{"id":12046,"date":"2022-02-13T11:00:49","date_gmt":"2022-02-13T10:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/?p=12046"},"modified":"2023-11-19T23:28:38","modified_gmt":"2023-11-19T22:28:38","slug":"predigt-psalm-47-gebet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-psalm-47-gebet\/","title":{"rendered":"Predigt: Psalm 47   &#8211;   Gebet"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/2022-SL-Gebet-6_Ps47-P.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Das Lobpreisgebet<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eKlatscht in die H\u00e4nde, ihr V\u00f6lker alle! Jauchzt Gott zu mit fr\u00f6hlichem Schall! Denn der HERR, der H\u00f6chste, ist zu f\u00fcrchten, ein gro\u00dfer K\u00f6nig \u00fcber die ganze Erde.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Psalm 47,2.3)<\/p>\n<p>Einmal fragte mich jemand: \u201eWenn wir tats\u00e4chlich durch den Glauben gerettet werden, warum werden die Gl\u00e4ubigen nicht sogleich nach ihrer Bekehrung in den Himmel geholt?\u201c Das ist, wie ich finde, eine sehr berechtigte Frage. Meine Antwort damals war, dass Gott uns f\u00fcr die Rettung anderer gebrauchen m\u00f6chte. Auf eine weitere Antwort auf diese Frage kam ich erst viele Jahre sp\u00e4ter, also in der Zeit, als ich meine jetzige Frau kennenlernte. In unserer Verlobungszeit lasen wir ein Buch, das uns half, die Verlobung aus biblischer Sicht besser zu verstehen. In der Verlobungszeit geht es nicht mehr darum, seine Entscheidung zu bedenken oder zu \u00fcberpr\u00fcfen \u2013 vielmehr geht es um eine ganz andere Sache: Vorbereitung, die Vorbereitung auf das gemeinsame Leben. Dies ist ein wunderbares Bild f\u00fcr die Gemeinde, die mit Christus verlobt ist. Unsere Zeit hier auf Erden ist eine Art Vorbereitung auf die himmlische Ewigkeit, in der die Hochzeit zwischen Christus und der Gemeinde stattfinden wird.<br \/>\nAber man kann nat\u00fcrlich weiter fragen: Warum m\u00fcssen wir eigentlich auf die himmlische Ewigkeit vorbereitet werden? Als ich ein Kind war, fand ich den Gottesdienst unheimlich anstrengend. Sp\u00e4ter las ich in der Bibel, dass Gott im Himmel Tag und Nacht angebetet wird, es also im Himmel st\u00e4ndig Gottesdienst gibt. \u201eWie kann das sch\u00f6n sein?\u201c, fragte ich mich. Aber was zeigten diese Gedanken \u00fcber mich? Sie zeigten, dass ich noch gar nicht auf die himmlische Ewigkeit vorbereitet war. Wie kann man auf die Ewigkeit vorbereitet sein, wenn die Anbetung Gottes im eigenen Leben fehlt? Wenn wir die Ewigkeit damit verbringen, Gott anzubeten, dann ist es wohl recht und billig, hier schon damit anzufangen. Mit Anbetung stimmen wir uns sozusagen auf die himmlische Ewigkeit ein. Mit Anbetung holen wir ein St\u00fcck Himmel auf die Erde. Anbetung ist auch die h\u00f6chste Form des Gebets. Diese Form des Gebets ist gerade der Inhalt vieler Psalme. Die Psalme geben Zeugnis von einer tiefen, innigen Beziehung mit Gott und laden auch jeden dazu ein. Die Lobpreispsalme rufen den Leser zur Anbetung Gottes auf und nennen auch die Gr\u00fcnde daf\u00fcr, warum wir Gott loben sollten. So auch im Psalm 47, den wir heute betrachten wollen. Anhand dieses Psalms wollen wir heute \u00fcber zwei Punkte bzgl. des Lobpreisgebets nachdenken: [1]. Warum soll Gott gelobt werden? 2. Wie soll Gott gelobt werden?<\/p>\n<p><strong>1. Gr\u00fcnde zum Lobpreis Gottes<\/strong><\/p>\n<p>Die Bibel nennt zahlreiche Gr\u00fcnde daf\u00fcr, warum Gott gelobt werden soll. Welchen Grund nennt Psalm 47 daf\u00fcr, Gott zu loben? Wir erfahren ihn in Vers 3, der mit \u201edenn\u201d einleitet. Gott soll gelobt und gepriesen werden, weil Er zu f\u00fcrchten ist. Gott ist ernst zu nehmen, Ihm geb\u00fchrt Hochachtung. Daher soll er gelobt und gepriesen werden. Weil wir nicht in der unmittelbaren N\u00e4he Gottes sind, vergessen wir leicht, dass Gott zu f\u00fcrchten ist. Aber am Verhalten der Engel, die in der unmittelbaren N\u00e4he Gottes sind, k\u00f6nnen wir sehen, wer Gott eigentlich ist. In Psalm 104,4 steht, dass Gott Seine Engel zu Winden macht. Ohne zu Z\u00f6gern, eben in Windeseile f\u00fchren die Engel Gottes Auftrag aus. Das zeigt, wie sehr Gott zu f\u00fcrchten ist.<br \/>\nAm Ende von Vers 3 erfahren wir auch, warum Gott zu f\u00fcrchten ist: \u201eein gro\u00dfer K\u00f6nig \u00fcber die ganze Erde.\u201c Gott ist K\u00f6nig. K\u00f6nige waren gef\u00fcrchtete Personen. In Pred. 10,20a hei\u00dft es: \u201eFluche dem K\u00f6nig nicht einmal in deinen Gedanken\u2026\u201c In Spr. 19,12 steht: \u201eWie das Knurren eines Jungl\u00f6wens ist die Wut des K\u00f6nigs\u2026\u201c In Spr. 20,2 hei\u00dft es: \u201eWie das Knurren eines Jungl\u00f6wen ist der Schrecken des K\u00f6nigs, wer sich seinen Zorn zuzieht, verwirkt sein Leben.\u201c K\u00f6nige waren wirklich gef\u00fcrchtete Personen. In einer Demokratie sind ja die Gewalten geteilt. Aber bei einem K\u00f6nig ist es anders \u2013 wer beim K\u00f6nig in Ungnade fiel, konnte im Nu ins Gef\u00e4ngnis landen oder gar hingerichtet werden. Sie hatten ja in ihrem Land die uneingeschr\u00e4nkte Macht. Also schon allein wegen der Tatsache, dass Gott K\u00f6nig ist, ist er zu f\u00fcrchten. Gott ist aber nicht ein K\u00f6nig unter vielen &#8211; am Ende von Vers 3 hei\u00dft es: \u201egro\u00dfer K\u00f6nig \u00fcber die ganze Erde.\u201c Die Territorien von K\u00f6nigen konnten sehr unterschiedlich ausfallen \u2013 manche waren nur K\u00f6nig \u00fcber einen Stadtstaat, m\u00e4chtigere waren K\u00f6nig \u00fcber ein Land und noch m\u00e4chtigere K\u00f6nig \u00fcber ein Reich. Gott aber ist K\u00f6nig \u00fcber die ganze Erde. Viele Herrscher haben es seit jeher versucht, \u00fcber die ganze Welt zu herrschen. Wie gro\u00df auch deren Reiche waren, niemandem gelang die Weltherrschaft. Doch Gott ist der eine K\u00f6nig \u00fcber die ganze Erde und damit ein gro\u00dfer, ja gewaltiger K\u00f6nig! Er ist also nicht nur ein m\u00e4chtiger K\u00f6nig, sondern der allm\u00e4chtige K\u00f6nig. Seine Macht ist weder territorial noch zeitlich noch vom Potential her eingeschr\u00e4nkt. Daher ist Gott \u00fcberaus zu f\u00fcrchten und eben das nennt Psalm 47 als Grund daf\u00fcr, Gott zu loben und zu preisen.<br \/>\nWie h\u00e4ngen Gotteslob und Gottesfurcht miteinander zusammen? Denken wir einmal an Personen, vor denen wir Hochachtung haben. Das sind eben auch die Menschen, die wir bewundern und ehren, die wir als Vorbilder nehmen. Um wie viel mehr sollte dann Gott verehrt und gepriesen werden, dem die h\u00f6chste Achtung geb\u00fchrt? Angenommen, man ist Zuschauer in einem Konzert. Das Orchester spielt das St\u00fcck hervorragend, einfach \u00fcberw\u00e4ltigend! Als das St\u00fcck zu Ende ist, denkt man, dass jetzt ein riesiger Beifall folgt. Doch am Ende des St\u00fccks kein Applaus, kein einziger klatscht, null Zurufe, null Jubel, sondern im gesamten Publikum Schweigen \u2013 was w\u00fcrden wir denken? Wohl etwa so: \u201eDas geht doch nicht. Solch ein Meisterst\u00fcck muss doch anerkannt werden \u2013 das kann man doch nicht einfach so stehen lassen! Das ist ja unerh\u00f6rt!\u201c Manch einer w\u00fcrde vielleicht sogar das Publikum auffordern: \u201eKlatscht gef\u00e4lligst!\u201c Eben das empfindet der Psalmist &#8211; \u201ewie kann solch ein gro\u00dfer K\u00f6nig ohne Verehrung bleiben?\u201c Und so kann der Psalmist gar nicht anders, als zu befehlen: \u201eKlatscht in die H\u00e4nde, ihr V\u00f6lker alle! Jauchzt Gott zu mit fr\u00f6hlichem Schall!\u201c (Vers 2), ebenso auch im Vers 7: \u201eLobsingt Gott, lobsingt! Lobsingt unserem K\u00f6nig, lobsingt!\u201c Die Begr\u00fcndung ist dieselbe &#8211; im Vers 8 hei\u00dft es: \u201eDenn Gott ist K\u00f6nig der ganzen Erde\u201c.<br \/>\nAber machen wir uns nichts vor, Gott ist zwar jetzt schon K\u00f6nig \u00fcber die ganze Erde, aber noch nicht als solcher von der ganzen Erde anerkannt. Das ist etwa so, wie wenn ein neuer Chef in die Firma kommt. Obgleich er rechtlich der neue Chef ist, kann es gut sein, dass er nicht von allen Mitarbeitern als solcher anerkannt wird, wie z.B. von denen, die Jahrzehnte lang in dieser Firma schon sind. Der Chef muss sich dann erst einmal Respekt verschaffen. Heutzutage machen sich viele Menschen \u00fcber Gott lustig, reden schlecht \u00fcber ihn oder murren gegen ihn. Gott wird leider von den meisten Menschen eben nicht gef\u00fcrchtet. Doch Vers 9 berichtet dar\u00fcber, dass die Nationen einst Gott als K\u00f6nig anerkennen werden \u2013 in der Elberfelder steht n\u00e4mlich: \u201eGott ist K\u00f6nig geworden \u00fcber die Nationen\u201c. Feierlich wird verk\u00fcndigt: \u201eGott hat sich auf seinen heiligen Thron gesetzt\u201c (Elb). Mit Setzen ist nicht einfach nur das Gegenteil von Stehen gemeint. Das Sitzen vielmehr als das sein kann, haben die meisten von uns bestimmt schon erlebt: Wenn man sich nach vielem Laufen einmal hingesetzt hat, kann man das Sitzen so richtig erleben \u2013 sobald man sich hingesetzt hat, kommt erst einmal ein aus tiefster Seele kommendes: \u201eAaah\u201c. Dieses Sitzen ist ein \u201eZur-Ruhe-kommen\u201c \u2013 eben das Gegenteil von \u201eAktiv-sein\u201c. Solange Gottes Feinde existieren, toben und ihr Unwesen treiben, ist Gott aktiv dabei, allem Widerstand ein Ende zu machen, wie es auch in 1. Kor. 15,25 hei\u00dft: \u201eDenn er muss herrschen, bis er alle Feinde unter seine F\u00fc\u00dfe gelegt hat.\u201c Doch eines Tages, wenn alle Feinde vernichtet sind, wird das endlich geschehen, wovon Vers 9 spricht: \u201eGott hat sich auf seinen heiligen Thron gesetzt\u201c.<br \/>\nBetrachten wir Vers 10. Hier ist von \u201eM\u00e4chtigen der Welt\u201d die Rede, die sich einst zusammen mit dem Volk Gottes versammeln werden. Dann wird sich endlich das deutlich zeigen, was Gott schon immer war, ist und sein wird \u2013 am Ende von Vers 10 steht es: \u201edenn Gott geh\u00f6ren die Schilde der Erde; er ist sehr erhaben.\u201c Mit \u201eSchilde\u201c sind K\u00f6nige gemeint (vgl. Ps. 84,10; 89,19). Am Ende der Zeit wird es deutlich: Gott geh\u00f6ren alle Herrscher der Welt. Anders gesagt: Gott ist der K\u00f6nig der K\u00f6nige. Sehr bzw. \u00fcber alles erhaben! Der Amoklauf in Heidelberg sowie viele andere schreckliche Nachrichten k\u00f6nnen den Eindruck erwecken, dass Gott nicht \u00fcber Allem erhaben, nicht der K\u00f6nig der K\u00f6nige ist. Doch eines Tages wird diese Wahrheit auf der Erde zu einer sp\u00fcrbaren Realit\u00e4t! Die Bitte um das Kommen des Reiches Gottes wird zur Erf\u00fcllung kommen. Und eben dieses herrliche Ereignis wird in Psalm 47 gefeiert!<br \/>\nViele lieben es zu feiern. Manche suchen regelrecht nach Anl\u00e4ssen zu feiern. Sobald einer da ist, hei\u00dft es: \u201eDas muss gefeiert werden!\u201c Doch Psalm 47 gibt uns einen viel besseren Grund zu feiern, als es jemals die Welt uns bieten kann: Einst wird die ganze Welt Gott bzw. Jesus als K\u00f6nig anerkennen. Dies ist eine gro\u00dfartige Nachricht! Denn es gibt keinen besseren K\u00f6nig als ein K\u00f6nig, der sein Leben f\u00fcr die Untertanen l\u00e4sst. Kein K\u00f6nig kann es mit seinen Untertanen besser meinen, als einer, der sein Leben f\u00fcr sie gibt. Wie gut, dass solch ein K\u00f6nig einst \u00fcber die ganze Welt herrschen wird! Gott soll als K\u00f6nig gefeiert werden \u2013 sowohl in unserem Gebet als auch durch unser Leben! Wenn wir zu Gott beten, lasst nicht allein Bitten zu Ihm bringen, sondern ihn auch stets daf\u00fcr loben und preisen, dass er K\u00f6nig ist!<br \/>\nBemerkenswert ist, dass der Psalmist nicht sagt: \u201eIch lobe, ich schlage froh in die H\u00e4nde\u201c, sondern: \u201elobsingt\u201c (V.7); \u201eKlatscht in die H\u00e4nde, ihr V\u00f6lker alle\u201c (V.2). Er ruft die ganze Welt dazu auf, Gott zu loben und zu singen. Warum? Damit fordert er die Welt indirekt dazu auf, Gott als ihren K\u00f6nig anzuerkennen bzw. sich ihm freiwillig zu unterwerfen. Durch Anbetung k\u00f6nnen auch wir zum Ausdruck bringen, dass wir Ihn als unseren K\u00f6nig von Herzen anerkennen.<br \/>\nIn Jes. 29,13&nbsp;hei\u00dft es: Und der Herr hat gesprochen: Weil dieses Volk mit seinem Mund sich naht und mit seinen Lippen mich ehrt, aber sein Herz fern von mir h\u00e4lt Demnach kann man Gott also auch in einer Art und Weise loben, die Ihm nicht gef\u00e4llt. Daher die Frage: Was ist die Art und Weise der Anbetung, die Gott erfreut? Lasst uns das im zweiten Teil der Predigt betrachten?<\/p>\n<p><strong>2. Die Art und Weise, wie wir Gott loben sollten<\/strong><\/p>\n<p>Gerade die Verse, die uns zum Gotteslob auffordern, offenbaren einige Aspekte \u00fcber die Art und Weise des Lobpreises, die Gott erfreut: Im Vers 2 werden die Worte \u201efr\u00f6hlich\u201c und \u201ejauchzen\u201c verwendet. Wenn man \u201eJauchzen\u201c in Google eingibt, bekommt man diese Definition: \u201eseiner Freude, Begeisterung durch Rufe, Schreie Ausdruck geben; laut jubeln\u201c. Echte Anbetung Gottes geschieht also mit voller Freude! Manche Christen loben Gott allein mit dem Verstand, ohne Emotionen; andere Christen hingegen loben Gott nur mit Emotionen. D.h. ihre Gef\u00fchle kommen nicht in erster Linie aufgrund der Bedeutung der Worte, sondern aufgrund der Melodie, des Sounds. Dazu kann es leicht kommen, wenn man Lieder singt, in der nicht der Text, sondern die Melodie im Vordergrund steht. Der deutsche Komponist Johann Georg Ebeling, der Melodien zu Liedern von Paul Gerhard erstellte, schrieb einmal: \u201eMeine Melodien sollen klangvolle Reden sein. (\u2026) Die Melodie soll das unterstreichen, was mir an dem Text gefa\u0308llt und wichtig ist\u201c1 Die Melodien dienen also dem Text, nicht umgekehrt. Die Schreiber von Psalm 47 geh\u00f6rten weder zu den Anbetern, die Gott ohne Gef\u00fchle priesen, noch zu denen, deren Lobpreis eine rein emotionale Sache war. Sie lobten Gott nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit Emotionen \u2013 doch diese kamen in erster Linie aufgrund der Wahrheiten, die in dem jeweiligen Psalm verk\u00fcndigt werden.<br \/>\nAuch wir k\u00f6nnen Gott in der Art und Weise anbeten, wie es die Psalmisten taten. Man kann leicht denken: \u201eGef\u00fchle habe ich nicht im Griff. Dar\u00fcber kann ich nicht entscheiden &#8211; ich kann mit ihnen nicht einfach on oder off machen\u201c. Aber das ist ein Irrtum \u2013 denn sonst w\u00fcrde die Bibel nicht an so vielen Stellen zur Freude aufrufen. Wenn man einmal die Psalme, in der Gott gepriesen wird, liest, f\u00e4llt auf, dass sie ganz klare Gr\u00fcnde nennen, warum Gott zu loben ist. Manchmal werden diese Gr\u00fcnde auch explizit mit einem \u201eDenn\u201c eingeleitet (vgl. Ps. 66,8 &amp; 10, Ps. 100,5). Wenn wir \u00fcber das, was Gott ist, und das, was Gott tut, nachsinnen und dem glauben, kann der Heilige Geist in uns wirken und dazu veranlassen, Gott mit voller Freude zu loben und zu preisen.<br \/>\nIn den Versen 7 und 8 erfahren wir einen weiteren Punkt dar\u00fcber, wie wir Gott auf einer Ihm wohlgef\u00e4lligen Art und Weise loben k\u00f6nnen. In diesen Versen taucht das Wort \u201esingen\u201c f\u00fcnfmal auf. Warum? Singen und sich freuen geh\u00f6ren einfach zusammen. Wie ein Hemd ohne Krawatte oder wie ein Schuh ohne Schnursenkel ist Freude ohne Singen. Das gewisse Etwas fehlt. Zur Freude geh\u00f6rt einfach das Singen dazu. Im Vorwort eines Gesangbuches las ich einmal ein geniales Wortspiel. Es lautete: \u201eEin singender Christ ist ein siegender Christ.\u201c An diesem Zitat ist was dran! Singen kann gerade in Zeiten der Anfechtung von Bedeutung sein. Denn in solchen Zeiten kann es schwer sein, Bibelworte zuzuh\u00f6ren und sie im Herzen zu behalten. Emotionen der Angst, Traurigkeit, des \u00c4rgers usw. k\u00f6nnen uns so sehr beherrschen, dass es schwierig ist, klare Gedanken zu fassen. Da k\u00f6nnen geistliche Lieder sehr hilfreich sein, weil sie Emotionen ansprechen und dabei gleichzeitig eine geistliche Wahrheit in unser Herz transportieren k\u00f6nnen. Sie ersetzen zwar nicht das Lesen von Gottes Wort, k\u00f6nnen aber eine Art Erste Hilfe sein, um dem Wort Gottes wieder besser zuh\u00f6ren zu k\u00f6nnen.<br \/>\nOder wie ist es mit Zeiten des Stresses? Ich erinnere mich hierbei an einem Satz von einem Kollegen. An diesem Tag war es sehr hei\u00df, was das Arbeiten sehr unangenehm machte. Zudem war ich in gro\u00dfem Stress, weil ich wegen Corona noch einen Haufen an Korrekturen zu erledigen hatte. Was das Fass zum \u00dcberlaufen brachte, war der Ventilator im Lehrerzimmer. Sein Motor summte unaufh\u00f6rlich. Ich beklagte mich beim Kollegen \u00fcber diesen Ventilator \u2013 er sagte zu mir, dass er zum Takt des Ventilators ein christliches Lied singe. Das w\u00fcrde ihm helfen, ruhig zu bleiben.<br \/>\nDas Lobsingen sollte zu einer allt\u00e4glichen Gewohnheit werden. Das gilt auch f\u00fcr diejenigen von uns, die nicht gut singen k\u00f6nnen. In diesem Sinne ist es auch sehr wertvoll, geistliche Lieder auswendig zu lernen. Eltern sollten darauf Wert legen, dass ihre Kinder so fr\u00fch wie m\u00f6glich das Singen und das Spielen eines Instrumentes lernen. Selbst wenn sie nicht so eine gute Stimme haben, k\u00f6nnen sie doch lernen, wie sie die T\u00f6ne zumindest einigerma\u00dfen treffen. Wie schade, wenn man das in der Kindheit vers\u00e4umt. Das hernach nachzuholen, ist meistens gar nicht so einfach. Ich rede hier aus eigener Erfahrung.<br \/>\nIn der ersten Strophe eines uns bekannten Liedes hei\u00dft es: \u201eIch habe einen herrlichen K\u00f6nig, den einzigen erkenne ich an; ich will keinen andern auf Erden, und st\u00fcnd ich allein auf dem Plan. Jesus, mein Stolz, meine tiefe Ruhe, Jesus, dir jauchze ich selig zu! Ich habe einen herrlichen K\u00f6nig, o Jesus, Jesus nur du.\u201c<br \/>\nWeil wir einen herrlichen K\u00f6nig haben, haben wir immer Grund Gott zu loben und zu danken.<br \/>\n______________<br \/>\n[1] aus: <a href=\"https:\/\/schott-campus.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/kaiser_telgte.pdf\">https:\/\/schott-campus.com\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/kaiser_telgte.pdf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Das Lobpreisgebet \u201eKlatscht in die H\u00e4nde, ihr V\u00f6lker alle! Jauchzt Gott zu mit fr\u00f6hlichem Schall! Denn der HERR, der H\u00f6chste, ist zu f\u00fcrchten, ein gro\u00dfer K\u00f6nig \u00fcber die ganze Erde.\u201c (Psalm 47,2.3) Einmal fragte mich jemand: \u201eWenn wir tats\u00e4chlich durch den Glauben gerettet werden, warum werden die Gl\u00e4ubigen nicht sogleich nach ihrer Bekehrung in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[47,4,15,11],"tags":[],"class_list":["post-12046","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gebet","category-predigt","category-psalm","category-sonderlektion"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12046","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12046"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12046\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12048,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12046\/revisions\/12048"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12046"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12046"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12046"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}