{"id":11736,"date":"2023-04-09T11:00:24","date_gmt":"2023-04-09T09:00:24","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/?p=11736"},"modified":"2025-02-04T05:38:44","modified_gmt":"2025-02-04T04:38:44","slug":"predigt-markus-161-20-sonderlektion-ostern-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-markus-161-20-sonderlektion-ostern-2023\/","title":{"rendered":"Predigt: Markus 16,1-20 &#8212; Sonderlektion Ostern 2023"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/2023_Ostern_Mk16_0120-P.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 class=\"western\" align=\"center\">Der Glaube an die Auferstehung<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eEr aber spricht zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten. Er ist auferweckt worden, er ist nicht hier. Siehe da die St\u00e4tte, wo sie ihn hingelegt hatten\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Markus 16,6)<\/p>\n<p>Frohe Ostern! An Ostern feiern wir j\u00e4hrlich eines der bedeutungsvollsten Ereignisse der Menschheitsgeschichte: die Auferstehung Jesu Christi. Mit ihr wurde ein jahrtausendealter, bis dahin unbesiegbarer Feind aller Menschen besiegt: der Tod. Die Auferstehung Jesu Christi schaffte den Durchbruch f\u00fcr die Auferstehung vieler anderer Menschen. Doch wie gro\u00dfartig die Auferstehung Jesu Christi auch ist, ist sie doch auch gleichzeitig eines der Ereignisse, das von der Mehrheit nicht geglaubt wird. Nicht nur der moderne, aufgekl\u00e4rte Mensch zweifelt die Auferstehung an, sondern selbst die J\u00fcnger hatten Schwierigkeiten damit gehabt. Doch der heutige Text aus Markus 16 macht deutlich, wie Jesus seinen J\u00fcngern half, an die Auferstehung zu glauben. Durch diesen Text bekommen wir Antworten auf zwei wichtige Fragen bzgl. des Glaubens an die Auferstehung:<br \/>\n1. Was gebraucht Jesus, um zum Glauben an die Auferstehung zu verhelfen?<br \/>\n2. Warum ist es notwendig, an die Auferstehung zu glauben?<\/p>\n<p><strong>1. Zeugnisse der Auferstehung (V.1-14)<\/strong><br \/>\nDer heutige Text aus Markus 16 beinhaltet drei Zeugnisse von der Auferstehung Jesu. Zuallererst berichtet Vers 6 von jemandem, der die Auferstehung bezeugt. Ein junger Mann im Grab Jesu, bekleidet mit einem wei\u00dfen Gewand. Aus den anderen Evangelien wissen wir, dass es sich bei dem wei\u00dfen Gewand um ein strahlendes Gewand handelte. Dieser junge Mann war eindeutig ein Engel. Sein Zeugnis von der Auferstehung lautet so:<br \/>\nEntsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten. Er ist aufer-weckt worden, er ist nicht hier. Siehe da die St\u00e4tte, wo sie ihn hingelegt hatten.<br \/>\nDas Zeugnis des Engels ist klipp und klar. Es gab mehrere Menschen, die Jesus hie\u00dfen. Aber der Engel macht deutlich, genau der Jesus, der aus Nazareth kommt, der Jesus, der vor drei Tagen gekreuzigt worden ist, eben der Jesus ist auferstanden und lebt! Sie suchten Jesus als den Gekreuzigten, also sie suchten Jesus als den Toten. Aber der Engel sagte: \u201eEr ist nicht hier\u201c. Sie sollten Jesus als den Lebenden suchen. Das Zeugnis eines Engels hat nat\u00fcrlich mehr Gewicht als das eines Menschen. Schon allein diese Tatsache machte sein Zeugnis glaubw\u00fcrdig. Nichtsdestotrotz wurde das Zeugnis des Engels durch zwei wundersame Tatsachen bekr\u00e4ftigt: 1. Der weggerollte Stein vor dem Grab. So ein Grabstein hatte die Gr\u00f6\u00dfe eines Wagenrades (vgl. POHL 1986: 580 [1]). So ein Wagenrad konnte einen Durchmesser bis zu knapp einem Meter haben. Der Stein vor dem Grab musste also ein ordentliches Gewicht gehabt haben. Doch ohne Zutun von menschlicher Kraft war der Stein auf einmal weggerollt. Eine gro\u00dfe Kraft hatte gewirkt. Es war eben dieselbe Kraft, die Jesus von den Toten auferstehen lie\u00df. Der weggerollte Stein bezeugt also die Kraft der Auferstehung; 2. das leere Grab. Der Engel sagt: \u201eSiehe, da die St\u00e4tte, wo sie ihn hingelegt hatten.\u201c Der Ort, wo Jesus gelegen hatte, war aufger\u00e4umt. Johannes 20,7 berichtet: \u201e\u2026 das Schwei\u00dftuch, das auf seinem Haupt war, nicht zwischen den Leinent\u00fcchern liegen, sondern f\u00fcr sich zusammengewickelt an einem \u27e8besonderen\u27e9 Ort.\u201c Das aufger\u00e4umte Grab machte also einen Diebstahl unwahrscheinlich, erstrecht, weil das Grab bis vor Kurzem noch mit einem schweren Stein verschlossen war. Die einzige sinnvolle Erkl\u00e4rung f\u00fcr die Abwesenheit des Leichnams von Jesus ist, dass er tats\u00e4chlich auferstanden war.<br \/>\nDas zweite Zeugnis von der Auferstehung Jesu erfahren wir in Vers 11. Es ist das Zeugnis von Maria Magdalena. Maria liebte den Herrn Jesus sehr. Daher war Maria sehr traurig gewesen. Wie froh muss sie gewesen sein, als sie erfahren hatte, dass Jesus auferstanden ist. Sie konnte diese Freude nicht f\u00fcr sich behalten. Sie bezeugte: Jesus lebt! Sie legte dieses Zeugnis vor denen ab, die mit Jesus waren, trauerten und weinten, wie es in Vers 10 steht. Bestimmt war sie vor der Begegnung mit dem auferstandenen Jesus unter ihnen gewesen und hatte mit ihnen viel geheult, wie so auf einer Beerdigung. Orientalische Beerdigungen k\u00f6nnen so richtig laut sein. Oft werden da nicht nur einfach ein paar Tr\u00e4nen vergossen, wird nicht einfach nur leise vor sich hin geschnieft. Zwei Mal habe ich es erlebt, dass dort wie am Spie\u00df geschrien wird. Weil Maria Jesus so sehr lieb hatte, hat sie vielleicht am lautesten geschrien. Aber nach der Begegnung mit Jesus bezeugte sie voller Freude: \u201eJesus lebt!\u201c Ihre krasse Ver\u00e4nderung bekr\u00e4ftigte ihr Zeugnis. Denn sie l\u00e4sst sich nur damit erkl\u00e4ren, dass sie Jesus tats\u00e4chlich begegnet war.<br \/>\nVom dritten Zeugnis erfahren wir in Vers 13. Hier ist offenbar von den Emmaus-J\u00fcngern die Rede. Dar\u00fcber berichtet das Lukas-Evangelium ausf\u00fchrlich (Lukas 14,13-53). Das Zeugnis der Emmaus-J\u00fcnger ist auch ein sehr glaubw\u00fcrdiges Zeugnis. Als Jesus ihnen begegnete, gab er sich ihnen nicht sogleich zu erkennen. Jesus legte ihnen zuerst die Schrift aus. Er machte ihnen deutlich, dass seine Kreuzigung und Auferstehung in der Bibel klar belegt sind. Erst danach gab er sich ihnen zu erkennen. Nach der Begegnung mit Jesus bezeugten sie den J\u00fcngern: \u201eDer Herr ist wirklich auferweckt worden.\u201c Die Zeugnisse von der Auferstehung Jesu sind keine mystischen oder spirituellen Erlebnisse und Erfahrungen. Nein, sie sind fundiert, und zwar in der Schrift. Sie decken sich mit dem, was die Bibel sagt. Sollte dies nicht so sein, sollte man ihnen auch nicht glauben.<br \/>\nSchlie\u00dflich wurden auch die J\u00fcnger Zeugen der Auferstehung. Dass ausgerechnet die, die trotz vieler Zeugnisse nicht geglaubt hatten, schlie\u00dflich selber zu Zeugen der Auferstehung wurden, ist wohl eines der glaubw\u00fcrdigsten Zeugnisse f\u00fcr die Auferstehung.<br \/>\nAlle diese Zeugnisse bezeugen ein und dieselbe Botschaft: Jesus ist wahrhaftig auferstanden! Jesus lebt! Es gibt Hoffnung, die niemand nehmen kann. Vor der Begegnung mit dem auferstandenen Jesus waren die J\u00fcnger voll von Entt\u00e4uschung, Traurigkeit, Frustration, Schuldgef\u00fchlen und Angst. Doch diesem allem bereitete die Hoffnung kraft der Auferstehung Jesu ein Ende. Wie gro\u00df auch eine Traurigkeit sein mag, die Hoffnung in der Auferstehung Jesu steht dr\u00fcber. Wie gro\u00df auch eine Entt\u00e4uschung sein mag, die Hoffnung in der Auferstehung Jesu steht dr\u00fcber. Wie gro\u00df auch Schuldgef\u00fchle und \u00c4ngste sein m\u00f6gen, die Hoffnung in der Auferstehung Jesu steht dr\u00fcber. Durch sie k\u00f6nnen alles Leid, Traurigkeit und Schuld \u00fcberwunden werden.<br \/>\nIm Vers 14 tadelte Jesus seine J\u00fcnger, dass sie denen nicht geglaubt hatten, die ihn als auferweckt gesehen hatten. Jesus wollte die Zeugnisse \u00fcber seine Auferstehung gebrauchen, um seinen J\u00fcngern zu helfen, an die Auferstehung zu glauben. Die Zeugnisse \u00fcber die Auferstehung Jesu k\u00f6nnen helfen, Schwierigkeiten an die Auferstehung zu glauben, zu \u00fcberwinden. \u00dcbrigens gibt es diese Zeugnisse ja nicht allein in der Bibel, sondern auch in zahlreichen Lebensgeschichten. Es gibt unz\u00e4hlige Zeugnisse von Menschen, die bezeugen, dass Jesus auferstanden ist. Weder die Frauen noch die Emmaus-J\u00fcnger waren dabei gewesen, als Jesus auferstanden war. Sie sind keine Augenzeugen von dem Auferstehungsvorgang selbst gewesen, sondern eher davon, dass Jesus lebt. Das ist mit den Lebenszeugnissen von Gl\u00e4ubigen heute nicht anders, sofern sie im Einklang mit der Schrift stehen. Auch diese m\u00f6chte Jesus gebrauchen, um Menschen zum Glauben an die Auferstehung zu verhelfen. Dein Zeugnis z\u00e4hlt!<\/p>\n<p>Mein pers\u00f6nliches Zeugnis war ein Erlebnis vor sch\u00e4tzungsweise 12 Jahren. Damals studierten wir die Verfolgung Davids durch Saul. Durch die Person von Saul erkannte ich mich bzw. meine S\u00fcndhaftigkeit tiefer, sodass ich in ein gro\u00dfes Weinen ausbrach. Kurze Zeit sp\u00e4ter, ich glaube, es war noch derselbe Tag, floss ein Strom der Liebe Gottes in mein Herz. Diese Liebe bezeugte mir: \u201eIch bin von Gott geliebt, einfach, weil ich sein Kind bin, nicht weil ich dies oder jenes f\u00fcr ihn getan habe\u201c. Vorher hatte ich in einem christlichen Buch gelesen, dass man das, was man mit Gott erlebt hat, nicht besser beschreiben kann, als wie es die Bibel beschreibt. Und so war es auch. Ich konnte dieses Erlebnis biblisch sofort zuordnen. Ich erlebte das, was in R\u00f6mer 5,5 beschrieben wird: \u201e\u2026 denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.\u201c Dieses damalige Erlebnis erinnert mich heute an die Strophe eines Liedes: Du fragst: \u201eWie wei\u00dft du&#8217;s, dass er lebt? Er lebt im Herzen mir!\u201c<br \/>\nManche Menschen halten was von Jesus, finden ihn interessant, sind bereit, ihn kennenzulernen, aber sie glauben nicht an seine Auferstehung. Sie suchen sozusagen Jesus bei den Toten. Solchen w\u00fcrde der Engel sagen: \u201eEr ist nicht hier.\u201c Man soll Jesus bei den Lebenden suchen. Man kann dies tun, indem man den Zeugnissen der Auferstehung Geh\u00f6r schenkt, sie ernst nimmt. Wof\u00fcr kann das hilfreich sein? Es kann eine Hilfe oder eine Art Vorbereitung daf\u00fcr sein, dem auferstandenen Herrn Jesus selbst zu begegnen.<br \/>\nSowohl bei den J\u00fcngern als auch bei den Frauen als auch bei den Emmaus-J\u00fcngern blieb es nicht nur bei einem Zeugnis. In allen drei F\u00e4llen kam es auch zu einer pers\u00f6nlichen Begegnung mit dem Herrn Jesus. Dies wissen wir z.&nbsp;T. aus den anderen Evangelien. Die pers\u00f6nliche Begegnung mit dem auferstandenen Jesus ist immer anders, aber doch so, dass man hernach im Herzen wei\u00df: \u201eJesus lebt!\u201c In R\u00f6mer 10,9 hei\u00dft es: \u201e\u2026 und glaubst in deinem Herzen, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.\u201c Jeder braucht die Begegnung mit dem auferstandenen Jesus. Und das Wunderbare ist, jeder kann und darf die Begegnung mit dem auferstandenen Jesus haben. Jeder, der will, darf sein pers\u00f6nliches Ostern erleben. Suche daher den Herrn nicht bei den Toten, sondern bei den Lebenden!<\/p>\n<p>Allerdings waren die J\u00fcnger, was den Glauben von Auferstehungszeugnissen angeht, kein gutes Beispiel gewesen. Mehrfach hei\u00dft es \u00fcber sie: \u201eund sie glaubten nicht\u201c. Was war das Problem? War die Beweislage nicht klar genug gewesen? Waren die Zeugen unglaubw\u00fcrdig? Waren sie vom Typ her halt eben Skeptiker? Lag es daran, dass die Auferstehung halt schwer vorstellbar ist? Vielleicht haben diese Gr\u00fcnde in irgendeiner Weise mitgespielt. Aber sie waren nicht das eigentliche Problem. Das eigentliche Problem war ein geistliches Problem. Am Ende von Vers 14 steht: \u201e[Jesus] schalt ihren Unglauben und ihre Herzensh\u00e4rtigkeit \u2026\u201c Unglauben und Herzensh\u00e4rte waren das Problem. Unglaube ist nicht dasselbe wie Zweifel, sondern der Unwille zu glauben. Ein hartes Herz ist gegen\u00fcber dem Wort Gottes und seinen Offenbarungen unempfindlich [2]. Einfach gesagt: Das, was Gott einem sagt, und das, was Gott einem zeigt, ist einem hartherzigen Menschen schnuppe. Was k\u00f6nnte das Herz der J\u00fcnger hart und sie so unwillig gemacht haben, an die Auferstehung zu glauben? Die J\u00fcnger waren Jesus drei Jahre lang nachgefolgt und hatten alles f\u00fcr ihn verlassen. Sie hatten gro\u00dfe Hoffnungen in Jesus gesetzt. Doch dann wurde er ermordet: ihr Held am Kreuz. Und sie waren ohne Jesus nichts mehr gewesen. Die Kreuzigung war ja nur wenige Tage her gewesen, noch am selben Wochenende. Alles war noch sehr frisch. Sie waren voll von Entt\u00e4uschung, Traurigkeit, Frustration, Schuldgef\u00fchle, Angst usw. M\u00f6glicherweise waren es diese Dinge, die sie unwillig machten, weiter zu glauben. Schmerzhafte Erfahrungen k\u00f6nnen das Herz hart und unwillig machen, weiter zu glauben. Einmal lud ich eine Studentin zum gemeinsamen Bibellesen ein. Aber daraufhin fing sie an zu weinen. Es war ein Weinen aus tiefster Seele. Sie lehnte die Einladung ab, weil sie bzgl. des christlichen Glaubens schmerzhafte Erfahrungen gemacht habe. Auch heute gibt es viele Menschen, die schmerzhafte Erfahrungen mit Gott gemacht haben. Gott handelte und reagierte anders in ihrem Leben, als sie es sich vorgestellt haben. Aber es sind nicht nur schmerzhafte Erfahrungen, die das Herz hart und ungl\u00e4ubig gegen\u00fcber der Auferstehung machen. Die J\u00fcnger hatten bzgl. Jesus irdische Hoffnungen gehabt. Sie konnten mit einem himmlischen Messias nichts anfangen. Wer seine Hoffnung auf irdische Ziele setzt, macht sein Herz hart und ungl\u00e4ubig gegen\u00fcber der Botschaft der Auferstehung. Man hat dann kein Interesse an die Auferstehung. Wenn es den Zw\u00f6lfen passieren konnte, dann kann es auch heute gl\u00e4ubigen Menschen passieren, dass mit der Zeit ihr Herz hart und ungl\u00e4ubig wird. Die Folge ist, dass die Freude und Hoffnung, die die Botschaft der Auferstehung mit sich bringt, verblasst. Umgekehrt kann man aber auch sagen: Die Auferstehung Jesu ist so gro\u00dfartig und so wunderbar, dass sie harte Herzen aufschmelzen kann. M\u00f6ge dies gerade in der Osterzeit in vielfacher Weise unter uns geschehen.<br \/>\nJesus hatte den J\u00fcngern eine mehrfache Hilfe gegeben, um ihnen zum Glauben an die Auferstehung zu verhelfen. Ihm lag sehr viel daran, dass sie einen pers\u00f6nlichen Glauben an die Auferstehung haben. Warum war ihm das so wichtig?<\/p>\n<p><strong>2. Der Missionsauftrag (V.15-20)<\/strong><br \/>\nNachdem Jesus ihnen geholfen hatte, an seine Auferstehung zu glauben, gab er ihnen den Auftrag: \u201eGeht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Sch\u00f6pfung!\u201c Die Botschaft des Evangeliums ist so gro\u00dfartig, dass die ganze Welt davon erfahren soll. Sie ist so gn\u00e4dig, dass sie f\u00fcr die ganze Sch\u00f6pfung gilt, kein Mensch ist davon ausgeschlossen. Jeder Mensch darf an dieser Gnade teilhaben. Was muss daher mit dem Evangelium gemacht werden? Jesus sagt: \u201eGeht hin \u2026 und predigt\u201c. Hin zu den verlorenen Menschen, hin zu ihnen und ihnen das Evangelium predigen. Den Kern des Evangeliums macht ja die Botschaft von Jesu Kreuzigung und Auferstehung aus. Nun nach dem die J\u00fcnger zum pers\u00f6nlichen Glauben an die Auferstehung Jesu gekommen waren, konnten und sollten sie das weitergeben, was sie selbst empfangen hatten. Sie sollten es nicht f\u00fcr sich behalten, sondern allen Menschen davon erz\u00e4hlen.<br \/>\nWarum ist das so wichtig, das Evangelium weiterzugeben? Vers 16 verr\u00e4t es uns: \u201eWer gl\u00e4ubig geworden und getauft worden ist, wird gerettet werden; wer aber ungl\u00e4ubig ist, wird verdammt werden.\u201c Die Reaktion auf das Evangelium entscheidet, ob man errettet wird oder nicht, entscheidet \u00fcber die Frage der Ewigkeit bzw. \u00fcber die Frage von Himmel und Verdammnis. Menschen sind von Natur aus verdammt. Sie brauchen Rettung. Sie wissen nicht einmal, dass sie Rettung brauchen. Aber wenn sie nur der geh\u00f6rten Botschaft glauben, werden sie schon errettet werden. Wie schade w\u00e4re es, wenn sie nicht einmal die Botschaft h\u00f6ren w\u00fcrden!<br \/>\nJesus hatte sich bei seinen J\u00fcngern sehr um den Glauben an die Auferstehung bem\u00fcht, weil sie ohne diesen Glauben nicht in der Lage gewesen w\u00e4ren, das Evangelium weiterzugeben. Wer zum pers\u00f6nlichen Glauben an die Auferstehung Jesu gefunden hat, soll diesen nicht f\u00fcr sich behalten, sondern weitergeben bzw. die Botschaft des Evangeliums verbreiten.<br \/>\nIm Vers 20 erfahren wir, dass die J\u00fcnger diesen Auftrag befolgten. Sie predigten \u00fcberall das Evangelium, obgleich sie viel Widerstand erfahren hatten. Wie konnten sie diesen Auftrag erf\u00fcllen? Durch den Glauben an die Auferstehung wussten die J\u00fcnger, dass Jesus nun zur Rechten Gottes sitzt, wie es in Vers 19 steht. Damit wussten sie auch, dass sie einen gottgleichen, einen starken, einen allm\u00e4chtigen Herrn haben, dass Jesus alles unter Kontrolle hat und dass Jesus seine g\u00f6ttliche Allmacht f\u00fcr den Missionsauftrag zur Verf\u00fcgung stellt. Jesus entt\u00e4uschte diesen Glauben nicht. Vers 20 berichtet, dass Jesus den Dienst der J\u00fcnger mit seiner Wirksamkeit segnete und die Botschaft des Evangeliums mit Zeichen bekr\u00e4ftigte. Diese Zeichen werden in den Versen 17 und 18 aufgelistet. Diese Zeichen w\u00e4ren nat\u00fcrlich nicht m\u00f6glich, wenn Jesus nicht auferstanden w\u00e4re. Diese Zeichen bewiesen, dass Jesus lebt und m\u00e4chtig am Wirken ist.<br \/>\nDurch den Glauben an die Auferstehung Jesu k\u00f6nnen wir im Wissen leben, dass wir einen Herrn haben, der zur Rechten Gottes sitzt, dass wir einen Herrn haben, der \u00fcber alles erhaben ist, dass wir einen Herrn haben, der alles unter Kontrolle hat und dem nichts unm\u00f6glich ist. Dies zu wissen bef\u00e4higt uns, mit Mut und Zuversicht das Evangelium zu verk\u00fcndigen, allem Widerstand zum Trotz. Dies zu wissen, bef\u00e4higt uns auch getrost zu sein, auch wenn alles gerade au\u00dfer Kontrolle ger\u00e4t. Es bef\u00e4higt uns, Ruhe und Frieden in den heftigsten St\u00fcrmen zu haben.<br \/>\nIn diesem Sinne w\u00fcnsche ich uns allen eine fr\u00f6hliche, friedliche und trostvolle Osterzeit.<\/p>\n<p>_____<br \/>\n1 POHL, A. 1986: Das Evangelium des Markus. Erkl\u00e4rt von Adolf Pohl. In: Wuppertaler Studienbibel, S. 580. SCM. R. Brockhaus.<br \/>\n2 Mit \u201ehartes Herz\u201c meint die Bibel nicht, was wir unter \u201eHartherzigkeit\u201c verstehen. Letzteres meint eher Unbarmherzigkeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Der Glaube an die Auferstehung \u201eEr aber spricht zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten. Er ist auferweckt worden, er ist nicht hier. 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