichts gegen die S\u00fcnde seiner S\u00f6hne unternehmen? Es war wegen seiner geistlichen Schwachheit, die von seiner eigenen S\u00fcnde des Ehebruchs und Mordes verursacht wurde. Er war geistlich nicht in der Verfassung, die Schandtat Amnons klar zu verurteilen und zu bestrafen. Als Folgen zerbrachen Beziehungen und der Hass nahm zu. Es kam sogar zum Brudermord.<\/p>\n<p><strong>Teil 2 \u2013 \u201eDie Folgen der S\u00fcnde Davids f\u00fcr Israel\u201c (14,1 \u2013 15,12)<\/strong><\/p>\n<p>Die S\u00fcnde ist wirklich keine Privatsache. Wie wir gesehen haben, beeintr\u00e4chtigte Davids S\u00fcnde die ganze Familie. Leider war das aber nicht das Ende. Drei Jahre nach der Flucht Absaloms musste Joab immer noch zusehen, wie David unter dem Verlust seiner S\u00f6hne litt. Er wollte dem K\u00f6nig einen Gefallen tun und Absalom wieder zu ihm bringen. Wegen Absaloms S\u00fcnde war es nicht einfach ihn wieder in Davids Haus zu bringen. Deshalb beauftragte Joab eine kluge Frau aus Tekoa vor David zu kommen und ihm durch eine Parabel dazu zu bringen, Absalom die S\u00fcnde zu vergeben und ihn wieder anzunehmen. Joab hatte teilweise Erfolg, als David einwilligte Absalom wieder nach Jerusalem kommen zu lassen. Jedoch durfte Absalom David nicht pers\u00f6nlich begegnen. Dieser Zustand hielt weitere zwei Jahre an.<\/p>\n<p>Absalom sah seine S\u00fcnde nicht ein. Er meinte sein Vater w\u00fcrde ihm Unrecht tun und konnte dessen zur\u00fcckweisende Haltung nicht weiter akzeptieren. Weil Joab ihn zwar von Geschur holte, ihm aber nun nicht helfen wollte, zwang er ihn auf eine unm\u00f6gliche Art und Weise, ihn wieder vor das Angesicht des K\u00f6nigs zu bringen. So nahm David Absalom wieder an, ohne ihn zur Einsicht und Bu\u00dfe wegen seines Brudermords gef\u00fchrt zu haben. Das Ausweichen und Unbehandeltlassen der S\u00fcnde w\u00fcrde nun \u00fcber die Familiengrenze hinaus, f\u00fcr ganz Israel und Davids K\u00f6nigtum, gravierende Folgen haben.<\/p>\n<p>Weil Absalom sich mit seiner Rache im Recht sah und nichts aus seiner S\u00fcnde lernen konnte, war seine Arroganz und sein Stolz ungebrochen. In seinem Herzen muss er seinen Vater wegen dessen Nachgiebigkeit verachtet haben und wollte sich nun selbst als K\u00f6nig machen. Zielstrebig verfolgte er dieses Ziel. Er propagierte sich als ein Mann, der sich f\u00fcr Recht und Gerechtigkeit besser einsetzten w\u00fcrde als sein Vater. So machte er sich beim ganzen Volk beliebt und stahl dessen Herz. Nachdem ihm die Unterst\u00fctzung der Massen sicher war, ging er nach Hebron und lie\u00df sich dort zum K\u00f6nig ausrufen. Dazu gewann er Ahitofel, den Spitzenberater Davids, f\u00fcr seine Sache. Damit war Davids K\u00f6nigtum an einem Tiefpunkt angelangt und das Land einem B\u00fcrgerkrieg nahe.<\/p>\n<p>Was war die Ursache daf\u00fcr? Weil Absalom nicht zur Bu\u00dfe fand, durfte David Joabs Plan nicht zustimmen, denn sein Plan hatte keinen geistlichen Wert. Doch konnte ihm David auch nicht widerstehen, weil ihm selbst die geistliche Orientierung  fehlte. Nach der Methode \u201eSchwamm dr\u00fcber und gut\u201c konnte David seinem Sohn nicht helfen. Eine weitere Ursache war, dass David seine Aufgaben als K\u00f6nig und oberster Richter nicht gut trug, worunter das Volk zu leiden hatte. David beging hier einen \u00e4hnlichen Fehler wie Eli, der auch das Problem der S\u00fcnde seiner S\u00f6hne nicht richtig behandelte und seine Familie deshalb von Gott gerichtet wurde.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns bedeutet dies, dass wir unsere Kinder mit der richtigen geistlichen Orientierung erziehen und sie nicht in der Abh\u00e4ngigkeit von unserem menschlichen Gef\u00fchlen behandeln. So lehrt das Buch der Spr\u00fcche Salomos: <em>La\u00df nicht ab, den Knaben zu z\u00fcchtigen; denn wenn du ihn mit der Rute schl\u00e4gst, so wird er sein Leben behalten; du schl\u00e4gst ihn mit der Rute, aber du errettest ihn vom Tode. <\/em>(Spr 23,13.14). Als Eltern sind wir f\u00fcr den Glauben unserer Kinder mitverantwortlich, so dass eine harte Strafe besser ist als das Verlorengehen.<\/p>\n<p><strong>Teil 3 \u2013 \u201eGottes Gnade inmitten des Gerichts\u201c (15,13 \u2013 19,1)<\/strong><\/p>\n<p>Als Absalom sich zum K\u00f6nig ausrufen lie\u00df, bereitete David seine Flucht aus Jerusalem vor. Er wollte nicht gegen seinen Sohn k\u00e4mpfen und die Stadt nicht in Mitleidenschaft ziehen. Davids Reaktion ist \u00fcberraschend und sehr untypisch f\u00fcr einen Staatsstreich. Warum zog David so einfach aus Jerusalem fort? Bisher haben wir die Folgen der S\u00fcnde Davids gesehen und wie er ohne klare geistliche Orientierung lebte. Ab hier sehen wir nun, wie David wieder zu seinem grundlegenden Glauben fand und mit geistlicher Orientierung die Zeit der Z\u00fcchtigung Gottes durchschritt.<\/p>\n<p>Mit David zogen viele seiner Freunde aus Jerusalem, die eigentlich ohne Sorge unter Absalom h\u00e4tte leben k\u00f6nnen. Nachdem alle und auch das Kriegsvolk aus der Stadt ausgezogen waren, wollten die Priester und Leviten die Bundeslade zum Transport bereit machen. Was aber entschied David? Lesen wir  Kapitel 15,25.26: <em><strong>Aber der K\u00f6nig sprach zu Zadok: Bringe die Lade Gottes in die Stadt zur\u00fcck. Werde ich Gnade finden vor dem Herrn, so wird er mich zur\u00fcckbringen, da\u00df ich sie und ihre St\u00e4tte wiedersehe. Spricht er aber: Ich habe kein Wohlgefallen an dir &#8211; siehe, hier bin ich. Er mach&#8217;s mit mir, wie es ihm wohlgef\u00e4llt.<\/strong><\/em><strong> <\/strong>(2.Sam 15,25.26) David gab hier ganz unerwartete die Anweisung, die Bundeslade in Jerusalem zu lassen. Sollte die Lade nicht bei ihnen sein, damit Gott auch bei ihnen w\u00e4hre oder wenigsten die Menschen dies glaubten und David treu blieben? Was k\u00f6nnen wir hieraus \u00fcber Davids Glauben ablesen?<\/p>\n<p>David sagte hier: \u201eWerde ich Gnade finden vor dem Herrn\u201c, woraus wir ablesen k\u00f6nnen, dass er diese Situation wohl als Gericht Gottes verstand. Viele Menschen, die einen gro\u00dfen Verlust im Leben erleiden oder selbst viel zu Leiden haben, klagen Gott an und sagen: \u201eWarum l\u00e4\u00dft Gott das alles zu!\u201c Sie rebellieren gegen Gott und werden mit Bitterkeit erf\u00fcllt, akzeptieren es aber nicht als Gottes Willen bzw. Gericht. Wieder andere Menschen nehmen es vielleicht als Gericht Gottes an und ziehen sich zur\u00fcck, werden ganz still und machen sich selbst Vorw\u00fcrfe und verdammen sich. Ihre Gedanken kreisen nur noch um sie selbst. Beide Reaktionen sind falsch. Als David sagte:  \u201eWerde ich Gnade finden vor dem Herrn\u201c, klammerte er sich nicht an seinen Thron, sondern machte sich von der Gnade Gottes abh\u00e4ngig. Er legte die Sache ganz in Gottes Hand. Er vertraute diese Angelegenheit Gott an und war bereit dessen Entscheidung anzunehmen. Somit  ordnete er sich der Souver\u00e4nit\u00e4t Gottes unter. Deswegen war David auch frei vom Hass auf Absalom oder Ahitofel, weil er nicht auf Menschen, sondern auf Gott sah. Hierin zeigt er uns die Haltung, wie Gottes Gericht anzunehmen ist und mit welcher festen Zuversicht wir auf Gottes Gnade hoffen sollen.<\/p>\n<p>Nicht nur hier sehen wir Davids Glauben, sondern auch in seinem Gebet, das er sprach, als er vom Verrat Ahitofels h\u00f6rte und sich vor dessen unfehlbaren Ratschl\u00e4gen h\u00e4tte f\u00fcrchten m\u00fcssen. Statt  in Hilflosigkeit und Verzweiflung zu geraten kam er im Gebet zu Gott. Lesen wir Kapitel 15,31: <em><strong>Und als David gesagt wurde, da\u00df Ahitofel im Bund mit Absalom sei, sprach er: Herr, mache den Ratschlag Ahitofels zur Torheit! <\/strong><\/em>David bat Gott auch hier um Gnade. Gott erh\u00f6rte sein Gebet schnell. Lesen wir die Verse 32-34: <em><strong>Und als David auf die H\u00f6he kam, wo man Gott anzubeten pflegte, siehe, da begegnete ihm Huschai, der Arkiter, mit zerrissenem Rock und Erde auf seinem Haupt. Und David sprach zu ihm: Wenn du mit mir gehst, wirst du mir eine Last sein. Wenn du aber in die Stadt zur\u00fcckkehrst und zu Absalom sprichst: Ich will dein Knecht sein, K\u00f6nig; wie ich zuvor deines Vaters Knecht war, will ich nun dein Knecht sein -, so k\u00f6nntest du mir zugut den Ratschlag Ahitofels zunichte machen.<\/strong><\/em> Gott erh\u00f6rte sein Gebet.  Gott schenkte David tats\u00e4chlich seine Gnade und verhinderte Ahitofels Rat durch Huschai.<\/p>\n<p>Als nun David mit seinen Leuten \u00fcber den Jordan fliehen wollte begegneten ihm verschieden Personengruppen. Sie sollten nun ihre wahre Gesinnung zeigen und Farbe bekennen. So segneten ihn die einen, w\u00e4hrend ihn die anderen verfluchten. Zuerst kam ihm Ziba, der Knecht Mefi-Boschets entgegen und brachte ihnen zu Essen und zu Trinken und David segnete ihn. Dann begegnete ihm Schimi, einer vom Geschlecht Sauls, der flucht ihm ein gro\u00dfes St\u00fcck des Weges und bewarf David mit Steinen und Erde. Was aber war Davids Antwort? Wir lesen dazu in Kapitel 16,12: <em><strong>Vielleicht wird der Herr mein Elend ansehen und mir mit Gutem <\/strong><\/em><em><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>vergelten<\/strong><\/span><\/em><em><strong> sein heutiges Fluchen.<\/strong><\/em> Obwohl David genau wusste, dass ihm Schimi mit seinem Fluch Unrecht tat, machte er keinen kurzen Prozess mit ihm, sondern nahm es als Gottes Dem\u00fctigung f\u00fcr sich an. Denn er glaubte, dass Gott diesen Fluch durch seine Gnade in Segen umwandeln kann. David vollzog damit sogar nach, wie Gott denken w\u00fcrde. Er dachte, dass Gott wegen des Unrechts,Mitleid mit ihm haben w\u00fcrde und hoffte darauf, dass Gott den ungerechtfertigten Fluch mit Gutem vergelten w\u00fcrde. David sah in seinem Unrecht nicht auf sich, sondern auf Gott und dessen Herz. Lasst uns von David lernen, solche Demut vor Gott zu haben. Lasst uns aber noch mehr lernen, nicht auf uns, sondern auf Gott und sein Herz zu sehen und ihn zu verstehen. Das ehrt Gott, st\u00e4rkt unsere Beziehung zu ihm und l\u00e4sst uns unser Leid und Unrecht \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Gleich nach Absaloms Einzug in Jerusalem fragte er Ahitofel um seinen Rat. Dieser riet ihm die Frauen seines Vaters zu nehmen, um dadurch seinen Herrschaftsanspruch unmissverst\u00e4ndlich klar zu machen. Diesem Rat folgte Absalom. F\u00fcr Absalom gab es nun kein zur\u00fcck mehr! Weiter riet Ahitofel, schnell mit 12000 Soldaten David zu verfolgen und ihn zu t\u00f6ten. Mit seinem Rat traf Ahitofel die Lage Davids sehr gut. Denn er wusste ungef\u00e4hr was David tun w\u00fcrde und wann und wo er am Schw\u00e4chsten war. Doch in dem Moment kam Absalom auf die Idee Huschai um seinen Rat zu fragen. Huschai machte ihm Angst vor der Wehrf\u00e4higkeit seines Vaters und riet zu einer Gro\u00dfoffensive, bei der ganz Israel k\u00e4mpfen sollte. Mit diesem Rat wollte er David vor allem Zeit verschaffen, sich in Sicherheit bringen zu k\u00f6nnen. Was sagt nun der Text \u00fcber Absaloms Entscheidung? Lesen wir Kapitel 17,14: <em><strong>Da sprachen Absalom und jedermann in Israel: Der Rat Huschais, des Arkiters, ist besser als Ahitofels Rat. So schickte es der Herr, da\u00df der kluge Rat Ahitofels verhindert wurde, damit der Herr Unheil \u00fcber Absalom br\u00e4chte. <\/strong><\/em>Dies war die gn\u00e4dig Gebetserh\u00f6rung f\u00fcr David und Gottes Bekenntnis zu David.<\/p>\n<p>Doch nicht nur so wurde deutlich, dass Gott auf Davids Seite stand, sondern auch darin, dass er die Hilfe Vieler erhielt, dazu geh\u00f6rten die Priester Zadok und Abjatar und deren S\u00f6hne Jonatan und Ahimaaz. Die beiden wurden von einer Frau verborgen, als sie flohen, um den Rat Ahitofels David mitzuteilen. Nat\u00fcrlich fehlte es auch nicht an gro\u00dfartiger Verpflegung f\u00fcr David und seine Leute. In alle diesen Punkten sehen wir klar, dass David vor Gott Gnade gefunden hatte.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag, als Absalom mit seinem Heer zum Kampf anr\u00fcckte, teile David seine Kriegsleute in drei Gruppen und stelle sie unter seine erfahren Hauptleute. So gelange es ihm die M\u00e4nner Absaloms zu zerstreuen. Sogar Absalom floh auf seinem Maultier. Als er nicht aufpasste, verfing er sich mit seinem Kopf in den \u00c4sten eines Baumes, wovon er sich nicht mehr befreien konnte und in die H\u00e4nde der M\u00e4nner Joabs fiel und von ihnen erschlagen wurde. Joab hatte es so angeordnet, obwohl es gegen den k\u00f6niglichen Willen war. David war \u00fcber Absaloms Tod untr\u00f6stlich. Aus Kapitel 19,1 erfahren wir sogar, dass David aus Liebe bereit gewesen w\u00e4re, f\u00fcr Absalom zu sterben. So hielt Gott Gericht \u00fcber David und brachte Unheil \u00fcber Absalom, der die Zeit seiner Bu\u00dfe vers\u00e4umte.<\/p>\n<p>Diese geschichtlichen Ereignisse im Leben Davids und seine Erfahrungen mit Gott lassen uns \u00fcber die Eigenschaften Gottes nachdenken. Wie konnte Gott David weiter helfen, der ihn mit seiner S\u00fcnde so entt\u00e4uscht und seinen Namen so verunehrt hatte? Weil Davids S\u00fcnde des Ehebruchs und Mordes so ernsthaft war, schlug ihn Gott und lie\u00df ihn die Folgen seiner S\u00fcnde sp\u00fcren und hielt so Gericht \u00fcber ihn. Gott hielt dies harte Gericht nicht, weil er nun David hasst und aufgegeben hatte. Wenn es so gewesen w\u00e4re, h\u00e4tte er Nathan nicht gesandt und David einfach in seiner S\u00fcnde gelassen und am j\u00fcngsten Tage in die Verdammnis geschickt. Vielmehr stand Gott auf seiner Seite und handelte aus Liebe zu ihm. Gott wollte ihm helfen, wieder zu einem Mann nach seinem Herzen zu werden. Daran erinnern uns auch die Worte aus dem Hebr\u00e4erbrief : <em>\u00bbMein Sohn, achte nicht gering die Erziehung des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst. Denn wen der Herr lieb hat, den z\u00fcchtigt er, und er schl\u00e4gt jeden Sohn, den er annimmt.\u00ab <\/em><em>Es dient zu eurer Erziehung, wenn ihr dulden m\u00fc\u00dft. Wie mit seinen Kindern geht Gott mit euch um; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht z\u00fcchtigt?<\/em> (Hebr 12,5-7). Das Gericht war vor allem eine Z\u00fcchtigung durch die David erzogen wurde. Gott wollte ihn zu einem leuchtenden Beispiel f\u00fcr alle folgenden K\u00f6nige Israels aufstellen. So finden wir im Buch der K\u00f6nige und der Chronik oft die Formulierungen wie: <em>Und er tat, was dem Herrn wohlgefiel, doch nicht wie sein Vater David<\/em> (2.K\u00f6n 14,3) oder <em>Und Salomo tat, was dem Herrn mi\u00dffiel, und folgte nicht v\u00f6llig dem Herrn wie sein Vater David.<\/em> (1.K\u00f6n 11,6) In der ganzen Geschichte Israels wurde David zum Ma\u00dfstab aller K\u00f6nige. So offenbarte Gott seine Gerechtigkeit und Heiligkeit am Leben von David, aber ebenso seine Liebe, die in der Best\u00e4tigung seines K\u00f6nigtums f\u00fcr alle Zeiten deutlich wird.<\/p>\n<p>Von David lernen wir, Gott zu jeder Zeit unseres Lebens zu vertrauen. So hart es klingt: M\u00f6gen wir auch unter Gottes Gericht stehen, so k\u00f6nnen wir ihm dennoch anvertrauen, denn wir d\u00fcrfen wissen, dass dies der beste Weg zu einer erneuerten Beziehung zu Gott ist und unser Leben nicht verloren geht, sondern es zu Ehre Gottes erhalten und gedeihen wird. Wir d\u00fcrfen darin Gott vertrauen, dass er immer das Beste f\u00fcr uns im Sinn hat. Dies war der feste Glaube Davids, durch den er Gottes Z\u00fcchtigung annahm und sein Leben in Gottes Hand legte. Wir sollen allezeit unseren Glauben an den gerechten und barmherzigen Gott festhalten. So werde wir nicht nur unser Leben retten, sondern Gott ehren und ein Beispiel des Glaubens f\u00fcr die Heidelberger Studenten sein. Danken wir Gott, der uns kennt und helfen will als seine Kinder zu leben und zu wachsen und das Ziel zu erreichen, zu dem er uns bestimmt hat.<\/p>\n<p>Lesen wir zum Schluss das Leitwort &#8211; 2.Sam 15,25.26: <em><strong>\u201eAber der K\u00f6nig sprach zu Zadok: Bringe die Lade Gottes in die Stadt zur\u00fcck. Werde ich Gnade finden vor dem Herrn, so wird er mich zur\u00fcckbringen,<\/strong><\/em><em><strong> <\/strong><\/em><em><strong>dass ich sie  und ihre St\u00e4tte wiedersehe. Spricht er aber: Ich habe kein Wohlgefallen an dir -siehe, hier bin ich. Er mach&#8217;s mit mir, wie es ihm wohlgef\u00e4llt.\u201d<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download GOTT Z\u00dcCHTIGT DAVID \u201eAber der K\u00f6nig sprach zu Zadok: Bringe die Lade Gottes in die Stadt zur\u00fcck. Werde ich Gnade finden vor dem Herrn, so wird er mich zur\u00fcckbringen, dass ich sie und ihre St\u00e4tte wiedersehe. 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