{"id":11839,"date":"2023-08-13T11:00:41","date_gmt":"2023-08-13T09:00:41","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/?p=11839"},"modified":"2025-02-04T05:38:39","modified_gmt":"2025-02-04T04:38:39","slug":"predigt-2-timotheus-11-18","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-2-timotheus-11-18\/","title":{"rendered":"Predigt: 2. Timotheus 1,1-18"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Download<\/strong><\/p>\n<h2 class=\"western\" align=\"center\">Darum sch\u00e4me dich nicht\u2026<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eDarum sch\u00e4me dich nicht des Zeugnisses von unserm Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit f\u00fcr das Evangelium in der Kraft Gottes.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(2. Timotheus 1,8)<\/p>\n<p>Heute gehen wir auf den zweiten Brief von Paulus an Timotheus ein.<br \/>\nIm ersten Brief wurde bekannt, warum Timotheus nicht weiter mit Paulus nach Europa reiste, sondern in Ephesus zur\u00fcck bleiben musste. Timotheus wurde beauftragt, dort die Irrlehrer zu bek\u00e4mpfen, die falsche Lehren zu verbreiten versuchten. Apostel Paulus forderte Timotheus auf, &#8222;den guten Kampf&#8220; zu k\u00e4mpfen. Zur Warnung erinnerte Paulus ihn an Hymen\u00e4us und Alexander, die am Glauben Schiffbruch erlitten. Nach seinen Anweisungen sollte Timotheus die Gemeinde sch\u00fctzen und etablieren. Am Ende vom ersten Brief lie\u00df Paulus seinen geliebten Sohn auf das Wiederkommen Jesu blicken. Abschlie\u00dfend ermutigte Paulus ihn: \u201eK\u00e4mpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist.\u201c (1.Tim 6,12)<br \/>\nAnders als der erste Brief hat der zweite Brief einen testamentarischen Charakter. Nun sa\u00df Paulus im r\u00f6mischen Gef\u00e4ngnis und rechnete mit seiner Hinrichtung. Und er wusste nicht, wie lange er noch Zeit zum Leben hatte. Darum schrieb er seinen zweiten Brief wie eine Abschiedsrede.<br \/>\nWas wir heute betrachten, ist der Briefanfang, der aus Gru\u00dfworten, Danksagungen und einigen Ermahnungen besteht.<br \/>\nAus zwei Aspekten m\u00f6chte ich das erste Kapitel betrachten. Der erste Aspekt: Wie Paulus Timotheus liebt. Und der zweite Aspekt: Was Paulus von Timotheus erwartet.<\/p>\n<p><strong>Erster Aspekt: Wie Paulus Timotheus liebt<\/strong>.<br \/>\nLesen wir die Verse 1-2 zusammen. Was steht im Vers 2 \u00fcber Timotheus? F\u00fcr Paulus war Timotheus nicht nur ein Mitarbeiter in Christus, sondern auch sein geliebtes Kind. Wahrscheinlich gab es mehrere Menschen, die laut Paulus f\u00fcr Gottes Werk n\u00fctzlich und f\u00e4hig waren. Aber die Bezeichnung \u201esein geliebtes Kind\u201c, weist auf die besondere Beziehung von Paulus zu Timotheus hin. Es mag sein, dass Timotheus f\u00fcr Gottes Werk nicht n\u00fctzlich war. Oder Timotheus k\u00f6nnte seine Aufgaben nicht ausreichend erf\u00fcllt haben. In Vers 2, wo \u201emein geliebtes Kind\u201c steht, beurteilt Paulus Timotheus weder nach seinem Nutzen noch nach der Wichtigkeit der Aufgaben. Ganz unabh\u00e4ngig von der Mission liebte Paulus Timotheus.<br \/>\nIn den Versen 3 und 4 machte Paulus bekannt, wie sehr er Timotheus liebte. Lesen wir die Verse 3 und 4 gemeinsam: \u201eIch danke Gott, dem ich diene von meinen Vorfahren her mit reinem Gewissen, wenn ich ohne Unterlass deiner gedenke in meinem Gebet, Tag und Nacht. Und wenn ich an deine Tr\u00e4nen denke, verlangt mich, dich zu sehen, damit ich mit Freude erf\u00fcllt werde.\u201c In den Zeitangaben \u201eohne Unterlass\u201c und \u201eTag und Nacht\u201c zeigt sich, wie sehr Paulus Timotheus liebte. Tag und Nacht und ohne Unterlass dachte Paulus an Timotheus in seinen Gebeten. Und f\u00fcr Timotheus dankte er Gott, dem er diente. Hier sehe ich, wie Paulus Timotheus geliebt hat. Der junge Mann Timotheus, der gegen die Irrlehrer einen guten Kampf im Glauben f\u00fchren musste, brauchte vor allem die Menschen, die f\u00fcr ihn beteten. Zu diesen Menschen geh\u00f6rte Paulus. Tag und Nacht und ohne Unterlass unterst\u00fctzte er Timotheus im Gebet. Vers 4. Er w\u00fcnscht sich sehr, sein geliebtes Kind in Christus wiederzusehen. Als er sich von ihm in Ephesus verabschiedete, weinte Timotheus sehr. Gro\u00df w\u00e4re die Freude, sich vor seinem Tod noch einmal mit seinem geliebten Kind zu treffen. Als Paulus an Timotheus dachte, erinnerte er sich an seine ungeheuchelten Glauben. Diesen Glauben hatten die Mutter und die Gro\u00dfmutter des Timotheus\u2018. Und dieser Glaube ist weiter lebendig in Timotheus. Paulus sch\u00e4tzte den Glauben der Familie des Timotheus\u2018. Soweit brachte Paulus seine Liebe zu Timotheus zum Ausdruck.<br \/>\nSicherlich wusste Timotheus, wie sehr Paulus ihn liebte und sich w\u00fcnschte, ihn wieder zu sehen.<\/p>\n<p><strong>Der zweite Aspekt: Was Paulus von Timotheus erwartet.<\/strong><br \/>\nAls der Beauftragte hatte Timotheus viele Funktionen. F\u00fcr die Gemeinde sollte er ein Leiter sein bzw. ein Vorbild im Dienen und im Glaubenskampf. Gegen die Menschen, die mit hervorragenden Argumenten die Irrlehre zu verbreiten versuchten, musste er Argumente haben. Je gr\u00f6\u00dfer die Gemeinde w\u00fcrde, desto mehr m\u00fcsste er auf verschiedene Probleme gesto\u00dfen sein. Einfacher w\u00e4re es f\u00fcr ihn, wenn Paulus wieder da w\u00e4re. Aber Paulus erinnerte Timotheus an die Gabe Gottes. Das Wort \u201eGabe\u201c besagt, was gegeben wurde. Gott gab Timotheus als ein Geschenk die \u201eGabe\u201c Gottes. Vers 7 verdeutlicht mehr, was Gott uns bzw. Timotheus gegeben hat. Lesen wir den Vers 7 gemeinsam: \u201eDenn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.\u201c Was hier als die Gabe Gottes aufgez\u00e4hlt wurde, zeigt, womit Timotheus t\u00e4glich zu tun hatte.<br \/>\n\u201eFurcht\u201c war f\u00fcr Timotheus ein st\u00e4ndiger Begleiter. Wenn eine Furcht weg war, stand die n\u00e4chste Furcht schon vor der T\u00fcr. Aber Paulus machte ihm deutlich, dass Furcht nicht von Gott war. \u201eGott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht.\u201c<br \/>\nStattdessen ist ihm der Geist &#8222;der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit&#8220; gegeben worden. F\u00fcr den dauerhaften Kampf des Glaubens braucht er jeden Tag die Kraft, sich zu motivieren und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Seine Liebe zu den Menschen war stark begrenzt. Nur durch die Liebe, die Gott ihm gab, konnte er die Menschen lieben. Als der Leiter der Gemeinde wurde er st\u00e4ndig die Zielscheibe Satans. Durch die Begierde oder durch das Geld oder durch die Worte der Menschen h\u00e4tte er jeden Tag in Versuchung geraten und verletzt werden k\u00f6nnen. Allein durch den Geist der Besonnenheit war er imstande, die Versuchungen zu \u00fcberwinden.<br \/>\nPaulus ermahnte Timotheus, sich an die heilsamen Worte zu halten und das anvertraute kostbare Gut zu bewahren. Das Evangelium bzw. die rettende Worte hat Timotheus von Paulus geh\u00f6rt. Paulus war nicht nur ein Bibellehrer, sondern von Jesus Christus wurde er eingesetzt als Prediger, Apostel und Lehrer. Darum hat er im Vers 1 bekannt gemacht, dass er durch den Willen Gottes als ein Apostel Christi Jesu eingesetzt wurde.<br \/>\nTimotheus sollte sich an den Worten orientieren, die er von einem Apostel Jesu Christi h\u00f6rte. In der Welt gibt es viele Meinungen, Lehren und Argumente, wie wir gerettet werden k\u00f6nnten. Aber Paulus gab Timotheus eine Anweisung, sich an das Vorbild der heilsamen Worte zu halten. Die Worte, die uns zum Heil bzw. zur Erl\u00f6sung f\u00fchren, sind durch Apostel verk\u00fcndigt worden. Wenn sie nicht verk\u00fcndigt wurden, haben wir die rettende Botschaft nicht geh\u00f6rt. Timotheus aber hat von einem Apostel bzw. von Paulus geh\u00f6rt, dass Gott ihn durch Jesus Christus gerettet hat. Durch das H\u00f6ren der rettenden Botschaft wurde Timotheus zum Leben gebracht. Nun durfte er auch in Jesus Christus die Macht des Todes \u00fcberwinden und auf das unverg\u00e4ngliche Wesen, n\u00e4mlich auf das Leben nach der Auferstehung hoffen.<br \/>\nPaulus erkl\u00e4rte, dass das Evangelium bzw. die rettende Botschaft schon vor der Welterschaffung von Gott geplant war. Lesen wir gemeinsam die Verse 9 und 10. Der Plan Gottes, die Menschen zu retten, wurde zur Wirklichkeit, als Jesus in die Welt kam und durch seine Auferstehung dem Tode die Macht genommen hat.<br \/>\nDas Leben und das unverg\u00e4ngliche Wesen, welche Timotheus haben darf, sind von Gott geschenkt. Das ist die Gnade Gottes. Nicht nach unseren Werken, sondern nach seinem Ratschluss und nach der Gnade hat Gott uns selig gemacht.<br \/>\nAbschlie\u00dfend m\u00f6chte ich auf den zweiten Aspekt zur\u00fcckkommen. Was Paulus von Timotheus erwartet. Nach der Luther\u00fcbersetzung im ersten Kapitel taucht das Wort \u201esch\u00e4men\u201c dreimal auf. Im Vers 8: \u201eDarum sch\u00e4me dich nicht\u2026\u201c, 12: \u201eAber ich sch\u00e4me mich dessen nicht;\u201c, 16: \u201e\u2026sich meiner Ketten nicht gesch\u00e4mt\u2026\u201c<br \/>\nPaulus erwartet von Timotheus, dass er sich nicht sch\u00e4mte, Christus zu geh\u00f6ren und zu Paulus zu stehen. F\u00fcr Timotheus sollte Paulus ein Vorbild sein. Daf\u00fcr schrieb er: Aber ich sch\u00e4me mich dessen nicht, f\u00fcr Christus zu leiden. W\u00e4hrend alle sich von Paulus angewandt haben, die in der Provinz Asien waren, bereitete Onesiphorus Paulus oft Freude und hat sich nicht gesch\u00e4mt, ihn in Rom im Gef\u00e4ngnis zu besuchen.<br \/>\nViele kamen zu Paulus und schlossen sich ihm an, solange das ihrer Meinung nach wie etwas Sinngebendes und Erf\u00fcllendes aussah. Aber langsam stellte sich heraus, dass die enge Gemeinschaft mit Paulus auf die Ablehnung der Gesellschaft stie\u00df. Im Hebr\u00e4erbrief 11,36-38 steht folgendes: \u201eAndres haben Spott und Gei\u00dfelung erlitten, dazu Fesseln und Gef\u00e4ngnis. Sie haben Mangel, Bedr\u00e4ngnis, Ma\u00dfhandlung erduldet. Sie sind umhergeirrt in W\u00fcsten, auf Bergen, in H\u00f6hlen und Erdl\u00f6chern.\u201c Viele haben sich dessen gesch\u00e4mt, mit Paulus in einer Gemeinschaft zu sein. Daher verlie\u00df ihn einer nach dem anderen und hielt Abstand zu Paulus. Es war ein bitteres Ergebnis im Vergleich dazu, dass Paulus f\u00fcr sie flei\u00dfig Tag und Nacht gearbeitet hatte, um sie zum ewigen Leben zu f\u00fchren. Aber Paulus sch\u00e4mte sich dessen nicht, zu Christus zu geh\u00f6ren und f\u00fcr ihn zu leiden. Wenn Paulus an Phygelus und Hermogenes dachte, schmerzte sein Herz, weil sie sich von ihm abgewandt haben. Als er in der Einsamkeit an Onesphorus dachte, wurde er erquickt und so froh, dass er f\u00fcr seine Familie segnend F\u00fcrbitte ablegen wollte. Wie ermutigend und erquickend ist es, wenn einer zu mir steht, w\u00e4hrend alle mich verlassen und sich von mir abwenden? W\u00e4hrend alle eine Frau steinigen wollten, die auf frischer Tat beim Ehebruch erwischt wurde, stand Jesus allein f\u00fcr sie und nahm sie in Schutz: \u201eWer unter euch ohne S\u00fcnde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.\u201c (Joh 8,7)<br \/>\nPaulus erwarte von seinem geliebten Kind, sich nicht dessen zu sch\u00e4men, mit Paulus f\u00fcr Christus zu leiden.<br \/>\nWir wissen, an wen wir glauben. Unser Herr steht ganz und gar zu uns. Darum erwartet er auch von uns, dass wir auch zu ihm allezeit stehen.<br \/>\nZum Schluss m\u00f6chte ich ein Wort aus Mk 8,38 zitieren: \u201eWer sich aber meiner und meiner Worte sch\u00e4mt unter diesem abtr\u00fcnnigen und s\u00fcndigen Geschlecht, dessen wir sich auch der Menschensohn sch\u00e4men, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Darum sch\u00e4me dich nicht\u2026 \u201eDarum sch\u00e4me dich nicht des Zeugnisses von unserm Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit f\u00fcr das Evangelium in der Kraft Gottes.\u201c (2. Timotheus 1,8) Heute gehen wir auf den zweiten Brief von Paulus an Timotheus ein. 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