{"id":11712,"date":"2023-05-14T11:00:00","date_gmt":"2023-05-14T09:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/?p=11712"},"modified":"2025-02-04T05:38:43","modified_gmt":"2025-02-04T04:38:43","slug":"predigt-lukas-2214-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-2214-20\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 22,14-20"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/2022-Lukas-L.-37_22-1420-P.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 class=\"western\" align=\"center\">Das Abendmahl<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eDann nahm er ein Brot, und nachdem er Gott daf\u00fcr gedankt hatte, brach er es in St\u00fccke und reichte es den J\u00fcngern &#8230;\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Lukas 22,19a)<\/p>\n<p>Von unserem sehr langen Text betrachten wir heute nur einen relativ kurzen Ausschnitt: das Abendmahl. Und vom Abendmahl wiederum gibt es sprichw\u00f6rtlich ein Wort, auf das ich n\u00e4her eingehen m\u00f6chte. Es kommt im heutigen Text zweimal vor, unter anderem in Vers 19: \u201eDann nahm er ein Brot, und nachdem er Gott daf\u00fcr gedankt hatte, brach er es in St\u00fccke und reichte es den J\u00fcngern&nbsp;\u2026\u201c Das Wort ist \u201eDank\u201c. Jesus sagte Dank. Das griechische Wort hier ist eucharisteo. In der katholischen Kirche wird das Abendmahl \u201eEucharist\u201c genannt, was sich davon ableitet.<br \/>\nIn diesem Wortstamm stecken drei wichtige W\u00f6rter drin. Zum einen das Wort charis, was Gnade bedeutet. Als N\u00e4chstes gibt es hier ein Wort, das damit verwandt ist, und zwar chara, was Freude bedeutet. Und nat\u00fcrlich eucharisteo selbst, das Danksagen. Um diese drei Dinge soll es im Abendmahl gehen: Gott bietet uns Gnade an; Gottes Gnade resultiert in unendliche Freude; wir nehmen das Geschenk der Gnade Gottes durch Danksagung an. Dank ist das, was Gnade und Freude miteinander verbindet. Und das sind dann auch die drei Punkte der Predigt: das Abendmahl lehrt uns erstens, welche Gnade Gott uns schenkt, zweitens, welche Freude wir in Gott finden und drittens, der Dank, mit dem wir das annehmen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p><strong>1. Die Gnade<\/strong><br \/>\nDas Abendmahl, das Jesus mit den J\u00fcngern feierte, war zuallererst ein Passahmahl. Es war das wichtigste Fest im j\u00fcdischen Kalender. Beim Passahfest erinnerten sich die Juden daran, wie Gott das Volk Israel aus der Sklaverei in \u00c4gypten errettet hatte. Es war die Geschichte, wie Gott ein Weltreich in die Knie gezwungen hatte, die Geschichte vom Exodus. Er war die Geschichte schlechthin von Rettung und Befreiung. Wir finden in Vers 14 einen kleinen Hinweis, wie weitreichend die Implikation dieser Geschichte war. In Vers 14 lesen wir, dass Jesus sich mit den J\u00fcngern zu Tisch setzte. Vielleicht kommt uns das ber\u00fchmte Gem\u00e4lde von Leonardo da Vinci in den Sinn, auf dem Jesus und die J\u00fcnger an einem wei\u00df gedeckten Tisch sitzen. Aber Jesus und die J\u00fcnger sa\u00dfen nicht am Tisch. Sie lagen am Tisch. Zu Tisch zu liegen war an normalen Tagen den Reichen und den Herren vorbehalten. Die Armen und die Sklaven sa\u00dfen normalerweise. Aber beim Passahmahl galten andere Regeln. In der Mischna wurde vorgegeben, dass selbst die \u00c4rmsten in Israel nicht essen durften, bevor sie nicht zu Tisch lagen. An diesem Abend z\u00e4hlten alle zu den Reichen und M\u00e4chtigen und Freien. Es war eine Erinnerung daran, dass Gottes Befreiung f\u00fcr das ganze Volk war.<br \/>\nAber was Jesus hier beim Abendmahl tut, ist absolut erstaunlich. Zum einen wurde das Passahfest im Kreis der Familie gefeiert. Jesus feiert dieses Fest im Kreis der J\u00fcnger. Er erhebt jeden seiner J\u00fcnger in den Rang seiner Familie. Jeder von seinen J\u00fcngern ist Jesu Freund und Jesu Bruder. Zum anderen war es so, dass beim Passahfest die Geschichte von Gottes Rettung nacherz\u00e4hlt wurde. Es geh\u00f6rt zum Ritual, das eines der Kinder den Vater fragte, warum dieser Abend anders war als die anderen Abende im Jahr. Und dann w\u00fcrde der Vater erz\u00e4hlen, wie Gott das Volk Israel rettete. Beim Abendmahl ist es Jesus, der die Geschichte erz\u00e4hlt. Aber es ist eine neue Geschichte, mit einer neuen Tragweite, mit einem neuen Bund.<br \/>\nIn allen drei synoptischen Evangelien wird davon berichtet, wie Jesus das Passahmahl abh\u00e4lt. Ein Passahmahl bestand aus unges\u00e4uerten Broten, bitteren Kr\u00e4utern und einem Lamm, das im Ganzen \u00fcber dem Feuern ger\u00f6stet wurde. Keines der synoptischen Evangelien erw\u00e4hnt irgendetwas von einem Lamm. Wo war das Lamm? Tim Keller dr\u00fcckte es folgenderma\u00dfen aus: \u201eDas Lamm war nicht auf dem Tisch. Es war am Tisch zusammen mit den J\u00fcngern.\u201c Jesus ist das Lamm Gottes, das die S\u00fcnde der Welt getragen hat. Jesus ist das Lamm, das f\u00fcr uns geschlachtet wurde. Er ist das Lamm, dessen Blut f\u00fcr uns vergossen wurde. Sein Leib wurde zerbrochen, damit wir essen k\u00f6nnen. Sein Blut wurde vergossen, damit wir trinken k\u00f6nnen.<br \/>\nJesus gibt dem Passahfest nicht einfach eine neue Bedeutung. Er zeigt uns, dass er selbst die Erf\u00fcllung des Passahfests ist. Er ist derjenige, auf den das Passahfest hinweist. Mose, der Auszug aus \u00c4gypten, der Bund am Berg Sinai, selbst alle Gesetze und Gebote des alten Testaments sind nur ein Schatten. Jesus ist derjenige, der den Schatten geworfen hat. Er ist die Realit\u00e4t. Er ist der wahre Retter, der den wahren Exodus anf\u00fchrt und das neue Gottesvolk regiert. Jesus ist die Gnade Gottes.<br \/>\nWas hat das Ganze mit uns zu tun? Und die Antwort ist: alles. Hier sind ein paar Beispiele. Welche Geschichte hast du von deinem Leben zu erz\u00e4hlen? Wie w\u00e4re deine Geschichte ohne Jesus? Vielleicht ist deine Geschichte, dass du dich f\u00fchlst wie bestellt und nicht abgeholt; dass du dir nicht sicher bist, ob du \u00fcberhaupt gewollt bist; dass du keinen h\u00f6heren Sinn in deinem Leben siehst; vielleicht f\u00fchlst du dich insgesamt orientierungslos; der Philosoph Martin Heidegger hatte davon gesprochen, dass wir in diese Welt hineingeworfen sind. Aber wenn Jesus in unser Leben eintritt, dann wird alles anders. In Jesus begegnen wir einem Gott, der uns gewollt hat und der sich \u00fcber uns freut. Wir wissen, woher wir kommen und wohin wir gehen werden. Unser Leben hat einen Sinn, es hat eine Richtung. Unsere Geschichte ist Teil von Jesu gro\u00dfer Rettungsgeschichte.<br \/>\nOder ein anderes Beispiel: Wir alle wissen, dass unser Leben nicht so ist, wie es eigentlich sein sollte. Wir verhalten uns zutiefst egoistisch und selbstzentriert. Wir schauen auf die Fehler unserer Mitmenschen und verachten und verurteilen sie; aber gleichzeitig tun wir st\u00e4ndig dasselbe, was wir in anderen Menschen nicht ausstehen k\u00f6nnen. Wir haben einen moralischen Standard, aber halten uns nicht wirklich daran. Wir werden noch nicht einmal unserem eigenen Standard gerecht geschweige dem Standard Gottes. In jedem von uns ist eine Bosheit, deren Potential be\u00e4ngstigend ist. In jedem von uns ist eine Finsternis, die unergr\u00fcndlich tief ist. Die Bibel nennt es S\u00fcnde. Die Bibel sagt, dass alle Menschen, die in ihrer S\u00fcnde leben, Sklaven der S\u00fcnde sind. Aber Jesus l\u00e4sst uns nicht daran zugrunde gehen. Er bietet uns echte Rettung an. Jesu wahrer Exodus f\u00fchrt heraus aus dieser Sklaverei. Er vergibt uns alle unsere Schuld. Er macht uns frei von der Bosheit, die in unserem Innern ist.<br \/>\nEin letztes Beispiel: Jeder von uns sehnt sich danach angenommen zu sein; dazu zu geh\u00f6ren. Wir wollen aber nicht einfach zu irgendjemandem geh\u00f6ren; wir wollen nicht Teil der Loser-Clique sein; wir wollen bei den Coolen dazu geh\u00f6ren, zu denen die schlau sind und gut aussehen; wir wollen zu denen dazu geh\u00f6ren, die wir bewundern und verg\u00f6ttern. Warum? Weil uns das validiert; weil wir dann denken, dass unser Leben einen Wert hat; dass auch wir es geschafft haben. In Jesus Christus finden wir die wahre Annahme. Wir finden in ihm die einzige Liebe, die wirklich z\u00e4hlt: der Sch\u00f6pfergott, der eine wahre Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, der in Ewigkeit regiert, er liebt uns. Er hat uns angenommen als seine Kinder. Wenn wir auch hier auf Erden zu niemandem dazu geh\u00f6ren, wir d\u00fcrfen zu Gott geh\u00f6ren. Und diese Tatsache erf\u00fcllt unsere Existenz mit einer unendlichen W\u00fcrde.<br \/>\nDas ist die Gnade, die Gott uns in Jesus anbietet.<\/p>\n<p><strong>2. Freude<\/strong><br \/>\nZweimal spricht Jesus im Text von einem Ereignis, das noch in der Zukunft liegt. In Vers 16 sagt er: \u201eDenn ich sage euch jetzt, ich werde es nicht wieder essen, bis es sich im Reich Gottes erf\u00fcllt.\u201c Was w\u00fcrde sich erf\u00fcllen? In Vers 18 sagt Jesus: \u201eDenn ich werde keinen Wein mehr trinken, bis das Reich Gottes gekommen ist.\u201c Jesus spricht von einer Zeit, in der Gottes Reich vollst\u00e4ndig angebrochen ist. Er spricht von der Zeit, wenn die Toten auferstanden sind, und wenn das gro\u00dfe messianische Fest beginnt. Nat\u00fcrlich wird das eine Zeit ungetr\u00fcbter Freude sein.<br \/>\nDiese Zeit ist noch nicht jetzt. Denn in Vers 19 spricht Jesus: \u201eTut das zur Erinnerung an mich.\u201c Jesus setzt hier die Institution des Abendmahls ein. Seine J\u00fcnger sollten das Abendmahl feiern als eine Erinnerung an den neuen Bund. Bis wann? Bis Jesus zur\u00fcckkehrt. Was sagt Jesus dann \u00fcber das Zeitalter der Gemeinde aus? Wie sieht Jesus unsere Zeit? In was f\u00fcr einer Zeit leben wir? Wir leben in einer Zwischenzeit. Wir leben in einer Zeit, in der das Reich Gottes nahe herbeigekommen ist, aber bevor es in F\u00fclle und Vollst\u00e4ndigkeit unter uns realisiert ist. Wir leben in einer Zeit nach Jesu Tod und Auferstehung und Himmelfahrt, den zentralen Ereignissen in der ganzen Menschheitsgeschichte, aber bevor er in den Wolken der Herrlichkeit zur\u00fcckkehrt. Wir leben in einer Zeit, nachdem Jesus die M\u00e4chte der Finsternis geschlagen hat, aber bevor diese M\u00e4chte kapituliert haben. Wir leben in einer Zeit, in welcher der Krieg bereits entschieden wurde, aber bevor der Krieg beendet wurde. Wir leben in einer Zeit des \u201eschon jetzt\u201c und des \u201enoch nicht\u201c. Wir leben in einer Zeit nach dem wunderbaren Exodus aus \u00c4gypten aber bevor wir ins verhei\u00dfene Land eingezogen sind. Mit anderen Worten, wir leben in der W\u00fcste.<br \/>\nPastor Uwe Sch\u00e4fer erz\u00e4hlte von einem Mann der Krebs hatte. Es wurde f\u00fcr ihn gebetet und wie durch ein Wunder wurde er geheilt. Als er beim Arzt war, gab er ihm Zeugnis: \u201eF\u00fcr mich wurde viel gebetet. Ich glaube daran, dass Gott mich durch ein Wunder geheilt hat.\u201c Der Arzt sagte zu ihm: \u201eDas d\u00fcrfen Sie gerne glauben. Ihr Krankheitsverlauf ist absolut erstaunlich.\u201c Er sollte dann in der Gemeinde Zeugnis davon geben, wie Gott ihn von dieser t\u00f6dlichen Krankheit gerettet hatte. An dem Sonntag, als er davon berichten sollte, suchte Uwe Sch\u00e4fer vor dem Gottesdienst nach ihm, aber konnte ihn nicht finden. Er fand seine Ehefrau. Sie sagte dann: \u201eIch bef\u00fcrchte, dass wir das Zeugnis verschieben m\u00fcssen. Mein Mann liegt zu Hause im Bett und ist krank. Die ganze Familie hat sich einen Magen-Darm-Virus eingefangen.\u201c Als Uwe Sch\u00e4fer das h\u00f6rte, musste er lachen. Vielleicht ist das eine Art Sinnbild f\u00fcr diese Welt: nur deshalb, weil wir vielleicht von Krebs geheilt wurden, hei\u00dft es nicht, dass wir nicht mit einer Grippe im Bett liegen k\u00f6nnen.<br \/>\nUnd das hat Implikationen f\u00fcr unsere Freude. Gott bietet uns in Jesus Christus eine Freude an, welche die Welt nicht kennt. In der Welt ist Trauer zentral und Freude peripher, weil das Leben kurz, bedeutungslos und verg\u00e4nglich ist. Im christlichen Leben ist Freude zentral und Trauer peripher: Die zentralen Fragen unseres Lebens sind in Christus gekl\u00e4rt, wir sind in Gottes Hand und werden ewig mit ihm leben. Aber periphere Trauer hei\u00dft eben auch, dass ein Rest an Traurigkeit in unserem Leben bleibt. Solange diese Welt besteht, wird es Leid geben und Traurigkeit und Schmerz und der Schatten des Todes. Unsere Freude hier auf Erden wird immer ein wenig getr\u00fcbt sein; es bleibt ein Sorgenf\u00e4ltchen; es bleibt eine Tr\u00e4ne in unseren Augen.<br \/>\nDie Frage ist trotzdem, wie wir ein Leben der Freude im Hier und Jetzt haben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>3. Dank<\/strong><br \/>\nWir haben gesagt, dass Gottes Gnade die Grundlage ist, auf der wir stehen, basierend auf der Tatsache, was Gott f\u00fcr uns in unserer Vergangenheit getan hat. Und wir haben gesehen, dass Freude etwas ist, was der Ewigkeit Gottes entspringt und in unserer Zukunft liegt, wenn das Reich Gottes erf\u00fcllt ist. Wie k\u00f6nnen wir diese beiden Pole im Hier und Jetzt zusammenhalten? Und die Antwort ist: Dankbarkeit. Inmitten der Stunde gr\u00f6\u00dfter Finsternis, kurz bevor Jesus qualvoll sterben w\u00fcrde, nahm Jesus das Brot, dankte, brach es und gab es seinen J\u00fcngern. Jesus zeigt uns, wie man in einer gefallenen Welt, inmitten der gr\u00f6\u00dften Anfechtung und Not, Dankbarkeit praktiziert. Lasst es mich nochmals anders sagen: wenn wir ein Leben der Freude Gottes haben wollen, m\u00fcssen wir ein Leben der Dankbarkeit kultivieren. Dankbarkeit muss im Garten unseres Herzens wachsen, und wir m\u00fcssen diese Pflanze hegen und pflegen. Ohne Dankbarkeit werden wir niemals Freude haben k\u00f6nnen, egal was wir sonst im Leben haben.<br \/>\nZwei Anwendungen zum Schluss. Zum einen sehen wir, um uns an sein Evangelium zu erinnern, gab Jesus uns kein abstraktes, theologisches Konstrukt hinterl\u00e4sst; kein hochkompliziertes, religi\u00f6ses Ritual. Jesus hinterl\u00e4sst uns eine Mahlzeit: gebrochenes Brot und ein Kelch mit Wein. Einfacher geht es nicht. Und es ist so allt\u00e4glich, selbst zwei Jahrtausende sp\u00e4ter. Es ist so alltagstauglich.<br \/>\nWas lehrt das \u00fcber Dankbarkeit? Sehr viel. Es zeigt uns, dass wir in den kleinen Situationen des Alltags, Dankbarkeit praktizieren k\u00f6nnen. Jeden Tag werden wir mit kleinen und gro\u00dfen Geschenken Gottes \u00fcberh\u00e4uft, f\u00fcr die wir danken d\u00fcrfen: jeder Bissen, den wir essen d\u00fcrfen, jeder Schluck, den wir trinken d\u00fcrfen (wir haben praktisch das beste Wasser, das es gibt, direkt auch dem Wasserhahn), jeder Atemzug, den wir atmen k\u00f6nnen. Dieser ganze Reichtum, ist ein kleiner Hinweis auf den wahren Reichtum, den wir in Jesus haben; auf Gottes Werk der Erl\u00f6sung. Jeder von uns ist eingeladen zu einem Leben der Dankbarkeit. Letztes Jahr hatte ich die Challenge ausgegeben, 1.000 Dankanliegen zu finden. Ich wei\u00df nicht, wer sich darauf eingelassen hat. Aber diejenigen, die sich daran versucht haben, werden best\u00e4tigen k\u00f6nnen, wie gesund und bereichernd es ist.<br \/>\nZum anderen finden wir als Gemeinde einen Hinweis darauf, wie wir das Abendmahl feiern d\u00fcrfen. Um es vorwegzunehmen: ja, das Abendmahl ist eine ernste Angelegenheit; und nein, wir sollten das Abendmahl nicht auf die leichte Schulter nehmen. Gleichzeitig muss das Abendmahl alle drei Dinge reflektieren, die wir heute gelernt haben: Gnade, Freude und Danksagung. Es sollte nicht so ernst sein, dass es bedr\u00fcckend ist; es sollte nicht so zentnerschwer gemacht werden, dass es alle Freude wegnimmt. Es geht beim Abendmahl um die Freude Gottes.<br \/>\nIch habe die Geschichte schon \u00f6fters erz\u00e4hlt. In Boston gibt es einen Pastor namens Mark Bukker. Bevor er zur Park Street Gemeinde als Pastor berufen wurde, war er in einer anglikanischen Gemeinde. Es hatte einen einfachen Grund, weshalb er den Anglikanern beigetreten war: Sie zelebrieren das Abendmahl an jedem Sonntag. Er liebte das Abendmahl. Seine Freude am Abendmahl war so offensichtlich; er tanzte schon fast, w\u00e4hrend er das Brot und den Wein vorbereitete. Die Gottesdienstbesucher bekamen ihr Brot. Ich war von der Zeremonie so bewegt, dass ich mein Brot sofort a\u00df. Was ich nicht gesehen hatte, war, dass wir mit dem Brot nach vorne gehen sollten, um es in den Kelch mit Wein einzutunken, um es gemeinsam mit dem Wein einzunehmen. Ich stand schlie\u00dflich vor dem Kelch und hatte kein Brot mehr. Der Bruder mit dem Kelch in der Hand hat nicht schlecht gestaunt, als ich den ganzen Kelch genommen hatte, um daraus einen Schluck zu trinken.<br \/>\nMit welcher Haltung wollen wir das Abendmahl einnehmen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Das Abendmahl \u201eDann nahm er ein Brot, und nachdem er Gott daf\u00fcr gedankt hatte, brach er es in St\u00fccke und reichte es den J\u00fcngern &#8230;\u201c (Lukas 22,19a) Von unserem sehr langen Text betrachten wir heute nur einen relativ kurzen Ausschnitt: das Abendmahl. 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